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HARVARD LAW SCHOOL
LIBRARY
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Schleswig - Holsteins
Geschichte
in drei Büchern
von
Georg Waitz.
Erster Band: erstes Buch.
Verlag der Dieterichschen Buchhandlung.
1851.
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HERRN HOFRATH
lAGOB GRIMM.
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•4
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Si^ häbm^ wie aUem wo» reüht md eatm^lä^dbeh üfy
J den VerhäUmssen Schlesft>ig''HokMiM jedeneUy tn'wi$$en^
schafiHcAer Datierung nnd in öffeniRcher Verhandtmp,
Ihr gefoicküges Wart geliehen. Eine ArbeU Mer ^ke"
Üe^chichie dh» Landet darf $hhon' dmiiin nuf Ikr^ Theil-'
ncdme rechnen^ tmd Sie werden fireunMek gestatien, 'dde9\
ich ihren Ankue bennhe iwt Mch iffl^tlich' einen Ans^
(^ drt$ek der VankbarkeH' und AnhängHi^heit M gehen ^ mär
V denen ieh ^[hrimneH langer 1k^ f>erbmiden'bit^.
"X,^ Der Plan zu diesem Buche iei niehf erH' in dm ietsOen
^^ frühen thnaien gefimsi worden^ wenn mUfh^dgtWtMsch
ditrch $okhe BeschäfHgnng etwas kiehtei^ 4l6er sie kinWe^
getragen zn wei^den^ die Ausführung hesekteunigie, Ais'
ieh nach sechsjähriger Wärksmnlwii sn Kiel f>en' meinem
OebWtslande Abschied nt^ky ward mir' eon fkanchen
Seilten der Gedanke nahe gitegt, durdkdie Ansarbeiting
einer Schleswig ^Bob^einschenGe&ekiehte die Verinndnkg^
mU dm Lände aueh für die Zukunft sdi erhaüen. Bjituf
und thügüng haben tkidh während jener Zeit »u einer eib*
gehenden BescVäfAgwng mit Am Gegenetänd geßhrt
Wiederholi habe ich die Gksohiehte der ffer^ogtkmer, eitf^
weder nach altem Berkmnmen d^ ünhersHäi mit der des
Königreichs Dänemark verbunden ^ oder selbständig fär
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VI
sichy einmal auch besonders die t>on Schleswig y in aka-
demischen Vorlesungen behandelt Die Fortselmng der
Schleswig - Holstein - Lauenburgischen Urkundensammlungy
die Herausgabe der Nordalbingischen Studien y die Theil-
nähme an der Schrift über das Staats ^ und Erbrecht des
Her%ogthums Schleswig y haben mir vielfach Gelegenheit
gegeben y mich mit dem Einzelnen der Forschung vertraut
zßmädum,. Es hom^e mir so wenig wie^ andern mK
orkHiemlm Freunden entgehen, dass es an einer zugleich
hMseben u^ das We^m der Dinge erfas^nden Bearbd^
t^mg dieser Geschichte fehle, und die zahlreichen kürzeren
DutstfiihmgWy wal^ doßnals und später zunächU durch
politische Bsüeksichten ^hervorgerufen wurden , konnten nur
in^^ser Mshht besiärke^ Die Verdienste welche Chri^
s^m^ für seine \Z^it hflite .sollen ungeschmälert bleiben;
dass er jetU ^eräliet, von^ tHen^ Seiten weit überholt iit,
wird' üUemtmi in Abrede^, stellen.
; DafH^getk hm die Eimelfotsohung in neuerer Zeit Be^,
deutendes geleimt: 'in Hoenigen deutsehen Ländern ist seU
Imige ein so rnkMender ^ifet auf die Erforschung der.
fMteifiändie^ef^GesMchie und Landeskunde gewandt wot--
devLv^^Auf^dem Qruhde.\den Fäiek und Dahbnann' legten,
und^säek jener selbst $fdt unablässigem FJeiHe weOer am'-
gebaut häi^ Sind ändere 'nach verscbüfdenen Seiten hin
ihäü^ gew^tek:^ happenhet^ Michefsen Deedie Bimssen
RtftfenKnss, in jüngstef^ Zei^ Aspefi^ Biemaitiki MÜUeß^haff
SmkWfM^ ündamd^e* ßi^ äUere GesckitMe BolsieiMs hat
b^BemMmg deriItkund^^^mdLübs(Aen Chroniken einei
wesentlich anO^e Gestalt gewonnen, die Verhältnisse
S^ehlestcifS und die der. ninfer^ Z^t iti^erhuupt sind in
». ••-' DigitizedbyVjOOQlC
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den poHUschen Sirekgöhriften ton ter$tMedenen Seiten be^
kuektet iccrden. Es t>er$teht sieh däes ick mich eifrig
bemühi habe jeden Zmoache an Quellen und jede ,wahr^
haft teksenschafttiche Vntemtcihung für diese Darsteihmg
am»ubenten. Die dänischen Arbeiten sind, toje ich ptaube,
ebenso Dollsiändig benuM me die deutschen. In dst M^
teren Geschichte Schleswigs und in der inneren GesMckie
des ganzen Landes lassen beide noch am meisten xn wün^
sehen übrig.
Vielleicht wird mancher meine ÜnpariheUiehkeU in
Zweifel Xfiehen bei einem Gegenstand der so f>ielfat^ dem
Widerstreb der entgegengesehen Behauptungen eerfaBen
ist Ich nehme keine andere in Anspruch als die welche
sich mit vaterländischer Gesinnung auf der einen Sei^,
mit wissenschaftlichem Ernst auf^ der andern verträgt
Es ist der Beruf der Historie dass sie beiden genug thut;
und jeder hat nach Kräften »u streben dass er diese Auf--
gäbe löse.
Am meisten hat es mir selbst Bedenken gemacht dass
ich den Üblichen Nachweis der QueUen%eugmsse und Ein^
»elforschungen unter Uess. Ich halte aber dafür ^ dass,
wenn man ihn geben will, die Darstellung hier durchaus
vcilständig ihre Begründung und Vertheidigung finden muss;
und dies hätte dem Plane dieser Arbeit nicht entsproeHpenj
auch iAreit Umfang sehr erweitert Mit dniielnen Anfüh-^
rungen aber ist wenig geholfen. Der QueltenvöirraA isi
auch auf diesem Gebiete niemals, so gross dass, wßr auf
die Sache näher eingehen will, sich nicht leicht zurecht
finden könnte; die Urkunden sind in neuster Zeit gesam^
melt oder per^icknet; was ich an ungedrucktem JSaferißl
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Vfll
bemMe $oU später mr Veräffißtaiickuns komntmyMmt
ebenso könnet toeU^e AusfiArunffen oder ktilisißhe UlUer'^
mßkm^^j die sich mf dem Weg^ dffrbQteüi vmn es
näMgf seM sollte, naeMrf^glich mtg^tbeili fverdefi^ Wo
ioif alkrdinffs dt^ nicht: ufemgeft Stellen, non der herge--
brachte DarsteUmg abgenoichen. (in., nehme ich das
Vertraue in Anspruch: dtmi es nicht ohne Grund gC'r
sohehen ist.y ,
Wenn das erste Buch die Vereinigung SchlesmgTMei-:
sieinis dßti^ellf und.das u>ßs ihr vorangeht nur kürzer und
üb^sichilkfh^behmde^^ so sott das.x/weite die Zeit der
eaHen SeniSiä^ifik^t,\ eim Periode eoß ungefähr zwei^
hundefct Juhteni umf(Vfsem, dßs driUe wird £S zu thun
b<U^en mit: d&n Kämpf evk Wßichs um diese Selbständigkeit
und Unfxbhäit^keit in andere^ zu^vmlert Jahre» ge-
fiihtt ^mden. sißd.
Für Jetzt, hat diem^y Kampf die u^lüchtichste fftei»*
düng genommen, nicht durch die Schuld des ScUeswig'r
Eolstei^^sehen. Volkes, sondern durch, di^, V^säum^^s und
deH Zugang desmr Bülft ^erpflicktetßn DeutsdUmds. Die
Blätter der GesiMchb^ %eiigeß, dass, es ähnkoh^ Zeiten
gab und dffs^ siß mrü^gingen. Der Blick auf .sie und
die bei aUm I^ me gesx^mde^/e Zmsrsicht auf die
:^uhmft des deutßohen.Va^rlandes mög^m auch jetzt das^
YerirOßen. gebtin, dass-difise Qesiohichte nicht mit dem
llili^.gwsge ScMemig^Hol^teim endfin u^erde.
^ 'GötHngen 2. April iSSi.
■ ' ■ '•• G. Waiiz.
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Inhalt.
Seite
Einleitung. 3-36.
Schleswigs und Holsteins geographische Lage und deren
Einflass auf die Geschichte und die Bevölkerung 3-5.
Verschiedenheit der Bevölkerung und deren
Bedeutung 5-t. 21, Ursprünglich mehrere deutsch-ger-
manische Stämme: Jäten 7. Angeln 8. Friesen 9. Ditmar-
schen 10. Sachsen 10. — Einflnss der Völkerwanderung :
Auswanderungen besonders der Angelsachsen 11-13. —
Einwanderung der Dänen und ihre Folgen 13-19 (ver-
schiedene Bauart 16. Ortsnamen 16. 18}: Angeln 15.
Schwansen und Dänisch Wohld 17. Nordfriesland 18.
Land zwischen Schlei und Eider 19. — Einwanderung
der Wenden :• Wagrien 20. 21. — Verschiedenheit der äl-
testen Zustände 22. 23. ~ Aiisbreitung der fränkischen
Herrsrchaft und Berührung mit den Dänen 23 ff. — : deut-
sche Mark und Danewirk 24.25. Verbreitung des
Ghristenthums von Hamburg aus 26 ff. Ane^ar 27. —
Heinrich L und die Ottonen 28. 29. — Durchfuhrung des*
Ghristenthums in Dänemark durch Rnud 30. Abtretung '
der deutschen Mark 31. — Die Wagrische Herr- "
Schaft 32.33. — Beschränkung des deutschen Einflusses
in Norden. 34. 35. — Gru ndlagen der späteren Entwicke-
lung 35. 36.
Erstes Buch.
Schleswig-Holsteins Vereinignng.
Erstes CapiteL Holstein^ Aa$l)ilduiig. '•. 3d-127.
Die Landschaften des späteren Holstein 39 ff.: Wagrie»
und die wendische Mark 39. Ditmarschen 40. 41. Die .
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Elbmarschen 41. Holstein und Stonnarn 42-44. — Grafen
und Oyerbodea 43. Die Grafschaft der Billunger 42. 43. —
Die Hamburger Erzbischöfe 44. Adalbert 44. Sein Sturz
45. — Uebergewicht der Wenden und Dfinen 45. 46.
Heinrich König der Wenden 47 ff. Die Vicegrafschafl in
Holstein und Stormairn an das Schauenburger Haus 48. 49.
Adolfl. 49ff. — Heinrich f. Knud König der Wenden
50. 51. — Adolfl. f. Adolf II. 51 ff. — Knud ermor-
det. Herstellung des Heidenthums in Wagrien 52. Vicelin
52ff. — K. Lothar 48 ff. f 53. Herzog Heinrichs und
Graf Adolfs Entfernung 54. Graf Heinrich yon Bade-
wide 54. — - Wagriens Eroberung 54. 55. Verbindung mit
Holstein unter Adolf IL 55 und Golonisation (Niederlan-
dische Golonien) 56 ff. Niederlassungen der Ritterschaft
56. 58. Propstei 58. Lübeck 59. - Vicelin f 59. Kirch-
liche Einrichtungen 60. — Sitten der Holsten 61. Stellung
der Ritterschaft 61-63. — Ditmarschen 63. — Herzog
Heinrich der Löwe 64 ff. Neugründung Lübecks 65. 66. —
Adolf IL f. Adolf HL 67 ff. — Heinrich des Löwen
Sturz 68. 69. Einfluss auf das nordalbingische Land 69 ff. :
Holstein 70. Ditmaischen 70. 71. Lübeck 71. Hamburg
72. — Steigen der dänischen Macht 72 ff« Kampf mit
Adolf III. 75 ff. Holsteins Eroberung durch Knud und
Waldemar 76ff.~ Adolf 111. nach Schauenburg f. 77.—
Graf Albrecht Ton Orlamünde 78. — Abtretung der nord-
albingischen und wendischen Lande durch Friedrich IL
an Waldemar IL 79. — Herrschaft der Dänen auf der
Ostsee 80 ff. Lirland und sein Verhaltniss zu Deutschen
und Dänen 80.81.— Abneigung gegen die dänische Herr-
schaft 81. Waldemar IL Gefangenschaft 82.— Adolf IV.
82 ff. — Bückgabe der dänischen Eroberungen 83. Sieg
bei BornhöTed 84.85.— Gestaltung der Verhält-
nisse im nordalbingischen Lande 86 ff.*' Lübeck 86-89.
Hamburg 89-91. Verbindungen der SUdte 92. Ver^
bindungen derKaufleute, Hansen 92.— Pitmarschen
93-99. — Haseldorfer Wilster und Kremper March 99.
100.— Hamburger Erzbisthura und Gapitel 100.101. Lü-
becker Bisthum 101. 102. Verdener Bisthum 102. —
Holstein: Geisüiche Stifter 102-104. SUdte 105.106.
Burgen und Vögte 107. Ritterschaft 107-110. Hofbeamte
108. Leistungen der Einwohner 110-112. (Grafenschatx
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XI
Seite
111). Zölle 113. Geleite 113. Münzrecht 113. Domäaen
114. Landeshenfidie Rechte 114. Lehnsabhangigkeit
der Grafen 115. GanTersammloogen 115.116. Eini«
gangen der Bitter 116. — Adolf IV. Abdankong 117.
Johannl. und Gerhard I. llTff. Streit mit den
Dänen Ua Bruch mit Lübeck 119.120.— Johann l.f
120. AdolfV. und Johannll. 121.— Landestheilun-
gen 121 ff. Kieler und Segeberger Linie 123. —
Gerhard L f. Gerhard II. Heinrich L Adolf:
Plöner Rendsburger und Schauenburger
Linie 123.— Einheit des Landes 124.125. Beleh-
nung zur gesammten Hand 126.
Zweites Capitel Schleswigs Anfänge. 128-187.
Allgemeiner Charakter des Landes 128. Eintheilung in
Sjssel und Harden 128. 129. -*- Befehlshaber an der
Südgrenze zu Schleswig 129. Oluf, Björn?, Elif 130.
Herzog Knud (Laward) 131 ff. — Anfang zur Selb-
stSndigkeit des Landes 132. Deutscher Einfluss im Lande
134. — Knud ermordet 134. Kämpfe unter seinen
Brüdern Erich und Harald 135.136.— Wäldern arL
Herzog 136 ff. Knud Heinrichs Sohn Gegenherzog 137.
Kampf mit den Nordfriesen 138. Streitigkeiten über
den dänischen Thron unter deutscher Oberhoheit 138.
139. WaldemarL König 140.— Das Herzogthum als
Hausbesitz der Nachkommen Knud Lawards 140. Chri-
stoph Herzog? 140. WaldemarH. Herzog 141. —
Bischof Walderaar 141. — Die Namen Herzogthum
Jüüand, Herzog Ton Schleswig 142. Die Stellung des
Landes zum Königreich 143. Stadt Schleswig und ihr
Recht 144. 145. Das Jütsche Loy 145. Kriegsdienst
146. Gerichtarerfassung 146. 147. Widerstand gegen
deutschen Einfluss 147. 148« — Bedeutung des
Herzogthums 149. Umfang desselben 149. Stellung
zu den Bisthümem ron Schleswig und Ripen 150. Geist-
liche Stifter 150.151, Krongnt 151. Rechte des Her-
zogs: Einkünfte 152. Aufgebot 153. Streit über die
Rechte 153.-- Herzog Abel 143. 154 ff. Yerbindung
mit den hobteinschen Grafen 154. Krieg mit König
Erich von Dänemark 155. Nach Erichs Ermordung Abel
König 156. Kampf mit den Friesen 157. 158. "- Ver-
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XII
Seite
hältnisse Nordfrieslands 138*140. — Abel f «
158. Streit um das H^rzo^um: ob erbüobes Lehn'
161-163. fänwirkang der hokteinsehen Grafen 163. >-
Die Insel Alsen 164.171.— Waldemarlll. 161.
165. t 166. Erich I. 166 ff. Sieg auf der Loheide
166. 167. Besitzungen der Holsten im Lande 168. —
Erich 1. 1 169. W a 1 d e m ar IV. 170 ff. Nichthea ge-
gen Dänemark 171.' 172. Waldemar als Vormund in
Dänemark 173. Portgang des Streits über die herzog-
lichen Befugnisse 174. Auseinandersetzung über die
Stellung zum Königreich 175.176.-- Verhältnisse • .
des Herzogthums: ein selbständiges erbliches Für- -
st^nthum 176. Vorbehalte des Königs 177 ff. Erwerb ,
des Kronguts durch den Herzog 178. 179. Einkünfte
desselben 179. Städte 180.181. Harden und ihre Vögte
181. Burgen und ifate Vorsteher 182; Räthe und Hof-
beamte 182. Geistliche Güter 182. Adel (Hdermänner
179)183. Einwanderung deutscher Ritter 183.184. Die
Inseln an der Ostseite 184. 185. Beziehungen zu Fries-*
land 185.— Waldemar IV. f. Erich IL 186. Aner-
kennung der selbständigen Stellung des Herzogthums 186.
Drittes Capitel. Der Weg zur Verbindung Schles-
wigs und Holsteins. 188-260.
Verbindung der Geschichte Holsteins und Schleswigs
188. Stelluiig der DeutseheU und Dänen zu einander
189. Versuche der Dänen zu neuer Erhebung unter
Erich (Mented) 190. 191.— Verwirrung in Holstein:
Kampf der Grafen mit den Rittern Lübeck und den
Ditmarschen 191-193. Heinrich I. f 194. Adolf V. f
1 95. G ^ c h a r d U. (der Blinde) im Uebergewieht 194 ff.
Ordnung der Besitzrerhältnisse 195. Die Anlange des
Schauenburger Antheils an der Elbe 195.198.— Ger-^ ')
hard IL :}-. Gerhard IV. und Johann Ili. 196. —
Gerhard UL (der Grosse) 197 ff. Sagen über seine
Anfänge- 1 98. — Untergang der K i e 1 e r Li n i e 1 99 fiL
Johann U. f 201. — Thieiiang zwischen Gerhard lli.
und Johann HL 201.204. Krieg mit Adolf tou Schauen-^
bürg und den Dilmarachen 201-204. Verbindung mit
Dänemark 205.— Das Herzogthum unter Erich IL
205. Stellung zu Holstein 206. — Erich (Menred) f.'
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xm
Christoph .König' 207; • -^ ^Dis. Jnsti F e Ü m er n .oml An^
fang ihrer Verbindung mit Holateia JOa 209. -^ Ger-
hards Theilnahme am Lauenburger Erbstreit 209. Streit
mit dem Lübecker Bischof 210.— Erich II. f. Wal-
de mar'V. 210fr. Kampf um das Herzogthnm
211 ff. Christophs Fkielit ans dem Hekh 212. Wal«
demar Kdoig, Gerhard Vormond 213. Constttutio Wal^
demariana 213*215. Verleihung des Herzogthnnu an
Gerhard 215. 216. Verleihung Fehmerns an JohanjA
216. — Ai^ösung des dänis(^en Reiches 217. lieber-*
gewicht der Deutschen am Norden, Erhebung der Osl-..
Seestädte* 217. 218. -^ Widerstand in Dänemark 218.
Christophs Herstellung 219. Das Herzogthum wieder
an Waldemar 220. fxspectanz für Gerhard 221».—;-:
Neue Niederlage Christophs 22L Sein Tod 222. Ger*
hard und Johann Herren über Dänemark 223. Hülf»^
mittel Gerhards 223. ^ Gerhards Vormundschaft im
Herzogthum zu Ende 224. Verpfändung fast des .ganzen
Landes an ihn 225. 226. •— Gerhard erschlagen 227.—..
Ausbreitung de« deutschen Elementes im Herzogthum,
der Name Schleswig 22a 229.^ Heinrich IL (def .
Eiserne) und C la u a 229 & Gerhard V. f 229. -^ WaK
demar Christophs Sohn Eönig 230. Verträge über
Schleswig 230.231.-^ .Streit mit Läheck und Hamburg
231. 232. — Stellung des Herzogs Waldemar 232-234.
Nordfriesland wieder won Dänemark unterworfen 234-
236.— Kampf der Holsten und Ditmarachen 236/--
König Waidemars Macht gehoben 237-239. — Graf
Heinrich in der Fremde 239. 240. — Weitere Siege
Waidemars 241-243. H. Waldemar nad sein Sohn
Heinrich 243. — Johann IIL f. Adolf VIL 244.—
Waldemars Angriff auf Gothland 244. 245. Kampf der
Städte wider Dänemark 245 ff. Hansebund
245.246. Veriust deir Städte 246. Streit Adolf VH. mit
Hamburg 247. Friedensschlüsse 248. 249. N^e Ver-
bindung der 'deutsehen Städte undFäcsten g^gen Däne-
mark 249-251. Sieg derselben und günstiger Frieden
252-254.256. Kaiser Kari IV. für die Dänen 254. Seinft
Erklärung för Lübeck und die Fürsten 2S5. — L«ge
Schleswigs 256 ff. Neue Zunahme des dänischen
Einflusses 257. Unterdrückung der Friesen 256. Herzog
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XIV
Seite
Heinrioh f 259. König Waldemar f 260. Die Eni*
BcheiduDg über Sehlefwlg in Frage 260.
Viertes Capitel. Die Verbindung Schleswigs und
Holsteins unter dem Schauenburger Hause. 261-347.
Ausbreitung der Deutschen gegen Osten und Norden
261-263. Förderung derselben durch die Schauenbur-
ger im Norden 263 ff. Einlluss der Ritterschaft 263«
264. 266. Stellung der Grafen zu den sächsischen Her-
zogen 263. Hülfsmittel dersdben 264. 266. — Erwer-
bung der Haseldorfer Marsch 267. — Entscheidung
über Schleswig 268 ff. Streit über die dänische
Krone 269. Verträge der Hülsten mit den Mecklen«*
burgern 270. Einnahme Schleswigs 271. Unterwerfung
der Friesen 272. Eroberung des nördlichen Schleswig
273. Oluf König von Dänemark unter Vormundschaft
der Margarethe 270. ^73 ff. Heinrich IL f. Ger-
hard VI. Albrecht und Heinrich III. 274. Verlei-
hung des Herzogthums Schleswig an die Grafen Ton
Holstein 274-27a -- Adolf VILf 278. Vertrag zu
Kiel mit der Schauenburger Linie 279. 280. — Union
der nordischen Reiche durch Margarethe 280.281.292.
Weitere Verhandlungen über die SteBung der SchleS'*
wigschen Herzoge 281. 282. — Qaus f 283, Ausein-
andersetzung der Neffen 284 ff. Vertrag zu Bomhöred
285-287. Herzog Gerhards Verträge mit EUsabeth 28a
Stellung des Schleswiger Bischofs 288. Unterwerfung
Nordfrieslands 289. — Kampf mit den Ditmarschen
290 ff. Albrecht f* Gerhard erschlagen 291. Streit um
die Vormundschaft Ton Gerhards Söhnen H e i n r i c h I V.
Adolf VIII. Gerhard 293ff Bischof Heinrich 294ff.
— Die dänische Macht im Steigen 293. NeuerKampf
um Schleswig 294 ff. Einfluss Margarethena und
König Erichs im Lande 295-298. Ausbruch des
Krieges 298. Margarethe f 302. Lehnsprocess über
Schleswig durch König Erich: die Herzoge yerurtheilt
304. Abfall Erich Krummendieks und anderer Ritter
306. Kampf der Friesen und Ditmarschen 306. 307.
WechseUÜlle des Kriegs 307 ff. — Innere Bewegungen
in Lübeck 309-311.— Die Ostseestädte für Dänemark
311. Einnahme der Stadt Schleswig durch Erich 312.
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XV
Seite
Die Hamburger für die Holstra 312. Nodi der Friesen
314. Verwüstung Fehmems 315. Verhandlungen 313.
316-3ia Lübeck gegen Dänemark 3ia 319. — Hein-
rich III. f 319L — Vermittelnng H. Rumpolds 320.
Neuer Bund der Städte mit Erich 320. Die Entecheidung
des Streits an König Sigismnnd 321. Urtheil zu Gun-
sten Erichs 322. 323. Gleichwohl Fortsetzung des Streits
324 ff. Eriiebung der Friesen für die Herzoge, Siche-
rung ihres Landrechts 325. 326. Theikahme der Hanse-
städte an dem Krieg gegen Dänemark 326 ff. — Hein-
rich lY. Tor Flensburg erscUagen 329. Adolf VIII. 329.
330.— Angriffe der städtischen Flotte 330.331. Erichs
ErschlaOung 332. Eroberung Flensburgs 334. Frie-
densunteriiandlungen 332 ff. 335-337. Abschluss des
Friedens 336-340. Schleswig an H. Adolf 340. 341.
Erich seiner Kronen beraubt 340. 341. Belehnung
Adolfs durch König Christoph 342.343. BesUtigung der
Rechte an Schleswig durch den römischen König Al-
brecht II. 342. Umfang des Herzogthums Schles-
wig nach dem Frieden 343-345. Die Insel Fehmern
345. 346. Erich Krummendiek 346. Adolfs Dank für
den Sieg 347.
Fünftes Capitel. Die staatsrechtliche Vereinigung
Schleswigs und Holsteins. 348-414.
Lage des Landes nach dem Kriege 348 ff. Stödte 349.
350. Bauernstand 350-352. Ritterschaft 352. Ausbil-
dung der Landstände 353 ff. Landesthing zu Ume-
höTed 353. Landtag zu Bomhöved 354-358. Steuer-
bewilliguDg 356. 357. Ausdehnung der Versammlung
auf Schleswig 357. 358. Ausbildung desLandrathes
für Schleswig und Holstein 358-362. Landgerichte 362.
363. Verwaltung des Landes 363. — Ausbreitung der
deutschen Sprache in Schleswig 364. — • Beschränkung
der friesischen Freiheit 365-367. — Herzog Adolfs Ver-
suche gegen Ditmarschen 367. 368. — Umbildung der
Verfassung Ditmarschens 368-371. Anerken-
nung der Unabhängigkeit im Vertrag mit Adolf 372. —
Adolfs Stellung zu Lübeck 373. König Christophs Ab-
sichten gegen die norddeutsehen Städte 373. 374. —
Gerhard und seine Kinder f 375. Adolf erblos 375.
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Aussicfatenifitir die Nachfolge 375 ff. Stellung xur Sehaaen^
burger Linie 375. Versoch dem Sehwestersobn Chri-
stian die Nachfolge in Sehles^g zu Terflehaffen 376-380.
Lage der Dinge in Hoktein 378. Das Ende 4et säch-
sischen Lehnsgewalt 378-380. Das Reeht 4er Belt^hnting
dem Bisehof Von Lübeck übertragen 380^382. -^ Be^
rufung Adolfs auf den danischen Thron 382-385. Ab-^
lehnung desselben 385. Wahl Christians Ton Oldenburg
zum König Ton Dänemark 386 ff. Christians Bestfitigang
der constitutio Waldemariana 386. 387. Unsacherheit über
die Nachfolge in Schleswig und Holstein 388. 389.
Adolfs Verhalten in der spätem Zeit 390. Adolf VlILf
391. — Gegenüberstehende Rechte und Ansprüche ^92*
Einfluss der Stände 393. 394. Theilnahme der Lehns.^
herren-d94. 395. Versammlungen zu Neumönster und
Rendsburg 395. 396« Zusammenkunft in Ripen 397.
Wahl Christian L zum Herzog Ton Schleswig und
Grafen Ton Holsteki 397 ff. Abfindung der Brüder 397.
398. Vertrag mit des Schaueoburg^n 400. — Urtheil
der Zeitgenossen 401 ^ 403. — • Die Verfassung des
Landes 403 ff.: Wahl des Landesherra 403^405. All^
gemeine Rechte 405. Untheilbarkeit 406. Nur Einge-
bome Beamte 406.407. Gerichtsbarkeit 408. Landge^
richte und Landstäncie 408. 409. Rechte der Landsiände
409.410. Landrath 410-412.— Wichtigkeit für Schles-
wig 413. Das yereinlgte ScUeswig'^-HoIstein 414.
Bemerkungen ttber einzelne Quellen;
Klosterurkunden 53. 104. Urkunden Ton Huitfeld mit-
getheilt 169. Oeffentliche Urkunden überhaupt 273.
298. — Helmold und Arnold 104. Leben Knud La-
wards 133. Chronik des hokteinschen Geistlichen 197.
298. Lübecker Chroniken 273. Hermann Körner 298.
Stammtafel der Könige von Dänemark und der älteren
Herzoge von Schleswig.
Stammtafel der Grafen von Holstein und Herzoge von
Schleswig aus dem Schauenburger Hause.
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Gesclilchte
von
Schleswig-Holstein.
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Uie Herzogüitiiner Hoktein und Schleswig bSdeti iea sÜd-«
liehen Theil der Halbinsel^ welche von dem Rficken DeiitsolH
lands gegen den Norden ausläuft und die hüieä Meere
welche seine Kfiste bespiäen von einaad^ scheidet Im
Süden von dem Elbstrom in seinem unleren Lauf begreazl,
wo dersefte fast hur als eine Fortsetzung oder ein- Busen
des Meeres erscheint, sind sie auf drei Seiten mit der See
in unmitt^arer Verbindung/ die im Osten mit tief ein-
schneidenden Buchten das Land durchzieht^ im Westen aber
zu einer reichen InsdbMdüiig geCohrt hat.
Diese Lage hat dem Lande von flrüh her eine besen**
dere Bedeutung gegeben. Es ist der TheQ des deutsdien
Gebietes welcher fast am meisten an dem Verkehr und deir
Interessen des Meeres Anlheil gehabt hat. Nur die Mfln--^
düngen des Rheins und die benachbarten hoMftndischen
Kfisten sind in dieser Beziehung zeitweise voran gewesen.
Wenn diese zunächst die Aufforderung hatten die deuf-^
sehen Lande mit den firemden Welttheilen in Verbindung
zu setzen, so fand dagegen der Verkehr des nördlichenf
Europa auf jener Halbinsel seinen ftatttrüchen Mittelpunkt;
man schiffte von hier nach den gegeftttberÜeg^ndeix Küsten
der Nord- und der Ostsee; ihre Schitfe, ihre Producte
begegneten sich iti den Stapelplätzen die hier errichtet wa^
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ren. Die Grösse Lübecks und Hamburgs ist nur der Hö-
hepunkt einer Entwickelung die mit der ältesten Zeit der
Geschichte ihren Anfang genommen hat.
Es sind auf diesen Wegen aber auch andere Resultate
erzielt worden. Wie diese Lande in den Anfängen der
neu-europäischen Geschichte der brittischen Insel ihre deut-
sche Bevölkerung gaben ^ so sind später die fernen Ge-
stade dar Oslsee^ Livland und Curland, zum grossen Thefl
von hier aus colonisirt und in den Kreis des deutschen
Lebens luäeiiigezogen worden.
Darüber ist kein Zweifel dass eine Erhebung Deutseh*-
lands zxar See . wesentlich von dieses Landea iibhÄiigt.
Seme grosale Handdssttdt liegt auf hoisteinfichem Gebiete i
nur Iner finden sich Kriegshäfen ; nur hier ist eine Ver-
bindung der beiden deutschen Meere ohne fremiten Ein*
fluss mögUeh.
Noch immer finden der Osten und Westen Europas
hier einen, Punkt der Berülurung; der Norden stehet zu-
nächst aAf dieser Strasse mit dem Süden in. Verbindung,
UQfl wenn der Wjnter die Häfen schliesst^ giebi es keine
andere. Dies hat dem Uoide noithwendig auch eine, grosse
historische Bedeutung geben müssen; es ist mehr als ^n-
mal der Mittel^nkt allgemeiner politischer Verwitckelwigen
gewesen. An den Kriegen des Nordens hat es fosl. jeder-
zeit einen J)edeutenden Antbeil gehabt. Wie denn über-
haupt Gebiete yon grösserer geschichtlicher Wichtigkeit
sich am wenijgsteB einer abgeschlossenen und ruhigen Ent-
wickelung zu erfrenen pflegen»
Was aber, vielleicht z^tweise die malend WnUfahrt
gefährdete^ das weckte und stärkte die Kraft der Bevölke-
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rang. Wenn ein TheH auf den Anbau di^s theist firudrto-
baren Landes eine lohnende Thätigkdit rerwuMÜe^ so gab
eineni änderen Schiffahrt und Ifandkel eine Besehiftignng
die den Blick erneuerte und oft zugleich reichen Ertrag
gewährte. Zu der Regsamkeit und Tttchtigkeit ihres Cka*
raktea^ trug es nur bei, dass m nie ganz gleichartig in
den yersohiedenen Theilen des Laudiss wttr und dass histo-^
rische Verfaftltnisse im Lauf der Zeiten grössere Gegensätze
zu Wege brachten,
Dass die ganze Halbinsel, weli^« der Geograph des zwei-
ten Jahrhunderts Ptoledaaeus zuerst die kimbrisohe nennt,
in älterer Zeit germanisdie Bevölkerung hatt^ ist nicht he-*
stritten. Wenn ein^^e höher hinaufgehen und vorher Kd*
ten oder andere Stämn^ als Bewohner des Landes nachwei**
sen wollen, so fcanil dies dahingestellt bloiben. Es ist doch
nur eme ktitne Vermttäittng, wemt ein groisfs^ Sprach-
forscher in früher Urzeit ded Belt als Me Scheide von
Kelten und Finnen auffähren wiH, Da die Alten von die-
sen Gegiendoti Kunde erhielte, wusstan sie nur von Ger-
manen zu erzählen; diejenigen welche genauer untwriph^
tet war^ bezeugen ausdrücklich, dass auch (tie Kimbern
diesem Stämme, und nicht dem keltischen, ai^ehören,
Sie unterscheiden aber nicht zwischen den beiden Haupt-
theilen des germanischen Stammes, die wir als deitfsche^
und skandinavische oder nordische Germanen einander ^at-
gegensteUen müssen, und deren Trennung ohne Zweifel
in frühe Urzeit zurückgeht, bis in die Reiten vor der Ein-
wanderung in die späteren Gebiete. Wie auch beide
Theüe unter sich in Sprache Recht Götterglauben .und
SiXte verwandt sind, doch tritt ei)en hier pid inAe^ gan-
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ütn geschiobdiehiBii ' Leben ein G^ensätz hervor, der un-*
gleich bedeutender ist ab die Verschiedenheit der einzel-
nen deutschen oder hordisdkeR Stämme unter einander,
und der nicht blos ab das Resultat späterer historischcar
Verb»ttnisse, als die Folge etWa der Ansiedelung auf ver-
schiedenem Boden und unter verschiedenen klimatischen
VerhMtnissen, betrachtet werden kann. Die Geschichte
giebt Zeugniss , dass die deutschen und skandinavischen
Germanen sich dieses Gegensatzes von je her bewusst wa-
ren; dersdbe überwog fast immer die Gemeinsunkeit der
Interessen welche aus Verwandtschaft und Nadibarschaft
hervorgehen konnte; er wurde früh schon', und fast in
aBen Jahrhunderten wieder/ zum offenen Kampf zwischen
den Völkern oder ihren Herrschern.
Dieser Kampf ist zum grossen Theil auf dies^ Halb-
insel, innerhalb des Gebiets' der bdden Herzogthümer, ge«
führt worden; äure Geschichte fällt oft fast mit der Ge-'
schichte desselben zusammen oder erhält doch durch ihn
den bestimmten eigeiithümlichen Charakter. Man kann sa««
gen, dass die Bildung des Herzogthums Schleswig selbst
hur als das Resultat dieses Kampfes zu betrachten ist.
Dies giebt aber seiner Geschichte wieder eine allgemeinere
Bedeutung. Der Entwickelung eines Landes von beschränk-
tem Umfang, welche zunächst nur provinzielles Interesse zu
haben scheint, wird hierdurch eih Charakter aufgedrückt
der etwas universaihistorisches an sich trägt. Es sind mehr
als einmal allgemeine europäische Fragen welche hier zur
Entscheidung kommen.
Der Zusammenstoss der verschiedenen Nationalitäten
dient vomemlich um der Bevölkerung jene grössere Kraft
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zu geben welche sie <^ bewährt hat; durch die Reibimgf
entgegengesetzter Natorei» werden 4ie Anhgen geweckt^
der Sinn gehoben^ der Ghiärakter geMMet. Der Gewina
der hieraus erwächst mnss höher angeschlagen werden
als der Nachtheil, der aBerdings nbit sotehen nationalen
Gegensätzen untrennbar yeriinnden ist Ifier hat auch der
Hass und die FdAdsdiiA memab die milderen Seittsa im
Wesen des Volks unterdrttdbt. Leichte Beweglichkmti
wie sie andere Grenzvölker haben ^ ist den Niederdeut-
schen fremd gebliebm; aber ein freier Bliok, geMige KraA^
mänidicfae Entschlossenheit, Sidherheit und Ausdauer sind
ihnen immer eigen gewesen.
In der älteren Zeit wohnten ohne Zwmfel nur Dent-
sehe in dem Gebiete der jetzigen Herzogthömer Sdileswig
und HoliAein. Auch der nördliche Theil der Halbinsel
scheint ihnen ganz angehört zu haben. W^em diese- An«*
sieht von dänischen Gelehrten der neusten Zeit lebhaft be*^
stritten wird, so hat sie früher, als die politistlien Gegen-
sätze ruhten, auch bei ihnen fast allgemeine Annahme ge-
funden. Sie waren meistens nur geneigt, die nordischen
Gothen und die Bewohner der Halbinsel welche Juten ge-
nannt werden unter sich in nähere Verbindung zu setzen
und beide dann auf die eine oder andere Weise als
Stammverwandte der skandinavischen Dänen nachzuweisen.
Neuere Forschimgen haben aber gezeigt, dass Gothen und
Jfiten, welche die Angelsachsen beide Geatas nennen,
nichts weiter als andere Deutsche mit eoiander gemein
haben; dass aber die Völkerschaft welche in ältester Zeit
den jütischen Namen führt aUerdings den Deutschen, nicht
den Skandinaviern, zugezählt werden muss. Sie wohnte in
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dem nördlicheren Tbeä der HaUnnsel, wohl bis in die
Grenzen des HerzogUiums Schleswig hinein. Es isl wahr-
seheintich dass Taeitus sie &Is Ettdoses nennt Man schrieb
später Eutüy Jutae und Jnddae.
Fast in keinem andern Theäa Dentscblands nennen die
alten Geographen und Historiker so viele vercDhiedene
Völkerschaften wie ans dm Gebiet der kimbrisehen BsSb^
inmh IHe Sneven welche. nach des Tacitös Bericht in dem
Cultus der Nerthus verbunden waren müssen wenigstens
zum grossem Tkeil hier gesucht werden. Noch zaUrei-*
chere Namen führt, wahrscheinlich auf alte Handelsberichte
gestützt, die Geographie des Ptdema^us auf. Diese: soli«
len hier kenier nXhereh Untersuchung untontögen Verden.
Wenn jener die Angeln, gewiss mit Reaht^ in diesen nörd*"
liehen Gegenden nennt, so hat Ptolemaeils zij^rst den Na-«
men der Sacdisen verzeichiiet, der anfangs von eing^schräidc-*
ter Bedeutung, später wi allgemeinen Bezeichnung eines
grossen deutschen Stammes wurde.
Der Ifame der Angeln hat sich an der Ost$aite des
Herzogäiums Scbleciwig erhalten, wo das Land zwis^^ben
der Schlei und dem .fletiälurger Hderbuf;en jetzt wid im
Mittelalter Angeln betest. IMe. Wohnsitze des Volkes mö^
gen sich früher weiter ausgedehnt haben, südlich, w^t-*
lieh, und nördlich, wo dakui die einzelne Abtheilungen
oder verwandte Volhersobciften mit be^cwid^en Namen
bezeichnet sein können. Angeta und Warnen werden in
alten Quellen mehrmals zusammen genannt, und vielleicht
smd auch diese hier sesshaft gewesen; Aber auch Angeln
und Juten standen in nüherer Verbindung zu Lander;
in einer etwas spütwen Aufzeichnung heis#i^ sie '«^ge-
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9
ttossene Brüder: die Juten seien aus dem edelti Blut der
Angeln eatsprofisen und die Angeln aus ilurem Blut, und
imm^ bildeten sie ein Volk und eth Geschleoht'. Nach
Tacitus mässen beide den Suevischen Völkern sugerech*
net werdoi; welche eben hier auch die nördUdi^ii Küsten
Deutschlands berthrten.
Von diesen wesendich verschieden ist der bgäYMlsdie
Stamm^ der sich längs der Nordsee bis an die Elbe und
nördlich dieses Flusses erstreckte. Zu ihm gehören die
Sachsen und Friesen; der erste Name wird später eben
ab Bezdchnung für den ganzen Stamm gebraucht; meh-
rere Jahrhunderte lang schhes^t er die Friesen mit ein, ja
er scheint selbst vorzugimreilie yon diesen gebraucht zu
werden, bis dann ^äter der Unterschied zwischen den
Friesischen Bewohnern der Maeresküste und d^ eigeutli'-
chen Sachsen wieder herveirtritt.
Auch die Westküste Schleswigs hat echt Friesische Be-
völkerung. Sie wohnt auf einem schmalen Rand des fest^
Landes von der Widaue bis zur Hever, in der Landschaft fiä-
derstedt, die ursprünglich als ein Gebiet verschiedener unter
sich und von dem Fesö^nde durch schmale Meeresarme
getrennter Inseln erscheint; und auf den Inschi die längs
der Küste liegen, theilweise Ueberbleibsebi grösserer durch
die Macht der Flathen zerstörter Gebiete. Diese Friesen
sind von je her als kundige Seefahrer bekannt gewesen;
ihr Leben ist ein steter Kampf mit dem Meer, das ihre
Fluren, die fruchtbaren Marschen, die es selber gebildet
hat, bei jeder Fluth überspült, gegen das sie dann all-
mählig gelernt haben schützende Deiche zu bauen, doch
ohne damit den Gefahren entgehen zu können welche ih-
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nen die Hoch- und Spriiigflatheii bereiten. Doppdt fe-*
fahrdet sind die sogenannten Halligen, kleine Inseln ohne
alle Bedeichung; hier, und vor Alters auch in andern
Theäen, findet man nur auf hohen Warften einen Platz für
Wohnungen und Ställe. — Man hat diese Friesen für spä-
tere Einwanderer gehalten; doch weiss die Geschichte da-
für kein Zeugniss zu geben, und viel wahrscheinlicher ist
es dass sie hier seit alter Zeit angesessen waren. Fast
um den ganzen Rand der Nordsee zog sich friesische od^
nah verwandte Bevölkerung hin.
Eine solche ist es welche weiter südlich das Land
zwischen der Eider und Elbe inne hat, das später Dit-
marschen genannt wurde. Es sind weder wahre Friesen
noch Sachsen welche hier wohn^, sondern ein Volk, das
beiden verwandt, zugleich eine kräftig ausgeprägte Eigen-*
thümlichkeit lange Zeit hindurch bewahrt hat.
Erst östlich von ihnen, auf dem weniger fruchtbaren
Rücken des Landes, wohnen die echten Sachsen, von der
Elbe bis an die Eider, welche die Grenze gegen die al-
ten Angeln bildete. In einem angelsächsischen Gedicht,
des Sängers Weitfahrt, wird des Kampfes gedacht, den der
anglische Held Oflfa gegen die Myrgingen — eine Abthei-
lung oder ein mythischer Name emes Theils der Sachsen —
bestand, bei Fifeldore, dasjbeisst an der Eider:
' einzig mit dem Schwerdte
Die Mark er markte gen die Myrgingien
Bei Fifeldore; fürder es erhielten
Angeln und Swäfen wie's Offa erfocht'.
Der Gegensatz der beiden deutschen Völker, die hier be-
nachbart wohnten, aber verschiedenen Stämmen angehör-*
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ten, tritt in der Ueberliefening von diesem in der Sage ge«*
feierten Kampfe deutlich hervor.
War aber so bereits in der ftitesten Zeit, so weit es
sich jetzt erkennen lässt, eine grosse Mannigfaltigkeit in den
Bevölkerungsverhähniiföen des Landes herrschend, so ist
dieselbe durch die späteren historischen Ereignisse Rv
vermdirt worden.
Für die grossen Bewegungen der germanischen Völker,
die man im allgemeinen mit dem Namen der Völkerwan«*
derung bezeichnet, ist diese nördliche Halbinsel zum Theil
ein Ausgangspunkt gewesen; und sie hat auch die Folgen
derselben in umfassendem Maasse erfahren.
Wie früher die Kimbern aus diesen Gegenden ausge^
wandert sind und andere Völkerschaften die hier sess«-
haft waren mit. sich zogen: so sind i^ätel" die südlichen
Bewohner der Elbe, die suevischen Langobarden, die selber
ihre Heimath jenseits des Flusses suchten, an die Donau
und über die Alpen gegangen; ihre nördlichen Nachbarn
aber nahmen den Weg über die See zu den Gestaden des
westlichen Europa.
Man hat es in Abrede steilen wollen, dass die deut-
schen Niederlassungen auf Brittannien, welche dieser Insel
ihren g^manischen Charakter gaben, überiiaupt oder doch
vorzugsweise von den Küsten der kimbrischen Halbinsel
ausgegangen sind. Doch liegen darüber die unzweifel-
haftesten Zeugnisse vor. Sachsen Angeln und Juten nennt
der Geschichtschreiber des achten Jahrhunderts Beda als die
Einwanderer; die letzten wenigstens können nirgends an«
ders als hier gesucht werden; von dem Lande der Angeln
sagt derselbe Gewährsmann, dass es seit jener Zeit wüste
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gelegen habe zwischen den Gebieten der Juten und Sach-
sen. Nor die Sachsen reichen auch über diese Grenzen
hinaus. Unter ihnen aber sind vornemlich Friesen zu ver-
stehen, die in diesen Zeiten ttberall mit jenem aDgemei-
nen Namen bezeichnet werden. Gerade als Bewohner
der Küste mussten sie in höherem Maasse als die mehr
binnenländischen Sachsen zu solchen Zügen über das Meer
aufj^efordert sein; und die ganze spätere Geschichte be-
zeugt die nahe Verwandtschaft der Auswanderer eben mit
den zurückgebliebenen Friesen. Denn jene nahmen aus
ihren alten Sitzen die religiösen Vorstellungen , ihre Sagen
und Lieder, die Grundsätze des rechtlichen und politischen
Leb^is mit in die neue Heimath huiüber; und wenn diese
hier eine neue reiche Entwickelung fanden, so erinnerte
doch auch später vieles an den Ausgangspiunkt des Vol-
kes. Am unmittelbarsten aber erhielt sich in den Sagen
und Liedern das Andenken an die frühere Heimath. Der
Schauplatz jenes merkwürdigen Beovulfliedes ist fast ganz
auf der deutschen Halbinsel zu suchen. Ein besonderes
Lied besingt den Kampf zwischen Friesen und Dänen.
Es sind dies fast die einzigen Zeugnisse von grossen
Völkerkämpfen, von wichtigen Umgestaltungen, welche auf
der Halbinsel stattgefunden haben. Jeder Grieche kannte
die Lieder von den Thaten der Vorfahren. Bei uns ist
fast die Erinnerung an das Alterthum unseres Volkes ver-
schwunden.
Die Züge der deutschen Völkerschaften über das Meer
gegen den Westen und Süden haben sich durch mehrere
Jahrhunderte fortgesetzt: wenn sie im 3ten und 4ten be-
gannen, so waren sie selbst im 6ten wohl nicht ganz zu
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Ende. Sie waren auch nicht blos nach der briubchen Insel
gerichtet. Auch die kletnereR nördlicher liegenden Inseln
Sind von Sachsen besucht word^^ besonders aber werden
Anüedelnngen derselben längader gaOisehen Küste erwähnt;
Warnen und vielleicht auch Jttten und Angeln Hessen, sich
an den RhdamiMung^ nieder.
Mit diesen Wanderungen stebt es ohne ZweiCd in WBh
mittelbarem Zusammenhang, dass skandinavische DäUen
sich auf der Halbinsel ausbreiteten. Es fehlt an bestimoH
t^ Kunde dher die Anfluge ihrer Geschichte. Sie werden
zuerst auf der dKandinavischen Halbinsel genannt, der go-
thische Geschichtsdureiber de» sechsten Jahrhunderts Jorda-*
nis sagt; sie hätten ctie Heruler aus ihren ^tzen v^trieben,
vielleicht von jenen Inseln die später der Mifttelpuidit der
dänischen Herschaft wurden; der Byzantiner Prokop nennt
sie hinter den Warnen. Um dieselbe Zeit erseheini eine
Schaar derselben an der friiikisch^ Küste. Ihr Führ»
oder König, den die Fraisen Chocinhichus nennen, ei^
scheint im BeovuUidiede als Jute unter dem Namen Hyge^
lac, der jenem entspricht Dasselbe Gedidit untcHrscheidet
bereits Nord« und Süddänen, von welchen die letztere
auf der Halbinsel gesucht werden müssen.
Der grössere Thdi dieses Landes ist später in den
Händen der Dänen. Dass das mit der Auswanderung der
Deutschen in gieidier Weise zusammenhängt, wie die Ver**
breitung der slavischen Völker über die einst deutsi^en
Gebiete an der Weichsel Oder und Elbe, kann keinem
Zweifel unterliegen, obsehott das Emzelne des Ereignisses
sich beider Orten ^r Betrachtung fast ganz ^tzseht. Ob
die später einziehenden Völker des Ostens und Netdens
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die Devtseheh drängten, oder ob das Fortzidien dieser
jenen erst den Anlass zu we^rer Ausbreitupgr gab, muss
nun dabin gestellt bleiben. In einer Bewegung die sieb
durch Jahrhunderte fortsetzte griff auch wohl beides in
einander.
Bei keiner Auswanderung eines Volkes , auch in älte-
ster Zeit, werdra alle Angehörige desselben vollständig
und ohne Ausnahme die alten Sitze verlassen; am wenig-
sten kann es bei solchen Zügen über die See der Fäll
sdn, die ganz allmählich weiter gehen. Reste der alten
Bevölkerung mischten sich daher mit den einziehenden
Dänen. Es scheint das in verschiedenem Maasse in den
versclüedenen Theilen des Landes geschehen zu sein. Am
wenigsten im Nordosten, wo die spätere Bevölkerung in
Sprache und Sitte den Inseldänen am nädisten stand. Süd-
westlieh vom LimQord, dem tiefen Meerbusen welcher Jüt-
land fast ganz durchschneidet, zeigt sich in der Volks-
sprache eine bedeutende Abweichung von dem strengen
Dänisch; die eigehthümhche Passivbildung und Artikebtel-
lung dieser Sprache haben hier niemals stattgefunden; son-
dern in beiden Beziehungen ist der deutsche Gebrauch herr-
schend geblieben. Auch der Wortvorrafh ist in mancher
Beziehung ein anderer als der der biseldänen: Ausdrücke,
die mit friesischen oder englischen Worten in Verbindung
stehen haben sich hier nicht wenige erhtdten. Es ist das
mehr der Fall, je weiter man nach dem Süden gelangt,
besonders aber in der Heimath der alten Angebi.
Doch überwog das dänische Element. Es war stark
genug, um die Reste der alten Juten und Angebi in der
Hauptsache mit sich zu verschmelzen. Sie wurden den
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Dänen unterthan und verloren 3ire nationale Bigenthüm-
Uchkeit. Manchem» ging von ihnen auf die Sieger über,
in anderer Beziehung schlössen sie sich an die Verhält-
nisse dieser an. Es fand eben eine Mischung der beiden
immer doch verwandten Vdfter germanischen Stammes
statte bei d^ das Deutsche aber für den Augenblick zu«
rücktrat. Nur in den südlichen Theilen übte es einen
starkem Einfluss. Auch blieben die alten Namen ^ Juten
und Angeln. Wie es oft geschehen ist, wurden sie von
den Landen, an denen sie hafteten, wieder auf die neue
gemischte Bevölkerung übertragen. Man brauchte den er-
sten Namen später nicht selten auch in allgemeiner Be-
deutung; Judland oder Jüüand (Jutia) bezeichnete dann al-
les was auf der Halbinsel dänisch war. Doch unterschei-
de genauere Schriftsteller davon das Land der Angdn,
das nun ausdrücklich auf jenes Gebiel zwischen dem flens**
burger Meerbusai und der ScUd beijchränkt wird.
Es wäre sicherlich von grossem Interesse zu wissen,
bis wie weit gegen den Süden eigentiich dänische Ansiede-
lungen in jener älteren Zeit gekommen sind. Doch feh-
len uns die Hülfsmittel um dies mit Sicherheit zu erken-*
nen. Die Nam^fi und die Einrichtungen der alten Nieder-
lassungen, der Dörfer und anderer Wohnplätze, pflegen
über die Grenzen der Völker den sichersten Aufschluss zu
geben. Bei den beiden Zweigen des grossen germani-
schen Stammes sind aber die Art des Anbaus, die Feld-
theilung und was damit in Zusammenhang steht nicht in
der Art verschieden gewiesen, dass hier aus den spätem
Zuständen bestimmte Schlüsse auf die ältesten Verhältnisse
gemacht werden können. Grösser ist der Unterschied iÄ
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der Bauart der Häoaer. Die säohaische Einriclitolig^ welche
Wohnung und Wirthschaftsräume unter einem Daoh ver*
einigt; die grosse Diele mit dem Vieh auf beideu Seiten
und der Einfahrt unter dem Qiebel nadh vorjie gegen die
Strasse legt, auch keinen S^hernstein kennt. Unterscheidet
sich bestimmt von der dänischen Bauart, welche regel-
mässig mehrere Flügel um den Hofraum hat, den Ein«<-
gang in die jffitte der nach der Strasse gewandten brei-
ten Seite legt und Wohnungen und wirthachaftliche Räume
streng von einander sondert. Doch herrscht in dem grossem
Theile Frieslands eine ähnliche Sitte^ während Angeln bei
ähnlicher Einrichtung des Hauses keine Flügel hat; so dass
es sehr zweifdhaft bleibt, ob diese Gegenden ihre Bauart
von den Dänen empfangen oder früher schon verschiedea
von den Sachsen gehabt haben. Was aber die Ortsnamen
betrifil, so ist auch hier beim ersten Anblick allerdings
der dänische Charakter überwiegend. Doch zeigt die Ver**-
gleichung mit dem Friesischen auf der einen, mit dem Eng-
lischen auf der andern Seite, dass viele Endungen, die
dem Dänischen nahe kommen und andern deutschen Dia*-
lecten abgehen, der alten anglischen und jütischen Sprache
eigen gewesen sein müssen. Die zahkeichen Worte auf
-hüll, -trup oder -rup (unser -dorf) gehören in diese
Reihe. Unter den häufiger wiederkehrenden Namen tra-
gen nur die auf -bye bestimmt den dänischen Charakter
an sich.
Es kann auffallen dass eben diese Namen im südlichen
Theile des jetzigen Schleswigs, in Angeln und in einigen
Strichen südlich der Schlei, sich fast am häufigsten finden.
Doch ist zu bedenken, dass gerade jenes Land von Beda
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noch im ucMen Jahrhimd^rt ab Wüsiie gesdiilderi wkd
und dass also hier besonders zu neuen Niedertesmigen
der Dftneii Anlass» war. Ansierdem sind sie a«f deib un-
fnichlbaren Rücken des Landes^ der erst spät zm& Anbau
lock^ konnte, mit am weitesten gegen den Sfid^n gezo-
gen, bis in die Ntite der Scktei
Zu den reichsten oiid wichtigsten TheScai des Hersog«*
thnms Sditeswig gehören die beiden Landschaften an der
Küste der Ostsee, zwischen der SeUc» und dem eckern-
förder Busen^ die eine, die andere von hier bis an den
kieler Hafen. Sie werden ndt dtaiseh» Namen Schwansen
(Syansö) und Dänisch Wohld genannt Fast kein Theil
des Landes hat jetzt weniger Spuren des dteischen Ele«
mentecf anEsüwjBiseA als eben dieser; und dcwoch über-
wiegen in Schwansen durchaus die däaisohea Numen und
theilweise die aogeler Bmart. Es unterlag! aber kei*
nem Zlweifei, dnas gerade Ats^ Landstotelk sehr spAt ia
Anbau, gteommien wurde. Er war fnäher mit Wald er-
fiöltt. Dieser, von den Deutsiehien Isamho; voq 4/tm MnpB
Jernewäk (BisenwaU). genannt, zog sich .v<Mi der SdUei
gegcsaii dieni.Südes, und war noch im elften Jahrhundert
wemg gdiobtet. Es. ist auch einti ^UgBMtea Bemerkung^
düss dar fette und. schwere Boden • des. östUehen HügeK*-
Idndes„ späten in Gullnr genonlm^ii wurde ate die leiidite^^
rea< sandigen Strodwn gegen dfte;Nittt> hin, welche ge^
ringl^w Arbeit i.\mi weiniger starkes GerMi erfordertet!.
Jene ebinktii ihdnwittdn/DflrfiBi. werden.. erst äfus d<Nr BUt^
thezeil dbs däniaiten Beicto^ v^ikM «MSdieni Jabf loa d^
i^rsleA Erobe]milg;.stanmMtt;:ihjaien{.silid: bald. die. J^jsd^ltfen-
deren.Ansieddungeü 4cs dMl^phen- Adels gefolgt Im
L - 2
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Dämsoh Wohld ist die Bauart sächwcii Hnd avoh die Orts^
namen sind deutsch.
Vbrig&M haben die Dänen anch die vorgefandenen. Nah-
men geändert Sliaswig war der alte Name einer grösseren
Niederlassung an der Schleif auch SUasthorp genannt; von
den Dänen wurde statt dessen Hethaby gesagt. Vedebye, sagt
ein dänischer Historiker^ ist der dänische Name, dso jünger,
und kommt ohne Zweifel von der Lage auf einer Heide'.
Ähnliche Änderungen mögen anderswo vorgekmnmen sein;
häufiger aber waren ohne Zweifel kleine Modifieationen
des Ausdrucks, welche alte Bezeichnungen der nun vor-
herrschenden Sprache anpassten; wie dasselbe dann später
wieder in entgegengesetzter Richtung geschehen ist
Ganz anders aber als bei Jttten und Angeln, gestalteten
sich die Verhäilnis$e bei den Friesen. Auch von ihnen ist
ein bedeutender Theil ausgezogen ; die znrücUlieben sind
im Lauf der Zeit ebenfalls dänischer Herrschaft unterthan
geworden. Aber sie haben niemals ihre natkmale Eigen'-
thümlickkeit verloren: Sprache Recht und selbst die po^
Utische Verfassung haben der fr^nden Binwirkohg ent«
schieden widerständen. Von. einer wahren Misehung mit
dänischer Befvöikerung kann bei ihnen nicht die Rede seim
Bis an die Widaue nordwärfs erhielt sich dieser deutsche
Stamm in unvernnsditer Reinheit; nur nördlich gegen die
Bredaue'hih hat ervieMeht ein kltmeS' ^biet vertopeuv
Seine politische' Selbständigkeit hat er Meht immer wahren
Mhnett;* AberinnialioHaler Beziehung hat dieser TheÜ
6^l6BWig)» keinerlei Einwirkung der Dänen erfahren. i
' Ebenso wenig haben di^ Dänen östlieh von Eld^titedt
4n der Landschaft Stapelhoim und in den benabhbarteh
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Strichen zwischen Schiet und Bider festen Fuss gefasst.
Das Land wurde manchmal ihrer Herrschaft zugerechnet;
doch lag es in filterer Zeit meistens wüste zwisdien Dä-
nen und Sachsen, die hier wohl schon In frühen Jahrhun^
derten ihre Schlachten schlugen, von denen jetzt spätere
Sagen eine freilich getrübte Überlieferung geben. Die
Sachsen selbst sind den Dfinen nirgends gewichen. Ihre
Theilnahme an den Zügen gegen den Westen war viel-
leicht minder bedeutend, und scheint auf ihre Verhältnisse
Iner in der Heimath wenig Einfluss geübt zu haben.
Wenn auf diese Weise erhellt, dass die sue vischen
Völkerschaften, Angeln und Juten, dem fremden Angriff
und Einfluss auf der Halbinsel schwächeren Widerstand lei-
steten, als die einem anderen Stamme angehörigen Frie-
sen und Sachsen, so entspricht das nur dem was die Ge-
schichte dieser Zeiten fast aller Orten zeigt. Gerade je-
ner Theil des deutschen Volkes ist es, der nächst den
Gothen am meisten aus den alten Verhältnissen weg in
neue Bahnen gefährt wurde, und der auch hier mit ge-
ringerer Kraft und Zähigkeit an dem eigenthümlichen ger-
manischen Charakter festhielt. Doch haben die Angehi, mit
den Friesen und Sachsen verbunden, auf der brittischen
Insel eine Ausnahme zu machen gewusst. Die glückliche
Bntwickelung des englischen Volks ruht zum grossen Thefl
auf Anlägen die sie mit über das Meer brachten, die aber
auch in der alten Reimath unter fremder Herrschaft und
bei der Mischung -fremder Elemente nicht haben unter-
drückt werden können. '
Wenn aber das Vordringen der Dänen ohne allen Ein-
fluss auf das Gebiet des jetzigen Holstein geblieben ist,
2*
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so hat dies dagegai von andrer Sdte h^ eine bedev^
tende Veränderung seiner Bevotkerungsverhällnisse erUt*
ten: in dem östlidien Theile des Landes liessen sich Sla*
ven oder Wenden nieder. Die Ausbreitung dieses grossen
SMnunes im nördlichen Deutschland trägt, wie schon be-
merkt wurde, einen ftbnlidien Charakter an sich wie da^
Vordringen der Dänen im Norden: die Wenden treten fast
überall an die Stelle der weggezogenen gothischen oder
suevischen Völker. Man kann die Vennuthnng aufstdUieii,
dass auch im östlichen Holstein eine Völkerschaft wohnte
welche in der Reihe der zu diesem Stamme gehOfigen
Völker zwischen Langobarden und Angeln ihren natz
hatte und dann den nachdrängenden. Slaven Raum machte.:
gerade hier zwischen dem kieler Meerbusen und der BIbe
können sehr wohl die Warnen heimisch gewesen sein.
Dass dies Land altsächsisch war, dafür finden sich keine
Belege^
Als im AnEuig dfs jQten JMurhnnderts Kw*l der Gro9$t
den Unterwerfnngskrieg gegen diß Sachsen fOfavte, hat w
§em Ver&hren durch grc^sartige Wegfithrungen der allen
BevölkeruQg den Wi^ers^nd zu bre^n aiach hier ziir
Anwj^d^ng gebracht.. IMm^. [m X 804),, he^üsst ^s, g9b
er die transalbischep Gaue den .Abodr^eff. . Di^s dieso i^
soldi^ Weise eJAeA^sbreitmig ihres Gebietes goFannffR,
^n hiernach niciii bqzweifeH wer^. JD^sssiiaatiiernipht
das. ganze. nordalbiifgis|che S^ch^entond'. ^pfingen ist.gß«-
wiss genug, iind.dass, finf der andern Sicjte sie «4an^al$
auch nicht zuerst sich um die Südwejstepke : 4^f Qsiß^
hemm ersti:eektea,. d^rf npt^.einigei: Wahrscl^eMdicM^it' an-*
genommen werden. Der .Theil der Abodritcin (Bodriz.^)
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4er cneli hier festsetzte fiiihrl den Namen der Wagri^
(Waigri^ Wagiri). DerseUie nimmt' unter den eiavischen
Völkerschaften an dem wesffichen Thdie der Ostsee eine
hervorragende Stellung ein; und auch hier ist der Boden
des j^äteren Holstein der Schauj^tz bedeutender Ent^
wiokehingen geworden.
Es ist eine oft besprochene Frage, wie weit die slaVi^^
sd^ Herrschaft sich hier g^en <deii Westen und Norden
erstreckt hat. OAmbar war eit zu Tehsohiedeaen Zeiteit
yers^hieden. Karl Aer Grosse selbst' hat eine MMr- gegen
sie geordnet, deren ösfflehe Clreiüe''lftngs der<ZwentiMi ait
den Fidtier See, den Stöcksee, die DälvefuHi JwbmI wdtet an
die Jübe gezögen wir. Aba* ateh das Gebiet der i^rk
sdbst muss füir ursprttnglicb slayisdi bnge^henr wel*den.:
dazu gehörte das Land rings um den> spiliereR kieler Blu-i
sen, vicdleicht ndtdiidi bis an dieLevensau, di^ «achnialige
Grenze Holsteins und ScUeswigs. Dass aber Slaven da»«-
mals auch jenseits »derselben^ im Dänischen Wohld, sess^
haft waren, ist wenig wahrsdieuffieh.
Selten wird sich auf emem so engen Raum wie auf
dem Gebiet der beiden Herzogthümer — es um&sst, mifc
Einschluss der jetzt politisch abgetrennten Theile, zwischen
34Ö und 350 Quftdratmeilen — eine solche FMe verscMe-
denarüger nationaler und historischer Entwipheluingen zei-
gen. Hier begiensen sich drei grosse Völker, Deutsche
Diaeti uhd Slaven. Meiere deutsche Stftmme, Sadisen;
Friesetl,. beiden verwandt abear eigeaitfaüttUich ausgebiUeS
die Dilmarschen, ausserdem Reste alter Mgeh», finden
sich in wger Nachbarschaft bei einander. Dazu kommt
die Misehimg der Dänen und DeiitsOhen, die grössto wird
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je weiter man gegen den Norden geht Wie das LsAd
nach seiner Naturbescha&nheit in mehrere Theile zeiüÜÜ,
so schHessen sich die Versciuedenheiten der Bevölkerung
dem im ganzen an: das ösliiche Hügelland Holsteins war
wagrisch^ das hohe llittelland sftchsisch, d^ fruchtbare
Westen ditmarschisch. In Schleswig haben das l^ztere
Gdbiet die Friesen inne; der Norden und die Mitte sind
jtttisch-dänisch, die sttdKcherai Striche an der Ostsee ang^
Ssch-dänisch, und der Sirich zwischen Schlei und Eider
zeigt wieder verschiedene Mischungen und Übergätige frie-^
sischer und sächsischer Bev^erung, .
Leben und Sitte dieser Völker boten seit iütesler Zeil
nothwendig bedeutmde Gontraste dar. Selbst inneiiialb
des Kreises der deutschen Völkerschaften war (fies der
F(dl. Die zu den Sueven gerechnet werden, scheine früh
Königsherrschaft gekannt zu haben, Häuptitnge aus alten
angesehenen Geschlechtern standen an ihrer Spitze, wfth*
rend Friesen und Sachsen der germanischen Volksverfas-
sung mit gewählten Vorst^ern anhingen. Hier waren die
einzdnen Gaugemeinden ohne HUhere politische Verbindung
unter einander. Diese Sachsen und die Ditmarscben wur«*
den früh schon als Nordalbinger den drei andern grosse
sächsischen Stämmen gegenüber gestellt; doch standen sie,
so viel erhdlt, weder unter sich noch mit den Stammge«-
nossen jenseits der Elbe in näherer VevbincNing. — Die
friesischen Zustände der älteren Zelt liegen völlig im Dun-
keln. Die Insel Helgoland, die später zu diesen nordfriesi-
schen Gegenden gerechnet wurde, isl früher auch in Zu-
sammenhang mit den südwestlichen Friesen gewesen;
bi^r soll ihr Herzog Ratbod sieh aufgehalten haben; hier
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war dw Heüigtlmm des Fosite^ das in hohem Aasehn bei
«Ben Friea^n stand. Die Insel war von grösserem Um«
fang als spdler, und näher «n sie hin eratreokte «efa das
noch nicht von den Flulhen weggerissene Land des alten
Strandes.
Die Dlinen auf der Halbinsel halten ebenfalls Königs«,
herrsdiaft. Aber les waren kleinere Rekhey damals ..ohn<^
Znsannnenkang mit den Herrschaften, «if deh insete und
der. nordischen Halbnsd^ Eine QueHe wnisS' däss mitun-
ter xw^t.Köilige in Jälland waren^ der Stidbn- wd- Norden
standen^ wieiesijsdieini, regelmässig hioht in. Verbmdnng:
Dort wlip.wdd Hethaby, das 'angfisohe Sliaswic/ der* 8iti>
das'rKUnigs, hart an der deotschen Grenze, ei» Hetz rem
dem die Schiffe nach den TersdriieMiea Kübteh dei* Ostsei»,
inhren, and von dem aus man auch in kurzer Zeit die
WesfktMe erreichte, wo die. wohlbekannte« Seestrassen
nach Brittannienund den galUaehen Küsten aushrfen.
Im wendischen Lande hatte Stargard, oder wie die
Deutschen schrieben Aldinborg (Oldmiburg), eine ähnliche
Bedäutnng. Von da fiihr man nach dem benachbarten
Jumne an der pommerschen Kttste; hier verkehrten später
sächsische Kaufleute und tauschten die Wearen des Ostens
ein. Es war daselbst ein wichtiges Heiligthnm der Slaven,
bei drai hn Lauf der Zeit bedeutende Schätze angdiäuft
wurden.
Als die Sachsen der Herrschaft Karl des Crossen un--
t^kgen, war das- andi ftlr diese Gebiete von bedeutenden
FMgen. Die Grenzen des fränkischen Reichs wnrdeA nun
an der Bider gestecht und frlnkisdie Gesetze und Bin-
rifchtengen ebenso wie christliche Lehre und kirchliche
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Institutionen bis in diese fernsten Theile DeutsoUanris ge^
tragen. An die Stelle der süchsisclien Volksver&ssmg trat
die Administration fränkischer Grafen. Sie hatten vornem*-
lieh auch den Schutz des Landes gegen die feindlichen
Dänen zu übernehmen; dazu wurde die Esseveldobarg an
der Stör (im J. 809) gebau^ das spätere Itzehoe; jene Mark
gegen Wagrien ¥nirde ge^dnet, nachdem die Slaven vorher
dem Kaiser Hdlfe gegen ihre Nachbarn geboten hatten.
Der Dftnenkdnig seiner Seits erbaute damals zum
Schutz seines Reiches von einer Bucht der Ostsee bis zii#
Westsee längs der Nordsee der Eider emen Watt; anlp
dnrch ein Thor sollten der Norden und. Sbdta in Verbin-^
düng stehen. Es erscheint dls alte Sitte der Angebi dnss
sie solche Wälle anilArtaa, und es ist mögüdi dass auch
hier schon aus ihrer Zeit solche Anlagen vorhanden wh**
ren. Sie fanden sich aber schweiitch an der eigMIIieheu
Eider, sondern wo die Halbinsel am scbmtisten ist von
der Treene hinüber gegen die Schlei: Nur so weil sind
dänische Einflüsse gedrungen: wiedierholt wird Schleswig
eine Stadt ah der dänischen Grenze genannt. -Sie liegt^
sagt ein alter angelsächjHscher Reisender^ zwid^en Wen-^
den und Sachsen und Angebi und gehört drai Dänen'.
Das Land aber von der Eider Iris zu dem Wall des
Königs Götrek diente den Deutschen als Yorhul für deil
Schutz ihrer Herrschaft. Galt die Eider als die alte Grenze^
so eignete äcfa dieses Gebiet zur Slmnchlitng eiher Mark,
wie sie damab und später von den deutsdien Königen zum
Schutz des Reiches angelegt wurden. Sie wird um die
Mitte des 9t6n JahrhUnd^s erwähnt. Hergestellt aber
und bestimmter ausgebildet wurde sie unter König HehsH
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rieh I., der 4ie Grenzen DevtscUands bei Schlesw^ be*
festigle und audi eine sächsische Colonie in diese Gegen^
den führte. Es geschah um dieselbe Zeit da auch von
dünischer Seite an die SteUe der firüheren Anlagen das
glärkere Danewirit trat, eine feste Verschanzung mit WaH
und Graben, die Ton der Schlei südlich von ^hlei^wig her
gegen den Südwesten Kef. Die Dänen legen seinen Bau
der geeierten Thyra Danabod bei: es habe gedient^ sagt
ein aber Gesehichtschreiber, 'als Dänemarks sioherster
Schutz gegen die Wuth der Deslsdien'.
Eben damab, im lOten Mkrfaundert, ist das diihische
Laad auf der ifaUringoI mit dem. inadreiche deir Letlnrakö^
nige vereinigt worden. Es ist die Zeit wo tfterall hn
Norden grosse geschlossene Herrschaften entstanden, die
mit den crttmmesmässigen Sondemngen der skiandinaviaehen
Germanen zusamm^ifieleii. Eine s^^enhafte Überlieferung
berichlet: weil der König Dan den Mten gegen die Deut-
schen Hülfe geleistet, hätten sie sich ihm unterworfen;
'sie führten ihn zu dem Steine der Dan^rhyg gänamt
wurde und setzten ihn auf den Stein und gaben ihm den
Namen eiMäs Kdnlgs. Dann unterwarf er Fühnen und
Schonen und nannte das ganze Land Dänemark'. Die erste
Unterwerfung d&t Juten durch die Dänen und die spätere
Vereinigung des dänischen Jütlands mit den Inseln zu ei^*
ner Herrschaft sind in einander gemischt und liegen bade
dieser DarsteUung an Grunde. Dem entirpricht es freilich
nicht, wenn zingleich Kaiser Ludwig der Fromme Bis Herr
der Deutschen und Gegnw der Dänen genannt wird. Doch
geht aHerdings die Begründung deutschen EinSusses im
südlieben Dänemark bi^ auf seine Zeit zurück.
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Immer sind die frünkiscke Herrschaft uad das Cbri-*
stenthum Hand in Hand mit einander vorwärts gedrungen.
Die fränkischen. Könige, namentlich seit sie in näh^e Ver-
bindung mit Rom getreten und auf die Herstellung des
kaiserlichen Namens im AbentUlande eingegangtin waren,
erachteten es zugleich als Beruf und als Mittel für Be^
feiEtigung und Ausdehnung ihres Regiments, die heidni-
schen Völker des Ostens und Nordens dem Christenthum
au gewinnen. Nach der Eroberung des sächsischen Lan-^
des wurden bald IdrcUiGhe Einrichtungen über alle Theile
desselben verbreitet: da kamen vom Süd^ der ^e die
ersten Glaubensboten nach dem Thii^maresgau, wo Atre«^
banus erschlagen wurde. Später wurde zu Hammaburg
eine Kirche gebaut, die der Bischof Amalarius weihte und
deren Obhut dem Presbyter Heridag anvertraut wurde. Dies
geschah in den späteren Jahren Karl des Grossen, der die
Absicht hatte eben zu Hamburg eine erzbischöfliche Kirche
zu errichten, die auch als Sttttepunkt flir die Verbreitung
des Christenthums im Norden dienen könne. •
Den Plan des Vaters nahm der Sohn wieder auf. Das
westliehe Holstein galt nun für christlich. Es gab eine
zweite Kirche zu Münthorp (Meldorf) die für Ditmarschen
bestnnmt war; es wird erzählt, dass der Bremer Bisehof
Waierich hier öfter predigte. Zwischen seiner und der
Verdener Diöcese war das Land getheilt. Um diese Zeit
übernahmen zwei fränkische Geistliehe, Ebo von Rheims
und Halitgarius von Cambray, den Auftrag, den Dänen das
Christenthum zu verkünden, und der Kaiser Ludwig gab
ihnen als Stützpunkt für ihre Unternehmungen den Ort
Welanao, wo ohne Zweifel früher die Stätte eines wiehti»
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gm heidniscbeii Ciritos gewesen war und wo nun der
Grund zu einer kirchlichen Stiftung (Münsleardorf) gelegt
wurde. Die Wirissamkeit jener Männer ist dau freilich
nicht tief gedraagen^ obgleich damals schon innere Zwie-
tracht unter den Dänen auf der Halbinsel wenigstens ei-
nen Theil derselben dem fränkischen Einfluss und daaait
mcä dem Christenthum zugänglicher machte. Die Haupt-
sadie war dass der Kdnig Harald sich in der Kirche des
h. Albanus zu Mainz feierlich taufen Hess (im J. 886)1
Denn ak ^ von hier in sein Reich zurückkehren woOte^
erhielt er einen Begleiter, dessen Thäfig^eit für die kirch-
tichen Verhältnisse dieses Landes von grosser Wichtigkeit
geworden ist. Andiar, erst Mdnch in dem gallischen Klo-
ster Corbie, dann in dem neugegrüadeten Corvey an der
Weser, trat dem König an die Seite, um ihn dem Christen-
thum zu erhalten und sein Volk dafüto* zu gewümen, und
in einer langen Reihe von Jahren hat er einen Semen
ausgestreut der wenigstens nicht ganz wieder zertreten
werden konnte. Es gab dies zugleich den Anlass um auf
d^ Plan eines eigenen Erzbisthums in Hamburg zurück-
zukommen. Das nordelbische Land sollte demselben als
Diöcese unmittdbar unterworfen sein, auss^dem aber seine
Gewalt sich über den ganzen zu bekehrenden Norden er-
strecke. Anskar wurde (im J. 831) zum Erzbisohof ge-
weiht.
Als die Dänen ab^ Hamburg zerstörten (nn J. 845)
und die Stadt als ebi unsicherer Aufenftalt d(^s getstficheil
Hauptes ersi^en, wurde das Bisthum ft'emen dem Anskar
tibertrageii, und nach einigen Verhandlungen auf das engste
mit dem Hamburger Brad)isthum verbunden. Noch hatte
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dies aber keine Sufiragane im Norden. Aiiskar erreidite
doch nicht mehr als den Bau von Kirdhen erst zu Schles-
wig, dann zu Ripen, Es waren schwache Keime, doch
ein Anfang war gemacht. Eben dies begründete auch wie«*
der einen näheren Verkehr zwischen Dänen und Dentsdien.
Kt den Sachsen hatten jene zusammen gehalten als sie für
die alte Freiheil und den alten Glauben^ der dem noM«*
sehen nahe verwandt war^ gegen die Franken stritten.
Nun waren alle Deutschen chrbtlich und brachten das Chri*-
stenthum' ihren Nachbarn zu; damit wurde d^ deutsdie
Einfluss gegeft den Norden getragen.
Eben deshalb aber stelHe sich auch Am Volk tnil na-*
tiohalem Eifer dem Chrislenthum entgegen. Es erscheint
aU ein aufgedrungener fremder Zustand, den. man immer
wieder abzustreifen bemüht ist. Die Durchführung des*
selben giebt Anlass zu staricen inneren Krisen, and erst
nadi längerer Zeit und wechselnden Ereignissen findet sie
statt. Am Ausgang des 9ten Jahrhunderts ist das Hmden«^
thum entschieden im Übergewicht. Damals war die Mark
an der Eider, selbst ein Theil des nordalbingischen Landes
den Deutschen verloren.
Als dann König Heinrieh (im J. 934) jene Marik her^
stifte, soll auch ein däni^her Fürst das Christenthum an-
genommen haben. Unt^ seinem Nachfolger Otto wurden
die ersten Bischöfe auf dänischem Boden eingesetzt, Hored
für Schleswig, Liofdag für Ripen; dazu kam ein dritter mit
dem Sitze Aarhuus. Sie standen unter denk hamburger
Erzbischof und erschienen mit ihm zuerst (im J. > 946) auf
der Ingelheimer Synoden Einige Zeit i^äter (im J. 965)
ettheilte ihnen der zum Kaiser erhobene dratsi^he König
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eine Freibeit fiir aUes ^wa& in der Mark oder im BeiA der
Dänen ihren Kirchea eigenthümlieh gehörte': tin Aiutfluds
jetter MnohlvoIIkoiiimenheU wdcha der denteche König und
Kaii^er nach der Auffassung der Zeit insonderheit über die
Völker und Staaten des Nordeus und Ostens zu üben, be^
rechtigt war^ und die er kein Bedienken trug, auch ohne
ausdrückliche Anerkennung di»roh die einzelnen Gewalten,
^Kur. Geltung zu bringen so weit er könnte.
Es waren übrigens die ueuen Stiftungen offenbar mehr
S{»rengel für missioniurische Thäligkeit als fiknnlich organi-
sirte Bisthflmer. Nur ganz im allgemmen kann der Be^
reich dw eiozelnea Bischöfe gegen einander abgegrenzt
sein. JNoeh oft mussten sie in Detttsehlani eine ZuAicht
suchen. Bs waren meist deut^he Geistliche; doph nahm
man, wenn man sie finden konnte, lieber nioch eingebome
Männer.
D^bßi gingen diß Kämpfe zwischen den Aänw und
Dautoch^a (ort. Unter Otto l fiel der Sachse Herniaiui,
der mit der- Grcnzveirthaidigung' im, Norden beauftragt wsir
und später berzogliohe Rechte in einem Theile Sachsen»
erhielt ,_ in dänische G^aitgenschaft. Dagegen. erschienen
auf dem lezteipi Hoftag d^s Kaisers Gesandte ies iimoh^
Köpigs, welche HHldigiong boten und. Geschenke, brachten^
die man ii^ Deut^cUafid als ciiiken sdbuldigen l!rib^t hf^
Xrwihtßie. V^fi al^ wdi Otto I. Tod , der KAnig Har^d ^Ue
deutsche Mark: angriff^- dÄe ungelßgte Feste. enstürnAt^^di?
deutschen Ansiedeier vertrieb, zog Otto II. förmlich geg^
ihn ^us; (im J. 974)» und. es Mm, nun z« Kämpfen die in
4opt^cl^9r. mad noi^disickQP Üb^liejE^rung. gefaieiet sind. Den
{Itei^cli^p, ]^li0l^ der: Sieg. IMr KüjAg Htrfild wurdie zu
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einem Frieden genöthigt, in dem er die Oberhoheit des
deutschen Kaisers anerkannte; er selber wandte mh dem
Christenthum zu und wusste sich in dei späteren Jah^
ren sogar den Ruhm eines eifrigen Bekenners und Ver-
breiters desselben zu erwerben. Ja als später die An-
hänger des alten Glaubens unter dem eigenen Sohn des
Harald gegen ihn auftrat^ und dieser dann in den foU
genden Kämpfen seinen Tod fand; erschien er fast als ein
Märtyrer für den wahren Glauben.
Noch einmal war zu jener Zeit das Christenthum im dä-
nischen Lande ernstlich gefährdet, bis es endlich durch die
Bekehrung von Huralds Sohne Svend und namenlMch durch
dessen Sohn und Nachfolger Knud zur allgemeinen Aner<^
kennung und Herrschaft erhoben wurde. Damals aber war
der angelsächsische Einfluss fast stärker ab der deutsche.
Das angelsächsische Reich war den dänischen Königen un*-
terthan geworden, und von hier aus besonders hielten Sitte
und Lebensweise der christlich-abendländischen Völker und
die weiteren Einrichtungen der Kirche selbst ihren Einzug
in den Norden; Der Veikehr mit der Insel wurde zum TheB
auch Ton der Westseite des jetzigen Schleswig aus geführt.
Es kamen Baumeister und wie man glaubt auch Baumateria-^
Ken auf dem Seewege ins Land, um bereits steinerne Kir-
chen an die Stelle der hölzernen zu setzen. Doch zogen
Hin dieselbe Zeit wohl auch schon deutsche Handwerker
und Kaufleutö nabh den dänischen Städten, besonders nlich
Schleswig.
Der Kaiser Konrad H. stand mit dem König Knud in
friedlichem Einvernehmen. Sein Sohn tleinrich wuMe mit
Knuds Tochter Gunhilde verlobt. Schon vorher (im J. 1026
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waren beide Könige bei einem Zuge nach Italien zusam-
mengekommen, und diese Gelegenh^ wurde von Knud
benutzt, um die Abtretung der deutschen Mark an der
Schlei zu erlangen. Es schien jetzt von den christlioh ge^
wordenen Dünen keine Gefahr zu drohen; die Mark hatte
ihren nächsten Zweck erfüllt. Dem bSlüngschen Herzogs-«-
hause in Sachsen, unter dem sie stand, war der fränkisdi^
König wenig gewogen; und so mochte er leicht in die
Abtretung willigen. Doch war es immer eine Schmähte*-
rung des deutschen Reichsgebiets, das eben durdh solche
Marken im Osten die wichtigsten Erweiterungen erfahren
hat. Für die dänischen Könige galt es den Erwerb eines
fruchtbaren und reicb^i Landes, das nun zum grossen
Theil in unmittelbares Krongut, Konungslef, verwandelt
wurde. Auch unterschied man dieses 'Land zwischen
Schlei und Eider' von dem benachbarte nördliche 6e«
biete; es wurde nicht in die durchgehende Eintheflung
nach Syssebi und Harden aufgenommen. Die deutscheln
Einrichtungen hielten sich auch in mancher andern Be-
ziehung: die Ektheihmg des Feldes nach Hufen, die Bauart
und Einrichtung der Häuser und anderes ti'agen sächsisches
Clepräge an i»ch. Ein Theil des Landes ist freilich erst jetzt
und später in Anbau genommen; doch bat dies den deut-
schen Charakter dieser' Gegenden nicht verändern kön^
nen. -^ In kircUicher Beziehung wurde die Mark ohne
Zweifel jetzt zuerst unter das Stift Schleswig gelegt. Sie
stand bisher wahrscheinlich unter dem Bisthum welches
Otto I. zu Akienburf(Gldenbürg) errichtet hatte: H^lmolds
Nachridil dass Schleswig selbst eine Zeitlang diesem zu«*
gerechnet wurde erhält so ihre firklärmg. ...
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82
Während aber auf diese Weiise das dttnisohe Element
auf der Halbinsel mir stäriLer zu werden schien, hat auch
die Herrschaft der Wetaden im ösäidken Holstein. sich zu
höherer Bedeutung erhoben. Unter Heinrich und. Otto I.
waren die Wagrier und die übrigen shtTischen Stamme an
der Ostsee der deutsehe» Herrschaft unterworfen; sienniss^
ten die YeriLündigung des Christentbms, die Einfuhrung
kirchlicher Institutionen zugestehen: eben an der Stelle
eines alten Heiligthums des Gottes Prove zu Stargiard caoitr-
stand das neue Bisthum zu Oldenburg; die slaviscke Be-
völkerung solke dem Bisdiof eine jäbrlidue Abgehe zah-
len, von jedem Pfluge Landes ein Maas K<Nrn, zwölf Bündel
Flachs, zwölf Stücke Geld. Ausaerdem waren demselben
Besitzungen zu Buzu (Bosau) am.Plräier See angewiesen.
Die Abneigung des Volks gegen den fremden GlaAben wurde
aber gesteigert durch d&^ Qass gegen solche Zins; und
Abgaben und Dienste welche die sächsischen Herzoge for«*
derten machten den deutschen Binfluss nicht beliebter..
Als daher am Ewie von Otto II. .Regierung die meisten
westslavischeii Stfimme sich gegen die säobaidche Herrschaft
erheben, sind auch. die Wagrier nicht ruhig. gfdxKefeen.
Unter ihrem Fürsten Histiwoii traten sie feindtich auf, ver-*
beeile» die benachbarten deiirtS4Aen Gebiete, Aberfielen ii^
zerstörten Hambuirg (im J. 983). In der näcbaten Zeijt sind
dA9 Oldettburger Bischöfe meist flüchtig in . d^r Fremdet.
Ihr Werk ist damals, oder dqch ia. der .nächst folgendei^
Zeit, fest, gfisnz, wieder. vernichtefc wordeUf Die Kirphen
wiurdea' zerstört, 4ie> Priester etsohkgen; in OMenbmig
allein sollen 60 gefengen sein, die. man, die Hände auf
dem Rücken gebunden, durch die slavischen Orte schleppte
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3$
und dann ai>mahlig zu Tode marterte. .Ganz Nordabiqgien
Terheerten die Slaven mit Feu^ und Schwerdt. Das Hei-
denthum und die den Deutschen feindlichen Gewalten trium-
phirten damals hier im Norden der Elbe.
Erst allmählig kehrten wieder friedlichere Verhältnisse
zurück, nickt ohne Einfluss der neuen Ordnungen die in
dem Dänenreiche sich befestigt hatten. Hamburg wurde
von dem Erzbischof Unwan wieder hergestellt^ das dor*
tige Domcapitel eingerichtet; der Erzbischof baute sich hier
eine Burg, eine andere der sächsische Herzog. Als Misti-
weis Enkel, Gotschalk, der in Lüneburg erzogen, dann dem
Dänenkönig Knud nach England gefolgt war, mit dänischer
Hülfe zur Herrschaft in Wagrien kam, erklärte er sich ent-
schieden für das Ghristenthum. Eben er wurde der Grün*
der eines bedeutenden Reichs, das sich auch über die be-
nachbarten slavischen Gebiete an der Südseite der Ostsee
erstreckte, und das mit den Interessen der Sittigung und
chrbtlicher Bildung auf das engste verbunden war. 'Da-
mals, sagt Adam von Bremen, waren die Lande voller Kur-
chen und die Kirchen voller Geistlichen. Man schickte in
alle Lande um Arbeiter zu dem Werke herbeizurufen.
Gotschalk selbst war so eifrig, dass er seinen Landsleuten
in slavischer Sprache die Predigt der deutschen Geistlichen
verkündigte'.
Diese Wagrische Herrschaft hatte mne gewisse Selb-
. ständigkeit; doch blieb sie im Zusammenhang mit dem
deutschen Reich. Den sächsischen Herzogen war Got-
schalk fest verbündet und genoss ihres Schutzes; in kirch-
licher Be^dittiig schloss er sich dem hamburger Brz-
bischof an.
L 3
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34
Wenn aber dieses Gebiet den benachbarten deutschen
Landen nur enger verbunden ward, so schien dagegen
das dänische Reich sich mehr und mehr von denselben ab-
wenden zu wollen. Von einer Abhängigkeit wie sie frü-
her bestand war in dieser Zeit nicht die Rede. Die dä-
nischen Könige des Uten Jahrhunderts, Svend Estrithson
und seine Söhne, welche die kirchlichen Einrichtungen ihres
Reiches vollendeten, hatten das Verlangen, auch ein eige-
nes ErzbijMhum für den Umfang desselben zn erhalten und
so das Band zu lösen welches die dänische Kirche an
Deutschland kntif^fte. Nur unter Bedingungen die ihnen
in anderer Weise den Einflsss über den Norden sicherten
haben die hamburger Erzbischöfe darin willigen wollen.
Aber diese sind nicht erfüllt; ihr Widerstreben hat nichts
geholfen; die rönasche Kirche bot bereitwillig die Hand zu
einer unmittelbaren Verbindung mit dem Norden und zu ei-
ner Besdiränkung d^ deutschen Einflusses: am Anfang des
12ten Jahrhunderts ist es wirklich dahin gekommen, dass
Lund der Sitz eines dänischen Erzbisthums wurde. Nor-
wegen und Schweden sind später dem Beispiel gefolgt.
Das Erzbisthum welches an der Elbe begründet war um
von hier aus alle Lande des Nordens mit kirchlicher Ge-
walt zu umfassen und ah Deutschland zu knüpfen, hat sich
jetzt auf die engen Grenzen seiner nächsten Umgebung
zurückziehen müssen, freilich erst nachdem es seine Auf-
gabe wesentlich erfüllt hatte.
Auch die Schleswiger Kirche erhielt jetzt im fernen
Norden ihren geistlichen Oberen. Dieser Theil der Halb-
insel soUte ebenfalls von Deutschtend abgetrennit, zu den
echtdänischen Landen hingezogen werden.
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85
So haben Dich die YerhiltniMe in den firükeren Jahr-
hunderten anf den Boden des jeiz^en Holrtein und ScUes^
tvig entwickelt: m gnuNler Haitnigfaltigfceil, unter bedeu-
tenden Wechseln nationaler mid poUtisdier Zustände. Das
deutsche Element ist anfangs vorherrschend gewesen/ hat
dann aber anderen BeT61kerungen neben sich Raum geben
müssen. Unter den glorreichen Herrschern Deutschlands
aus sftchsischem Geschlecht hal es wieder das Überge-
wicht gehabt. Seitim Uten Jahrhundert ein anderes mit-
teldeutsches Haus auf den Thron gelangte , erlddet es in
mancher Beziehung eine Einschränkung. Doch hat die
Durchführung des Christenthums und die Ausbreitung der
abendländischen Cultur in diesen Gegenden immer noch
in der Verbindung mit Deutschland ihre Stütze zu suchen.
Es beginnt bereits die allmählige Auflösung der stär-
keren politischen Einheit im deutschen Reiche. Die ein-
zelnen Glieder und Theile, die Stämme und Landschaften,
fangen an sich selbständig zu entwickeln. Wenn dies in
viel^ Beziehung wieder zur Hinderung der deutschen
Macht beiträgt, so zeigt sich doch dabei, welche Fülle von
Leben und Kraß oft dem kleinsten Gliede einwohnt. Nicht
am wenigsten aber ist das bei den deutschen Völkerschaf-
ten nördlich der Elbe der Fall. Sie haben nur noch vor-
übergehend die unmittelbare Einwirkung des Reichsober-
hauptes erfahren ; meist sind sie sich selber überlassen ge-
wesen. Aber es hat nur gedient um ihrer Entwickelung
einen noch selbständigeren Charakter zu verleihen. Auf
dem Grunde der gelegt worden war, hat sich hier ein
reiches historisches Leben entfaltet, das sich bald wieder
über die eigenen Grenzen hinaus erstreckte.
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36
Die deutsdieii Bewohner iidrdKch der Elbe haben sich
nicht blos in dem fast nnablissigen Kampf mit den feind*
liehen Nachbarn behauptet, sondern sie sind ihrer anch
fast voOstindig Hot geworden. Eine bedentoide Wieder-
ansbreitung des deutschen Elementes hat Her stattgdnn-
den, und, b^ geringer Unterstützung aus dem übrigen
Deutschland, zumebt mit den KrUflen die hier innerhalb
enger Grenzen vorhanden waren. Die Ausbildung Hol-
steins und seiner Städte, die Entstehung des Herzogthums
Schleswig, dann die Vereinigung dieser Lande und ihre
weitere gemeinsame Entwickelung änd eben hiervon das
Resultat.
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Erstes Bachk
Scbleswig- Holsteins VereinigoDg.
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Erstes Capitel
HolsteiDs Ausbildung«
Das Land welches später zu dem Herzogthum Holstein
vereinigt wurde bestand in älterer Zdt aus mehrten un-
ter sich getrennten und wesaithch verschiedenen Land-
schaften/
Einen Theil bildete das Gebiet joier wendischen Wa-
grier. Es zerfiel wieder in kleinere Districte oder Gaue,
wie sie auch sonst unter den Slaven vorkommen. Olden-
burg (Stargard) und Plön (Plune) waren die ältesten Orte.
Zwischen dem slavisch gebliebenen Wagrien und dem säch-
sischen Lande lag die Mark, welche von dem kieler Meer-
busen bis an die Elbe sich erstreckte, östlich von der
Zwentine, dem Plöner See, dem Stocksee und der Quelle
der Bille begrenzt, westlich bis an die Quellen der Eid^
Stör und Alster reichend, ein schmaler Strich Landes, in
dem aber spfkter zum Theil die wichtigsten Orte des Lan-
des belegen waren: Kiel, Preetz, Bomhöved, Segeberg
und OMesioe. Der Umfang ergiebt sieh wenn man die
Grenzen des späteren Lübecker (froher Oldenburger) Bis-
thums mit der östlichen Grenzlinie der Ibrk vergleicht,
deren ganzes Gebiet offenbar dorthin geredinet wurde.
Der übrige Theil des jetzigen Holstein zerfiel in drei Gaue.
Der älteste Bericht des Adam von Bremen sagt: 'es gab
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40
im Vcrikenchaftn uter dai sonhlbiiigischca Sachsea,
die Tednangoi, die Hcricetae, die Stnnmii*. Nack all-
germaaistker Weise encheiDt da* Gau kio* nodi ab das
Gebiet einer besonderem YöIkasdMt, d.L eines sdbstin-
digen Theiles innerhalb da* grosseren Einheit der Stanune.
Heuere Forsdinng, gestfitzt nnichst auf die Dentnng dar
Namen, hat in diesen Völkerschaften drei der ihesten nnd
berühmtesten Völker Germaniens wiedolinden woQen, in
den Dilmarschen die alten Teutonen, in den Stomarn die
Kimbern, in den Höhten die diesen eng Yerbmidetten Gha-
mden. Dann wire hier der Ausgangspunkt aBer dent-
sdien GescUcbte.
Von jenen Völkerschaften haben die Ditmarschen im-
mer den andern beiden ferner gestanden, mit nationaler
Verschiedenheit und lange auch in politischer Sonderung.
Die ftltesten Formen des Namens (Thiatmaresgaho, TUet-
maresea, Tedmarsgoi) weisen auf die Ableitung tou einem
Thietmar (Ditmar) als Vorsteher des Gaues hin, wie sich
ähnliches wenigstens bei den Unterabtheilungen der Gaue,
den Hundertschaften, audi anderswo in älta*er Zeit fin-
det. Doch kann der Schein täuschen und ein andere*
Ursprung des Namens begründet sein, dessen erste Hälfte
namentlich an bedeutungsvolle Bezeichnungen aus dem
germanischen Alterthum anklingt. Mit der Marsch, die ein
Thefl des Volks bewohnt, hat er sicherlich nichts zu thun. —
Das Grafenhans welches zu Stade seinen Sitz hatte scheint
seine Gewalt schon früh über diesen Thefl des nordalbin*
gischen Landes ausgedehnt zu haben. Doch ist das Nä-
here nicht bdiannt. Im Uten Jahrhundert werdoi eigene
Grafen genannt. Ob diese durch eine Theilung im stadi-*
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sehen Haus zu diesem Besitze kamen oder ob umgekehrt
erst nach dem Aussterben dieser Linie eine Vereinigung
mit der Grafschaft südlich der Elbe statt hatte, wird sich
nicht mehr mit Sicherheit ermitteln lassen. Zwei Grafen,
Dedo und Etheler, die Gemahle einer Ida, fanden hier
einen gewaltsamen Tod; und als auch der Sohn der Ida aus
früherer Ehe gestorben war, fiel das Erbe an den stadi-
schen Grafen Udo, der zugleich Markgraf in der Nord-
mark war. Unter seinen Nachfolgern ist Ditmarschen bis
zum Aussterben des Hauses geblieben. Dass sich der
Erzbischof von Bremen (im J. 1062) die Grafischaft des
Udo vom Kaiser schenken liess, hatte zunächst nur die
Folge dass der Graf zum Vasallen des Erzbischofs wurde,
gab aber zugleich einen Anlass, um später weitere An-
sprüche auf den Besitz derselben zu erheben. — Die äl-
teste Kirche im Lande war Meldorf (Milinthorp), die Burg,
welche wahrscheinlich dem Grafen zum Schutz und An-
haltspunkt diente, die Bökelnburg (Bokeldeborg), auf einer
Höhe der Geest, beim Flecken Burg. — Das Volk zeichnete
sich aus durch trotzige Kraft; wenigstens wird fast nur
berichtet, dass seine Grafen ein gewaltsames Ende fanden.
Dass sich hier Einrichtungen und Rechtsverhältnisse in we-
sentlichem Anschluss an die altgermanische Verfassung er-
hielten, wird durch die späteren Zustände wahrscheinlich.
Doch reicht keine bestimmte Überlieferung bis in die frü-
heren Jahrhunderte des Mittelalters hinauf.
Die Eibmarschen von Wüster, Krempe und Haseldorf
werden von dem eigentlichen Holstein und Stormam unter-
sdiieden; erst später scheint es hat man sie diesen Land-
schaften zugetheilt. Sie gewannen an Bedeutung, als man
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das Land gegen die Fluth, die sieh die Elbe hoch hinauf
erstreckt, zu deichen lernte. Doch sind auch spät njoch
ganze Dorfsdiaften weggeschwemmt worden.
D^r Gan der Holsten (Holsati, Holcetae) erstredete sich
von der Ostseite Ditmarschens an, wo die Holstenau und Gie*
selau die Grenze bildeten, nördlich bis an die Eider, ösdtch
über die Stör hinaus bis nahe an die Quellen der Alster.
Es ist der Haupttheil des Landes, schon nach alter Er*
klärung von den Holze benannt mit dem es dicht bewach-
sen war. Seine älteste Kirche war Schenefeld (Scane-
felde), seine wichtigste Burg die Esseveldoburg oder Eses-
felth (Itzehoe).
Den südlichen Theil des Landes dagegen um die Pinnau
und Alster östlich bis zur Bille hatten die Stormarn (Stur-
marii) inne. Sie werden die edleren genannt, und ihren
Namen bezieht der älteste Geschichtschreiber auf die Stürme
denen sie ausgesetzt waren. Selbst in die deutsche Hel-
densage fand ihr Name Eingang, wo in der Gudrun Wate
von Sturmlant oder Stürmen auftritt. Später erhielt sich
eine Erinnerung dass Stormarn das angesehenere Land sei :
hierauf bezog sieh zuerst der fürstliche Titel des regie-
renden Hauses. Hamburg mit seiner erzbischöflichen Kirche
und seinen Burgen des Erzbischofs und Herzogs lag in
diesem Gau.
In politischer Beziehung sind die Lande der Holsten
und Stormarn früh schon verbunden word^i. Die Graf-
schaft hatte hier wie in dem südlich der Elbe gegenüber-
liegenden Bardengau das billungsche Haus, das zugleich
die wendische Mark und die Aufsicht über Wagrien und
die benachbarten Landschaften unter sich hatte; und so
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lange die dänische Hark bei Deutschland war^ stand ohne
Zweifel avch diese unter seiner Gewalt. Jene beiden Gaue
waren als Cbrenzdistricte, wie das regelmässig zu gesche-*
hen pflegte y mit der benachbarten Markvertheidigung in
einer Hand verbunden. Ausserdem war das biHungsche
Geschlecht im Besitz d^ herzoglichen Würde über Sachsen.
Es ernannte dann Stellvertreter^ welche die gräflichen Rechte
und Geschäfte in den nordalbingischen Landen ausübten.
Diese Vicegrafen hatten ^ wie es scheint, ihren Sitz regel-«
massig in Hamburg, von dem sie deshalb auch wohl be-
nannt worden sind. Am Ausgang des Uten Jahrhunderts
werden ein Graf Heinrich und sein Sohn Gotfried erwähnt.
Ob sie blos Stormarn oder auch das eigentliche Holstein
unter sich hatten, ist nicht ganz deutlich. Doch ist das
letztere wahrscheinlich, da beide Landschaften nachher im-*
mer vereinigt waren.
Dagegen gab es später für jeden Gau einen besonde-
ren Overboden (praefectus) , dessen Stellung mit den alten
Gerichtsversammlungen der Gaue zusammenhängen wird.
Er war wohl der Stellvertreter des Grafen auf dem all-
gemeinen Ding. Wo aber die alten Versammlungsstätten
der beiden Gaue waren, ist bisher nicht hinlänglich er-
mittelt worden. In Holstein werden allgemeine Zusam-
menkünfte zuerst in Locstedt erwähnt, dann aber auch an
andern Orten; für Stormarn fehlt es an allen näheren
Angaben.
Die Unterabtheilungen der Gaue sind die alten Kirch-
spiele. Diese kirdUichd Eintheilung schloss sich wahr-
scheinlich an eine ältere politische an; später wird aber
zwischen beiden nicht unterschieden.
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Spuren einer andern Eintheilung sind^ dass einmal vier
Vorsteher des Landes (legati prorinciae] genannt werden,
dass ein ander Mal das Aufgebot in acht Theile zerfiel.
Alle drei Gaue standen in kirchlicher Beziehung unter
dem Hamburger Sprengel. Die Er^bischöfe hatten ein-
zelne Besitzungen nördlich der Elbe, Güter in Ditmarschen,
dann einen Theil der Stadt Hamburg und in seiner Nähe
den Sülberg. Als sie im Uten Jahrhundert, zunächst
wegen der kirchlichen Verhältnisse, diesen Landen wie-
der eine grössere Aufmerksamkeit zuwandten, haben sie
auf jenem Berge erst eine Propstei, dann eine Burg erbauen
lassen. Man schrieb es der Eifersucht des Herzogs zu,
dass das umwohnende Volk, erbittert über die Räubereien
welche die Besatzung sich erlaubte, die Burg zerstörte.
Der Herzog liess um dieselbe Zeit die sogenannte Neue
Burg an der Alster bei Hamburg befestigen, um von hier-
aus den Erzbischof beobachten und4hm das Gegengewicht
halten zu können. Daselbst hatte dann auch der Vicegraf
seinen Sitz.
Es waren die Zeiten des Erzbischofs Adalbert, der mit
kühnem und stolzem Sinn die Angelegenheiten Deutsch-
lands unter dem schwachen Heinrich IV. zu leiten versuchte
und zugleich die nordischen und slavischen Verhältnisse
mit umfassendem Geiste in das Bereich seiner Thätigkeit
zog. An Gotschalks Bestrebungen in Wagrien, an der
völligen Durchführung kirchlicher Einrichtungen durch
Svend Estrithson in Dänemark nahm er lebhaften Antheil.
Wenn er diesem die Gründung eines eigenen Erzbisthums
für sein Reich zugestand, so sollte ihn die Würde eines
Patriarchen über den Norden entschädigen. Ausserdem
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gedachte er die Zahl der ihm unterworfenen Bisthümer
in den deutschen und slavischen Landen bis auf zwölf zu
bringen, damit sein Erzbisthum auch so den canonischen
Vorschriften entspreche. Nördlich der Elbe woUte er auf
slavischem Boden dem Oldenburger Bisthum ein zweites
in Ratzeburg hinzufügen , zwei andere aber in Heiligen-
stedten und Pahlen an der Eider errichten. Der Plan sank
hin wie andere Entwürfe des hochgreifenden Mannes, als
die Versammlung der deutschen Fürsten ihm seine Stel-
lung beim Kaiser entzog und unmittelbar darauf auch die
Herrschaft seines Schützlings Gotschalk von heidnischen
Gegnern gestürzt wurde (im J. 1066).
Eine neue gewaltsame Erschütterung aller Verhältnisse
im nordalbingischen Lande trat ein. Nicht blos dass das
Heidenthum in Wagrien überall hergestellt, die Geistlichen
vertrieben oder getödtet, die Kirchen zerstört wurden:
auch die benachbarten sächsischen Gegenden haben schwer
gelitten. Hamburg wurde eingenommen und der Verwüstung
übergeben. Fast alle Stormarn, heisst es, wurden getödtei
oder in die Gefangenschaft geschleppt. Auch Schleswig,
der Sitz eines Bisthums, soll von den Slaven überfallen und
völlig zerstört worden sein. Deutsche und Dänen stan-
den damals als Bekenner des Christenthums gemeinsam
den heidnischen Slaven gegenüber. Aber eine Zeitlang
hatten diese das Übergewicht. Als Gotschalks Sohn mit
600 Männern aus dem Bardengau, die ihm der Herzog
Ordulf zur Hülfe gegeben hatte, zu Plön belagert, zur
Übergabe genöthigt und dann erschlagen worden war,
sah sich das.nordalbingische Land in grösster Bedrängnisse
die Hülfe der Ditmarschen Holsten und Stormarn war zur
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Umkebr bewogen, und jetzt musste die sächsische Be-
völkerung dieser Gegenden sich die Schonung der Feinde
mit Tribut erkaufen. Aber das Land verödete ^ es füllte
sich mit Räubern; die Unsicherheit war so gross dass 600
Familien die Heimath verliessen und nach dem Harze zo-
gen. Das oldenburger Bisthum ist 60 Jahre lang unbe-
setzt geblieben.
Es ist nicht viel später dass emem dänischen Prinzen^
Björn, einem Sohne Svend Estrithsons, eine Unterwerfung
von Ditmarschen und Holsten nachgCTühmt wird. Um diese
Herrschaft zu sichern, heisst es, habe er eine Burg auf
einer Eiderinsel gebaut, wie man annimmt an der SteBe
wo später Rendsburg stand.
Es sind die Zeiten innerer Zwietradtt im däutschen
Reiche da diese nördlichen Gegenden soldien Gefahren
preisgegeben waren: wie unter den Söhnen Ludwig des
Frommen, während der Minderjährigkeit Otto HL, so jetzt
da die Könige aus dem fränkischen Hause mit den Für-
sten, und vornemlich den sächsischen, stritten. Soll doch
Heinrich lY. so weit gegangen sein, dass er dem dänisdben
König das nordelbisehe Land und die Stader &«fsclnift an-
bot für Hülfe welche dieser gegen die Sachse versprach,
die aber am Ende das dänische \olk gegen £e aiben Nach-
barn nicht leisten wollt«. Ähidiches ist auch in späteren
Zeiten wiedergekehrt. Doch haben sich dann diese Lande
meist auch mit eigenen Kräften wieder zu erheben gewusst.
Des Björn Herrschaft fand wenigstens mit semem T^de
ein Ende. In Wagrien aber bahnte zunächst der dänische
Einfluss eine Veränderung an. Heinrich, Gotschalks anderer
Sohn, der in Dänemark Hülfe gefunden hatte, kam zuerst
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in einem Thefle Wagriens, dann nach Ermordung ies Geg-
ners im ganzen Lande znr Herrschaft. Und er trat nnn
alsbald in die Fassstapfen seines Vaters, erkannte die Ober-
herrschaft des sächsischen Herzogs an, und erhielt dafür
die Hülfe der nordalbingischen Sachsen, die ihm in der
Schlacht bei Smilow gegen fdndUche östliche Stämme zur
S^e standen. Es war das Ende des Uten Jahrhunderts
wo dieser neue Umschwung erfolgte, der auch für Hol-
stein und Stormam folgenreich ward.
Allerdings behidt das wagrische Reidi das Übergewicht
in den Verhältnissen dieser Gebiete. Heinrich stand im höch-
sten Ansehn; er wurde König genannt im ganzen Lande
der Slaven und Nordalbinger. Diese mifösten ihm bei sei-
nen Heerfahrten Hülfe leisten; fast erschien er auch als ihr
Herr. Und doch wurde es nicht verhindert dass slayische
Räuber noch einmri die StadI Hamburg überfielen. Als
d^ Graf Crotfried, Henrichs Sohn, sie verfolgte, wurde er
besiegt und selbst erschlagen (im J. 1110, Novemb. 2).
Heinrich bekannte sich zum Christenthum und er be-
günstigte es, weil er mit Hülfe desselben die widerstre-
benden Feinde zu unterwerfen gedachte. Doch trat er
bAut(^m auf: er wusste auch dass die Herrschaft seines
Vaters besond^s aus Hass gegen den neuen Glauben ge-
stürmt worden war. Nur zu Lübeck (Lubice) war eine
Kirche. Hier am Zusammenfluss der Schwartau und Trave
hielt Heinrich Hof, während sein Gegner Krnko nicht weit
davon, am Zusammenfluss der Trave und Wakenitz, an
einem Ort B«€U genannt^ seinen Sitz gehabt hatte. Schon
damals, scheint es, war dort ein lebhafter Handdsverkehr^
der unter dem Schutz des Fürsten zunahm.
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So bedMte&d es akcr a«d scn ■•cüc, im$ Uer der
Versuch gemM^t wvd der dtvischeB BeTölkcnBg durch
eioen FOrslea av ihrer eigcaeB IGlte, aid ht m An-
scUvss u die besachberte deutsche BerrsiAaft, die EteneBte
der Sütiguig wmt weilocr AvshiMvif nntragea: so nnss
es doch fiir Devtsddaads Estwkfcetauig ab gtastiger er-
scheiseii^ dass lichl dies«* Gaof riagphaüf«, wJfm die
deutsche Barschaft UMiittdbariwrGetoiiifyhnwAl wurde.
Noch wareu die Deutscheu tou deu Kistaa der Ostsee, den
iltesteu Staeu ihrer Torfihreii, ausfeschkssciL Nur Sla-
veu und Dinen beiuhren sie nut ihren Schiüen, und wenn
deutsche KauBeute an des Teritehr nut den ösdkhen Kn-
Sien theOnahnen, so fddlen ihnen ioA die eigenen SdbMk
und Häfen. Oft genug störten jene am* dur«k heftige
Kimipfe und gegenseitige Raubzuge die SicherheH des Hau-
dds. W^ gab es noch grosse Auigaben xu lösen.
Für die ganxe EntwickehBig des nordtIbiBgrrfhfn Lan-
des ist es aber von d«r grösslen Wichügkeil geunurden,
dass na<A des Cärafn Gotfried Tode die GrafisAaft der bei-
den Gaue Hoktein und Slonnam eines Manne ibertragcn
wurde, dessen Geschlecht sidi durch Thitigkeil,
sigen Eifar, bdnrrlichai Sinn umd Thatfcraft, den
lidurten NaM» in der Geschichte oworben haL
Horxog Lothar, der den ktilen Mlunger is Hosog-
thua Sachsen gefolgt war vin J. 1106], gab die erledigte
GraiM^aft des Adolf tou Schanenbvf .
Das Haus da* Schauenburger, nut dessen GeschM^« die
YcAümisw Hfrisleins und s|Nlter Sddeswigs nuf
TCfbunden sind, hatte seine Beätznngen an der Wc
wo es das Sddoss Schauenburg baute, d» mA jetxl
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schöne Ruhie lim Thai bei Riiitdn bfldei Der Ur8|»*ung
der Familie ist: nicht bekannt. Sie scheint von allem sttdl«-
sischen Add herzustammen. Spdtoe ÜberiieCsnug ersäUte,
dass sie. früher MerrHi von Santersleben waren und voii
Komrad n. gräfliche Rechte in ihren Besüsnngen » der
Weser eriangten; doch stehen dem sehr erhebliche . Be*-
denken en^egen; von dner solchen Grafschaft wenigstens
lässt sick nichts nachweisen. Was jetzt den Heraog Lo^
Ihar bewog; diesem Hanse die entfernte Vicegrafschaft ndrd«*
lieh der Elbe zu übertragen, wird ebenso wenig gesagt.
So verhältiiissmässig usbedetttend aber die Sadie damals
erschmen mochte, so folgenreich ist sie im Lauf der Zei-^
ten geworden.
Adolf I. war g^ich eine Persönlichkeit, die sich in den
verwickelten Verhältnissen, lUe er vorfand , wohl geltend
zu madien-wttsste, die jedenfalls bedeutender hervortritt
als es bei seinen Vorgängern der FaH gewesen war« An-
fangs unterstützt er den wagrisehen Fürsten Heinrich bei
dessen weiteren Kämpfen mit den dsdichen Slaven, die zum
Thdl von den Dänen gegen ihn anfigeboten sein sollen, da
diese in Feindschaift mit Heinridb und seiner Herrschaft ge-
kommen waren. Doch wurde wieder ein friedliches Ver-
hältniss angebahnt, als der dänische Prtez Knud eine her-
zogliche SteUung im südliche Th^e der Halbinsel zugleich
mit der Verpflichtung zum Schutz des Reiches gegen die
^ven empfing. In den letzten Tagen des Heinrich stan-
den Wenden Dänen und Deutsche friedlich n^en einan-
der: Knud und Heinrich vertraten beide dieselben Inter-
essen der gesetzlichen Ordnung und Sittigung. Adolf
blieb ihnen verbündet. zur Seite.
I. 4
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(BD
Da bntcbte Heinrich« Tod eiheft neuen Wechsel der
IXiige.(WBhi8cheinlidi IM J. 1124 oder 1185, Harz 22).
Die Sühne. vMßbe er iiikiterliess wqMmi doA nicht zu
behatapten. W8« der Voter gegründel hiAe. W&hrend sie
imeittf nm -. die Herrschaft stritten, warfen die ösdiden
«laVischen SIttmmerdie Abhängigkeit von sich in der sie
üuletzt geslAndai hatten; und. bald fanden jene einen ge-^
waltsftmen Tod: der !eine Knud wurde in Lüit|enbürg -er-^
fltord^; den andern Zuentipnic ^nrachlug ein Holste, und
auch sein Sohn wurde zu Erteneburg getödtet: So.sintea
die INhchkommea des Gotfried rasch hmter raiiander in das
GrAy und es eriosbh ein GesiMecht das den Versuch ge^
macht hatte, seinem Volke eine selbständige politische Ent^
Wickelung in den Bahnen d^ abeadäindischen Cultur zu
Verschaffen. Dass dieser rereiteit wurde, bat über das
Sdiicksal der Wenden in diesen Gegenden entschieden.
Hinfort war niaht BekArung und Sittigung, sondern Austrei*
bung und Vertilgung das Sohidcsal welches diesen westKchen
Ausläufern deK; grossen slaviscflien Stammes bereitet wurde.
Zunäelat wurde vtw Lothar, d^r eben damals (im J.
1126) die deut»^ KftnigsWürde eriangte, die Herrsdiaft
im Wendenlande mit ktaigüchem Titel iem dänischen ¥xm^
zw und HJ^£(^ z« Behleswig Knud übertragen, der auf
diese Weise seine Maeit wesentlich ausdehnte, zugleidi
aber^ der Vasall des deutschen Königs wurde. Es hat dies
auf seine St^ung im südliehmi Thdie des Reiches Däne^
imA und auf sein V^hältUBs zum dänisdien König einen
bedeutenden Ebfluss gehabt, wie spätiM* darfelegt werde»
sofi; es i0l aber auch für die VerhlOtnisse des holstein-^
sehen Landes und seines Grafen yon Wicbti^eit gewesen.
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S51
Die däiiisdie «ndivendisclie IbMdit -auf 4ler Hidinsel
waren in «iner Hand vereinigt^ und wenn auch ihr Irfliiber
den deulschen Kömg als Otorhenm anerkasate, so mnaste
doch seine Gewak Aeok benacUbarten Gnifen als sehr.f e*
föhrlich erscheinen. Wieder hol Knnd di6 flolsten auf für
seiae Kriege gegen die feindlieben Wenden. Die beidM
Fürsten waren aber gespanid. Kmid wollte ^inb Fesle iaiif
dem Alberg anlcfgen, offenbar in dem Gebiet der alten sbn
vificben Mark. Adolf ^ wahiischeinlieh weil er dieses M
seiner Hmrsdiaft rechnete^ liess die Besalanng heidalich
gefangen ndbmen; ,er fürchlete; hei«»t es, von Kund un*-
terdräokt iu werden. Nicht lange daranf aber (im J. 1128;
Novemb. 13) ist Graf Adotf gestorben.
Die Nachfolge in der Grafschaft wurde , wie in aUen
Lehen^ ak arblioh angesd&en. Sie war dem altestett Söhne
Härtung bestimmt gewesen, der aber kurz vorher (im J.
1126, Febr.) auf ekiem Zuge Lothars nach Böhmen ge*
fallen war. So kam die Gri^haft an den jttngem Sohn
Adolf (ü.), der frfibar d^m geistlieken Stand besfimmt wop<-
den war und dedialb .eine gelahrte Bildung eiiialten hatte:
der lateinisohe» und der slaviSchen.Spracie war er mäek-
lig. Bei des Wters Tod ab^ niiss er. noch nindeijShrig
gewesen sein^ d^m sdne Mutter hatte eine Zeitlang die
Verwaltung der GrafsidMit; ihr wird naehg^ühmt, dass sie
Haihburg mit Manervrerk gegen die Angriffe d«r F^eindo
befestigen Hess. Später zeigte sieh Ad<df , ausgezeichnet
durch peraikodiche Eigenscloflen^ Ids einen der bedeu«*
tendsten in der Reihe, der SchaueM^urgischeU. Grafen; Wd
die wichtigstea Begebenheiten sind eben in seine ZeSt gi^-*
fWlen.
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Bisn ersten. Anlags gtb die Brmonluiig des Herzogs
und Königs Knnd durch seioea Veiter den dänischen Kö*
nigssohn Magnus. Es war das folgenreich für Dänemark,
aber auch für das Wend^and und Holstein. Denn nun
ward noch ein letztes Mal unter einheimischen dem Chri-
stenthum feindlichen Fürsten^ in Wagrien und dem benach-
barten Polabeiäande (Lauenburg) unter Pribisiaus, in dem
östlidien Gebiet der Abodriten unter Niciot; das Heiden-
thum und die alte Sitte wieder eingeführt. Mutige Opfer
auch gefangener Christen wurden den Göttern dargebracht,
und wie alle Restauration das Maass des Natürlichen und
Hergebrachten überschreitet, so scheint auch hier der alte
Cultus nur schroffer und grauidger hergestdlt zu sein als
früher.
Dem gegenüber aber steht die Wirksamkeit eines Hänf-
nes den dieser Theil Holsteins als seinen eigentiichen Chri-
stenbekehrer yerehrt. Schon in den letzten Zeiten des
Fürsten Heinrich war Vicelin, ein Geisdicher aus Hameln,
der in Fadeiiiom und Bremen und später in französischen
Schiden sekie geistliche Bfldung empfangen und sich dann
der Verküniägttng des Christeiithums gewidmet hatte, ins
Land gekommen, und ihm war damals die Lübecker Kirche,
die ebizige in Heinrichs Reidi, td>ertr«gen. Nach dessen
Tode aber zog Vicehn sich hier zurück und übernahm die
SteBe emes Pfarrers zu Wipendorf im District Faldera,
hart an der Grenze der alten slarisehen Mark. Auch in
Holstein lagen nach den leteten VerwüsMingen kirchliche
Ordnung und Sitte danieder. Vicelin aber gründete dort
eine Congregation die den Namen des Noyu» mönasterium
(Neumünster) empfing, und die sich dann der Predigt in
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53
den umliegenden Gebietoi und der Bekelirung des benaeh"*
bfurten Wagiieifö widmete* Seine und seiner Begl^er stffie
Thätigkelt ist das rechte Gegenbild zu den Stürmen wel-
che fortwährend das Land bewegten; sie verleiht in Hei-
molds ausfährlicher Sohädmrung d^ Geschichte dieser Jahre
einen dgenthümliehen Reiz, der sich bei einer mehr alt«
gememen Auffassung der Ereignisse nicht woU wiederge^
ben Idsst.
Der Kaiser Lotiiar, sein Vasall der Graf Adolf, und
auch der Bremer Erzbischof ertheilten dem Viedin ihren
Schutz und verliehen seinen Stiftungen wichtige Privilegien;
besonders in den ffibmarschen ^tudt er bedeutende Be*
Sitzungen, die ihm auch als Zuiucht in g^ährliiAen Zeiten
gedient haben sollen. Nftehst den hamburger Uifcunden sind
dies fastedie ältesten wdche sieh aus diesen Lande erhai^^
ten haben, jetzt wie die meisten Denkmäler desselben nach
Kopenhagen gebracht und dadurch dem beimathKchen Bo-
den entfremdet.
Zum Schutz Holsteins Hess Lothar den Alberg befesti-
gen, auf dem sich die Burg Sigeberg (Segeberg) erhob, an
deren Bau, wie es heisst, das ganze Volk der Nordalbin-
ger und selbst die Fürsten der Slaven, diese aber unwil-
lig und gezwungen, theilnehmen mussten. An detti Puss
des Berges MOirde eine neue Kirche gebaut und von dem
Kaiser mit Gütern ausgestattet. Er übergab sie und auch
die Lübecker wieder dem Vicelin, welcher Priester fiir die
einzelnen Orte ernannte.
Lothars Tod (un J. 1137) hatte die Folge dass auch
dieses Land mehr hoch eis früher in di^ aBgemeiiien Ver-
hältnislse und Kämpfe Deutschlands verwickelt wurde. Der
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feindliGiiie Gegensate der beiden Gesohlechler, der SUmier
vad Wetfen, wdcher lalb Säiropa in seineii Wecbielfftllm.
^griff, hat auch hier bedeutend eingewirkt.
Der Schwiegersohn Lotbars, der Weife Heinrich (der
Stolse) war auch mit dem sächsisdien Herzogthum belie^
hen wontei^ wo er auBserdem die Erbgillter mehrarer er-
loschener Geschlechter, andi efaien Thefl wenigstens der
biUungschen, an sich brachte. Bei der deutschen fi(nigs-
wahl aber "ward er, der michfigste nilter den deutsdien
Fürsten, Hbergmigen; und als dem Staufer Konrad die Krone
übertragen war, gedachte diei^r den stolaen Gegner wei-
ter zu demilAigen: das sächsische fierzoglkum ward ihm
abgesprochen, da es wider <fie Ordnung des Beiehes sei,
dass ein Herzog zwei Herzogthäm^ — die Weifen waren
sdion vorher im Besitz von Baiem gewesen — inne hdbe.
An Heinrichs Stdle wmrate der Harkgraf von der Nordmark^
Albrecht tder Bftr], auch dn Tochtersohn des letzten B9«
lungers, zum Herzog emaimt. Mit Heinrich aber musste
auch sein Vasall Graf Ad<rff ynAchm, und an seiner statt
wurde Heinrich von Baidewide (Botwide) mit der Grafechaft
in Holstein belehnt (im J. liaS).
Obscbon die Gewalt des neuen Grafen nur kurz in
Holstein gedauert hat, ist sie doch für' das Land wichtig
genug geworden. Denn als damals die Wagrier einen
Ang^niT auf Segebwg machten, die Kiriche zerstörten und
die Burg bdagerten, nnd gleidizeitig andere Feinde von
der Insel Rügen aus Lübeck tf>erfi9len und die ehristlicheii
Priester vertrieben, unternahm Graf Heinrich im Winter
einen Zuf^y der entsohddeude Resultate hfrtte. Diesmal
begnügte man sieb nicht die Slavenzu hesiegepa, zu un-
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terwei^fen; sie wm^a* ersdilagen, aus- dem L^nde sgetrie^
bea oder doi^ mr voUen Uiterthttiugkeit gebraciht Im
nächsten Sommer seisäfbn die Aiblen den Kampf auf eigime
Hand fori, froh aioh an den yerhufi^üten NacU)am rfichen
zu können^ die, wie Helmoid äugt) von den Fürsten um
des Tributes willen geschont wordm wtfeii: Die Hai^t^
feste Plön wurd^ ^««genomkneB und serlrtürt. Purdi. die
Yorhergegangenai Ereignisse war w^ voil^efeitet w«$
jetzt geschah; doch ist es immer merkwOrdig.wie nun oMt
einmal die.üxaft dieses Stammes gebrochen wurdoi
Die fachte dieser UntemelynAngen hat aber d^h Graf
Adolf geerndtet. Da die Weifen in Sachsen das Übiarge-
wicht ^hidteu; kehrte auch er hi- seine (kafsehaft zurttok^
die Heinrich ihm nicht mehr streitig maoheii fcoonie. Ab^
auch auf Wagrien erh<^ &r Anaprneb> ^ei^ar weü es
von Holstein ausei:obert wprden wmr; ttd der junge Bcr«
z&g Heinrich (der Löwe), der seinem Vater gefolgt und
eben auch mit dem deulsdi^L,K5nig versöhnt war, Uets
^h willig finden dem Adolf Igegeberg uiid Wagrien im tber«*
tragen; während Heinrich das Polabenland mit der Feste
Ratzeburg als SntSiehädigung empfing (im J. 1143).
Graf Adolf hatte nun das ni^ue Land einzurichten und
zu bevölkern. Ein grosser Theil der alten Elnwolmer., wahr
umgekommen oder aus d^n Lande gewichet^ mi es filt
dafür diesen fruchtbaren Gegenden neue Anbauer zuzu-
führen, HolsteU; hasst es, {iessen sich in, den westUicbei;
Strichen nieder, auf idem Zwentinefeid bei Bornhöved, zwir
sehen dem Sut^eflnss, denpi.Jensebek.(^triniesau).und.dem
Plöner See. und westUoh.jyon'SQgaberg.um dif^ Tray^*; Es
sind dies Strich d|e durpbaui^ %um Gebiet^ dßft el\m §1^
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vifScheB Mark' gehören und wo maYi annehmen darf dass
gdion früher säoKs&che Bevölkerung ansässig geworderi
war, die jetet vielleichl hur vermehrt oder von dem Ge^
schichjschrei^a* hur bei dieser Gelegenheit aufgefthrt wor-
den ist. Er gebraucht den alten Namen Marcomannen zur
Bezeichnung dieser Markbewohner. Der stete Kriegsdienst
zu dem rie durch die Lage ihrer Besitzungen und viel-
leicht auch durch ausdröckliche Bedingung bei der Nie«
derlassottg verpflichtet waren, begründete für sie die Ver-
hältnisse eines rittertichen Lebens: der grössefe Theil der
Mark erscheint später ab Besitzthum solcher ritterlicher
FamiKen. Holstein und Slormairn waren aber zu schwach
bevölkert, um auch Hf das eigentliche Wagrien eine Co-
Ionisation zu liefern.
Seit Ifeigerer Zeit schon waren aus den westlichen
nicai^ik DeutschllmAs Anbauer in diese und andere öst-
liche Geg^den gezogen: sie sind im allgemeinen unter
dem Nameii der Niederländischen Colonien bekannt. Sie
finden lAch sei% dem Anfang des 12ten Jahrhunderts auf
den Besitzungen der bremischen Kirche südlich der Elbe;
nach Nordalbingien sind sie von Yicelin berufen worden,
der durch sie die ihm übertragenen Ländereien in den
Eibmarschen anbauen Hess. Hier wird ihnen besonders die
bessere fiindeichung und Cultivirung der reichen Marsch«*
gegenden verdankt; und ebenso hat ein Theil der frucht-
baren Elbinseln durch sie Schutz gegen die Fluth und
damit die Möglichkeit einer lohnenden Bewirthschaftung er-
halten. Es sind zunächst überall marschige und bruchige
Ländereien welche sie zilln Anbau übernehmen. Dort in
Wagrien ab^r itft das l^ürfiiiss doch noch weiter ge-*
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gaagen. Es gab^ grössere Disiricte die einer neuen Be-^
¥^erang bediiiften^ und mit den Hollindeni vereiniglea
sich desshalb Cdonisten aug Friesland und WestCalen. Die
leztern erhielt^ den Dargnngau noch in der Nähe von Se-
geberg, Friesen wurden bei Süsel angesiedelt, wo spftter
ein TheS derselben einen heMenmütfaigen Kampf bestand,
Holländer wurden zunächst nach der Eutiner Gegend ver-
setzt. Doch finden sie sich später aueh in andern Thei-
len des Landes, zu Sibbersd<Mf bei Oldenburg imd in die-
ser Stadt selbst.
Wie an andern Orten, so haben diese Ansiedeier auch
hier eigenthümliche RechtsviBrhältnisse begründet, fte er-
hielten ihr Land zu vollem Eigenthum, zahlten aber von
jeder Hufe eine Abgabe, die hier unter dem Namen des
Holländerschatzes bekannt ist. Sie waren nicht den ge-
wöhnlichen Gerichten unterwoHen, sondern hatten eigene
Gerichtsbarkeit; ein Verhältniss das zunächst unter dem
Namen des Höllischen Rechtes verstanden wurde, und das
sich unter ihnen hier und in den westliehen Malischen
bis an das Ende des Mittelalter» erhalten hat. — Dage-
gen gehört die Binführung der dgentbümlichen Hilchwirth-
schaft, die sich an die Nameti der Holländer und HoMfr^
dereien knüpft, einer viel späteren Zeit an.
Offenbar ist aber doch nicht das ganze Wagrien da-
nrals neu angebaut worden.' In den nördlichen Strichen
von Oldenburg und Ltttfenburg Uieben Slaven sitzen als
zinspflichtige Leute des Grafen. Sie hatten anfangs nodi *
einen eigenen Fürsten, der aber bald beseitigt: zu sein
scheint. Der Flöner District soH damals überall wüste ge-'
blieben sein, bis Adolf später hier eine^ neue Stadt mit
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Marktreeht baute. Dies und anderes Land ist dann theils
den Grafen zugefallen, welche damit später die geistücken
Stiftungen y Lübeck Cismar Preetz, dotirten, oder MUglie-
d^m der Ritterschaft grössere Besitzungen üb^liessen,
theils ist es vielleicht jetzt schon unter die Bitter ansge-*
theSt welche bei der Eroberung thätig gewesen waren.
Es hängt jedenfalls mit diesen Verhältnissen zusammen,
dass auch ein so grosser Theil des wagrischen Landes 2u
Bittergtttem geworden ist: Adel und OeistUchkeii haben
sich im Lauf der Zeit fast vollständig in diese Provinz
getheilt und ihr dadurch wieder einea andern Charakter
als den übrigen Landschaften gegeben. — Besonders durch
die Geistlichkeit ist die Colonisation des Landes später
fortgesetzt worden: so erhielt der reiche DisUict wel-
cher dstlich vom kieler Meeitusen liegt und unter dem
Namen der Fropstei bekanfit ist seine zahlrdche Bevölke-
rung erst durch die Preetzer Pröpste im 13(en Jahrhun-
dert. Man hat diesen schönen Menschenschlag, welcher
sich durch besondere Tracht Sitte und andere Verhalt-
nisse von den Nachbarn fortwährend unterscheidet, bald
für einen Rest der alten Wenden erklären, bald dagegen
Wenfalls von Holländischen Coiönisten ableiten woUen.
Doch scheinen sie eher ans anderen Theilen Deutschlands
h^beigezogen zu sein. Sie erhielten ^ichfalls dgenen
Grundbesitz mit massigen AbgU>en an das Kloster, dabei
freie Gemeindeverfassung, und haben sieh hier zu Wohin
stand und Blüthe erhoben ; . während auf den Gütern der
Rittersdiaft der Bauernstand später in grössere Abhängig-
kdt, ja wahre Leibeigenschaft, und in Armuth gerathen
ist, am meisten gerade da wo Reste iet stavischen Bevöl-
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kerung geblieben sind, die woU am ersten in diese ge-*
drückte Lage versanken.
So kniffen sieh an jene Eroberung Wagriens mannig-
fadie Veränderungen wichtiger Art. Graf :Adolf bautel
ausserdem die Burg Segeberg wieder auf und machte sie
zur Hauptfeste des Landes: hiar haben die Schauenburger
später ihre Schätze und Privilegien aufbewahren lasdcai.
Auch das alte Lifteck war zen^ört. Adolf aber baute an
der SteUe wo Kruko seinen Sitz gehabt, an d^n Zusam-
menflnss der Trava und Wakemt£, eine neue Skadt, die
er jetst Lübeck nattMe, und die Udd empoitlühte und der
Mitti^unkt des bedeutenden Handeis wurde.
Auch das Christenihum erhielt jetzt endlich eind sichere
Stätte in iMesem Lande. In den neuen Lübeck ist öhiiä
Zw«f(ä auch eine Kirche atfgericht^ werden. Ebenso
gründete Yiciriin etwas etttferntiär von Segdrarg em Kloster
zu Huger^thorp oder Cuzulma, das an die Stelle der firü^
hem Anlage trat Einige Jdate spätrar (im J. 1149) weihte
ihn der Erzbiscbof Hartwich von Breaun zum Bischof und
stellte damiä das Oldenburger Bisthum wieder her, da^
imn mehrere Menschenalter verödet gelegt hatte. Zq
Bomhöved wurde eine IQrohe erbaut, und auch an «Heh-
reren andern Orte. sollen jetzt kirchliehe Gründungen be<*
gönnen sein« Der Bischof erhidl als Dotation Boistu am
PU>ner See und spä&r das Verspreehßu von noch 300 Hu-
fen Landes; Graf Adotf «g^tand ilKn ausserdem die Hälfte
des Zdmten zu den er eben aus den wagriscduen Gegenm
dea enyfing. Dort hait jener sich ^e Z^ang aofge>^
Mtou; dann kehrte er nach Wipenthoif iluruck, wo er
seine Tage bescUoss (im J. UM, Deciwnb. l*i). — Vicelin
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hat hier im Lande 35 Jahre lang für die Ansbreitong und
Befestigung des Christenthums gewirkt, er hat mehr als
einmal einen bedeutenden Wedisel der Dinge gesehen.
Da er zum Fürsten Heinrich kam, waren zuerst wieder
schwache Anfange zur Christianisirung des Volkes ge-
macht worden; jetzt dagegen war ein fester Grund ge-
legt der nicht wieder erschüttert werden konnte. Die
politischen Ereignisse haben darauf einen bedeutenden
Einfluss geübt; allein die unablässige Thätigkeit des Vi-
cdin und seiner Begleiter hat den Ausschlag gegeben:
mit Recht wird er der Apostel des östlichen Holstein ge-
nannt. — Das begonnene Werk setzte sein Nachfolger Ge-
rold fort. Er erhielt Eutin und errichtete dort Stadt und
Markt. In Oldenburg, wohin eine sächsische Colonie yer-
pflanzt wurde, entstand ein ordentliche Krchenbau. Ebenso
zu Lü^enburg und an andimi Orten. Das Stift zu Huge-
resthorp wurde nach Segeberg selbst übertragen imd eine
Zeitlang zum Domcapitel des Bischofs bestimmt. Auch
diesem Theil des Landes war nun der entschieden christ-
liche Charakter aufgedrückt, um dessen Durdiiuhrung so
lange und heftig gekämpft worden ist.
Auf die Verhältnisse Holsteins selbst hat dies eine Rück-
wirkung gehabt. In den unablässigen Kriegen war der
Sinn des von Natur kräftigen und kriegerischen Volkes
noch rauher und härter geworden. Raub und Diebstahl,
sagt Hdmold, war bei ihnen an der Tagesordnung, ^er
mehts zu rauften weiss, gilt für träge und unrühmlich.
Dabei sind sie gastfrei. Stehlen und schenken rechnen
sie sich zum Ruhme. Aber wie wilde Waldesel hätten
fie der Zähmung dringend bedurft*. AUmäUig traten jetzt
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fidedichwe Verfailtnisse ein. — Ke neuen Ansiedeier
waren aOerdi&gs den Holsten nicbt willkommen. Als der
Abodrite Nidot (im J. 1148) einen feindlichen Angriff auf
WflgriM machte und besonders die Niederlassungen der
Westfalen Holländer und Friesen heimsuchte^ wurde dies
den Holsten in der Mark zugeschrieben, die eifersüchtig
auf jene blickten. — Gk*af Adolf hielt aber gute Aufsicht.
Er schützte ^ie (kreuzen des Landes mit Sorgfelt, daheim
übte er strenge Gerechtigkeit und befreite die Unterdrück«
ten aus der Hand der Mächtigen. IGt der Geisdichkeit
stand er in gutem Einvernehmen. Obschon er anfangs
mit Vicelins Erhebung nicht ganz einverstanden war, Hess
er sic^ doch später bewegen ihm jene Zugeständnisse zu
machen. Die Widerspenstigen aber im Volke der Holsten
WHsste er zu zügeln und zu bändigen. Es sei erreicht
worden, rühmt der Zeitgenosse, dass diese anfingen die
Wege des Friedens zu wandeln.
Doch blieb die holsteinsdio Ritterschaft alerdings in
mächtiger Stellung. Gerade in der Mark hatte sie jetzt
ihren Hauptsitz; Bornhöved war ein Mittelpunkt derselben.
Hier, sagt Helmold, wohnte Marquard, der Älteste des
Landes und der nächste nach dem Grafen, und die ganze
Mannsdtaft des Landes. Marquards Geschlecht — man
nennt es wohl nach seinem Vater Ammo — war in dem
District Faldera angesessen gewesen, und hatte jetzt im
Zwentinefeld bedeutende Besitzungen erworben; seine Mit*
gMeder bekleideten die Wt^e des Overboden im Gerichte
und ;des Bannerträgers im Kriege. Dem Grafen sollten
sie untergeordnet sein; d»ch strebten sie off^bar nach
einer unabhängigen SteHung, und schlössen sieh deshalb
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näher an den Lehnsbarrn des Grafen, den Herzog Hein-
rich von Sachsen^ zu anderen Zeiten seihst an die feind-
lichen Nachbarn dos^ Landes an. — Al$ Aitolf an den imiem
Streitigkeiten . der dänisch^i Fürsten theilnahm und sich
für den Knud erklärte, gelang es dem Gegner desselben
Syend durch Hülfe eines Dibnarschen Etheler die bolstein-
sche Ritterschaft für sich zu gewinnen, so dass Adolf das
Land verlassen und die Vermittelung des Herzogs nachsu-
chen musste. Erst auf seinen Befehl kehrte man zum Ge-
horsam des Grafen zurück. — Ebenso weigerte sidi diese
Ritterschaft von ihren wagrischen Gütern dem Bischof die
Zehnten zu zahlen welche der Graf ihm zugestanden hatte;
einem solchen knechtischen Verhältniss wollten sie sich
nicht unterwerfen; selbst dem Befehl des Herzogs b^otzten
sie und erklärten lieber das Land verlassen zu wollen.
Sie sollen den Gedanken gefasst haben, den Bischof und
Grafen und alle die fremden Ansiedeier zu erschlagen, das
Land zu verwüsten und sich zu den Dänen zu begeben.
Nur Heinrichs Macht brachte sie dahin in einen Vertrag
zu willigen, wonach von joder Hufe sechs Ifimten Korn und
acht Himten Hafer gegeben werden sollten, und auch die-
ser Vertrag blieb unvollzogen, als sie sich weigerten den
Schreibern die übliche Mark Goldes zu geben. — Schon
werden einzelne Familien in den Urkunden genannt, die
Barmstede, nächst dem Hause der Overbodi^ offenbar die
reichste und angesehenste des Landes, die Busche oder
Ottenebüttel, die Ahnherrn der Krummendiek, die Grote,
dann die Tralow, Store und andere, die im Laufe d^ Zeit
aber erloschen sind und anderen Raum gemacht haben, die
seit dem 13ten Jahrhundert neb^ ihnen genannt werden. —
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Dies waren «r^üaglich keine Ministerialen, sondern frei-<-
geborne Männer, die wohl eiiuselne Leben J^esascien, aber
Zugloch freien Grundbesitz , der niemanden Terpfliobte(t
war. Nur durch das riUerUche Leben, vielleidit auch durch
Abstammung von alten edlen Geschlechtem, waren sie von
den freien Bauern geschieden. Eben hierauf gründet sich
die Liebe zur Unabhängigkeit die ihnen nachgerühmt wird.
Und erst allmählig traten sie in Dienstverhältnisse zu den
Stiftern oder den Grafen.
Ei9en ähnlichen Sinn voll Freiheitsliebe und Trotz be-
wäln^teH auch in dieser Zeit die Ditmarschen. Sie haben
(im J. 1145, März 15) den Grafen Rudolf von Stade, den
letzte, des Geschlechtes, erschlagen. Nur ein Bruder war
übrig. Hartwich, Domherr zu Magdeburg, der auch alsbald
einen Anspruch auf das Erbe erhob und die Anerkennung
des Bremer Erzbiscbofs erlangte, zu dessen Stift er über*
ging und dem er dann selbst zur Nachfolge bestimmt ward.
Aber ihm fehlte die Macht zur Unterwerfung des Volks,
der Dietbmaringer, wie sie in einer Urkunde der Zeit ge«
nannt werden. Da ist der Herzog Heinrich, der auch
Ansprüche geltend machte, wider sie wie gegen ^Feinde
dgs Reiches' ausgezogen und hat die Widerstrebenden un^
terworfen (im J. 1149); ^ur Sicherung der Herrschaft, heisst
es, hat er die Stellerburg gebaut, die im nör^Uichen
TheSe belegen war, Graf Adolf, der dabei Hülfe gelejh-
i^t, trug einen Zins aus dem Lande als Lohn dayo% zog
sich ab^ MrahrscbeinUch auch bei dieser Gelegenheit jene
Feindschaft des Ditmarschen Etheler zu, der vielleicht an
der Spitze des Volks gestanden hatte und später bei den
Dänen Hülfe gegen die Feinde desselben suchte. Heint-
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rieh aber behauptete das Land auch g^gen die Anq»rüch0
des Erzbischof Hartwich ^ der ihm den Besitz der ganzen
Herrschaft Stade überlassen mnsste, einen Theil zu Lehn,
einen andern , zu dem wohl Ditmarschen gehörte, mit vol-
lem Erbrecht. Die Vicegrafschaft wurde hier dem Rainald
Übertragen, derselbe vielleicht von dem die Reinoldesburg
(Rendsburg) später ihren Namen trug.
Überall trat der Herzog Heinrich der Lowe damals
kühn und entschieden hervor, und wie seiii Wirken in den
allgemeinen Gang der deutschen Geschichte mftchtig ein-
griff, so hat es insonderheit für das nordalbingische Land
eine hohe Bedeutung erlangt. Dies war der eigentlicbe
Mittelpunkt seiner grossartigen Thätigkeit; hier und in den
benachbarten slavischen Gebieten dachte er eine Macht zu
gründen, welche in mehr unabhängiger Stellung sich an
das Kaiserthum, in dem der Staufer Friedrich gebot, an-
schliessen konnte. Allerdings strebte er auch dem sächsi-
schen Herzogthum, allen andern Gewalten des Landes ge-
genüber, eine weiter reichende Macht und Stärke zu geben;
aber er richtete seinen Blick über dasselbe hinaus an die
Küsten der Ostsee, die noch grossentheils in feindlichen
Händen waren: hier fand er einen Schauplatz der Thätig-
keit, auf dem er weniger als dort die Mitbewerbung und
den Widerstand anderer zu fürchten hatte. Kaiser Fried-
rich selbst überiiess ihm (im J. 1154) bereitwillig das Recht
die neuen Bischöfe dieser Gegenden, den Yicelin und die
von Ratzeburg und Meklenburg, mit den Regalien zu in-
vestiren; er sah es nicht ungern, dass Heinrich hier dar-
auf ausging auch die slavischen Herrschaften im Abodri-
tenlande sich vollständig zu unterwerfen, und dass er zu-
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zugleich der vordringenden dänisdien Machl ein Gegen*-
gewicht hielt
Eine Zeitlang stand bei diesen Bestrebungen Graf Adolf
dem Herzog treulich zur Seite. £r wurde von jenem ge-
stützt, und war dafür, wie früher der Mutter des jungen
Heinrich, so diesem selbst ergeben; als einflussreicher Rath-
geber wird er genannt. Das VerhUtniss trübte sich aber,
als der Herzog mit Neid das Aufblühen von Adolfs Grün-
dungen sah: seine Salinen zu Oldesloe thaten denen zu
Lüneburg Abbruch, besonders aber zog Lübeck denHan*
del an sich der früher zu. .Bardewik seinen Sitz gehabt
hatte. Qer Herzog forderte als Entschädigung für den
Verlust den er litt die Hillfte von dem Ertrag beider, und
da Adolf sich weigerte, griff er zu feindlichen Maassregeln,
verbot den Markt zu Lübeck, liess die Salinen zerstö-
ren* Als bald darauf Lübeck abbrannte und die Kaufleute
sahen das^ sie wider das Verbot des Herzogs nicht auf-
kommen konnten, baten sie denselben einen Platz der ihm
gehöre zum Aufbau der Stadt anzuweisen. Da Adolf auch
jetzt die bisherige Stätte nicht hergeben wollte, liess Hein-
rich eine Stadt in dem Gebiet von Ratzeburg bauen, die
nach ihm den Namen Lewenstadt erhielt, Doch die Anlage
gedieh nicht, und der Herzog machte neue Anstr^agun-
gen um Lübeck zu erhalten; und nun gab Adolf der Nö-
thigung nach. Die Stadt wurde jetzt (im J. 1158) neu
begründet und erhielt bedeutende Freiheiten und Rechte.
Dem Herzog wird die Ordnung der Stadtverfassung
durch Einsetzung des Rathes ausdrücklich beigelegt, wäh-
rend das Recht . der Kaufleute sich zunächst an das von
Soest, einer alten angesehenen Stadt Westfalens, anschloss.
l 5
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Die Entwicklung von Ltibecks städtischer Freiheit, welche
für den ganzen Norden Deutschlands, ja Europas, so wich«-
tig geworden ist, hing aber wesentlich mit der materiel-
len Blttthe der Stadt zusammen, fttr welche Heinrich zugleich
lebhafte Sorge trug. In allen Staaten des Nordens liess
er verkündigen, dass hier freier Verkehr sei. — Schon
damals war die Insel Gothland der Mittelpunkt des Handels
auf der Ostsee, von wo die Waaren des fernen Ostens
über Russland nach dem Süden und Westen geführt wur-
den. Kaiser Lothar hatte bereits den Gothländem bedeu-
tende Freiheiten gewährt, welche Heinrich (im J. 1163)
bestätigte, indem er zugleich den gestörten Frieden zwi-
schen ihnen und den Deutschen herstellte. Eben deutsche
Kaufleute Hessen sich dann in der folgenden Zeit zahlreich
zu Wisby auf der Insel nieder und standen mit Lübeck und
den benachbarten Städten in lebhaftem Verkehr. — Auch
Zoll und Münze wurden zu Lübeck eingerichtet, und
während der ganzen Dauer seiner Gewalt hat Heinrich
diese Stadt zu heben gesucht: er dachte wohl sie zu dem
Mittelpunkt seiner wendischen Herrschaft zu machen. Auch
das Bisthum zu Oldenburg ist dann (im J. 1163) hieriier
übertragen worden. Als ein dauerndes Deidunal der gross-
artigen Thätigkeit Heinrich des Löwen für diese Gegenden
steht Lübeck da.
Dagegen wurde die Stadt von dem wagrisch-holstein-
schen Lande, dem sie angehörte, jetzt schon getrennt. Die
Grafen haben noch nicht jede Hoffnung auf den Wieder-
gewinn derselben aufgegeben. Doch war sie verg^ens,
und sie fingen bald an das gleich wohlbelegene Hamburg^
welches für den Handel nach der Westsee, nach England
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ttttd nandern, eine ähnliche Bedeutung erlangte wie Lü»
beok auf der Oeftsee^ zu begünstigen und zu h^en. Doch
Mieb dies den Nachfolgern Adolf D. überlassen.
Dieser fend seinen Tod (im J. 1164, Jttli6) zugleich mit
dem Grafen Reinald von Ditmarschen in der Schlacht bei
Demmin oder Yerchem, welche die Macht des Abodriten-
fürsten Nidot brach und den Deutschen unter Herzog
Heinrichs Leitung anch das Land an der Südküste der Ost«*
See erMhete, wo nun auf abloche Weise wie vorher in
Wagrien deutsche Colonisation und Herrsdiaft eii^gefühit
wurden. Adoff hat hier, nachdem er 3B Jalire lang der
Gra&chäfl vorgestanden halte, sein unruhiges und thaten-*
reiches L^en besddossen. Sein Zeitgenosse Helmeldhült
änn die günstigste L(d)rede. ^An iVeue Güte KlugkeJt
und Rath war er so atisgezeichnet dass er mit allen Tu-
genden ausgerüstet erschi^. Für Recht und Süte, für
Frieden und christliche Lehre war er s^ ganises Leben
hdndurch tfaälig'. In der That bat er seine Grafschaft nicht
blos ausgedehnt, sondern auch geordnet und' den Grund
zn ihrer späteren Bedeutung gelegt.
Adolf hinterliess von seiner Gemahlin Mäthihie einen
minderjährigen Sohn, für den anfangs die Mutter die Vor-
mundschaft führte. Spätier iaber setzte der Herzog wegen
der kriegerischen Zeitläufe einen nahen Verwandten des
jungen Grafen — er wird der mütterliche Oheim, aber
Audi der Stiefvater desselben genannt — , einen Gra-
ten Heinrich aus Thüringen ^ dessen Geschlecht bijliher
mit Sicherheit nicht näher hal ermittelt werden können,
zum Vormund ein, namentlich zu dem Behuf dass er die
kriegerischen Obliegenhdten des Grafen erftille. Er war
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ein heftiger Mann; der nur für die Getehäfte der Waim
lebte und d« beMnders mit der GeistUehkeit in Zwietraekt
gerieth, da er die ihnen verttebfinen Guter im Lande nur
ungern in ihrm Hunden sah. Doch hat er nicht lange
in dieser Stellung gewaltet; nach aeinem Tode (im J. 1177
oder 1178) ist die Gräfin Mathilde nochmals für den Sohn
emgetreten; und hat ihr Haua und. die Grafsnhafk mit 6e«*
schick gdeitely bis der heranwachsende Sohn $eXbet In
drangvoller Zeit die Führung der Geschfifte in idie Hand
nehmen konnte« .
Der Sturt Heinrich des Löwen ist fiOr die ganze nord*«
deutsche Geschichte ein Ereigws von den bedettlendsten
Folgen. Als er durch Stolz und Übermuth die Feindschaft
des Kaisers wider sich wandte, wurden alle die kleineren
Gewalten des. sächsischen Landes, weUliche und geistiiohe,
die er mit starker Hand daniedergehalten hatte, gegen ihn
aufjjerufen, uimI ihr Angriff, oder Abfall entschied das
Schicksal des Heoraogs nad seiner mächtigen Herrschaft.
Die Vasallen Heinrichs und die andern sächsischen Für-
sten warteten zum Theil nur der Gelegenheit um sich ge-
gen den gefOrchtßten Herzog zu erheben, und sie ergrif-
fen sie bereitwiHig, als er den Kamr Friedrich durch die
Weig^ung seiner Hülfe im italischen Krieg w dem Bn^
schluss gebracht hatte, mß Macht zu brechen weliche er
früher s^bst begünstigt und gehoben hatte. Als Heinridi
geächtet (im J. 1180) und bedrängt sich im Süden der
Elbe nidlit halten konnte, warf er sich ins nordalbingi--
sehe Land. Die Grafen von Ratzeburg und Holstein, von
dem auch im Unglück noch trotzigen Heinrich beleidigt und
verletzt, und wohl bedacht jet?t zu einer mehr unabhän-
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gigen Stellung zu gettngen^ verliessen ihn ebenfalb. Aber
Heinrich nahm diesem seine Burg, er eroberte Segeberg
und Plön; hier hatte er ausserdem sein machtiges Lttbeck.
Der Orerbode Marqüard der jüngere und andere aus der
Ritterschaft Holsteins schlugen sich auf die Seite des Her-
zogs. Da erschien Kaiser niedrich selbst vor Lübeck und
nOthigte die Stadt zur Unterwerfung (im J. 1181). Und
baM darauf hat auch der Herzog sich demüthlgend das
UrtheO empfangen müssen, das über ihn den Verlust alter
Lehen und Ämter und öine Verbannung auf mehrere Jahre
verhängte.
Einige Jahre später (im J. 1100), ds «^f Adolf mit
dem Kaiser nach dem heiligen Lahde gezogen war, hat
Herzog Heinrich den Versuch gemacht seih altes Besitzthmn
wieder zu erkämpfto. Auch damab warf er sich niBächst
auf dieȧ Gegenden, wo er immer noch bedeuleiider Un-*
terstützung sicher sein konnte; Hamburg Itzehoe Plön
fiden iD setee. Hände; aiidi Lübeck^ wiriifai ach der Stell-
vertreler des Graf«, Addf von Dassel, gewcarfan hatl^,
ergab fflck;.'nur Se^eberg blieb dem Sokauenbur ger treu;
bis däsiä^r natth Seiner BBckkidhr im folgenden Jiriir doch
taui liemliob teidtter Mühe dks Verlln^ne wiedergewann;
wönitif Hbinridi sioh nach seinen BrauasoAiweigsdbta :Erb*^
gutem mMekko^ " und nun die ietsteri Jahre stille utid
rnhndos den Mdl seiner- Macht betrauerte • (ep starb iin.J.
1196, August 6). i , :..
Die BlelMrfe Ftflgr/warieiB^gvöäseviftZatsplitltouii^ awh
des uorddMngiaohen Lmdes« 'Daa Hertd^fthuin fiaehsen
kam aii Benihari ntt^nAMioanien^ den Sohn jenes Alftreiriift
des Biren der e» ^hM -früher Empfangen britte^ aber- mit
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?0
wesentlich geminderlen Rechten. Nicht blos dass ihm der
wefitlicfae Theil ganz entzogen wurde, er hatte auch nicht
die Mittel um sich hier in den nördlichen Gegenden gleich
seinem Vorgänger zu behaupten. Er forderte wohl dass
die Grafen ihre Lehen von ihm empfingen und Lehndienste
leisteten, und baute die Feste LaueiAurg an der Elbe um
omen Stützpunkt in diesen Gegenden zu heben. Allein
auf einer Versammlung die zur Huldigung angesetzt war
(im J. 1183] erschien Graf Adolf nicht, und später, ver«-
einigte er sich mit den Grafen von Ratzeburg imd Schwe--
rin und zerstörte Lauenburg; wofür der Kaiser ihm aber
eine Busse von 700 Marls; auferlegte. Die Lehnsveidiin-*
dimg Ebsteins mit Sachsen < wurde dann freilieh rechlich
nicht gelöst; allein sie bedeutete jetzt und in der nächsten
Zeit sehr wenig. Von dek* Abhängigkeit in welcher der
Graf gegen Heinrieh und seine Vorgänger geständen hätte
war nicht mehr die Rede;
Auf die Grafschaft Stade: machte bei. Heinrichs Sturz
der Bremw Erzbischof — damals Sigfried^ des faeuekiHer«-
zogS Bruder — Aniq>ruch, und erhidt durch Verieitung
des Kaisers (im J. 1160) diä Bürg mit^ äBem Zubehör.
Ditmarscheht aber hat Grüf Adolf in Besitz gieatoiümen üiid
behauptete es anfangs gegen die Forderungen dös Erzbi^
sdiofs, der eb seinem Bruder, wohl als Lehn 'der bremer
Kirche, zuzuwenden gedachte. Bunge Jahre später sah
sich Adolf aber doch genöthigt auf den Besitz zu verzidten
und behidt nichts als dne Abgabe von 800 fidieffehi'Hafer,
die wuhrscheinlich an die Stelle des frühem Känses trat und
voß den Dörfern Süder*- und Nordenbarstede und' dem Süf*
derfeld gezahlt wurde. Adolf leistete! dann dein bzbtodiof
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Hälfe bei der Unterwerfvng des Landes^ da$ jeder Herrachaft
widerstrebte und nor für den Augenblick zum Versprechen
einer Zinszahlung gendihigt werden konnte, um dann bei
erster Gelegenheit sich nach anderer Hülfe umzusehen. —
Ais Heinrich zurückkehrte , hat er wohl eine Zeitlang den
Besitz der Stader Grafechaft wieder erhalten; dann aber
wurde sie noch einmal dem Adolf mit einem Drittel aller
Einkünfte übertragen, und der Kaiser Heinrich VI. selbst
bestätigte dieses Abkommen (im J. 1195). — Es wäre ohne
Zweifel von der grössten Wichtigkeit gewesen, wenn es
damids bereits dem holsteinschen Grafen gdungen wäre,
dies westliche Grenzland mit seiner tapf^m Bevölkerung
ebenso seiner Grafschaft zu verbinden wie es mit dem itn
Osten bdegenen Wagrien geschehen war. Doch traten
dem die entschiedene Abneigung der Bevölkerung gegen
fürstliche Herrsdiaft und die Einwirkung anderer Verhält-
nisse hindernd entgegen.
Ebenso wenig hat Graf Adolf Lübeck wiedergewon-
nen. Als die Stadt sich dem Kaiser ergab, bestätigte die-*
ser ihre Freiheiten und Rechte wie sie von Herzog Hein-*
rieh ertbeü waren, und nur die Hälfte der Einkünfte aus
den ZöBen Mühlen mid Wedüielbftnken wurde dem Gra-
fen verliehen. Einige Zeit später (im J. 1188) bestimmte
Friedrich; det Stadt die Grenzen ihres Gdbtetes gegen
Holstein und Rät^burg. und gab ikr msgedehnte PrivBe-
gien. Dn Lübeck gieiehwohl seinem Gründer in alter An«
kttttgiichkeit die TlHKre Mhete, wurde sie von Graf Adolf
mft GewttHi. eingenommen, und der neiieKaism' HeitarickVI.
ütorliess ihm jetztidiesämmtlidien Einkünfte aus der Stadt;:
aber den Besitz derselhen hat er ihm die«h Jadutgey^nt«.
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n
Der Verbindung des 6raf€fn mit dem staufischen Hause
verdankt auch Hamburg seinen ersten Freibrief Kaiser Fried«-
richl.^ der den* Bürgern mancherlei Voräiefle und Redite,
in Beziehung namentlich auf Fischerei ZoU Geldwechsel
Marktpolizei und die daraus erwachsenden Brficfaeh^ ge^
währte (im J. 1189). Es ist der Anfang zu einer Reihe
von Vergünstigungen^ weldie allerdings die MütÜe dieser
Stadt nicht wenig beförderten^ aber auch dazu beitrugen
ihr eine von dem übrigen Lande gesonderte Entwickelung
zu geben.
Alle diese Verhältnisse idier treten in der nächsten Zeft
zurück vor dem steigenden Ansehn und Binflnss d^ Dä-
nischen Macht im nordaUring^sdien Lande. Auch das ist
zum Theil wenigstens als eine Folge von dem Sturz des
Herzogs Heinrich zu betrachten: die Trennung und der
Zwiespcdt der deutschen Fürsteh haben den NMhbaim hiei*
ein bedeutendes Übergewicht gegeben.
Zu daik Zeiten Lothars hat der dänische Königssohn dem
deulsohen Kaisei' huldigeh und das Reich selbst als Leim
empflmgen ultissen; Friedrich L hat io seitieii ersten iah«*
reu einen Streit über die dänische Krone entichierfen^ Und
als Waidema^ L hier zur atteini^en Herrschaft kmtj hat
dieser aufs neue die OberhifAdit des -mächtigeil Kaisers
fiihrmlich anerkennen müssen.« Wäldeaiar' trtl'.aubi^erdeni
in nähere Verbindung Aiit dem Herzog HeinH<sh deAi Lö*
wen^ indem beide namentüch die gleiche /'Feindsdiaft ge^
gen die Skven an der Ostsee* zusamnwniührte,<^di^' in ddn
letzten Jahren Dänemark" fiisl noch mehr- als «Ditalseblaiiil
hdmgesvcht hatten. Auch Däiiemark tsudlte BrobeniA^aki
im wemfii^hen Lande zu machen, #a schon ^o^Mvhi
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derten die lomsbnrg eine Niederlassung kriegerischeF Nord-
länder gewesen war. Als aber Waldemar Rügen ero^
berte — ein Ereigniss dessen Gedächtidsslag man lange
noch anch in schleswigschen Slidten fderte — ndthigte
ihn Heinrich (im J. 1171) die Bente und den Tribut der
Insel 2u theflen. Bei ein^ Zusammenkunft auf der Eider^
brücke wurde der Vertrag geschlossen und das Bündinss
erneuert Nach d^n Fall des Hersogs, während der Kai-
9&r Lübeck belagerte^ erschien auch der Dänenküaig mit
einer Flotte auf der T^ave^ aber nicht um seinem biAe^*
rigen Terbündeten zu helfen, sondern um m Verbindmig
mit Friedridi zu treten, von dem er die Herrschaft in den
dayischen Gebieten an der Ostsee zu erlangen hofifte.
Doch wurde diese Hoffnung damals noch getäuscht.
Dem Waldemar, der das dänische Reich aus Schwäche
und YerfaB wieder zu Macht und Ansehn gebracht hatte,
folgte (im J. 1183) sein Sohn Hnttd. Die Dänen, regsam
und unternehmend wie sie sind,^ haben zu T^sohiedmien
Zeiten eine Ausdehnung lirer Herrschaft, bald im Noitlto>
bald im Süden, gesneht. In der Zeit der Waldetnäi^, der
NteUiommen jenes Knud der unter Lothar König im Abo*<
iritischen Rdche war, überwog die letste Riditung diffdh*-
a«s. Der FaB der weifischen Mächt, die Beschiftigüng der
Kateer mit andren Angelegvniieiteil, der Kampf der Par-
theien in Deutschland niackfen ihnen Erfolge m^gHcih die
kaum grOS(^r sein konnten. Knud begann damit die Bul-
£gung zu weigern,' die sein V)ater nodh gelltet' hstte;
seine Sdiwefstflr, die dem Sohne Friedriehs verlobt . wir^
sandte er unw}B% und mit sohkiehtier Mitgift, weshalb sie
bidd zurüdkkehren mmiste: Denn gHft'er dfe wendisckar
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Fürsten in Pommern an^ die Kaiser Friedrich gehuldigt hatten^
und besiegte sie; und als der Kaiser nun auch gegen ihn
feindliche Haassregeln ergriff, erhob er prahl^id Ansprüche
auf alles Land der Wagner Polaben Holsten und Stor-
marn: er mochte dabei an das Erbe seines GrossTaters
denken und dies kühn genug auch auf die deutschen Gaue
ausdehnen.
Seine Bestrebungen fanden im Lande selbst Unter*
stälzung. Graf Adolf hatte den Overboden Marquord und
andere Ritter, die dem Herzog Heinrich angehangen, des
Landes verwiesen, und sie begaben sich zu dem Dttnen-
könig, lebten bei ihm und seinem Bruder dem Herzog
Waldemar zu Schleswig. Als die Ditmarschen ron dem
Grafen und dem bremer Erzbischof bedrängt wurden,
wandten sie sich an den sdUeswiger Bischof, der eben-
falls Waldemar Uess. Sie boten ihm Unterwerfung, und
die Zeitgenossen betrachteten es als eine Verbindung mit
dem dänischm Reich. Fast wäre ähnliches mit Lübeck ge-
schehen. Da nach des Herzogs Heinrich letzter Erhebung
Graf Adolf die Stadt belagerte, beräthschlagte man hier,
ob man sich nicht lieber dem dänischen König unterwer-
fe solle, der grosse Handelsvortheile bieten könne. Dodi
fürchtete man sich dem Reiche zu entfremden, und die
Sache kam nicht zur Ausführung. Dies alles aber zi^,
wie die Hacht der Dänen im Wachsen war.
Knud war der Schwiegersohn Heinrich des Löwen, und
er unterstützte jetzt die wölfische Parthei, wenn auch nur um
selber daraus Yortheil zu ziehen. Dagegen trat der scUes*-
wiger Bischof auf die Seite der Gegner über, und wwde
YOtt den Anhängern der Staufen zun Erzbischof von Bre-
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men erhoben, gegen den £rzbi$chof Hartwich, der sich
für Heinrich den Löwen erklärt hatte. Eine grosse Par-
theiung beherrschte eine Zeitlang alle nordischen Lande.
Als ein Hauptgegner Knuds erscheint aber der Graf Adolf
von Holstein. Er zieht ans um dem gefangenen Bischof
Waldemar zu helfen; er soll es dann, als er mit Hartwioh
ausgesöhnt war, besonders veranlasst haben, dass die Dit*
marschen unter bremische Hoheit zurückkehrten, wofür er,
wie schon bemerkt wurde, die Grafschaft mit einem Drit-
tel der Einkünfte zu Lehn empfing. Später leistete er dem
Markgritfen Otto von Brandenburg Beistand, als dieser we-
gen- pommerscher Besitzungen mit dem Däa^nkönig kriegte.
Dafür hatte Adolf die Feindschaft und den Angriff der
Dänen zu beslehen. Nach dem Zuge gegen Schlesw^
muBSte er sich (im J. 1194) mit der Summe von 1400 Mark
loskaufen, uAd eine Chronik sagt, er sei eiii Maim des
Königs und zinspSidbtig gegdn Dänemwk geworden. Hacb^
dem er aber wieder den Absiebten lüuids entgegengelre--
ten war, ^schien dieser (kn J. 1199] an der Eäder an
der Stelle wo die Reinoldesburg lag. Dodi zog der Kö^
nig sich zurück als er erfuhr dass eine namhafte An*«'
zahl deutscher Fürsten dem Grafen zur Hiäfe gekon^Mn
war; und dieser Stellte alsbald jene Feste (Rendsburg) wieder
her: auf einer. Insel in der Sider belegen, w^r sie ätf
wichtiger Punkt um das an dieser Seite offene Land zu
Schulzen. Aber Knud erschien da die Yi^bt^eten dofr
Grafen abgezogen waren au^f neue, und nöthigte AdoUl
Um die Burg zu übergebeod, die .^dami durch eine Brücke«
mit. dem s^dtiehen Etdenifen verband ^m J. 1200). Sie
wurde ihm ein ^tzpu^kt für w^^re Iteteraehmuisgen,
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76
Zunächst hat Ditmarschen sich der Gewalt des dänischen
Königs unterworfen. Dann woDte Lanenburg, belagert von
dem Grafen Adolf und seinem Verwandten Adolf von Das-
sel, der Ratzeburg erbalten hatte, sich dem Knttd in die Arme
werfen : er hatte schon einen Holsten Rudolf abgeschickt,
um die königliche Fahne aufzustecken, als die Grafen zu-
vorkamen und die Feste einnahmen. Auch schebien diese
einen neuen Angriff auf Ditmarschen gemacht zu haben.
Bs waren die Zeiten, da der Staufer Philipp und der
Weife Otto sich um die deutsche Krone stritten und das
Reich verfallen Hessen dem sie vorstehen wollten. Der
Augenblick schien gelegen zu einem weitergehenden Un-
ternehmen der Danen. Von Schleswig und von A&a wen-
dischen Besitzungen aus wurde das nordalbbigisdie Land
angegriffen. Diesmal konnte Graf Adolf nicht widerstehen.
Ein Theil der Ritterschaft, von demselben d«rcb Strafen
verietzt und von den Genossen im dänischen Lager verlockt,
auch geradezu durch Bestechungen und Versprechungen
gewonnen, trennte sich von ihm. Bei Stellau, unwdl Brei-
tenburg, wurde Adolf mit den Seinen besiegt (im J. 1201,
Sepi); er verhess flüchtig das Land, woU in der Hoff-
nung anderswo Htllfe zu finden. In der Zwischenzeit gin-
gen iaber alle festen Plötze verloren, Itzehoe, PlÖii, seine
Hauptstadt das emporbltihemle Hamburg; auch Rfttzeburg
und das rdchsfreie Lübeck Ergaben sich, das letzte hllüpt-*
sächlich deshalb weil Bürger der Stadt, die beim Herings-*
flaing in Schonen beschäftigt gewesen, von 4en Dänen ge^
ftingen genommen wuren. Uirt als Graf Adoff im Wim-
ter zurückzukehren suchte und Hamburg besetsEle, wurdke
er hier von dem HerMg Wuldemia^ belagert und am Ende
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gefttigen feammiien. Fast hätten ihii die Ditmiffsclieii,
die ihm lebhaften Hass nachtrugen und nun Ueb^ dem
fremden König ab dem deutoohen Grafen dienten, im Lan-
ger erscUagM. Den entging er; aber die Dänen achen^
ten sieh nicht ihn mit Ketten beschweren nnd i^impflich
behandaki jiu lasisen. Nur die an der Mändung der Irme
angelegte Feste TraYemünde, Segeberg und das nes^h
eroberte Lauenburg. hielten sich noch. Das enle ab^
ergab sich, als Knud triomphirend naeh Löbeck kam (im
J. 1902) y auch Segeberg wurde erobert; für die Übergabe
LaMüburgs: und den V^aieht auf alte seme Rechte erbielt
dfliw A4olf seine Freiheit (im J. 1303V
Der 'Oraf begab sich nach Schauenburg an der Weser
und lebfee hier die übrigen Jahre sebies. Lebens, ohne wie**
der den Fuss auf holalemaehem Boden zu iietzen. Semem
Valer ist er nicht gleich gckbmnMm ; er ist ehrgeiaiger,
gewaltsamer, vor allem aber weniger ^ücklioh. War je««
nem die Erwerbung Wagrtens gdungen, so hat er be-
sonders nach dem Besita Ditmarschens getrachtet. Vid*
leicht ist der entscheidende Kampf mit den Dänen beson-«
dm*s hienbirch veranlasst worden. Auch im eigenen Lande
war der Graf nicht belid>t, und Deutsche, welche die
fremde Herrschaft länge nicht gekostet hatten, boten ihr
jelat selber den Eingang ins Land. Doch sah Adolf vor
seiaem Tode (im J. 1235, Januar 3) noch den Umschwung
der Djttge welcher him* erfolgte.
Dem Mmg Knud ist (im J. 1202, Noveaab, 11) sein Brur
der Waldemar, der bisherige Herzog von Jütfamd, gefolgt«
Kaum als König anerkannt und gesalbt, begab er sich nach
Holstein. In Lübeck wurde er feierlich als K^mg der Da--
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nen uad Wenden und Herr von Norddhmgien begritsst,
und SO; auch Herzog von Jütland, nannte er sich in sei*-
nen Urkunden. Den Bewohnern der StadI Lübeck^ welche
er, wie er sagt, 'einzeln und besonders seinem Dienste
überweisen wollte', bestätigte er wiederholt alle Freihei-
ten und Rechte und gab ihnen neue Privüegien für den
Verkehr mit Schonen. In Ditmarschen ward ein Mitglied
der holsteinschen Ritterschaft Scaeco zum Grafen ernannt;
Verwandte desselben und andere die dem Waldemar an-
gehangen hatten wurden den einzelnen Schlössern vorge^
setzt. Holstein selbst aber ward dem Albrecht vofi Orla«'
münde gegeben, der ein 5chwestersohn des Königs <frar.
Anfangs vielleicht blosser Statthalter des Königs, erscheint
er später (seit d. J. 1206) als Graf von Holstein imd Stor«-
mam, der alle Rechte eines solchen ausübte. So behidt
das Land wohl seine alten Einrichtungen, aber es vmfde
ein dänisches Lehn.
Dies Verhältniss erhielt Anerkennung, als sich ein deut-
scher König entschloss dem Waldemar seine Eroberungen
förmlich abzutreten. Da der Weife Otto durch den Tod
seines Gegners Philipp zur Herrschaft gekommen war,
dachte er doch daran die Lande wieder ins Auge zu tus^
sen welche einst fast der Mittelpunkt der väterlichen Berr-
Schaft gewesen waren: hatte sich doch der Däne recht
eigendich auf den Trümmern der weifischen Macht ei%o-
ben. Aber nun besann sich auch Waldemar keinen Au-
genblick die Parthei zu wechseln und den Bund des jun-
gen Friedrich H. zu suchen, der eben über die Alpen
kam, um dem Gegner seines Hauses die deutsche Krone
abzugewinnen. Der Verhältnisse unkundig wie er war
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und der HhKb wohl bedürftig, liess dieser sich bewegen zu
Metz eine Urkunde auszustellen (im J. 1214, Mai), in wel-
cher er 'alle zum Römischen Reich gehörigen Gebiete
jenseits der Eide und Elbe und was im Wendenlande der
Dänenkönig erobert hat, seinem Reidie überlftsst und ein-
rerleibt': 'niemand, heissl es, soll den Wridraiar in dem
Besitz dieser Lande stören, weil dieselben dnsl dem Reich
unterworfen waren'.
So weit hat der innere Hader die Deutschen kommen
lassen, dass das Haupt des Reiches, der Erbe des hehren
stadbchen Hauses, auf solche Weise wichtige GeUete des
Reiches aufgab, sie vöBig von der Verbindung desselben
ablöste. Die Urkunde ist in die neuste Sammlung deut^
s<^r Reichsacten und Verträge mchl aufgenomm^; aber
man soll es nicht yerbergen und verdecken, sondern in
seiner ganzen Bedeutung hervorheben, auf dass solche
nicht wieder geschehe. Dass auch der Papst diese Ur-^
künde bestätigte (im J. 1217), mag mbider Wunder nehmen.
Ein Angriff Ottos auf das nordalbingische Land hatle
nun wenig Bedeutung. Er besetzte Hamburg, zog sich aber
bei Waidemars Ankunft zurück (im J. 1215), und die Stadt
musste sidi sdion im nächste Jahre wieder ergeben. Als
bald darauf (im J. 1218) Otto unmächtig und verlassen auf
seinen Hausbesitzungen starb, schien Waidemars Herr-
schaft hier vollständig gesichert. Neue Befestigungen,
welche er in Ditmarschen zu Lin (vielleicht Lunden, einem
altem Kirchspid), bei Hamburg und Lübedc anlegen liess,
sollten ihr noch stärkeren Halt geben. Schon hatte er
mehrmals seine Waffen über die Elbe gelragen. Und fast
die ganze Südküste der Ostsee war ihm unterthan : die
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Grafischaft Sckwerai; die Reste des Abodritealaiidesy Fom-*
mern und Bügen.
Auf diese Weise waren die Deutschen noch einmal von
der Ostoee gänzlich äusgesddossen. Wo für die deutsche
Entwickelang die giiösste Zukunft lag, wo auch bisher
schon deutsche Thfttigkeit wichtiges, geschaffeft oder v^r-*-
hereitet hsdte, gebot jetzt unbedingt die dtoische Macbt. .
An den Küsten von Livland, unlängst (iiQ J. 11^) von
Bremer Kaufleutw besucht, hat Meinhard ein Geistiipher
aus dtfm Stifte Segdierg Ettenst im 12ten Jahrhundert dß$
Ghrisli^Qy|h«»i verkündet und zu Ykeskcda. den Grund m
einidm Bisthum gelegt (im X 11S&), cUts dem Hamburgs
Bremer £rzhisthum untergeordnet wurde. Hier an itor
Mü&dung der Düna huben auch deuta^ihe Kwfleute me
Niederlassung gegründet, von d^ aus der Handel nach dcim
benachbarten Russland gefuhrt wurde. Den ersten schwa-*
chen ' Anfilngan gab der neue Bischof Albert, den der bre*"
mer Erzbischof gesandt hatte, einen neuen Aufschwung.
Da erhob, sich Riga als Sitz des Handels und der Kirche
(im J. 1201). Von Lübeck fuhr man al^ährlich herüber,
von hier und aus der Umgebung kamen di^ ersten, An^
siedeler, aber auch aus Westfalen Friesland ««(d ander*
ren Gegenden. Ein dgener Orden ^der Sekwier<UI*üder'
ward begründet, der es unternahm unter den Uvea das
Christenthum zu verbreiten, mit. dem wieder das deulsaha
Element enge verbündet war.
Aber auch Uer traten demselben die Di^n entg^en,
die seit lange Angriffe und Niederbssungen an diesen Kü^
sten versucht hatten; auch Waldemar und Albrechli v<m
Orlamünde sind früher schon hierhergezogen. Sie begin-r
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am SB EdlUflAd, Hs von BdneMark aus enrt>eri umi dem
Emfinsse der rigaer Kirdie enlzOfen würde; dayia aber
laicli in Livknd selbst^ wo maft den DealscbeA d0Q schon
gewoadenen Bodea i« ealreissen smclile: der Bisekof Al-
bert ^ sonal sa kräftigen und grotfaüt^eil Silkes, ealzweit
mü dem bremer firsbtaebof, ohne Uslenstülcwif von de»
P^pst und Kaiser, Hess sieh bereit findeii auch Riga der
dänischen Gewalt^ sein Bistbum dem luttdeAer Erxbischof
2« unterwerfen. Freilich widerstand die Bey^ÜEernng der
SiaA, sie 'wottte lieber das Lfind veriassen als sich den
Dänan nnierwerfea'; itfid man einigte sieh über ein fried-
liches Abhonunen (im J. 1220), Doch war die dlinische
Macht im Übwgewicht und bedrohte die Deulschen hier
wie in der fleimaüi. .
Dass auf ilem deutschen Boden die Abneigung gegm
die fremde Herrschaft im Lauf der Zeit rege wurde, lässt
sich nicht bezweifeln. Die Überlieferungen aber welche
davon Munde geben wollen sind sagenhaft und stammen
aus einer Zeit da der Has^ der Nationen lebhafter ent-
brannt war. Da weiss die Chronik des holsteinschen Geistr-
lichen 2u berichten, wie die Holsten es schwer enipfiyiden
hätten, dass sie nicht nach dem Gesetz der Holsten und
dem gemeinen Recht, sondern nach dem Rephtder Pär-
nm und ihrem liiOYbog' gerichtet werden sollten. Da des
letsste enit späteren Jahren angehöily so ist der £rzäh»-
Jnngihr sagenhafter Charakter schon dadurch angewieseil.
Aber man gedachte in d^n folgenden Zeiten dpr fremden
Herrschaft yomemHch als einer Kränkung c|es angifstamm^
ton JhäiX^.
FreiUoh kam idie Entscheidu^ dann zunächst von ei^
I. 6
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»82
ner mdern fteile. Erst 4ii» Getti^^nmkzR Wildeliiirg md
seines Sohnes durch seinen Vasaflen 4tn Grafen Heinrich
von Schwerin ^ J/ 1229 , Mai %) hraehte den nord-
aibihgfiscben Länden ihre Unabfaingigkdl wieder. Um s^e
Prdfteit zu g^ewinnen, wiffifte der König in einen Vertraf,
der nun unier Theflnahme des deutschen Könifs Heinlnoh
(vn.) abgeschlossen wurde (zu- Dannenberg im J. 1^4,
Jali 4) und wacher doch die allgemeinen Interessen Deatsci^
lands^ wahrte. Denn WaMemar soll das nordaHmgisdie
Land vollständig dem Aeiehe- xurfickgeben, alle empfange-
nen Privilegien ausliefern, und keine Ansprttohe mehr er-
heben. Über den Berftz Slaviens (der al^drMsohen und
pommer^chen Lande) soll spflter entschieden werden. Der
König soll ausserdem das dänische Reich s^bst als Lehn des
Kaiserthums empfangen. Den Ghrafen Albrecht von Orla-
münde will man dagegen im Besitz der Grafschaft lassen, tfe
er nun von dem Reich zu Lehn tragen soll. Als aber er, den
die Danen zum Reichsverweser erhoben hatten, dfese Be-
dingungen, zu denen noch ein hohes Lösegeld und Geisel-
Stellung kam^ verwarf, nahm die Sache eine andere Wendung.
€raf Adotf (IV.) von Scbauenburg, der Sohn Adolf DL,
der eben um diese Zeit gestorben ist, erschien um die
vdteitiehe Grafschaft wiederzugewinnen. Der Brzbischof
von Bremeft def ihn herbeiführte zog mit ihm vor Itze-
hoe; da wandte sich alles Land dem AbkömmlHig seines
Grafenhauses zu, die Landleute besetzten die Bungen Al-
breehts. Dieiler aber ward in der ScMach« bei «Mölln von
den Schweriner Grafen besieg und selber gefhngen (im J.
1225, Januar). Nun kehrte Lübeck zur Reichsft^äielt zu-
rück. Hamburg, dem Albrecht erst eben seine Privilegien
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beslitigl htlte ^^iMsä er der Surft für Geld de gipäfli-*
chen Hoheilsreehte^ überfrag^ isl. eine spälere unverbürgte
N^ctarieht.-^ ergab eich, als die beaacbbarte Borg er*
Btürml worden wai«, ttnd eriiidt dawl von AdölC eise glei^
che BeaUttignng. Aach Ditmvacbeii wurde der diniicliea
lUrrachaft ledig:
Da nun alles veriorea war, oMUste ierKöoig Waldemar
einM zweiten Vertrag eing^en (im J. 1225,.Novemb. 17),
der hiMb ungttnsliger war «Is der ersüw Weim aber je^
ner, unter Autoritit des deulseben Königs gesehtosseR)
4ie ganze Sacbe flb* ekle Angelegenkeit des deMickiea
Reicbs bekindeite; so ist dieser fiesiditqwnkt jetzt zu-
rückgetreten, und -eS' shd häupts&ddfehdie rerleHzten FUr^
sten wekhe sieh Reekl venMAaffbn. Da inusste der Kftnlg
denn, ausser dem bedeutenden Lösegeldy für das seine
S^hne als Geisel dienen, aUe dem Rei^ gekirigen Lande
zwischen derlider und der Btte^ und zwar von der Mün-
dung der Bider bis an die Levensau und Tön diesem Was-
ser bis ans Meer, und alle slatriscken Lande ausser Rfigi^n
zivüdBgeben. Er versprach auch dem Grafen Adolf die
Feste Rendsburg zrtn Tage nach seiner Befreiung in ih-
rem gegamärtigen Zustand zu übergeben, dann aHe Ur-
kunden auszuMefem, dem Grafen Albrecbt keine Hitfe ziir
Wieder^oberung des Landes zu leisten, iAerhaupl kenie
Dtotscken gegen <fie GnMn von Sdkwerin und Holstein
zu unlearstütuen, endfich auch den Lübeckern und Bambur^
gern imd allen Kaufleuten dieser Lande und des Ri)«»*
sehen Reichs überhaupt ihre Freiheit^il in Dftnemark zu lassen.
Auf solche Bedhigungen wurde WaMemar frei: alles
Gew#nnene war verloren, die Arbeit langer Jahre dahin.
6*
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84
Et aber war doch nidrt gemeint sich ilas geMen ze haaen*
Als aein Ütealer Soim im der bealwinileii Ffiai aus der
Gefangeaachafk enteaen war, liesa er rieb durch den Papat
von dem gialeiateleii Eide Idaen (im J. 1226, Jmii 2^ udd
auehte dann noch einaral die Bnisoheidung der Wafen.
Nun musste sich zeigen, ob an der Eibe und an. der
Küate der Oataee 4eataobe oder dftniadie Herraohafi wal-
ten a^dlte. Froher aber halten die Firaten und Städte
uneinig und getrennt der in sich geacUoaaenen Macht der
Danen gegenüber gestandet Jetat waren sie vereinigt —
nvi der Lünebuiiger Herzog stritt auf der Seite des Kö^
niga — : die Grafen von Hotelein, Schwerin, die Medden*
burgischen Fürsten, der Ersbiachof vm Bremen, die Stadt
Lübeck, der Sftchaische. Herzog. Diesen riefen die Grafen
herbei, als Waldemar bereits neue YtHrtheiie davon ge»
tragen, Ditaftarschen, auch Rendsburg und Itzehoe ero-
bert hatte: sie «rhannten seine Lehnab^rtwä an, ven^ra-^
eben ihm den Besüz von Lauenburg und Rataebnrg; daza
erhielt er die Sehirmvogtei von Lübedc. In dieser Stadt
vereinigten sich die Yeriiündeten und aogen dimn dem
König entgegen, der bei Bomhöved tagerte.
Hier an einer fiär Hoistetn denkwürdigen Stitte wurde
die entscheidende SeUacht geschlagen am Tage der hei-
kged Maria Miagdaiena (im J. 1227, Juli 2!^. SesoMfef^
der Abfall der DMaiarsdien , heisst el, hat den Sieg der
Dentadken entoehied^. Spätere ÜbevUefening hitit :aber
hier wie in dem ganzen Ereigniss vide« .sagenhaft ana^
gesehtnikskt Die Sache wür gross gea*g um die Gemü*
ther des Volks auf lange au beschäftigen.
Nur mit Noth soll Waldemar das Leben gerettet hgken.
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Stach dieser Niederlage leistete er Versidit auf «He FIflne
die ihn biiiier liescUfkigt hatten. Km daraof (im J. 1229)
iddoss er nil Graf Adolf einen Vertrdg^ in dem aie sich
gegenseitig Hflife verspraoben. Graf Albreckt aber eriuelt
seine Freiheit gegen die Obeifabe von Lauenbnrg nnd rer-
Hess das Land, dasa*, der dettscbe 6ra^ als 4lnischer Vasall
regiert hatte. 'Also wnrden des Tiges die Lande gddst von
der Dftnen Gewalt; des sie alle Gott gi^en Lob und Ehre'.
In H<ritetein und in Lübeck aberHeferte man auch den
Nachkommen das Andenken des Tages. Hier hat man zum
Dank iür den Sieg ut der 6teHe der dilnschen Burg das
Ifarien^-MagidalenenUoster erbaut und ein eigenes Dankfest
für den Tag eingefthrt. Auch Graf Adolf hatte den Bau
eines Klosters und selbst den Eintritt in das UMerMche
Leben gdobt und hat <Ues Versprechßn sRäter erfWt.
So haben die NitlebeHden die Bedeutung des Ereignis*
see wohl gefithlt und nach dem Geiste der Zeit davon 2eug-*
niss geg^en. Bs ist auch entscheidend gewesen nicht blos
für die Geschidte 4es nordaibingischen Landes sondern fOr
die Ektwickelung des nördlichen Deutschlands tiberhniipr.
Holstein; Ditmarschen; die Handelsstädte Hamburg und
Labei^^ dam die Sidkttslen der OMsee wnrden dem deut^
sehen Leben wiedergegebra. Die dänische Übennacht wi^r
für ^e lange Zukunft gebrochm. An ihre Stelle tritt
ein fnäphtiger. Auischwmig des dentacb^n Elementes hier
wd xon hier aus im Norden und Osten von Europa.
,Ks knttpA sich dieser zun^kvit ,an die beiden Städte
des holsteinschen Landes, deren gUnzend^ Zejt d^en jetzt
begannt. Wemgstens der sAgemeine Charakter ihrer Ent*
wickeluug mu/ss Uer angedeutet werden.
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Ltibedi ist gleich nach dem ersten Umsdhwnng der
Dinge lebhaft bemidn gewesen sich eine unabhängige Stel«'
lung zu sickern. Es Hess sich von den Grafen Adolf und
Heinrich und spftter auch von Herzog Albrecht beurkunden,
dass die ihnen geleistete fUMe nur eine durchaus freiwÜ*
lige sei und ihnen nicht Ton Rechtsweg>en gebtihre. Noch
während des Krieges erlangte die Stadt auch vom Kaiser
Friedrich 0. eise volle Bästfitigung 3irer Freiheiten und
Rechte (im J. 1236, Mai), und bald darauf (im Juni) f>e
er die ausdrücMiche Bestimmung hinzu, dass Lübeck 'stets
frei sei d. h. eine besondere Stadt und Platz des Reibhes
und zur kaiserlichen Herrschaft (dominium) s(^eriich ge^
hörend, zu keiner Zäit von dieser besond^n Herrschaft
zu trennen'; zugleidi v^ügte er, dass nur einer aus der
Nachbarschaft zum Sohirmherrh ernannt werden solle, und
zwar ein solcher der auch ' die Feste TVavemünde zu ver-
writen habe; er erweiterte und 'bestimmte die Grenzen
ihres Gebiets, gab das Mttnzrecfat, Freiheit von ZoH zu Ol**
desloe utid andere Erteichteirüngen und Sicherungen des
Handels und Verkehrs. -* Bei der eintretenden Minder
rung des kaiserliehen Ahsehns in DeutscUatid, hatte dM
Stadt Beda(?ht zu nehmen «ich- diese Rechte den benach-^
harten Gewalten gegenüber zu bewriiren ; sie strebte ausser-^
dem besonders nach dem -Besitz von Travemünde, das de^
Freiheit ihres tlandeis tdcht Gefahr bringen konnte. Her^
zog Albreeiit,' dem Mrghrend des Krieges gegen Waldemtn*
dils Schirmirogtef eitfgerfttrürt war, hat dehLübedtern diese
Feste zum Dank fttr geleistete Dienste übertragen. ' Alteih
ß^iftf Adolf, der sich im Bfesttz beftind oder diesen als iseili
Recht in Anspruch liähiti, War ilamit trenig zufrieden^ unsd
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87
m kftia w ei&eM liri«ge, in den Adolf wk sogur pnift
K«iiig WaUeMar f^gea die Stadl varbiMete «od e» zu«*
Uess da$$ densebe Befortigiuigeft an Amt Tr«ve anlegten
LybeA UmpAe gegM di« Bauen gMcklieli k«f See, war
^ber dech dem Grafon nieU gewaobaan; ao dasa diaaer
m liergealelllen Frieden (im J. 1235) dM Beailz von Tra«
veaülnde bebauj^tole und für ac«jie Anaprttche auf die ßtadt
von dem Kaiser 5000 Mark eriiieU. Hai^MiDUieli dea^
halb^ wie ea acheinl^ Übertrag spätar Lübeck den Söhnen
des Grafen die Verwallong (nn J. 1247)^ und erkiett nun
¥on ibnen fiilr die Dauer derselien jene Bnrg an Händen.
Ansaerdem wurden der Stadt mehrere Dörfer nnd fiütnr.
m der Nähe verkanft nnd ihr Gebiel dntecb aUmftU«
d>gemndet
Die Verfaafling der SladI war jetat beHimmi auignhilr
det Bin «Bath ana den freien gmndbeiilsenden kein Hand^
werk treibenden Bürgern genommen , dessen Niti^ieder
feonanlaa) l^nnaUing^ch nnek fi^stengüMonggewUUl, je^
doch nidit bniter gMeh aaUtfeich waren^ der die stfidti«*
sehen Angdegenheüen^ die PoUaei und eine gewisse Ge*
riohtabafkelt übte, und das Beoht hatte iuM^halb diesea
Bereiche AnordslM^en) Küreny zn treffen. An der Spitae
denidkien weaiipstens apftter zwei Büi^enneiatar, ausser^
dm einaeiflie mt besonderen Geschäften beanftrtigt, .^ab
Kämmefer^ Mairktmeiatet; Weddemeiale#u«#.W. Alle dritte
Jabr war der einsdne von diesen^ Geachäften frei; ein be*
aünunler^Theil waid dureh dii^ soigenadntekJniaetmiig kienM
erknre»; ein zwmtaa DiMel stand ^ihm mitwürhend zur
(Mte/undia besötideren Fäfleh tkoiMIta ^anA die* andnmi
welehe^ nicht sitzende Hitgisder waren ^ Mgnaogenwer^
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9S
Abb* Oem RaA ^tür SeHe stand ein Vbg[t^ der j#W nodb
als ein Beaftter am Kaisers erscheint wd in sein^in; Ma^
men die eifmtUeke 'GerieMabarkeil austtlraii aoK. We«
senflich verschieden ist der Schfrmherr, dem der Kaiser
seine altfeindnen BefügnisM der Stadt gegenAer anftrtfgf^
dM diese ab«r ni der nädislea Folge sich auch wolil
selbst ervrilhlt hat^ indem die YenrailiHtg (administratie)
oder der Sdmmi (tutela) der Stadt einem der beliaehbarlen
Fttrsteil thertragea wird. Dieser hatie dann tiber die
Vogte» m verengen^ ttnd die hobteinsohe» Grafen haben m
jener SteHong der Stadt ^e YoUe GericUsbarilieit' gegen
eine Entsehädigiing von 100 Mark hierfttr widfür die Ans^
«Nng des Miiia^e^ii tbeiiassen (in J.. 1247). Hinfort
war die Vogtei ein städtisches Amt, das auch iltr Cbld
ay|Ahriieh verliehen wurde. Neben- diesem Vegl soHlen ^ach
silüterer IBestimmimg awei voat Rathe a« derieht silzeii*
Das Recht der Stadt, wie es sioh aaf dem 6ru*de. der
von Soest tlhertn^«eDeil Bestiümongen gestaitH' haAey ist
seit dem Anfang des ISten JahrhuMleMs schoriftllBb au|ge^
zekdinet worden;- doch vaUsitagesmieh atcAerAiisbäduhg
durch die idmidiger/Übiingi und durch, die AnIraiHliing
jenes Rechts der Kflro: welches (fem fiaiUie zwiaiid. EA
wurde in dar nüMshuAeii Folge häi^ auf ^Mifiteinadie ^nd
andere benachbarte StidtCF tibertragian; afmerdcmTerbreiH
tete es sich besonders in den Städten weldie audenjen^
s^gen Ktstm der Ostsee «ibfblüfaten und in>. enger Halir'.
delsveirhindiing 1 iiitilAlhecfc stände», dfur ^eben haosdovcii
die Gnindiiagen eines stfidtisdhei Geaa^wesens finr einon
weiten Umluieis darbot, und dann ais Oberhof fir* die ailt
seinem Recht bewidmeten Sudle fortwährend einen Aiehl
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8»
mAefcutwidon BMmb sttoh auf das woilere ReohtoM^ra
dMMHMn aMttte.
AUerings hat sMi LMmd jetaet nOUuHämäg entwickelt,
Lttbedv Colonie an der preuaaiichen Kttate Blbing hat
sieh dem dentalen Orden nnto^orfen, und andere Grtin-^
dangen die man hier Tersncble sind nicht gediehen. Doch
hat der Verkehr mit jenen Gegenden in Ltteck seinen Mi^
telpiinkt bdnHen; Ton him* schiflton die Krenzfriirer hhi-
tfkr irdehe den Kampf fttr die Verbreitang des Christen-
Ihvms foitsetitten, nnd hier Sünden umgekehrt die Pro*
dncte joier flegenden ihren StapMpiatz. Altes was den
Handel fordern hdnnte lag den läheAetn hesonders am
Heraen. Für Freiheit oder Mindf mng von Sollen vnd Ab^
gaheii/flir Aufbebing des Strandreehfe, füir die Erlangnng
tim Ftivilegien imd RechtSB snid sie unaUisaig thitig:
darüber schkttsen sie Vörtrigemitdcüheiiaehbarten dent-
sehen und wendischen FArslen^ snd Messen sich in den
MrfiaAen Staaten, in dem tarnen Bnasiand wie in Bng>-
lanid Holland und Fkndem wiedtfholt bedeutende 2n«e^
slittdittBse verbriefen. Der Verkehr den Ulbeek vermit-i
tdle hatte eine europäische Wichtigkeit.
Mdten Lübeck ist HiHiburg emporgekommen. Es ist
dbn hotsietascfaen Grafen verbUeben^ dock hn Besits b^
denlendbr Freiheiten. Bigenticb mnd es urspriingliok zwi^i
Slftdte, die AUsIftdt (dsn spätere Petrikii^bspiel) und die
nene Stadt (Jaeobi- Nicolai-^ und Gaihwiiienkirehspiel)i
hervorgegangen auä der NiedoiasaMng des Konrad ifm
Bninenbwrg ^ttnd seinei> fienoseen an der Alst« M den
Zeitfein. Adolf HL, welche glw(h mit besonderen Rechten^
freien Hobtätlen, Erlass d^r g^ohtlioben GeßUle; %oH-
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fireikeit u. s. w. ttttigerüstet worden war. Kaiser Friede
rieh II. hat noch beiden gesondert die Biedite bcäHliti^
weiche sie von den faobleinsdien Grafen erhalteB halten.
Früher haben sie auch getrennte Verfassung^ verschiedene
Radhhiuser und anderes gdbabt Dodi sind sie danii bald
au einer Gemeinde veriMinden worden. Das älteste Slidl«
^bebuch (aus dem J. 1348) ist bereits g^metnscliafilieli.
Die Rechte weldie der Erzbisohof in der Stadt gehibt
hatte verkaufte Gerhard II. den Grafen' seinen Yerwaiii*
ten, nicht ohne Widerspruch des Domcapiteb ssn Bremen,
das aber hier nichts weiter lerreicht «u haben scheint.
Die Grtfen gaben (wl J. 1258) der Stadt die volle Ge^
richtd)«rkeit auch in der aiehsten Umgebuiig; so dass ä»
hier sogenanntes Wmtohbädspecht geniessen soUtb. Die Vojg«
tei bheb noch inihrm Händen*; abier sie verlor im Laof
der Zeit alle BedMlaiig, »dem. die zwei Rathmänner, die
antii Uer neben d^n Vogt dem Geridhte vorsassen^i^b die
eigentlich^, mohter erschienen und jenem wenig ^c« Ümm
Uessen als die dem Grafen geUlfarenden Antheile an dm;
Brttchen und Bussen zu erheben. Die VerfassungdesBan-
thes war der von Lübeck ganz entsprechend, nur daJE»
eine Zeitlang (bis zum J. 1292) all^hrlich zwei BaOman-
nen ganz austreten mussten; was später der Übereinkunft
aler «berlassen wurde, so dass es un^^erbldiben odbr avdk-
vier öder sechs neu gewählt werden koÄriten ; > der BüN-
germeister ww^ sefit dieser Zeit vier, die oDjAriteh zw«
and zwei in der Amtstätigkeit wediseltm. ''Überhäuft
#ar das Recht Hamburgs auf >das r(m faübeok bi^gifindet^;
wlas freilich nicht ausschloss, dass - sich in« Üen Hei^ts-
grundsätzen eigenthttmlidte und idte > BastiilitMngen er^^
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kieiteii. Die fthmten AvfzeMnmgBii sind aiu der lele»*
ten HälAe des ISten Jahrlmnderto (von den J. 1270. 1276.
1292). Mekrere norddeuisfihe Stftdie sind auf Hanbiirgclr
Reeht gegründet, einzdoie hMtemaeke wurden mit itarem
Zugrecht auf Hamburg verwiesen, für den Fall daas ihre
Grafen rieh mit Lübeck in Streit banden aolien. Denn
Hamburg wair eben doch eine hokteinacfaö Landeladt; der
Herrschaft (dominhni) dinr Grafen über die^StMk wird aM«
drücklich gedacht; in ihrer Nühe baute achen Adolf IV;
wieder eine Burg. Sie leistete Hülfe bei Kriegen und
Fehden , zahlte grössere oder kleinere Aunmen bd ¥er«*
mählungen Reisen und andern Getegenhmten; sie gehörte
eben rechtlich zu der Grafschaft.
Aber die Stadt war nicht gehindert nach aussen hih
eine durchaus selbstfindige und erfolgreiche Thütigkeit tu
entwickeln. Are Handdsveii^indungen reichten auf der el^
nen Seite nach England und Flandern, nach Norwegen' uild
Dänemark, wo die Hamburger Ähnliche Rechte wie die
Lübecker erlangten, auf der andern Seite in das brnwe
Deutschlands, wo sie den Verkehr nach der Mark, ft^aun^
schweig und nach den westphälischen und rheMscheil
Stftdten v^frmittelfen. Von den Fürsten erhielten sie Frei-
heiten und Vergünstigungen, mit den Städten traten sie
fai Bündnisse '«um gegenseitigen Schutz und zur FörIcK
rung gebieiiisatiter Zwecke. ' . »« / ;
VornenAich Lübeck und Hamburg sind frlAi sdim
durch gleicht Einrichtungen und Intei^esseu zu ^n^ret
Verbindung veranlasst worden. B(öreite am Anflmg d^s
13ten Jahrhunderts rfiutait Hamburg den LCAyecker'Bür^^fern
die mit ihren Wauren in die Stadf konntfen dieselbett Redhte
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9«
wie den eigenen Bltargem «in, wobei die GegenseitigkeU
ausdrücklich bemerkt wird. Später (im J. 1241) sehUessen
die beiden StAdte einen Bund zor Sicherung der Strafen
zwischen den Mündungen der EHie und Trave^ und setzen
zigleieh fest dass die aus einer Stadt VerwMsenen es auch
aus der awieam sein s^en. Dann (im J. 1255) ward ein
Schutzbund Trutabündniss, zunächst auf drei Jahre, eidge*-
gangen, und ähnliche Verträge sind elme ZweiM mehr-
fach erneuert und wfitw ausgedehnt worden.
Die Kauflente Lübecks und Hamburgs nehmen einen
wes^i^ichen Anthdt an der Genossensdiaft des sogenann-
ten gemmen Kaateomis, der Kaufleute voiä fidmisohen
Reich, welche sich hauptsädiiidi an die gemeinsame Nie-
derlassung auf GotUand ansphliesst und bald nicht blos
für den Handei der Ostsee, aandem auch für den Verkehr
mit Norwegen England wd Plaudern eine bedeutende
Wichtigkeit erlangt. Auch in diesen Länderu hatten .die
deutschen Städle g^neiasame Niederlassung^ oder Haad-
Ji|ngs<;oii^toire, welche besondere Privilegien erlangten,
eine. gjldaaiMssige Verfassung hatten und früh schon iu^
t«r d^tt Namen der Hansen bekannt geworden sind.. Die
VerUndiuig der Kaufieute wirkt später lauf die Städte zu^^
rück denen sie angehören, und die j^um. Theil voiiier
sdh^n -ift nähesen Beziehungen m einander gestanden {la-r
ben; und eme grosse Vereinigung uorddeiitschWiHandelfH
slAdte wM auf. diese Weise aagebahot, Me dfum ein Jahr-
hundc»^ später sich z« der umfassendsten und glänzendsten
Wirksamkeit erhebt und als deren JMitte^ünkt eben dvs
beiden Seh^westerstädte des nordalbingiscbeA Landes ^-
scibeinen, die^ kaum .eine Tagefiihirt . auseinander liegen
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§8
von jelBt an 4ie Ost- und Nondbee mit ihrem Ver^
kehr Verbioden.
D« die Kaiser and die Khrefae afaüesseft den deutiohen
Eimtbaas im Norden geltend zn machen^ haben die äUMle
ihn noch ejnnal mit Kraft mid Erfolg vertreten. In ihnen
hat der sädwisdie . Stamm des nordaibingifidien. Landes
jetAt die Stätte fiär eine Wiriuramkeit gefunden, urie sie
der Kraft und Energie seines Charakters entsinracb. Ohne
den Bor nhöreder Sieg vtiSare dies nimmer m^g^ «enre*
sen; 4ies«r hat au^h hierfllr die Brim HiM^t.
I>#si^Ibe Ereigniaa. hat an anderer Stelle xu <aner An»^
biidiuig von Zuptünd^n geftfitt, in denen ein Stanm freier
gruadb^sitoeoder Bauern eine lange Reihe von Jidinen
bindarch sieb kräftig, aber in sieh abgeschlossen, bewefte.
Die Ditmarscben sind nach einem unrtthigeti Wechsel
fws^icber Herrschaft^ der sie sich doch niehi gw%. an
entziehen vermochten, nun an em^ mrtr stätigeii Ver«-
bindiu4[ mit dem Bremer EriAisthnm gdwgt: nuf diese
Bedingiwg hin soHen sie äu-e BfUfe in der Bomh(>^eder
Schiacht ««gesagt habisn. Der dumdige sätdisisdie Her*-
zog. Atbirech!! hat jeden Ansfiracb den er anf DtaiafsAen
und di0 Stßder Grafi^aft habm. modite ausdrüeklieb iü^
iQn lassen (im J. 132S)^ Graf Adojf von Hotatei» hatte
dasselbe sehen . vorher gethan, und anr die fiebere Ab^
gjibe ist ihm auch jeUät veiMieben.
Diei.Bochte aber welche der ErzUschoC übte Wifigmi
Qjcht iidwi^. Sr ernannte einen Vogt oder sf^fter meht-
T^r^.(w^sl m i' 1281), vier oder lünf, ivelche die Ger
irichtfibarkeit hatten. Da sie aber ans Eingesessenen ^
Landes genommen wurden und ihre Stellung meistens erb^
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04
li^h' niftchten^ so waren sie mit der Gemeinde eng ver-
wachsen^ die zugleich Sorge trug ihre Macht nicht zu
gross werden zu lassen. Sie leiteten das Gericht und er-
bibMi die Brüchen^ von denen sie, wenigstens später, nur
eine kleine Summe (25 Mark) dem Erzbisckef zahlten.
Auch die andem Einkünfte desselben waren gering, am
bedeutendsten noch das Willkommen das jedem beim An-
tritt des Amtes gezahlt werden musste, ausserdem der
Ertrm der Ftiiren über Elfte und Eider, einiger Notzun-
gen und des Strandgutes. Wichtiger war dias Recht des Auf-
gebots das ihm zustand, wenn es aueh wenig geübt wnrde.
Das Land zerfiel in Kirchspiele, deren man damals
14 zahlte, und die ab selbständige* Gemeinden ersehei-
nen. Die Vorsteher derselben sind die Geschwomen (swo-
ren, juratt), welche das Kirchspielsgericht bflden. Ihre Zahl
seheint geschwankt zu haben; in Meldorf gab es später
20. ' Auch die Schliesser fslutere, davigeri) werden schon
der älteren Zeit angehören: ursprünglich Kirdienbeamte,
zwei bis vier an der Zahl, haben sie zugleich obrigkeit-
liche Funetionen auszuüben, die sich im Lauf der Zeit tot-
mehrt haben mögen. Da leiteten sie das Kirchspielsgericht,
hatten soNmA in untergeorchieten Sachen eine Jurisdiction,
sorgten für Ordnung und Sicherheit, erhoben auch die
Gelder welche gemetaisam verwandt werden sottlen. Selbst
die Ernennung der Geschwomen ist später von ihnen aus-
gegangen. Wie sie aber bestellt wurden, ist nieht deut-
lich. VieMcht dass sie ursprünglich die Versammlmig' der
Gemeinde wählte, welche früher wahrscheiriich bedeuten-
der war, an die aber immer noch gewisse Sachen gebracht
werden konnten.
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Innerhtib der Kirclispiele slaiideii die eiBseineii Bauer«
Schäften, derea Verbindung auf der alten fast* aHen« deut-
schen Völkern bekannten Feldfemeuigchaft beruht; die An«
gehörigen einer solchen Bau^nsohafty die hieii nicht im-
mer dorfweise vereinigt wehnten, bewiräuiohafteten ihr
Land in GemeineehaA/ so dass jeder an die algeteeine
Ordnung des Anbaus gd>imden war. Es entstehen hier-
aus manche nähere Beziehungan der GemeindenatgUedeT;
die abo* keine» wahrhaft poiäisohen Charakter an sich tra-
gen. Hur bei dem eigenthdndichen EMgericht (der: JSe-
nede) des Volks kann auch die Ba«ernsohaft als solidie
herangezogen werden.
Es begegnet auch eine Hntheilung in vier VöOe* ; aiidi
in den benachbarten Marschen ist der Ausdruck ^Dtiehto'
gebräuchlich für Districte die mit den Kirchspielen nichts
zu ihun haben. Der sogenannte Sttderstrand ist mitunter
als fünfter Thell tnneugezählt worden. Vielleicht enfspre-
chon sie den Bezirken in deneii die Tier oderftlnf Vdgfte
thtftig waren; es kann auch si^in dass sie eriA später efai-
gericfafet worden sind. Eine weitere Bedeutung sdieiaen
Me jedenfalls nicht zu haben; von Versammkinge» des
Vofts ist bei ihnen nicht die Rede, so dass man weniger
sie als die Kirehspiele alten Unterabtheilungen der Ciaue
Tergidchen kann;
Wohl aber gab es eine allgemeine Landesvensamm-
lung, der alten Gauvefsammluiig entsprechend, welche die
Gesammfheit (universitas) des Volkes darstefitis. Sie halte
ihren Sitz in Meldorf, dem Hauptort des Landes, deratidU^
sehe Rechte empfing. Aber sowohl die Zusammensetzung
wie die Befugmsse sind keineswegs klar. Es scheint daas
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die Angesebaiisten der emielnen Kirchspiele, die SeUiesser
und auch die Gesohwornen, mit den Vögten hier, zusala^
menkamen und die attf emeineii Angelegenheitea des Lan^
des berietheii. Aber ee gab Tielleicht doch auch, früh
soho» einen ständigen AvssehnsSy dem Rath det Stttdte im
vergleichen y dessen Mitglieder Ratbiiamien (consides) ge^
nennt werden. Diese ersehatnen neben den Vögten als
die Vertreter des Landes im Verltdir nach mssen; daheim
werde» sie fir die Giesammtheit diesdben Gestbifte be^
sergt haben die in den Kirohqiielen den SeUieesern.i^
lagen. Vielleicht md es gerade diese , weiche vereioagt
als ein allgemeiner Rath auftreten. So werden aaehcon'-
siries vom Setdorf genannt^ die von den ScbUessern kaum
rerscUeden sein können.
Es wird ensihlty dass ritterliche Geschtechlery wie die
Rerentiowiuad WaistiMrp, ans dem Lande vertrieben seien,
als sie einmal dul*ch Rinb^eten den Ajabiss zu einem Krieg
iint Hamburg boten. Diese Nachricht des spätem holsleiii««^
sehen Chronisten ist aber wenig verbürg^ und nur soviel
erbeut y dassJRitter^ wie sie hier frCAier genannt werden
(njock im J. 1265 und 1286), später nicht mehr im Lande
wohnten ) sei es dass ßie das Land verUeasea o4er jede
Beverreehtignng verloren, so dass die freien Gemeindega*-
nossen sämmtlich als gleich angesehen werden solltan.
Die Reventiow waren früh in Holstein wie in Ditmaivwhen
angesessen,, and sind hier vielleicht weggezogen wegen
eiiMr Todschlagfls^aebe die sie mit eiaiem andern GeseUechte
hattoi. Sie nahn^n ihren Sitz in Wagrjen, wo auch das
<tut der Walstorp b^gen war; And^e die genannt wer*
den erscheinen als bremöscbe Ministerialea, die das Land
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mttmeii mochten/' ab der Eiiiflttss des bsbisekofs Jiitiiief
mehr snrücktral.
Die GSlederwig^ des VoBfiS nach Geschlechtern (slachten)
imd deren AhtbeSüngen (Uoffo und brodertihemede) hat seit
lange ein besonderes Interesse' erregt. Ihre Entstehung
aber und späteren Verhfiltnisse staid doch keineswegs dent--
lieh. Wenn einzdne Gesohlechter wie die Vogdemannen
nnd Woldersmannen gross und weitverzweigt im Lande wa-
ren^ so schehien andere von bedentend geringerem Umfang
gewese)a su sehi; In dnzehien Kirchspi^n werden ihrer
w^gstf^s fünf m^Bkix genahnt. Dass es dreissig gab ist
deadich^ keineswegs aber dass es überall nicht mehre wa^
ren. Im allgemeinen hatten diese Verbindnngen des Yol«*
kes aber mit den Eintheilungen des Landes nichts zu Ihun,
somdern sie zogen sich durch diese hindurch ohne sich mit
ihr^n Einriehtüngen zu berühren. Es ist m5glieii dass
der Yerbindüttg der Geschlechter ursprftnglieh wirkliehe
TarwandtsckaMiche Verhiltnisse zu Grunde liege»; doch
sind^diese später jedenMs zurückgetreten: in den Rechts-
denkmälenr die von ihnen handeln erscheinen sie als Ge-
nossenschaften 'von bestimmter Bildung, aber mit Rech»
len und Pflichten wie sie früher den Familien obgelegen
haben. Zü-'^chntz und Beistand vor Geridit, namenäich
bei dem Bidgericht (der Nemede)^ dann bei der Zahlung von
Bussen, aber auch zur Rache waren die Gesohlechtsvettem
verpftichtet. Die Vogdemannen, die eine höhere Stellung
einzuKlehmen scheinen, httlt man nicht unwahrscheinlich für
da^ Geschlecht welches dem Lande seine Vögte stelha. Als
minder verbürgt er^dheint der friesische Ursprung der ih-»
nen in i^iner Familientf adition beigelegt wird. Man hat auJP
L 7
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9»
die Bim^mwleraiiff friesischer FamiUeii hier cenrifls .m.m
grosses Gewicht gelegt; die Verwandtschaft 4ed Volks mU
den Friesen beruht auf «ilter Slf^inwiesTerwaAdtschaft/ nicht
auf spätrer Mischung. Bessere Kimde im IMohhMi und in
der CuUur des Marschbodens wird immer* manche GolonislM
aiiph hier in das Land gebracht. haben *,.. i^uf den,Charakt«i:
des Volks un4 seiner Verfassung haben sie aber schiwerlicb
einen bedeutenden E^nfluss g^bt» — Man ist nicb^. berech-?
tigt die bestehenden Ordnungen DiUnar^cl^ns , unmittelbar
auf die fiteren Zeiten des deutschen. Volkslebens izurtipk«
zuführen. Sie zeigen aber wie. altgermanische Grundlagen
s^h im Rßcht und Sttif^t ^erhalten und ihr^ bydonde Kraft
auch noch in späterer Zeit bewährt traben.
Das ist überall der Charakter des ditmar/^qhistchen Le))ens»
]aiecht und. ßittO; die Acker- un4 ^i^ Landesyerf^ssung^ r^T
hen aj|f demselben. Boden, dei^. die Vermtnlnse 4v^ ai§^
derdeitfschen.Stfunm^ in ijüAester Zeit getragen. ;b%t; al|efi
ist in ungestörtem Wach(»thuin geblieben. AiU^h nnter der
fiirstli(4en Herrschaft hat sich die Freiheit der F#rse«ieB
und des Bigens ei^httlten ; nur einzelne Güter md 4ft gcistr
liehe Stifter oder fremde Fürsten gekpnaWiBn* Die Sifirich-
taugen eine^ alten Gemeind^wesens. sind g^bKqbea o^er
neu. gebadet; und sie tretjen nun wieder bedi^u^der hfr-*
vor> da die Herrschaft vos^oben an Binflnss abnnnmt. D«i
Volk hat aud) den alten selbständig^^ troib^ugßni fai^t»ge«*
wf^tsamen.Sinn behalten^ der sich in F^den mitHa^nburg^
in Kämpfen mit den holstfjinschen Grafen noch öfter. Luft
macht; der aber auch die einzahlen GescWecbter oder Kirchs
spiielp nicht selten g^gen einander Iri^t oder doch ge^
trcjnnte .Wege gehen lässt/ so dass 4ie Einheit schwach
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uad für eine. h()iMre politiflche £stvrickeläng angentigend
ecseteial.
Aber wih sa kaben die Ditmarscben alleo Nachbar«
md dem eigeoeii Iform Schea eingeflösst sie ia Arer her-
gpfteacUrä Freiheit afizutafiten. Zu einerZeit da in Deutsch-
land dUs Fttn^nlhnm fairt überall im Steigen war, da die
friesisdien Gemeinden zum TheS der iGewalt mädilager Her-
ren eriageU; da ausserdem DienstbariLcit und Leibeigen-
schaft sich immer weiter verbreiteten, findet hier die Baacm-
freiheit eine Stätte da ;sie sidi enkäll und wo sie, gestärkt
durdhi die Fortdauer eines idten volksmässigen RecUssu«
Stundes, neiie Ordnungen in das Leben ruft die eincB be^
deutenden Fiats unter dett Instüntionen der gehnanisehen
StltaKae einnehmen. Die Gescluchte hat es w^ zuerst
herVoniuhidieri, wo eine Einwirkung weithin auf grössere
Kneise g^üht wird; aber es ist ihr. Recht auch da 2u ver-
weilen,, wo in besdsrftnkten Grenzen und in stSIer Abge-
sdtedenbeit eine ViSkerschaft alle Bedingungen eines selb-,
atlndigien gesuden Lebens zu entwiekda und gegen Störung
durch fremdartige Einwirkungen glücklich zu schützen weisst
Selten findet sie beides so nahe benachbart wie in den
nordalbingischen Stiidten und d^ ditoiarachischen Landschaft.
Auch ein anderes Ueineres Gd»iet ndffdlich der Elbe, die
sogenannte Haseldorfer Marsch, welche sieben Kirchc^iele
umfosste^ ist dem Erzbischof yon Bremen verUieben f friiher,
wie, es scheint, ein Theil der Grtfsebaft Stade, die, auch
abgesehen vem Ditmarschen,. als die !(kafftchafti)eidßr Ufer'
beoannl wird. Selben am Ende des 12|ten Jahrhunderts
(im J. 1187 und SL) wird ein Ministerialis der bremischen
Kirche Friedridi von HaseKhorp genannt^ der ohne Zwei-
7*
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fei die dortige Burg und wongstens eiReii Theil der BiA^
kflnfte empfangen hatte; eine Stellung die seinen Nachkom-
men verblieb, dann aber auf die Barmstede flbergüig. Es
ist rin enges, doch fruchtbares Land, durch den Strom der
Elbe und die Fluth vericürzt, abei" gleichwohl nicht ohne
Bedeutung auch für die politische Geschicfate des Landes,
bis es später dem übrigen Holstein einverieibt ward.
Dass auch die Kremper und Wüster Marsch früher dem
Bremer Erzstift gehörte, ist nicht zu erweisen. Erst ver-
hältnissmässig spät scheinen beide eingedeicht und voll-
ständiger angebaut zu sein. Seit der lütte des 13ten Jahr-
hunderts werden die beiden Hauptorte als Städte genannt,
früher in der Wilstermarsch die Sitze mehrerer ritterlicher
Geschlechter, Wüster seQ>st, Brockdorf, Beienfleth, KnmH-
mendiek. An der linken Seite der Stör bei Itzehoe hat^
ten die Stifter Neumünster Segeberg und ReinfeM Besitzun*^
gen, welche sie durch Colonisten anbauen Hessen. Die
Kirchspiele der Marschen hatten fast alle, wie es bei holfi-'
schem Recht gewöhnlich war, Schulzen und Schöffen zu
Vorstehern.
Von geringerer Bedeutung sind die Verhältnisse der
kirchlichen Stifter, wie sie sich jetzt nördlich der Elbe ent-
wickelten; doch entbehren auch sie nicbt aUer Bigenthüm-
lichkeit.
Die Verbindung des Bremer Bisthums und des Hambur-«
ger Erzbisthums ist im Lauf der Zeit eine so innige ge-
worden, dass man häufig die verschiedenen Eigenschaften
des Inhabers nicht mehr unterschied; seit dem 12ten Jahr-
hundert ging wenigstens der erzbischöfliche Titel auf Bre-
men, den regelmässigen Sitz des Kirchenfiirsten, über. Aber
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die Domcapitel waren getrennt^ und es kam bald su leb-
haften Streitigkeiten zwischen beiden eben über den Titel
und die Rechte sowie über die Wahl des Erzbischofs. Die
Entscheidung (vom J. 1223) bestimmte, dass die erzbischöf-
Hche Würde und Titel bei der Bremer Kirche verbleiben,
dass aber die geistliche Gerichtsbarkeit über die nordäl-
bingiscben Gegenden, Appellationen vorbehalten, der Ham*
burger Propstei zufallen solle ; nur Kiel scheint später un-
mittelbar unter dem Erzbischof gestanden zu haben. Das
Hamburger Capitel soll durch drei Mitglieder an der Wahl
des Erzbischofs theänehmen« Dieser Ausgang des Streits
hat in der That das Hamburger Erzbtsthum in seiner alten
Bedeutung völlig aufgehoben; die Gewalt über den Nor-
den, die Karl und Ludwig dieser ihrer Stiftung beigelegt
hatten, war schon vorher genommen, und die Versuche ein-
zebier Erzbischöfe sie vviederzugewinnen sind ohne Erfolg
geblieben; auch die neue Gründung des livländischen Bis-
thums hat nur kurze Zeit in dem Verbände mit dieser Mut-
terkirche gestanden.
Zu den wenigen Bisthümem, über welche sich nun die
erzbischöfliche Gewalt von Bremen erstreckte, gehörte das
von Lübeck, welches Wagrien und den grössten Theil der
alten Mark umfasste. Der sächsische Herzog versuchte hier
auch später die Rechte geltend zu machen welche einst
Heinrich der Löwe über die wendischen Bisthümer erlangt
hatte. Doch ist er damit nicht durchgedrungen; Lübeck
und Ratzeburg wandten sich (im J. 1252) gemeinsam an
den Reichstag um ihre Unabhängigkeit zu behaupten, und
wenigstens jenem Stifte wurde sie (im J. 1274) ausdrück-
Keh anerkannt. Wenn aber d^ Bisdiof 'auf diese Weise
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für seine Person tind seine Kirche die Stelhing eines reichs-
iinmittelbaren geistticlien Fürsten erlangte, so blieben da-
gegen die Besitzungen zu Bosaa Eutin und anderswo im
wagrischen Lande unter der Hoheit des Grafen und ge-*
nossen nicht einmal »llo die Rechte welche die anderen
geistlichen StiR&r im Lande hatten: noch um die 'Mitte deis
13ten Jahrhundetts behauptete der Graf die Gerichtsbarkeit;
Dies und die Schut^gewalt welche er über jene Besitzung
gen hatte, dann der Empfang bischöfiicber Zehnten und
Gikter zu Lehen, hat jetzt und spätei^ zu läbhaften Streitig-^
keiten Aiilass gegeben. Auch an den. Sitz des Bischofc
fand dieser bei der Bürgerschaft «nd dem Rath yielfacheil
Widerstand, sobald er seine geiMlichen Befugnisse atisdeh^
nen wollte. Dass an dem Erwerb politischer Bechte hier
nicht zu denken war, ergiebt sich von selbst.
Die südlichen Elbinseln, welche damals noch zu d^
Grafschaft der Schauenburger, zu Stormarn, geborten, der
Ochsenwerder Altenwerder und ein Theil des Fisakenwer-*
der, standen unter dem Verdener Bischof.
Nicht wenige geistliche Stifter hat das nordalbingische
Land aufzuweisen, besonders innerhalb des lübecker Spren-
geis. YicQlins Stiftung zu Neumünster hat sich freilich nach
des Gründers Tode von Lübeck getrennt und ist unter ei-
genen Pröpsten unmittelbar unter den Erzbiächöfen geblie-
ben, von denen es wiederholt eine Bestätigung und £r^
Weiterung seiner Freiheiten und Besitzungen erhalten bat;
auch dem hamburger Pomcapitel war es nicht unterwor-
fen, sondern übte in einem kleineren Kreise dieselbe Rechte
die diesem anderjSwo im Lande zustanden. Ein Nonnei^
kloster, das nnt dem Stift der regulirteti Ghorherrn ver-*
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103
banden worden war, ist unter Adolf IV. entfernt und viel-
leicht nach Neustadt verlegt. Segeberg blieb unt^ Ltt-*
beok: Daztt k^mi durch Adolf DU. RefaiflshI (im J. 1166^1189);
dann dotirte Albre^tt von Orltmünde; vieDeichl auf deni
Grund einer ^ftkern fcirchlicheh Pundutieti^ Preetz (hn J.
Ii2l^i&)y dM Graf Adolf mch seln^ I^k^kehr bestätigte
(im J^ 1826). Auch diese drei filier hatten in mehreren
benachbtrteii Kirchspielen die geiittiehe Gerichtsbarkeit lund
ndere Rechte des Ardhidiaconats. Graf Adolf bescbenktb
avch idas Kloster. Hoibd[e (im J. 1229), welches Awaa un-*
ier deria Nnnenlleiidiieck bekannt und zwennal rerleft wurde,
befbrderte die Übertragung des (im J. 1177 gestifteten) S.
Johanftisklosters zu UObeck nadLCismaf, und bot noch später
seine Unterstützung^ zur Ehdcbtung eines Nonnenklosters
SU 'Harvstdisde diebt^ vor deuThocen vonHand)urg durch
den dortigen Vogt Georg, das nachher mitsamint seinein
Nam^n an die Alster verl^ wurde. Heinrich von Bärm-
stede aber, das Haupt dieser angesehteen und reichen Fa«
mih^ stütete fiost um dieselbe Zeit das Klester Ütersenl (im
J. 1335—1237). Des Kloster zu Itzehoe soll frühei* zu
Ivenfietli in der Krempar Marsdi bdegen gewesen sein;
um die Mitle des Jalnrhunderts (im J. 1256) hatte es aber
bereits seinen Sitz bei der alten Burg Holsteins erhalten. —
Von diesen Klöstern gehören Reinfeld Preetz Cismar und
Neustadt. zur Itibecker Diöoese; besonders jene drei sind
durch bedeutende Sohenkungen . und glückliche Ankäufe
I|ier. im wdgrischen I;«i|de reiqh und müditig geworden.
Preetz Reinbeok Itzehoe Ütensen; Neustadt imd Harvstebude
waren mit Nonnen besetzt, während Neumünster und Se-<
geberg regidurten Chorherr», Cismar und' ReinCetd aber
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Möachen d«s BenediotUifflr^ und Cjiterdeiiserordras apge--
hörten.
Die Urkunden der Klteter sind uns widitige Quellen
für die illere Gesehiebte des Landes. Aber dankenswerlher
müsste es sein, wenn die Geistüchen uMeser Stifter , wie
ihre Brüd^ in anderen Gegenden , sidi beflissen bitten
die Ereignisse aofzuzeichnen deren Zeitgenossen sie* wluren.
Es ist dies &st gar nicht gesdidien. Seit Hdmold Yen
Boten seine wichtige Geschichte der ^vai geschrieben
hat, sind nnr lübecker Geistliche auf dieseni Wege naoh^
gegangen, und wo Arnold, der Abt 4^» • dio(rlig>en Johan«^
nisklosters, seihe inhaltsreiche Portsetznng der tdaTfschen
Chronik sdiliesst^ ist eine grosse Läcte griiUdien, weldhe
die spitem Stadtchroniken nicht auszofililen yemochlen.
Hamburg hat in dieser Zeit an gesdnchäichen Werken
nichts geliefert.
Neben den alten Orden verbreiteten sich im ISten Jidir-
hnndert die neugestifteten Minoriten (FramEiscaner) nnd
Prediger (Dominicaner) mit Schnelligkeit auch über diesen
Theil Deutschlands. Gerade die Bomhdveder Schlacht gab
den Anlass dass bedeutende Stiftungen zu ihren Gunsten
unternommen wurden: zu Lübeck das Kloster der Maria
Magdalena, ein gleiches und ein Kloster des Johannes
zu Hamburg, das erste durch den Grafen Adolf erbaut,
dem auch das spätere Marienkloster zu Kiel seinen Ur-
sprung verdankt. In diesen hat er seine lezten Tage zu-
gebracht, nachdem er vorher zu Kaiser Friedrich H. nach
Italien gegangen (im J. 1231— 12%), dann (im J. 1238
und 1239) einen Zug gegen die heidnischen liven mitge*
macht hatte. Die Nachkommen erzählten, wie der ange--
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sebene und zotetst itej^'^kdie Graf dort ia frdwilliger Ar^^
muth die ni^drigslea Beflchäfttgungen nicht versehsiiktle;
um die Demuth seines Herzeis darzulegen.
Die letzten Jahre dieses Grafen^ des vierten Adolf, und
die Zeiten semer Sdhn^ sind auch für Holstein t« grosse^
Bedeutung. Wie fast überall im Aheadlande zeigt sioh
auch hier um die Mitte des Jahrhunderts ^ AbsdAiss
froherer Entwickelungen, ein Übergaiig in neue ZuAände
und Verhältnisse. Es ist eben darum eine Zeit, wo man
gerne auf Früheres zu^üddi&ckien mag, dis nun ziigleioh
die Grundlage für den wdteren Gang der Geschiobte ge«>
worden ist
Eben jet^t binnen auch die kleinen Stfidte Holsteins
nehM dem angesehenen Hamburg sich zu erheben: zuih
Theil noch alte slaTische Orte, zum Theil um friOhere Schl(to*-
ser uhd Burgen erwachsen, wie Itzäu^e Segd^g und
Rendsburg, andere aber auch jftzt mit Rücksicht auf die
Inteteasen des Handels und Yerkdirs begründet. Mehre-
ren derselben wmrde eben von Adolf IV. das Ltteoker
Recht veiiidien, Oldeiibmrg (im J. 1235], Hön (im J. 1236),
ItSEeboe wo jetzt die bedeutendere Neustadt entstand (im
J. 1238), ebenso der Holstenstadt (im J. 1242) welche
zwisdien der Ostsee und dem sogenannten Kyl wahrsehein-
Uch vor nicht langer Zeit durch Golonisten gegründet wor-
den war und nun bald emporblühte; sdion aus der zwei-
ten Hälfte des Jahrhunderts liegt das alte Stadtbuch Kiels
vor, ein wichtiges Zeugniss von der Bedeutung der Stadt
und des stftdtiscken Lebens. Konnte sie. auch nicht, wie
vielleieht die Absiebt ihrer Chrttnder war, mit dem älteren
Lübeck wetteifern, das mm von Hslstein sich getrennt
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hafle^ 80 nahm gie doch früh säkon Theil an dem Ostoee-
handd und der Verbindung der Slädte die sieh ibier und
an der Westsee bildete. Eine ihnllehe Gründung an iet
Kiste der Ostsee war Neustadt (im J. 1242, das LUbsche
Recht beslätigt 1292). Dazu kamen die Verleihungen an Se-
geberg (bestätigt im J. 1260) und Ltttjenbürg (im J. 12'rS),
walmeheinlich auch an Rendsburg, während andere Stfidte
erst im fo^aiden Jahrhundert den genannten gieick ge-
stottt worden smd. Einzelne Nachrichten weisen darauf
hin^ dass auch Bomhöved eine Zeülaaig WeichbMsrecht
auf dem Grunde des UAschen Rechtes gehabt hat. Eutin
verlieh dasselbe der lübecker Bischof Johann von Dis^
nicht ohne Widerspruch der Grafen, die sich deshaft an
das Capitel wandten. Dagegen haben sie zu der spileren
Bestätigung (im J. 1286) ihre Zustimmmig gegeben. -^ Die
Verleihtiug des Ldbscheii Rechts hatte hi^ überldl nicht
blos die Anitahme der privatrechtUchen Grundsttl^ 2ur
Eolge/ sondern sie führte auch zu ^iner ilhiilichm EiU'^
cichtuag der städtischen V^assnng. Dem gräflibhen Vogte
stand ein Räth zur Seife/ der uns dei* Mitte der Bürger-
schaft hervorging und die städtischen Angelegenheiten be-
sorgte^ und der. auch hier in manchen Fällen die Gerichts^
bajrkeit ganz oder theilweise an sich brachte. Wenn die
Stadt die Vogtei ganz erwarb (z. B. Kiel 1317), wurde diese
bald zu einer untergeordneten Stellung i^rahgedrückt, wäh-
rend der Räth und seine Beamte selbständiger hervottmten.
An mandien Orten waren aber gräfliche Sohlösüer^. auf
deren Behauptung grösserer Werth gelegt wurde. Sege**
herg Plön Itzehoe Kiel Rendsburg und zeitweise; Trafve-
münde sind hier von. besonderer Wichtigkeit. In dieser
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Zeit sind ilire Vögle wohl regelmässig audi den an der
Bnrg fiegehden Städten, wo es solche gab; vorgeseUtt ge«^
Wesen; später ^ nnd namentlich w<enn die Stau den Vogt
ernannte^ ist beides getrennt worden; Nor «n kleinerer
District pflegte dann der Barg vorbehalten zu bleiben, der
unter ihrer Jurisdiction stand, getrennt von dem städtischen
WeidiMld. Auth einzefaie HÄfe oder Vorwerke würden
regelmässig mit derselben verbunden und bildeten das Burg^
lehn. Amserdem abar ward aubh das gam^eiimliägende
Gebiet unter die höhere Gewalt denselben gelegt, so dass
der Vogt hier die gräflidien Redite, Gerichtsbarkeit, Er-^
hebuag der Einkünfte, Beitreibung anderer Leistungen der
Einwoliner, wakrzunebmeh hatte. Doch erhidteri sich da*
bei die alten Volksgerichte in den einzelnen Kirehspielen:
bis auf den heutigen Tag sind dieselben in mehreren Ge-^
genden in Thäfigkeit geblieben, wo in ilem 'Ding und Recht'
'diie irommen Holsten' das Recht: weisen. Hier ist get
wöhnüdi ein eigener Dlngvogt thätig, d^r aber mtl den
landeshenikhen Vogt nichts gemein hat. Dieser ist es der
deal Gej^chtsbaan hatte, die Busseia erhob und t&t die Voll^
streiekung des Urtheils sorgte. Sdche Ämter sind meißteüs
Mitgliedem der Ritterschaft gegieb^a, und es sdkeint dasis
sie wenigstens mitunter lehnweise fibertragen wurden, wb
dann emzehie und ganze Familien sich nftck den verliehe-
nen Burgen, von Segeberg, Von Kiel, ve« Travemtindeu*»«^.
naiinten.
Di6 Rittersdiaft behauptet fortWähr^d eide sehr ibe^
deutende SteOang. An der Stelle der alten Geschlechter,
die es mit den Dänen gehidten hatten und naeh dem FaU
von Waidemars Herrschaft itte alten^ÄJllter uttd WürdM
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verloren 9 sind andere emporgekomm^. Die Namen der
Familien setBten sich in dieser Zeit fest; wenn sie aixcli bei
verschiedenen Zweigen immer noch manchen Wechsela un«<
terlageii. Mehrere jet2t noch blühende ß^chl^hter wer-
den zuerst in dmn Beginn des 13ten Jahrhunderts genannt;
nach den Grote (im J. 1189) die Brockdorf (im J. 1230)^
von der Wisch (im J. 1220), RevesEtlow (im J. 1223)^ Rantsau
(im J. 1226), Qualen (im J. 1226), Buchwald (im J. 1236),
Rumohr (im J. 1245). Daneben finden sich, ausser den
oben genannten älter^i Familien, die Beienfleth, IQiren,
Rixtorf, Rönnow und andere. Ein Theil d^selben ist in
Dienstverhältnisse zu den Grafen getreten, die eben aus
solchen Familien die Hofämter des Truchsessen Schenken
und Marschalls beselzten, neben denen initunt^ auch ein
Kämmerer vorkommt.
Der Truchsess (dapifer) nahm unter den Hofbeamten den
ersten Platz ein, wie die Overbodeh (praefecti) unter den
dffenffichen Beamten der beiden Grafschaften vöranjständen.
Beide Stellen waren nicht unvei^einbar mit euiander, wie
das Beispiel des Hartwich zeigt, der erst (sdt d. J. 1247)
die Würde des Truchsessen bekleidete und dann (um d. J.
1255) seinem Vater Gotschalk in dem Amt des Overbo-
den von Ifolstein folgte, ohne jene Stellung aufzugeben,
in der er «uch dann beharrte als ihm Gotschalk von Far-
kentin, aus einer lauenburgischen Familie, dort zum Nach-
folger gegeben war (um d. J. 1261). Als Truchsess folgte
(seit d. J. 1271) sein Bruder Marquard, der zugleich die
Vogtei zu Segeberg hatte und sich auch nach iUesem Schlosse
nannte. — In Stormam war das 13te Jahrhundert hindurch
eine Famifie im Besitz des Overbodenamtes, die eben da^
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her den Namen Storniere (Slonnarhis) erkaHeii hal^ yiet-
leidrt dieeielbe w^he sonst de WOen heisst.
Alle übrigen FamiKen überragte an Ansehn nnd Reich-
thnm die der Herrn von Bannstede. Ein Mtglied des
Hauses Heinrich stiftete das Kloster Ütersen, während
seih Bruder Lambert (seit d. J. 1229) den BischofetuU von
Ratzdnurg kme hatte. Die Söhne des ersten, Heinrich «id
Otto, verzichteten in einer merkwürdigen Urkunde auf ih-'
reo Adel und ikre Freiheit und leisteten dem Erzbisohöf
von Bremen den Eid als Ministerialen seiner Kirche (im J.
1257) Juni 7); dafür erhielten sie die Haseldorfer Marsch
zii Lehen. Alsbald aber kam, nach des altem Bruders
Ermordung, Otto in heftige Fehde mit den holsteinschen
Grafen und der Stadt Hamburg (im J. 1259), in welcher Ha--
^Idorf erobert und zugleich mit den holsteinschen Lehen
nur gegen harte Bedingungen zurückgegeben wurde: Otto
versprach den Grafen als YasaH zu dienen, im Lande keuie
Burg zu bauen , ihnen dasselbe offen zu halten und, wenn
er dem Brzbischof gegen sie folgen müsse, es sogar vorher
zu übergeben. Eine zweite Fehde, 25 Jahre später geführt
(im J. 1282), endete nicht glücklicher für die Barmstede,
welche damals freilich für 5000 Hark ihr Land wieder erhiel-
ten, dasselbe aber bald dem bremer Erzbischof zurückge-
geben haben müssen. Auch ist dann dies Geschlecht er-
loschen. — Jener Landstrich, der durch den ersten Frie-
den den Grafeh fast gesichert erschien, üt' dann doch
noch längere Zeit den Erzbischöfen verblieben.
Die Güter der Ritterschaft in dem Gebiete der Grafen
waren jetzt zum grossen Theil Lehen, sei es dass sie von
denselben verliehen oder ihnen aufgetragen waren; jene
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besiMiders in Wagneii hSufig er. Doch hat es immw noch
Eigengüter gegeben. Sdion jetat besnai^B die Biller aiei-
stens die Geriohtsbwk^t über die Angesessenen ihrer Lande.
Man unterschied die niedere oder höhere; aneh die letate
oder das Gericht über Hals und Hand war ihnen meistüM^**
tragen. Sie wurde aber stets als ein Ausfloss des gftf-
Bdien Re<)fales, nicht als ein Zubehör des Grwid und Bo-^
dens betrachtet. Wo das Gut ^«n war, wurde das Ge-
rieht als Lehn bdiandelt. Nur den geistlichen StiAeiii (ist
es regelmässig als Eigenthiun verliehen wtorden.
Die Lehnsbesitqer waren .mit den gewöhnlichen Pflich-
ten dem Lehnsherrn, verbunden: vor allem mqasten sie
Heeresfolge leisten; üb^ die Lefangüter konnten sie nur
mit des Grafen Zustimmung verfügen.
. Ai|f allem /Grundbfisitz aber hafteten gew;isse öQeiiUiphe
Pflichten. Zunächst der Kriegsdienst. Man. unteyrschied in
dieser Besiehung die Heer&thrt (expeditio) u^bd d/Kt Land-
wehr (generfdjs defensio terrae). Die letste. trat, ein^ Venn
ein Ceyidlicher Einbll das Land betraf', und , dann gab es
IfeJae Exemtion, als für die Bürger einx^elner Städte, nsr*
menHich Hamburgs, welche dafür auf die Vertheidigung
ihrer Mauern angewiesen waren; die Heefffahnt dagegen
(ähnlich wird auch /herschiit- und ^herpant' gebraucht)
fand statt auf das Aufgebot des Grafen hin, und mich Sie
konnte eine allgemeine des Volkes sein (generalis omnium
Qolsatorum expeditip, im J. 1226), doch iuit zaUreichen
Ausnahmen zu Gunsten besonders der Hintersassen geistr-
lichei: Stifter. Pie Verpflichtung ruhte wie in den ädte-
sten deutschen Verhältnissen auf dem Grundbesitz, doch
so dass nicht blos die freien Eigentümer, sondern alle
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Ui
uOimiJkAm B0Wiiti»T dMSiUH^n^ wanigateii« Mktieat UmU
wehr.; ^nstfflmküfi wai^it« — Eär die ViDitbeidigiing des
Landes wirdO' auch daa sogMunnta, fiitrgwrerk gefordert;
d. k* Mheitm smm Bau wd Mr Srhaiti^g der Birgen
und festen Piatee up Lande, «Sa. Wird, zn dan DieniB^n
gerechnet w€{l<she der Graf sich Tejgelmftsng bei allen
'freien Gdte^' vorbehielt^ dQcb Hnden sich hei Verlei-
buqgen an geifAUdie. Stifter nicht sdtene Beia|iiele dass ea
erlassen wurde. — Weniger. hjBi«Ag wird das entspre^
chende Bmcwerc gepafint> Dienste sswr EriiidUiitg der Bpü«»
cken, -^ Diese^en Leiskimgen wurdeniaueh in anderen
deutsq^A Landen und ebei^o im angelsftohaiachen Reich als
allen obliegend,. getrachtet;-- Auaser4eiB besftwd dieVerr
pflichtung in einer gewissen Reihenfolge Saunutese (so^.
marii) fttr den Dienst des Grafen zu stelkn. Auch JRph^
ren werden schon frühzeitig emrähnt Den: JQOsAera uikA
wabrscbeipUcb auch ai|c|em grossem Gnmdbesitvwn sand4e
der Graf Pferde und Hunde zur Unterbaltwgr gab daaoa
aber auch wieder Privilegien wialche.. davon befreiAen. ..
Die holsteinschen Grafen haben ausserdem eine allge-
meine Abgabe erhoben , welche regelmässig als Grafen-
schatn (gr^venficat] bezeichnet wird. Sie ruhte auf dem
Grund und Boden und wird ebenfalls zu den Beitrfiigen
gerechnet wßlcbe bei allen freien Gotern vorbehalten blie-
ben; .nur dasß auch sie geistlichen Stiftern hl^g erlassen
wurde; ^de^i litfiecker Bisthum freilich erst nach langen
Streitigkeiten. Der Ursprung und der Betrag dieser Sleüer
liegen. noqfa i^ Dupkebi. Der Nfime 'Königsalns'; der sich
^igerOri^n findet wQi:4e^ wenn.er gleichbedeutend wäre^
4ar.auf hmweis^^ daas der Grtf ehei^ als Stellverlreter des
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Reidisoberfaaupts zu dieser Erhelraa{^ b«^di%t irnr. &
spricht einiges dafür dass sie nicht reg^ftssag' die Jahr;
sondern bei bestimmten Gelegenhetten, nameiMlieb fftr
den Fall eines Krieges; erhoben ward: nilui nimmt dararf
RttclEsioht ob sie wie Landwehr und BurgweA von clem
ganzen Lande zu leisten war. Der HoDänderschatZ; den
die eingewanderten Colonisten zahlten, war TieOeicht nur
ekle besondere Anwendung der allgemeinen Verpflichtung,
aber mit etwas verschiedenen Ansätzen. Er heisst auch
wohl geradezu HoDändergrafenschatz (Hdlendergrevenscat).
Doch ist hier eine jfthrtiche Erhebung festgesetzt gewe«-
sen. — Versehieden sind ändere ausserordentlidie Beden,
freiwillige mid gezwungene (exactio violenta et precaria, im
J. 1257 und IT), welche hier wie anderer Orten den Grafen
spttter gezahlt worden sind. Dahin gehören denn auch
die bedeutenden Hülfen welche sie von Hamburg empfin-
gen. Die Geschichte dieser Steuerverhttltnisse bedarf aber
Überall weiterer Aufklärung.
Zehnten wurden den Bischöfe gezahlt , und von die-
sen nicht selten den värsehiedenen Klöstern Überlassen,
aber auch zu Lehn ausgethan, in manchen Fällen gerade
an die Grafen scflbst, die hierdurch dann eine neue Quelle
des Einkommens gewannen. Es scheint dass eine Dorf-
schaft ihre Zehnten wohl in der Weise entrichtete dass
sie einen bestimmten Theil des Dorffeldes mit seinem Er-'
trag der Kirche überwies , was einer Ablösung zu ver-'
gleichen ist.
Einen bedeutenden Ertrag gewährten ohne ^weifdi die
Zölle, die sich wenigstens seit dem 12ten Jahrhundert in
den Händen der Grafen befanden, und bei der Lage des
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HS
Landes und dem lebhaften Hand^sverkehr eine groMe
Wichtigkeit erlangen mussten. Die Grafen halten sich zn
Bambnrg den Zoll voii^halten, ausserdem waren Zollstät-
len 211 Oldestoe und Plön, später zu Rendsburg. Lübeck
Hamburg und anderen ^dten die mH ihnen in Verkehr
standen ward Zollfreiheit im Lande reriiehen, »erst durch
kmserfiche Privilegien, dann audh durch besondere Uikun«
den d^ Grafen. Doch hinderten sie nidit, dass Ae Lü-
becker längere Ze^ zu Oldesloe eine Abgabe enirichlen
nnissteil, die ihnen freilich auch erlassen ist (im J. 1247),
aber später Ebenso wie ein Zoll zn Hamburg Gegenstand
eines neuen Streites ward, der enditeb mit der vdBigen
Zollfreiheit der Stadt endete (im J. 1302). Dem eigent-
lichen ZcfU wurde das sogeminnte Ungeid, eine Abgabe
wie es «scheint besonders von Korn, regelmäsMg gleich-
^gestellt.
ÄfanfHcher Art ist auch das Geteüe (Mnduetus), eine
ZaUung ftt die Segleitung der Kaufleute auf der Slrasae
ven Hamburg nach Lübeck. Freies Geleit wurde hier lAer
auch von den Grafen ein für alle mal den Kaufleuten vom
Römische R^ch (im* j. l2S3), ebenso den Bewohnern Wis-
bys und <Si9th]aiids im gai^n Umfang ihrer Lande (im. J.
1255), und änderte in bestimn^eti Fällen gegd^n, wo dun
)«^e Zahläng WeggfefaHew ist:
Das Mbnzrecbt iftten die Gilif<^n in der Stadi H«iM)UPg^
)mt welcher sie verschiedene Verträge darüber «cUossen
ükid der die Mtinze später gaiiz v^*pachtel ward^ mit- der
Bestimmung dass nirgends anders gemünzt werden sdHta
äW hier (im J. 1298). Doch bezog dies sieh öfil^ba^ na#
auf die eiile LMe des Hauses vmä kmnte einen Grafen
l 8
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tu
a«0i andwm* Unie nidil abhatten, aaiiier Stadt Kiel dai
Muiifereclrt ^« v^leiben.
fierfDseine Süikitafte ¥ers6biedßiiiear Art 9iQtte* Uer aid^l
beritidAsichligt w^den. AUe koimten «ie «(»ßBK^ wie itte
GeriobtsgeräHe yerlehnt oder v^Sini^ mn, DerRfoch-
tbuin mid die Naci^ der Grafen riikte doch tmn.gröaMra
Theil auf den» GrundMwIz im sie in Hunden l»Mtell^ nnd 4er
trotz «Her Stcheoknngen und Verieikungen imvMf m be«*
deutendi» gciwes^n mtt mUM. Es finden mft jSfmren daas
diese Domainen in idterer Zeit als :ein Gmn^ßbe^ des
lindes» des Graf^ und des Volks, betraetoet wnrden, wie
es namentlicb aincb im angelsächsischen Sti^ate dßr Fall wnr;
eine Scbnnknng wird gemacht von dem Grälen nnd allen
Holsten. Dech bat jener später die unb^e^lrittena Verfü'*
gnng .üb$ar.all0s was bi^rbi^ gehört. Dass besonders die
Eroberung Wagriens den Umfang dieser Besitzungen yßX'^
mehrtß; ist vorher spbon bemerkt worden. An^ser ange-
bauten Hufen nnd zabhr^chen Mahlen amd es anich ^nm^
WddungeUy die Salinen zu Oldesloe; d^ Kalkberg bni ßßr
geberg; die als landasherrüche Güter ^rsoheinw-
Sie Getrnlt der Grafm bat mh in Holptniii ivie in at^
len. deutsehen Taititorien bis sam 13len Mrtiwdert al^
aMgebildet 4ass sie tnit |l^t ab! :djhe Lai^49slrafT6i^.J^r
zeichnet werden konnten. Obfichiom sie nlQht. ^ d^n Fi^r«
sten dies IM^ gthitaftQu, ig^QPPen m ^!^ m Uaii^ ^e-
aenüitih alle die Rechte. nv^khe friedlich ü. frijijißfpi^ ieji
Fürstön als hergebracht bei^tMigtp^* Qua. beh^ltbhAngigfr
kdt van >dem sftahMs^hen Herzof , wurmte atterdingyn mfiei^
knnnty do4h lieigte me «ich fiist nur in em^pli^ßn ^ei^äti*
gungen^ welcheijenei deaSohenkimgon der Qraf^aan.g^-
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HS
Ikihe Stifter hteuftgten ^J. 1^80. 12%. 1838); der Her^
zog Albreckt fihrt auAsr^dem den TUel ^Herr i^en N«rd-
ftüiingieii' (dominus Norda&ingiae], wie einst der Sdnig Wel-
deMor; und Graf Adolf, der sieh einmal (Sraf ron Noirdal-
bingfen schreibt (im J. Ii98\ bekennt, dass er von jßnen
sela Land btsilse (de quo terram tenemus). Doch bat w^
t^ seMen Nacl^olg^H beides ein Ende geneMMien. Vo*
einer Heeresfolge ingemäss obliegender Lehne^chten hat
«ich bisher kerne Spur gefunden. -^ in einsehien Fällen
nakmen die hobleinschen Grafen an allgeaieinen Vearaanm^
lungen der aichsischfen forsten tkeil wdehe am hohen
Saum bei Quedlinburg ^ehaften wurden ; doch handelte eß
sich, wo davon ertilhlt wM (im J. IWi und Ise^^Mcht
von einer genchtliciien oder atgei^ekien berathmden Ver^
Sammlung, sondern von bestenmten polHisefaen Verhandf«-
lungen. Jenen sekMien die Holslen fremd gi^eben za sbiiL
Im. Lande ww der 6raf an eine keBtiomte Mitwirkung
des Volks oder besfimmter Stande jetsi fast wenigem ate
aonst. gebnndetaL D^r alten Gauversammiui^en, die *eist
auf gerichtliche VerhaiiAuiig^ besdurilnkl wii^en,. wbrd in
<len erhaltenen jOuelldi nur seiMi gedadÄJ So vidi eirfadk
dass sie für HoI^Mh fk»ttlier bei Lodsl^dt («iiiter AdölT E
fltnd Albrdcht ¥0» OrlamMdd) und Kdlnigkus^R ((MMiagU
htweii, im J. 193:1)^ später aber in der^^Ahe von Hbhmm^ed^
KU Wipdfbid (im 9. IS48) und'^n eifierSteille die Jandekeii^
beiig((JHi J. 1319)! später auch der iaifr^e- Balken hiesig
ffeUkm wurden.' Ein «[odtüig' fiür 'Wiagi'i^ni Wat4 auS deih
Megedebergetei Plön gehalten; Späteif wepd^tt'Mdehe aber
auch zUNeanningterimdBIraiasli^ Zu/Boraböved,
dem Sitz dericntten Oväitodeti des Landes und sj^älmf dem
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116
VeMamiDlaiigsort der hoUrtein^hw Sünde, kaben aveh jetst
schon (im J. 1361) Zvsaniineiikfuifte der Gk^feii mid Rttt^
staügefundes. — Manche wichtige Bntscheidnngfen wurden
gexma andi in dieser Zeit auf solchen allgemdnen VennuMn«
Inngen mit dem Beirath der Mannen gefasst; doch hat.sich
Uer alles erst später näher ausgelädet. -^ j^selae Bit-
tor ersehdnm als Alteste des Landes (seniores terrae) fort-
während ndien den Grafen thätig.
Auf die spätere Gestaltung der Dinge war es von ei^
nen gewissen Einluss, dass die Bfttersduift anfing sidi in
iiesondere Einigungeil zusanmi^azttlhiui, deren Zweck ohne
Zweifel darauf hinging ftre Bechte auch den Grafen ge-
genibar zu vertreten. . Das erste Beispiel das bekannt wkd
ist aus dem Ende des 13tea Jahrhunderts (d. J. 1285), wo
die geschwonten Bitter uad Knappen von Holstein eine
Bidgmossenschaft mit den Städten Hamburg und Lttbeck
sowie 4em Erxhischof von Bremen geschlossen hab^i, die
nicht geradezu . feindl|idhi gegen die Grafen gerichtet war,
itaek der ,es aber in ikrem freien WiH^n stehen sollte ob
aiei diesen Heieresfolge leist#ten oder nidit. Dabei £ehlte
es mcht an FehdM,.mit einz^en. Bittern, den Buchwdd
(12S6)^/Barmstede and .andem; ^wiederkott^^ worden mehrere
4eriteUkii aus dem Lande venviesen.» Aia ein Zug-ge^en
die Dfimarscken ;(im J. 1289) mit emer schlmplidhen Plucht
««digte, ynmim mehrere «ng^sehMd Mäniiel; besehüdigt
dies veraiiaast M. haken und kästen dfifar mi^ Verbaimmg.
Am Beginn, des folgenden Jakrhuüdects kam es zu einem
gemeinsamen feindljchen Auftreten der Bitier> was aber
Mr in anderem Zusammertmg betrachtet, wenden kam.
.: Auf (jiese Hallung der Bitterschaft hatte es ohne ZweiM^
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IIT
fei einen bedeutenden Einflnss, dass der t]!)ergang der gräf«
Kühen Würde in eüie landesherriiche Gewalt auch in Hol-
stein erst zu einer gemeinsckaffliclien Regierung mehrerer
Brüd^^ dann zu einer üieilung des Landes Anhiss gab.
Graf Adülf IV. war für lahge Zeit der letzte seines 6e-
sehlechte» der allein die Herrschaft führte. Um das in der
Bornhdveder Sdilacht g^istete Gelübde ^ü eifüBen, trat
er ins Kloster, als die Söhne, Johann Gerhard und Ludolf,
noch minderjährig waren (im J. 1299/ August 13). Ihr
Oheim BmnO; ein^ der begabtesten und tüchtigsten Män-
ner jener Zeil) war damab^ Domprobst von Lübeck Ham-
burg und Magdd)urg, wurde aber einige Jahre nachher
(im J. 1346 — 47) zum Bischof von (Xmütz häufen, wo er
namentlich später eine auch für die allgemeinen Verhält-
nisse I^eutschlands einflussreiche Thätigkeit entfaltet hat.
Bin anderer Bruder Adolfs IV.; Konrad, war vorher ge-
storben.
Von den drei Brüdern wurde Ludolf dem geistlichen
Stande bestimmt, die beiden and^n aber als Nachfolger
des Vaters anerkannt, für die während der Minderjährig-
heit ihr Sdiilrager H)erzog Abd Von Jütland die Vor-
mundsciiaft übernahm. Er bat nicht Mos damals, sondern
auch nach dem Ende derselben (im J. 1241], seinen Nef-
fen treulich beigeständen gegen die Angriffe des eigenen
Bruders Brich, der doch noch einmal die Häne des Vaters
auf das nordalbingische Land aufnahm. Ein erster Streit
ward friecHich vermittelt (im J. 1242]; als der König aber,
unterstützt von den mecklenburgischen Fürsten, die Feind-
seligkeiten ernsüich begann, kehrten eben die jungen Gra-
fen von einem zweijährigen AufeAthalt in Paris in die Hei*
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math sorüek (in J. 1-246^ Octeber), and nun iAertrug ihnen
Lübeck die SchirniYOgt^i (im J. 1247, Fekr.);' und zum ersteh
Mal standen Lübeck Holstein und dier zu Sckleswig residie-
rende Herzog verbunden dem dünisoben König gegaiiber.
Damals zerstörte Lübeck das eben aufblühende Kopenhagen;
die Siadt und die Gtafen behaupteten ihve Uii«bh«iigi^eit)
lad diese fühlton sich stark gettug um ^um AngriS auf
Rendsburg zu schreiten (im J. 12&0), welches auth naeh
der Bomböfveder ScUacht und d^m Friede» Adolfenmit Dan
nemark (im J. 1229) ^ gegen die frtikem Vertrüge; in den
Händen der Dünen geblieben war» md das üMäln mq Dilfr
marscke QeiBrich Emellborp mft Glück, verikefdigie. Als
eben Erich auszog um den Ang>riff akzuwehröi,' Wurdie
er erschlagen. Abel aber^ der jetzt den düoischeu Thron
bestieg, einigte sich fmedüdh mit dm Holsten (im J. 1252):
ein Schiedsgericht von zwölf guten Münnern, die Blüfte aui
dem Herzogthum, die Hälfte aus Holstein, sollte die Bnlh
Scheidung: geben, und sie sagten als Recht dass es Hol-
i^ein zugehörte. Der Ausspruch hat unangefochtea Gei^
tung gehabt, bis die Verblendung der letzten Jahre auch
hier die Zeugnisse der Ges0hichte umzudeuAm versuchte:
Die Feste wurde dann dem Markgrafen von Brandenburg
Otto, dem Schwiegersohn des Grafen lokann, veipfiindet,
der sie eine Reihe von Jahren behielt (bis zum J. 1264)«
Die Brandwburger versuchten auch sonsl ihren Ein'*
fluss bis in das nordalbingische Gebiet zu erfilr^ecken. In
den Zeiten da das Geschlecht der Staufer von seiner
Höhe herabsank und durch, pübstliohen. Einfluss freSioh
schwache Gegenkömge aufgestellt wurden, hielt Lübeck,
in Dankbarkeit für die ertheUte Reichsfreiheit, wie andere
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Stttdfe, zu Priedrieh H. tfiid seinem Sobti Klonrad IV. Die
hobleinsc&eA Ghr&fen, ihre Sdiirmherren^ dagegen yerliessen
die ParHiei ihres Vaters: als Wiliielin von Holland tn Neuss
von wenigen Fürsten erwätß wurde, war Graf Johann ge-
genwärtig und empfing ans den* Händen des selbst eben
mm Mtter erh«)benen K<^nigs d^en feieritehen Ritterschlag
(im J. 1247). Dies hinderte aber nicht, dass derselbe
K§nig wenig später (im J. IS82) die Sladt Lttbeek den
Mirkgrafen von Brandenburg naeh L^hnreeht Abertrug, so
dass sie ihnen, so weit die kllic^Üche GericMsbarkeit reichte,
unteithan sein sellle. Doch liesd- die StadI sich Wieder
hieiNlupch, noch durch- ptthsifibhe Excemmunication, noch
durch die Angriffs der iknaidenburger, zur Anerkennung
eines Acts bewegen wdeher den frftheren Privilegien wi^
dersprttch, und sie setzte es <Aoi^h, dass ihre alten Frei-
heiten anerkannt und gewährleistet wurden (ün J. 1254).
Mt den hofctetnsiAen firafen ist in dieser Zeit-das Schotz-
veriiältttlss nur enger geschlossen, und hat auch mehrere
Jnhre nngestörl fortgedauert.
Ein Bruch zwischen den- Grafen und der Stadt wurde
herbeigeMirt, ab Graf Johann bei einem Turnier zu Lü-
beck einen von ihm vertrielHsnen Ritter, der ihm naeh-
stellte, g^altttiätig erschlug, und dias Volk dmuber ergrimmt
den Grafen verfolgte^ der Ruth aber ihn in Gefengensdiaft
mihm. Johann, durch einen litibnen Sprung und die Hülfe
seiner Genosseli befireiV, rüstete zum Angriff auf die Stadt,
wdohe jetzt den Herzog vonBrMnschweig'ZOiihrem^or-
mwid* erkor, der mit beifeuiender Marnischirfl^ in' das^ Land
kam und sofort aueh bei ^em Theil der Hobten, die
ihres Gits^ v6n den Grafen bemüht waren, Unterstützung
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120
fand. Plön und Oldenburg wurden eingenommeni Kiel je«
doch vergeblich belagert. Auf holsteinscher Seile standen
die brandenburger Markgrafen^ und mit äirem,:Zathttn kam
zu Salzwedel ein Abkommen zu Stande (im J; 1262). Frei-
lich hinderte es nichts dass Graf Gerhard nach Johanns
Tode noch eine Klage gegen Lübeck vor dem päbstlichen
Legaten erhob ^ die zu weitlftufüjgen Verhandlungen,, aber
zu keinem weitern Erfolg führte. Die Verbindung Lübeds
mit den holsteinschen Grafen blieb gelöst| und in der Folge
sind sie sich längere Zeit hindurch fast nur fein<yich ent-
gegengetreten, indem Lübeck meist den Widersachern Aßv
Grafen, den Ditmarschen, den unzufriedeiien Ritlern und
andern Fürsten die Hand bot; und erst q^ter hat das ge-
meinsame Interesse auch diese beiden mächtigsten Glieder
des nordalbingischen Landes wieder näher zu^amm^i-
gefiährt.
Graf Johann von Holstein ist in kräftigen Jahren kurz
nach der Salzwedeier Abkunft gestorben (im J. 1233, April
20). In allen öffentlichen Verhältnissen sind bis Mm die
Grafen gemeinsam aufgetreten: ihre Urkunden sind selbst
dann in beider Namen verfasst, w^m wahrscheinlich nur
einer von ihnen anwesend war; blos in Schauenbuüger An-
gdegenheiten hat Gerhard einige Male für sich gehandelt
Eine Theihing fand also zwischen den Brüdern nicht statt;
aber sie ist vorbereitet durch die Doppelherrschaft und
durch 4ie regdmässig d^mit verbundene Ver4heilmig der
Einkünfte unter die mehreren Regenten. Es geschieht
auch wohl, dass bei einer solchen Mutschirung die Biü-
nahmen eines jeden auf bestimmte Landestheiie a)Qigewie-
sen werden, und eine Spur davon findet sieh kiurz nach
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121
dem Tode Johanns, wo (im J. 1266) Gerhard drei Viertel
des Landes Stormarn als sich angehörig bezeichnet. Zu
einer förmlichen Theflung ist man aber auch damals nicht
geschritten. Johanns Söhne, Adolf (V.) und Johann (II.) —
ein dritter Albrecht ist in den geistlicben Stand getreten —
waren minderjährig, und Gerhard führte für sie die Re-
gierang. Als sie aber herangewachsen wmren, ist es wirk-
lich zxk einer Theilung gekommen (um d. J. 1273).
Der a%emeifie Gang der Entwid^elu^g hat in den deut-
schen Fürstentbümem und Grafschaften au dieser BiUang
besMderer Herrschaften fiir die einxetaien MitgUeder' der
fttrsiUchen und gräflichen Familien gefiihrt. Jede Erinne*-
rung M die ursprüngliche Bedeutung ihrer Stellung als
Beamte des Reichs ist damit v^sehwunden: das Land das
ne yerwalten sollte erscheint nun als ihr Lehn, über das
sie fast nicht minder frei wie über Eigengut (AUode) m
v^ttgen haben: äe nennen es geradem ihr Eigenthnm
(dominium). Wen^j^n GesohlechteTn igt es gelungen, das
Gebiet mner alten Grafschaft so vollständig als T^ritorium
zu behalten, wie es hier geschehen ist, wo weder andere
wellliche Gewalten nodi geistiiche Stifter zur Unabhängig-
keit gelangten. Wenn gerade hierdurch die Schäuenburger
Grafen. zu einer Macht gekommen sind, die ihre siaalSr
rechtliehe Stelhmg tds Aftervasallen der Sachsen -Lauen*
burger Herzoge weit übertraf , so tbutea sie defsdben
allMHlings Abbruch, als sie nun die Trennung in ver<*
scjiiedene Herrschaften vornahmen.
Erst neuere Untersuchungen haben über die holstein-
sehen Landestheflungen h^eres licht verbreitet. Weleher
Grundsatz dabei aber im allgemeinen obwaltete, ist doch
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nicht ganz klar ; mir dass man die Einkünfte mebr als den
Umfang* ies Gebiets zn Grunde legte wakrscheiidicl^; viel-
leicbt wnrde auch hier wie anderswo daranf Rücksicht
genommen, dass jede Linie einen Theil der drei Landsclmf-
ten, aus denen ihr Besitethum bestand, erhielt: dies würde
wenigstens erklären dass meistens keineswegs zusammen^
hängende Gebiete entelaHden sind. Graf Geriiard bekam,
ausser dem Stamndatttfe an der Weser, von Holstein den
we^iohen Theil bis zur Stdr der obem EiAet und dem
West^see mit Itzehoe und Rendsburg, dazu die WiTster«
marsch, von Stormarn den mittlem SMch um die Huiau
und Afeter, dann Oldesloe und das benadibarle wagri-
sehe Lmd bis Neustadt, endlich den nonfösifichen Theü
Wagriens mit Plön Ltttjenburg Oldenbni^ u. s. w. Die
Söhne Johanns dagegen eriiielteil einen zieoriieh zusam-
menbängenden Landstrich, der sich von der Hbe in der
Kremper Marsch bis an die Ostoee bei iDel qwi^r dmrdi das
Land zog und holsteiiische stormarttsdie und wagrisehe
Kirchspiele nmfiisste: Kiel Segeberg Nenmünster Born--
höved ElmAom und Krempe waren die wichtigsten Orte.
Dazu kam der sttdöstiiche Theü Stormams an der Büte
und ein kleiner Theil Wagriens nördlich von Neustadt.
Wenigstens Atm Gebiete nach ersoheiiit Gerhard als be-
vorragt-, und die Bedeutung seiner Herrsohaft trat noch
mehr hervor, da Adolf V. und Johann ü. unter sich auft
neue theilten, so dass jener Segeberg mit Zubehör, Bums-
hörn und den Strich an der Bflie, Johann aber das itimge
Land mit dem Hauptort Kiel empfing. Schon ihr Vater
pflegte hier in Kiel zu residiren, während Gerhard sich
meist in Hamburg und Itzehoe aufliieit, und vmi den bei*-
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den netten Grafen wurden jetzt Kiel und Segeberg zu den
Hauptburgen und Mittelpunkten ihrer Besilziuigen gemaeM:
darnach werden auch ihre Eifiien passend als Keler und
Segeberger bezeidmet.
Reichlich 20^ Jahre später giA der Tod 6hraf Gerhard I.
(im J. 1290^ Decemb. 21) au einer weiteren Theaung' An-
lass. Von semer zahfareichen Nachkonmensohaft sind ihm
drei Söhne in der Regierung gefolgt^ Gerhard (U) Hein*-
rieh ([.) und Adolf. Anfangs im gemeinscbaMiehen Besitz
des väteriiehen Erbes, schritten sie bald (in di J. l%9i^
lEST) tn einer neuen Auseiiianderaetzung«, bei welcher
Adolf dsf^ Sehauenburg er Gebiet und einige zerstreute
Landstriche nfrdlich 4er Blbe enifftag, Gerhard und
Hdnrich aber das Übrige holsteinsche Land also theflten,
dass jenem besondiers die wagrischen Besitzungen, diesem
ab^ das westliehe eigeidlibbe Holslenbmd und einige an«-
dere Güter zu Theil wurdisn. Austaasehe und nihere Au»-
einaftderi^etsrungten fondeii mdmnals statt (besonders im J.
1304). Iteinrichs und seiner Nachkommen Hauptsitz war
Rendsburg, wihrend Gerhard ff. sich zmneist in Pbhi anf^
gehatten zu haben scheint: diese Linien werdeii äls^Rends-»
burgier und Höiier ontersdbieden.
Es waren dbrZwdge des Fegierenden Hauses jetzt Tier
im Lande, zwei, von jedem Staisme^ zu denen dann die
Schäuenburget^ Linie als fünfte hinzukomihl« Die Zahl ist
spöter zeitweise noch venhehrt wocden, imnn fßeißh die
jängern Söhne meist mit geistliehen Stetten abgefunden
wurdeiL Att^h hat e» im Lauf der Zeit an wdtei^em Wedi^
sei des Besitzes nicht gefohlt. Streitigkeiten zwischen den
verschiedenen Gtiedem dss Hauses und andere Naehtheile,
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die sich in ähnlichen Fällen aüeseit einsleUen, sind auch
hier nicht ausgeblieben.
Für die weiteren Verhältnisse des Landes sind aber
diese Theilungen auch dadurch wichtig geworden^ dass
sich die spätere Gestaltung der Ämter zunächst hieraus
hervorgebildet hat. Wie jetzt die einzebien Kirchspiele
verbanden und zusammen unter die Hauptschldsser gelegt
wurden, so blieben sie später in vielen Fällen vereinigt.
H^en die Vögte der einzelnen Schldsser übten nun in die-
sen Districten die landesherrlichen Rechte, Idteten die
Gerichtsbarkeit, erhoben die Einnahmen: gerade ne sind
die Vorgänger der Amtmänner, und ihre Districte, welche
jetzt wohl ^Herrschaften' hiessen, die Ämter selbst:
Wenn aber diese jetzt, eben in Bezi^ting auf die ge-
wöhnlichen Gerichts- und Steuerverhältnisse, der Landes-
hoheit der einzelnen Grafen unterlagen, so wurde damit
doch die staatsrechtliche Einheit des Landes und seiner ver-
schiedenen Grafschaften keineswegs beseitigt. Wahrschein-
lich dauerten die Gaugerichte derselben fort, während sich
zugleieh eine allgemeine Versammlung bildete. Die alte
Unterscheidung Holsteins imd Stormärns behielt noch im-
mer ihre Bedeutung; die Würde derOverboden Uieb noch
längere Zeit, wenn auch mit geringerem Ansehn als frü-
her, bestehen. Gewöhnli<^ werden in dem Titel der Gra-
fen beide Grafschaften genannt, bis zur Mitte des ISten
Jahrhunderts auch Wagrien daneben. Später ward dies zu
Holstein gerechnet. Dann galten nhm auch die drei Land-
schaften als ein Ganzes, für welches mitunter der Name
Holstein im weiteren Sinne gebraucht worden ist.
In Beziehung auf die allgemeinen Pflichten der Em-*
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wohner, namentlich die Landwehr, wird immer von der
Leistung des ganzen Landes als einer Einheil gesprochen:
sicherlich konnle nicht der eine Graf aHein das Aufgebot
ergdien lassen. Wenn die Lehnrechte des Hauses nun
auch den einzelnen Inhabern zustehen mochten, so hat
doch die Räterschaft sich ofenbar nicht trennen lassen,
sondern sie hat eben in diesen Theilungen einen Grund
gefunden unter sich engere Verbindungen einzugehen, die
sich stets luif den ganzen Umfang des Landes bezogen.
In Fällen wo es sich um Streitigkeiten eines Klosters han^
delt, sehen wir Chrafen beider Linien gemeinsam auftreten.
Sind ausserordentliche Beden bewilltgt worden, so geschah
es ebenfalls wohl nur für alle Grafen zugleich auf einer
allgemeraen Versammlung. Auch die Rechte auf Hamburg
wurden doch, w^üi gldch die Einkaufte der Theilung un-
terlagen, als gemeinsam angesehen.
Dass der einzdne Graf Abtretungen seines Landes an
Ittdere Fürsten vornehmen konnte, nrass bezweifelt werden.
Erwähnt witrd dass bei der Ehe von Gerhards I. Tochter
liutgarde mit Herzog Johann von Lttiieburg (im J. 12§8)
der Altenwerder und der südliche Theil des Finkenwerders
ihr als MHgift veriieken wurden, die dann von HoliMiem a^
Ltiheliurg kamim. Doch geschah es vor der förmlicheR
Thjeflung, als Gerhard diel Vormundschaft der Neffeii fithrtel
A»ser4em £nden: sich die Verkäufe mehrerer Dörfer an
Lübeck. Ähnliche Veränsserüngen an Hamburg konnte»
nicht fils' eilte Sohmälerung des Gebietes angesehen werd^rn.
Eule andere grössere GeMr aber bHeb. Nach den
allgiemeihen Grandsftföen des sächsischen Lehnreobts stand
den Seitenveitwandten kern Recht auf <kis Erbe m, und
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i2<
wenn daher eine lime ausstarb , trat ftbr die Lehnshem
die Möglichkeit ein den AntheS derselbeii einaofiehen und
so dem Hause zu entfremden. Dem wurde dufch eiae
Belehnung zur gesummten Ibnd vorgebeugt^ u«d es muss
ab ein wichtiges Ereigniss angesehen werden dass die
Grafen diese von dem Herzoge Johann von Sachsen-Lauen*-
burg empfingen (im J. 1307). Ausdrueklich wurde damals
die Befngniss auch zu .weiteren Theilungen ausgesprochen.
Mancherlei Kämpfe waren bis dahin bereits wieder
von den eiuzehien £hrafen bestanden worden: weder an
Thatkraft noch an Glück sind diese späteren Gesdilechter
hinter den ersten Adolfen zurückgeblieben. Fast scheint
es, dass dw beschränktere Wirkungskreis daheim die stär^
keren unter ihnen nur noch mehr zu kühnen Unterneh-
mungen nach aussen reizte. Mit den eigenen Bfttem, den
Ditmarschen^ den Lübeckern^ den wendiadien und deut*^
sehen Fürsten fehlte es nicht an Streitif^ten, cfie zum
Thefl schon berührt wurden, zum Theil spfttcar, so weil
sie für die allgemeinere Auffassung iü Betracht kMdmeiti
berücksichtigt werden sollen.
Alle diese Verhältnisse aber ireten an historischer Be^
deutong weit zurück vor den BezieiMAgton zu iMn liörd«
Uch benacthbarten Herzoglhum und dem dünisahen^ Reich.
Mehrmals hat in der letzten Zeit Dcteemarfc eine Einwir-
kung auf das nordsibiugisefae Land zu üben versnciit^ uaA
zeitweise hat es sie. wirklich gdkabt. Früher war um^
gekehrt der deutsche ^Einfluss in Dänemark stark gewet-
sen. Jetzt kehren Zeiten wieder die diesen ähnlich sind^
wo es aber nicht die deutschen Kaiser oder süohsisehen
Herzoge, sondern zunächst die holsteinschen firafen^sind,
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127
welche neben den Städten üs Vertreter und Vorfechter des
deutschen Einflusses im Norden erscheinen. Sie sind stark
genug; um hier auf eigene Hand aufzutreten und Bedeu-
tendes zu Yollbring^, Wenn «ue va« den Nachbarn Un-
terstützung erhalten, so bleiben sie doch der eigentliche
Mittelpunkt einer fintvrfckelung die dem deutschen Ele-
ment eine bedeutende Ausdehnung gegen den Norden ge-
währt. Von dem grössten Einfluss darauf ist aber die
Bjlibng Am HerzogUmnis zu Schleswig und sme Steitung
in der Mitte loschen Dä««ittarfc autd Holstein g^wmw.
-MfMPfB
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Zweites Capitel.
Schleswigs Anfaoge.
Das Land von der Bider und Levensau gegen Norden,
so verschieden seine Bevölkemngs- und Cnltnrverhaltnisse
auch waren, stand seit dem Anfang des Uten Jahrhunderts
vollständig unter der Herrschaft der dänischen Könige; auch
tiberwog damals und in der nächsten Zeit in dem grösse-
ren Theil das dänische Element. Desselben erwehrten sich
vollständig nur die Mehrzahl der Friesen auf der Westsrite,
im Stiden der Strich zwischen Schlei und Eider, wo indes-
sen auf den königlichen Gütern, die hier in Folge der
Abtretung der zum Theil noch unbebauten Mark zahlrei-
cher waren, ebenfalls einzelne dänische Niederlassungen
enistanden. Dagegen hatte die Stadt Schleswig schon eine
bedeutende deutsche Bevölkerung.
Mit Ausnahme jenes Districts zwischen Schlei und Ei-
der unterlag das ganze Land der allgemeinen Eintheilung
des dänischen Reichs in Harden (hsret) und Syssel (syssel).
Wenn jene als die ursprüngliche auf einer Theilung nach
Hunderten beruhende Gliederung des Volkes erscheinen, so
müssen diese dagegen als eine spätere administrative Ein-
richtung angesehen werden, die sich aber wahrscheinlidi
mitunter doch an ältere natürliche Unterscheidungen nacA
Yölkerschaften anschloss. Diese Syssel entsprechen den
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it9
denlsdMii Cknien. Der.gtbs&ere llieil Friedands war aber
in diese iddil waü einbegriflen: nur die drei Geesthardea
gehörten dazu. Die Martddande und Inseln standm da-
gegen als UÜand von dem übrigen getrennt und kannten
nur die Eintbeilung nach Ibrden^ die sich hier wohl an
Altere Vnrhiltirisse angeschlossen, aber ihren besthiniten
Charakter allerdings durdi die dänischen Könige, wenn
auch nicht gerade, wie man angenommen hat^ dnrch jenen
Harald Blaatand, den Zeitgenossen der Ottonen, empfan-
gen haben mag.
Der Theilung des Landes musste sich die Bmsetinng kö-
niglicher Sieihrertreter oder Beamten im Reiche anschüessen,
welche hier wie bei den deutschen Stämmen hauplsftohlich
Gerichlsbarteit und Militairgewdt in den Binden hatten.
Doch scheint nicht iberaB neben der Harde audi das Sys-
sei einen solchen Vorsteher gehabt zn haben. Dagegen
ergab sich auch hier die Nothweadigkttl an der Cfarenie
einen Befehlshaber anfzustdien, der mil gNtaserer Mackl
als andere Beamte ausgerüstet war. Die Lage des dfthi«*
sehen Reiches gab eben der Südgraize gegen Deutschland
eine besondere Wichtigkeit Hier war in früheren Jahren
das Danewirk zum Schutz des Landes gebaut und wurde
auch nachher noch erneuert und yerstürkt, wie denn seine
Überbleibsel selbst in der neusten Zeit bei ganz vertnder-
ter Kriegsführung sich als brauchbar zur Stärkung einer
Vertheidigungslinie erwiesen haben. Hethaby oder Schles-*
wig, wie der alte Name bald wieder überwog, durdi sei-
nen Handel und als Sitz des Bischofs angesehen, wahr«
sdifiuilich früher zugleich die Residenz dgener Könige hi
diesem Theü der Halbinsel, war ein Haiqitpunkt auch für
I. 9
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130
«e VerthekUgiiiig^ des Landes^ Hatte fliese aiicii. mH dem
Irvrarb def init benaokbarteii Ibrki an limitlelkarer Be-*
deutvig värlot«!;^ immer miiMe 'dodidie'Sladt dör Site
einest 'besonderen ktaigücieii StatttiaHiers bteiben; IKes^
liatte dann ohne Zweifel das nächste Sysael^ vküAidki aiidi
mehrere unter «ch; auch dag Land zwisehtüScUei und
Ekler Iionnte nur ihm üur YerwaWing uiid Vertheidiguilg
nbergeben wAtdem,
^e Stettung «Kasies heileren Beamten erUek eine h^
sondere Wichtigkeit, seit im Uten Jahrhundert. die Angnflfe
der damals noeh heidnisdben OatsieeslaTeh sidL gegen, diese
Gegewten ergossen ohd ;bald auch, die Bezidimgen 2um
dentsoheoL Reiche wieder lebhafler« und efn^ifcsider wur-»
AeA. Da geaehah es dass königtiche Priuen zlielaer tsot^
eben Süaltfang geiictomen würden. . Ekt^ finäd' <Iem iHen
Kgen (s^it d. J. 1080)1 war sein Bkruder Qhif Vorsteher n
Sehleswig (Sleswfci.parianis.praesidens). Kr woi^de stoer
Würde berauht, uiil gefangen genommen, als er bei einem
Kriegszug in dfen Verdacht küm das Volk gegen den K&rt
big avfgehetst zu haben; nachher bestieg er aber seibat
den Anisohen. Thron; Sein Bruder Bfö''^ ^^^ ^^ wälela6r
efaie Zeftlang selbst sttdhdi dei* Eideir geboten! hfdiM.soU^
vielleioht als Nachfb^er (Mufs in der Befehl8h«ber8ohafLan.der
Stdgrenze des Reichs. Später unter König Niels ist ein HüT
(adler Eilif) Statthalter zu ScMeswig (Skewkensis praefactn«*
m vir, eb Ausdrück den dek* dänisriie Gescbichtofehi^tffoer
SajR) auoh von den Vorstehern anderer Theile des Reichs,
z. B. der Insel Falster, gebrauehl). . Audi dieser verlor die
Würde, Ja er besdiuldigt wai^d, dass er auf einem JEuge
gegen jenen uraigrustchen Fürsten Heinrich sich habe be**
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stechen lasieii. Bei beiden MttnMern wird da» Ami das ne
bekleiden ^n m die Stadt fetaiOpft^ weleto der SiXZj der
Mittei^ürilit ihrer Gewalt war. Aber diee^ eratreckte aeh
damidB uAzweifel&äft zugleich fibier das bniachbnte Land^
ohne dass sich freilich ihr Umftuig nftiier beatiminm lieaie«
Von so kleinen Anfilngen ist die Seibständigfceit des
ScUeswigschen Landes ansgegmgen. Ihre Fortschritte hin-*
gen zunächst mit äusseren politischen VisrhAltusseB ansam«*
men; erst äümfthlig hidben auch die MHionrien Znstände
einen bedeutenderen Binflnss erlangt.
Nach Elifs Absetzung, sagt Saxö, verheerten. Srieseil
Hölsteii imd ditmanschien ungestraft diediniscbei Greniseii.
Seiehe Furcht habe sich verbreitel dass niemand £e Stelle
annehmfen wollte. Da erbot sich der Bmdersobi '4es Kö*«
ntgs, Knud, Uer einzu^eten (um i. i. 1115).
Kttttd war der ^hn des Königs VsnUik^ eines illeren
Sohnes von SVend EsMthsen. Bei dem Tode des Vaters
war er libergangen, weil et noch minderfäteig war. Nach
einer Nachricht hätte der Oheim nur fOr diese Zeit m sm-*
ner stfeitt die Regierung flduren sollen. l>ech war dann
TO« eineir HersteBang Knuds auf dem dftnisehen Throne
nicht die Rede. Vielleicht deshalb ha^ er sich in die
Flremde hegten, wo er h^i dem Herzog Lothar von Sadn
sen lebte und mit ihm jene Vertnndung k»aiifte weiehe
spftter zu seiner Erhebung ids König des Wendebreiches
den Anlass gab. Zunächst aber suchte er, in die Heimalh
isurttckgekehrt, die Statthalterschaft zu Schleswig; die. er
wohl in ihrer Bedeutung erkennen mochte: er seB selbet
(leid dafür gegeben haben.
Knudi^ Stelluttg War wesenflich eine mHflftnsche : er seilte
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die Sfldgreiise f dgm die Wenden sdiütten. Deshalb, viet--
leicht Aw auch wegM seiner Verbindung uil dem Kö-
ntgsgescUedii, «heittt er Herxeg (dnx), abar nicht Herzof
einer bestimmten Lmidsehaft, s<Hidem Harseg der Dänen
oder Dänemarks (dux Danomm oder Daniae); 'er wurde,
sagt Hdmold, mit dem Hersogthnm von ganz Dänemark
begabt'. Eben das dänische Reich sollte &r in dieser sei-
ner Stellnng Ycrtheidigen. Zu dem Ende hatte er nothwen-
dig die Ftthntng des Heeres und das Aufgebot zum Kriege
in dem benachbarten. Gebiet Ob Uer schon damals eine
bestimmte Qreoze gesteckt und ob es dieselbe war welche
später unter seinen Nachfolgern eingehalten worden is^
lässt sieh nicht mit Sicherheit eotSiObeiden; doch muss es
für wahrscheinlich gdten. Mit der Heeresgewalt verband
sich aber hier wie aller Orten unzweifelhaft eine höhere
fierichlsbarkeit, die Erhebung der Einkünfte und was sonst
an Regiemngsthätigfc^it vorkommen mochte: die nordii^he
Überlieferung schreibt ihm die Einführung von Zöllen in
seinem Lande M.
' Die Erhebung Knuds zu dieser Stellung ist ein wichti-
ger Schritt zu der Bildung eines besonderen Herzogthums
in diesen Gebieten gewesen. Schon wenige Jahre nach
seinem Tode wird der Landesversammlung zu Umehöved
geitecht, weldie sich eben auf diesen Theil des dänischen
Reichs bezog. Ist sie älter als Knuds Zeiten, so ist es ein
Bew^ dass dieser südliche Theil des Dänenreichs schon
früher als dne besondere Provinz mit eigenen Einrichtungen
anges^ien wurde, und es ist dann mdur als wahrscheinlich,
dass auch die Gewalt des neuen Herzogs sich eben auf
den Umfang dieser bezog. Hat jene Versammlung aber
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d»en jetEt ihren Anfang genommen^ so zeigt sieh attch
hierin, dass Knud nicht bloss ein Milittri>efehlshaber zt
Schleswig war, sondern dass sdne Ernennung sich auf
einen ausgedehnten District bezog, der eben dadurch avdi
eine gewisse S^ständ^pk^^ nameiiUieh ein besonderes
Landesthing erhielt.
Knuds G^chichte liegt in vieler Bezidiung im Dunkefai.
Es gab eine alte Biographie desselben, von ehieot eagK^
sehen Geisäichen Robert von E3gin nicht lange nach sei-i-
nem Tode geschrieben. Die einzige bekannte Handschrift
ist erst in neuerer Zeit zu London ein Raub der FMmmen
geworden, und nur ein dtrftiger Auszug nrt erhalt^ und
bekannt gemacht worden. Doch auch die mangeflii^
Kenntniss der Verhältnisse zeigt, däss Knud eine Persitah-
lichkeit war wohl geeignet um den Grund zu neuen Ge-
staltungen zu legen, und dass seine Wiricsamkdt äi jeder
ReZiehung eine bedeutsame wurde.
Dass der Herzog die Wenden abwehrte, dtisLandduroh
Anlage fester IHfitze an der S<^ei schützte, die RttiAer
verfolgte, die Sicherheit der Strassen uml die Ordnung im
Lande herstellte, ist zunächst schon ein Gewinn und ihm ein
Ruhm gewesen. Dass er danii aber die Herrschaft eben der
Wenden die er bekämpfen soBte selbst zu erlangen wusste,
hat, wie schon vorh^ dargelegt wurde, zu den eigen*
thttmlichsten Verhältnissen geführt. Knud hatte nun eine
SteDung zwischen Dänemark und DeutsoUand in der Mitte :
dort war er Herzog, hier hatte er die königliche Würde
als ein Lehn des Kaisers empfangen. Dem dänischen Prin«-
zen gehörte das Land an der Ostsee bis LtAeck, ja bis
an die Elbe und östKch nadi Meddenburg hinein. Aber
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dhr gärarite Däne sohkM» »b eng ah .Deutschland akt
Er führte deuisdie Tracht und Sitte in seiiier Umgebimg
ein; deutsche Sänger and Krieger uikigeben Sm, während
dentsche Käuflente und Handweriier in seiner Stadt schon
frtlher sahbeich waren. Knud war BtÜglied ^iner Gälde^
die sich hier gebildet hatte und die als Anfang einer ge-i-
nossenSChaNiobeki Verbindung d^ EiQ!W€>bner erscheint.
Im Lande nannte man ihn mit elnau alten anglischen Worte
Hlaford (lord) d. i. Herr; und daher' \si ihm der Beiname
Laward in d^ G^chiehte geblieben* Alles dies aber
brachte es mit sich, dass er' die Verhältnisse und An-
sprädie des deutschen Fürstei^^ntö| wie er sie bumte^
auf seine Stellung zum dänischen Beioh übertrug. Daxu
kam dass die Krone des Wendenreiohs ihm eine gleiche
Ehre- und Würde wie dem Oheim dem; däniseben König
zu verleiben schien.
Das alles hatte freilieh nur kurze Dauer. Man sah in
DänemUrk mit Neid die Macht de^ Knud. I^r Sohn des
Nitis, Magnus, mochte d!urch den Vetter seine Thronfolge
für bedroht halten. Es kam zu Erörterungen ;twischen den
Fürsten, und wenn sie noch einmal üusseriich versöhnt
sich trennten, so blieb, diech ein Stadiel im Herzen des
Dänen. Magnus beschloss durch eine Gewaltthdt sich des
Gegners zu eriedigen. Nach gemeißsehalUioher Feier des
Weilnachtsfestes, zu der der König dön Knud eingeladen
hatte, el*sdilug Magnus eigenhändig in hinterlistigem Mord
den Vetter, in der Nähe von Ringstedt auf "Seeland (im J.
1131, Januar 6). Mit einer solcben blutig» Tbal beginnt
der Widerstand ier Dänen gegen die Erhebung einer s^b*
ständigen Mai^ht im Süiden d^ Halbi^el.
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Es Uatte dies nmilohsl (feviiheilToHste KenHUmg Dft*
nemarks astr Folge. DamdiB MOigte^ Kaiser Loäiar den
Mligniis die HddigOBg fttr ^s diäiische Relok KU leisten
und eine Gddbiisie m stahlen. Und als sich dann del* Hass
desdftnischen Yolks gegen die Dratschen regte, urelehe, wie
erzätah wird, caldreich in den grösseren Städten Meh des
nl^dlidien Dftnmnerks lebten, nnd eine gewaltsanfe Yer-
felgong über sie verkfingte, da gab' dies dem Kaiser An^
lass mit ein^m zw^eiten Angriff zu drohen, welohen Mag-
nus nur dadorek abwiefarte dass er auf dem HoAag za
Hdberatadt elsohieii und nookmiOa feaerlioiM HnUigMg
leistete ifm J. 1134).
Abor auoh innere Zwietrkohl war in Dänemlvk eni-
iNrannt, da die ftuder des Sirnddagnnen sidi erhoben «m
seinen Mord zu richM. Der eine Stick, der den könig«
liehen Titel asnak«^ . wandle sibh, einmal besiegt^ naek
SoMeswig, um eich 'hier, ia der. Stadt seoies Bruders,
mit deutscher Hfflfe^ «a bebiupten. Wirklich wurden Gnf
Adolf und die holsteinschen Grossen bewogek ihm' Jh«
ren Beistand zu leisten : das erste Mal dass sie auaEiehen
den Sc^eswig^n zu* Hülfe giegM einen dinisdien König.
DieAnal lief es uni^icUiek ab, da die Holslen, weloke un^
gestüm und ungeocdnet vorwärts eilten, zurtckgeschlagen
wurden. Doch wideraland Schleswig der Belagerung, und
ier Kampf zog sich in die nördichen FrovinsNi, Wo drei
Jahre spitw Knuds Gegner Magnus in einer entscheiden-*
den SoUachi gegen Brich semen^ Tod fand (im J. 1134,
Jnni 4). Der greisie KöAig, für den der Sohn i^hon lange
die Leitung der Regierttttg gehabt hatte, musdte hülQos
veriassen fliehen mid sochte zu seinem Unglück ebie
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Zuflucht in Schleswig. Denn den Emwohnern der Stadt
war das Andenken des «rsehlagenen Herzogs heiMg> und
die Mitglieder der Gilde wdcher dieser angehört hatte
waren nach alter Sitte zinr Blutrache verpflichtet. Sie er-
hoben sich ungesäumt gegen den König, und erschlugen
ihn ehe er nur die Burg in der Stadt erreichte« So sind
Vater und Sohn als Sühne für die Gewaltthat gegen den
Herzog gefallen. Knuds Bruder Erich aber wurde König.
Gegen Erich trat wieder der zweite Bruder Harald in die
Schranken. Noch in demselben Jahr erschien er auf der
LandesvM^ammlung zu Umehöved, «nd wurde hier als Herr,
wie Saxo sagt als König, anerkannt. Es schont diss.er
zunächst die Herrschaft des Knud in Anspruch nahm, viel-
leicht als unabhängiges Reich, oder deAalb mit königlir*
chem Titel weil Knud diesen geführt hatte. Er erlag^als-
bald der Übermacht des Bruders, der am und acht Söhne
dem Tode üb^gab, aber dann selbst nur wenige Jahre
hernach zu Ripen sein Ende durch die Himd eines Juten
fand (im J. 1137).
Knud hätte einen Sohn hinterlassen, Waldemar, dessen
Grossthaten schon bei der Geschichte Holsteins erwähnt
werden mussten. Er soll erst acht Tage nach dem Tode
des Vaters geboren sein. Darum konnte er anfangs weder
üe Krone noch das Herzogthum zu Schleswig empfangen.
Da er heranwuchs, stritten zwd Verwandte um das Rei<^,
Knud, des Magnus Sohn, der von dem grössra^ Thefl
Jütlands ^hobm wurde, uml Svend, Sohn des eben ge-
nannten E^ch, der auf den Inseln, aber auch in Schles-
wig An^ennung fand. Dieser war es der d^n heran-
gewachsenen Waldemar die väterliche Vi^Ürde verfieh oder
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wie es in anderer Überüef^iutg heisst^ den Besitz den
jen^ hatte bestätigte; während Knud ihm einen andern
Prätendenten entgegenstettte ^ der gtmchfalls Knud hiess^
iler Sohn eines Heinrich, der an des Laward Ermordung
Antheil genommen und damit wohl dem Sohn einen An-
spruch auf das Erbe des Erschlagenen zugewandt hatte.
Wie zwei Könige landen sieh auch zwei Herzoge gegen-
über. Aber die Parthei Svends und Waidemars war im
Übergewicht, und dieser wusste sich bald zu höherer Be-
deutung zu erheben.
Schon damal»* kam er in Streit nut dem hoMeinschen
Gsafen Adolf H., den Knud für sich zu gewinnen wussle,
wi^rsoheinlich durch das Zugeständniss von Besitzungen
nördlich der Eidor, für welciie Adolf ihm gehuldigt haben
5oB. Dagegen haben aber Svend und Waldemar den Dit-
marschen Etheler und einen Theil der Ritterschaft auf Are
Seite gebracht und sdbst an eine ^d>^ung Holsteins
gedacht. So wenig aber dies gelang, so gmng war an-
derer Seits der 'Erfolg welchen Adolf davon trug als er
gegen ScMeswig auszog. . Am Ende von seinem Verbün«
deten selbst verlassen, mussle er sich mit Verlust zurück-
ziehen, und bestand nur auf dem Rückwege noch einen
glücklidien Kampf, an der Schlei, Schaleby gegenüber, wo
jener Etheler seinen Tod fand (im J. 1150).
Knud suchte noch auf andere Weise seine Sache zu
fördern. Er wandte sich an die .Nordfriesen, welche jetzt
zum ersten Male wieder handelnd in die Geschichte eki-
greifen. Sie gehörten nicht unter den schleswiger Her-
zog, sondern scheinen stets in einer gewissen Opposition
gegen ihn gestanden zu haben. Knud gewann sie, indm
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er ihnen einon. Nachlafis des Landgeldes verspcadi das sie
2SI1 zablen pflegten. An der Grenze ihres Landes gegen
Schleswig zu^ an dem kleinen ¥btss Milde, ward eine Borg
gebaut, die Mildenburg, von welcher ans der König das umk
liegende Land zu beanruhigen gedachte. Aber Svend und
Waldemar ziehen wider diesdbe, schlagen die ungedul-
dig ihnen entgegendrkigenden Friesen und nöthigen die
Burg zur Übergabe. Knuds Mannschaft erhielt freien Ab-
zug, die Friesen aber siussten 2000 Pfund als Sühne an
den Herzog zahlen (im J. 1151).
Weiet die Hülfe der deutschen Grafen ne«h der deut-
s«9k« Friesen hat dem Knud gehoHen; Waldemar beha^)--
let sidi in Schleswig und dem Herzogthum, wo ton sei^
aem Gegner nicht mehr die Rede ist, Svend im Besitz der
Krone. Da wendet jener sich an den deutschen Kaiser.
Uttd Friedrich L, welcher eben die Herrschaft ange^eten
hatte, in volian Gefühl kaiserlicher Macht und Würde,
liess es an sich nicht fehlen. Er veranlasste dass beide
Fürsten und dazu Waldemar vor ihm mi dem Beidhstag
zu Merseburg erschienen (im J. 115^, und gab dann die
Entscheidung, dass Svend König sein, Knnd aber eine be*-
sondere Herrschaft unter ihm en^angen sollte, ähidieh
wie sie Waldanar hatte (Saxo nennt dieselbe tri^ertitian
praefecturam, weil sie in drei Provinzen zerstreut lag).
Der König unterwarf sich ausserdem der Lehnshoheit des
Kaisers, und das Verhältniss der beiden Fürsten su ihm
wurde in derselben Weise- aufgefasst^ Sie «oUen offen-
bar keine blosse Beamte sein, sondern Fürsten wie m
das Bcöfludche Reich bannte, nach dessen VerhAltnissen nun
aneh. diese Zuständö gemessen wurden. Ihr Beutst wird
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^eradeau ab» ein Lebn betrachtet (9axo br^iieht hier and
für das Herzogthum zu Sejdeswig früher schon den Aua-^
druck 'benefieium'/ dior auch bei ihm diese Bedeutung hat).
Es waer damals offenbar kein w^esientlicher Unterschied zwi-^
sehen Waldemar und den deutschen Herzogen.
Aber Waldemar liess sich hieran nicht genügen. Bald
trat er mit smnem frühem Gegner Kniid verbündet wider
den Svend auf/ der sich dvirch deutsche Sitte und Tracht^
dazu aber durch Habsucht und Schwiche in DlUiemaric
verhasst gemacht hatte. Noch einmal suchte dieser djeut*
sohe Hülfe, und erhielt sie für grosse Versprechftagen Yoft
den Herzog Heinrich dem Löwen, der damals den Giwd
zu seiner spätern Macht legte (hn J. II56). Das deutsche
Heer soll den Durchgang durch das Dane^k. für GeldtCr*
kauft und sich dann durch eine Steuer in Schleswig schadlos
gehalten haben. Als noch verderblicher aber wird, es ge*
schildert, dass ISvend mehrere fremde Schiffe mit russischen
Walaren die im Hafen lagen plünderte, um die Beute unter
seine Streiter zu vertheilen; denn dies habe dem Handel
der Stadt sehf geschadet, der si^h nun nach Lübeck zog.
Mehrere Vergünstigungen welche Svend dafür der Stadt
ertheilte böten keinen ausreichendlBn Ersatz. Sonst blieb
der Zug, der bis Ripen ging, oUie weitem Erfolg. — Im
folgenden Jahr (1157) kam es dann noch einmal zu einer
Theiluiig unter den drei Fürsten, welche dem Waldenmr
die ganze Halbinsel mit königlichem Recht und Titel ge^
wAhrte, welche aber selbst nur von «ehr kuraer-Daver
war. Indem Svend sich der Genossen durch Verrath zu
erled^en. suchte, fand Knud wirkliA seinen Tod, aber
Waldemdr entkam der Gefahr, und auf dar Grathelißide
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MO
gab eine- eitebeideade Schlaf ihm den S^ und. die
Herrsckaft im ganzen Reich ^ seinem Geglier den Tod. ^
. JelKt war Auch dair Herzogthum wieder annfittelbar
mit der dänischen Krone varbtindeii;' es war mOglidi^ dass
es wenigstens in der Weise wie zuletzt nieht fortbestehen
werde. Denn die grossere SeiiständigkeiV^ die* ihm zu
Theä geworden war; stand -in engem Zusammenhang mit
dem Rl3cht welches eben Knad Lawärd^uifd iSoin &ohn hier
erhalten hatten. Aa dieser jetzt König war^ so konnte
dasseB>6 als erloschen angesehen w^den. Offenbär abei>
hat WaMemar die. Saehe anders gefasist. 'Die* d^isAe
Krene war tfemals Kein so sicherer Besitz dass sie seinem
Haus#' als unverlierbar gelten konnte; da «mochte^ esnütz-
fich sein^ das HerEogthum^ das man schon eher als erb-
lich nach Art der deutschen FürstenAttmer behandeln
konnte^ noch besonders dem Geschlecht' zu sichern. Dazu
kam, dasiS'auch jüngere Brüder des Königs jetzt regelt
massig nach einem gewissen Antheil an der Herrschaft
verlangten, und bei mehreren Johnen war es geleg^i^
einen derselben eben mil^ dieser Würde au^UBtatten, die
auch dadurch der Famflie gesichert ward.
Zu Anfang freilich iiSt von dem König-nur ein" gewöhne
lieber Statthidter zu Schleswig eingesetaü (Nicolaus Sles-
wicensium satrtjpa). Ob Buris, der Sehn jenes Heinrieh
welcher einmal Waidemars Gegner war, hier oder vielmehr
in .einem andern Theile Jütlands eine besondere Herrschaft
empfing, bl^t ungewiss. Mehr sprteht dafür, dass spüt^
em unehlicher Sohn Chriiloph mit dieiser Stelung bedacht
wm'de^ welcher Heivog heisst und sich besonders in den
Kä^^>fen wider die Sbiven thätig zeigte, dann aber noch
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vor 4mk ytt(r gestorbim ist (im J. 1}73}. Wüektiffer
war e's j64enfalls dass nach dem Tode Waldfemarsu (im J.
1162^ seia jüngster gWchnamiger Sohn dits Herzogthiim
eni^ng, wahrscheinlich «ohon an einer Zeit da er noch
ipindegährig.> war (schon im J. 1163 heiast er Herzog) nnd
nicht d^elbst die Verwaltung führen komme, die er über-
nahm als erjfm.3. 1188) zum Ritter geseUi^enwar: wohl
ein Beweis, dasa es gera^ bei am si^ nicht btos von
einem gewöhnfichen Aa^t^, sondern vw einer fftrstlwhen
yfiktie und ^leUjang handelte. Er nennte* ai|cb das Her-
zegthnm einmal. 'Erbe nnseros Vaters'.
Dem Herzog cuf Seite stand damak der unruhige Bi«*
sstthof Wakiemar v^n Schleswig, eben als Bischof unafebcte-
gig von der berznglichen Gewalt, selbst an^kdnigBcfaem
Blut, während Waidemars Jugend auch mit der Verwal-
tung des Herzogtums beauftragt, «nd durch die Untere
werfung der DitaMrrschen, unter sein Bäthum eine Zeit-
lang zu höherer politischer Macht gelangt, weshalb et,
sifik zu grösseren Ansprücban berechtigt glau]}te. Aber der
Versuch sie gettend zu machen führte ihn in die Gfefan*-
genschaft der Dänen (im J. 1193), und weder seine Er-
hejbung i^uf den erzbisehöflichen Stuhl von Qremen noch
die Hülfe des 6ra|ßn Adplf konnten ihn gegen das Über-
ge'^ht des König! schtttzen.
Es ist fyvker dargestellt worden, wie dies^ Verhält«^
nisse .mit ai^rn terbunden dei^ Anlass gaben zu der
Feindschaß des dänischen Königs gegen die norddeutschen
Fürsten und gi^geii den Kaiser^ sdbst, dem jener nun die
Huldigung vars^e, und wie dann die ^dänische Macht
rasch bedeutende Brfoife im nordalbingischen Lande da-
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Toalnig. ' Bft w«r eben der Herzog Waldemar der -Aaupr-*
südiiioh <äese Eäinpfe Qüirte und dem Bruder die großen
firobermgen macble, bi^ er dann selbst nacb dem kinder*
losen Tode desselben seinen^ Iteon erbte nnd nmi nOfeh
einmal das Herzogdinm mit dem Königreich in deisselbeii
Hand vereinigt hielt (im J. 120^.
Eben Waldemar H. hat aber d(e besondere SteHung
des Herzogthums auch dadtunch, anerkannt, dass er das-*
selbe als besondere Würde noben dem Königtbam der
Dfinen und Wenden und neben der Herrschtft in-Nord-
albingien auiTührte. Er nannte sich Herzog- von' JütlaAd
(dux Jiitiae), und dieser Name hat sich längere Zeit fär
dife KJachfolger erhalten. Mit dem Worte Jütland wurde
aber im dänischen Reich alles Land auf der Halbinf^el bis
an die Schlei und seit der Abtretung der Mark auch bis
an die Eider bezeichnet. Nur die südUche Hälfte dessel-^
ben , wo weder in älterer noch in späterer Zeit eine aus-
schliesslich jütische Bevölkerung wohnte, hatte der Herzog
unter sich; dennoch blieb der Name des ganzen Laildei^
zur Bezeichnung seines Antheils und seiner Würde in Ge-^
brauch, schwerlich aus dem Grunde weil* Waldiamttr 1. ein-
mal auf kune Zeit auch das eigöntUche Jütlsfnd in der
Theilung des Reichs bekommen hatte, sondern eher des-
halb weih nur in diesem Theil des Landes, niemals im nörd-
lichen JüUand, ein besonderes Herzogfhum bestand. Wie
aber früher schon, so machte sich* auch jetzt und in der
Folgezeit der Gebrauch geltend, 8ass man den Herzog
nach der Stadt Schleswig nannte, welche sein regelmässi-
ger Aufenthalt war. Auf das Land aber ist diese Bezeicb-
nung in dieser Zeit nicht übergegangen.
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Waldemar bestimtnte auch das Herzogthnm/ welehes er
{Jsrlwsotuleres Titeriches Erbe betrachtete ^ seinen nach-
geborneo ^il^hiien; zuerst^ da der gleichnamige SItere dici
Nachfolge im Reich erhaKen hatte (im J. 1218], dem Erich,
der cbinials kaum geboren war ßm J. 1216), dann als die-*
ser an die Stelle des fräh yerstorbenen Bruders trat, dem
jüngeren Abel (im J. 1232).
. In di^en Zeiten, und namenUich wenn der Vater des
Herzogs noch den Thron inne hal^, wurde das Herzog-
tum in vider BeaEiehung nkht eben anders behandielt als
das Gebiet wetehes unmittelbar unter dem dänischen König
stand. $0 ist es wenigstens in den ersten Jahren Knuds
und unter Waidemär II. der Fäll gewesen. Jener liess
stcfc als König auch auf der Versammlung zu Ürnehöved
hvMigm, nicht ebne einigen Widerspruch zu imden, dei*
aber bald verstummte. Der König hat fortwährend nicht
Mos dem Bijfchof von Schleswig sondern auch andern geist-
IMien ÜMftern Privilegien gegeben ; er hat sich wiederholt
in def ifauptstadt des Landes aufgehalten; hier fand (im
S. liSTf eine Versammlung aller dänischen Bischöfe statt;
ja Waldemar D. hat seinen gleichnamigen Sohn in glän-^
zender Versammlung der Crossen des Reichs in der schtes-
wiger Domkircbe zum König krönen lassen. Dass die streit-^
bare Mannöcfcaft in seinen Kriegen aufgeboten -wurde, ver-
steht sich von selbst. Besonders hervorgehoben wird auch
die Tbeflnahme der Friesen, die aber nicht unter dem
Herzog standen. ' Nach der Weise roherer Völker wandten
Sie sich mit erbittertem Hass besonders gegen die stamm-
verwandten und benachbarten Ditmarschen, haben dabei
aber auch selber bedeutenden Verlust erlitten.
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Aach die Stadt Schleswig^ deren HandelsbUltiie freilich
schon gesunken war, wenn auch ferne arabische Geogra-
phen jetzt noch aus alter Üb^Iieferung Grosses von der-
selben zu erzählen wissen^ hat die Ausbildung ihrer städti-
schen Freiheiten in dieser Zeit durch die Könige erhalten.
Dem Svend, Waidemars Lehnsherrn, verdankte sie man-
cherlei Begünstigungen, die Schenkung der .Königswiese,
die Verleihung des Rechtes zur Aufsicht über die Münze
und zum Geleite der Kaufleute; ausserdem aber wird es
auf ihn zurückgeführt, dass die Bewohner dar Stadt nur
innerhalb ihrer Mauern vor Gericht stehen sollten, was
voraussetzt, dass diese ein besonderes wenn auch könig-
liches Gericht bereits hatte oder jetzt erhielt, welchem
ein eigener Vogt des Königs vorstand. Die angesehenem
Bürger fanden in der Gilde des h. Knud eine Vereimgung,
welche die Ausbildung eines Gemeindelebens beförderte.
Dies war um so wichtiger, da ihr persönliches Recht eia
beschränktes war; sie zahlten nicht blos dem Köidg eiae
Abgabe von ihrem Heerde (arna&gyald), sondern sie waren
auch ohne freies Erbrecht und konnten dasselbe nur durch
die Leistung des sogenannten Erbkaufs (leeghk^) erian-
gen. Nur die Junggesellen waren davon ausgenommen;
sie hatten auch die doppelte Busse der andern, mussten
aber, wie es scheint, dafür Wachdienste in der Stadt lei-
sten. — Die Aufzeichnung des städtischen Rechts geschah
wahrscheinlich in den letzten Jahren König Knudf, als
Waldemar II. Herzog war. Hier erscheint der König noch
im Besitz der eigentlichen Regierungsrechte. Einiges ist
auf eigenthümliche Weise getheilt: das nördliche Thor soll
der Vogt (vülicus) des Königs, das südliche der des Her-
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dl5
Mgs weiMMn. B« kaim amaniiiMihttg^ mit der beiM«*
dorm VapfliBhliuig das leixtam üe Vertkeidigug der Sttd^
grenze iberiiaopl m besorgen; es kann aber aaefa auf cme
neamig der fitadl.selbst bomneisen, wie aUüspiter in den
Zinsbiieb des ICAiiigis Waliemar angesgebeBwird: Jasa drai
Viertd der Staift Bdm YOitelidienen Mtaigagiit ^abörleB)
mn Viertd aber vom BerMgtbnni.
Nor Haderdeben schent wie Schlesvilg . em eigoMi
atftdfiaehes liedit.ia iltarer Zeil gehabt au haiMi, das
JelfiEt terlooett isly über desmi' dfimsebin Charakter. aber
kein Zweifel «bwaHen kann.
Noeh widiliger aber fiir die allgemeinen VerkiRnisse
dea Lnodes isk es gewesen, dass die umfassende Rechls-*
anCfeeiehnnng und Gesetzgebnnjif wisleke in dam letaten
Mii« Wäidemar IL (im J. 12141) z« Stande kmn^ das ao*-
genanitfe Jütacbe Lov^ seine TeHe An^rendung anf das
Bamog^kum, jn itheihreise jsdhstanf die. fiiaaisdien Qen
biete im Weatea des. Landes erU^ ohne hier flreilioli den
GebFimdi des keinAchen BedUes au yerdiingen. Dar
fcduät des .Gesetses iat nicht kanptsächlieh priTatrtochtlicher
Natur, sondern es enthält ausffihrlidiQ Bestimmwagcii na«
nmntSck midi ti»er das fieriahts-p- und biegswesen des
Landes. Weim es dort zum Tbeil alte EinridiUiligeil be*^
stfttigt und näher regelt, so bat es klar neue Bestimmung
gnn Ton grosser Bedeutung und weüreidienden Folgen
getroffon.
Ajodi in Dänemark rukte der Kriegsdienst auf dem
Gtondbesite; aber da die Grösse, desselben mehr nnd mehr
Uttg^cieb geworden war, kam es auf eine Y^rhAltnissmlissige
Yertheilung der Leistung an, die. dadurch erreicht ward
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iam die Gnindfltöekei » Iteken fioklag oimSSbrnts uh«
gesddagen wurden und jt drei Mark Geld :fiir dm Seesug
einen M«in zu stellen hetten. Die 2u einer sdkit« Verei**
nignng gehißten bildeten einen Hüfenterband (loAiefaig),
und mdircre derselben ; so vkl ein SeUfffinderer hatie^
traten wieder ziaMfkmm ntid katten. das ScUff zu iltelk»^
weshalb ihr Verband eben : ids Söhiff (ski|»n) bezeichnet
wurde. Den Vorsteher desstelben^ Steuerment goftannt,
setzte der Kömg und gab ihm. einen Besitz V6n drei.Maiic
Gold. INes» Einrichtung wur aber nur auf den Seediienst
berechnet, und sie trat nothwendig zuräck, als in dei* Zeit
der WeldeoHure und spfiter auch der Dienst att£ . dem
Lande, und zwar gegrä die deutsdien RiHer d^ Rossdiensl^
von grösserer Wichtigkeit wurde. Wer diesen, leistete
war Heermaim (horman) uiüt befreite sein Land dactarek
von anderen V^ilichtiingen: er galt audi! selber bald ah
höher bereditigt. Der Stand der Bitter faal sich auf 4mA
Weise unter den dfinbehen Königen, spfttiBr aiber nkkf
weniger bedeulend als in andern Landen^ auägekädet
Doch that er in der ersten Zeit den aUeil v^^lksmifissigen
Einriditiuigen wenig Abbrudi.
Diese erhalten sieh besonders in der Gedditsverfassuttg^
Das Landesthing und die Hardesthinge, wek^ wediselst^
wase je tdle vierzehn Tage gehalten wurden, bleiben:
fortwährend besteben. Doch- werden die Urtheiier nun
regelmässig auf längere Zeit bestimmt, acht Näfnmger {d.
h. die EmMinten) für das Hardesthing auf ein JiAr, die
über Ranb Diebstahl und nidit be&ckte. GewaltOaten
nrtheilen, ebenso viele Sandmänner (i. h. Wahrttänn^^
veridici} auf Lebenszeit, die auf dem lardesthittg tber
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VbrWmiteiiffKIihiA^iMi luii 4«n Gnt 4«r kircUicIlM
guter ttrtheiM/- Meiern LaMlesfliiR« iber Aber TodefdiBg
Verkfimaelpiig ^«ad GewalttbäHigkeileii gegm Personen.
IMe iMsterft werieHf'4dlerdiiig8 von dem König ernannt
docb aus den 'OnmiMgeiiäiümeni der Hirdie^ und auch
sie eittd dooh> mar dg Vertneter der Oeineinde nü be*^
Irachl^ y deren Ehtsdieidnif i» eihtebien PttOen noeh über
das Vrthefl der Sancfanffiiner g^t. Die Ntfninger ab^
sind noü^h nielür M iSe Ani4chl der Gdaammtheit geUnden^
deren GutaiAten sie tor den Urfb^ einaubden haben^
Ausnataiia^ei^ei#erden bei mnzeixim Verbrechen auefa
noob NtfnSngier fttr einen beetimBiten Fdl ernannt. Wenn
dies Mher als die allgemetne Regel erschein^ 9^ hat nan
sidk dierdings •dareh die verändi^en Einrichtungen iiii
GeriiMsiresen mtkt der Tkfttigkeit ständiger Richter ge^
nfHi^'y aber doch' in sdleber Weise dass eine kbeniüge
Thaänahme des Volks am Recht erhalten bHeb, die 4iich
auch in st^ftterer Zeit nidit ganz verloren hat und sicher
wesenllieh dazu beitrug der ganzen BefMkerang einen
krilkigereii' Sinn und mehr selbetändigen Charakter au be-*
wahren.
Gewiss tr^g die* neue gesetzliche Ordnung «Heser Ver-^
btitntsse verlntnden mit derAufiseiehnung wenigstens ein«
zelfier Thefife des Privatrechts* ialJMschen Lov wesenffidi
dazu bei, das dfiniscbe Etemenl im Rechtsleben des Landes
zu befesligen^äs hat dies in der iiädisten Zeit. wohl dazu
gedient, dem Eindringen und Herrschendwiärden des deut*
sehen Rechts einen Widerstand zu leisten, der bei den
politischen Verhältnisj^en welche einiraten ohne ein soldies^
schk*iitlich abgefessles äusAihrliehes iSesetzbueh nothwendig
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hlltle schwücker sein .mtesML BM dMi UfQ^WaMonar
seilst eiiie solche Absicht vMrgssch^dhthaha^ :isi fireüidi
mehtxa.dcsdien; «her dar Erfolg ist gewiss, .imd diese
pohtjsahe Bedeatong seiner geseU^ekelrisohea ."Hiitigkei
darf aln wenigsten ausser Aobt gelassen iWerdiAi. Aber so
stark ist atich das JtttSche Loy nidK gewetan[| dal» es
für die Zukunft die Einwirkung dito deutadien. rRechles
gftnzlieh hfitte aosschliesfien hMaen : diis g^m^ine Recht
des dMtschen Retohs, wie es sieb anf heimiSchBrund rö-
mischer G)rundl9ge ratwiekette, hat doch, spiter Einflnss
und Geltung gewonnen. lu den StSdIen ist xmm Theil
geradezu deutsches :Recbt angenommen worden; dieKrie-
am gaben später ihren alten GewohnheHen eine weitere
Ausbildung und sicherten ihre Anerkennung. D^gegm
wurden wichtige Theile; des Jiiitscben LaVi kesradMs; die
weldie mit 4er poHtiscbea Verfaswng in Verlnndnng: sMat«
deiVy bald. genug hinfilllig.
Auidiliat diese Arbeit^ so siete sie sonst einen :di|mF*
sehen Geist athmete, sieh den vorhandenen netionialen Yerr
häHnissen doch insoweit fügen müssen ^ dass, ausser eHmf.
lateinischen Bearbeitung, auch eine niederdeutsche Üb0rr
Setzung dem dänischen Text znr Seite trat, wdehe für
die deutsehredraden Einwohner des Landee bestimmt. .gewi9^
sensein muss. Sie gehört noch in das 13te Jidirhunderfc
Allerdings wurde, nach dem was Uer eMwiokelt.isl^
das/Land weldies d#r sogenannte Hersog von JttHand ni|-
ter sich hi^tO) zur Zeit der Waldemare weBeatiich jds ein
Th^ des dänisehen Reichs behandelt. D^h: sehloBS dies
riles nicht aus, di^ss es zunächst ihm, ^em BeriiQgi un-
terworfen war : scbon Waldemar fl. nennt e% als.er ibnfi nur
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ab Hersog Tofetuld, getladeza ^nnser Ltiid'. Eb m*
wMi U4M ein herKÖg^eB Amt wma iMStioMutoal Rdohtwin*
nerlidb der Giieiizeii im dMUigea JMaod g^dhildet wor-*
clm^ fiondern das Land Selber war, unlmr. YorbeMt ein-i
veliier Rechte fKr deäi KöBi^f/ dem Heraog ^cartilagtal
mit «iHÜäriseiien «nid Indieidioheii B^fug^aisseii Mde sie da-
malig Silin Weien eines besonderen Für^eiMiHBis ^cirech^
net würden«
Ob der Umfang dieses Landes versdüedan gewesen
bei der Vin-leiiiung an den Orosisvater WaldeiMr II.> den
Herzog Knnd, und jetzt da jeMr Kdnig das HerzdgthMQf
seihen Sohne HbertM^, ist mit Sicheilieit nielit zu enniti*
teh, aber es kann nicht für watarsbheinlich gellto. Sau
Heriog Abel ist bestinunt keine wtebntKche Vei^tferutig*
Y^ry^ittemen worden. Das Herzogdini. erbtrieokfe skili
mm^ Ton der deulschm Grewe aii der EiMr und Le*^
vensan im Säden Ifis dorthin wo die KfinigB-- oder Skol«^
borgiNraue fliiisst und mif der entgegengeisetzteh Seile die
koidmger Bnohl in das Lafid hineingreift^ 'anNischen beiden
lag dichte Waldung wache die Anwohner trennte. Das
Land südlidi von dierär Grenise bildete drei Syssel, int!
rilen IMmen Istalhesys»! Meemmpud und BarwithsyiMä.
benannt: keines darseB^en bfidete geograpUseh belraditet
emen besinank' abgegrenzten District, drer alle drei zu^'
sfonmen madkic» eifa Gebiet aus, das sich auch in,territö-^
fialer Beziehung von dem nördüdien Landä scheidet. £s;
grenze wesdioh an die Friesische Marsch^ weldie seih-^
stttüdig dastand; wfthrend «^6 irm Festlandsharden/ die
Sfitter-und Norder«4i0esharde zum Istathesyssd, dieKarr-
hätde Bum BSü^msyssel gehdrten, und dedUdb' auch unter
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fM
dien Herzog g«legl worden. Ebenso dm Land sttdKoh d^r
Sddei, obsckon es nidiiin jeie Eintheifaing begriita wah
Dagegen sind die Insebi wekhe q^lter nnt'dem Htosog-
tiinm rereiittgt wnrden ihm damals frenldgewesen, jedm*
faHsFehmem^ wdü^sekeinlichalidi Alsen sadAotM. Anoli
die Stiidt Bipen, mit dein was nimrittdbar untar.diili.idoN*
tige SgUoss gehörte, wtar woU taiemids .in disiiHer»^
thnm einbegriffen, wahrscheinlich weil sie früher ssckwimi
einem anderm Syssel gerechnet ward.
In nmmltelbarer Verlnndnng mit dem Konig eUmdeti fie
Bischöfe ron «Schleswig und Ripto. Die* Diöoeae. des er^
Stern laggalnz, die des Bq>ener Bisdiofii nur IhdlWeiae in*«-
nerhalb der firen^en des HerxogthtimS; und anf die:kireh*-
liehe Verfassung- ist.^daher bei der Bestimmtnig seines Um*«
fangs Iieine^Mcksicht genommen worden. *. Diese Ari anohr
mit jener Sfsseleinfteiittng •^niekl asnsamniett: einlleM vom
Mmm- und Bari¥itU5yssel gehörte zb Ripen, dessen Gerenne
im Sttden die Wtdane war, während der SeUeswiger Bi-
schof ausser dem übrigen Theil dieser ! beiden Provinasei»
und dem dritten Syssel audi das Gebiet der Mark nnt^
Sidi hatte, und ausserdem alle friesisehen Gegenden, nur
eimge der nördlichen Inseln ausgenommien,' die aber we<*
nigstens zum grösseren Tb^ doch erst t^ätm- in Ver^
binduing mit Ripen kamen. Es gab nicht Mos in ScUes^
wig sondern anch in Hadersleben dn besendtees DonuNH
pitel. Die Besitzungen dieser Stifter und der BislGhöl^ seibsi
waren dem Land^sthing däsHerzegthums unterworfen.
Die IQöster diBs Landes stüiden ganz unter dem Heimzog.'
Sie warän bis zum 13ten Jalnrhnndert nicht zaUrdch: das
Rye^ oder Ruhkloster in Angdn(Riis re§^)^ früher in 6idd<^
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kofan am La«gBfee, wa es'haeh/.dsv Cisleräenäeirefd a»
die Stelle des: älter» Botödietiii^kkwteirs zu St MiohädiB
in Schles^ gegrü^rt wiintef (a» J. 11«I2), dann (im J.
1210] dorthin ia die Üfthe dedischAneii flensbiurger Bu-«
9ems tbertEagin; das > St. Johanns ^ Nonnenkloster bei
Sehlesmg (seit d. J. UM); Lygamkloiiter (Locus IM) im
Sttte Ripen und ebenfiriis anstatt eines filtern Benedieti-*
neitioslers in der Ntthe der Stadt ipt Gisterciensem be*-
seCel und nach iiesetk Orte' YnfÜaiiaBt (im I. 1173). Die«i
sein b»t Hersog Abel setee Privilegien bestätigt und riSe
Besi^ngen mt^er seinen Sobatz genommen^ noch bei Leb-*
z^en seines Vaters. Hierzu, kamen m (Moser Zeit dk&
Franziscaneriddster in ScUeswig Tondern Hmlendeben und
später in FlensAurg^ KIdster der Dominicaner ^n Etaders*^
tebisn Schleswig und Tondern. Nor die älta-en erlangten
ebenso' wie <fie Bischöfe und Domcapitel grüssere Besitran-p*
gen imLsaide, in denen sie dfe G^ohtAariieit und andere
Reefate ausfMem Doch geschah «q^fiterÄhidiohes bei &m^
Edtiteu anderen Stiftern, wie dem Geaithaus zu Hensburg^
ja selbst bei ekligen PAiirrkirchen.
Der König hatte sich das Krongut (Konungslef) yörbe-
haften wekhes inAerhalb der Grenzen des HerzogUiums
lag, und das besonders in dein Gebiete d^ alten Mark ron
bedeutender Ausdehnung war. Das Hausgut (Patrimonium)
musste dagegen mit den Brüdern zur TheSung kommen.
Zum Krongttt gtiU^teh auch die dreiviertel der Stadt Schles-
wig. Eine ähnliche Thefiung findet sich auch bei enl^n
anderen Recht: von den vier Salzbuden (Briennie^tallier)
in FHesiand gek^en dem König drei, zum Herzogthnm
ekle. Man könnte vernmÄen dass dasselbe VerhälMss
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mck avf Ae Bmtabintii' aiis den Lnrie' Aiaireildiing ge«
taulen hätte. Doch wiUe ddnn schweitidi gomde ifies in
Watdenurs Zindmoh fen^efiihrl wordim; es sAenil viet^
HMto dasf sie aUe dem Hehsog znRoäsem. Andk ii^' es
dieser weleher tber im ta Gunsten einaidMr Eomurten
verfügt Schon Abel eiliess dem Bisshof ton iüpm für
seine Bauern auf mehreten fiüMrn im Esrasogthnm alle
Ahgahen nnd Dienste; dflfnr s^ er200 MarkSiberethal*«
ten haben^ ein Bemreis dass der Betrag jeiter LtislungM
nicht nnbedeiittad war. AniigeB^mnieii wurden aber hier
die HeeHahrt und die Leistimgen.witeheSliith nnd Otter-*
sadtha genmml werden, nnd denen anderswo ;^ine dritte
fan» £dgezftUt whrd. Das enAe sdieint ehie aUgefmeine
Abgabe 2a seitty dem Grafitoschatz der Bbteteü iToU zfä
Ttergleiöhen, die beiden anderen (namentlioh ^inn«^') §iM
werden Arhnten.bezeidmen die für kriegerische Zwodi^,
wie^ dort für Burgen und Brttcken, unternommen werden
nuisstini. Diese also standen dem Herzog M. — Jhr^
selbe erhob Zatte in den Marktstfttlea des Landes^ ife^
sonders zu Schleswig. Die Übung des Ifün^recbtS' war
streitig.
Es geh<»ne recht eigaitlich zu i&r nrspr(ing^ichen BSe-*
deutung des fientogthums zu ScUeswigi dass es das Auf-^
gebot im I^ande und .die Verfiigung tfter die kijogmachen
Krüfte desselben hatte. Doch wiMren. diese freilich 2mi
Sdiutz des Königreichs bestiomil, und eben die Gesetzte-
buttg Waldemar ü. hat näher ansgieführty wie auch hier
der allgemeine Dienst zu lösten war. Als aber später
die H^zoge dem König feindfich eitgegentrateai, kann es
känem Zweifd unterliegen, dass jene die Strmtmacht d^s
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iMdesimr wb titfgebbtöh Inben. INe Könfige (kigiig»it
hielten dttran CmI, dass zaur . äll9ömeiiie& üaerfUirt ihres
ReifiiieBi wie m freilich nur sdtener bescUobsen ward,
fmdl die ünteiihaneft des Herzogs pfiicbtig seien. ^— Die^
9^ aber soltle sie dann selber dem König jjuflihren) und
ds hinddte sich deshidb doch svnächst von der Dienst«-
pfliehl wdeher er: mit seinem Lande dem Königreich ge«*
gwtter UBleriag. Dibei: hatte aber der Kön^ ancb eirr
gene Heermäimer im Heraögthvm^.welehe.iito pen^öiUich
anim Rossdienst verpfllahtet waren. ^Der EMg) sagt, das
Jiltsäi^ Lovy kann sidt HÜamer nduben im ganzen Rmdl^
der Herzog bn seinem Harzoglhnm'. Dteile kfiniglidien, Va^
sMm sUcl^ d^r Herzog im Laitf der Z^ wie das Kö*^
nigagttt selbst an sich zn bringen. Dasft er dabei Widär«
stand Itod beiweist aber aiebt,. dass der sich bgdende^BJf-»
kvstand des Landes ganz von seiner Gestalt atta^inoin^
meof war. Zeigte derselbe Neigung eine. soMle SteUong
(»munehmen und sieh dem König nähar zil verbinden, so
ist es nur dasssdbe VerbäUldss wie wenn die holsteinsohe
Rillarsdiaft sieh dete- Lehnshenh ihres CHraf^, d^m sftch-
sisiDhen HcNrzog, attch gegen jenen ansdltoisrs.
Wie abör «Hes» Uäi^tand zn ernsten Strdtigkeitenspi^
tet Aniass g^gbben hat, so ist auch ändert in dem Recht
«ttd dar Geltung des Hensogs mederholt angefochten wor«-
da«. Mcht die Behauptungen der ^en IReite oder ge<*
zwnngene Zngestlndnisse ehieis AugeiMcks geben hier
den Maasstab ftii" das was bei^and Und Reoht war, son^
dem dfft dauernde Gebranch, wie elr sich in ^haiten»
Urkunden zeigt und schliesslich fast jederzeft durch be-
sondere Verträge anerkannt wurde. Dabei waren db^Be*
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fug^iisse wtA die Selbstflndif keit des lierzofB mutet iM
Nachkommen Abds fortwährend im Steigen begriffen;
An und ffir sich war die Übertragung des Harzog*-
thums an diesen Sohn Waldemar D«. nicht ieben ve»
gröss^er Bedeutung ab das was firflber in ähINKcher Weise
geschehen war; auch enqifing er das Land wahrschendieh
weder in w^erem Umiang hoch mit ansgedeiintereiQ
Recht ris seine Vorgünger. Dennoch ist giarade «^fiese
Yeorleihung von den be^ieutendsten. Folgen gewesen.
Darauf haben yerschiedene Umstände' Einfluss gehabt:
dass das Geschleclrt des Herzogs sieh anderthalb JaUtein-^
derte im Besitz des Landes behauptete, liaehdem nur ganis
kurz; noch unter Abel selbst, eine Vereinigung d^ dini^
sehen Krone in derselben Hand stattgefunden: hat; dass
eben dieses Haus fortwährend nach gröstserer Vnabhängigw
kdt strebte wie sie andere Fürsten der Zeit besassen;
dass dässebe ausserdem gleich von Anfang her in nähere
Verbindung mit den benachbarten holsteinsdicai Grafen
und dberbaupt mit dem deutschen Lande trat.
Zu einer solchen V^bindung wurde der Grund noch
bei Lebzeiten. Waldemar H. gelegt. Abel vermählte siek
mit der Heokthilde, der jungen Tochter Graf Adolf IV.
Die erste Verriirednng war schon bei der Aussöhnung des
Grafen mit Kdnig Waldemar getroffen (im J. 1220), der
Vollzug der Ehe fand später (im l 1237, April 25) statt.
Beides g'eschah offenbar mit Zustimmung des Vaters, der
glauben mochte aus dieser Verbimlung mit dem bisherigeh
Gegner Vortheil ziehen zu können. Aber ein späterer
Chronist, weicher hier im Lande lebte und die Folgen über-^
schaute, liess sich das nicht einreden; ^Wddemar, sagt
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er 9 Imbe es ndiwer anfgenömmen, da er hiervon einiäi
kiiirft%0ii Zwtefc zwifloheii den fofidem fürektele; was a*di
einferai Deiin von dieson Tage hörte niemds auf der
innere Krieg in DiBeniart: zwischen den Königen nnd
Herzogen'.
Allerdings gab dazu die Verbindung mit Holstein den
nttchsleii' Anlass. Herzog Abel^ dar einige Jahre die Vor-
HiwidsdiiA aber seine SAwftger die jungen Söhne Grttf
Adolf IV; in Holstein iiihrte, weigerte sich dem Aruder
Eri<A, d^r nadbi seiner Thronbe^gung die Pläne des
Vaters gegen Hi^tein aufnehmen w^te/ die veriai^^e
Htdfe zu leislen; er versagte sie abar auch nioht blos
für dieses Mal, s(mdem wollte dem Bruder Hber^dl keine
Dbnste schuldig sein. Seine Ansicht gusg dahin, dass eir
das Harzogthum mit . deniseften Recht empfangen habe
wie d^ Bruder das übrige Königreich, als väterlidiesSrbe;
ohne jede Lehnsabliäflgigkeii In den wiederholten Käm^
p£m .welche hieraus erwudisen suchte und eriüelt Abel
seinerseits die Hülfe der norddeutschen Stftdte und Für«
sten: 'er erniedrigte, sagt die Lübsche Chronik, das Reioh
■dt deutscher Hülfe mehr als es sein Vater je erhöhfö'.
Auch der Bischof' von Schleswig weigiNle sich diem König
zu. huldi^n und Mess sich von dem bremer Efzbisch<tf
weihen: die alte Verbindung üit Deutschland suchte er
wieder anzukntt^sn« Es sieht dioch in einem gewissen
Zusammmhang damit, dass um diese Zeit dem Orte Ten-
dern an der Widaue ;das Recht der deutschen Stadt Lübeck
ertheilt ward: diese übersandte 'aus Ehre und Liebe gegen
dm Herzog' eine Abschrift ihrer Statuten (im J. 1343, Mai)«
Nachdem der Kampf mehrere Jahre ge(bHM*t undman^
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che Orte des Herzogthums^ Tondem Haderslebeii Apen«^
rade Schleswig sdbst^ schwer betroffen hatte^ kam ^ mm
Aüstrag (im J. 12AB) in der Weise dass Abd fiit dein
tterzoglhum den Bruder ate Lefanskerrn anwkaiinte: 20
Ritter wurden von jeder Seite als Geisel ftr den Ver-
trag gesleUi
Als aber der Mönig zwei Jdire später auszog^ um
Rendsburg^ wächeii in seinen Händen war^ gegen die IM-*«
sten zu schtttzen^ imd auf dem Wege nach Schleswig kam,
fand er hier ein gewiallsames Ende. Denn nun liess Abd
den Brüder gefangen nehmen ^ und da seine Leute ihn iM
einem Boote auf ier Schlei wegführten, :f<dgte^ wie er-
zfhh' mfi, ein Däne, der zum Herzog ftf^ergegangen war.
Lauge Gttdmundsön, und erscidug den König, in der NttÜisi
von Missunde (im J. 1250, August 10). Die grame That
hat lange im Andenken der Menschen gelebt^ und Sage
und Dichtung haben sich ihrer bemächtigt, so däss es
schwer ist den Hergang und Anlass genau zu erkNi-
neu. Doch schon in demselben Jahrhundert erztfhtt eine
deutsche Chronik, <fie dem hölstbinscheli Grafen Gerhard
gehörte, wie der ^untreue' Abel den 'mildebV König Erich
beim Bretspiel plötzlich festhdimen und tödlen liess. Ali^
Säbne soll von Abel das königliche Schlossin der Sladt
Schleswig zu einer kfrc^iichen Stiftung dargeboten s&n.
Bs hat sich damals nicht um das Herzogtlinm gehandelt;
aber die That brachte dem Abel die'cMnisdie Krone, —
nachdem er mit 24 Eide^helfern sich von dem Vorwurf
gerdnigt hatte dass er den Mord des Bruders befohlen
habe. Er wurde gewählt auch aus dem Grunde damü
das H^zogtfaum wieder mit der Ki^one vereinigt werde.
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IST
Ai>^ : es . geschieht dias jetet für linge Zeit zun. leto^
teil Mal. Auicb belauft Abel dasselbe wie seoi Vater in
«seT gewissM SelbstäBdigfc^t: er behält den herzogli«*
eben Titel bei und ratersoheidet in ein«ebieii Urkuiideit
aiisdrttckli(A zwischen /unserm Iterzogftam und dem Kö«
nigreioh'. Bei dem Streit über Rendsburgs Be^ liess er
die schiedsrichteriiche Entdcheidung offenbar dai^uf rich-
ten ob die Stadt zu Holstön oder anim Herzogthüm* ge«*
böire: den sechs Schiedsrichtern aus ^nen. Lande wärai
ebenso viele ans Schleswig, wi^ dejf GeiSdachtschreiber sich
ansdcückt, nicht aus Dänemark, zngesellt. Des Ansqorudis^
der: Ar Holstein enlschied, ist früher gedacht worden.
Abel wandte sich ausserdem besonders gegen die. Frie*
sen; Sehcün Erich hatte mit ihnen S\mi gehabt wegen
eip^r Steuer die ^ aufsge^chrteben hatte, yon der »e sich
füher «Heiner Summa losg^auft hab0n.soHen;/iiech in
s^iIl{em letzten Lehensjahr wmr er von ihnen mit Verhist
zartij^kgescUagen. Ahei erneuerte .die Forderutig einef
Abgabe; und zwar nach dem Maasse wie. er sie in seinem
Herzogthum aufgelegt halte. Er hegtii einen alten Zorn
gegeii die kräftigen. Nachbarn , die: ihm ais Herzog lästig
gewcarden sein mi%en.. Vielleicht lag ihm der Gedanke nicM
ferne, sie überall in nllhere Verbindung mit dem HerzogH
thum zu bringen, -r- 2^eunal ist eat dann wider sie ^«us^
gemgen. Das eine Mal im »Winter, wo die Wasser ge-r^
froren wtaren. AJileiä die Friesen, nach altgermanischer
Säle geschaart um dws ffild des heilten Christian, das sie
auf einem Wagen mit sic^ fülhrlen, zogen ihm entgegen,
und plötzliches Thauwett^ nOthijgte ihn bald zum Rück-
zuge. Dann kam Abel zum zweiten Mal den Samper, jind
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AAr die Bider henmler nach Bidersledt, wo or beiOklaui^
wort lagerte and das Land beschatxte und beraubte^ Ba
entschlossen sich die andern Friesen den Slammgenoasen
Htife zu bringen. Wie ihre ahe Cluronik ensahlt, versam-»
mdten sich die sieben Barden des Strandes -a«f ihrer al-*
len Thingstätle am Banermannswege und besdilossen ihre
alteh Freiheiten zu schützen. 'Bhe sie König Abel woU-*
ten huldigen und schwören^ ihoi Schatz und Zins geben^
woltten sie lieber alle darum stoben , oder auch Kö^
Abel sollte sterben'. Als ne mit gesammt^ Macht gegen
das Lager des Königs zoge^^ verliess es dieser/ würde
aber auf dem Rückzug angegriffen und rerlor viele Mami«'
sehaft. Auch die Eiderstedter erhoben sich jetzt und setz-
ten die Verfolgung fort. Die Beschaffenheit des Bodtos
verband sich mit dem Ungestüm d6r Kämpfenden. Das
Beer wurde vernichtet^ der König selbst fand seinen To^d
auf dem Mflderdamm, der durch die Niederung ging welehe
Eiderstedt von dem FesHande trennte ^ ven der Band ei-^
nes WagenzimmermannSy der Wessel Bbmmer aus Feiwenn
genannt wird (im J. 1252^ Juni 29).
Es ist eine der glänzendsten Thaten in der Oeschidbte
des friesischen Stammes^ der sich damals auch aa ande-
ren Orten gegen die eindringende fürstliche Macht zu
schützen hatte: nur wenige Jahre später fand Graf Wil-
helm von Holland, der die deutsche &one trug, eiaea
ähnlii^en Tod. — Wahrscheinlich ist damals die Mttden*'
bürg an der friesisdien Grenze zerstört wonkin', wo der
königliche Vogt, der das Landgeld erhob, seinen Süz ge«
habt haben wird. Die Abgabe wurde eine Zeitlang- gar
ni<^t gezahlt.
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im
■- Zu TöHiger Freiheit und Uhabhängigkeit sümI die Nord-
friesen aber auch durch diesen Sieg nicht gelangt Sie
standen auch nicht immer so etnmdihig zusammen wie
dies Mal. Ni<At blos die drei Geestharden, welche zum
Herzogthum gehörten^ waren von den andern getrennt;
anch diese bildeten verschiedene Gemeinden^ Zunächst
hatte jede Harde filr, sich ihre besondere Gerichtsversamm«'
hmg und eigene Vertreter , Rathgeber oder Rathmannen
(coiisules) genannt; regelmässig zw&tt an der Zahl; sie hatte
mxik ihr besonderes Banner und führte ein eigeneis Siegel
Dann traten ehizelne wieder unter sich in einen näheren
Zusammenhang. Aus drei besonderen Landschaften oder
Inseln bestand das jetzige Eiderstedt: das eigentliche Ei-*
derstedt Everschup und Utholm^ zusammen auch als die
Dreilande lezeichnet und unter sich in näherer Y^in^
düng. Mitunter wurde Heyer am nordwestlichen Randd
noch als besondere vierte Provinz oder Insel angesehen.
Von dem alten Strand, d^ aus fünf Barden bestand, sind
jetzt nur Trümmer in den Inseln Pelworm Nordstrand und
U^en HalEgen übrig. An ihn scUossen sich ndtdlicb
die Bdcking« und Horsbüllharde, welche am meisten
landfest waren. Diese haben sich später mit den Strand-
harden zu einer politischen Genossenschaft ver^nigti die
alte Chronik will, dass es schon zu der Zeit des Kampfs
mit K&nig Abel geschehen war. Dazu kamen die Inseln
Föhr Sylt Romöe Amrum und das ferne Helgoland, diö
aba* meistens doch ganz andere Schicksale hatten als der
übrige Theil des Landes. ZaweSen aber trat auch eine
grössere Gemeinschaft wenigstens der Hauptgebiete hervor:
die sämmtlichen Friesen in Utiand haben einen V^trag mit
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Harabiirg aitf drei Jdure gegehloflieiiy in. dem sie yen^re-
chen dass bei Verletzuag des Friedens ihre ginze de-*
meinde für den Sdiaden haften wnlle (iin J. 1261).. Bs
ist ein einzelnes aber bedeutendes Zeugnias fiir diä Siel**
lang wdche diese €rebi«ke, damals einnahmen.
Hatten die Friesen aber jetzt dem Abel wideraiandeny
der als König und Herzog zugleich gegen sie auftrat, so
wurden sie bald auch in die Streiti^€»ten dieser beiden
Gewalten hineingezogen. Schon die heimisdie Anfzeich^p-
nung bringt es in Zusammenhang mit diesem EretgnisSy
dass die Friesen sich später, an den Hera»»g zn Schleswig
ansdilossen und mit ihm g^en den fernen KMg der Da*
nen hielten. Darin scheint es sie nicht beirrt zu haben,
dass es Abels Nadikommen waren weichte das H^ziOgthnm
behaupteten. War der Sitz diesernäher. und konnfta äre
Herrschaft deshalb als. düückender odi^rgefabdicher angese-^
hen werden, so musste es auf def anderen Seit» von Werth
sein, dass man so mit Nachbarn in Verbindung trat, wekh^
bei Handel und Verkehr Vorth^iie gewähren kaniäen und
Ton denen man hoffen duiifte (kss sie geneigter seit! würden
die hergebrachten Rechte und Freiheiten des Volks zu si**
ehern als (fie fernen dänischen Könige; Aber ohne bef**^
tige Kämpfe sollte es freilich zu dieser Verbindung nicht
kommen.
Zünädhst begann ein neuer Streit über das Herzog-«
thum selbst, der sich dann aber zugleich auf allgemeinere
Verhältnisse erstreckte und der für Dänemdrk ebenso wie
für das benachbarte deutsche Land die grösste Widifig>*
keit erlangte.
Mit dem Tode Abels hatte die Vereinigung des König-
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161
reiehs und Kenogfbnm» in «fnerfland bereitis ein'&ide. Sei--
nem Bruder Ckristoph^ der diese» von ihm verfangt hatte, war
es abgeschlagen. Abel hatte die- Absicht gelurbt es Tielmehr
seinem jungen SohnerWaldemar zu tibertragen/ als*derseibe
auf der RttddEehr von Paris in 4ie Hände des Erxbischofs
von Köln fiel und hier gelange gehalten wurde. 'Gleich^
wohl hatte der König die Zustimmung der Crossen zu selt-
ner Nachfidge auch im Königreich erlangt. Al^er dies
blieb nunmehr unbeachtet;; der Söhn «ward tiiergietngen,
dem Bruder die Krone übertragen. Das ist ein wesent^
Uoher (kund zu all^n was folgen soBte: die jtlng^e Li--
nie Christophs ^Melt das Königreich und s^hloss hier die
tilere Abels von dem Throne aus; aber diese sah es als
ein Unredit an das ihr widerfahren seA^ und Irat, wenn sich
fielegmibeil; zeigte, mdir als dnmal mit Ansprüchen audi
auf die Herrschaft in Däneaiark hervc»*. Ausserdem ab^
hielt dieselbe an dem Besitz des Herzogthums als ekiem erb*-
lichen Recht der Faimlie fest, wührend Christoph und seine
Na^kommen audi dies zu bestreiteii und mindestens die
Stellung der Herzoge so abhängig wie möglich zu ma-
chen Sitten.
Es kommt da bald vornemlich auf die fVage an, ob
das Herzogthum als ein erbliches Lehn anzusehen sei oder
nicht. In älterer und neuerer Zeä ist das besMtten wor«-
den, weil es kdne erbUcben Lehen in Dänemark gebe.
Die Bdiaaplung, so zuversichtlich sie frtfher oder späler
erhoben sein mag, ist ungegründet. Währ ist liur da«;
tterhaupt die Lehnsverhälttiisse in Dänemark wenig aus«-
gebildet waren, da sie erst später zunächst von Deutsch-
land her Eingang gefunden haben. Von einem besondet-
I. 11
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16t
fi8 mA die Grwdsäläse dea; dmi«^^; b«lvir^Qhte tf eh^e
alioh ito DäftMark aiiiBÜU)|[e Amreil(l«u(^ finden. 'iQie Sirtt-
«m F(ihil6litliitfn Ute ^ia Leta, m^ n^wrd^ dbierrjeliefi \m
41e d^tsoben: Fürsteiiainii^ j^lAer . Zcüt «niK «As; eift ftoir
4$bes behwdeli > AUe Dtmdikomii^ ;KnQA U'vi'a^.! Il«b«ii
^ ^rUU^hes lUchl) d&rwf in Aimpru^b . geiuMito^; wd
es kaaa «Seht Wwdi9ifi^h«ftto,: dfls^ Ab^ GmUmhty MU^
-gf&ckiossen .vi)n./d^r Kr^na; v^.miffams Uers^ArMÜdQlt
Die ii/ön^ hfüeQ cün g^witelfea Rechl Aeraolblsii^flituDkfilGHt
gör^d'^isu b^Mtton^ .M etH« .)R^iedeiite)reHiigiti{g: 4fii 'Lan^
rd^smU der^KfoQe babw sie' niebl.gedifluQbt. [Aber: )di^
jedealtaKgei.JHerzQg xdlt^ docb die fitthdliwgidee.i^nidte
ifeun^cbst ibfer: finnide yerdiaiib^/iedier, Au^debMAf >aefoer
'B^vigmA$e HüAen. ^ne sii^^h ent^ef en undil^e^c^iräilctett alidi
4(^ was h^cgebr^ht waf. Bei mindelrjfibrtgäa Eütfitefa
'fiiihm^n..si6 i«u&a^]!>dleai das Ißeoblr d^r Tfltfmiibddcfanft! ih
'Ansprui^'iiitd: ^ucibtm aaf düesem W)eg)i^ äffeftfiinfldäs im
.Laiide.:ziK leriiaHen imd zu vehnebren. ^ ; :
Dem gegenüber streben die Herzoge diedMlhape ^el^
Jung^ J5U bebfftpli^; aucb utaU waitäiwIRacbke msidi zu
]N^ingeii;i-si0 traobten liaeb/död^ Besitz ^desKdlügsgiileSriin
J^nde, : naob ' deAi Erüri^b: der faeinehbaiitcni: Eiiesiddban
.Giebiete und der tosQln lUe im d^ti'OsUdä^e; liegmr. /Abi
«»abfdinglkyi fiä^i^i^cbl; il^i^fii fi^imesi bab^an/sieikdiicbZwei^
My ttnd:Mia)inr:iii6;aucb biil0 OberboteU; des Köaip äner^
4fiaimeii^ iHvoUta aie dödt doiii Biasltas ,TQn sl^iaet YfvieiMig
-oder Meabantuhg »bluftbbäilgig oiacben^ )Biei: dßii Vei^
•ibBidigubgüurec Bxittie und Ah^rfiob^ finilai BieidieDnler^
li .1
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$»9
ig«iefkiJriim)«|e,frA9seib«i»,;m0M«», ^tmusifih-dmVkm^ir
tgitff»M^Bi,^W0e.^QnMr^.. Vier Gßgimfi\n 4tfr
tW.^m ei9itv:fr«i^flrQ.gtJ^ff1jbi<)|gfcwt(,<i«wejyNKflQm Köatflh-
; Mji.ftgT: Ä#nfl5 *!r. ««tfi «l|ft«e iWeM«; «ffw#Rli#,;l»at,f|S. sw»l»t
^/R^x imiAitß]si^ }ibm»ß'.ff>HifP ^i^»ß^wi''^h9^
im Einzelnen fast etwas £nnade^()f:,l)pt„,, Jf^ln, ^ecmlMi|t
jisJj|ftef,.^ss,^,|^erjW8^W'iJWmfl^ »e#»r,dw» ^«iH^shen
j^i<ft,eptfii;cppdet,,fli}4 ^ :(jl,en„))9Fw^h])«r^ dpatd^nn ^
iW^teR hJ9^erg;eft9g.e^,^<}j ,, > ,./ . , . ; . .
. |, ,J!foi9li )y^ej^^ .^^t^js.f oj(mi i^,.dsr Ge^i^^fiscbaft: ^wa,
Vegf)ni^,.4^r. ^eitj, dad|ß . Ij^f iq^eq ;GfafeD,. sei^e
i)}»jjii^^, djj^ Pqofet» ^essplhep ■gj^^ead a^fc^t^n, .«rst *|r<*
J|^jfE^)^e,.,yefflUi^q^l^[^ ,j^,..!^We:,,fAflr jjurti<*g«'ri»a»a
jTOUF^emfld.tltjr, Kj^]|ig.;^W^Hif , ,;4fs».«s, , r^n i^. t^iäag»
^j; sojiK^ni i|j^.:nac^jjjjipqt;ipid.xau^,j(,e|wpamt eijBBpi d«r
^i^, 4|b^ IQ^er ; ,in , Aa^TVcb'- ^ n*^« . -«««li ■«* fil^^#
die Stadt Schleswig; 'das ganze Herzogthum, sagt «in iMh-
II»
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nisdi^r fitetöriker, dchltg fach grOssteaftefls auf die Seile
der Grafen und wölke lieber unter einer Herrseliaft sein
untei^ der man gewohnt war zu leben und seinen eigenen
Herrn haben als unter dem Reibh und ungewohnter ^rr-
Schaft stehen'. Heinricli Ämelthorp^ ein deutscher BitI»;
vielleicht ditmarschischer Herkunft, stritt ftir Abels Kind^,
und da attch LHbeck sich gegen den KOnig erklärte, wurde
(Ueser zu einem Abkommen genl^äiigt (im J. 12S3), in dem
er jenen das Herzogthum versprach sobald sie mündig ge-
worden, auch ihr Recht auf anderes Erbgut anerkannte;
dagegen sollten sie ihren Anspruch auf den dämschen
Thron voUstfindig fahren lassen, und während ihrer Mn-
deijährigkeil der Kftnig die Regierung behalten. Der Ver-
gleich i^ widhtig, weil er ein Verhältniss festsetzt das,
^Mn'es äüfireeht' erfaalteh wäre, leicht manchem Unheil
h Jlfte vorbeugen können.
Ufiter dem Erbgut waren ohne Zweifel Besitzungen
auf Afcen begrülren welche Abel hatte. Die Insel ist,
ebenso wie der grössere Theil von Arröe, offenbar ein
Hausbesitz des Waidemarschen Geschlechts gewesen, wel-
cher noch bei Erichs Lebzeiten zur Theihing kam (un J.
1245]. In dem Kriege war die Insel wohl von den Hol-
sten besetzt, während Christoph sie seinem Verbündeten
dem Herzog Albrecht von Braunschweig verliehen, dann
auch sich aufgemacht und die Feste Sonderburg mit Ge-
walt eingenommen und zerstört hatte. Jetzt kam sie zu-
erst in eine gewisse Verbindung mit dem Herzogthum, an
dessen östlicher Grenze sie belegen ist, nur durch einen
schmalen Sund von dem gegenüber liegenden Sundewitt
geschieden.
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t«9
Der akgesddoiflene Vertrag kam ztar Ausfühfi^ng y- als
Herzo« WaldoBarp.) für «OOO.Mark, ^dche die holslein^t
sdien Grafen vorschössen, aus 4er Gefaage^duift befreit
war. Er erhielt zu Koldiiig die fSnodidieBöl^fiHng.iiikde^
Fahne (un J. 1254). Dabei ward , nach des Dänen Hoit^
fehl Bericht — denn die Urkunde ist mdit erhaitoi —
ds Be<fingnng hinzugefügt, dass er. zu Treue, und wenn
es verlangt würde zu Diensien verpflichtet sein/ auch in
dem dftnischen Reichsraäi ris Fftrst des Rdsbes sitzen
soSle; von dem Landesttsng feu Umehöved und dem Her«
zog s^dlte man appdlirra kömien an das Reich; wenn hier
ein allgemeines Au^d»ot zum iErieg stattfände, seihen auch
die Bewohner des Herzogtfaums demKdnig zur Folge ver-
pflichtet sein: Bestiminuhgev'weldie mit dem Begriff eines
Fflrstenthums in jener Zeit kemeswegs unvereinbar waren.
Ober das Erbrecht wurde nichts festgesetzt. Auch Oklb
die Regierung noch in des Königs H&idffl, Im der zweite
Sohn des Herzogs ebenfalls mtadig geworden war; und
Christoph b^atut^e die Gelegeidieit um sich öfter ini^ Land
zu begeben und sich, und seine Leute hier auf Kosfeen sei-
nes Neffen zu erhatten. Doch war nunmehr das lehn-*
reefaffiche Yerhältmss des Herzogthums vollständige^* als
früher anerkannt und geordnet worden: ganz nach däut-
seher Sitte war es mit 4e^ Fahne verliehen, nicht Mos
wie frt&er an einen" Sohn des regierenden Königs, son-
dern an einen Prinzen des Hauses, d^ sein Reeht von
dem Besitz des Vaters ableitete: Wo dai Erbrecht fürst-*
lieber und anderer Lehen nicht ausdrüddieh ausgesprochen
war, hat es sich stets auf diese Weise gebildet. *
Auch hat nach Herzog WaldemarlB. fiMhem Tode (im
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im
l. 135V) sbin Brnier (Erifelr (t.) nlcblf afigiebtaadett) 'dA je-
ner kinderlos whr^ ßiiiBia Alii^Bp^
den Ghitbtoph^ gogm Mb 6ilikepe»'V6Pgleieh^. änzileikefaH
UM iäeb imgUtel Biü zwbiti^ lidkigek'lialiii|[Fiit dife ¥ol^
dtTx>n, weicheil) ireiMchl erstineuA diA'lUn^SiVpAy.K'a
gewrildaihen iBfsehtttertti^Bh führt. '.Btan-Cltiiuloi^ li&4
lUgt dbn (Erich 'ifek: Litnd .zitf> y£rifll9ell^
hi Hokteip.' js« jsudhtftt:; «la 4er iHöingdhirrliddi darauf
stirhl^ uBd'seüi miiidetäikfgclr SiUkn bittfr ifaBri^.TfOltemid^
gdbift dbr MuHer .ihrgafeth« idh' üatatsobdft nenglttliif^
mbmt firicfa rndhV blas; das rMärteogtfitttt^lii Besitz^ 'ioa^Mra
1^ riobtfiif den 'BKtib dojA ;#i8djBr)adf :4i^^ djbnsdMiKconai
Für Jenas ißixlapgie^idtdAneiJckn^nRi^^desierldioii^
tesy ^vtinrend ;Märg«ire1ä^;^wen»nief fderij £Hcbi ig^gen'sAi?
ner Feind^ebgkeift' gi^an jdiAs.IKJM^Taidi nichts gAmii?a«s'4
i^idklies^fm'^annv40cb «itu>tä^ VtaleihudgofAtJLeUinmilf
BtüugesUih« ged^niüli >Ziutv:\MstKh.:aiifi d«a'>dli^böti
Thrton Mllnd^ Henof^Mmt^t., dü^> hi»]atai»iith$ ^AfeiebH
tbttd^^gQbtsbatiihaban;: «ocb ; ^ftrd; (bnMbeMibp;]iftri6tl
Bhfalem.^UiK €rafeh uiobi ontarstütat.: /AbQr-dasiSIeiiifogi»
thnin' sicbertdn diaae gtücldiDliideia SHiib. ')> u;. .: > .:
BiQ Emaeheidung: fiel : in dl^r ^^SbhhuiM; ' abf <ieF Eotei^
sttdiibh von : Schleswig; am Olaiia: Aband; (JÜiiSBanil X
126a) j/ WD Bridh «ad die hblsMtaistfbea firafan' dcte voUft^
stiindigflA» Sieg, tber 4ia iDäifea da^oiilirUgem: tDiir-Köiiig
und sbfaic Mutter gietfielJieii:in;dk'Galini;aasabaft dai^Oiogf*
a^; tnid daä auakjduroh inaiaa6ilJ{a4fflijif6rfiöttefcai4fliisohb
Reiüb ward bi^arcii' niui nin^Ii ttiefen .iiiii jUnglfiak-und
Verwirrung .Mn#iiigeatüW...J?Äst jeddraaitr'biat 4aaÄrpb^ii
]iacbSo(iIeawieai6Q»ita:AiiCjflie«e E-aii^a gelAbli ilUeiSaUacht
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im
1^ $tUf mdrAetmai mä Itmgti 2dr ^jMiiedeti. Die
K^giii/\fielcii0:iiaeh!IUmfiiirgi fiebmki wtr^ etiiidt woU
biild<iiur^.£rtfhett^ aber i«r:juiige Köilig^. welcher mifaiigs
ftüf Alseni zu .Noiturg in deg Herkogs OieftuigpensjQliafi sass,
dann id>er .den :]sfaaideidiürger Mackgi^afen «b Geisel für
SehuUfordnruiigeB äberlwiseB ward (iiii J. 1268)^ kam enl
los^ . als . er dkm Eniili dieiBeiehniin||f mit ^ dein itfir^ogthuni
verspmdh .(im J. :12Mj. Vonf ddn&bheren ieinfebhriiBlqgn**
dffli -Bedingangsn .ist j&tzt nidbt mehr dib.:Kede: des.Kc^^
nigs Lage, bdi fortdinijteBd^n.vSlreitqflieilen mife der Gm^
tiehkeit mld den firöaseii des.Laiidte; \rxr nicht :der AH^
dasb ^T tn einef Wietl^anbis^e der aHenAnspüädmdeii^
ken kennleL Et begnügte iäsh einige :Jahr4 sjpttter Kol^.
dm^; das ah. den Herzag yet^iShdet.gB^reäeaifar; einzv-^
Uli»ja md ileü an l)efesligini(im Jt 1267), nm dha Rddi
jiogeii einien Ein&ll zh 6bh^ta;bii: er; erk^^anle y^ohL dmm
hier $etet Dänl^lnarkd ^hreiürenüe sei.!.! $kikiä Mutter
ftie^.Köni|[in MaiigarQthjbi.hdt im AiidenkM:. dYs/schlesw^^^
sehen. Yeiks^ite *aeh#arze>Gnel6!;. nioh zui* UnhofaUn yer**
wandelt, yon welcher ao^'daEnge'sohanrige Mähneoi er**
taää\ /vrahrd^n: ! Die Ydrsiidi^ zilr , ge^aitei«nto . Bebiä^r-
^iing/desiHek<zogthiiiis fiihrtein .nur )su gröeaen»^ Bii^**
lireraAuig ie^ BeYölkidinmg von . deil NacHbaiti im: Söm^^
fmhl äbm .HeKiw^her ' änsiQhipten baU als die.F0i«de ilea
{«ndea, 'akidie WelcUe nui^ S^badeb UndfUkihejl üb^r das**
äelbe bsachteiii» >.Aiichi M^asli^rfthae! di^iflelstenr y&^ den
Dänen gelitten hatten wurde in sagenhafter Weiße '«fufdid
ge^ SchUsw% feinttdle. Königini id^fartragen«
ii| najiran aubamm^dtang mit Ms^n £teig«is|9^ war
esi auih]d!Bi88.;d|0 hoUtQiifaictoil< Qß^M nJ^Mlbloß dfk$ m
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1«8
die Bnmdenbujrg^ terpftedde iMddnirg ivMer ^Melten,
$(mdern mch.Besttaiingea nördliclt der Eider iii die Hmd
bekaiMiu Jenes stand zu Pfand ffir 6000 Maifc, welche
die Markgrafen firüher ab Eraalz ihr» Kosten bei gelei-
sieter Kriegdiülfe zu Gunsten des jnngn Herzogs Wal«
demar gefordert hatten: eben daftr war ihn^i j^zt der
König üb^geben/JBUi dem sie sich schadlos halten modi**
tan, und Rendsburg kehrte in den. vollen Besitz der 6ra*
fen zurück. Andere 6000 Mark aber hatte Gbraf Johann
YOrgescbOssen^ mn den Herzog selbst aus der fiefangen-
scfaaft zu befreien^ und dafiur und andere 2000 Ihrk ver-*
pfiindet^ die Mutter desselben , üd Schwester der Grafen^
Mechthilde, dem Johann und Gerhard ihre Besitzungen
zwischen der Schlei und Bider, welche sie als Erbschaft
ihres Sohnes bezeichnete (im J. 1260), .und die sie jetzt
um so eher anheben mochte, da sie sich- gleich darauf
(im J. 1261) in. zweiter Ehe mit dem Birger Jarl Tön
Schweden vermählte. In derselben Gegend, iä Schwänsen,
hatte auch Erich dein Grafen Gerhard mehrere Dörfer ver-
pfändet Es ist nicht bekannt dass diese Gftter jeqials ein-*
gelöst worden smd wohl aber hat Medithilde, üe später
nach des zwetten Gatten Tod in das Land zurückkehrte,
dem Grafen Gerhard das volle Eigentlmm dieser Besitzung
gen übertragen (im J. 1268), welche dann seinem Hause
verblieben sind und den Einflu» desselben im Lande so
wie d»n Wachsfhum des deutschen Elementes wesendich
begünstigt haben.
Doch sollten vorher neue Kämpfe bestanden werden,
zunächst um die Rechte des Königs oad Hanogs gegen
einander. Jener Uagte dass der Herzog nidit auf seine
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M9
Badadung vor ihm enMAJenen sei, itm dm Rmmth aitf
den Gütern die er im Lande hatte nicht gehörig Rßcht ge-
frechen Werde. Über die königlichen Besitzungen im
Hersogthum und ^her Erbgüter der Nachkommen Abeb
im Königreich war Streit; nicht minder ob Aken uid an«-
dere In$dn z« dem einen oder andern gehörten^ über
die (ärene bei Rq^n und was der Art mehr war. Es
erhellt wohl dass der Heriog strebte ans seinen Beeitmuh-
gen auf Alsen ein Redit anf die Insel abzuleiten ^ ebenso
das Köaifsgut im Lande an sich zu bringen, wfthrend der
König hieran festhielt und auch noch andere Rechte gel--
tend machte.
Die Geschichte dieses Kampfes hat kein Zeitgenosse
geschrieben, sie ist fast nur in einer Reihe von Uikun*-
den enthalten, welche zum grossen Theil nicht einmal au«
theitfiadi vorliegen, sondern nur in Auszügen welohe der
dänische Historiograph Huitfdd bewahrt hat Doch ist es
möglich die Hauptsachen zu erkennen: es zeigt sich we-
nigstens wie aUmählig die Lage der Dinge verändert ward.
Zunft<^ gelang ein feindlicher Angriff der Dänen, so
dass Tondem Ebdersleben und Flensburg in ihre Hände fie«*
Im und hauptAchheh nur Schleswig demi Herzog verblieb,
hmitten dieser Bewegungen starb dann Eridi L (im J.
1272), ehe die Söhne herangewachsen war^ und wieder
standen sich der Kömg und die Holstengrafim gegenüber.
Diese besetzten die Stadt Schleswig nnt einem zaUreichen
Heer; aber der König behauptete das Übergewicht und
bdiielt die angesprochene Vormundschaft, freifich mit der
Zusage die jungen Fürsten bei erlangter Mündigkeit
mit dem Erbe zu belehnen. Denn dass er das Herzog-
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IhBimicnzfifltenlkäiBiris^.wHrde' iriM: von deiLEoleXett ^en
ßirolttbt^'^isr Vw' ääm U^ bAaapUiC : 1;
(< i Bfll'JJRiilre Ist dieser iii ideiii Besitz der Regienm^ gi^
Ufeben;: alg'VeHheidig^ Vönnnnd .mid Biehtor wird el^
beseieiulet HUd hat. als soMer HecHtfcentscbeidwigeh ige^
Ifeften^ dtin Schleswiger Bdrgem bat er' die läblmig :d9b
Htusgeldes (fanus^Id) erlassen weichet; sie friduer leisteii
innD$steii"(iin J. 1272); iii diäser Sitdt feierte €^ seine Höcb^
i»eit mit .eintir brandenbürgischen fVfrgfin^ und tucb spk^
ter &«t ei* manofamal hier seinen Aufenthalt geBommen',
Ei'h^^ welche Abel, ein Neffe 'dc6 letzten Jferzoi^s, hin-^
terliess, brachte er durch Kauf an sich. Auch liicdit firel«^
wilfig hiat er dfeid heranirschsendeh Waildeinar)(IV;)>die
Betefcniinf> gegeben,, sondern «rst als dieser ^iefa mit an^
demlSMftdeh! desiKöni^ verbündet haltd, zu^WcMitagber]^
(im J; 1283) j. JHesshhmta. später wo\i in Diftnei^Hi als
die ersle eigedäibha BelehnUng an.
" Aber^ ilun hatte SBck in d^n: GemüUie des.Rücsten! lieuer
6niU^ (tfesammelt; er -hielt auch, bei den asidaiKsnideii Ge«
bhr^ Toii denen dec^ König besonders dui^ck itdben Streit
mit^ dte kühnen lundtoer. Erzbiaehöf ! nnigd)«n War^ d&A.
Zeitpunkt für geeignbt/aitf IniherB Aüspri(i4li6 saihfoJIan>--!
fks^ den- lehnsfreien !Besite des Hsrzogthüms, ja d«!bes^!
se^e^iRetiHii zjur/KiwnK.siQiäckaikomfaien:' iii «nett BrieTän
den ItniJ^ijachiof führt- er aus, da du» seinem iHäuse ge^
gebeheiiV^rspnichtlnf eni über dieiBiiigilfer annfieielie luobt
geballdn' seien, MO' kbnne >adk Her/ frühere Veri»cl|ti aiif
die* Uerrschäft in I>ineina(rk ni^ht mdhe.^ls bindeild ttng<&**
säk'en w^den/ rDts ist ihm dann ifreükh zu grossani
Hsgtttofc ansgeschbigen. ■ »Während.' cbr noofa uin liMIfe ffir
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Eiidd attf^iden: Wc^ iriiiöb Nomegeti' begab/ M W i^U
yfäli'^*vm SHelki^br'fiii die 'Gefangenisdiaft de^ 'ßöA%s)> d^
Rftti!; Aaoh lÄanchem W«6dis0l des Glticksy die OelegänK^H?
«rrgtiff^ dib <Ae MicMigsteii Zbgfestftndiiisse von ' d^m Hei^
1 Zuntetet'w^ Auf ddm 'Bdnrentiigcl kü- Nybörg ^ eiit«^
Eivl$cldd&ilg gefällt' «beit deik *;B«i$tz ' Alseng : nai(^ • • iktd
Au^spriioii '2«bn kiraUigeir HüM^r -ii^ wm *'äm WiaM^
«ttltmi flisdlttlfen enUM^iiedim/ ^s^ d«^ Eig^thiliii' 'idS^f.
kise))! di@'Sdd(kiteF MameA' und' ^ Baten)', der 'ifrdUe Kä^'
iMihaiildgeHöi^ea'und der Hei^ttu^i^Miie Brbgtl^
feMbe^l > OAesetbeul spf^ehedk* ara$Kerdeiit:<iem'>Kän% 4i6 'eMf^
aebir äofgeaähben ikM^lidiifo /Qmef im Het^A^liuiii Mu^
Airorflsr aucbiroäW jene :dii^l>Viei^tei cfer SUMlt'^cHUsWii^j
ebensbeintt^ lAbgfabe VBa^Mt Httnse «pd wto^Ul^Msmi^
fiäar'xleii persöidiehen' Jüie^sdiensli geidliKl iifiKdi'iuk<d''wai>
andmiwo Leding' hei5Btv(i^ J. 1B85^ Mifi 26)« Auf defjK
Grande diesei* Hntocfaeidui|g' ate# rerstehi such Waldenhu*
HftlMgMth^ Jatir:(iaa6y;Jtl^r2 dl), .da er die Belehnun^
emjifiliigtym: weitersa'Zu^e^tiUdnisisen. * Die Aaispfticlui
auf Abeii und .dicrKöiugs|^ter^t)t"er ditf; idag^cki BrluU^
er das Müiierecht 2iirä6k^ docb ntit der VwpfichtuBg'daaR
to ldie;iMü|izeni nir mit des Köhigs'B]idn]te'8dh)agea'>lasttfiH
«yd idftste tliaj Sa^fcs li^eget achleebter iVagiing an didsett
fallen; jene Abgabe wegen Leding soll er fotrtan.^pflnigedy
aber: ^mi';dafl .'Aurfgobdt wirldit^ii erfdl^ii, ^oll^idesrKHiigs
Will^ igie6lPll^leIt^> . AwserAem - bekennf er :iich'! sdilildigi
ia> jugendlichem UnV^^^nÜ ^geiK.tletljK^Mg' g^ebH^m
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in
yerpiykditet sich niemds für des Kdmgs Tod oder Cef»*
geoschaft zu wirken oder sonst etwas gegen ihn oder das
Reich zu thun was als Verbrechen der beleidigtem Maje-
stät angesehen werden könne, sondern ihm Ehre Unter--
thänigkeit und Treue zu erzeigen. Thue er Aiwider, solle
all sem Lehn und Gut verbrochen sein, so dass der Maig
es im Namen der Krone in Besitz nehmen, ihn aber am
Leben strafen dürfe. So oft Dänemark bekriegt wird oder
der König mit seinen Räth^ und guten Mannen Krieg be-
sdiliesst, soll er pfliditig sein mit seinen Unterftanoi z«
Hülfe zu kommen; ebenso soll er die Herrenlage besu-
che, wenn er nicht gesetzliche Hinderung hat Jüß K~
schöfe und ihre Besitzungen wriche der Krone zugehört
sollen nicht beschwert noch ihm dem Herzog eidlidi ver-
pflichtet werden, ebenso wenig die welche hier sonst von
dem König Gut empfangen haben: er will ihnen auch vor
demselben zu Recht stehen. Endlich giebt er alle An-
sprüche gegen den König auf, verspricht wegen seiner
GeCangenschaft nichts nachzutragen, auch sich mit nieman-
den zu verbinden der des Königs Feind ist, Streit^dten
mit demselben aber der Entscheidung eines Herreatages
oder Schiedsgerichts zu unterwerfen. Diese Bedingungen
mnssten zu besserer Gültigk^ auch deutsche Fürsten be-
stätigen, unter ihnen der Herzog von Sachsen, die drei
Grafen von Holstein Gerhard L Johann DI. und Adolf V.
(Lübeds, April 20).
Man wird es nicht gering anschlagen was der iterzog
in dieser Urkunde zugestand: er ward p^söidich in
grosse Abhängigkeit von dem Königreich gesetzt, wie sie
wenigstens thatsäcUieh mcht mehr bestanden hatte. Aber
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m
seine Kechte im Lande worden doch eher Termehrt «Is
vermindert; das Mttncrecbt nnd die Kriegssteuer worden
ihm förmlieh überlassen. Es ist dann aoch das letzte Mal
dass die dänischen Ansprüche nur so weit kafaien. In der
That waren die Dinge schon seit lange auf einem Wege,
den eine solche Urkunde, wie bedeutend sie für den Au-
genblick sein mochte, nicht mehr aufhalten konnte. Die
Macht des Herzogs griff, wo und wie sie konnte, selbst
tlber das alte Recht hinaus, und Versprechungen, wie sie
hier ihm abgedrungen sind, waren bald vergessen.
Als kurz darauf der König Erich, den die Geschichte
Oipping beigenannt hat, durch die Hand unzufriedener
Grossen einen plötzlichen Tod fand (im J. 1286, Novemb.
22), fiel auf den Herzog ein Verdacht dass er Mtwisser
der blutigen That gewesen sei; doch, so viel erhellt, ohne
ausreichenden Grund, und vielleicht nur deshalb wefl er
nun den grössten Vortheil daher zog. Denn als jetzt die
Reihe minderjähriger Herrschaft an Dänemark kam, wussfe
Waldemar die Vormundschaft und Regierung für den jun-
gen Erich (Menved) zu erlangen. Derselbe Herrentag zu
Nyborg, der ihn als Vorstand des Reichs verkündete, er^
kannte ihm auch den Besitz von Alsen Arröe Fehmem
und einigen kleinen Inseln an der Ostküste des Landes zu
(im J. 1287) ; seinem Bruder Erich aber verschaffte er das
entferntere Langeland, und Abels Haus streckte so seine
Arme über die wichtigen Inseln der Ostsee aus. Auch
die Stadt Schleswig, welche durch emen schweren Brand
heimgesucht war, erhielt Zollfreiheit im ganzen dänischen
Reich (im J. 1289).
Der neue König, als er erwachsen ^ war aber auch
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*T4
l^if^qlkjn Leben: h^t ffi fts ,iui Eäfer i^ndl^ftfek/ett b«^ feft-
auf 1#eR,^ea.]^Ing^b€!Ilj dureb.jlte Üböwna<#t 4(^iß^ofS(^,
^19 Feipd^qhaft 4^^ ScU^swig^r QfirfiOf 9^ ^^p.wa^^i^en
.p{iflus$ derdQufcK^en Sttklfe lim ;|fqrd^n^ ß^l^lyot;^/^
jglA^licbea Verfall d^ D^e^^icbs^.^lbeJ; 09^ e^a]^s^/y
.^c^f,,alte PJ^i^e wif^^MimmJm^ ifUBKl.;fes^ ^l'iysf. an
den Südiküßteii . 4pr Ostspe^ . z^ fassen. . SO; l#s^t c4ct& fjr^^^r
'^Rj 1 4^ es^.a^cl^ mit d^m Herzog AVj^ji^W^ni?'^ Q^^^^
gfrettuicht fehlen werde/ ; .: :;
.;,. I)q^ ^o¥i?l ist erreicht; das« das Rech^ ([pp ^^8^
')ia4' ^ptees Hauses an dem, Lax^de ^icl^ inei^r- QQgj^J^cbten
.ijirir(4. , Auf ^ [9fi^^ der JEarblii^bkj^t ij;^ jetf^t ;pic^t4te Fragß,
fpu^^fTi ,ps ist;,eljeR nur:4erJJififepg:dpr.l^Fzqglip|iea Bfir
/ffgf iss^ Wf /de^ : esankoipaH. p^ ßqpi^^ jea^. IiwelP *Prf
.4er;;lifoiig«t9r:, d^ Veffh^teips zu fd^ W?ragHpfeftB R)i«erp
j^p4 Bjrvsfin, d#fin d» :|^hi|sp/li«sb^t iwvi^ndfr€|s 4«r .Aft
MdeB.4e^ ,^Qg&n^n^ d^. S}a:e^ie% :dör. l^t^Jinnalfi ;irift4er
j^fifgeiiom^ioeiq^/dann aber: g^ad^ jetist. 4P!^<>^ >l^ine V^^
jyfWi Verträgea g^cjüicft^t ij5ai?djpnj.ifi!<. . t.; j. ;; .. .{
,, ; .Zu#Ä^h^ ,wj9rdeu/(in| ^. I29ß) 4je ; l)ßi^nitteii€»^: ln|$0bi
;iMKcH, einlud ^aiiriio|£g?^^eni smgi^h f^ff^ae^at: |a§ö ^
h öniglii^hQiL: B^^erft inp ^Jeyipgtbiim^ :iHr %flbft W;Qr4», 9fiH :
idarftber h«t derH^ra^, ^. 4j9mf 4ämsfil>pn^'Reip)»rtag.JRi^
iQbepipcb^ m.g^^ff'y. Öir.;Wid,^^,SftreitlgMtQÄ ffb§i? «ffV
jQtjst. jiiid »üäter^ Qi-^f ; Cerh^rA jy^Pj ' floilsteiii .^ebiodcpricbier
sein. Weiter geht ein späterer Vertrag. .ypu{^ Bfl^^d^ahart
l(ir^;;JMl8P6^;?^oyfl#J,4);,,.Jv^.,eilJ^roa^ pieni^^pflipbt des
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Abchi nlid: allea fe^ta' FHIzqh ämllä^/zwiy^rfiil^af
itiB:>sfltte.n .DkmI* vlei:^fliohtet.8i($'>kekMft)zM^'VagtH «h-
MwhtaM. dei^siBh ge^enjdcm rHoisogiiii^fitaiaaifiinlly; «nl
«bensö 1er Be^bg^ kiäineip^iiiide «fe$.K6iii|fs«nGEun<ihiii6ir.
Ber Heraof ' gwit iaie> Atal^rilBhie mM Kiiigen :^eg¥n «toi
König auf, und dieanri'venipficiit dehselbea' gii^oii :dfe
Feinde JB« sohitzeit.- i&dnaü .selnedi Srhdtr £riGh:>M&nmt
Wälileniar al^är aiicit diet Yeipflickttag Atf/sioh^rdate^oweiüi
^ie gcifMt.)deD KMig odin* ttessda fir^;itarrGblaalop]r//etirä$
tmfeimefamän/. ihr' (hitimni ihre iFr^eüeii vehviiriil: sefai
sollen. — Wenn die letzte Bestimmung an sicfaMnui)')deii
.Sniiidsäiaei; A^.LÜmm^i^ mlspncl^'jwa erimiärtw(Boch
«&• die schirfei^e Faswiingi des^ fir^K^rM: Yerkwgw nMir
SniEhtkUon^gei] van idem. dieseir inIasd^eaP1|^kt•tll'lv^'4•
gdBiBdl labwekb». . Wählend :dDi?t.:bIleis.:aii£>Ulit8rclrdiidii|r
JttB^TMäeawlll^^.wIdii ii^ :goflissentiidi: eak Ifag^eüig<-
lorit «tiffodr^emwkt. : IDib dits Beidtat ^es Sohigsl »ii
'MSgBböt den bBlso|Ii<ihe&u IMerjAtainenf. ist" id einb/ullgCH-
mefne Vfurmhenng von (flittfer vaä .alter Macht beridringl8»<-
4eA Ruten' verwtfidell tad i^ir «Inf YbrhtfliiisstMdsi^ (gci«t
xiiiger Lehiisdlensf niät»' fdst^esetEt n^rlardani . Diasetf «rifd
Md dfR^aüf) (ias Ji 131% DeceiAI IT^-nnr^iriiMterd aia^
4ehial, als deriHerzogldie VerpflilAbuifrlkberiiimmt «it-ddi
Sftt Mannen Hiebt) bloa' in DiÄemacrlci gondörn a«ch iai'Wehi
denlaiid und 'in deutscUaiidy^weiin or-enlibotab^^itk/ n
4blgen^ iKLcbi^ mhi seikcii Festiinge« wfll trt* äem KOaig^dle^
nen, ^<»ii»itMmdVaia8Ait thr^iito Hdifäi'l$dllätt;^ iD^m
tVatIMlniBS idtatipfioU ^s: dftfid, 'dm vka' iiSf'UBfxcfg^iiber
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176
•Ee flHt der tügemeinen IEmg«pflidil nsa«iiBi»diäflgeBd«i
Lotungen nnd über die Heerfahrt selbst TerlÜgl, indem
er die Gfiter des scUeswiger Biscbofs davon befreit nnd
nar dm IUI eines allgemeiilen Anfgeb^s zu. gwieiner
Landesvertkei^gimg ancaiimmty das offmbar jatat awh
Ton ihm dem Heittog ausgeht (im J. lälO, Mai 13). Äl-
tere Verleibongen ähnlicher Art z. B. fär Lygnmldoster
nnd wenigstens allgemeiner gehalten. ^
Damals war der Streit zwischen dem Königreich und
Hcmogthum in vidier Beziehung aosgekimpft^ ihr Verhätt-
niss war festgesetzt, und nur einige Fragen traten noch
ds zweifelhi^ hervor , die in der nächsten Zeft auch ihre
Erledigung fanden.
Dass das Herzoglhüm ein eigenes Fürstenthmn bildete,
daran war kein Zweifel, aber lehnbar und mik bestimmtm
Pflichten gegen den König. Es ist möglich dass die Erb«
üchkeit nicht ausdrücklich ausgesprochen war, aber sdt der
Schladit .auf d^ Loheide ward sie nicht mehr ang^odrten:
da# Land ging. seitdem unbestritten . von dem Vialer anf
den Sohn über. Auch gegen Erich L hat man dänisoh^
Seits nur geltend machen wollen, dass er w^fmi geübter
Femdschaft wider den König und das Reieh sekien Abh
spruch verloren, also durch Felome das Lehn verwkkt
habe. Und diesen Gnmdinitz erkennen eb&t die spfitmrM
Herzoge in den angeführten Urkunden ausdrücklidi an. -^
Die Verleihung Fehmerns erfcrfgte in der nächsten Zeit
ausdrücklich für männliche und weiblidie Erben. Gerade
diese ausgedehnte Erblidikeit scbdnt sich in den dtei^
sehen Fürstenlehw firüh sdion festgesetzt zu haben.
Die Abhängigkeil des Lohns earschien jetzt wesesäteh
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IT»
iHr'in der L^IttisMgö d6$ E»MJgH MÜM: tStk mmitlttl-'
hntB VerhUttli» to K^nigi Mm' Linde nnd seNnen Be-
wohiieni haHe gimz aufgriidrty seift der Kriegidteiwl nicAi
mdir ia.der eUeft W^e toia Yctt; gefdrdert^ sMdeni nur:
der Hemog mit der tortimmte» ÜMllscheft oder aitoh sei^
Her gMaett Maoiit als dienetpfliühtig betrachtet wiurd^«
Aligemme Getetae dea Beidisttigs komiten andi ftt da»
Herto^thum Gältigkeit hdbeii; dock findet 6iDh mar hai.we^
nigito dken bU zu dieser Zeü (den .besetzen Bricli GUp^,
pttigs von d. J. 1282 mid 1284) eine ßpmr dais sie hi«
zw Amrendmig. knpen, und; amch diese blieben niehtohnjs
Änderongen b« der deutedien fibersetzong, der sie gleich
dem Jutsdien Loy unterworfen wordes.
Die Btitwiekehuig des öffenüichen Lebens ging in dem
H^nt^gthnm sehen, «ineä selbstftndigeil Gang. Auf dem
Undestking zu Ufneköved ist <kr iDtaug inöhl inebr er-
seUtti^/^NMh sonst nur im Lude .vamler dieV^Nrmtuidn
sdiafti fiihirte. Die Ladong eines piMlidien Gesandt»
naeh -fiddesrnrig lehnte Enoh Qäp^Big ab, WeiL daa für ihn
hmne sichere Stätte sei.
In Angski^^eten des Etezogthnhis nnd sehMT Be?^
wohner suid> von dem K&iig kjtifcna ntoeh ^inosin» Urhntt'*
den ausgeMellt {ein Beiqnel rfttr Sidtklosler iih J/12A9).
Er begittgte sich in den Yertrikgen nnt den Herzogen: dep
gehttchen Stiftern ihre ; alten Bedbtä immMialten; Be^
atfttigangien . Mner Fräheften .wenden irou' dem Heraog
gegeben^ seibit demi-schleswiger Ksoboffilr.' seine Gfilsr
ndd Bandm;
Der Btashof sldbsl war fireiHch foilwihrend demSQnig
fanmitMbar untaci^n^ zügteidt'^ Mitglied der idlnisch«»
I. 12
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g^lMföti lüfistokmle, die «ibh in dieier H^ü c(o mielftig'
eriiob Mi nämden ^Asdbl • In: die poHlUihe Mfaokt tlwilte;!
Aut&m^1Üidhä»gea JiaÜtif ^ SilB uad^Slii&m«;: kr komMr
M dw lMoii4en'belra««€nr Mitken^j^etf^^ Mieh^g«gm
das Bilde dtglStmJibrtuttittVtgww ider'Sbdiof JftcoIi>
KMiAefr d(^ ReMiiEi. Ab^. 8ein> Ndehftilgetfl BürMd wMc
t«ii d«im B»z0gr m seiiMHl RktUeB/igeffMnidt. ««i^ Der
R^ener Bbcbof statid^ d» «aoh deir ttMibfiMitE dbn K&^
irigreich irerbliei^J fiMt augse^ aller Verkmddilg' sft uteaf
Rerkog. Bmi rer^spraeli aüo&uKöiiigi Bridi seinte .Besttz ih'.
Ite^elteiideni zu sehütoen weiin ler nmgeffMmmiA bebh«
fert .werde (fmJvlSBS), o&ne iodh damh JBdkon alle iVer^
bindung desselben jmU den HeraHvgthum aalziiiiebeii.
Biliisiftieaiier erwfthnt, da»i der 'Kttttif ideia wiife Kron-
gftttidr verbebillMi katte Milid dasa wieilerholte tttltadra«^
dangeii jlmi idea Bertitk jd^sHbeb sieierleti. ZaL^wiAmi
dw;kO«igIielieii)Bmieni akuliebenMs sebtltfleBie BeüM«
mnfigen ki /«die .Vertväge. aa^neBömneii. • Dokb waardkft
drückungen an das Landesthing zu Uriidiöilediverwieae%
und gfHfeft äk» moht iiaie^ ilia tf»er felidiMMtep Reekts-
aohiib faft.den.idttiiiickeft üfeichetag. Ada Snddüt es aber
docb )defa Hamg^.^gelanpita §ei|e CMLteran'sMi xu bri»«-
geh; Vecffftiiiiin^nederaSial^
die si0:iü DÜeuaric IMMl ni6|fen inrifasteitdieti Weg4ln9
gebtieh habeny >wäkrted.vder Jdbliigdn SteviligkBiteii aber
a^sh g8ii»dtgaile: Ooeiipation/'die ^riokidtotf dock niebft
jedes Mal rückgängig macken Hess. Waldemao-^IV. iSökn
md Vaeklo%er Bridi< fn.) wotfde dtetat- flosärMkiMi als
Ersatz fiir sfaine Ansprüche aitf Langdwul'Aieriaiid und
iL T
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tf «B Kf9Bg«i danab in »mlbt Hiwl hätte (im 1. iai3)^
xaA später liat eiae ^iiAlche Abta-etuagf: nv. noch YdiilÜM
^g^. stktlfäiHiihfi/ ; i >
'Wenn der^^ Jiiilig iti dcais^Mü Jabr
bandagBchmktifQiMl.ümar fthnlich wie datliCkMtUohen. ihre
PitTiogien voiirehälfc) sie aocb ein Ander Hai ^ AerBe^
lelmuig Erich' Qb te J. 1312) ^eradeza von d^ £[ew)ail[
des Herzogs ausnimmt^ ;so giobi er. wenig später t^ (im
J. 1SI% dass: er yBe ZaU. seiner Ynsatten ^ärmänner)
iai EWsog^hni nicht Termahren, nur die bdialten sott
wialche er hati Und seDial üeae adlm d^ft. Aatrzogdiä
aUfadieine LläMlesbidfo lasten. Bs wan.wiAtigy W)eH so
dmn Kdnig tein Mittel. fenottmen wani leitttnjhedentisideii
Theä dcfiBeif^Hk^nngan siohta' lBafi|tfett ttnd yon de«
aigemriata Leisti^geil deä Iianded gegen diu Benof
M-:b<£rmli
' töffeitffehe BinKünAß ihai der.IöBig ans dem lerKogff
thnm. niöht mofar gmogoni* Mä faUdlteg^ier aitf, afe et
dem. Her£ogi4ie ^fieUer fikr ' niebt gekMeleii Kaiegsdienst
nberli€6s. Htetotens; der Vorhctett gewisaelr;Stm{0eUeF
ftlr schtQ^hte Wlftrmig^ der Hüaei; der . gkkic]iaei%; 9»^
madit ward, hoi^t6 späteii nock in fietnrokt l^mafteii)
wnr-^aber an« sieh yori ^nnger BedeUtatfg imdrMcb. desH
hiU) schvroiiefa gidltend^an laaoheni weil ito Vtnstfai^
in Dätteinark.sdbst'ia>ider £eit der innem Sto^altii^äitM^
damr girbl»ten.vVerfalisuhlMlaf. Haken .dem .BentOg prsig^
ten die Bischöfe .Mii'BDUesimffnnd.Ripea^ daron y^mm
SMÖh gemeinsm bei g^saereii ^nhdeai mgm.. . Auqh^die
südlia^Br Al^abM der fcbIeswigor..Btrger st^w j^tat
12 •
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ISO
iem Homof Ktt/^M lE^Aräird' ifcfiiier. 4U dm Vieitrt
welthe fridi^r kdiigiishes BesttztfiuniJiiriräi .Biieifst von
lABm SroBgat w sidi hriMiite. J^ lierio^ iWaijdeiiir
aus dänische* Gefangenschaft befreit ifoüe (im J: 1888),
Mj 'w^nn der dftniBfdie HiBtorifcHr nählig eifziUt, morMoch
ein Drittel der'Stadt dem K&nlg tnrbiOialleniWOiden; Uieil
noch Üb idemäelben'Jakre^hatWBldainalr. ibwn BürgeniaHe
jene Abgaben (bygyaid, arnogydd; arfk9^a.«.iir.) Mk»*
sen die sie früher dem König tauten. .
Die StttAe ei^entien sich des besonderen Sehnt^es fierr''.
Mg Wddcnar IV. . Danuds evfaiekeik FlensiMrg, das scii
dem läten MMThundisKt in ^Miger Lage An tiefen' Und
gesdrittztaiifiiisenuder Ostsee emporkam und nach mnem
tiefheereiid«h Brände toe nicirt langer Zeil (im J. 1248)
nen aufgebaut war, «idApenirade UumStodtreoht^ die auf
(ten 'ffihimie des Schleswigschen Bedites beriditeli; dem
erstem ertheilte der Herzog eine ausdrüddiche Btatiti^ung
(im J. 1284), die^ sdn Vadifolgar Arich ^menert» (iia J.
1314); Aud^ HadeifM^en bekam eia. neues Slatni;(um.d;Ji
189S). fiflit fkMhmngj das eboifatti ihvch Brand uraMM
und* ^ön Waldemar IV. neii eibant wurde; JM ein besofii*-
deres Bdiei 4ber > die fiasMfling van ToAsohiigeii und
VenmAin^n äiwie Aber dia Verfölgnng ihm SdmUt«
Utageniuei4ass0n ^J.I291). Es m^UfdienJcnum desVinv
kskrta^idär SiinU «1 sioheni) nndi lu demsdben .Zweckd
wierddn ÜMäsdra Kaufledten wiederholte Sahotzhtiefe ge^
gdieQ. <Kii Gunsten eiaxeiner witd auek^üfraiheit let^
liehen und mif das Sfarandreoht vendchtet. *
Im Ganzen aber erhalten die Slädle eine geräigoM Sdb^
sländigkdt als in Hblsteiii nnd den andevii dentadien Lan-
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den. In* dm mewten bestanim di& sogenanHen iKnud»-
güdea^ gMOflsenfli^hflßliGhe YeranigutageayDnlNfdeuieBdi»
Ausbildung; in Flensbur^^ erlangte sie auck ein^n beatimm^
ten Anthinl an der WaU der Rtllimftnner« Boch ^maohte
äö nicbt.dHsi Clenijßiiide selbst: aus. A» i& Spitne dieacBP
standen ndben dorn Rattie die 'Aldentiftiinw od#r Äiiiestefli
^Miiolresy dM Bficgarmeistem der deatd6hen:S(tiidt0zu yerr
gleitdien. In Sddefivig wliren ihrer Tier nnd hatten einm
AntUeS : an. den SiBkünften ;der Münze, ^er die Geiiclita-r
barkeft hatte der Ratb niidit; die Vogisi wurde :von den
meistai Städten ificht erwei-ban. 31\tf Sk^les^ erh«tt
^ J. 1336) die Bafiignias dbn Vagi ddrch den BftOi zu
«mrihleä. «.Andeeiwöef langt dieset hödhtfenä , eine ge-^
masQ Aufttcbt jMmt itie JMtigheit dea Togt^s:. die .Bürger
kmihfitt aeilie: EMschfiid&jilg einholen ^.er eine Anklage
des Vogtes <bill]^;aii€it dirC er ^iatcti öffenbwrto^ MlAnfiid
umstossen. Dagegen haben die StUdte^dibrfi^htsgiifi^luid-*^
aiite «lach ideneii: sie lebton ^diroh ^vrehAheil itilid >'/Be-
licbung der Biqgerschaft ireiter amsgebSslet. Doidi rbe^
ddrffen äre Statute der ber»aglidieik'Bestitigiu»g>: dteiin
eiazcfawtt Ftiten attok^veoiaft werden isi fichiaswiginiid
FlnsbUFg haben auok cäamd «bear leinzehie Rieehtover^
Wtnisse jeinen . beaondör^n Veiftitag gesehlieesen (im J; 12ÄZy
später htt eiök die 'WiriKsaliikeit des RatteS; besender& in
der Hauptstadt dito Xandesy erwbiteH; sdleift die t^hre
Begii^ruttgag^alt blieb doch jedeiaeit auch hier in der
Haibd des fleirzoga«'
-Die Hatten katte« b^eaondare Vor^eker welche ker-
aogkieke. Beamte war^n und aiuiäekst die Gerioktsbarkeit
hatten. Sie werden Richter (}iifltteisurii)) id)» aiith Y^e
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(advocAti) oter mit allgwieiii^en Namen (enetordls) he^
ntniit Ausserdem hat es abar audi firtth schon lUAere
Beamte gegeben.
Unter den h^vog^cKen Bnrgen waren die wiebtq^steii
Hadersleben LfldieKtöndem und die bei ScSiIeswiif. Es
scheint dass dies früher schoii (fe Mittelpunkte der drei
Syssel warenans denen das Heivogdmm bestand, im^die
Stelle des erstem trat eine Zeidang T^riring etwas östlich
Yoh der Stadt, me Gottorp bei Schleswig , das die Hor^
2ege von dem scUeswiger Bischof dnrdi Tanseh erhiellen
^ J. 1268) nnd Widdemar W/neu' eiteute. Ke Bean^
ten w^che hier ihren Sitz hatten erstredelen auch.jel^
Are Oewall «her den gr&ssten Theä der «alten .iMsfriüte^
und nnr einzeliie Hardeii warish nnter «ndtere Bni^n ge^
legt. So die Güter cwischm Schlei nhd Eidier wdchci
der Mechthüto gehöften unter Eefcemförde, wio'jene danii
die Oeribhtsbarkeit Hattis. . r
Wichtige Angelegenheürä wmrden besorgt nnt dtei
Rath engesehtaer Mftmer {hncHomm nostrii dnc#tns)^'Ae
den Herzog «mgaben und aas dlsneii ersieh s«a& RIthb
wihlte^ 'Sid war^ gewiss atsden Rittern gcrnnrnm, »
denen dailh der scUeswiget* Bischef «ugezögen znwer-*
den pflegte. Von hevnogfidhen Hoffieamleii wird nur der
Truchsess erwähnt; unter WaldemiEHr IV. Thnko Milgalffd,
der die Gefmigenscbaft des* Hereogs theMke. ^ ^
Bnmirt von deir taewidt der landeshenSchen' Vttgtä
waren grossentheils die geistlichen Gttt^, schon nach deai
Jittsehen Loy filr dieBrttohbn bte dreilfaiic idie Von den
UntergehAiigen erhobcin wurden; sptter 'abtranclLfärdie
bJ^ren bis zu herzig Mtat, • - h^ : .- -^ - !
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. Die fiätjNT (las AddS) ,welfti& iteiMetit im L^
flandenin jenlflr.Benehiii|g[ ^ich\ derniib0 wMr.Hlier Wß^
80 isaUreicb no6k bo bcfvojrwgt iwje:. düo hoIs^^iiföQlie KU?
tetechaft. Das früher mekr p^öttlehe; Verli^Uiibd. ddr
Meermaimer mduä aber aach JUer einen erbiieli^H Gha*
müekr an. Aiich stareblen sie .iroU da)ni$eb fursttiches Gut
M'bdriMitiieri. . Bure SteUnUg >w«f eine fireierei 'sq laage
aia flwiscfiea dad Köoigr uüd Herzog wecbsebi koB«t^a:
^Myrpn nrtekkemm niid friedlos^a Maiuieix ^fter di$
lede.:i>em wurde fd»er darib die späMrebYenrftgie entr«
ge^eigdtEGlen: trstsoD der .KCnig^ keine. ¥bmie des U^^
aogB amteUmeB (in J/. IBOB}; dami kdne wetehe. YaaaKeia
mgi wvde^ Teraicbtet :et W&Aaa^ duf daX Redbt .wA^
An Am das Jtitsdie JLov üngertaint hiittey Leute ataob
tai dem Uenoglkmn unter deinä Mautea.taretenizn.laaMQ;
Wenn rtt» däoiscl^en GesoUeqhter ioi Bm^MPnikm^* s^cb
eft iiocb!|;teme aa den jKönig; jimcüßss^^^; #0 is| da(ur
4» XMi ä^ beraogbohen Ya$liUett bedeutend jv^rin^brt
worden: dttrdi deutsobe Ritter welobe ia rdas Land: gezo^
gen. JBind. . Solche dienten den Bezogen während der
Kriege mit dem König» Die Lobsche Cbrooik ^a^gt {im
J^ 1203): ^der fi^zolg hatte Ritter: und Knechte alsQ viel^
ans Habrt^in Saebsen : und Westfalen'^ mi dass sie nicht
Usuä^ iutt tmrjBbergahendeii ' Aufenth^ kamen.^ lehrt eine
andere Stelle des Chronisten (im J. .1306): /die HersKOgei
Ifiden m^ gich aus^dettta^eiiv Jbatlden viele/ Ritteyr, und
Kneafatig^) denen gatien m Gul mit sD milder Umi fl^fi^
ibnen %e#n«.jt«|er|iann dienle'.. Was! dftmals befi^nen>
wjard;; ist; qMter.foHfeaetst wor^* ^Sben. das bedev.r.
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tmde Kron^ wdldti» diefltirsigeniul eBo^fingen bol die
Mütel tun Lehiud»e6itaniiig(9R tt dfo «nwtndcmdfln Rittor
aüszudieflenl Dagg dahin l^egonders der JiatetcanMbe Adel
theilitaliiii, liegt in der Natur dbr Dinge. Er war eiuiftd»!
attfgefcn^tort hier en ktaqftfeii nnd zn dieMn. . Sali: den
Ansgang des dteitfebnten nnd am Anfang ' de4 viffl«elMMen
Jahrhunderte ergchelht imt ziddreich in denlMoHMUnlder
Herzoge (im I. 1313 z. B, Alversiorp Di^e J>imaroda
Kletkamp KmiBiendiek Pärkentin Hte latmerBtoip Mta^
lanter bekannte holsteinsobe Gvschleebtor). Aber ätckiriodl
andere Wege haben sich: ihdi leiö&et. Die DeidbeB Be*^
ätitengen di^ Meeikhflde i^wi^dieh Sdikiundfiideriwen
«I die belgleinsoimi Gr^^letai gekoMi{ieKy nnd andi dieae
haben ohne Zweifel deiv baU einzeliie Qülar IhtfesRitleni
verkauft oder, UhiiweiM td^er)a»eiL 8o:gißS6hieht te dada
jetzt dio hotelalnsdien EamiHea ifaieritt südlitfieB Thai
dea Herzogthttms featenf Ftfsi» fSmen^ wo danli ibUdi^nde
Zweige dmselbeii besonders seit 'dem: vieatrotasteki lahrn
hundert erwachsen isind;' die meist von den äewtk. Bdsüzua^
gen- ihre Naikien liihrteny etn Zweig der Baskenthi yim
Sekedtedl (sdhon hn J; 128?) nnd Sehinkel (im J. 1289)^
der Wrif (im J. 1387) Md ^n der Wiseh' vOn Knoöp;
der Rnmohr von AUefetd/ denen bidd addere naohfoIgeA
sollten. Dass dies i^iif den weiteren «Gaii^ der BtatwkkaN-
Inng des Herzogthums elnto bedeuleKden EinAusBi halMi
musdtid; ist nh sich klar« > 1 .-■ .
Der Umfang' des He^zogthmns 'ist nach imsiea sock
nicht ei^weitert worden. Disr Besitz der. benaohbip;l&h Ini^
i^ehi konnte nicht b^iHuptet WeMen; Lan^and £el mil
Erichs tod an den Kdnig zorOdc, «Idder Ans^cJ^Üe^
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486
ik^zagg anC Hä ktttdorüelie Erbe gab nur m Mdanr
EntsohädigiBg Atfass. Fehm^ni, das fmiäb ^oa <ler
flohleswIgMieii lUste Hegt/ ist zunächst in gan^s' andern
Hinde gekommen, wo¥on nachher die Rede sein aöL
AflTöe war kt-^dläsar Zett an den brandenbocger Wtldea^
verpfilndet und worde von ihm an einen däidscheh Adli«-
gan verlohnt (im J. 1315). Nnr ton Alaen behielt der
Btnög wenigiteas einen llidtf, wbhin beacmdera Nor-^
htttg gehftrto^ Hier aaaa K&nig Eridi in heneog^aher
fiefai^felischaft nnd hier ist qiittr Waldeolar IV. gestorben.
ViMUtit cwät daihtis aueii SoüdeiiMarfir fn «feineir Band.
Diene bMefai • gebarten Hbrigina aBe nnter dafc Odenseer
BarfhiÄ.
;. Aach naeh den FrioriUclKiii <]ebleten begannen die Her»f
söge nundedf ihre Aiigen üu titkMoL SdMn WaUe^
mar IV: hat B^aialningeii z« deta Luide, deren Snlatä«*
hiing nnd Art niahl ganz im-Klaireti ist: er VierMht den
bremer ^vieftten anidi fiir Biderüadl and die Crieaen
fbbrhiMpl sdineü ^hütz (im. X 1884); ftit diAAnipMohe
auf Langdand, welches sein Bmdär Bridi besessen baMe,
geheiai ihm dann fui8di«ak)ioh ein Theilllbtdfrieiiandaein-
gerttaM zn sein; dock hat $em Nachfolger Brich II« (iml.
1313) i^n für den Bmpfidig des kftnigiidieit ffittteä «äf
beides T«r2iiSht ^<hkn. Die Y^ehrigüng bUeb emel* spft;*
jwm Zelt ToAehaltoaL Abte Oraf Gerbard IV; von Hbl-^
8I0II hat andi')liier BesitsvAgen zu Garding ndd Tete»^
bau arworbeni ■ ^
Dier Hernoglß wdkhe zu Sohteswig öder Oottorp ren**
dhrtdn waren MUgUedalr des dttdiathen Hönigsbaaäes; sie
seittiebenisichivoU nodi ebizrrine Male/ Herzoge derBA«^
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d«6
nen :oder Ton Däifemaik, iegMKaäffwi Heirzoge von iilt4.
kttd; das dimsche ElemeAl tib^wog foit#äIirHid; die da**
mache ^ache wur die öffentliche im SutäkX und Verkehr.
Aber die. Stellnng des Landes war doch eine entscUedett
fdbsUUidige geworden , das Hechl :der Herzoge das ge^
wohnliche der Fürsten und Landesberm iwelcäie eipen
grösseren Reiche lehnbar waren; an seinem teititoriden
Charakter kum kein Zweifel sein. Die atöleB Sümpfe xA
den Kdmgeh führten zu wachsender Spannolig und Ent4
fremdibig zwischen den Förpteti nd Völkern. Di^e^en
ward die Veitinduig mil den norddeutschen :6efaieteA
und zitnädist den Holslen eine immer lebendigerec f«t im
allen den wechselnden Bündnissen und Verträgen ^er/be^
nadibarten Fürsten uhd Städte hat HeifEdg Waldemar IV.
iheilgenooMien. Seine Regierung ist die Zeit wo die Un^
abhängigkeit des Herzogthums gesichert und diel Verbindung
mit Deutschland efaigeleitet war. Er sCasd bd den Zeit^
genossen und Naclkommeh in verdientem Ansehii. Da er
stirbt (im Jv 1312) nennt ihn die Lübsdie (Supopk :den
^thieueni guten Herzog'.
- Seinen Sohne Erich H. ist die Nachfolge nicht be^
Stritten worden: er ward zu Wamemünde^feieKHcbbdefant
lim J. 1312.^ Juni 30). Die abgeschlossenen Verträgi^ mit
dem KiMg i(iifa J. 1313, August 9. 1214, Mai 31. 1317,
Februar) hcfstatigten theib die früheren festsetzungn^
theils entschieden sie, wie ang^üUrt. wunde y «streitige
Punkte zu Gunsten des Herzogs. Besonders ^ 'wichti*^
ger .Grundsatz ist hier au%estellt: worden: König And Her-
zog soHten das Recht habeii dait sie' non' ihreD VorGohl^n
hergebracht hatten; Dadiit ist die Usherige: Estwicke*«
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187
liing der Verhältnisse im Herzogthani; der Zustand wie er
auf Gewohnheit beruhte, anerkannt; es schien dass Däne-
mark einen Kampf dawider aufgeben werde, welcher stets
nur zum Unheil des Kömfgs mä des Reiches ausgegan-
gen war. , .
Wenn die Zukunft diesen Auissic&ten nicht entsprach,
so war doch jedenfaHs ein Grund gewonnen, auf dem
auch noch andere Entwickelungen möglich wurden.
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Drittes CapiteL
Der Weg zur Verbindung Schleswigs
und Holsteins.
Auch bisher schon haben die Erei^sse der holstein-
schen und schleswigschen Geschichte mannigfach in ein-
ander gegriffen: von dem Herzogthum aus suchte i&t
dänische Einfluss auch über, die . Eider zu dringen^ und
umgekehrt machte zu anderen Zeiten das deutsche Ele-
ment sich in denjenigen Theiien des jetzigen Schleswig
geltend welche damals noch einen ttberwiegend däni-
schen Charakter hatten. Das Herzogthum war gestiftet
um eine Vormauer des Königreichs gegen die mächtigen
Nachbarn im Süden zu sein. Nachdem es aber eine kurze
Zeit wirklich dazu gedient hatte diese nicht allein abzu-
wehren sondern auch zu unterwerfen, ist seine Stel-
lung und Bedeutung bald eine wesentlich andere ge-
worden. Die Holsten benutzten ihre Verbindung mit den
dortigen Herzogen , um sie und ihre Macht als Schutzwehr
gegen Dänemark zu gebrauchen. Sie haben es durchge-
setzt dass das Herzogthum dem Abelschen Hause als selb-
ständiger Besitz ztttheil wird. Weder sollten die däni-
schen Könige das Herzogthum noch die Herzoge das Kö-
nigreich erlangen; sondern jenes sollte in der Mitte zwi-
schen Dänemark und Holstein unabhängig, wo möglich ik>^
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18§
UM i&rhitakMy (hflehen» Geiftiif ei iliiien zigMch taelber
in den HersogUium festen fvu» zu fasseB; .90 komlte ^
nen dat nur willkoiMieii sein; nnd die Herteofe^ welche
skh immer entsehaedener den norddenisolien fünkton ent
sdilossen^ eteflien dem kein Bfaiderniss entgegM; tie^ben-
förderleii eä eher dnss die Grafen nnd ibre Rittet JBey-
sitzungen im Lande erwarben*
Der Cregensatz med Kampf der beiddn NatidMÜttten^
weleher Msker <e ganze sitaUiishe HMile dof Halbinsti bert
hetrsekl katte^ aog sich immer mehr eben anf die Gteion
zen des HerzogUiums znrttck. Seine: Exisienz und fle*r
sdiiökte Mng imteer sdfon «if dte engste damit Msaidf
■um; nin trat dies^ nn^ nodi mekr in den Vördaigiraii&
Der gaaze Norden Demsdriands . nnd Emn^iie wM anfs
liene in die BeWegnng kinen^^ezngei; aber vieUeichf ^
wiektigsle BtadiigannR jedenfdledieirelcke Ote dw^nu^
stm Sölgen giAaMhat^ AUi inneibalb äter^SrMjten des
sdikswigscken Laüdes. flier kial das dentacbe.: BDemmit
raten, bedeutenden Sieg davongetrugeti..
> Am Beginn des vieradmten JabijinaiAen» kMite «s
fireflkfi emen AugcnUIiok zweifiolkiift erselMfnetti oM niokt
der Gang' der Dinge dodi ein ganz andere sein-^erde^
Neck mmnal kat .Bfitatemark, $iaA . iif 4iir^Zeit geiraUiger
innbrbr Kämpfe und: Erschttterengen^ > Unter Kiiiig Briek
(MenVed) den Versnob ifemkckt^ >reiilgatetts Mrien The^ der
Entti^n Mkdrt endenKAstenderOaliealivieieradngiwinnen;
INe Redhte'weUke die Ifteiz^ IMinndeiiErfsiBr.Fricki»
riok n. deu Dänen eingerätamt' kattcf «aiM ufmtgeesed.
Das Original urar eobweriick vorkindeli^ inatih tfner spftlert
läMfUeferoAg «eflies divek die TockUr Graf Adblf IV^
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vlöö
tltä QeiitUm Abek^ aadü dlBA Tode ikvek CbüeayiiBit mt^
-Üitn llfkunien Imieilif^.ward, wtfhvtckciillieherUbor !vf«il
«s bcj der Lömiig WaUemiir D. Mch der fiesüBlinmf
dB8 ¥«nFftg^s fliirüoligJ9g«ben werden olteite« lAbeit wn
batle Absehriftän undwUMie rieh neue BeHIMigungen im
veüscktfien. Es nimmt weniger Wunder^ hatte, aber aneh
geringe Bedeutung, dass Papst Alexandte IV. dem schwfi*
iehen Cänriitoph L, kurz nach seinem uag^tcUicben Krieg
mit; 4en hokteinscbcn . Grafen, eine ^okke IJfkande ata»«
fort^en liew (hn J. 12my Aber kaum begrtiifiMi er^
aoheint es, dess jetst in vollem Frieden derdenfsobe Kd«
nig AArecht) der Habsburger; den Inhalt dcar Verteihuiig
Friedrichs fast yollstfincfig bestätigt,, nur die Stadt Lftbedi
mit ihrem Zubehör auisgenommen (im Jj 180Ü, Mai 21). Det
König ist um seiner Kraft und Tüchtigkeit, willeit gerAhmt
werdem Das Lob isl auch anderswo ni6U.8Mdeoii<A.ver«^
dient; hier fet es als habe er frfih schon em Beispiel fe»**
ben woll^' ▼<« jener uhiheilvöllen Politik, des . habdmtgi-
sehen Hauses, welches, so lange es die. deiltsehs^ Krone
Irugy : IM alle Zeit nur diin leigrenen Vertheil suchte, detüRei-
diee Heclite s&er «fsritig achtete mdiiseinefiiewenpreisi^
gab. Die Dinge waren damals atock sonst scUedrt ange^
fhaä Ein hobteuischer fivaf, OerhardR, .um ideasen Land
ig sich liattdettä^: J)e9eug«a^^, wie ei freilfeh 4er WMvheit
entspradi, dass fluh 4te> (Jr|iünde ta Or^ale vorgdegeki
habe; i^ Lübeck^ dessen der Kaiser skh docM als idMt«^
sch^r Bekshsstadt: erinnert halte y ibegab/sichw^ig später
(im i. 130T, JuH 4) in den Sehnte des dfinischen Königs.
Es verspracib nicbt Mes dras die Bürger der Stadt und die
Einwohner des dänischen Rdebes wie Jhrüder (tanqfoam
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imitm.pai^ifiottiiram) swlnunäi Me^ tnmUrm e$
verstatid (sich Mfir 2a dem ZdgeMäMihiia»: ivenn dep Köiii|[
vm rtaWheii'''Reich erbngp^ köni^ am die Stadt JbnL
^gbnthüiidieli^angeköre^ so »illten die-Ri^flimanfaeii dersd'*-
bell ihs mßS'BäB Wete fördecn: Was niän eni. Jahrhila^
deii friOwr zw Zett der H&he der Waldeinarsciien Machi^
und der eig»en BedriiigliiM dock yor idlan sekeate^ Mob
vom Reicfi sui entfremdan/dazaibol man; jetst freiwillig
ofai0 dringendei Notii/ die Hand«: . ;
Merdinfs waren damals im flordribingisdiea Lndd di«
Veriitfiaiaäe verwirrt gjßnng. Awdi mliobliain ^dhilen aioli
dem DineBköttig ette neue Asasicfat zur Erweitenuig'sei«^
n^ Madit ond^aenies BiiiflaBaeS' zu.eröfinen. '•<
ei».iMiiiteiwchm6rären haften nichl^ fel^ Striett mit
ihttti «achborii, eben dei< Stedt lMedt,.4m Jiitinanchm^
de» säoksiadiM Hentd^ und anderen^ Filratcn; sie 'Wärenr
auch' «der tic&; nieht inimilr euuf ;: cae. fatiddn ^mdlkh im^
mer nMli! WMelviaQd> bei 'den Biltf»tf pkras Lamfeft : r .;
Da sie .die^ffittir. IM ;BiMhwfdd/ wefe^ sick fidher
sidion dett QüafiBni: feiadliGii geeeigt hatten (ini J. 12&7y
ntti nreohdeü und Velrwaadteh 4ms. ima: Leade tmbo%^
^deii' diesei Anfriahme und üklersMIIsiulgihei dem Heraagi
ton tfiftiham-f Lanedbvrgy m& eä kai^ <;2Sit 'einer fiduta
wekAe ^peaoBders- da8:Lirndan der IVave vehAartete wki
4mm null' dnrdh Vieormittelung ! Lübecks beig^iegil. wmrd
Ifm'h läflS). 'Es war dtes aben nur das Moripiel ^uictüw
ateiien Erelgiitesen; ' Bald ifefindet isieb dad günie noidabt!
boigisofafe -bandi'ki iihnihiger Bewegnn^. i '
: DerSitxdaschof Giadbert ivon. Bremen iverpftndele. dem
Giafen fiekiikb yQüJMstoiii/ doTc ritii früher aur.Bäile«^
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gang efaMs Streite inil icnZagekMg^n.di^.flUftMi, dmt'
Bitmarseben^ mit seiner ftrQderstotfhter TerotfUt: hUtei (im
J; 12»»)^ d«» KiHeluviel LaagMbrok in Idcr HiMtitoifer
Mtosch (im X 1304^ Mai26)4 IMes pb^ wie e&Af^Iisint; den
eniteh/AlalKis^ dass ü^ Einfi^essßneji derdlfl>M^ ivieldie
wie aUe Marsdibewohn^. sick nngem : einer weltDckeii.
Gewalt unferordülMen/. veiMndiel mH den Kedtagenli ünf
der Südseite der Elbe, die .Waffen wider dm Erebis<ftof
ergriffen, der dann seinerseUisi did Gciifaii v<)n Hototein sdwk
die Hormgie Ten Lüneburg uiid Sachsen gegen sie jn das
Feld fiüirte. Bfetför schkiflsen sich jenen mch dinDittato-^
sehen an, tmd eine weit«» Hälfe erbngten Mt.an hol-*
steinschen Rittern, Ton denen eben 'daimab melmrtf der
Aiigeiiehenslen nufli neue der Verinittinag untefiegen^i^oll-
ten, cwei'&mBneMicik, £wei Bnbhwald, .iwaii Ten ^Rt^
Yeiidow'tfmdibre Genosaen« Die Bitter wwren m einer
BUgenösacnsohhft znsanunmgetreteh uiIl Badie tm nsk^
men; anok.^er Hanptwaiftt der :Bauerlly.feil^oderPds ge**.
iHMint^ war vielleiehi^ein ibdsteinscher. Hitler, ans dem
Hanse Wedel ; Die Bewi^fung fand anssetdem in dfeit
Sttbdien. UnlarsfiltBttng: ab der Hambui'gteAaih einen Wet*^
trag.sdilosil deh Gra&it Zninhr von ¥ictttaiien eü lidbn^
airMarten die Bilrgar • die Wagen welche . dao» beordert
wanen (im JwlSO^ Dagegen: zbichneAe sich Kranke duteh
die UnfenMiEUlig nus weldie es seinen Landesheirn^fe^
wfihrte^ unfl eriiielt dafiir üa fojjgenden ^Jahr ^Sit Verlei*
hünjg des litftscheli Heehtek. Alu A ilieben^e Brafen faur
noch Sieger: bei titeraen wurdnfc die Difanaiisidifatt .esw
scUagA, jener^Haiqitnann. aber feftn^n niidigraiisam
zu Tode gebrächt: die Mmrscken mnssten voia Kriege ab-*
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im
st0lieft. XKe Rittet; M$ dem Lande Yertrfel^n, sttchtew
jelat lue Htflfe Lti>ecks nacb^ dem fcesenderis das neu be-
r^itigte Träremünde de^ Grafen Gerhard ein Dom im Aage
war: eine bedeutende Snmme Geldes wardaucli von jenen
bei der SliNh niedergelegt mS Sd Jakre^ wakrscheinlicli
um sie zur Unt^i^Buitg der Saehe g^ene^er ea machen. '
Ihrer VetinMutig acblosaen aieh dann aufs n^e die
adohnsohen Heriöge Attreoht und Brich an (im X 1306,
Novettb. 186)'^ urid gelbit der Bensog Waldemar war dies«
mri untm den Üegiiern der Hcriaten, wahrend diese die
UnlerstüUiuttg iet »ecitenbiirgisctien Forsten fanden.
Die Pefakle kommt en^b durch VermitteliTng des^ d§ni-^
dehen KMigs^ ztfr fintscheidintg, in einer Yersammhmg
auf FeUmern (im J. 1307, Mai). Mit den hobteinschen
Wttem in 4er Weise, dass über Are Rechte widFreftei-
len sowie aUer die» Dienste gegen die G^affen das Herhom-
mti^n eniisclieiden soll ; • ScÜldsser und Festen sollen in
Mber^ Weise erbaut werden dürfen, und wenn einer
mehr thit, soll der Graf es nicht gewaltsam zerstören
sondern die Tbiteir nach dem Recht des Landes belangen.
Es hat auch ^nn nicht an neuen Sti^rmgen gefeMI, und
einige Jahre spliter (im J. lälO) fet ^ neuer V<$rtrag
ttdiliig geworden, in deib der Ifönig zum Schiedsrichter
bestimmt ward für aDe Streitigkeiten die auf item Redits-
wege nicht erledigt werden konnlem Mit Lübeck aber
ist der Friede auf die Bedingung abgeschlossen, dass Tra-
Tomünde in smnem bisherigen Zustand vorläufig noch auf
vier Jahre in den Händen des Grafen bleiben > während
dieser i^eit aber durch ein^ Ausbruch des deutschen Kai-
sers über seinen Besitz entschieden werden soll Sonst
I. 13
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ist elfte vdHi^e WiederhersteUunf des TOii^n Stüii*-
des der Dingen eiae Rückkehr der Vertriebenen bedun«-
gen. Aber eben damals gab «ich Lfibedk in die Schutz-
gewalt des Königs Erich. Die holsteinschen Grafen da-^
gegen erhielten jeiie Betdiniwg zur gesammt^ Hand von
dem H^zog Johann zu Sachsen «Lanenbnrg.
In den Verhältnissen der Grafen von Holstein und ihr-
xer Gebiete bereiteten sich damals wichtige Verfind^tm*-
gen vor. Es wiaren, wie oben entwidcelt wurde,.am Be-
ginn des vierzehnten Jahrhunderts zwei Hauptstäaune^ der
Kieler uid Itzehoer, und jeder zunächst wied^ in dienso
viele Zweige getheilt: neben dnander regierten m den
er^en Jahrep Johannü. von Kiel, Adolf V. von Segeberg^
Gerhard II. von Plön, Heinrich von RendAurg.. Per erste
ersdieittt schwach und unbedeutend; Adolf kiüd^QS tritt
ebenfalls zurück; von der Itzehoer Linie ist Heinrich früh
ifm J. 1304, August 5) gestorben; alle überwiegt an An-
sehn und Macht Gerhard H., bünd und darnach beigMann^
aber trotz dessen rüstig und voHer Thitigkeit. Die Lüb-
sehe Chronik rühnit die grosse Weisheit mit der er sei-
nem Lande vorstand so lange erlebte^'seine Winkel, sagt
sie, waren voll Gutes; dabei war er slolzen Muthes'.
Er ist ^ der jeuf» Klipipfe mit dem Adel und den Nadt-
barn hauptiHächlich fäjirte, der aber auch den eigenen
Vettern und Neffen gegenüber seinen Vortheil wohl zu
verfolgen wusste.
Da der erblose Tod Graf Adolf V. von Segeberg vor-
ausgesehen werden konnte — er hatte nur eipe Toch-
ter— , so erhoben gegen den Bruder dessdben die Vettern
von der Itzehoer Linie Ansprüche, und eriangten dass ih-
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im
nen der Besiisi des jenem gehörigen Landes zwischen Eibe
und BiUe versprochen ward (im 1. 1304^ April 4); dann
schritten Gerhard und Heinrich zn einer Auseinandersetzung
mit dem dritten Bruder Adolf von Schauenburg (im J. 1304,
August 3), wonach dieser ein Drittel von Hamburg den
Gorriswerder und die Kirchspiele Eppendorf und Niensted-
ten in der unmittelbaren Nähe dieser Stadt empfing — was
der Anfang war zu der Bildung des hier belegenen Schauen-
burger Antheils an Holstein — , ausserdem aber mehrere
Kirchspiele in Wagrien, Barkau Sarau Glasau Nücheln u. s.w.,
die später wieder vertauscht worden sind. Nach Hein-
richs Tode lassen sich Gerhard und Adolf von Schauen-
burg, mit Ausschluss der Kinder jenes ihres Bruders,
die Exspectanz auf das halbe Segeberger Erbe erneuern
(im J. 1307) Novemb. 24]; und da der Graf gestorben
(im J. 130^, erlangte Gerhard ausser dem BHledistrict auch
die Herrschaft Ütersen, wie sie einst dem Geschlecht der
Barmstede zugestanden hatte, und selbst die Sjremper
Marsch mit dem Schlosse Steinburg^ die dem Kieler Gra-
fen gehörte, aber früher schon dem Scbauenburger Adolf
nerpfftndel war. Dieser nun und ein Sohn Graf Heinrichs
hielten sich durch den Bruder und (Aeim beeinträchtigt:
sie traten wider densdben zu einem Bunde zusammen auf
zehn Jahre 'wegen der Feindschaft die sie gegen ihn hat-
ten um das Land zu Stormam und um anderes Land da
sie Recht an hatten: kämen sie iii Besitz desselben, so
woHten sie es theilen mit ihrer Mannen Rath' (im J. 1312,
Januar 8). Gleichzeitig wurden gegenseitige Klagen der
holsteinschen Grafen an den König Erich von Dänemark
zur Entscheidung gebracht. Die Verhältnisse waren ver-
13»
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tm
wickelt genug: da fiihrie der Tod des bejahrten drafea
Gerhard IL noch in demselben Jahre (Oktober 25) eine
wesentlicbe Ändernqg herbei.
Qerhard war zweimal vermiiiK, ztaerftt (aeitd. J. 1275),
mit Ingebarg von Schweden, det Tochter des Königii
Waldemar; während seine Schwester Heibng sich dem
Bruder und Gegner seines Schwiegervaters dem Hagnns
Ladulas vennählte und durch ihre Tochter Ingeburg die
Schwiegermutter des Königs Erich ll^ved wurde. Aber
auch Gerhard selbst trat in nähere Verwandschaft zu deiü
dänischen Königshaus, sds er sidi in zweiter Ehe (im J.
1293) mit der Wiitwe des Erich Glipping^ der Agnes von
Brandenburg, verband und so Stiefvater jenes Erich Men-
ved wurde. Damals sind ihm für die Mitgift Laaland
und Falster verpAndet Diese YerbiAdnagen haben ihn
und sein Haus in nähere Beziehung zu den Angelegen-
heiten der nordischen Rmchfe gesetzt.
Waldemar, der älteste Sota der ^sten Ehe, war vor
dem Vater gestorben (um d. J. 1310), ein zweiter Ger-
hard (nr.) hatte sidbk dem geistlichen Stande gewidmet und
war Domprobst in LübedL Aber bald n^ des altern
Bruda>s Tod . (um 4 J. 1311 oder 1312) Ifat er i« den
weltlichen Stand zurüde, und vemijUUite si<)h kiiüz daraitf
mit der Wittwe des eben verstoirbenen. Herzogs Walde-
mar IV. Doieh hat er an den öffentlichen Angelegen-
heiten des Landes fast kdn^ Aivtheijyi genomm«: vor
deiki Jüngern Stiefbruder, dem Sohne der Agnes, Johtfan
(Henneke) trat er in den Hintergrund zurück. Kaum; her-
angewachsen, erhielt Johann (m.) von d^m: Bruder die Ab-
tretung fast seines ganzen Antheiis am bolst^inscbea Land^
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lind ieinoelner Besiliunsfen im nördliohen Schleswig Ar
7000 Kark; nr eim Thdi davon blieb TOiUii% ds
Ffand für 3000 Ifcrk noch in den Hftnden Geitards, md
irirde daui von diesem an doi Schweriner Grafen über*
Irag^n. Das übrijge GeM scheint dem Johann sein Stief-
kruder der K6iug Eribh vorgesehossen zu haben, unter
dessen Yiermiltelung: zu KoUing der Vertrag abgeschlos-
sen (im J. 1314, Juni 7), und zu dessen Gunsten die Be**
din^ang hinamgefügf ist, däss bei erUose»! Abgang Jo*
lianns sein halbes huoA aefort an Gerhard zurüdfalleD,
die andere HMle ater i^on ihm, dem Erich, und anderen
Erben des Bruders für 7000 Mark zmniiAkgielauft werden
soll. Dieser Voiliehalt ist ^Ssmr.wBAX zur AnsfÜhntaig ge-
koAimen; Gerhard, .der «usber jekieiB' Pfhiidbiesiz noch
l»in Paar Güter erhalteii hatte, lebte ruUg in Lttbedk; er
hittteriiess einen gleichmnnigcta.Soim, der an den späte»
reii Erdgnissi^n allerdings einen gewissen Antheil genom«*
men hat, ab^ doch an Majcht und Ansehn den hervor*
ragenden GUiedem des schauenburgisdien Bbuses in kei*
ner Weise verglieken worden kann.
£s ist neben Johann von der Plöner linie hauptsioh*
lich Gerhard ^.), das Haupt der Rendsburger, welcher
hitf in Betradit kommt, der Mann welcher durch seine
Thatkraft und die g^ücUiohen Erfolge einer langen vielbe-
wegten Herrschaft seinem Hause und seinem Lande eine,
heue Bedeutung auch tlber die Zeit seines eigenen Lebens
hinaus ge^geben hat.
Dcar Geschichte Gerhards, namentlich ihrer Anfänge, hat
die^Sage sich frühzeitig bemächtigt; wie denn die holstein*
sehe Chronik eines GöistUchen, der man. lange vorzugsweise
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g^lblgt islj über dft Jahrhundert später aus dem Munde
des Volks ihre eigeBthüinlidien aber iv«nig verbürgt^
Nachrichten über die Ereignisse diesw Jahre gesdidpft hat
Um den Helden des Landes nur in um so hellerein liohte
giänzen zu lassen, er2ählte mui me seine Auffinge ärm^
lieh und elend gewesen seien: er halle kein ScUoss und
kein Eigen als einige Jagdhunde gehakt und zu Rends-
burg auf dnem Kornspeich^ gelebt , und erA von Hart-*
wich Reventlow Pferde : und Waffen erhalten, mit daien
er sich dann wider sebie Stammesvetlem eiiie Bmrsehaft
erkämpfte, der e^t bald solches Anaeh» und sokdie Maeht
verschaüte dass mmi ihn den Grossen nannte. '
Gerhard war ein Sohn des (im J». 130^ rerstörbenen
Grafen Heinrich, bei de^ Vaters Tode ihinderjährig. Sein
jüngerer Bruder Giselbert trat in den geistlichen Stand und
wurde später Bischof zu Hdberstadt, und wenn derselbe
auch nicht gleich auf jede Theilnahme an der Herrschaft
y^zichtete, so ist es doch zu keiner weiteren Theilung
in dieser Linie gekommen« Hinter den meisten der an^
dern Vettern stand Gerhard also ni<^t eben an Macht
zurück; nur der Oheim Gerhard der Blinde war auch
äim überlegen. Es war eben der jiinge heranwietchsende
Graf, welcher sich gegen diesen mit dem andern Vater-
bruder Adolf von Schauenburg zur Geltendmachung seiner
.Anq)rüd»e vereinigte (im J. 1812).
I>a jetzt aber der ältere Gerhard gestorlmi, ward mit
dem Schauenburger ein Abkommen geschlossen, wonach
dieser, gegen Verzicht auf and^e Atasprüdie und Bef»tzun-
gen, eine Vermehrung seines Antheils an der Alster ^e-
gen Westen bin erhalten sollte^ Wedel RelUngfen u. s. w.
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199
(im J. 1314, April 14). Doch hat Johann, der Erbe des
blinden Gwhhrd, auch jelzt nicht beigestimmt, und bald
traten andere Verhältnisse in den Vordergrund.
Noch immer lebten yon der Kieler Linie der sehwache
(kaf Johann ü., dessen Söhne aus der Ehe mit Margar
rethe von Dänemark, der Tochter König Christoph L,
Christoph und Adolf war^. Der letzte pflegle sich su
Se^eberg, der Residenz seines gleiciaiamigeiQ früher ver*
storbenen Oheims aufkuhalten, Christoph aber, der ältere,
IdMe bei dem Vater in Kiel: ohne zur Tfaeüung n^
den Söhnen zu schreiten, sdieint dieser ihnen doch eine
Miturirkung bei den Geschäften übertragen zu haben.
Beide fanden aber ein frühes unglückliciies Eüde; Chrl*
stoph aus einem Fenster des Kider Sddosses in den Burg-^
graben geworfra, war auf der Stelle todt (um d. J. 1313);
ob der Zufall oder eine verbrecherische Hand die lliat
ToBbracht, stand schon bald darauf nicht mehr zu ermit-
teln. Adolf aber gerieth mit der Ritt^sehaft in Streit,
von der er Lehngut zurückforderte das sie ihm entzogen
hatte. Die spätere Sage will, dass er sie auch auf an*
dere Weise verletzt, einem Ritter Split Drescher in das
Haus geschickt um sich Hafer und Heu zu holen, dem
Hartwich Reventlow gar die Tochter oder Frau geschändet
und so die blutige That veranlasst habe die ihn traf. Al-
lein den älteren Zeugnissen ist solches fremd ; sie schildern
ihn als einen wackeren Fürsten, der unverdient einem
schweren Schicksal unterlag. Eher hab^ politische Ver*
hälUiisse darauf Einfluss gehabt. Während Johann und
Gerhard damals dem Dänenkönig verbündet waren in sei-
nem Kriege wider den Markgrafen von Brandenbui^, stand
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W9
die iQeler Linie aaf Seiten, des letaleren. Das gal den
.ehrgeizigen Vettern GelegenlDeil, sich einteai nä den un«-
zufriedenen RiUern zu verbinden. Während diesem, voran
Hartwich Revendow, den Adolf auf seiner B«rg zb Sege-
berg Nachts im Bette erschhigeB (fan J. 3315, ^gos^,
ist Gri^ Johann zu Brainhorst überfiileB ntid gefangen
genommen: in seinem eigenen Schhiss zu Kid wa^ hier«-
auf der schwache, dsreh einea ungUtektieheR Zu&itt isdioli
früher des einen Auges beraubte^ Mann bewlibhl, :.bis er
noch etmnal entkam und in Lübeck ei6e Ziiflüoht fand.
Dies fiesehoek des einen Hatapts^mihes der scbfmenliurger
finden kat seines Eindrucks auf die Gemüther der Zeitge^
nossen und NacUEommen nicht verMUt: Dacäa kni^fäh
sich Überlieferungen y^<£iedener Art, deiien die Ge^-
sehickte jedoch em Recht absprechen nuiss. WoU aber
erkennt sie, dass Gerhard an. dem Fall! der Vettern wer
sentUehen Antbeil hätte, und weiln dii& spätere Aitflbssiwg
des Ereignisses dies nur. tds Sühne für eine Schuld betracbr
tete welche einst in der Jugend an ihm verübt war, so
mochte das damals dem gefeierten Helden zur Ehre gesngS
werden, hat aber keiiie Beglaubigung. Dass Gerhard um den
Iford selber wusste, ist freilich unerwiesen; der König
Erich hat ihn geradezu von dem Verdacht losgeviprochen
und sich und d^n mecklenburger Heinrich die Entscheb-
dung über die Thäter vorbehalten. Auch theille et den
Krieig gegen die Grafen und den Vbrtfaeil den d^selbe
brachte mit Johann von Plön.
Johann H., kindedos wie er nm witr, bat seinen An-
tbeil fast ganz den bei4en Vettern überlassen^ welche ihm
nur das- Schloss und die Stadt zu Kiel und eine Einnahme
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201
TM 600 Mark ans der dazu gehörigen HerriK^htift— wabr«
£M)heinlioh dafür wurde ih» GrömilK in Wagrien gegeten -*•
«nd. einige andrere liid)6dent^e Reckte auf Lebeüaseit
gewährten (im 1. 1315) und dawi' mt Tkeihing der tieueo
ISroberlmg sehHilen (iih J. 1316^ Februar 7)^ Sie geaehidi
4n der Weise, daas Segoba^g mH dem bi^geiideft Laäd
und das (Jehiet weatltch! biB an die frtibeiien (ketkzen den
Sänddbul^er Antheil» an Geehttrd kamen; die IMstricte
aber imi Eiel Preeta und Meuntünüer äti Orüf Johann, mk
dessen frühel'eB wägrisdiiBli ßeaitoittifeii m einen xu8«db*
^aeohän^endeii JAniilrkk bildeten, ra d^n nach des äl-
4erlBn Johann Tode "^im auch die Sladt Viel kommen
sollte, bk deih Friededr zwidehen Küi^ig Erich yw Dine-
mark und Markgnaf Waldemar yoA SraHdenburgi der auick
dittie VerUüiidet^ä betraf, wmrdeli diese FesttetKuagw be-r
stüiigt aind weiter awfgefilhrt (im J. 1317, Novemb. 36).
Graf Johänh ill., der in die Cfefangeiischaft des Jfarkgra-
fen geMen war, erhielt dabei seine Freiheit wieder.
Vaveriangien Johann und Gerhard alMn zu regieren",
sagt 4fie alle nordelWsöhe GhrdoSk. b der That gal)
es nur noeh ein BfitgMed des Bauses das ihnea die Herr*«
sehaft strekig machen konnte, der jüngere Adolf von
Schauenbuig, welcher sdnem Vater eben (im J. 1315) ge-^
foigt'war und Jetzt taf das Kieler Erbe aaoh seiner Seits
Ansprücbe erhob: Noch einmal mufisie nüit den Waffai
entschieden werden. Aidölf fand Ubtersttttzuiig bei Gmf
Günzd (VI.) Ton Witteaburg, der ^in Schwiegersehn des
erachiagenien Segeberger Adolfe gewesen sein soll Andh
die Ditraailschen, weiche freilich erst UHläagM; «nter Ver^
mittelung des diaisohbn Königs einen Streu mit Gerbard
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202
friedlich beigelegt hatten, aber immer mdt imgern den
Feinden ihr^ NacUl)arn sich anschlössen, auch noch eine
Fehde wider die Reventlows, vertrante Anhänger desGra*
fen, hatten, traten der Verbindung bei. Da sie aber ge-
trennt angriffen, wurden sie von Gerhard leicht fiberwäl-
Hgt; ßttnzel ward bei Hamburg gefangen und nach Sege*
berg geführt, Adolf bei Bramstedt geschlagen theflte das-
selbe Schicksal; nur die Ditmarschen trugen Vortheile da*»
Yon: siegreich sollen sie bis Kiel gezogen sein um der
Stadt des Grafen Johann zu hdfen. Doch fanden sie da
die Sache erledigt, und sind nach Yerheening des Laii^
des namentlich um Segeberg lind Bornhöved in ihre Uei^
malh zurückgekehrt, nicht ohne einen Verlust den ihnen
Graf J(Aann zugefügt hatte (im J. 1317). ^Dem jung^
Grafen Geerd, sagt die Lübsche Glürohik, wuchs da sein
Gut, und es wuchs ihm auch sein Math von dem Streäe*.
Ein Rachezug gegen Ditmarschen wurde bald darauf
unternommen, an dem mecklenburger und andere nord-
deutsche Fürsten und Grafen Anthäi hatten (im J. 1319).
So glücklich aber der Anfang schien, so wenig entsprach
dem der letzte Erfolg. Die Ditmarschen in der Kirche au
Oldenwörden eingeschlossen und von Feuer bedrängt, sol-
len einen verzweifelten Ausfall gemacht haben. Da diKs
Heer dann zurückkehren wollte, fand 6s die engen Wege
der Marschen besetzt, und viele Edle erlitten hier den Tod
durch die Hand der Bauern. Hatte Gerhard vidBeicht ge-
hofit auch hier eine Eroberung machen zu können, so
war das allerdings völlig verdtelt: an eine Unterwerfung
der tapfern Marschbewohner war nicht zu denken. Ob-
schon Gerhard jetzt selbst den Frieden wünschte, zog sich
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203
der AbscUuss doch noch eine Zeittang hinaus, und es
schien selbst ab wenn die Fehde ach weiter aud>reiten
wollte. Da die Ditmarschen Hülfe beim Herzog Erich zu
Sddeswig eriudten, verbttndete sich Gerhard mit dem dor-
tigen Bischof Johann (im J. 1322). Wegen des Strand*
und Seeraubs den jene übten waren sie auch anderen
Nachbarn, besonders den Hamburgern, verhaSst genug.
Doch hatten sie diesen wiederholt schon friedliche Ver^
sprechungen gemacht, und worden am Ende auch zu einem
un^ssenden Vertrag mit den Holsten bewogen(im J. 1323,
Jid] 21). Da Tersprachen sie nicht Mos die Kaufleute auf
der IQbe Eider Treene und Sorge ungekrankt, auch die
Schlösser Huierau und die Tlelenburg, die an ihrer Grenze
lagen, unangefochten zu lassen, sondern sie verpflichte-«
ten sich auch den Grafen nicht zu bdoriegen, keine Feind*-
Seligkeiten von ihrem Lande aus wider ihn zuzulassen, und
selbst dem Erzbischof nicht gegen ihn zu dienen. Über
Raub und Diebstahl soll stets in sechs Wochen gerichtet,
der Sehaden aber von den Schuldige, den Verwandten
oder den Kirotepiel ersetzt werden. Alle Zwietracht wird
fibr die Zukunft abgethan, nur die Rache zweier ditmar«-
schischer Geschlechter wider das der Reventlow bleibt
vorbehalten, doch soll sie nicht mit Raub Gefängniss und
Brand gestOmt werden. Diesem Frieden der Landschaft
gaben mehrere Kirchspiele ihre besondere Bestätigung.
Um (fieselbe Zeit ward der Bremer Kirche das Recht
eingeräumt in der Haseldorfar Marsch eine Feste zu bauen;
an ihrer Grenze lagen auf gräflichem Gebiet die kuriz vorher
errichteten ScU5sser Hatzburg und Steinburg. Ein eigener
Friede ward mit der Stadt Stade geschlossen (im J. 1324).
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204
Mit dem SchanaAwger kam Graf Johann jetst eben^
büß xa friedlichem ^komnieiL Er bestätigte demselbea
den Berits von Wedel, wozu eben die Hstebiir^ gehörte,
und theilte mit ihm die Herrsehaft Ütersan, eai|ifing dagegw
eitrige meiner Kirc\i$p\el6 zt Pfand und dai? Yersf rechen
da$s' er ihm ;nit 20 Mannen dienen wolle* (in d. J. 132|0 —
1322). Auch ^(wisohen Gerhard und Adolf h^t wefucdleo^
die frühere Feindschaft ein Ende genommen. .
*, So sind die Lande und die beiden [Grafen, wekihisjetEt
don jbdi weitem grösaeren Thiail derselbau; unter ädi hni«'
XßUy noch eiimal durch l^rfiafte Kämpfe fbichlieh hindurch
g^angen. ßas An^ehn der beiden Vetti^rn War lor12wllib*
rend jm Steige begriffen* Johann, der anittgs in- Plön,
dann, w Kiel zu Wohnen pflegte, jerschefait mhigßr aU
Gerhard, nit^ht weiu^fer efargeimg, aber mindbr thattkräftig
Üa dieser; ;,er ist bjei^t mehr dilrch Unterbamlfong und
{iial als duvcb Gewalt und Krieg aein Gebiet zu.erwettem.
Er war reich und wiBste das Geld zu braucht; maii hat
ihn de» MHdea d. h. den Freigebigen gonainnt^ wie eine
alle Überlieferung will, weil er zu versckweiMeri^h mit
seinem Gute umging; doch scheint er smeis Yoiilieils nie
vergessen 211 haben. Gerhard ist kühner, aber aucb ge-
waltsamer, in s^en Plänen weiter, gehend, in der Aus*
ftibrung durchgreifend, rücksichtslos^ lange auch glüoUicb.
Bis dahin sind die beiden Grafen regelmfissig vecbnnden
gewesen; beide hatten sie sidh dem Dänenkönig Erich an-
gieschloasen, dem Sti^bruder Johanns, der noch immer
seihen Einfitiss au<^ auf die deutsdum G^enden erstreckte.
Wie sich friher Lübeck in Erichs Schutz begab und
nadi Ablauf der badungeneü zehn Jahre das Verhilltniss
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eos
aaf imdere Tiar Jahre emmevte, M hatten später die Dil^
marscben sich demseUren verbündet (im J. 1314). In den
Streitigkeiten zwischen den holsteinschen Grafen war der
König tet jederzeit Venhitteler. Als Gerhard und Johann
mit anderen norddeutschen Fürsten einen Bund eingingen,
bestimmten sie, dass ihr Herr der König von Dänemark
ein ^Oberherr' sein solle ihnen beizustehen (im J. 1314,
Januar 9), und dem entsprechend verpflichtete stA Ger-*-
hard dem König mit aller Macht zu helfen, wofür er sei-
ner Seits das Versprechen erhielt^ dass jener ihn schützen
woMe wie der Herr seinen Diener' (im J. 1315); der Krieg
gegen den brande&burger Waldemar gab nur Anlass einen
neuen Buudesvertrag zu schUessen (im J. 1316, Angusl).
Doch brachte den Grafen die geleistete Hälfe auch die
Verpiftndung der wichtigen Insel FiAnen zunächst a«f drei
Jaiure m Wege (im J. 1317); wie deiln auch anderes Gut
und Land von dem König hatte zu Pfand gesetzt werden
müssen, um die Mittel zur Ausführung seiner doch nur
wenig erspriesslichen Unternehmungen zu gewtamen. Denn
in Wahrheit bedeutete es nicht viel, dass diese Grafen
und der Herzog von Lauenbürg und andere FttarstensoIche<
Hülfsverträge mit dem König schlössen, od^ dass säbst>
Lübeck und d^oiso später Rostock sich ki semen Schulz
begaben. Die letzte Kraft des Reiches wurde aufgewandt^
um das äussere Ansehn zu behaupten ; den Gewinn trugen
am Ende doch aüdere davon.
Gerade in dfesen Jahren hat der Herzog Erich B:, der
zu Schlesmg residirte, seine Stellung im Herzogfhum nur
befestigt. Wenn es auch an wiederholten Streitigkeiten
mit dem König, namentlich wegen der Ritter die der Kö-
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200
mg in seinen Schutö nahm^ nicht fehlte ^ so hat dieser
doch im Ganzen nachgegeben. Erich war aber der Schwa-^
ger Gerhards^ mit seiner Schwester Adelheid vermählt.
Eben jetzt ist die Verbindung zwischen den beiden Fami-
lien erneuert, und bald ward die Aufmerksamkeit des Gra-
fen besonders nach dieser Seite gezog^i.
Gerhard hat vor anderen seines Gesdilechtes Rends-
burg hart an der Grenze des Herzogthums geliebt und
begünstigt. Die Stadt, deren Befestigung sein Vater ver-
stärkte, verdankt ihm mehrere kirchliche Stiftungen (in d.
J. 1328 und 1330), die erneuerte Verleihung des Lttbschen
Rechtes hei Erweiterung des Stadtgebietes (im J. 133^
und andere Vortheile; er pflegte sdion damals von dieser
Stadt benannt zu werden, die zugleich eine Schutzwehr
Holsteins und ein Schlüssel zu dem südlichen Thefle Schles-^
wigs ist, wo Gerhard auch selbst schon einzelne Besitzun-
gen hatte.
•Dem kühnen Grafen war der Weg nach Süden und
Westen verschlossen; weder Ditmarschen konnte er un-
terwerfen noch konnte er hoffen Lübeck oder eins der
benachbarten deutschen Fürstenthümer zu gewinnen. Zu
Fehden und einzelnen glücklichen Unternehmungen, wie
sie einen andern Fürsten der Zeit befriedigen mochten,
war hier Gelegenheit, und Gerhard ist ihnen keineswegs
fremd geblieben; aber sein hochstrebender Sinn hatte
daran kein Genüge. Da bot sich ihm und dem Vetter Jo-
hann im Norden eine Stätte dar für eine umfossende und
gewinnbringende Thätigkeit wie sie von ihnen nur irgend
gewünscht werden mochte.
Mit dem Tode des Königs Erich Menved (im J. 1319,
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2OT
Novenb. 13) hat der Aofschwmig ein Bade den noch ein-
mal das däniadie Reich genommen hatte. Die Gdirechen
unieft denen es sclum seit langer Zeit gelitten wwen zb-
letzt mdur verdeckt als gehoben: die Macht übermüthiger
Grosser war nur gestiegen ^ das Recht des Königs gemin-
dert, die Hülfsmittel erschuft: eine aHgemeine Misstim-
mung und Unzufriedenheit, wie Ae jfthem Fall voranzn-
tien pflegt y herrschte im Staate. Von den Kindem des
war keins gross geworden, der nächste Erbe
Christoph, Erichs Bruder, eine abenflheneiüche unruhige
Natur, so lange jener leMe fast stets in Zwietracht mit
ihm: noch auf seinem Todtbette, heis^ eSy mnahnte Erich
die Grossen das Schicksal des Landes nicht den Händen
des leichtsinnigen gewaltsamen Mannes anzuvertrauen.
Es haben damals einige ihr Äugenmerk auf den H^-
zog Erich gerichtet, besonders die deutschen Lehnsträger
und die Jüteii, einzelne, wie es heisst, auch deshalb d»r
mit das Königreich und Herzogthum in einer Hand ver-
einigt und dadurch mancher Anlass zu gefiihrliefaem Kampf
beseitigt werde. Den hobteinschen Grafen aber war daran ^
nie gelegen; auch jetzt erUärte sich Graf Johann entr
schieden dawider und war für den Stiefbruder Christoph
thätig, der um die Krone zu erlangen den Grossen des
Reiches in der ersten förmlichen Wahlhandfeste die he-
dmtendsten Zugeständnisse machte (im J. 1320, Januar 8)
und dem Bruder als Belohnung seiner Dienste den Besitz
von Fehmem versprach. Dort gelobte er dass Deutsche
kerne Schlösser oder Lehen empfangen oder in des Königs.
Rath sem sollten, hier stellte er einem deutschen Fttrsten
ein wichtiges Besitzthum in Aussicht.
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308
Eis ist dies der Anfai; gefresen zu der WiedeFverdni^ng
der bksd mit den benacUiarten deutschen Landen. Nahe
an der wngrisehen Küt^rte gelegen, von der sie nur dn#ch
einen sofamaleli Sund getrennt wird, kann sie seinrerii^h
in «iterer Zeit zum Dänenreich gehdrt haben. . Dirische
BevMkerung hat sie wenigstens nie gehabt, theilwfeise
wendische; Adam ron Bremen liennt sie (Fembre) unter
den slavischen Inseln ^ und in Waldemarü. Erdbach wer-
den ausdröeldich die Dörfer der 81av€flni unterschieden.
DtBU kamen deutsdie Coloniisten^ auf weiche die m^en
Ortsnamen weisen, Ober deren Einwanderung aber nicht
mehr bekannt ist als über die Zeit der Verbindung mit
dem dänisdieh Reich. Diesem gehörte sie in den- sptftem
Zeiten WaldemarO. an: yielleidht ist eben sie ftUiifdi wie
Rttgen von den frtibem Eroberungen in den Binden der
Dänen geblieben. Mah rechnete sie zum Odenseer Bisthum,
unter dem sie eine eigene Propstei ausmaohte. Eänaial
hat dann der scUeswiger Herzog Ansprüche eiiioben wie
auf Alsen und Arröe, wabrscheinlieh weil er sie zum be-
simderen Erbe des Knud Lftward oder der Waldemare
rechnete; denn mit dem Gebiet des Herzoglhums stand sie
sonst in keinerlei Zusammenhang. Aber Fekmam wieir
nicht Hausgut wie jene Inseln, sondern wurde zum Krbii«*
gut (konungslef) gerechnet, und die Könige haben des-
halb einen Besitz behauptet, der ihnen oft gentg zu Ver-
pföndungen an einheimische Grosse oder fremde Fürsten
diente. Hier waren der Ami« von Mecklenburg — men
sieht nicht den Anla^s, denn sie war eine sädisiscbe Für-
stin — gewisse Einkünfte für den Fall des Wltthutns ah*
gewiesen (im J. 1317); das Schlöss Glambeck, unter wei-
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(arm .die. Insel .Jlapd) :wBr. irbi Brich srineia frt|liem
Tinchsess Nids Olafson zu PfaQd gegeben (im X 1318).
Jelsl aber' weid der Bnmrb der Insel deäi MaHiinsrhen
.€}rsfeii, dMie» Land: sie fast berührte,: ein wolAdefCBsr
4Hid femss sekr erwünschter Betitz^in Aussicht giestdlk
. Ab«* da es siur AnsfÜhHnig kennen soittS; 2eg Civi«-
jtofii^ wie es scheint, das Versprechen surüek, wldifend
evff ier insel eine bedentende Parthei für den Orafen wet,
dem man sidi näher verhrnden fühlen mochte als 4em
dteischen Kttnig. Bs fthrte das«n Feind^eiigkeil«; Chri*-
stoph erschien auf:Feknetn vnd Hess viele ^ignte Leole'
den Afaid mit dem. Tode bttssen: die Landsdiaft mnsste
dieVersichernngirassteHettdaSsäeihm Wie. seinen Vorgte«-
gera :iinltrtfaan sein woHe (im J. 1320, fieöemk: 6). Johann
'visrslAnte «ch dann »il «dem Kdnig mid erhielt tmk ihm
in ieieiüther Slfersasttn^illig den BitteRSChbig; ob auch den
Beste Fdimeras^ istinidit ieiUlieh.. Aber «ronigstens den
Ansprach Uess er nicht wiejAer fidkre», and die Gelege»-
htü soile ^sidi ihm bald nip* noch günstiger zeigen...
.fierhatd war inzwischen in den Lanenbnrgis^Aen Erb^^
streit wrwichelt: auf Antrieb seinmr Schwester EMsabeth^
iBe dem ;sohwachen Asnog Johann Termttlt war, trat
fleihard dem Bruder desselben Erich enlgeg«!, der wie*
der dem dänischen König Christoph if^erbündet waf^ wüfe*
rend Gerimrd sicdi mit den Schweriner CSrafen vereinigte
(im. l:- IMiy Et nAtfaigte semen Gegner die lauenbuiiger
Sache dmn SehiedsBpnioh des mecklenburger Fürsten jni
nntenrerflNi, der günstig hiutete. Als «her der fieraög
Johann gostoiben, kewog er den Sohn desselben Abreoh^
meinen Neff^; ihm seine gaiize fierrsdiaft mit dem
I. 14
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<21Ö
Hattplort Höhl' für ifiOO» Mark «1 vbrpttauiea lim l. 139S,
Gelobet Ä).
mOA sa fßAcüiekww Gifikmd dem Lfibecter Bün^ef
fegmnber; mit. dem er. tlbienr manche GewattHrilti^il in
Streh lag« Er muaste mh m feieriidier AUüle und be^
^ieitt^ltdier ^tsehMgong y^stehen (imX IBM, April 27
undAnguslO). DdTtir eqpin^ er vdn ünn eme Briehn^ng,
.die sieh nur auf eine Yogtei ti)er die bischQüchen Be*-
fliltttngen in Holstein oder wat blosse 2ehntai beziefam
-kann^ laid yerspradi dafiär Treue und SiM6 vü^ leistos
'wie es seine Vorgänger gethan hüten.
Es waren aber wichtigere Vet^hitttnisde /die <teii firafoi
bdd nach der entgegttgesetzten Seite riefen.
Der scUeawigär Heriflog Erksh H., dem . eine zweite
«diwester (krhards AdeÜMid Viaraühk wiar, iat in kräftig
gen Jahreö gestorb» (im^ J. 1326^ MinE 12). Es gehtel
JEU den ^enthümKäien ScUolisalen dee Abebdien Hanaea,
4asa die Söhne so oft iiiindet|fthrig zrnn Serzogthnm be^
rufen werden: Waldemar ID«^ Waldemar IV., und jeM
Mfs neve Erichs Sohn Waldemar (V.). Jedesmai befaaaptet
der dänische König dass Ann weniptens <fie Vwnnind«^
schaff Ober den jungen Karsten zustehen mfisse: so denlit
er Toriäufigen Besitz von dem Lande m nehmenund sucht
den möglichsten Vortheil aus der Lage der Düige zu zie^
hen. Jenes Recht ist dann auch inbiatens anerkannt wor^^
den; doch sind immer zugleidi die holsteins/ehen Grafen
fiür den jungen Fürsten eing^eten ^nd haben, sein Erb-
recht zu schützte gia^russt. Auch diesmd war Gerhard
am Platze. Vor Mcht hngen Jahren hatte er nnlühristöph
einen Dienstv^lrag auf immer geschtossea (im J.
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21t
j«tot da Christoph das ImH bemiifte und bemM Umiofp
beli^erle (er war im J. läSft^ JaH 21 in Sddeswig); er^
schieii er mn den Neffen au schfttaen und da^i Land in
aeinei Obhut zu .nehmen.
Es isl das der Wendepunkt in ClniiAophs Geschichte
gewondMi; hier^ kann nuin sagen, yertor er aeiii Reich.
Kioht mü Unr echt. Iiat die holsleinBohe ÜbarUelsrbaf aadi
dieses Breigniss faeffrarg^ohen: wie ein Wunder bdlradii<^
M sie es "das dam Bide der heiligtfi Jahgfräti <T#h
kaehee verdankt Ward welches der fihwf am Halse gtfra^
gen. Gewiss hM sa^die grösslan' Folgen gehabt^ da^ hier
Christeph mit den Dftnea geschlagen wurde, dass Walde**
mar sich behaaptele und Gerhard die Vormundschaft und
die legierung des HersogthiaMi jgewanBb: .
kl diesem Kampf ist der BdHand Johanns mfl UW
Msigen gewoniioh üttr 4000 Jiaifc, für wekhe WaUeanr
ihm Sdcemarde und den Dftmoh WnUd wki dies Land
awisdien ScUei und Eider i so weit es nicht in Gerhamb
Binden war, yerpföndete, mü dem Recht dort eine Fest«
an bauen, iond wenn die Güter nidit in zwei Jahren ein^
gelost wvorden, darüber wetter zu verfügen (nn J. 132S,
Aprii 14), Bofingungen welche Gerimrd gUsieh damrfs be«^
stitigte und durch das Versprechen erweito'le, wenn jeiie
Beätzungen etwa dem Grafen nicht überantwortet werden
könnten, ihm dafür Segdb€»*g zugebea Aui^ Graf Hein«*
rieh von Schwerin wurde h^beigezogen, und missenienl
eine Verbindung eingegangen mit zwd der mächtigstMl
dänisohen Grossen, dem Drosten Laurenz Jonssoa und dam
MartfdiaH Ludwig Albreehtsttm (von Bberstein), zugemein-
Kaa^ gegen den Kdnig; wofür sie die ScUdsser
14*
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ti2
BKdMdeMii imd:Tkttnei^ a*f'iM%elnd^ iil Aäe^en^BtaUt
Waldeipar gtkomnen seiii iMSs^i eAdfen aoll»^ ib Snt-^
Bchädigliiig für Veittste die sie laden köimleB und ab
Pfand für 150 Mark die iknen hisr yeraproclbBn wimdea
(im J. 1326, Mai 3).
:GliriäUvh und sein. Sohn Erich dagogen TerbaAen^rieh
ildftdeiDL itqieiiliwrger Herzog Erich, GeAards aRfenÜfiegiier,
lufcd ^gaben ihm viel Gut'; sie fewanBen gegen Jyedäirtendti
Zngealäadnisde auch. den^BeislAnd Heinbicha .von/MecUeAf«
barg uodi der Herren YOb W^ile (ife J. 1326^ Hai 3): att
mochtjeil ak denket dma droheiide» Stürminiiah arir
dafcMehea A ktanan... ,^din(ira£ Jolainn hatte dab.Sdibaa
kttiTrittbn ab fidMila' gbyetfi die EiniMe. Janfenbul-giadiev
Vasallen gebaut^ i]ad.da:jeMr Tertaagidea Königs geaciloa**
Mii wtede, wär^n fleAatf imd Jdhaqn. beneäa auf füh-
MD eiacdüeneil; die: B^dan sdbM! aber iuban den jnngall
Brich, den dar Väter v^iheT hatte kMfioen lasaenwidijelit
alnr Veitheidigiuig das lleichs ausaaUekte) gefiiügtengaadm«
aden. Da urar die Siehe eiischieden: Ghrislf^ floh nnl
seinen SchKtzsn über das MeiBr nach iBoalDCk (im J« 1336^
MSte lUhi) und li^s die Kroike in Stich. Audi seine Vär-
büddäten kannten sme letzte Fesle Wonfai^prg» nidit
sdiitien. Da sie von den» Versnch abliesaen, kaifte
fierhardidte BaaitB der Burg von einem sttdisisdiea Rit^
ter, dem sie ziir Vartheidigung lefdUan war, fm 4000
Mark. Dafür te^fftndete er iUh Segdierg ; aber, es währte
kurz, da ward bei nttchükhar Weile dies ScUisas erstiegen
und die Baaatzwig welche jener hingel^ hatte ansgelrie-*
ben. Einen gi^Mtsamen W«g gfaig Gerhard vorwärts.
Die ddniscben Grossen wäUten an die SteHe desflieh'*
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ügm Ckrialfipli oneh imiim Et^taig. Es konnte jetot kein
anderer seit üg d^r: junge Watdemar, der and kOniglioben;
GesoUeciile stammte «rii dessen Vater bereits- eine mfteh-*
%^ Parthfii zum H^rrseher auserseben hätte. Er piadite
der Anslfikralie des Landes nenelZiige^ilnihisse; flir irUdie
Qerterd; aidi verMtoigte, und so en^fng er die Ifemchaft
(int J.)1336^. Jimi 7). Aber mi Kind wie er war/bedurAe
er ilwb.hier des Stellvertreters^ und Chrhard,' der sehon
firtlher ata Admbrisferator t des dteischen leidies avfMtl
(Mai 11), i¥iflrde in dieser SteMnUg; oder ivie es hiess ds
yimvväA desReicbesIMnemai*' (ngniOaciae Mor^ vor-*
mvtod des: rikcis to Denemaffeen) miericannt.: So gestdtete
sieb .4e l4ige :der JMnf^ günstiger äto jeaitiss frtther! eben
ded R#idh weMwa M oll ded Holslen GeAAr getaraeht
hatte> JvfV: ntan; «ft|er der Leitang äwbs kfäfligslett und.
UkMuaMm IfanaeS. Aim iUn ^M*l^:aabk:£e8 niohl ge«*.
itfigen: filr diu 2nhnall bsadite üas^kbii|i|nlei^e#fthr^ und*
Gerhard war der Mann um sich auch diese z« Tärarhaffen.
Tos dem König Wädemak" ward die Versichehing
ansgesMt^ dass ^das Herzogtbnm Sü4er}<ltland dem Relohe-
uttd :dttt Vnnh Dänemark nicht veröimgt noch verbunden
verde;, ,so> dass.ma Bmr ttber: beide $^.- Das Yerspre-«
diett:itit in Zeitea lind unter Unfsfänden gegeben worden,
dass man hegteifi^n qiag^ wedn. in deib Streif Aber cBe Be*
denltn^g dieser: Urioinde {der Sogenannten cönstitiitie Wal**
demafiana):ddnifehfflr Seits. ihre Qettnng angefochten wor*«
den ist Aksr desit man ihre Eeirfheit bestMtten, zeugt von
gerinjir^ Xenntniss der hisiörischeii Verhältnisse. Nidils
entsprach der f^tik deti sehanenbidrger Hauses mehr ais
eine solche BesÜrnnrnng: sie ist eben die An^kennungdes--
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814
sen wonach das Geschlecht geiteuem Jahrhundert fetrich-
tet hat) nnd Gerhard war gewiss nicht genuwit iHe gebo^
tene Gelegenheit ongenutat zu lasaen. Die Bdstfanmung
wurde I wie es in der späteren Sestitigung rasdrttckiich
heissl, in die Handfeste des Königs aa%eipMimeii, und
dem eiKisprickt durdutus die Perm in wefeher sie votfiegt.
Wenn gleichwohl in dem bekannt gemachten Text der
BhndGßste diese Wichtigen Worte fehlen, so ist jehon
von anderen darauf anfinerksam genttcht worden, daes
eine verschiedene Ausfertigung derselben fttr die eiizeU
nett Provinzen niohls ungewöhnliches war und dass der
gedrudite Text zunächst nadi Lund und Schonen weis^
während die bUker unbdtannte Redaetionftr'Jlithnd'oder
das Herzogthum diese Stelle entiialten nusste welche sich
auf sie beziaht. Eben diese konnte später den Sohaiueh-*
bürgern zu Gebote stehen,' als iem ersten Oidenbargev
vor der Besteigung des dänischen Thrones die Bestätigung
abverlangt wurde.
An formeller Reditd^esUMigkeit hat es dieser Yer-
briefung nicht gefehlt; die Wahlhandfeste wurde von dem
König auf dem Reichstag festgesetzt imd nach dessen Wil-*
len yericttndet. Die Grossen welche hier erschienen, waren
eben Gerhardis VerbÜindete. Dass sich aber Chruitophs
Haus daranhätte gebunden halten sollen, ist nicht zu dm<«
ken. • Darum blieb die unmittelbare Wichtigkeit des Acten-
Stückes eine beschränkte, und erst der spätem Zeit wu*
es vorbehalten dasselbe zu neuer Wirksamkeit hervorzu-
ziehen. Pttr jetzt Begt ihre Bedeutung vomemfich darin,
dass sie Zeugniss giebt wie weit die Bnlwickelüng .der
Dkige gekommen war : dass man wemg^steiis daran denken
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21S
konme^ eiae WiedervtarBiiiginig' das Henogthums und dea
KMgmehB in einer Hand grandgeaiMich » hindern.
Dass duail dw Lehnaverkillnisa sdbat udrt angefodkktt
wvrde^ veiBtebt sich Von. aelhat; nnr di^ ffinsielriingy.dift
GonsdidatiiHi des LekttasoKfe veffatttet wiarden.:
Eine aolclie BeMmimmg iäänte ddm (Srafen^ Aet awh
daiui mcktwfi^hig ersdmnen/ wenn ibi tfMber schom
der Beaite dils HenogtbdBu^ in AusnAi stand. S«s war
das ein bedentender Schritt nodi über |enea hiaans; <d)er
wem w. damals felangy sdbst din Gariiard war sohwer-
UekiogMch des Erfolgs Inif hmge sieher. Düs Beiftimmnng
der iiandfc^te ist die .Vollendung nndAüCTJieigtttig dessen
was sii^h. voAereitdt^ hMe vad fatfd bei den; ZoitgMosi^n
sieheiiioh gerhigea Bodeaken. Die VlMrtragvng das Her-
logMäims auf d«8 :>8ehatteid>iirgear Haus dag^^ wir ein
Ad d>ensO' l^edeutend wfe neuy kaum irgrad vorfaeroitl^
weit ImiattSgrelfeBd in die UtoBOÜ..
Auf dem Reichstag ,(fai generali; pdilamfenti^ zu Ifybarg
abertrigt der junge Kfinig^ mil Zusänunung der Bfaeböfo
desRaichSy der Reiehsbeliiolsa und der übrigen Rftüie^ dem
fierhard und seinen Erben das ganze Heraogthum JüHand^
mt.ilien aeiae» Grenzen; fiti^otm^ Insebi p. s. w. ^ allen
Ifegalito) dem domiimim utile und diroötum^ und belehnt
ihn damit wie niit mem EAluieidi^f er lUierlfisst ihm alle
Vasallen innerhalb der sdrieswiger Diöceae, also in dem
grösscfm Tleil des Landes ^ und behält sich nur das Recht
der Oberhenüchkeit (superioris d(nninii) und der Beldmiii^
vor (im J. 1926^ August IS). In einer 'besonderen Ur*-
kunde haben die Bischüffe^ der Truciisess Laurenz und der
MarscMl Lmlwig, Knud Porsse und Jon^ Offdnsson, in
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einer and€9n< aodi 83 iiiid]^*e ütter Utoau Are ^msüm^
umng gBg«beit (AAfiist 16). .-^: !So'iiried jeUsI das. Ber^i
aEogfiram, wdÜcB dmneiae. TiHhAtier Döafndrks biUeti
sollte, leiitora deuMohen Ffitvtett yerMeKea; cBei YefeifflgVKg
mit dem hamdimrlen Holste&i wMi vorbereilel^ weaig-»
(rteas der Weg jeu dör ireüeteii^EMlwkiiehiig v«rgei^ch-
M(. Mocftte tdtoer Bcisitx. anA. nicht soSon hAäWfm
werden, em Ziel ;#ar atasgesteokt dm die Halfltte hhM
wieder awi dam Auge veHored.- ; • >
Der Bisdiof von Solüeswig wuiMk ^eu Hefczog auch
jeM nicbt uidierwdrCrii: er^erhieil etfek |etsk eine! kämjg;^
lidie BQj|MUi||Brig«Blnbr Besitzung^ lin^ 16)i
Dm Gi^ilel und dei! Stiidti«ri> dorKdüig äieiifdlä ein«
Bastltigüng «nd Erweiteriüig.ihrerFräheilenlD^c^mb; 1^
Um dioBelbe Ze^ iHvde dem (käfian^Miaikn.dBriiftiiec
^ön üigesfreble Besitz yon .Fehmdmr:gewiei!i Br Jidl
auf derselben Nybörger. Yerkakimltang: der Invel enm Verw
braeiing äx^t Bfecht^ ataigafin^^ ddren BeMrtiorung.der
KäBlgWaUmfun Mei99ftg GMaitl GMf Adolf von Sekfiftieii^
bürg /und andeire ilbernalnmi (Aiq^at 15), ujid Veldie
naraenfliah dba. Verktitnisa dar fiameinde ira ibiient^nötteit
Landef^berm . niber baalimml^« Diesar ^ Ten^caok keine
heuen SißU&£fger'im Laikda aü. bmien; von den Bntächeiv
duagea dinr Lamtesgeificlila ndlle ketne AppeUaliäi stakte
finden; Mioh die Btöchen an ^^Landeskerhiwürdra ger
hiindert 2wfilf Gesehworne bildc4än das Landgcariobt^
uiOmr dem fiir die tiamlxim Dörfibr:: BkucMgesobirorns
(burswaren) standen. Jene hatten audi admiidstiFative Ber*
fogttiBse, z. B« Bath tu gäbeil über das Värbal der Korn-*
ausfuhr. Die ganze ürk»iide:isf eüf 2öugnids voH.dtit
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«IT
Sel&ständigkett der IwHgen QemtmÜBf die fich auch kr
mner tterea .eigi^nllittitficslieÄ ton joigMebeaea MfUineni
iifeiioiiiiiiemft RwfaUaufzeifiliaiili^ ikuadf^bt liad. dte^eick
iB dem foigmdM. Zeäett m aUen »eren y«riiiaiii»Mi
eriudton hkt.
QnS Johttui: bdkam hmierdem die iolelii LadAnd wiit
Fabter z« Lote, imd das wiclitige Rftneir war ftih ver«>
]^dei Andere TheBe dni dini8clie& Rekl» wurden den
verb&ideleB Cfrosaen des Landes gegtfiea; Liaiifdaad wi4
daan andi Arräe dem Drohen Laurenz Jvnssön« D^
tMcl^ war' in da- Tliat lotf d^ Wege völliger Aiddsang;
der König bedeutete wenig: die hoIsl^ischenHeiirmi scM**
letta in Lüida Alier Handel und Vericdnr kün in die
Binde der deutelten Slftdte, weleke nun, statt dtaisolie
SüMzhtAmt ztt SB€tai öd^ M didden^ eifrig bedittlit
aoren sidi auf Kolften d^s Landes m 1>miclieni uM
Ltiieck hatle schöii Vor meteeren Jiduren den lang er-^
akrebten Besüz von. Trareninnde dureh den GrafenMo-
hann erhaltM und die Feste zeriMrt (im J. 1880^; |b ^ew
ser Zeit süokte es, zugleidi ndt Ifamburg, 'durch Xanik
friedensbfiiidiiisde mit deii hobteiRSctien Grafen und anderä
beuehbartmi Firsten den Verkebr zu sichera; in Din^*^
mark orhiek es Jieue firivilegi^; wie sie ähnlich auch
den, benachbarten Städten Greifswald Wismar Roiltock Strtik
smd und iandereh eräieilt Inlnienl IKe leiste Stadt nahm
Graf GeriKBurd,: der sibh.,aiuäi luimVorsfei^ des rttgischeri
Ffttst^ndnlms hatte erheanen lassen/ hoA Jbesönders ' in
seinim »DhiitE (im X 1386^ Oetob. 5), #ä]|reild Clirisloph
diesige tand Afigen dum j^uen Veriniiiidetdn dcyn ifeirli
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v#n Mecklenburg i^id Werte veifliMet batte (138ft, An-
fiisl 6). Bin Friede ordaete Uer dann die Verhitalisse in
solidier Weise, A%sb die dilnischen Ansprfidie so giU ww
9uui:.aitfgegeben wden (im J. 1888) nad eine selMttnT
dige Entwiciielttng der Städte unter dem Schitii der be^
Mehbarlen Fttrslen möglich Mwd. Eben diese Iw^di-
schen Siftdte, wie sie hiessen, die aber dcMicb an Bar
Yiöfterimg und YerfasssBg waren , sind die däckste» Ve^-*
btedeten Lttt^cks gewesen und haben mit ihm di^ HdioH
mh^ mi des«. Ostsee getfaeilt. Was durch dto Sfaira Wsdt^
demar IL verbreitet war, ist jelzl ein JahAuiidaris^tei!
ztm; AbecUttss gekommen.
DMs sidi aber gegen diesen G^g der Daij^e ai iHm
nem^k bald ein Widerstand regen werde, liiass achler^
warten. Fremde. Herrschaft hat man dort niemals leiärt;
Erträgen. Auch der Übergang des Herzogthums auf die
alten Feinde des Reichs wurde sicherlich ungern geis^CK
Leider iHt die Kenntniss der Geschidbite auch hier nngeintt-
gend. Es heisisit dass die Dänen mit grosser Macht rcir
GoUorp zogen. zu einer Zeit da Gerhaird^auss^ Landes
wlar (im J. 1328? im Herbst); abar .Genf Johann habe
tapfer mit den Holsten widerstandeii und (hs ScUoss ent*
setat ilxL anderer Zeit erhoben sich die seetäindiseheii
Bauern widisr eine aufgelegte Sehatzung; m wurden «ber
unterdrückt.
Noch waren Gerhard und Johann einig, und so lange
hatten sie entschieden das Übergewicht im Lande. Dodi
mochti^ dieser sich in mancher Beziehung von dem Votier
überragt halten; der geflüchlete Christoph war sein Sti^rii«^
der und bot ohne Zwdf ei günstige Aussichten.^ Schon in der
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UMe des eben geiaimteii Jähret kat Joluna mit ihiii wie-
der in TeAMvi? gestendeD (er besMIigl JoK 39 die ve»
Chrürtoph den Kostodieni gegebenen Privilegien). Yer^
Wendungen des fernen Kaisers Ludwig aus dem baMschen
A«se für den vertriebenen Christoph hatten ftfüSteh we«
Big geholfen; aber im Berbst kam^ es zu einer Zusammen-'
hunft in Lfibeek^ welche eine widiHge Änderung der 'Yer-
htOtmsBe zur Folge hatte, ^ Graf Miann erhiett nw hier
£e Bdehnnng mit Fehmem ansdrttkddich fitr mimliehe
und weibliehe Brben^ dam die Verpflndung Läalands und
Fabfers fttr die^ HSlfte von 20000 Maik die Christoph ihm
zaUen soHle/ nnd daiifb* venqirach e^ dem König ndl 100
Mmen zu ihenen (NoYemb. -30). Es gdang 9im aber
audi ein Abkov^en nnt Gerhard zn traÜiNi. Denn Ger-
hard, sagt der. Mb^Bdke Chconisl, ^sah wohl, dass die IMM
nen Tid unbestfndBg Wiven in ihren Bandfamgen': eiil bie«
deutendiBr Theü der Grössen wandte siehbereilg zn dem
vertriebenieii Kftnig zurfick. Da liess er sidi bewegen
auch sdber in die Herstelhing Chrfetophs zu wilBgen.
80000 Vbxk wurden ihm von dem Ktoig versprochen,
nnd für einen Theil der Summe musste ihm Johann niiAl
blos seine Ffandschaft im Dtniseh Wohld, sondern aneki
Plön mil den nndiegenden acht Korchspielen tibergeben,
fibr das andere sollte i^ ach an die Reicbslande halten
weldie er in Händen hatte.
Ober das Herzogtbum scheint damals nichts festgesetzt
zu sein« Es verhinderte anch jenes Abkomnt^n keines-^
wegs neue Kämpfe und Yerwickelungen, in denen der
Besitz häufig wechselte und jeder den grösseiren Yorthea
davonzuU'agen suchte. Wohl vertrugen sich die Grafen noch.
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Mflmal alle ZwietiTiMiht d^ fitiftcheidmig von ^ecltsIlUleni
fii4ibe»gel)eft und idieMa alidi bismin MdK^henAastcag
«Bar Diiige ihre sämmllMeii ScUMmt jn DSnoiQark 2ü
«bttbMeH (n X 1399, JuU 1&). Ein Angriff der Mton
auf Gemirp (im HerMt) ward vmi GMhJurd 2iiilcbgettUa;4
gen: ^dahd WQtdra derDäneft^ hAst eSy so yielA etrsehla^«
gen und der reMäiten so viele geüngen deaa dieflolMeii
reieh wurdeni'. Ob Mt König penönUch dabei BUgegen
wir Ueibt xweifelbafl^ und asob sonst sind die Begeben«
keilen wenig deotfioh. Audi Jehtiin.war bald wieder dem
König verfebidet: er trat mit Oegnem dessdbeii in V-er^
bindiMg und wusele den jungen. Eneh^ Ckrißtopbs Sdb^
in seine Gewalt zn bringeüi. . Doch batle auch das nitt
weitere Zogesilladniase Christophs irar Foigey ikfr in eifaem
neuen Frieden nui- Johilnn tu dem £ri»ij^\Fbhmera und
der yerpftttduttg Laelands für jrae 20000 «ark^ n«ü aneh
die von Sdh^nen und Seeimid fügle, so Wtö.es uiidit lie4i
reite in ündere ilände gegeben war/: und dttstteatfleämtoi
der Sßhatawig;tfi|g J«lä»id mä Ffihnen, die er aOein im
Beste hatte (im J; 1329; Novemb. 12). Und aAch hieirvon
wmfd wieder datf eine- m^geben,. als es endUidL zu ieiber
«euen Beatimmutig über dis Heruogliiuiti kam. Des j»h
gen Waldemar war' kamn gedadU worden^ nun. t^t er in
des 15te Jahr, und man koi^ite ihn sieht gami xur Seite
schieben. Da man Christoph hatte in das Reich zurüdrw
kc4uren lassen, mo bUeb. ni<&ts 4brig als jenem $eixi Her-
zogthum m gc^n. Die Vertrüge, darüber fi^hlen; abw
die weiteren Ereignisse aselgm was geschehen kU Ger«
kaid erhielt die Belehnung mit Ftf hnen fttr sich und
seine Erben auf ewige Zeit^, jedoch mit der Bedmgung
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«nd Mine Erben mil den Hmiogihnm boteiyH wefdeii müLeä^
^rie er jetst bereue die IfilbdelukiMii empfkagl, iml «tab
4hi]i «'idmen m dae«deb ziirMtfiille^lfti JlSao, fbbtMlr
8ft), Ab «e «teile des wfaUMieti BMIm tritt fitr pst
die Eii|peetal», gericIiM <dtaroh ^lie tei«#«%e Übertrat
Ipng einer andetii Landeehtft eu gleiehem Reebl. .Sie
btt jkre IHcbte später tpegen SQllen.
Pttr den Aogenbüi* lEonnle' die Swietmebt abgetbcn
epbettten -^ Ciuristefhg Sobn Oiirh bett^ sieh tirit 'Gei^
ber^ Scbwiester, der Witture to* Laaenbirg^ yanniUl -^
.^enn niebt naeb fcnrsEef Frist Ciais^b s6eh bitte verteil
ten laasen/ dieftmal nw Jobann angietridbeny sieb in einen
neuen Kampf mit Gerbard eineriassen: üfl danisdieii «ini
ddutiehen RüMra sog. er mder. ihn inis Jtfand beran.
Aber, der Gsaf iiiv febui Verbündaien begegnete ihm nabe
afti Danewkli a«f der Lobeide, wo. eebbn einmahdie Maobt
4er;Bteen gebroehen war^ nnd mitig»ringerer*Miinnsc>aft
eirfiaey er einen. veHatiodiit» Sieg, (iaa J* ISSa^N^fiefli^
bcr 2S). Cbriäta#b floü mai wemgetk Bereitem nach Kki,
der Stadt leines/I^Wtodeleta, 4er vergebens zu Oldeslee
Mf die iinkaiifi des Eibi^B girarttrlet: bitte« Nan ftmd 9t
ikn^ fden uglückMeben EMgy beissl es, betriärt nndam',
den fiabn Ericfa leidend an deii Feigen , ebiei sebwerm
Falb:«n Dänewirk. . Und Johann half dann Uer ni Jßel
emen Frieden sehüessen der alles frttbere noch Ithertraf
{imX 13S2, Jamnr 10): denn nun trerdlen dein Gerbard
Nontpiaamt und Mbnen für 100000 Unrk Siber yerpßin^..
det) die anf eimnai an aaUen sind wenn die Ldmng stM-^
indite soll; die aber in damaliger Zeit bete «Mniseher Stt^
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toig mehr «irfbriiiseil hoMle/ : Dizu soBen ale Imdügt^
MMi «nd naneiitficb «Mich, des Königs Frieaen, welohe
;dflli?Mrit9 naclKlom 910 kora vorher zwei däniacllieB Bit*
teni Kaud Friis !.ittid Itotttiok Persien fihMiaMen vmrtm,
gern dem henaehharten firftfen äwgewiesmi werilea; Johann
^Ult fAr seinen Theil Pido zjarüek, auch joulZuatunnittilg
des« Herzogs Waldemar die. Insel Labgdand, itad:i>i9 zur
ÜberMitwortung derseUen Skimderborg und die bisd Arröe,
iiie apAter an Gerhard izurüekfalleli^ ebejwd Ladgehind an
ilm oder den Herzog, i9^enn jemals die Lösung derb^den
Haupflande eintreten soltte. Die beiden Yettora venire?
idien sich gegenseitige Utife mit lOOlttnneDiiiDAaemaric,
{Verbinden sich also zur gemeinsamen Yertheidigung' ihrer
jbier gewonnenen Herrschten. .
Die holsteinsdien Onrfen waren win die Herren des
Landes. Brich starb ifti Kiel^ Chnstefb keble nwt kone
Zeity arm und hfiUlM, unter dem Schutze Johanns. Er
hatte keine Feste m^ofar- die ihm gehörte. In^iröliiger Yer^
lassenfaeit bescUoss er seine Tage (im J. 1832/ AugQSi2)(.
Seine > Söhne suchten eine Zuflucht in Denlichlattd. Ihi der
eine Otto einen Yerauch machte mit Hülfe d« liranden*<>
buijgor und gentittzt auf einen Anhang unter den Jtilen
.iuMl Friesen in 4as Reich znriickznketaren, ward er tob
den Hölsten geschlagen (im J. 1334, ; Octob. 7). und ge^
fangen ihrem Grafen Gerhard zugeftthrt, der ihn erat nach
Segeberg und später nach Rendsburg bringen liessw Nun
sdiien j^er Widerstand gebröchen, eiM Wiederaufrich-
tung des dänischen Thrones lag in weiter Feme. Gerhard
sprach bereits von dem ^Eigenthume unseres RdchM\
Der 6i<af von RendAurg und einem Yiertel des hoklein«*
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ssti
isdüin Landes i w«r zum Gebieter ni eiaer weRisn Sferr^
«häft und Üb^ ein fremies Volk geworden.
Nicht blos mit den Kräften des eigenen Landes' hA
Gerfcavd ■ dies awnriditen .können. 8^ kriegsMsttg auch
fortwfthireaddie holsteinsche Bhierschaft erscheM, so win*
.sie dock nieht zdilrekl i^enug^ auch nicht iAtä^ dem
Grirfien so geneigt, dass er sich anf sie vorsügKeh hätte
stitsen kdnnen. Faiid ein fetndlioher AngritP auf das Land
-selber statt, wie nach der Ermordung des Jüngern Adolf auf
Segeberg, so mochte der Graf die Moinschäft der bedrohten
IQrchspiele anflrieten und mit amen auch tter Heisige ei-
lten Sieg davoai^gen; aber ausser den Grenzen Holsteins
folgte sie nicht, ffier waren es Grafen und Ritter au»
dem übrigen Deutschland weldve oft die wlohtigsle Httfe
gewdurfen. Die minder piäddigen Grafenr Niedersaehsens,
von So)« Hallomund teckltaUnrg Wü^e und andere, Im*-
ban gerne an diesen'Ksiegen th^enommen. Sie^scUcK
nen an der Spitze grosserer oder Heiserer Schaären rei-
siger Letite, fitar deren Di^idt ein. bestimmter Sold gezahlt
wurde (eimnal jnrölf. Hark reinen Säbers für den Bitter)
zehn Mark für den Knai^pe^, den man abor auch nicht
^selten in YerpBindnng oder Übertragung einzelner S<^ös-
eei* und Landschaften «nlries,^ am liebst^ 4n dem eriAerte*
Lande Dinemark selbst. Auch Fussstreiter sohefait Ger^
^ard gewori>en zu haben, Westfiden und Rheinländer, die
von ihren kun^n Röcken Gtfüsshöver genannt sisin soHen.
Dazu kam was bei grösseren Kriegen die verbündeten
Fürsteh an vertragsinässigem Zuzug lieferten. Endlich ist
in Aiisehlag zu bringen was der dem Gerhard wiederholt
verpfändete Antheil. semes Neffen in Lauenburg freuen
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kßfime, «M er an dünaOtarerMaiiiHctaift in MAinrdttv^
sehen Proviiuml bad^ imd[> beriondcrs was ihm da& Heiv
tMKgOi«!! seines Mfinddfc Waliteinar gewfthrtec
Noch imincir liatte Oerhant hier, aurii aadi ddn Eato
^ YorMindsehafty die ft^eniny^üii HUrnUa, «ad. dr lie*
iielt ramk. die En^eAuog iles LaindiBS seUisl itt Aof«.
Watdemar befahl im Yäsnllea deslelben, dem QeiluUrd
mfVk Btddigangstfd £u feisten uhd heim Eaü erbtoat«
TQdpB ihni als Hemk z« dienen, dea VögU» ^ SMbB^
ser abwdMn keinem als ihm dieselben an übeiigfiben (im
J. 1333) Angnst 2)^ et eiriteagte an dmnaefton Tage altoi
Ansprüchen an den Inseln wache jensmt des Middelfahrt«-
awdes liegte, langeknd ansgenomnien; se Umj^eGeriiard
imSesiUs vöü Föhhen blMu Vit. SbUebwig» ffisdiof Jiat
mk äfoenfiUU in das Hcnogs und.flrafisnSdiutE begieben;
ihaien sein St^hloss fik^hwabalaib mir Yarfilgnng ^esleli und
Midi lOOa. Mark dafiir gesaUt (im X 1332). Der jimge
Sei zog lebte ginnwenlieaa anf Sonierbwg in Alsen, wih«-
rend Gerhard am Goäqrp lief Ueit. iliäc beistätfgle er
aaeil den Schleswiger. Bürgern ihre aMen- EraOieiteii. aie
sei er bereits der Herr, der Sttd/L
Erst aU Wäldemar das 21ste Jriir erretd^te/legite Oer^i-
haM seine abgentsdutft nieder; dcmaiB (im J. 1936), hässl
«s, fdrdeiie: jener seine Herrschaft anf Satk jwiner Va«-
fallen Von Gerhard znrAdi, der flun dieselbe ittberaitwor-^
lete, unddann rem HwMg von allen Aasprüdiea flrei^
gelasaen wurde -(Ittrz 4^. Auch das Reoht auf Lahgaland
war eingeschlossen; doch ist die Insel in den Hindea 4es
iManm Joasson geblieben. Hernach hat es «i Rdibua^
gen und Zwist Zwischen den beiien EArstea nic9it gefeUt:
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MS
Wäldaimr moehte doiii strd« lieli der m grossem Ab^
hftngigkeft zu eatzidieii, in der Sm Gerhard förtwährcmd
ia halten sochte.- Aääat ein neuer Vertrag letste fest,
dflM Waldemar /äßB&^ Verkündet Mea^n sollte gegim, idie
BAen des Ktaiga Chriatojpk und gegeii jenen Lanrenz Jong*-
sön, der nnn :anter den fiegaera Gerhards itand^ nnddagg
er auf eigene Hand nil ihnen keinen Frieden schliessen
dtarile. Seine Lande snilen dem Grafen nnd seinen Leuten
offen stehen und. Selbst die festen Plfitae dem Durchzug
ntebt TersiMosseii werden. Dagegen sell'Gerhard'aufAn'^.
fordem Bur Wiedeivrdberung Längelaoids semn Beistand
leiben (im J. 1389, Febroar 1^ Binem hobteinsdken Rit>«
ter hat der iHeniog nii^ viel spftter fitf t*eine bedeulende
Summe, die jener ihm* fur^eLMstetaBJekstabcirecto
rile.;Kitaigabesitstang«n tof GMmg und in 4er Umhegend
verpßlndet. Anderes der Art mag sich jetzt der Künde
0fkä!ßtien.: Ator Auefa dain^'wteiGetJiard iMwh nicfa^'zu-
Madea ifis ^nf flmi/. «den dcbtriM^henWaldfemar noch
flu eineil gansr mlddrenlYeringe. Im bewegisi. Er iher-
Hese dbmaaOien ,den grAMeveii TWl tm Nondpland Cfir die
Ptodmunme von' 430Q0 iMarki; delrw^soll' die Summe. Von
19«a:Haift .htsahlt, für 9S0Q0 Ibrk aber ddr TheU des
HtokogAna» v^r^ftodet werden welcher sieh nocAi in Walr-
aemars.ilMMi)Mind: wie esheisfll, Qotterp mU^cm Dar
mmü WMd fitikleswjg und Flensburg^. Tondem^ TOrmn^
ted. Haderdieben, jedes mit 4m dazu gehörigen ,yogteien»
Bltefle: nmfiustN^H das'gaiuEie l^d. mit Ausnahme «ter 6^
sWfite : wOdm MisetM. 6eUm niid Bider £r«bv ßt^n
iiiideniBedizlfibrhttrdii.gtihoiimien w»eii.. Wur AlsM ¥€»:«:
Miab dem Herzog, der d»m ne^ rdas Aecbt erhielt TdrT
l 15
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nirig tthd Tondern rasAnmen fitr 12600, Göttorp fifir 13000
Mark zu lösen. Mit deil klzteh 5000 Mark sol er erst
die Amtleale m Kolding^ und Hoorsehs befKefigen, und
wiis etwa datüber ist wird auf Gotlorp gescUageh. Wih-^
rend der Zeit dar PfendseHi^ KeMm Gerhard 9xA meM
alle landesherrUdien R^chte^ deft Dienst der Mannen^ die
Yerieihüng der Kirckenf^en, die Erkebnng aBer Einkimfte
und Steuern. Wenn er ausserdem N^nUnesland bekiel^
das wenigstens nicht besonders geüaiuil iMrd, so war aufs
neue ein sehr wichtiges in sich zamnmediingendos 6e^
biet gewoimeii. Durch däi Vorbdhalt der halben Bros«
harde am kleinen Belt bei der Abtretung Jütlaods war n«
gleich die Verbindung mit Fühnen gesichert. Komtfe end-^
lidi Wddemar 10000 Marie in den bestinmten TemmieB
nieht zahlen; so sollte auch l^pen wieder au den GvAh
fen fallen.
Der Vertrag ward ieu Ulbeck inbgeschloslen (im J« l>340|
Februar 11), wohin sieh benachbarte Fflrslen cusaameii-^
gefunden hatten, um ttber eüen Laadfriedeu' zu Iwfitthen
wie er zwisdien ihnen iind den ISlidten in ' Aesea Jahreü
mehrmals erneuert worden ist. Da erschienen auch €e^
sandte des brandenburger Markgrafen, um sieh Ittr^di^ fler-^
Stellung =des jttngen Waldemar, ChriMophs jflflfaMi SeV^
nes, zu verwenden. Wohl um dem en^egenabwiilccn «und
den eben eingegangenen Verti^' »im VieHikuge üt läiä**
gen, gihg Gerhard mit einem; neneh i^ötdnerhedpe riath
Jütland, wo es aöcl an Beengen des WididnilAndes alcU
fehlte. Vor den« herankiehendenHGrrufeii wMien*sefaie Feinil^
ihr Out Wb^r ^rard '«terwüertet mit Ranb^imaxBrand. i Du
erkraiikte der Oriif zu 'Randerg, so hefiig dass er sieh
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82r
dfts AbandMdU rcadiM IfessiUBd. dfe lettte.<)lmg em^^f.
Die Dinen hofften aof sdnen Tod. Alg m aber hurten
4mi er aidi erii^lle) hMchteüen: eHMühio (ie :£Me«enheit
MHhUv si fivtiiHi. < Aa 60 Menl AaMn nch EOMiimeQ,
«rter liBeii Miiin Nieb Ehbeite .Ton NörrernB, frtiher
wie 'es Mist «rter den tBäHien flerherds, vmi düesem
fimt prerstolich TeHelalL Sie echliohen rsich bei Naeht in
die Stadt: da der GraT ttA eeinem CäpeHan eben geut^
lieke ÜSnngeoiifriidten^ tongei fie .in sein G^ftach und
■dUofen An afof den Balte todl^ . )nil ihm den GeiaUicken
»d drei bapi^ii, mdl Mnen .weetOfisidien Ritter^ der
atü aeittor beMchbarten . Herberge daw kam. Das ge^
eehah in der Nnahl ^ SoänidienA ror Jodiiia (im J.
134», Aprfl 1). .
Se hiA Gtaf fieahard. s^MttTod gafimdw, imniüen
«iner gewUtigtti, Lanfbahn^ neehJieitte ümbig Jahre all.
Sie atoMi pUMrätt. iett jiUiaeh^n HMer Jüdi Sbbeaen ab
4en Bebaler dea Veteründei: : nnd nam mag .ihnen idna
Seehl'damiuum rmBtägen^ mmä awhi.iviiehat panftpr
Ifehe finche den/VhlMr kitete; denn adnr^ lasMe romeaur
fiöh Gerfaanda fiand auf deaa Lende: i Aas Gediehtnias des
%flUenifiiidenV Me sie aagte^ ia^^ibüMlaii^e ^yeiges«-
em griiiebn;: MM t*wiäa ;faM Sdüeswig-^Heiattiaeii
Jtoahi4n.^Biaiw Weite daeiktiintta Mamies eingedeitii zu
aeia, wialMier ifan ^atterndd Ilenk^
hinteifi^: hnnh hhfe atdioadfe iiM^td Kolgdieft ihn hier
4an Greisen geniAnC l)ie;iHl€teidMei»gl^t un^ JUMe,
iPcMw 1 er .nff /beniesv isaAeif nidd. iFjenwAwiegen sein.
Aber cfo.waMn: dash. Zeil tikaraa Aicht .ft^nd^ und meinem
ttanenhiafteil KaiOg; y6e^ ChrM«#i gegenfiber
15»
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tS8
halte die ikr^g Ziels bevhwte iOraft des Gftfiül »clierlioh
ein grosses Hechl.
Gerhard hat neiBsr^ kleiaeii Onfsohlft eine BeieiilMig
gegeben wie sie ihr äocjk iMter keinem seiner VnrgUgw
belwdhnte^ er MsX der Ansbrdtiirig des dentsdien BemttH*
tes iih Norden «nd xnliäohsl an Heteofihm: kHitig Ver^
schüb geleistet, er Uf de» ^6rand sn der Yereinigvikg
Holsteins und Scblelwigs :gelegt.
In diesen Jahreii breüele' sieh die deulsebe;'B€hrdlke4>
nugln demSfiden däsHe]^£o|[tbltas ianiief'weil6r«ns; 4lar
helsteinscbe :und denlsche .Adel fiisite hier. .Müeren: Ftan:
sdiott erhielt er smf semen fiileni HbtaHikB. Bafeliiingw
wie sie fridiör der fieisfkioUceit fegd^' wwiin : und j«fie
sie in Holstein bestanden. Auch in FriesUmd lüter^fehtb
er' Besitzungen n gevrioMn^ .fikäidh') nicht. ohi»i Wider-
iltreben dieser freien fleibeiad^ ~ IfieafHaia «traf fiet^
liardi die lUgierttig liiHeziMilitaersIrdeP'dett^
4en Eittgnng in die .öfoiUichen GesAfftedesi Uddte fä^
«efe««i! liifteivnd des Heraogs» öiiMliiche U^knis^ mM
jelatnite to venfimt Von di*> MsMige^ided Afenhif
ddr StedbebhtsV ^Iche Bdrwff WaldeMÜr -^.'.-h 1388,
IMl) ellheBfe, giMi^^eb n#bdn deni latiiniMitainuv 4dMln
tfeutseäett Te3^ -^ «düMit^ der BedAiehnwi^idies Hsr^
KOgiiiuiM tritt eine Yeranderiaug ein. /ZiMdMib-wM^sWII
der «^femeidimi&enelmnlig>Jtitliuid!(J^
In d. J. laSft und ItaO) ähdeiTÜthuldi (gniideijilil) :ge-
hratfohif gieieiidarMr dica*:(jm J. IMA) wiid WaUenrir
als ^ersog Ton ScUesimg^ 'dben in dcTiiJrklinder.'beMclif-
net welche sbln iiaiid deid ii)^hM\(lli*l]0Ssr«^^ aririota
JTorher soll dieser (fan J. 12m7) IftiMfter. aiigümnsiiii»
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^liiffzog^TOsrSdUeswig ittdrJWIaMl' bttflsen. Jkat ver^
änderte Naim abc^ int ein iZcnganfi dalNs den SMtgenos-^
mh eme VnrtedMm^ bi dM. Verhiltnteiln selbst zum
Betnrüastteiü km. Bass das BUrzogdHim eiiidt cds ei»
Ikefl slttttands angiraiebeQ' witr^ anssto immmi mehr mdeo
Stiitergrund treten;
i Die VfrbimNner mit Boüstekk, mteri wenfgiMns eineai
nett'dsssdkep^ war fnsilich» eine loset doeh lies8>«ifih auf
dem Gnmdd wädm fleHmrd gelegt ihaftäWeit^ir bauen*
ifit dftiriBx5pfeidanflifturdafi>£rhiß w$t dte'Pfamktobaft d0s
gKäsmrfai Tbeaeib TeriMmden^. und esi stand. sTt ei*wart^
dal»>afa(^lfl^rteMs.SdlHie diesa laicht: iQmMe&.KliMf^ aus
dw'BjUfkuiLgiAen -iMiriten. .-... A '..;.
] IhMaiuiä; faiA Oathhiid Unterfasse^ HlämicfapL) J»^o^
htaia ioderißiraB AndiAdniCiWeän^^rlcAziaf früh gestarrt
bimiatj :s« fanliin.dngefan>dleiärite»:hlfden.dflS(6esobIeoht
iMnnift dwifergtMfliii md idiii'Witf^ d«s Vaters gUtefcr
Heh Kanndigtc sleimMtyrder; tife^; diMh Megeiwdten
Sfaii :tlnd'Uiiiie r.'EbatCT)t|^ter AsX '^b^ gans Bu^opa be-«
rthttf , . Glaisf lün sdaar p6hli^eil;»atl Weisheit willen
aUhsl^/von sdillfen^fic^er]| geiushfet. Wenigsr g«i¥altsam
^ ^der^Meri, >siii[d sie nicht; minder hdiarflich, und ^-
Ingen .dfels>£iel')das|eneryweitaekiueid und-hfthn wie er
war, ihnen vorgestedfat hMte,. Lungere Zeit stand diesen
9f«d«riiNlohana; der MUe zur Sfeite;
n»H i 0m Neflb: Jdessebeh lebte nath, Gerhard. (V«) , ä&t
abbr'tgerlihjgfieit BbsllztegeH ihätte, und uhbeerhi^ wie eM
mhÜM» dtrchijede.'AireMmre Seuche. des sdiwärzen T4>h
dtfs ^ fbrtgcnlffi : litede (imU.. IdSfO). Diese und ebenso
disrtBäiawHibui^eFi liüe iMfrti hinter deptüAnsehn der
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«90
Reiidsktt*ger Gnifeii m d^n Hhleiifrand anrtek; wmh
biMeii nw diese -den AMpradnaiif ScUetwig..
G^hards T<Kt:blikBt<f anicM doa Wc« mewmU&t^
stellimg itoi däMfoltoft Rtichs^ dm Usherigw ZiuMMlte*
ben «eineSöhM aidil aofreciil aiMlen wcdlW) ind ät
hätten es auf die Länge auch schwerlich ktetiea Sie^hiN-
teii^ da d^ Kriser ted der' hrandiBiibiii^ Markgraf sich
aufs neue des johgen WaUemar annahaen', A^ Huid zu
einem Y^gteicb; idir ibi Spaaidair nMl ab^eaoUoisaa
(im J. 134»/ Apdl 20), a LtItecK anieiiM* wttrde (MM
19—21). aeriiaek enpl^g Waldennr, mit Aiuikchtaas i
MS Braders^Oto, dir MitigeM asiner Haft WU^
sollte; die dänische Krone, dnrfh'aber dtejMiöMet^''GBrW
hards nkiit hiiiSMliMB Mtarieiil ind. miMe ala nittdüliaf.
lea anerilinilieii «ifie lAertbeMindalL 'Dodi antfde.ihfli, idi
er die ^Sehw^sier fidmog • WaUeMars akr ilfce MhHiy eit
Thea JOdaüds für ate TKigift '^a 4MO0a iiwfc thimM^
woHeti Das «M|^ Uiai dem Heiteag:; nhueü mä Ml
daau gehüfigen faaMn , aocfc : Ayrftey 4^n hMäüttüf^tm,
denen der neue Ktaig iHräs s^ttlariftr «ksn^Ml erMariea
Tedies den Beirite der kael^IfreeMes' Bebe .irer^aiekl
(im J. 1341, Jannail 8), auch /andere Zageatiiidiisae «M^
räumt wenn •er cftwa den Frieden brecheä :i^oBtti. Cbaf
JobaM erhielt die Belehnung lail Fehmem. . .
Die Haiiptaädie blieb ab^r ddr Besite des flerzogltaM^
md dieser ward den <3iafea! nooh dndi eintm.iieaien Yertr
trag gesicUart (Sondorburg; iib J. IMO^ JttniSü); der »den
frühem «flires Vaters, im wvMatfcbStabeitäligft^ nnü. in
VoUflug «etzte^ ^ugleidi ^spätere ZtriatigkalleR hattegU)
Die¥erpawdan«r gitt filr:30OOe^MaHK;^'undiaif d^
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ifkd fiaoli SfibrBförde gescUageb; to Heraog. aber b&H
He LM&ng in dar Weise viBime(uQ6tL, ; dass er enl Tör**-
9mg, dbanTond^n, andoU Ci^tlorp erUitt. Zudem lelz-
tera Mb^A auch des Reokl ea dem bis^h^H^hem ScUiw
Sdiwabiledt gereeh^t.» So behielten die Grtfen die Horr^
echaft im gansen Lande. Eintebie Scidösser aber wmrden
nücbligen Ldinflewirinen .gegeben: nameirtlich TQrningy
tiieldiea erst einen Wntf iurliehen War^ dem Gkns Leon
bedk^ der nnler fierhiid Sttttbailer in Kordjatlaüd gewe*-
SM in# tad jgUi den finifen diente^ damit ab^r eine
Zeitläng ü» ttUnskäcfeie Stelmig nnler K^g Walde*
aadr Jrti teebitfden träsite; JKe Fandie ^ ee waren edi»
iMier V-'immrsI; im SUltei di« Heczegthnins angeeeaaen,
toäebfr 4s -in heientendon; Apsehn ioi JbididD.
Om Wbmg der Heiteg liid die Grafen habob sidi ge^
^geiisMtige BOfev^ sngMigfif^äbclr onr kme Zeit ist der
friede' aiiireblit erhalten« £iiri»ine Zwietracht: nioekte
dnrdk feUeduMherilohen Spcpeli beeeitigl mfden; dod
«vftien «noh He WaHin ittcht ^ bi Jüdand dauerte di^
l[ehde ivMer Nielii fflib^ra nnd eeiaie Anhänger fort, bis
derselbe gegen Gerhards Sohlte .Sieg und Lebien rerier
^ J. 131% äbdi die Leiehe wetd nodh zur Radie auf das
RM geBochtifii. Von den Biten ist em^ später (im J. 13S1)
ein SüknegeM aiif^olnmen* worden. VBi dem E&nig ward
auf Seeland nni den Beste KallnAOetgs gestritten. *
Aaeh lAbeok^^^undtHankbiirg haben damds die WafEsn
pfg^n die Golfen €laas und Heinricb ergriffen, die ihnen
IMde €ttch€frheit gejjfen die Mnbereien dtv hetsteinjmhen
n«^ leisteten, wisg^gen &9t Jeibann abf die Seite der
:»idte ttm und ihnen selbst den Bdsite selber Feste Se^
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^erg' einnkamle i(ijii J. laAl). Ab idiaie ütet auch Hülb
«US dem Reick erh^dten^ ^miehe der ^ohwäbe Eriedridi
vDte Locken un< den Qref ۊbAbe# von fidkmintarg kei^
bdtthrten, wurde das allgeifeekie Angebot deeiralsten^-
seken Landee in die Waffrni gerufönv Bitter md Sirtik^
tq^ielggenossen, BSe Feiiide dorcksogen plfindenii im
Land, die Höhten dagegen .aahmea Segebwg wiedciri md
belegenen Lttbeck, das -von eeintin BundeegenoeBenttniekr
Konten als Hülfe katte. UM da ahek dei^ solmediskk^KiM-
nig sich auf* die $eite der Hobten schblgi fand den He*^
ringsfimg in Sekotaen kinderte nnd. die JUrer der .'Mitl&t
tnqppen sick den firitfen fast g^uigter idsf dn Aädta«
£e^e», wurded diesA* gen^Ug^: bnld einan StiHMiifi
zu schliessen (ini JJ 18^)/ dam michker! eki Anaiohar
Friede folgtb (im J. 134B ; Beoenri»; 17)c ': die ifrumlften-
diek und einige, indene ikdlsteilttidi^ .fiescUcttkter - iMriHai^
ii^Mn isi6 «cki 'ilto'jaikM fanteriaretfdn) w
Lande relrtrieben/ikrtf BtmgMk niedetigeriMM ifMdcp^s^
Dem Kdttlg Waldemai« gab' das i fifeiwe Mand in mmm
Reii^e. J>ie deiltsoken^ HtüfsknippW kidtai itei eiMHi^
sebst Beidtahd geleistet.
Anck da^Terkäikinff derHobfedzlUnSables«l|^Hfl^-
ieg yfvr hiekt daslMfl)e wi» zu Gerkard^ Zeiteil. oEribattl^
das NaiAlUeilige ^äner Lkge gefüUl und i?viitniebt^ ^lOkl
sick -derselbehi au emadekeh, . daie idodi die feokle Kraft
Bu kabesL Dass er sJek' lekhdft Ar: des König« WaUemar
Herstellung beteükte, reekttete ikm iaan<diec ate gr^es^
Tb<iriieit an ; er . aber me^te keffen^ in 4er Itttte- «nirisejke»
den beiden Statrken eitfeAn UnaMtüngigkeit suigeivi|M|0||.
Altein seine Obnmaeht -wurde nOlr n»ek offenbaper, aeine
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S88
läge bei den steten S^hmmheii zwiBohe» tmdiin ' iiiiai^
«niläGkliohär. In Ltbeeki hatip er sieh durdi eihm SU
Yondtm Yecdtcht des Ifitlnssras ^ fitotarcb Tod tei^
aigfsi iHülste^ daQn ging 'er hter ind' \ir4H% spfttcö^ lü
Senderburg die« Yertrige töi #eIohe A^ stiin gAnzes Ltari
nduBte md diKfilr Jälisi^he MradsAaftm gabelu Als er
f^icbfifohl dfoi: Verdaditi dffir HeIrtJai wefktev nühmen sie
Uwräuf ^Akri^; wt» «r d^ dagd hadkgingy gcAngen«^
J. /1841/ irof' den Pwtosl), nnd ioeiten liiin ^ttngere' ZhiXia
Nfboig* festk KlAcUeiii er losgekömm» (inJL i842^ Apnl
IM,- 9M er kl Rqiiea gehresen sem) tmd U«m einen Fri»«-
den gescUokren liatte (itti J. 1344), tr^l «r wiedei» In ni*^
lUBf^iVeriiinfhmig nnt id^n- KMigt er-versprieht >ihni ^tren
ant icitt' und ikeine Sadie gmiz nii der acftaen.jM rerek»«-
füin^ ^diin el> aürbt, soll 4cr KMg äeinie JMnle- 1^09^
«dr ViMNfauieil nnd ¥iMj|leli ;imteo [edinea Scbnta /niid
#eiiiel (ttlittf nebnen bisi niur, MäAdigiiBeifr* den Kiiahte ':(hn
J. 1849, Mm 13); D^rVerttagiytoscifet faaftfailiöZSait
v«r fibdui* AnftM6(n zoriucki Dem kanm Ui-geabUfttt
Möi^, d^' nbdi m- isc^ineiii eigenen Reicke :niolrt HeMr ist,
gäbigb. «a die ^ dten Ansprüiehe ; in. dein HersefUidm' aar
An!erkemi!|ng 'nn iBring«L ^Da ^ddr fläraog berdU beerbt
irar, ariseint^ die BiispeMaiia! d!» holstdusckra Grrfeti be<-
aeitigt inftTsein. , AtK^ieiMa Uteil des Y^ftodelMrLa»^
4aa, Toadenik iittit Zobeltür, M^aa di^ H<frMg ^ingelttai
biben: die linndAcAhard«^, welcbo» daisu. gebart», «{»ergiaM
er deai Mutan Lendüeds.^ an Sftnd |iai J.^: 1344),' yr0»
iq^er^andi dab Land, di^ Jeteigef-Inady JloiMe «dlgl
mü ifm » J« 1348)«; in der ;l<y«hapde hält ein* Vatgt, des Her^
^negs das fegebMUaigei£hbrj»dii(im. J^ andere
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Mt
Hürden dmw (Segend gehöHen aveh M dem LeibgedMif
meiner GemiUili. ^ Aber jenen. Vertrag dachlen die Hol«-
rten gewiM Mditcii teUen. Ob sie dem Hensogi irfe ven
Hoitfeld erHilt ^tfird^ ta£i neae gefangen ^ietoten, muB
deUb goflellt Uefli^n; dbdi ist wt^hl glaublich, dies eie
ihn.toöthigten dem Vertrage mit Wäldem» sttienteagai
und die frühereto Vereiidlerang« zu bestAligen.! Akte eti-
len. Freund hatten die GMfeii hier Bicht^mebr^lifald damnf
(im J. 1351)ilbit der Hörzosf wieder «if d^ Seite, dfen Sötr
nigi, freflich m denn ebenso schndi die Parthei noifriif ein«
aii ZQ wechsdä - Doch nmr «it Gewfdt iess^skh l^ter
dick früheDe Steüueg voä den HoUten; bdhanpleti.
Em ' anderes .9irar schon vorher ürerloreb. gegangene
der<wi<Mge Besitz Nördfrmriandj^. In de*< VeiMgoi
vonSpamiaü Lübeck und Soiiief bürg war desse&en l^enie
Erwähnung gesbhehetty und jeder kimnte «vMhfeUt das
<3till8dMreigen zu säien 'Gunsten deuten. DoiA ist. es
inOj^di idaäS'dail lisnd zur BfpeAer Vögtei gereehnet wdrdA,
die^.ifaDi fierzog flber^eben war. Aneb erhdki zfiidit tos
die fiobten etwas thaten, uin den frfiher eriangtbn.Besitt
in bebaaplen; Mühig Waldem^r 4ber dachte gerade hier
teine Herrschaft geltend zu machen. Er erhängte es da^
sogleioh mehrere Harden sich ihtt UsUnterduinen zur Trane
veriMliditelen: die BGbkingliardte, di4 Fdworm-- und HähK
UtDharde, weldie dieseUe^^* VerpflicUtuhg auch: Ar die . a»*
'di^ Frieseii<tAarnflhmen/ jedoch mit Ausnalime der Bü^
iringharde. Zu einem Tnbtf sdieint sich damals mnr die
Bdimfisharde verenden zu hafcsn. , Gerade darauf 4ber
Häm W dem König an; er me^hte g^end, heisbt'es, dass
Ito vierzehn Jahre lang die Abgaben schuldig seien. Itod
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flo kam es m Feindseligilmteity in dm« die Bödungharde
M Langtfundt^ft beeiegt wwrd: m Folge davon . hat äe
flUsk «a eini^r tofistttadigeii Untenrerftilig yenrtiaid&it Sie
vel^prtbdi dem König treu zu dienen, ihm jedes Jahr ein-
mal mit 500 Mannen und Bossen Hidfe m leisten, ßm das
Landgeld, den S^berstnlh, Brüdhen und Broden.Sa]z nn ge;*
hen, als Sühnegeld für den g^roc^enen FVieden ausser^
dem Ton jedem Hause Mehs jSeitilling Steriing. Der Staller
des KiHiigs soH kugidassen werden um €rmdrt m haHiteAy
doch nach dem Rechte des Landes; Irer aber sich moht
untertmrfen will, den soll die Hantel in Bi^i^h: oder Ton-
d^n st^n (im J, 1344, Augnstd). Bs rind Bediafive««n
deBvhirtesteh Art, die offenbar weit Aber den firüheiren
Ziutand Unanspngto ud fie fnesische'FrettailidnmtiiBh
bedidhten. Sehwefe Atigid^e^, eind itarke HeerMei«
sMig^ dami idid >TerbasAlenkMigUchan Beamten ftn Lande,
lltar. dnreii J&Aerheir man GeJsd stellen mnsite:. das aOns
sind Zngesündnisse su denen man sich nnr getwungen
verstehen JKonite* Die andern Friesen widerstrebten' tech;
aber asch «e haben unglttcklieh gekäimpR: (Octob. 20),
und sie haben dann wahrsdieinlich dieselben Bedingangen
sieh gefallen lassen mflssen. Die alte Mesisdie Freihnit
war damit gebrochen. Die Barden halten diesmal gte-*
tronnt gestanden, und so eriagen sie der königücken Üher^-
macht, der sie sich in besseren Tagen emniMi^- erwdiit
hatten. '£tntnefaie Versuche sich wieder snerhebeiv (in d.J.
1364 1359) biinbiw ohne Erfeig und fohnten nnr ztahärte^
rte'UnkardftickniigJ Scheii begannen die königlichen Bemi^
ten, die' sogenannten Stidlar, regehnisstg iln Lande zu Woh**
nen; sie und andere Ritter errichteten sich.iB«r|g^iöti;!;die ^üroA
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088
dön Erden > Xarsckbcurofanem st^ts ab . ZwiRgvesten ge»
htsst woitden sind. EkKsdhe FaibiliM aber traten ^linrt
in deni DieiM 4les Königs und suBfaten dadurch iritterikte
Ehre nü gewimm; -^ Denncich hat dieser Waiidel: der
Knge auf diei Dauer 4&k MmA keinen Vortlieii gebraeM;
6kirade jetal^ iati^ii sieh die Abmigmigf und der; Umi
gegien sie in den 6enrtltii6t*n der Friesen fest; welehe bidd
hervorbrechen sollten. ]>en benncUifaien' Fflr^^ Toh
9cUeswig^ ilaid Holstein thMe man uriderstriftbl^ weil Iniali
trater der Oberhoheit desi>»itleniien Kbnigs-inSiergiebraohi»
ter>Selhstdndi|^t'iieh<e^ scdlle' diese ein Bndei nefam^n^
dmmnvKsste Md die n^önide VeiisehiedenheitiTertaiiideJi
■Dt'Jeni eigenen Intereese 'das Volk lehrieii, dnimmho»^
mt^ innd> leMller i sd jmehi sidi inosuseUieismii lald (bmUlX
i^i^s Aemcfen.'yoBn zUcdKenenundHeeresfolgeiuilfaistenl
* ;Die Aoknen Üben iä dieser Zett auch ^nutedenvJMl^
nähickefa znJlittnipf«! giriiiUy dieisach in Rhiäizttgenf göt4
Menyatrer anch ivohliiirieder vbn'ainen gbreiat* iwiirden^
NiuMen' ti« freierer Friede (t9m;a 1841) Snurrikune
PMerigdiabt l^tfe/ kani ds iiiieh einmn^lüddidkiftKani^
hei ISppärsle unlar 4Sraf €lafui{' an einam :n«Mli..TeHrli9e
^ J«rl34Sr^ Juli % ^nariitdeDi «ii»: Ditmiaur8bhM;:aiihei:tt
hatten venpntäkmy und daBir>GBcheiinng^>g€lgenjiie«ö Zirtlie
ttid die Anlage 'anderer Festdn als ler .drei alt Hanermt
KAentoi^'^iHi fialvesberg/eiähi^ ' \^;
: iinawiecbeta^bat Eümg Wddemar^diifchriaetfaMe Thälig«*
kekubdÄgeschidcte Benut^te^ dev Unmände seäi; Bdbk
iriedcir .aufaurichten Veonnwht. : Erst hat Widie(iMandflelial*t
teh des>^6hifeik Johann ta .Utoen gesuchte Ihtun- Imm^äß
Reaie'''an:FObneh. - n- • •;. \. .«•;■,. :". • -: : i. >••
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WaUemar, lirenig Miliiiiiiiflfrt iisi frtAerei Vatrifgä)
kMsick jatasi mit den Ritter Johami, HmnnrersMtttd ^v^^
bioAiiy der Ym smen Bmgvä Stleglie und Wdtoi^pj m
dar Nike der Alstei*^ sammt andisrii: fiittern, die (krtikA
und die benachbarten Städte befehdiH)^ und ilaiib: luul
ftrandiokatEQiig mandierlei Art tMe. Unter seinen 'Ge-
nosse war anch MarqüarJ W«steiisee^ dem Rendsfawg
veyrpfifaidet'War. Dies ward .'dann voa den Ch^afen eiiigef-
nommen^ auch ifie Kaüebm^, »ad Steghe belüg^ri Aber
kaum iudte JBiannembtmel Bidi unterworfoi und Urfehd«
g0Sohworan (im. J. 1316)^ sd. jAaml er wieder feuidliiAda^
iiM dte;:ieteimgben.kobteHi«lien Grafen sbhldissen . einett
förmlidben BudMr Bfekäiipfuftig deir RÜler lind JfeiUö««
rmif der Burge(tt-i(iifi J. 13(47, Aufff»» £4): IWOiemi aiß
aber Stäjghe^belftgerteii^ ribstetottteh Wah^ dia iFesM
I« «Bttfetzdn: . WandfiMr iifeiiig, .dted jeinjel iLetitdivciti
Ltib^cl: «M, dais: dJ^nliCäräfen .verMMet: war^: dMieianprei^
iaa «üd ihr Lsald rerkeei^eii tonateft. Die Graf^jHeiii-*
ridi und; Ctaia Bmmt sioh hierdliroh tt ieineni Yertl^age
bewegM (ttn. J; l^m^ luU aa):\isie erkieitott.SftQg^e und
andefb ^Güler U Bi>iatein Air Wßß Mark/ dilf .auf» d«
Pfandmimvie iToii: Vühnmi!! aftgezoi^ inrurden; /für dieae
und wandern 5060 iboHte Ki^org dorn Kimigk übjerg^beA
verdmi;^ .wMhreUd ^«AigWck ifttr hbe LösMg des üUcigtti
Theiles und über die YerhältnisiE» der ffiauem 'im iMäff
die atifietn 'fiedingbugieli ftstgfeaetzf wurtoi,, . idie ^' 'dem
KMig^: eiiemhtertto. «nck ds';denllBe8itJi di6ser)tin8al< au
koUimem ^ Die (örafeSiiiGkTbssrt tfhd* mil.ideUfiier^o^
VM Lvntnbarg uaid 4m SM^MbeA^^Oaitnjalki^
friedet (tevJL dä^MIra/l)^ dem Jp»fir Graf ^Adolf vek
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388
SdiMenbiung Umd Hambvrg beÜMen, imd' geneiiiicbafttieh
fiolBBteii sie den Kitmpf gegen die ftopgen .der Ritter fart^
welche m der hobteiugchen laaeiAiirgisclien imd.mmk-^
lenburgischen Gfenzedie Sidierheit des Landes and sri«**
Her Bewohner stöi^en.
Gleichzeitig' that sidi Graf Johann mit den Eeiisegei
von MecUenburg zvaammea (im J. 1349, llftrz 15) fegen
Waldemar, der sich aufmachte um auch seine Ldinshadieit
tber die Gebiete an der Sidkiste der Ostsee* zu .yerfoeh«^
len und seine idten Freunde die Witlelshadier gegen deä
neuen Kaiser Karl lY. im mitorstfitz^. Ba hingt ohne
Zweifel mil dieser Fehde zusämmeii, daas Johami mA
auch Ton der Gemeinde des; Landes Rdiiherii anb neue
TVeue: und fluide tel'spreehen Mess. (ApÜliAl): ohne vei-»
tere Rücksicht auf die danische Belohnung; von' dar niobt
die RMe ist, wird 4eit firaf als Herr aneikannt. Kam «s
dann wied^' zum Frieden, so abhielt fireiMdi jene Lehnst
abhängigkeit mit änderte VertrigM Jhr.'Belshi'' ./Gelang
es dodi dem KOaig selbst diepömuMradien-iindilieidElen^
b<vgis€&en Heilzogey trotz Arer StQlhuig unndlteHMur un^
ler dem Kaiser, «zm: Anerkennungi seiner Eiefansig^Widt we<^
geh Rttgien: und Rvstodi zu bringen ; und als <er mh mit
Karl IV. verslMint hatte, rerj^flindete dieser ihmvnegar dte
Allgaben welebe Lübeck noch m ^das-Beidh.7zu:zidden
pBichtig war (im J.ISS^ V
iDer schwarze Tod, wil«$her danmls diese aGegiQcbn
heimsuchte und fiberall 'grosse ^^wüslungän inricjitete^
hat iWoU iain^e ÜMt den WaffjMi .Rohe gegebem. Mail
uni^hamMle, soMoss Sübländ: «rid kam mkuEnHb nur
dahin, was von den .frtiiaren YerUBitniss^ Besland hatte
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U9
feiten zs lassen: nit Graf HeiBficb und Claiia wird ab^
gemacht) dass die alten Pfandbriefe .beateben soH^n; mit
Jobann, daas er sein mütterlicbeti Erbe in Dfinemark. auf-*
gebe, wäbrend der Köaig üiin den BiHeiiwerder) der an
den Herzog Erich von Lavenborg verpfkndet war, einlö-
sen soO; Hat der Kdnig voii dem (kafon Briefe wegen
eines Dienstes der von Fehmern zu leisten ist, so solUn
sie in Kraft Ud3)en. Man umging die streitigen Fragen
mehr als dass man sie erledigte (im I. 1353). ~ Herzog
Waldemär kam, wie es zdieiBl, zu etwas grösserem An«
sehn als früher. Nidit blos Tondem, wo er sieh niitun->
tdr aufluelt, anob Flensbörg suchte bei ihm eine Bestiili«
gnng sdnei" Freiheiten (im J. 1354); doch war das letzte
schwerlich eingelöst worden. .
Grif Heinrich, den die Geschidite 4eil Eisernen nennt,
bat in dieser Zek mehr im Ansland ab daheim oder.ge^
geif die Wieder wachsende Dflnenmacht Befriedigung für
seinen kriegerüdiien Sinn gesudit. Erst hat er: einen
Zug wider 4e heiAHSchen Letten mitgemacht (im J. 1345);
dann widmete er dem engliscken König seine Dienste, und
der bobtefaupche Schriftsteiler des balgenden Jahrhunderts,
ikrelcher die im Munde di9s Volkes, labenden Nachrichten
Von den früheren Fürsten sammelte, weiss «viel feueroäUen
▼oa den Thaten welche Heinrick in.der Schinoht bei Oressy
nnd; bei der Eroberiing von Gakis verübte. (in d. J. 1346:
1347). Sind diese ErzäUangen; richlig, so idt er zweimal
in Verbindung mit dem König Eduard getreteiu: MnnmiK^h«»
tfem er auch den Schweden bei einem Kriege in Fimdand
gegen die Russen seinen Beistand geliehen hatte f(irii L
1348), bot -er einige Jahre qsiter dem Eduard geraden
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t4B
seile Dienile' an, und es kam ein Vertrag zm Stande
(Im J. 1355, NOYMib. 12), nadi wdeliem Hemrich, so oft
eryoH. dem Kbnig enftoten ward, mit 100 Hdmen nad
100 Kinzerii dietten und dafipr anf Lebenszeä eine jdlir^
Jieiie Besoldnng Ton 2Ö00 Sohüdigrdden eAdten soihe:
eise Besämmung die wirUich snr Ausftihtnng gelsömmeii
ist Aber noch weiler hat die Kiiegslnst den GbrtTen ge«
IfHurt: er trat in die Dienste des Papstes da dieser einen
Krieg gegen Neapel ffilirte; näcli einer Nadwißht liat er
dann ScImierigiLeited gefonden ab fflr die Leitung d^ Hee^
res iQiernehmen nullte und ist wnretrtcifteter Dinge surttek«-
gekefar^ nacdi ettier andinrn bewies, er aber auch hier ^seifte
groüse^ Macht und. Jlannheity gewann dien. Streit imd wurde
von dem Papste hoch geehrt, «der üim das Ifesseftlatt in
geistUcber Bedeuiiilig Yierbeh'. Die BrzfiiiiDng ven ;den
Abentheuem des Grafen. nuHlite im: Laude Bittdiuck- ulu[
erhielt akli im üuiide ;der LeIiteJ .. Heinrich tlührle einlier.
ben wie )es>bei ikidnerbn FürstenimdgUdäicheitfiriegeni
jener I Jähre nibht selten . war, mk Fikreii väa\ SMüfflP^
sehasDretay dife gedsr ¥eMe gerne ihren Ann »inben. . Al<n
lerdings liat er Mne.Üirtöe daduroh enm Tiiefl^ düni t^
geneii Lande .eiUio^. Do^^liess er es nü Köiten latoh
hier an sich Inieht feUen^i: War er aliwesend^ noit verbrat
<iraf> Clans, iseinf .Brudbr^i dte Interessen. des Jiaiises. Die
Dinge . sttoden Jreffioh weniger.- gualig ds snlitto^ dem
gniiMiea iSetfhfeiML Xtooh jrex Mher etw^ais "wtesenUiDbel
mdil/verleiren«- ;• '. ■ ■ :,.•; ;, . j .\\ ".. •• .t'
: Sie Ycrhtftiiisse dea fi^rtog>tbums Irrten ibald iwieder
iä den ¥«rdeigründ. . ¥«n [geringerer fted^atnngi, wm^ ^
fireiiah, dass bdi maerifielfde iKitfr.UingebinA, iWP .Benei
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211
did wii AiieMd(AUelM):imr iw«%lii*^
Trimeiyffir l^eiiigertei dam 9^w Tonudraft'THortog) ge«*
ttdiligtai Wurde imd nw d€»i König |MdMfh9Fl>Qiri£f; dietf
Mr fitr ^iM» Al«enbfiek d^a iflTfildemati nöthigie iluik sds
Serzogtlnitaii.Mrfzutntgea. iDettale0.felg(ß:gM^b€inFriede>
dei* ddn Heraw« m stitfem Rethft besf tettM (kn i. 1355)i
^Aber ei. wftr., Agili eine €llro«ffc^ oim Msoker Friede iinil
ein tätiMheBdlr: VievMgV Und tm 0iMt Anlisfle» be^
durfte eSy.iiflü^Ytieder; ein «IgieniinBtte FeUer sa «nlsSiideRi
Eis Ist oidit dbuttdt woher er giekomiett iift; ¥ie8eicht
hatte der! König. Mittri gdonden^ sich Tonderns zu be*^
mächtigen. JedenfaUb war dies in tUnde gekommen die
den Grafen and deDi Hersog feindlich waren; es mns^te
jetxl anfsi neue erobert werden. Denn 20g man nadi
Utland und F<lhnen. Hier aber waiidtOi rieh das Gläck,
und bei der Belagerung dqs Schlomiea Broberg wurden
die Holsten von det Dänen schlagen Ijm J. 1357^ No-
vember): Graf Cteus soll nur mit Mühe und mit Verlust
eine^ Äugte» der GefaAgenschnft entkemmeipk aein;-^ Dafür
Wandten . sich 4ie Grafen im folgenden, Jal^ wider die
Friteen: während einig» Hturden sioli feindliob zeigten^
yersyraeh die Edamshfurde^ die sich sehen die Jahre vpr^
her zu dem Herzog Waldemi^r. geboten bütte^ jenen nicbt
beijSustehen sondera die Grai^n ^u: fi^rdem (im J. 1358^
Janntü 2/)y Die HorsbüUh^rde trat ebenfolls auf ihre Seiteu
Anph der Herzog wer de» Hobten verbündet^ und
gegen ihn wandte «ich. in diesem Jahr der AAgriff da«
Köinigs: erst wwde Lengeland eingenommen ^ diNan bei
einciB sweften Zuge Alsen angegriffen, Norburg in drei
T««en erobert^ Sonderbmrg betagert. Hier gdang es der
I. 16
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IIS
Giem&UiA des Bei^« iUa^dtrd^itieA I^^
den Könrg4nMivteit zu i^sobMii^ im er äir>^ frelfick
unter lästigen BbAifungien*^ und nftdideai ^ er eine : Abgnbe
ms d«M Lande erbeben hintte^ Aken und Sndewilt, die
ihr altsi Leibgeding :\)^rs€biM^en Wfo^y^^i^ tM
Bewohner (toUen wftlireiMl dee Kriegee anr des Königs
Bestes- tbün 'niid^iiicblis' wider ubn cunteimhn^eii; itar Hei^^
zog soH keiherlei Gewalt Über dfe InM haA)ieH> und kei-*
neil Nuteen aus derselbe» zieben; er duif 'sieill^r mit 2d
Begläl^n: bessche»' nnd zwei hödisleüs: di^ei Tage ilei--
ben; der König ober darf kommai so oft. er will und seil
Von allen Einwohnern Förderung und Unterstützung erbal-*
ten (im J. 135% Juni 10). Der König airf seinem siegreichen
Wege fuhr w^er -in die Sehlei und bestrafte die Bewohne
Angelns/die ihm feindlich gewes^ sdn müssen^ an GM
Schiffeii und and^n Leistungen. Ixense erging es Schwan*-
sen. Darauf wundte er mh nach Fehmertiy und wtt^
ihete hier mft Fetüer und Schwerdt gegen die Bewohner^
welche sich tapfer zu wehren suchtett. Die übrig blieben
Zählten ein 6ühnegeld; der Vogt des ' SoUosses Glaiidiecb
äntüohj und der Köirig ' befestigt es stärker ds vorher
und'übetgab es einem der Seinen. Von hier ging er
zurück n^h Flensburg; /Und überall, schreibt ein du-
ölscWer Chronist, trieb er Leistungen eln^ Geld SohilFe
und underei^ Was seine Augen begehrten; so da/ss Furcht
und Schredten und Erstand über alle kam wd er durch-
zog. Denn er züchtigte aBe maasdos genug mit dem
lächwerdt; mit Brand Gefangenschaft md Tod, bis sie
sich seinem Willen beugten'; Kann man sich wundem
dass in dem Herzogthüm die Abneigung wider die Dänen
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S4»
0tfegf^ ^und äaäs He >ltonde welcbe die Bewohner ftüher
Verkntirfk hatten^ bald vöIKg serrissen wurden? Die
'Pehdö gegen den Herzog^ der sehen einmal^ aber Terge-
%tfns,'eine AUBsdhnnng verdacht hatle^ fhhrle zur hart^
Bedrücknhg des TellM.
' Eine Stinie ^elehe^der Hersag ^Miim iron Pommern
w Siriliünd xwbehen 9em'KMig< ilhd''din Grafen ver-
nMtelte (im 3Mh9S) Obfob. 3(^ »öiDfo "^Iftnn alles in deH
fiffiüem Stand Jierslenen. ^ 9oeli mnsiSteft dieHoisten Feh*
niern mit mecklenbnrgischer Hülfe zurück erobem- (im J.
1359); während es dem Waldemar gelang die Nord>-
Mesen wieder zu unterwerfen. • Die Sache des Herzogs
ab^ wurde auf einem Reichstag zu KäBundborg entschie*^
den^ wd der König sieh zugleich mit' den unzufriedenen
Grossen des Landes vertrug^ welche "Si^h gegen sein har-
tes Regiment erhoben hauen (im J. 1360; Mai 24): der
Herzog Waldemat< und sein Söhn Hisinrich^ der damals die
WzogBehö ^W4lrde mit dem Vater geäieilt zu haben siiiheint,
und ihre ßrben' soflen alle Rechte haben wie die früheren
flerzoge und' sollen auch -die Mannen und feSnwohner des
Landes Me Rechte geniessen lassen; wogegen diese ih-
nen helfen soUen däSs sie auch die ihren nach alter 6e*
wohnheit bebalten. Waldemar hat dannnoiA einige Jahre
zu Sonderburg und Tendern gelebt^ ohne* die PfandschaF-
ten einlMen zu kennen welche in den Hflnden der hol-^
3teins€hen (strafen wmn. Von dem wenigen aber was
'er hatte gab er die Rechte auf welche ikn und dem Her-
zo^um bis dahin über die Besitzungen des^ Ripener Bi«
st^hofs zu Mögeltondern zustand^ (im J. 1361, Januar 9),
und er bewirkte dadurch dass dieser Theil des Landes
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SU
abgf^eu^ und jpüMr itf unmittelfcite YerHndniig mit dMi
K<lnigi^aiGlt g^em w«r4e. Wi^ d|^ Henog toib«r. üdbi
zu r^M^r SäbaHMigkei^ md W^t f okMineii war^ do
JMijt ste ihm mtik j^t Hiebt la^utbeil .wtfdea köniian.^ w^
sich bald neae gewaltsame Ereignup»' v9rbereitet0il. . u«
I. , KurÄi nacH ..dßwf neAen mit K^Hig WiMmpf igt der
XxrajT Mwn gestorben/ mcbdeia (9r:>i^s^MM)i diif;
©Qst^ Lebensjftbr ÄuiUckgelegt.bfttte ifmj. 1*59^ S#pt9nA.
27). i Er binterlie^ von seiner zvifeitea Qeiii(bliQ JMffpfilaiTfii
fine9 S^Hn Adolf (VK,)) daf ihm io d^ Hqnrsohift felgle.
Wffxuger kriegerisch a]^ «eiae Rendsburger Vettern^ bat cor
doch ip den ersten Jahren anch an den Kämpfen WjdcAe
den Norden fortwfthirend bewegten maniiigfa<di tiieitge^
ao9iiDen. Er trat aülangs in die Dienste dea König Mag^
nua von Schweden/ weteher eben damato ^gegen Widdeoiar
4ie ihm fr#ier sngeftdlene Provinz Schonen zu verttueidi'^
gen hatte; und erbiet das Yerspr^obeQ einer .jährliehet
Cinnahnie a^s d^n. ;2;<HIeii:der achonischfoi PÜtee (ini J.
J360) Jiud 26), Aber di^s wenigattins lc»i«ite d«A Sief
des PänenkÖHigls oic^t aufhalten. Ebenso wenig der Yet^
trag; dorch wekhan Uagna$ nnd sein Sohn Hi^oi) yon Nor^
wegen dien Grafen Heinrich und Clans CabQar ttberües^en
und Hakoa sieh ihrer Scbwester EU^ab^ verlobte (im J(.
1361; Juni 29): während früher eind Yei^indungatvitWalr
d^nars Tochter Mnrgareithe in. An^sMit genQmine« war.
Waldemar iwar nkht zufrieden Sdionen wtedor «u g^:-
winneu; sonder» er wandte seine Hotte anoh g^en die
Insel Gothland: ein Znbehdr des achwedilcben ReMies^
aber zugleich der. MitteH>uida des .dentschen Handeb auf
der Ostseö; seit langer Zeit der Süz zahbreiQh^r K^^fien^
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da
jMAe die Art^ttüA WUiy n tiM» der rdchsleii Sfa^
pt^aiw tmt^pm fewioht hirttot. Erst kiira vorhep war
ein Vertrag mtt ^eii OMeesIbdtai, Lüfeeck ybr««) g^
MdoGMWii'; aber adkekttnmaM*! flUrvm,: gereist ym' deiri
Veriangea »Bush: des reieheiifäUrittieK dep In'sel^.'.giriff d^
König Wisby än^ mhin es nltfCfemdt eiii imd p(inierte
fem BewoOmor «hid WauroAiger^ go dn» ^er «dlwei<<be-
läded mit Beatahdnikelirt^ Sie Stadt eftnk: in frdntmery
d«r,Haltddl M^Ue mdetei Wege; aber dnr^ CänenkMg
filgte zu deÄ TiM eimi Kftaigii tat Yf mim pndtlmut
a«di den Namen ^Kdnig der GoUM'. .
DIeM UBEtemeKnarag: war ma dbr .Aafang nieaear und
heftiger Kämpfe. Es galt doch wieder die ^tfUong dei»
I^mtsehen zu den Dünen im Neiden. Da^ Übergewkift
der Mite in Haddel ttid Verkehr war ddm Kdnig ein
Sdm im Aiuge, und wnn geacbeluni kenüe dies nu bre^
elkm, .d«n fiinitiai der De»tsdimi m beseitigten) war ilun
wilkommem Ahisr die.FoigiB waren fi^iUob ttnlere als
er denkUn; mnehte»
Die V^induiig dmr norddeutschen Städte war bisher
ücht iort gMcUeftsen, sie berühre nur auf gemeinäamen
lateresben jund .aHniäU% wachsendem: Hfiarikomnietf. Dodi
war ;matt tichon iä,i» letztm Zeit eifiiger und entschi^
doier an^etarete» als froher. Die OAs^Mtädie und die
m der KoMsee hutten sidh . einander mehr genähert; sie
aSe mmammen biUotän die dmossenschafl 'der Ka«0«ute
des BOnÜBchen Reid» von der Deutsi^hen Hanse'; sie hid-"
ten Veüsamlnlungen^ mrislens > sdioii > m tflbeck^ «m wjchr*
^e Angelegenheüen zu berathen. Als ein Skeit mit den
flondrischen Grafim ausbrach^ wurde bestimmt difös k«me
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von des Siftdteii dirtlii kandiM fSiA^tsrfsWte ttr Bm^
scben Hanse gdiOnen.: DiM6rtft#de& wck^jOaMkeilett 4^
sttnmenpefaast) die wendischra.iuidsidtoi80liei^ die.veM-i
ffUiBchett und poinmenoten/ die von AolUand Lbitaad ttnd
Sehweden. Von den hldsIcBkiflchett ;Stidten nimail auwer
Bmaalbmt^ äuoh Kiel an ddr Vereiniglli^p t^ü. . r!
Die Zmsti^rang Wiabys vhr ■nt^riJaeMaUaisllndfdl
^ Angriff kuitäß Gegsoaü^^
y^ tue M Laitf ^et JahrbWderlci enreAM IhktMl, a*
iclittteen VBd.m.Vertheidlgen; dmi dieser An||[riff mniaM
ihre Verbindung nur/fesler 'machen. <^ Bis iüilnttl %«^
#en die Städte und .die norddentsoben Pursten^. aneh<:die
hokteinschen Grafen, nicht innner im testen EteversHnd-H
niss gewesen; Kuweüen habm jene woU' den nardt>4
sehen Herrschemvwider die Ftarten idie' Hand' gdtotoity
wenn es Yortfaeü versinradk. JetsI aber führte sie iibä
gemeinsame Interesse zusanlmen. Die Osäeäftäritö; .wtlb»*
ehe zuerst den Kinqpf anfndunen^.wäUleh deni loriegAie'^
währten Grafen Heinrich den Eisernen z«. ihrem lUerfilhH
rer. LflbeclEistelBe8edhsCogj|renund'sed»Sni^enmitB00
Bewaflheten, Hamirarg zWei Coggien mit 200 Streiearii, Kiel
ein Schiff zdin ScHfttzeri und dreissig Bewaffiiete, die all«-
d^en Städte nach Yerhfitniss. Ausserdemi iddossen sie
m Bttndniits mit den Königen von Sidlwedelk^ und Ii<nv
wegeil zur WiedererobOFUig) SäionenS (Septeddier ^; und
eben hinauf war dann Tomemllch der AkigMff dw Veriiünde*^
ten gerichtet Aber die^md firettieh ohne Erfolg. Die fQotle
erlitt Yerhist im Sunde, und die Streifer welche BeUIng^
borg belagerten liessen sieb zum Abzii|r bewegen ^ J:
Das bQsste der lübsc(ie Birgermeister Johann Wat«^
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24T
tettbiürg mil dem Tode; über imJfiarbet/schlofls mWi i^ßk
rillen Stjikfmd (N^v^eml^. 6— 1(^, ia dem aatfb detf.fte^
.wohaem FeliiBwas.dte Ffeibeit Von ZeU-cagedlehiwt ^twl
Den €^fen bfieb iler. BniMU vüMbtften; /auch den b|ä»r
4m m^atügtkm KOliigiMi, ökeähoft^dieee ^diriroh 'Y0r^9(f^
rang der Yersproobenen Hülfo nfehl am lipenigalfin :.4i«
Soimld d)Mi UngUtob trügeiL . r :: ^ ..>
Auch: gdtng' es dotdi dem WaUemar dietle biddijjfftna^
Uch ffilr sidi int gewinnen/. iJUs BaUns.Vfliiebtei'aitfod^
lleise nr Hechndt in dei fidnigs CleMgMflchift i^dirilm
inur, lieflk» der; Brttüiigtifii sii^h häw^nzixndUiiaäh^fXiftiakr
EB$fyk Margiaretiie snrüdüsttkislurBn. tei aibh :ii«»l>miljlir
feierlich in vernüUen (im J/ la^, iqiril 8). .iDiilr ze«
ibr Bnuter du.iiichiie Jahr nlit. dem aisekteiririBifer AI??
bretihi «her ffie See mid half ikka*« achmedisoh^ •ThreA
gmrvmäh, Jadf den et wegen edhicir l^ttm- Aiulinidin
und Ubd rav IMk lam^ar Y«r^feidet'dte;i(fine Xdnil^
seinem YoiMnielen die IM GotUttid ^ritsJnmni WisBt
fitr 4000 Maik (naX 18B4, JnU 28). Er figt& s^er
eine jährliche Rente von iOOOiSchil|ifund EutAer Jans den
Bergwerken Schwedem hidzü (im J. 1967/Febmiit 5«)
• Dennoch ndgte man noch emmal . znm - Frieden: - Erst
gtiktig es den Dinm, sähst in des Kdpigs Ahweisenbrity
den Grafen Adetf (Vü.) zn gewuinen^ der in dieiser Zeit
lebhaft' nUf der 6tadt nmAürg-nm' Anerkennung seiner
hindesherrliehen Hoheit stritt und Kaiser and Beicfa wider
(Heselbe^ 1« Bei^egnnjg geeelal halle. >^ Da WaUeinw dem
Kaiser Kirl eng Terbnhden warj der w«nqf voii de^'Be^
de«ftttiig:der $U(dte unAiflires Kampfe» wider die Dttnen
b^igHff ~ bei einem B^siMi' in Prag hat er jenem aneb
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a4$ .
anfii neue die kmseriidieii Eideltofte in Lflbeok tberiasgeii
(im J. 1364, Jaiiiiir 5) ^, so hat «voll das TieDeichl den
Adolf äoT' diese SM^ fenhrt: Er war rafric^en dto An-
erkediiüng seiner Ansprioho tnt Rehmem 2m erliatten,
md verspfäckdaillr den KMig imt 50 Manne» t» die^-
nen und setaio! LelliispfliGU aueii fegen die Stddte 1«
leisten. Die Streitigkeiten mü den Vbl»»rm sefl' elr- ver^
rnüiela^ woHeii sie siek ffem nioht Ittgen, io 'mag Graf
Adolf mit dein Lande ra A>lstein itüh silien, und: Uret
fon den Mannen jener Gräfenl des Priedenii finiessenwiB,
dar soll in dem Frieden siUenV Er iriH nienandenheUoR
gegen den König ind sein EeuA; werden aber die Yet»
timi dds Heiok öde^ den iEAiig 'argen', se wOi: er ei
keifen wdven wie es ein trener Mieiil ieineili Hemn seL
in der Abwesenheit pdec.biäiäi. Abgangj des iKönigt soll tt
dem Kelche fierfflioiiM ^eein wie jmiem selbil. . Bineisind
die HauptpnriEle dneii Venrnges, do^ neck efinnalMdii
Macht der Bcdslen trennte nnd einen Theil.dclfnelben w^
nigstens 'irtf eine Zetthiig an dks bteresse desv Dlhien^
königs band>ii X 1364^ FWitnar 20).
Hiebt lainge liess der Friede ' mit den imdem CSrafe»
anf sich warlen (nn J. ISÖSy Jnli 7y atiKelding). Er
9etEtein de^fttnptsaohe nur Jtol^ dass. aOes:Was sejIdM
lotsten Erfedeli von beidto Seilen begangen iwür; dniok
den Scbiedspru^h ton Tiec Mtaukim gescUiOhM: wenden
soUiQL >Do<A verspredietf die Chrafen äuA dem Sönig^keirt
neilei Sehaden/ in seinen Landen «nd Gftknrn: Miss^ftgen»
mochten sie liegen in. Dänemarh oder Hebtein/iSHck de«
Dnrchzug derer jeu^ Infdm wekdie dem WaUenfar dienen
wollen. Dem König yon ßahwiMmi dürfen sie nur sm^v^
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74»
Hl* Bäneniaris und Hobtejn dienen. Ilire MiAdsdiall«hi
^im behüten sie. -^ Und dann sind awdi^ dfe Stftdle^
naieli ffÜ^^ Bmiftbimgen' unter mch und mit^ dw Nttdii-
barn^ feMgl; ikre YertH^ mte WMtoMT (SeptenA. M
«nd Morven^. 22lf bäbew dlefiBngff die allen Fralliirtten anf
den sidMnüadhien MäitteR bestätigt^ ; aber kdwrhi: paitE
fttr die Gothländer T^lwte mid die asuffefitgtoB Schäia
gewttuet Der Kbnäg batte seine Gegner iretroM und
ae noch einmal^ Mampbiit
Die^ar : Anagnng aber tnd die Yevbindnilg iril dein
Kateff määhten WiMemar, wie es: alle Mttddr Dteea
Aarl war, nur Übemüdliger atoYOilter: er daehtedteBent^
sebM noch ^ieiter bes(dnrlinken ta Jktanen. Da wiirdeA
unbereditigte Abgal^ett T<m den ptadtisdcai iBBedeibttaiinN-
gen (Vitten) in Sehohen gefordofty Güter faraubt^ und aa^
dere Beeintrhdiligangen getibt; ataf iOal^e: Mdr YerinndN.
hing' dier Mne enispreahende Gteugthainng gegUMA.
Die Städte schienen jedoch nur einer solchen Gd^Mkait
an wnHeii/ um die fraliere Scbärter audzairetsan.
War 0(9 YoAer ein Kam^f .deir Ostseeatädt» gevream^
so wurdeli jetsl «He cfie hineingeKogen welche: an. 4er
Vereinigtaag der Hansa Anthefl hätten« Auf einfar Ver*
saflimhing au KOhi beaoUoalen sie allegesammt des Krieg
(iinJ.'1367, Novi^klS), und äeliBten dam in wiad^ohta
SSisammenktlnften' die .fitlatung eüies jeden: ttiid den SanH-
meltdate fest. Jedes Diütel sfollle beaMdene ikhuildeil
ausferSg»n über Jdie Vetabredungeai: die gein>iBBii waren»
dem KM^ aber jede :Stadft ihren F^dibHef seaden: ikrtir
wurden spater sieben und Mbmaii gazähU So gerMäet
war die Hanse naieh itfemab au%cftreted. Mim zeigte sie
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(2g0
4tt«s &ie «iiid Mfioht e^wotden, die duraii ^leriNn koMie
jbre IntetesMk mä staiter Hand aofirechti ea etMkm.
Dubai yimcbiiiähten e$ die StAdte nioht eine.BesidiwQrdar
»ehriß tOjer den dUUsiAeti K^alg' aa den Kaii^r Kart, IV.
1MI BMi^Uy^ obgleich sieiwSNfen medbleii: daas m 4a wm
iiMM^stiBil'Mtf Hülfe re(^m kdoftteft. SiO' Anden sie abt^
Ol «e-bcreiier inihrt^ SMibaraehaft.
: : ; Alle «die FriedenssefaUsse : Süho(hrijrfe and Veifirige,
an denen hier fast keine Zeit reieher itftai« dii» Atae da
iGeirhardb Söhne tmd' Kiümg.Waldenlar sieb gegenflhwslan-
4m f habta atf die Lftnge wenig gdi^dfen. : Bie Int&te^
sto warenMsrich 2u en^egengesetzt: wie der KöjMg maoli
Verdringang der (kafen ans ihren Pfatadbcisilsnngen nöTd*
lieh der Eider trachtete^ so strebten jene daSiGe#omiene
va behaupten nnd 2a y^rmirtiren. ' Die Sitte der Z^t er-
laoble in! jedem AngenUick Absage t» scinden> und die
IMeden auf ewige Zeit waren deAalb sMs mUr kvrse
SHhtfinde.
. Kaum wsdren die Städte znm Krieg eslecI^IoMmy so
ffisteten aoch die Ffirsteü, der junge Känig^ Albreoht von
Sokweden, die Hensoge von Mecklänborg^ idi6 Grafen
Heütfriek und Oaus. Sie einiglet sich über ^eiehe Thei<-
lnn{^-jed6n YortheilS; dw Beute/ der Löilegelder, »dciniBr*
•hmfaqpM: WM in Jtttbntd Fflhnen iind Lang^land belrliit-
tigt wird) init aOen Inseln die dazu gehören, soOen d&ä
beiden Grauen haben (hn J. 1308, Janüa^ 25). Dieselben
^etien sieh ausserdem in Veririndmg init einer. Reihe jtt**
tisiciier>'RMep und Knappen^ unCer deneii Stidi AMersson^
Cialis und Lader von Lombeclc voranstehen und auehflüt«-
kv holsteinsoher Sainihea^ Benediet cron \^efeld^
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t9i
9rai Y^briefen deb Biuld iqU deaJiöcUenbiirgera (dcaf-
gedben. Tüg^ . Uni daH« «oUieMKUi sie.sidi sofort zu Lü-^
böds d6r JSiiHgimg d^ Städte aH (Febniar Zj^ und ziehea
MMerdeiti dto Herzog Heimridi berbei^ dem m di^ Wte«
derer<d>eFiiiig Langduids und die Sidierttng «Her iieinef
allen Beeilte yers^reoheii ^«rz 12).,
AHe dem K&ug Mndiiohen Gefallen iSind dieMtl rt^n
einigt: die Fürsten nnd StAdte d«} /nordalbingischen iiHd bM
AeehUartfen Landes scbicken flieh an.nocb einmal gemein*
sam für die Anfreöbthaltung der flUlieni Yortbidile;» hUot^,
ften. Nnr Herzog Briok von Lauenburg und Qnl Adolf (VH.)
nei^n ach auf cttniScbe Seite: man traf MaasaragAt mtü
Feindgäigkeiteh derseDien Yoirzubengen, die sie denn doek
Hidit wagten^ Hamburg^ das luckt lan^ voriier. die liiihK
deshoheit Adolb hätte anerkennen mflisden jwid das einoto
Angriff der IMteenmif der Elbe fttrtikMe^ fickwünlte ei4-:
nen AngenUioh in der Erfttlluilg' der Köhier Bescktasse':
man berieth (di die Stadt ans . der .Y^rbkuhnilg^ dA ffiuise
ausgeschlossen wwd^mllssey aber sie überwand ihre
BededEen. Eiei dagegen hat diesmal keinen Antheil gi»*
nonmien, wurdet aber auch aufgefordert siöh über seine
Tkeibudme am- Bunde zu erklären.
Als die Städte deihi K^nig ihre Fehdebriefe sandten,
wird Mini ^ hdhniendes. Wert' in den. Mund gelegt:
: fSeven und seventig Uensen •/
Heft seven und ieYentilB;^^ gensen;'
Wo mi de gensen lüdit en bfte»^
Na den hensen frage ik nieht «n. ddten'.
Derselbe König aber^ als die Miebt der Verbtudelen
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ist
wObbu Küstefi nahte, beflü^gr «II ScMlMi reioh beMM
ein 3chiff, und vei^Ms, nickl and^ers ab ei&sl scdn Valt«
Cbiistopli; dag ^obweitedroble Reteh^ uii> für aifihderQa^
fihr zu «ntgebeii die er beraiifbesckworen hattcJ, um lUA^
kickt biti deutacbea FtPStefli md dem Kaiser d«roh JMihbnM
ViiteriiatdlKng 'die Retturig su ^Mgeu weiobe er :«iob
selbst nicht geben konnte. Was WaMetfiar in tiiiettitti«
tigeniaber iinnikigeii Leben gewofinen lüitte, ging uun
tei bdt' einem Sehlage wieder verk)ren. :;. ':
Dto^ßttdte veriie^rten ttäi ihren SchüEsn Sedandltaad
Seböncii; diö: eben aufblühende HändelspUtze am:Suid
wurden' gewdteam aerstdrt Die Holsten aber dtrabgenJbi
IMaml ein und wuren bald wieder im Besitz des laude»:
rie nannten sich Herren voa JUttand (domini Jnti^.]lai20),
bertltigten Privilegien^ terfttgten über BesftzungiQ&y qihM
chanvea ihrem leioh, und schienen wöhL genei^ die Pläne
ihres Tuters voUsülidig wieder aubunehmeu. Zur 6e&
die Städte^ m Lände die FUkfsten^ dazu innerer Zwist im:
ReioK: dem koiknie Slnemiark/ dessen König in :der.Feraoi
mnheiinrte/ mchtHRdersVdien« Der Marschallllenning Pud^
buff^ der :nm Hauptmann des Reidies erkoben war^ und
<äe anderen Grosten sehen sich g«nOthigt den FriedM zu
suchen, der dann die Macht der Deutsoken auf dis.eut«
soUedmste zei^ und sie hoher hob als Jemals 'früh^.
Der : Friede ist zu Stralsund mit einiget StädMH em
Yorläufig vereinbart (im h 1389, Ndvenhu^dO)^ aber da
ihre BevoUmächtigten si<di: rorbdiieltott die. Bestätigung
der verbündeten Festen lind Stftdte «maiAolen,. erst spä*
ter förmfich: abgeschlossen (im J. 1370^ Hai 24); Als Bnt-
sckftdJgMg wurden dw Stftdten auf 15 Jahre zwei Drittel
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S5d
iiM den Skmiflmm m(S SfiMinm. wi m. 4em Ead« 4eg
fieiRto 4fif wißhAgfiXen SQUö»er Md ^fifteieit tüMriasieit.
Dui ggiute Küste. der. Frtirü«v welche, urdg^pn 4^Mmxig$^
bogmk ittid des von Uer irug^efiHkrtm/Veritelurs mifc.deii
andtren Theilen der fifcnndin tftodicai HülMmei eiiwr so^ tteke
WäfihtiKkeii für dieSlMte baH^i kw aof diese Weuie ib
ihre BftiiAe ; lie konnten sieh . hier nocb^. fester . Detteir ßk
iHtber, von bier ans dsn Sund beherrschen und diil;:ni9r^
diilchea Reiche mil ihrem Ejiifliw lamer mehr umspaai*
Ben. -^ Der Friede ist ohne den König.geitehtMaeli, dbet
er sett ihn besiegeln wenn er bei seioMi Reiche bleiben
urili. SbUie er aber die Hcarrscbaft wiem juid«ni> d»ti*e«4
ten wöUen, so kann es not mit ZusUnmung d<»r Stifcdtd
geschehen ; attoh wenn er mit Tod abginge, soll keiner
König Werden es sei denn mil dem BMhe der Stttdte<r
Urnen soll jeder der die HerrsobiA fittren wfll ihre Et^
holten bestätigen« Es ist m^X blos. das die Biädingung
ffr j^d^. weitere Herrschaft im Königr^ch, sondern diecMt
wird überhaupt von der Mitwirkung d^ ßtfldte abhingig
gemacht,— Hier ist der HiOie^unkt der stidtiscihen Nacht
im Morden. Da hatten sie Stthae fttr den Angriff mS
Wisby erhalten^ und trugen die Fahne des deutsohenEin'^
flusses noch einmal hoch empor: mit $cJiiteden verbtedel
und eine Bauptstatze des jungen Königs, über Norwegon;
das aoC Waldemmrs Seit^ gestanden halte, Siegeri in JDAr!
nemairk fest TöUige Beirren.
Nun half es wenig dass Kaiser Karl^ dem. Waldt^mar
einen Geleitsbrief aosatelltei auch mehreren nordrfeulsßhen.
F«nten^ Und unter ihnen dem GraCen Adolf enftnig» die
^ungetreuen uiigeborsamen und bdsen liCute^^irelckbe in
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und ausser demKösIgfreiöh jenem rti lielmsMftiiner gnehvil^
digty aber ihm hiebt uMerihtaig^ sondern treutes' ehrlos
und meineidig! seien/vör siekiMiiadeh/iitt riehfennnd
in die Acht 2tt ihm* (Jttlt STj^i Die Kreft des^^uteehM
ViiKeB war) sehten lange -niehtflieiMr bei dem Kaiser^ «son*^
dem gie laf in den TerritoHeri^ unt 3»'^ dtöser Zeit vor-
nemieh in den Stftdten; Jener hat seit'iter litaiifisdien
Zeft' nichts gethan für die ErhAong des deiatsche«: file^
mentes' im Norden^ iii der rot allem Mk die Stäifce der
Natiop kandfab ; wo^ er auf diese YerhäHnisse einging, ge^
sehah es fast jederzeit hemmend und zu Gunsten der feinde
Hohen Fürske». Aber die einzdnen Gewalten brachen sieh
Bahn auf: eigene Hand. Karl moehte seinen Freund , den
nächtigen Dänenkönig, aus dem Prager ZöU' für die nicht
erhaltisneaLübedcl^r Euiktfafte enischadigen. Wollte die-
ser in sein Reich rärüdUsehreU) so mttsste er die <Ver^
trüge mit den Stftdten anerirenn^n und gutbeissen. > Und
dso ist es nach Jahres Ablauf ge^hehen (un J. 1371,
Mai 15. Ootober 27).
Als Kaisei* Karl äinige Jal^e später (im J. 1375) nach
Lobeck kam «md die Macht und den Glams der Stadt in
der Nahe sciiaute, zeigte er sich günstiger gesinnt. Die
LHbeeker erzllhlen, wie er die Bürgermeister mit deoi
^ame» iÜerren* geehrt und als sie es bescheiden ablehnt
teil hinzugefügt habO) dass Lübeck diesen Vorzug mit vier
anderen Städten des Römischen Reiches theile,' Rom Ve-
nedig Pisa und Florenz. Hamburg dagegen, dessen Ge-
sandte einen neuen Versuch* machten sich der Gewalt dei^
holsteinschen Grafen zu entziehen, ward auf die Aner^
kennung der früheren Verhältnisse yerwieseMf; der :Kaiser
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kdl qpäler idie Bntscheidvng gegeben^ dass die Hamburger
der Gräfe» als i&ren Erbherren gebotsam sein söUten (im
J. 1377y Oetob. 30). Zu Lübeck^ wo sie aiGh sammt aii^
diern Fürsien eingefmideii hatten, war eis zu ein^ völligeh
Versdhming gekommen: Karl trug inch kein Bedenken
iluien den Gottorpor ZoO^ ab einen ^der rbn uns und dem.
Reiche ilu Lehn rdhretV f&rmUeh 2u bestätigeii ^ J.'
1375^ Octob. 21). Er hat in diesen Jahren die Wlehtig-*;
keit der nordUenlschen Verhälinfag^ besser erkannt und
ihnen grdssere Aufmerksamkeit zugewandt als die meisten
der qiäteren. Kaiser. Doch im wesenäichen^ blieben diese.
6ebi^e sich imiM* selbst iberlassen.
ABmähfig hat der Friede^ welcher so lange imterbro«
dhen war^ auch hier wieder begründet werden können.
Mit dem jungen lauenburger Herzog 'Brich (in.)| dessen
Vater zu Waldemar gehalten^ ist ton den Grafen bald nach
dem Städtefrieden ein Abkommen geschlossen worden (im
J. 1370, Juni 22), das auf acht Jahre jede Fehde beseiti-
gen sollte. Gegen den Schauenburger Otto y^bürgten
steh 2^ei Bfiter des H^zogs fttr den Frieden (im J. 1371,
Novemb. 1). Eänlge Jätete darauf ab^ schlössen ^e Fttr**
sten von Lanenburg Holstein und Schanenburg mit den*
Städten Lübeck und Hambnrg eiiien umfassenden Land-
frieden, in dem' sie sieb gegenseitig Hülfe geigen Jede 6td-^
nmg desselben zusagten (tm J. 1374, Februar 19y.
Dagegen waren die dolsten in die Strabun^ Verträge
ilicht ehigeschloi!sen> und auch Mcb Waldenmrs Rdckkehr
dauerte die Feindschaft foii; jene biteben im Besilz de»
gf össleren TheÜes TÖn Jflttand, wo Ritter die ihheA ver-
achtet wnrsn auf den eihzMnen tSchldssern snssen. I>a
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250
a}>er auch* diß met^^nbarger FAfSteit 4utth iUq AujSßiebA
auf die dänisiche Kraae — dar HtrHog . Hei^Hck war siit
\y;ididemarB fiUester Toqhtei: Ingeb.urg tennOhlt — ^^ und. andere.
Zug^Ständuisse gewonnen wafeH; v^rviitldten die^eiöndlielt
quch den Frieden :aii( den Gfßfan (JFlmiatorg, im J. :1373|
Janttar .84). Diese g^ben Noifdjullalid :aiff> yörweiben die
Lehnsleute mit: ihfen ScUOtoem ^ti dea König:, bediageft
aber zugleich ihren 'VerbüäMefen die Herstetluhgider.alteii
Rechte«: ^Wasdie.Südeijitea b^riSt/wetebe dem Herzog,
zu Schleswig angdidren, so: sotten sie ihm thun wie sie ihm
pffichtig sind; und ^d sie dtem König etwas pfliohtigi dos
thun sie dem König'. * Über einzelse Stneitputilite wird eine
schiedsriohterliohe Entscheidung! vioirbehfilton; bn ^rigen
soHra die alt0n Stthnebriefe erneuert W^den yea Wort>
zu Wort, und, heisst es, ^kann mM einiDing bed^ken.
das ntllzlieh ist dusg die^e^Henren keine Feinde .meto wer-
den,, so son man i^ mit m 4^ Brief schr€iiben\
Diese Bestimmung ist b^zeiohnenit ftkr. die t{(ge der
Qinge, Aber helfen konnte sie-freilich:;so;j^enig wie alle
fjrlAer^n Festnetzunge«. Die Haupts{icbe:ui|igiag «um.auch
in.di^seii yertrag, d^Entscb^idungliberd^sScbleiswiger
Ker^sogthum, welche näher rückte, da der Hensog Hein^
rieh ohne jErben d^in I^hte; Ai^eh o)miei Ansehn; : Denn,
wie man ihn in den. Kri^ hineiiigee&ogeii;' h(Hle .4>kne :viel
Znthun yon deiner ße)te,:sgi. h«t man auch FHeden ge-»
^MQtmw plMue das»: er mitgehand^Ii h^te. Einen Theil
sein^sr Lpind^s hatte' ;er: iAiQßnden: .zu Tondiern Urkunde^
er net^h einiMd (im J. 199&] zu Gunsten nw. Lagumklo-^
ster. Dafür al^r giag ihm ab wng. seiner Mutter j»Ui Leih*
geding verscjimeben wur, ganzjAlsen nnd. mehf)9r« Harden
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867
eben in der TondeniMheo Vogtd. Andere Distriele wa-
ren auch hier an verschiedene Ritter verlandet. Die lim-*
becks aber hatten T&rning^ jetut freilich ohne Haderdeben,
die hokteinschen Grafen selbst Gottoip mit allem Zubehör.
Unzweifelhaft waren cKese fortwährend im Übergewicht
im Lande. Gleichwohl gab Waldemar, da er kaum in Dä-
nemark hergestellt war, den Gedanken nicht auf, auch
hier im Herzögthum wieder festen Fuas zu fassen. Noch
Tor dem letzten Friedensschluss gelang es ihm . die Her-
zogin Wittwe Rikardis (oder Rixe) zu bewegen^ dass sie
ihm ihr ganzes LeU)gedinge übertrug und ihn zu ihrem
Vormund wählte: kann er einzelne Harden oder Güter
die dazu gehören^ welche sie aber nicht in ihrer Gewere
hat, gewinnen, so soll er sie behalten^ und sie will weder
darauf noch auf Besitjsungen die er schon in Händen ha-
ben mag Ansprüche erheben (im J. 1373, Januar 1). Hier-
ai|f stützte in dem Flensburger Frieden Waldemar einen
Anspruch gegen Lüder Limbeck auf die Luntoftharde, die
auch zu jenen Besitzungen gehörte, seit lange aber schon
an diesen verpfändet war. Und hjatte der König einmal
Eingang in das Land gewonnen, so ging er bald weiter: er
liesssich von anderen die Pfandverschreibungen des Herzogs
^ertragen; vom Grafen Adolf löste er eine Forderung von
1000 Hark Pfennige auf Hadersleben ein (im J. 1374,
Juni 16); und zuletzt ward der schwache Herzog Heinrich
vermocht auf einer Zusammenkunft zu Nyborg (Juni 24)|
wo er in des Königs Gewalt war, ihm das Recht zur Ein-
lösung von Gottorp und allem was dazu gehörte zu über-
tragen, und zwar in der Weise dass der König alle Ko-
sten und Schäden, die er um des Herzogthums willen auf
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sich geiiomnien habe, aufdasSchlöftiscUlagön sollte; erst
wenn dies alles sonint dier . frikberien Pfandsumine bezahlt
sei^ soll der Herzog es Idseä dürfen. Auch Langeland
giebt dieser auf: will er es wieder habeif; so soB er es eing-
lasen so hoch wie es je verpfändet worden ist. Der arme
Heraog musste wohl wissen das» er nimmer da^a kern*
men werde.
Es ist nicht ohne Znsiammeiihang hiermit, dass auch
die Nordfrtosen einen neuen Angriff we^en 'Nichtzahlung^
der gelobten Abgabe erfahren mussten. ^AHe Freiheiten/
sagt der dänische Geschichischreiber; wurden ihnen ent-
zogen': von jedem Hause mussten sie nun ein Pfund Sler^-
ling zahlen. Ihneii kam damals die Noth von alten Sei-
ten. Schwere Ruthen, die sogenannten MannU*änken, hat-
ten unlängst (in d. J. 1354. 1362) ihr Land heimgesucht
und einen bedeutenden Theil desselben, über 20 Dorf-
schaften, zerstört. Auch dadurch und durch die verwü**
stende Seuche gesehwächt, mochten sie leichter der kö-
nigliehen Geivalt erliegen.
Waldemar wandte sein Augenmerk auch auf eine an-
dere Seite. Immer noch war die Haseldorfer Marsch ein
Besitzthum der bremischen Erzbischöfe, seit lange aber
mit dem dortigen Schlosse an einzelne Herren oderRitta"
verpfiindet, welche dann die Lage der Landschaft nur zu
benutzen pflegten um das benachbarte Holstein zu verhee-
ren. Der König, welcher dies erkannte, gab seinem Va-
sallen Henning Meinerstorp 6000 Mark, um sich die Pfand-
schafl zu verschaffen, ^aufdes Landes Verderb zu Holstein ^
So hat Waidemar in seinen letzten Tagen noch ein-
mal aufgeboten was er konnte, um die holsteinschen Ghra-
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25a
fen 2ik Iwiidrangen uad um das HörzogtbiiBi utd die be^
nachbarten friesischen Gegenden in VeAiindimg mit Dä-
nemark zu halten. Die Hökten halten ; den Süden bit
Flensburg inne, in dessen Nähe sie dds ScUoss Nidhniii
bauten /.der König den grösseren Theil des Nordens in
Besitz. Die Eädösung Gottorps welche Waldemar ang«**
boleii hatte ¥erweigerten die Grafen anzunehmen^ und
ebenso thaten die limbech zu • Töraing^ iftdie et^ schon
mehrmals vergebens zu verdrängen suchte.: Auf den Her**
zog nahm mmand Rücksicht: Aber WaU^nar erlebte es
dass Heinrich starb: und mit ihm j^losch das! Geschlecht
Abels^ wdches seit 150 Jahren das Herzögthum behauptet
hatte. Die Gemahlin Kunigunde begab sich unter den
Sdiutz des Königs: sie dankt ihm für 100 Mark welche
er ihr ausgezahlt hatte und will sie abziehen lassen von
dem was ihr al& Recht im Lande zufäHen mag (im J.
1375; Septemb. 25). Ihr gehörte Hadersleben als Leib-
geding, eine andere nicht ganz verbürgte Überlieferung
fügt Tendern hinzu; und es ist wahrscheinlich dasS sie
dem König die Hand zum Erwerb dieser festen Plätze bot;
königliche Vögte waren an beiden Orten ^ ebenso wie zu
Apenrade und in den drei Schlössern auf Alsen — Nori)urg
Sonderburg und wahrscheinlich Keinäsgaard — eingesetzt^
auf den letzten erst Jacob Olufisen (Lunge); nachher der
obengenannte Henning Meiaerstorp. Dem gegenüber steht
die Bestätigung des Gottorper Zolles als eines Lehnes vom
deutschen Reich durch den Kaiser Karl IV. (Ociob. 31).
In der That stand es nun zur FVage, ob das Land
zwischen Dänemark und Deutschland, welches sich von je-
nem abgelöst und zu diesem hingewandt hatte , mit dem
17»
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einen oder «anderli geben solle. Noch wflre ^dM Blick**
kebr des Harzogtkums in das Veriiilltiiiss eines dftniscben
Kronlandes nicht gans unmöglich gewesen. Deutsches und
dftnisches Wesen kämpften um 4ie Herrschaft im Lande.
.: Doch war Jenes m starkem Wachsthum begriffen: dei*
ganze Südea stand nun sdt 50 Jahren unter der Leitung
dec Holsten; die Städte^ die Ritter waren an ihr Regimem
gewöhnt. KtKa es zum Kampf, so konnte es den Grafen
an Terhaadeten Aiicht fehlen. Waren die Hansestildte jetzt
nfehi; Ulibedingt auf ihrer Seite^ iso haben dodk gerade sie
durch den letzten Krieg noch einmal die Macht! desKordena
gebrochen und dadurch dem Fortgang der dentsdien Herr-
schaft auch auf anderen Wegen Vorschub geleistet.
Auch wenn eis Waldemar vergönnt gewesen wäre auf
dem gelegten Grunde weiter zu bauen, drohte seinem
Vorhaben entschiedenes Misslingen, Den Ansprächen der
Holsten gegenüber hätte' er schwerHch das Herzogthum
behauptet. Aber der Tod ereilte ihn ehe es zur Ent-
scheidung kam. Als Kaiser Karl jene Urkunde unterzeich-
nete, war der Dänenkönig bereits gestorben (October24).
Er hinterliess keine männlichen Erben« Das Geschlecht
der Waldemare, das bis auf Svend Estrithson zurückgeht,
war nun m beiden Linien erloschen« Oft hatten sie um
das Herzogthum und Königreich gestritten; nun waren
beide Herrschaften fast auf einmal erledigt.
Das brachte die volle Entscheidung. Jetzt ging in Er-
füllung was der grosse Gerhard vorbereitet hatte: seine
Söhne Heinrich und Qaus volUährten das Werk der Ver-
bindung von Schleswig und Holstein.
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Viertes Capitel.
Die Verbindung Schleswigs und Holsteins
unter dem Schanenburger Hause»
Das Schanenburger Hans, weiehes ilnnniekr aber .250
Jahre in Höbtein hemchte, hat äch hier zu dem Trig«^
einet wichtigen nnd w^greifenden EntiriekebHig nu mvM
oben gewnast.
Ab der Anabreitnng der dentaohen Beyäkcrdnif nnd
der Herradiaft des dentschen Einflnsaea im Wealan und
Saden Bur6]laf ScIuraidLen gezogen wtutfen, wandte sich
die ungebrochene Kraft der Nation nacih ein«* andern Seife.
Die weiten Gebiete im Osten und NordM^ wek^ im Be-
ginn der Geschichte von Deutschen bewohnt^ dann aber
aufgegeben und fremden Vdljiem llberlassen waren, traten
wieder in den Bereich der deutschen Entwickelung hinein.
Kriegerische Eroberung und friedliche Einwanderung -grif-
fen hier vielfach in einander; auf beiden Wegen ward
dne Umwandel^ng herbeigeitthrt die einen grossen und
nachhaftigen Einfluss auf den Gang der Geschichte gehabt
hat. Slaven und Dänen wurden an der Elbe Oder und
Ostsee, dieDftnen an derEider und Schlei zurückgedrängt.
Der Schwerpunkt der deutschen Geschichte ward aus
dem Südwesten fort in diese (taüichen und niMliohen Ge-
genden terlegt^ wo sich grössere Territorien der, Fürsten
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bildeten 9 wo die mächtigste Erhebung der Städte statt--
fand^ und wo wie auf einem frischen Boden das Leben
neue und kräftige Bildungen bervorrief; als sich anderswo
bereits Auflösung und Verfall zeigte. Die glänzendere
Seite der deutschen Verhältnisse im 13ten und. 14ten Jahr-
hundert ist nur an dieser Stelle zu suchen.
Der Gang der Geschichte im dstlicben beulsohtänd und
auf der nördlichen Halbinsel ist fast völlig derselbe; ähn-
liche Erscheinungen und Folgen treten fast überall entge-
gen. Deutsche Bevölkerung^ deutsche Spraiche^ deutsche
Institutionen^ LehnsverhMtniÄse und Stadtrechte^ dringen
mit übermschender Schnelligkeit vor tuid ifewinnen Gel-
tung inmitten der slavischen und dänischen . HerrsohtdEteii.
Mm hat häufig angenommen ^ dass Überbleibsel der alten
Bevölkerung unter der fremden Herrschaft diese Wieder-^
aufrichtung des deutschen Elementes bd^rdert haben, und
mit grösserer Sicherheit als in den slavischen Gegenden
lässt es sich in dem Lande nördlich der Eider nachweisen,
wo die. Friesen noch ganz, die Angehi wenigstens theil-
weise die alten Zustände bewahrt hatten. Dass diese aber
wieder zum Durchbruch kamen und bald in w^eren Krei-
sen das Übergewicht über die zuletzt herrschenden Ver-
hältnisse erlangten, darauf wären allerdings die Einwir-
kungen von aussen, die Einwanderungen, die B^trebun^
gen der Fürsten und anderer Grossen, von enlscA^en«
dem Einfluss.
Oft genug sind es einheimische FürstengescUechter
welche eine solche Umbildung beft)rderten. Was die meck-
lenburgischen und ponnnarschen Fürsten, die Ottokare in
Böhmen, die piastilschen Herzoge in Schlesien thaten, das
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gesdiah^iilrdi die Herzoge aus Abels Haus in Saderjüdand;
wie dag Läiid damals luess: wie. das alte Abodritenland zu
einem Herzoglhum MecUenburg wurde ^ so verwandelte
sich das Herzogfhmn Jtttland in das von Schleswig. Nodi
rasche nd durchgreifehder aber ward eine solche Um^
wandehiig vollzogen^ wenn dn deutsches Fürsferiiaus in
einem solchen Lande zbr Herrschaft kam. Was die As^
canier und später die HohenaEoHcim in den Marken^ die
LtttzelborgOT in Böhmen Wären, dasselbe sind die Schanto*
burger fttr einen TheO Hebten und fitar Schleswig geworden«
In dem jetsigmi Holstein haben sie Wagrien voUstän-
ittg gomanisirt: da ist keine Spur mehr von slavischeu
Elementen geblieben; die schwachen Reste dil9ser BevM^
kerung^ die man ui den Bewohnern einiger wftgrisdm
ümer erkennen mag^ sind ydUig mit den Emwanderem
Ywschmolzen. An den Kisten blähten Aätige Stftdte em--
por, die dlerdings mit dem mächtigen Lübeck und einigen
an der Südseite der Ostsee nicht wetteifern konnten^ aber
doch dem Verkehr des Landes gentkgende Wege boten.
Hinter ihnen war- der Sitz einer starken Rittwschaft, die
sidi fri^flich nicht scheute von befestigten Häusern und
Schlössern aus zu wegelagem und Kaufleute zu tiberfal-
len, die aber doch von den &afen und Städten gemein-
sam im Zaum gehalten wurde, und zu anderen Zeiten die
kriegerische Kraft des Landes erhöhte.
Auch in SchlenWig und in Dänemark sdbst hat diese
Riltersdiaft sich ausgebreitet und auch hier, durch &werb
von Gutem und durch Übernahme der Schlösser und Äm-
ter, bedeutenden EinBuss erlangt. Wie Preussen und liv-
land durch die Ritter erobert und ^nnanisirt worden ist^
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$0 ist in Ueisdrem Htastfe ähnliches ia diesen Luieii ge*
scheh^L Aber der Kampf derselben wnrde hier im Ende
hauptsftehlich gegen eine andere Aristokratie gefiflirt, welche
Königthnm und Volki^eibeit gleichmiss^ bedrohte und
alle Ordnungen des Staates von sich abhängig machte nnd
dadurch Dänemark mehr als eunnal mt den Band des Ab^
gmnds führte. Ifitunter baten sidi diese Stände wohl die
Hand 9 iiki Ganzen aber haben ihre Wege doch su gans
entgegengesetzten Zielen geführt. Auch kam auf dent*-
scher Seite viel anderes Imma. Das deatsehe EHemrat hal
in den Städten früh schon Wnrzeln gesddagen uiid nahm
in dieser Zeit hier einen raschen Aufschwung. Von dem
bedeutendsten Binfluss aber war die Einwii^uing ier Re*
genten sdbst.
Das Sohauenburger Haus kann sich an Ma^t und Aus-
dehnung seines Gebiets mit dM grossem dentsehen Für-
stenhäusern nicht yerg^eidhen. Doch hat es ft^ die Ge-
schichte fast keine geringere Bedeutung als diese. Einem
Gerhard dem Grossen kommen doch wenige Fürsten des
vierzehnten Jahrhunderts gleich. Da seine SÜme Schles-
wig erwarben^ hoben sie sich hoch empor unter denen
die ihnen früher gleich gestanden hatten. Und war schon
vorher die Geschichte dieses Landes wesentlich durch die
Schanenburger bestknmt, so griffen sie nun noch mit stär-
kerer Hand in dieselbe dn und drückten ihr vollends ein
Gepräge auf wie es ihrer Stellung entsprach.
Die Kriegsthaten Graf Heinrichs sind dem Hause auch
nicht verloren gewesen. Aus England erhielt er seine
jährliche BesoUung, in Schweden hatte er zu der Kai**
marer Yagtei mitsammt der Münze auch einen TheU der
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ad5
Kopfergniben yon Dalekarlim eriiilten nnd sog aius bai-
den mcki unbedeütönde Binktliifte. Seine Verlnndungeil
reiehlea weit durch Deutgchlanid und das UMge Europa.
Der Vetter Adolf sass unbeerbt auf seiner Featd Pl^
und es bot sich bei Bemen Abgang die Aussiebt die Thiofle
Holsteins wieder zusammen zu bringen.
Die Grafen sind der säd^iscfaen Ldinsgewalt ^chl lei-
dig geworden; aber diese irt doch vOlUg in i&i Bmter^
grund getreten. Es ist mäglich dass die Zeugnisise der
Lebnserneuerung sich, veiiorea haben; nian hat aneh
gegbtubt dass die Form der Lebnsübertraguitg titft dem
Hute die hier gebräuchlieh. war sie unnöthig machte:
doch wahrs^etnlich iai :kdiis von beiden; und in dieser
Zdt fehlen sie dturchaus. Von Diensten gegen die Lehn»*
beirn ist auch nirgaids die Rede. In sählnatehen Ver«-
trägen^ der Herzoge und Grafen wird däron mo gespro^*-
chen;. beide stehen si6h in aller Beziehung ab gletehte»'
rechtigt gegentiber. Nur dnmal finden wir dass ein H^*^
zog noch in holsteinscben Sachen urkundet^ da er die
Lehen welche das Kloster Neumttnster. empfftngl in Erb-
güter verwanddt (im J. 1330); spiter ist auch das nic^t
vorgekommen. So konnten die holsteinschM Grafen den
eigentlichen Fürst^ des deutschen Reichs gleichgestellt
werden, wie es wenigstens seit dieser Zeit regelmässig
geschieht. Ilnre ^teUung war auch so eine ungewöhnlidie;
aber sie entspradi den eigenthümlichen Verhältnissen welche
die Gesdiichte entwickelt htftte.
That etwas ihrer Madit Abbruch, so wior es die trolsige
Haltaoig der Ritter. Es ist wenige d^ Einfluss den sie
in Gesammtheit auf wicht^e Entscdbeidungen tftten, als
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am
die Macht und dar Widerstaftil der einzefaien was geiUir«
lieh wurde. Die Schlösser und Vogieien kameii oft als
Pfand oder auch als Lehn in ihren Besitz imd liesaea sich
nicht immer so leicht wieder lösen. Der holsleinsche Chro*
nist erzählt y wie. ein Westensee und Luder Krummendiek
Rendsburg besassen und die Grafen Heinrich und Ckus
sie nicht 2Qr Herainsgabe bringen konnten. Da aber hät-
ten die Bürger der Stadt den Ch^afen die Thore geöfitaet,
und als der Schlossvogt gefallen^ sei auch das Sdiioss sei-
nen Herren wiedergegeben worden. Anderswo foad. eine
mehr friedliche Verhandlung statt, doch bedurfte! es oft
bedeutender Zugeständnisse für die Grafen im eiiie Burg
wieder zu Händen zu bekomnten: so als Heinridi Reyent^
low gestorben, der die TieleiAurg unter sich hafte (kn J. 1364).
Viele hat^: Güter in Holstein Sddeswig und Dänemark
zugleich, und bei de^ Fehden det Fürsten unter einander
und so lange namentlich jehe Lande besondere Herxaol^r
hatten, konnten sie, welche stets eine wilkommene Meh-
rung der Kriegsmacht boten, leicht bei dem einen eine Zu-
flucht wider den anderen finden.
Um nicht ganz Yon ihnen abhängig zu sein scheint
Graf Claus eine neue reisige Mannschaft gerüstet zu ha-
ben. Jedes grössere Dorf stellte dazu einen geharnisch-
ten Mann zu Ross, kleinere je zwei zusammen einen
solchen, welche dann in den Kriegen des Landes dkuken
mussten. Sie waren yon der Zahlung d^ Aligaben an die
Vögte befreit, und während ihrer Abwesenheil, wird be^
richtet, mussten ihre Sachen yon den zurückMeftenden be-
sorgt werden. Die Streitlust der alten echten Hoisten
auf der Höhe des Landes und ebenso der Wilslersohen
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Mfflrgchbwera wird bei diesär md andrer Gelegenheü
gereimt. .
Bedeutender aber war es weiAi den Grafen gfekng
aueb die Bevölkerung des Hei^Qglhums filr sich in die
Waffen zu rufen. In Fehinem ist dies bereits indenietz-
ten Kriegen mehrmals geschehen/ und die Strenge mä
der Waideniar gegen die Bewohner Alsens und Sehwan-
sens verfuhr; lässt vennutben dass auch diese Lancbchnf«^
ten zu den deutschen Nachbarn' Atiqjkm.' Die FHeieahA-p
ben noch geschwankt; doch haben sich einzefaie nAoß
wied^holt für die Grafen erklärt , und Widdemars harte
Schätzungen haben wenigstes die Stimmung für die da**
ni^ehe Herrschaft nicht günstig^ genmcht.
Dazu kam der Rückhalt den die Stftdte und bena$h*f
harte Fürsten den holsteinsdiea Grafen gewahrten. Mit
den Ditmarsehen herrschte weiugstens Frieden;
Auch die Gefahr welche aus der Haseldorfer llarsoh
drohte ist glücklidh beseitigt worden^ da Graf Adolf deUfDä*
nen zuvorkatn und sieh den Besitz des Landes versdiaffia
Indem er ein förmliches Bündniss mit dem Erzbischof Air
brecht von Bremen schloss, ehielt er für 3000 Mark die
Verpfändung dar einen Hälfte, die zuletzt der Ritter Hart*
wich Heesten unter sich gehabt hatte, dazu die Erlaubadss
die andere Hälfte von Burchard Krummendiek für die
gleiche Summe einzidds^ (im J: 1375, Octob. 31). Es
wird ausdrücklich gesagt dass es gesdiah um die Absich*
ten Waidemars zu vereiteln; man war mit Hartwich Hee-
stisn lAereingekommen es dieseih auf keinen FaH einzurftu*
men. TJm aber das nöthfge Geld zu bekommen, entsehtess
sich Adolf seinen The3 von Stormäm Tritiau und Oldesloe
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an die LiAecker bu yerpßndeii (JäU 12). Wenige Jahre
darauf ist auch der Anthefl der Krummendiek gewon-
nen (im J. 1378); und durdi die Steigerung der Pfand-
summe die Einldsung erschwert , dann auch auadrüddiek
das Verspredlen erhalten dass diese bei Lebzeiten des Erz-
bischofs oder des Grafen nicht erfolgen solle (im J» 1381).
Sie hat auch spftto^ niefal stattgefunden^ und dieses Gebiet
wurde somit dem Territorium der holsteinschen Grafen
eben in diesem Augenblick eines drohenden neuen Kampfs
gewenuM.
Auch sonst trat G^af Adolf wieder in nähere Verbin*
düng zu seinen Vettern. Mit Waidemars Tod war das
Verhältniss erloschen das um an deH Dänenkönig geknifft
hatte. Er übernahm Yon dein Erzbischof von Bremen
die Ventaltung seines ganzen. Stifts und weitere Pfand-
Schäften^ aber er unterHesis auch nicht sich an den weitem
ren Untemdhmungen der Stammgenossen zu betheiligen. —
Femer hielten sidi die Grafen welche mit dem Schauen-
burger Lande den Besitz einiger Kirchspiele bei Homburg
yerbanden; doch nahmen sie iheil an der Behauptung lan-
desherrlicher Rechte über diese Stadt und an den Land-
frieden ^ welche auch in ^e^er Zeit von den niM'dalbing^-
schen Fürsten und Städten mehrmals erneuert wurden (in
d. J. 1376* 1378 u. ff.).
Dies alles bot den Grafen Heinrich und Qaus einen
Rückhalt^ als es nun galt ihre Ansprüche auf das erledigte
Herzogthum Süderjütland oder Schleswig zur Geltung zu
bringen. Sie gründeten sich hier auf die Exspectanzwehdie
Gerhard und seine Erben auf das Herzogthum ftr den
Fall des kinderlosen Todes Herzog WaldemarV. em|)fimg€iii
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hatten. Nicht dieser Ü6tzögy iim sKin Sohn war jetol
dinä Eriken gectorben. Es konnte zireifenMlt s^^. <^
jene Yerleihnng auch dfesea FaU treffie» LtiuteteiBL 4ki
Worie yerschieden^ so wair die Memung sckwecUch eine
andere gewesen. Und die Mübelehnung^ irdiche damals
stattgefunden ; die Huldigung der schleswigsdhen Ibata^
ßfkaR, welche gefolgt war, galten dem Anspmdi jede»*i
faib noch sdirkere Kraa Data kam der PfandbesiU we-
nigstens der einen HSifte 40s Llmdes. Es üsind achlechtorf^
Rechte durchgefochten worden als diese: die Grafen konn-«*
ten kein Bedenken haben sie mii aller Macht und Energie
zu verthöidigen. Schleswig an Dänemaric zurückzugebeoi
das wäre gewesen als hätte man Preussen wieder unter
Polen setzm wollen.
Die Verkfiltnisse Dänemarks nach Waidemars Tode wa**
ren der Art um den Holslen die Sache in jeder Weise
zu erleichtem«. Der Kdnig ist, wie YOik&t schon be^
merkt wurde, ohne männliche Erben gestorben. Ein f^
stes Erbrecht hatte niemals im Rdche bestanden; doch
hatten die nächsten Verwandten, als der Mannsstämm ein-
mal früher ausging auch die von weiblicher Seite, immer
ein Anrecht auf den Thron geltend gemacht, dem die
Wahl des Volks od^ der Grossen Anerk^wuslg zu geben
hatte. Von Waidemars beiden Töchtern war die. älteste
Ingeburg Yorber gestorben; aber sie hatte aus ihrer Ehe.
mit dem Herzog Heinrich Yon Meetd»b«rg EAen hinter^
lassen, unter ihnen eiiien Sohn Albrecht. Diesem war von
dem Grossvater bei dem letzten Friedensschluss Aussicht
auf die dänische Krone eröflnet; auch Kaiser Karl IV. hatte
versprochen ihm dazu behälffich Zu sein, und schrieb jetzt
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wirklich An die dänischen Stände ihn als König anEunekmen;
als Kids« hat er noch später das Recht desselben geradezu
bestätigt. Die andere Tochter aber Margarethe war dem
Hakon yon Norwegen vermählt, dem Sohn jenes schwa«-
ehen Königs Magnus von Schweden, weldm* damals sein
Reich an einen andern Mecklenburger Aibrecht verloren
halte. Margarethe war zur Stelle bei des Vaters. Tod;
nnd sie sachte für ihren Sohn Olüf die Herrschaft zu ge-^
W)nnen. Dass ihr dies gelang ^m J. 13T6/ Mai), wari für
die Meddenburger nur' ein firund die WaiFen zu ergrei«
fen, nm die Rechte die itie ansprachen auch mit Gewidt
durchzufahren. Schon, vorher hatte Albredif den Titel
eines Königs von Dänemark ang^bmmen.
Mit ihnen aber waren die holsteinschen Grafen ver^
bunden. Die Mecklenburger, Albrecht eben in seiner Ei-
genschaft als König, haben versprochen, dem Heinrich Claus
und Adolf dazu zu helfen, dass ihnen das ganze H^^og^
reich zu Jlttland' werde, mit Alsen und Langeland und mit
allen Insebi und mit aller Zubehöruhg. Sie lassen ihnen
dasselbe in einer zweiten Urkunde formlich auf, und nen-
nen ausdrücklich als ^ dazu gehörig die Friesen, die Bi^
sdiöfe Prälaten und alle Stifter und was sonst im Her-
zogthum belegen ist. Ausserdem verpfänden sie ihnen
Laland und einen Theil Jütlands und die Friedande ^w^he
des Königs Frieslande heissen' für 30000 Mark und ver-
pflichten sich ihnen dafür sobald wie möglich Fühnen zu
verschaffen mit Arröe und anderen Insebi (im J. 1376,
Januar 21). Damals war noch kein König in Dänemark
gewählt. Die Versprechungen des Albredit konnten zu
unmittelbarer Wirksamkeit gelangen.
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Die Grafe» zögerten wenigstens nieht sidi den Besit«
des Landes -z« vensdiaffen. Mit List und Gewalt kamen sie
zum Ziele. Mehrere Hauptlente welche W«ldemer auf die
festen Schlösser gesetzt hatte, namentfich Henning Mei«*
nerstarp auf Alsen, sollen durdi Geld bewogen sein die-
selben in die Hände der Grafen zu gebeii. Claus ur-
k«ii<kt zu Apeinrade für ein Kloster im nördlichen Theil
des Landes und nimnt sich ^Hefr von Säderjütland' (Octob. 17)«
Da war aber das Schicksal Albreohts schon ungünstig
entschieden. Ein Zug nach Dänemark war erfolglos ab-
gelaufen. Da Oluf allgemein anerkannt wurde , da auek
die Städte, deneii er den Stralsunder Frieda bestätigte:
(Septemb. 7), ddi fiür ihn erklärten, Hessen die Mecklen-
burger sich XU dner Verhandlung bei, welche den Streif
zu schiedsrichterlicher Entscheidung stellte (Septemb. 21).
Dies^ ist nicht erfolgt, und eine kaiserliche Mahnung an
den dänischen Reichsrath bli^ ohne Resultat. Dieser
fürchtete wohl die Flotte der deutschen Städte, aber nichr
die Drohungen des deutschen Kaisers. Die Dänen fanden
auch allezeit für Geld Verbündete in Deutschland selbst:
diesmal den Herzog von Lauenburg, der sich mit König
Oluf zunächst gegen die Mecklenburger verband (Novemb. 6)^
und die pommerschen Fürsten.
In den Stillstand sollten auch die holsteinsdien Grafen
eingeschlossen sein, und da derselbe den Besitzstand aner«*
kannte, konnten sie sich solches wohl gefallen lassen. Wahr-
scheinlich in dieser Zeit war es dass Margarethe ^nn
noch einmal die Erwerbung des Herzogthums versuchte.
Sie bot bei einer Zusammenkunft in Tondem den Grafen
die Pfandsumme für Gottorp und den Süden. Ab^ diese
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ivütrea Widt eätferiil daraof einnigekeni sottdem wurden
m ikrea. Ansprüchen nttt noch kfihner. Nun etsX ward
ein Tbea der Friesen znr HuMigiiBg bewogen. Dit Be-.
wohtier 4er Böckingliarde leistelen den Grafen Heinrick
ud Oläns :eine YoIIkommeiie Erbhtddigvng, ohne Rftdt-*
sieht anf die Y^fftndnng der Heöklenbnrgw^ sie rer-
sprachen ihneii BeiiAand au leisten^ ären Amtlenten bei
der Aufrechfthadtnng des Rechts und Redens behfiUyksh zu
sein, und ihnen aUes das zuzugestehen was sie demK(^nig
gewährt hatten (hn J. 1377^ Januar 7). Viellacht rind
einzrine andere Harden dem Beispiel gefdgt^ Jeden&lHs
ist es der Anfang zu der wirklichen. Unterw^ungFHes-^
lands unter die Herrschaft derHoUten. Sdion früher war
es angebahnt; der Versuch jedoch misshingOL Jetzt wo
das Herzogthum erworben wird, hat dies anf die benach-
barten Friesen unmittelbar einein weseütliehen EinfiUss.
Der Norden des Landes war dagegen noch nicht ge-
wonnen. In Hadersleben iftertrug die Herzogin Kunigunde
ihre Bechte an Johann Wittekop für 400 Mark, und die-
ser versprach dasselbe niemanden als dem König Oluf zur
Eüalösung zu geb^, auch dass diesem und dem dänischen
BdiAe, so lange er das Schloss zu Pfand habe, daraus kein
Schade geschehen solle (im J. 1377, Juli 15). Über Ten-
dern muss wAi damals die Gewalt des Johann (Henneke)
Umbeck ausgedehnt haben, der das Lygumkloster und
aUe seine Besitzungen in dem Amte Klein -Tendern unter
seinen besonderen Schutz nimmt (im J. 1376, Septemb. 1).
Die holsteinsche Chronik aber erzählt, wie dieser Bitter
den Anlass gab, dass die Feilten Hadersleben und Ten-
dern mit Gewalt von den Holsten eingenommen wuiden.
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Er Mte^ EaUe toHKial dagefftnge»^ da dk Stadt awei
aefner Kiiedite als Strasaenräober hinriditeii Hess, uad
kalte. MrRacbe kieter Börgar, die vom Markt zu Eckern-^
forde heittkdirten, g^waHthttig asgcfafleiL^ne erscUltgeii
oder; girfangen .weggeführt Dies soll den Grafen. Adolf äi
die Waffen igerufen haben: er bdagerte und eroberte Ton-
derU; während gleichzeitig Graf Claus Hadersleben ein-
H^imj (He. beide damals der HeriSogßin Wittwe gehörten.
Dieis JkanH in keine and^e Zeit als; dieae Jahre gehören.—
Über JSadersIeben hat Clautons Bruder, in der nfichsten
Zeit verfägl.(eiiie Verprandong für .560 Mark wurde ein-
gelöi!^ im J. 1378, Juni 27), zu Tondera Adolf später Pri-
Tilegieai ausgestellt (im J. 1383). Wie die Urkunden der
MeeUenburgea «och Adolf Rechte ertheilt hatten, so muas
er jetet wMÜich zu einem Besitz in Schleswig gelangt aeiii;
Die KMude der Ereignisse ist hier unvollständig und nicht
achten verwirrt. Nur die Urkunden geben einen sicheren
Anhalt für die Würdigung der Verhältnisse. Abar nicht
nUfS ist in Verträgen niedergtßs^rieben worden, und das
rechte. Leben der Geschiishte ^tzieht sich fast Jederzeit
urkundlicher Verbriefung. Es wird hauptsächlich der Sorge
L^eks verdankt/ dass eine Aufzeichnung der nordal^
bingiscliM Erägnisse nicht ganz . unterblieb. . Durch die
verderbliche Seuche um die Mitte des Jahrhunderts ge-
stört, nahm man das Werk gerade in den Jahren wieder
Ulf da es in Schleswig zur Entscheidung kam.
Von dänischer S^te ist nichts gegen die Grafen ge-
sdheheA. Härgar^e, die für den unmündigen Sohn in
Dänemark und Norwegen die Vormundschaft führte, hatte
in beiden Landen mit grossen Schwierigkeiten zu kämpfen.
I. 18
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ß»" galt das KOnigdiuni ans tiefem VeHUl irMer- ürfzii-
richten, die TeraoUeuderten ERdcOiifte tu sammelii, die
verlareien Reoiile wieder n gewinnenl AuMerdem gab
es Ansprtlclie auf Schweden gekend zi^ machen, welche
Olaf von den Grossvater geerbt hatte. Als norwegische
Kdn^n mnsste Margarethe ihre Thitigkeil rauschst nach
dieser Seite wenden. In einem AugöiMiok grosser Be«
drängniss ertfllhete sich die glänzendste Anssicht: die drei
Kronen des Nordens iiessen sich in einer Hand Tcnremi-
gen. Die Königin scheint früh die Bedetttnng diesiBrVor-*
gSnge erkannt, die Dnrchfilhmng dieser AnqirQcfae ms
Ange gefiHBst ztf haben. So aber konnte sie am wienig-*
sten daran denken einen geftlnrlich^ Kampf am ScUeswig
za beginnen. Se gehört den Regenten des dhniisjchrt
Staates an deren Blick vorzagsweise nach dem Norden
gerichtet ist, nnd die anch dianim znnächst wenigstens ei-
nem Zasammenstoss mit den deutschen Interessen aus dem
Wege gehen.
Es Änderte anch in der Lage der Dinge wenig dass
Graf Heinridi in dieser Zeit (hn X 1385?) sein thkteivei-^
ches Leben beschloss ; er hinterliess ch^ kräftige Sölme,
GeÄard (VI.) Albreoht nnd Heinrich (ED.), nnd als Leiter
dersälbeta lebte der alte Graf Cialis, bernhmi nm seiner
Kraft und Tftchtigkeit wiUen.
Margarethe Mtschloss »ch mit ihm zu eimeta fri^dli«
eben Austrag zn kommen. Erkannte sie das: Recht der
Grafen auf Schleswig nicht an und schloss mit ihnen kei-
nen Frieden, so lief sie GeMir dass anch die LehAshoheit
verloren ging und das Land wie die IriesisiAen Haeden
als freies Fürstenthum roh den Inhabern behandelt wurde.
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V7%
M^ekMnlen Msher inir Pefaidfe IMiiemavIts Bein; wurdcoi
sie ds ¥astien an^noniiiHin, so wttr das Aeicb gegen
ikrea Angriff gesicherl md hatte* in minöher leuebang
nur gewonnen». Solcke Ckttado imnilen Ifiivgareäio woid
in dein Entsckfaes besittrken den siefalutei Zu Lal>eek
auf eineoi Städlelag kauen mmh die Firsten zusammen
(in X 1386, Juli 12): Matipirethe vemüteUe laer einen
ViBiirag awiscken d« Hoislen imd idei^ Stadt . littbadi^
iMdte Gendgtiiunng. TOiMigle füp die firscUaguttg- ikrer
Vögte, die bei der Verfolgnog Msteinseher.Rtnbritter mb-
weit Kiel 4m Tod giefonden iialten: jene wurden jelct iä
Ifoistein und Mnemark gettchlet Eben dainäls missen
auch die Bedingungen des. EHedens yerabtedei sein «Telcke
bald darauf zum VoBsvg kämmt« sollten.
Bswar zu Nyborg wo dies gosokah (August 15). Die
Uibsche Chronik nennt genau die Punkte weldie; hier
feilge^etatt worden sind. Zum ersten dass die HalsiHlheN-
rm sollen besitBien das -leraogthum zv Schleswig, Kin^-
deskind zu erben^^ und davon sollen sie Mannfiokaft «nd
Dienst dem Reioke thaiL Das andere war dass von dar
Hertsckaft der Holsten nur dner sdte ein regioffender
ileiT heissen und Herzog zu Schleswig. Das diftte idass
liie beider S^its keinen Kriej^ mehr haben soilbn: w^w
Unfriede« .entstehe, sollen die Dänen zwei atis dem Mk
der Hoislen wShlen, nnd die Ilolsten iZwei ans desl IMI^
des Beides, diese vier soHen, den Zwist verg^eichw oder
eilien Obmann ernennen bei dessen Aussprodi es sein Be^
wenden kaben solL Das vtorte hetptf den Beato des
ScUoiisesTränekjflBriiiit> Langeland; dafür ward den Hold-
sten, die Herrschaft der Ftieaen zuerkannt, vorläufig auf
18»
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driri Jthre: naek AUmf ^Mfer Zeil kotmie et m bkibttl
oder z« einem Attstansdi kommen. EiidUck fteOels wurde
gegenseitige Unlersttttziiag gegea Feinde und ein Laad-;-
firiedea gegea Biaber bettaingen. *-*- Die Ainptsacfce wer der
Besitz des Herzdgtkums und das.erblicke RadU der Scbmeih-
burger. Darflber spricht Biber eine andere Cbromk: ^in
dem Herzogtbam soll der itteste Graf die Herrschaft, be*
sitzen, und Msst er S&kne nacb, so ist der Uleste Sohlt
Herzog; stirbt er aber ohne SMuie, so soll der eheste
Bmder Herzog sem; md keine Bruder da, so fllHt die
Herrschaft an den nftchsten Vetter'. Es sind ivielleidit
nicht die Worte des Vertrags, aber es ist die Auffassung
wekhe fünfzig Jahre später faerrsehend war.
Auf dem Grund dieser Bestimmungen fand die feier^
liehe Belehnung statt, deren dieselbe Quelle gedenkt und
die ansfahriicher ein anderer Chronist besehreibt Mi
Zostimmnng aller Räthe des Reichs, ertheüten Margarethe
und Oluf, auf dem könig^chen Throne sitzend, in Gegen*
wart vieler Bischöfe Prillaten «nd Bitter ans Dänemaik
und Holstein, dem Chrafen Gerhard und seinen Erben, dureh
Reichuiig der Fahne, die Belehnung mit dem Heraogthum
Schleswig, ^dasselbe ewig zu besitzen'. Gerhard, nach*
dem er die Investitur des Herzogthums empfangen, lei-
stete fOr sich und seine Erben dem Ohif die IMdigung
und den Eid der Treue. Auch der alte Graf Clans, der
nach der Bestimmung des Vertrages, da er sdber erUos
war, den jungem Neffen zum eigentlichen Herzog hatte
ernennen lassen, leistete den Eid, und ebenso die.Brüd^
Heinrichs. — Eine Urkunde der Belehnung ist nicht vor-
handen. Sollte eine solche nicht ausgestellt worden sein?
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«77
Sie fcMte sehon im folgenäen Jdiriiimderl. Aber die
Sacke k% bestimml und ansfttluüch überliefert, avch g^
riclitlich bezeugt, so dass für Deutelei und Zweifel kein
Raum bleibt. Dass dfoische List damals sckon etwas aus-
geklügelt habe was qiäter der Gültigkeit des Actes Ab-«
bmch zu thnn vermöchte, wird man sich schwer überreden.
Margarethe wollte Ruhe von dieser Seite, und noch
spät wurde sie gepriesen, weil unter ihr ^grosser Friede
war zu Wasser und zn Lande': 'sie habe Frieden gehid-
ten mit den Holstenherren und mit den Stttdten'. Aller-
dings hatte sie andere Dinge im Auge. Dennoch konnte
ihr nicht entgehen, dass sie Bedeutendes aufgegeben hatte.
Aber sie that es mit gutem Bedaoht. Auch ihr späteres
Auftreten giebt keinen Beweis, dass sie damals nicht ge-
wusst habe warum es sich handelte und was siezugestanc).
Die holsteinschen Grafen aber mussten alles für er-
reicht und gesichert halten was sie lange erstrebt und
wofür sie bis zuletzt gekämpft hatten. Erst kg ihnen
daran dass das Herzogthum nicht wieder mit der Krone
verehiigt wetde. Jetzt trat dies vor dem Grosseren zu-
rück: das Land war für sie selber gewonnen, wie ein
deutsches Pürslenlehn, mit allem. Recht desselben, zuerb-
li<diem Besitz. Es gab niemanden der darauf weiter An-
spruch erheben konnte. Das Volk sdbst trat bereitwillig
unter ihre Herrschaft.
Die beiden Landschaften nordlich und südlich der Ei-
der, wekhe seit Jahrhunderten in vidfacher Berührung
mit einander standen, wurden jetzt unter demselben Für-
stCBhause verbunden. Dure staatsrechtlichen Verhältnisse
verschieden, nicht die Interessen oder fiewohoh^i-
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212
len des Lebens. Ldoht kabcn sie sich nun tmgetmk ekn
ander geschlossen und g^eineinsaih die SoUcKsgle ihrer
Fitaten grefhdit
Der neue Eerxdg nabln seinen slfendif en Sitz zu Got^
torp^ wo auch sdum Yorfaer eine ftb*sttohe Residenz ge^
wesen war. Zu anderen Zeiten finden wir 'ihn und sehmi
Oheim Claus zu Sonderburg atf Aben^ das sich durch die
Lage seines Schlosses den Fürsten zum Aufenäiult em-*
pfolen haben muss. Hier beurkundeten beide die Über-^
tragung von Möhridrchen in Angein an den Orden der
Antonit^ und nahmen diesen in fliren Schutz (hn J. 1391).
Es fehlt auch mcht an andern Zeugnizsen^ dass neben d^n
Herzog auch sein Oheim an der Regierung un Herzog-
thum theinahm. Beiden hat der ScUeswiger Bisdiof sich
zu TVeue und Httlfe Terpflichtet (im J. 1889). Die Hölsten
sahen das Land als gemeinsames Besitzthum des Hauses
an^ das nicht zur wirklichen Theikmg kam^ an dem aber
alle ein unmittelbares Recht liatten. Indem sie dieses ge*
meinschaflÜch ausübten^ sicherten sie zugleich iiffe Herr-
schaft und knüpften die Fäden fester welche ihr Haus mit
dem Lande verbanden.
Des Grafen Adoff aber ist hier niehl Wieder gedacht
worden. Er hat die letzte Zeit in Frieden gdebt, be-
schäftigt mit der Stiftung des KarthAuserklosters zu Ah-
rensbdk^ die einem Gelübde des Vaters hei der Unter-
werfung von Fehraem gehngthun sollte (im J. 1886).
Dann ist er ohne S(Mme gestorben (imJ. 1390^ Januar 2^,
und aufs neue konnte eine Vereinigung dei zersphtterten*
holsl^schen Landes vorgenommen werden; AdoüfMan^
nm huldigten dem Grafen Claus auf dem Gevierte zu Buim-
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höved; ihm und fieriiard überliligeii atich die Schwestern
alle ErbansfMrtlche die sie haben m^di^en (im J. 1390^
März 1«):
Die Grafen von der SchanenbUrger Urne hfttten wohl
eik Rboht auf Theilun^ gehtbir es iät scdbefc: geltend ger
nadil dai» üe uin einen Grad nifaer ventandt waren;
Abet weit liennteil' de mit ihren Ansprüchen auch nicht
komneB. indem- sie denselbe&.fdndlich entsagten (A^ril
4. 13), erlangten sie wenigsten^ . eilten Yelrtrag der ihr
Recht fdr.die Zukunft sichef stiollte und einige Vortheile
gleich gewährte (April 17^ isuiKiel). Graf Otte;iii¥i seiü
Bruder Bernhard. sowie stine. Söhne Adolf wid Wilhehn
m'hielteh n^ich 8000 Marky einen Hof z« Hhnd>nrg unU
den Billenwerder, die sie freSIieh einlösen mussteh, end^^
iich das sogenannte Neulfad mit der; Neustadt (oder Grct^
yenkroch] ah der Elbe in der Kreinpär Malisch, welche
das Leibgfeding: To'n Adolfs Gemahlin Aüakär waren. «^
Jene Stadt, #elobe erst iin ISten Jalnrhundert begründe!
w^ar, ist kiirz'dMrauf find; J. 1391. 1395] dündi grosso
Flutten zerstdtrt worden. -^ Im ganzen haben die Be^
Sitzungen dieser Linie in dem nordUbingischen Lande jetzt
wesendieh den TJmfäng der später sogenannten Herrschaft
ilnneberg eriaii^t./. Dieselben wurden aiich von iden anh>
dern Grafen iii Schutz. igenomnien, und soUten.Ton ihnen
yertheidigt werden' wie ihre eigenen Lande, dafiit aber
a«ch ihilen wieder offen stdien ^ und wenigsfens eme gOH»
wiisse Verbindung niit dem Haupttheil der Grafisehaft. ist so
ethaben worden. — » Dazu ikinniHi Besfimmungeh Hber' die
w^tere Erbfoigife im Lande weldiei<die feg^eitig^ Rechte
der beiden HänseS'siQber steBen' sollten: ^ean.idie eiäi
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Linie oiine rechte Biten^ 4m M«i»serbeii wären, versterbe,
^Ile die andere tlle Beirschaft und alles Gsl erben das
jene hinterlasse. Wenn einer von ihnen Lehngut von dem
Kaiser oder einem andern Fürsten erhalle^ soHe et es
zur gesammten Hand empfangen; denii all ünr fiut soie
bleH>en zu einer gesammten Hand und leknscbän :Were
fOr ewige Zeiten; keiner sollä auch Schltoser oder Latid
erbfich verkaufen oder Ldingut zu EigeBthum gehen ohne
Zustimmung der andern*.
Der Vertrag ist ein wichtiges Hausg^etz der schatten^
burger FamOie, auf dessen Anwendung später mehr als
einmal vidi nngekommen ist. Des letzten grossen Erwerbs
der einen Lfaiie, des Schleswi^i^Herzogthums, wird nichi
ausdrücklich gedaditl. Wo Adolfs Erben von ihrei^ ^gan^
zen Herrschaft* (al uaie bersoop) sprachen^ konnte dies
aiti Ende mit verstanden werden. Um aber hier dem Ter^
U-ag eine wirkliche Bedeutung zU sidiern, hitle es dcir
Belehnun^ zui^ geliammten Hand auch für ' diese Schauen^
burger Lkiie bedurft, wii eine solche naehNde^ getr^oAe*-
«en B^timmling bei jedem ^euen Lebngut 'gesndjtt werden
sollte^ Daran war sicherUeh nicht i zu dfeidEon.
Margarethe, welche nach deal firfthto Tode ihri^s Sob^
ans Ofakf (im Ji 1387) iaüforw^en. zur Königin, iüDt-i-
nenmrk'irair Yörmünderin <h«i Beichs' gewählt war, fühlle
mh sttrk genüg um auch die Ansprüche wekbe iinr Ge^
«ahl auf IBohwedett gehabt hatte gegen den Meeklienbur*
ger äuj^chzulfuhren. Eihe glücklic^^ SchlaoM lieferte den
König und seine Vefftündeten, uiiter ihnen den jungen
firafen Albtecht von Hobteiki, iii diferGeÜBUigehscbaft der
fiSnen (im J. 1389), Und.itür Stodcfcolm iwidecsfand mit
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Hülfe ^er devtsobeu BesfllBUDg und der sogeitjuinleh Vi*
laliebbrüder: hiiiiie Seefahrer zuidicIisliftiiB den' MeciUe«»
bargMhetii StfidieO; weiche «ch anfangs die Yierprbvianti*
rang Btoddiohiisr annr Aufgabe letzten^ bald' aber tnüRaiib
iHid Bräitdacfaatznng die Ost* «id Nordsee bennnihlgtett
und die fienbssen des Hansebundes selbst nicht versohonten.
Auch die Übergabe Stockholms^ zuerst an die HimseKtädt^,
danii an Mäi^arethe selbst, hat ihi^em Treiben kdn ZM
gesetzt. Ihn ^kaufte damit nur die Freiheit des jungen
grausam behandelten Königs (im J. 1395). Albreeht Ton
Holstein dagegen wair gleich entlassen worden.
Wfthrend dieses Sieges schlosis Margareliie eiMsn Ver-
trag mit den Molsteh, dnss Sie und ihre Erben imd Naich-
kommen diese nicht hindern argen und befehdeii wclH^ in
dem HerzogAum Schleswig und dem Lande Holsldn/wo<«-
gegen jene ihr das Gleiche fär die drei nteffischen Rdehe
griehlen und dazu versprachen ihr nicht zu sehadea oder
zu hindern an dem Eide der Huldigung und dem' Gelübde
die sie ihr vorher gethan hatten (im J. 1392, Juli 1^.
Der Vertrag deutet atif ein gewisses Misstrauen, das aadi
mit dem Vimqprecben ewigen Frieden und Freundschaft
in guten Treuen zu halten woU nicht ganz beseligt
würde. — - Die Holstän haben in diesen Seiten der Miir-
garere dureh keine weitere Fi^dseligfceit die Durchftth-
rung ihrer Absichten erschwcsl; aber IHenste und HttUe
hialven sie ihr ebenso wenq^ gelmstet^ und dieser Vertrag
leiAhäli auch nichts von eiAer Verpiiolftnng dazu; Gerade
das aber war die Frage wddi» baU in d^n Vofdergruitd
traten sollte.
Margarethe verschaffte die Nadifolge in ihren Herr-
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gi^aften .6iii0m;Schw«alerenkd, ^iwn ebeiibertiifiiraol»endäi
Brieh yiwi:BoimoeraL '■ Burch die Aneitanrnng^ ah dftilit
sdhef ' König' (im J. 1396) ward er aiick der Lehiishert
des Hereogthums Schleswig. An eine ÄDdoruftig in den
festgesetalett VerhUtnis&^i war hier nickt zd desk^ ; d^
HuWignng und ein in ihrem Anlaas gegebenes Gesetz wur-^
den.ansdrfleklich auf Nordjütland beschränkt Aber ein^
Mtte Belebnung mochfte erforderlich erscheinen. Ikzn
fiinden sich auch wohl Claus Und adne Neffien zu Assens
Hror dem K<önig ein. Dänische Bischöfe bezcmgen, idas»
Erich ihnen hier die Belehnung ahgeboten habe ^anf dass
sie sme MaiMn und Diener davon würden'; aber sie
hatten sich dessen geweigert und Geld ffir ihren Dienst
gefordert) wie das früher versprochen gewesen; und es
sei ihnen auch das Gdld gegeben, aber die Bdehnnng
habe dann nioki stattgefunden (im J. 1896, Febr. oder Mfirz).
Dagegen beschworen spAter vier Ritter und Knappen, dass
fiie gesehen, wie auf dem Märkte zu Assens Huldigung
und eidlichißs Geldbniss von den Grafen geleistet, von deii
^ngen König: dagegen alles besttttigt wordw sd was ii
Beziehung tuf des Herzogthum früher genmchl und zu»
gestanden winrden. Einer feierlichen Beldinmig mli der
Faline aber gedenken sie nickt. Die Grafen haben sioh
auch ohne dieselbe beruhigt; sie bieltM ihre Wiederho**
luag offenbar »aeh dem was vorgegangen nicht fHr nö"-
Ikig. Der Erfolg lehHe aber wokl, dass die Dänen nicht
ohne Absicdit so gehandelt hatten. Jetct liessen sie im
Besitz der Grafen unangefochten; allein das Zeugniss der
Bischöfe, wenn es hier gleich ausgestellt wurde, konnte
weiteren Plänen dienen.
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Da Marb flnf (&«Bi»(im J. 1397, Vor Jiiiii 1&) uilioliett
Tag«i/:yoii d0A ZrftgettOMOH geprieiten= um adner W«itf-
lieil lUd^Gerechtq^it ulrillen. - Es war iknen in dtMkba«*
rer Erinnaniii^^ ine är vor wenigen Jahren- die BlstnUii
bei den Hebten abstellte, die sich hier noch ular den
Bmehi. aU aKe Gewohnhml erhallen hatte: härte Strafen
wnrdeil auf jede Obnng derselben geaeltt, denen aber wd«^
che F eUe hatten ein Atstrai^ dnroh Schiedsriditer geboten
^ i. 1392). Claim galt überall als Freund der BMernj
veidiä bei ihm perstalieh einen Sdiutz gegen die Be^
drttcknngen ider Yögi^ suchten und erhielten: er ging,
heissl eS; auch wM eelber in ftre Mitte und erinmdigte
BkA ob ihiMU etwas fehle. Aach der Oeistüchkeit od
den Klöatern war er gttnstig: er stellte ab, was Graf Adolf
wieder eingeführt hatte, dass Jftger und Hunde von Ihnen
ehalten werden musi^ten: Dae Verbot Grundbesitz ah
geisdiche Personen m TerftUBMfn hat dagegen' zn seinW
Zeit der Neffe Gerhard erneuert. — iCI den Nechbant
stand Gans auletat hi gutem Binvemehmen: die Lübecker
nennen ihn einen Freund ihrer Stadt ^ auch niit den Di^
morschen war nach einer Fehde, die in Grenzstreitigkeilen
ihren Ursprung hatte, ein FWede geitehlossen^ welcher §&>*
genseitige Belustigungen und Streitigkeilen abstellen sollte;
selbst die Ktaigin Margarethe, wird erzähl^ hätte denGriH
feil achtneidiehid ihren Vater genannt Mit Recht blieb
sein Andenken im Holst^ande geehrt Ais das Haupt sei«^
nes Hauses hatte er Unge iahrci hier gewaltet. Nmdi
manchem Kaaipf Jmtte er zuleHt mf fnedüohen Wegeii
die benaehbarten Gebiete nWdlioh der Eitar gewonnen.
Was 4er Vater mid Bruder mit dem Schwerdte begründe«
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teOj im befeätigle Ckus <hiröh weii&Seiiiilxuiig der Um-
stünde. Ihi^er Btaib, war sein GescUechl midrtiffer als
je. FalBt gana Holstein war. wieder! veriäihigt^ Söhkswig
FelHBem und ein \Theil von Nordfriö^nd wwen dant
veituaden.
Claus Unterliess' kerne Söhne , nur die Tocliter Hist*^
belli/ welche nut den Herzog Albrecht von Meckleiibarg
vermfihlt wwrJ Das Erbe kam jelart an die Bk*iiders*hne,
Gerhard Albrecht und Heinrich, die bis dahin weder nrit
dem Oheim noch unlw sidi zu einer Theilung gesddilten
waren — mr vorlfiufgwar dem Albrecht dter Besitz des
Schlosses Segeberg eingeräumt worden (im J. 1394,
Oclob. 9) -^/ die aber nun ihre Rechte anseinandern-
setito hkItM. Es zeigte sich schwieriger als man denken
mochte. Denn die jüngeren Brttder erhöben auch auf
das .Hef^ogthiim>einen Anspruch, fikr weiches sie eben-
Ma die Huldigung geleistet hatten; selbst Clausens Toch-
ter. Elisabeth schi^ hier nicht aUen Redits zu ermangehi,
da die Belohnung wenigstens von den Schauenbungeiti
so betrachtet wurde, • als gebe sie dem minnlidien : und
weiblichen Geschlecht ein Erbredit; wiä denn anch votm
her die Verwandten der Herzogin Rikardis, der GemaUüi
Waldemar V., gewisse Ansprüche auf das Land eriudienj
c^ter aber feierlich auf der Versammlung im UrnehöTed
gegen £raf Claus und seine Neffen, au^egdran hatttei (ün
J. 1393). Bei den fipüheren Verträgen (im J. 1368) hatte
man sidi festzusetzen begisEigt, dass nur einor ans den
Hause regierendei' Henr.und Herzog sein sptte; eine Be-
stimmung wekbe es doch nkht aussöhless, dass aneh die
andern GUed^ des Hauses wenigstens m den Vorlheileii
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dm Hetrschftft eüien Andieil fenpfing^en; Hon kaiüen of#
fenbtr sokba Eorderüsgcii isnr iSpmche. Auf . eteer.Vem-
SMinluiig M Oldesloe (im. J. 1397, PfingstM) d.h.lQni>M)
Tersnchten norddeiitsehe Fürsteii Tiergebeös die Brüder, at
vergleiohen. Es Jcam in diesem Tegeii uüf, iaUitl, ^^bils
BSefibetk . den biilierigeii Herzog Gerhard zu ihrem' ¥orr
iMad/erkor, sa dhss er ne jmdihreBecteangBn in Schutt
i^rtimenflollle (Ami .15); er hat ctuin aem Recht aa diem
Itozogthum imefa dadurch ra atäriieh geeneht, dass diese
Fürstin ihm alte ihre Erbuiaprüche färmUeh fiiierinig.
Die EntaehddBfig des Streites aber nahm die Maa»«-
Sfihaft des Landes in ihre Hand. Sie triH hier aafe neae
selur bedeutend hervor; d^n yon ihr geht die Qrdnwg
dw Verhältnisse aus welche naa für die häcbte Folgexeil
pktzgrdfen sollte. ^Die guten Leute des Laades b^stimn^
ten einen Tag/ da niemand kommen soltte als Holstenf,
sagt die Lübecker Chronik; 'adt Vuftort der fierrea. und
des Landes' schritten die Gnafen zur; Theifauig. Das ge^
sehah auf dem Gevierte zu Bomhöved, wo nun die Ver-^
ränmlungen der holsteiischen Stände gehalten wurden;
die Bestimmungen über die man sich einigte betreffen aber
flugleioh das Herzbgthum, und offenbar. war audi seme
Mannschfrft anwesend und betheiMgt. Der Vertrag den^ie
Grafen schlössen (August 28) ist zaglefeh^ em Grandgeiett:
für die vo'etaigten Lande.
Die ni^uag Holsteins and Stonuaras, zu dem auohFeh^
inem gereohaeiist, erfolgte zanächirt in der Weise^ Aisd wie-
der drei Stöeke gebildet anirden. Das erste mit dem Hai^l^
schloss Plön^ zu dem das nordöediche Wagrim ((Hdenburg
Ltt^enburg and Heiligeahafen) gerechnet ward^ umfhsste
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<38B
«ttcb^Ne BoUteser Gtambeek mft |anK Pehmem nid M*-
nerAu.wt den dazu gshÖrigoii'Kmhspielen Hatfeoiaawiheii
mid Schenefetd an der £inrarfMdii$ßliett Grenze, irefelie
ilpüker :06hoii die ITertlreiiligiiiig des Landes naoh diseer
Seile lun knuptefichlidi' getragen. batten, ibzu. den Besite
von Haseidort Dies ^¥Brd dem Hendg Gerhard amthi^
Sin zweiter AnAeil heslaiid aus Knd mit .Keuntiistiep,
ScMoes Trittiäi mit Oldesloe: und dem eigentliohen Slbr^
inam, Itfle)Doe und dem benachbarten (telertiof^ wo Gritf
Claus geiAorfoen war. Den ^ritten Thei btiUetcii Segdwrg
flttt seinei* Vogtei, auch den Kirchspielen EMeot nnd GUuiu
im nördlichen Wagrien, Neustadt^ dann Rendsburg und
die Tietenburg. Diese beiden Stücke fielen den Jüngern
Brfidrirn« Albrecht und Heinrich an. Ausserdem fcanum
4ie Wäster nnd Kremper Harisch besonders zur Tbefflungi.
Ungetheilt dagegen sollen ble&en die Rechte gegen IiiU)eck,
M' Hamburg und an Eutin d. h. den Besitzungen i des
MhedEor Biaekofs; 'ungetiieib and ungezweieV seU'anch
«einf düd. Mannschaft' in Hoiatein Stdrmarn nnd dem Hert-
zogthnm. . Jeder der drei Herren fcaiui ihr die Lehen bri«-
heti;: wenn dieselbe heimfallen, kommen sie aUen zugute.
Das Elferecht der Brüder gegen emander wird aufs heoe
bestfttigt^ auch festgeaeizt 4css kemer ohne der andern
Ralh und Yuibert Kneg ftiiren. soll Wenn sie unter sieh
zwieträchtig werden und einer, sich : an. <dMtt BecM. nicht
genügen lassen wifl, soUem die glBsAeine Mannschaft und
alle EinwobüeY. den. aadem Jielfon. So eitaifle nma sieh
4ib«r Hekteiti und über die.Ritterscliaft; welche sich «och
schon lauf das Herz6«fthbm erstreckte.
Auf dieaes bezog zieh äusserten die Beatimmung, dads
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28»
di0i bdddn Jfiiigchii Brüder den tkAtid neuk Mn^« Iftflg
matngefochteb iin Beritz dessdben lassen s^lea. Nach
Ablanf (fieser Zeit aber isl cie Sacke durch Bnt^cbeidnng
der Mannen auftsn^gen nach dem Redit^ das jedeih vor*
bdialten Udbt.
Me drei Grafen Terq^reohen änsserdoh idie AottesU
bftiber sowie die Fnaien d»: FämQie und die Rüler and
SneeMe und alle ihre Lande bei ihrem Rediie zu lassen
«ad nirgends in venuirechlen» l&er die : Schtriden .>der
^nzdneh nvei^den endlich besondere BesliHMMingeh getröfH-
fen, auch ansgesproehen dnss für die ZnkniA Geivinn und
Schäden jeder für si<Ai tragen soll.
'^Ea ist einer der umfassehdsleB Amvertrftge welche
die Geschidite des Landes> kennt und nur deidbidh von
keiner so umnitleibaren Bedentong, wdl baM neue ?«t->-
ättdernngen emgetreten sind. Holsiein ^ . dns kaum ver^
einigt war^ mt Mer Inifs neue zertheät/ nnd did neuen
Herrsi^haften lagen noch zenrtreuter ^ es früher der IMl
gewesen war. Dagegen hielt die Mannschaft fest an d^
staatsre^ditlichen Einheit des LasideSy ^und wusste sie auf
den neuen Ecweeb deä Umimu, auf Sdileswig, MszBdekJ-
astt^ wo sie g^ai^e in der letlsten Z^t sich immer mdir
fesigteetzt ulid ausgebreitet hatte. Der Gemeittschaft des
ilflgenten iU so ein zweites Band 4er Einheil hinzngefiagt
worden. Zai^eieh iward wenigstens vorläufig die AMeisbp
herrschaft 4es ffiwhard in ddm Hei^ogtiHim AuS4hNibUicii
anerkannt; Was spftter geschehen: sollte blidi weiterer
Vereinbiarung yoiitehfdten.
Gerhard hat hernach durch mgenthümikdie Verträge
sem Recht noch weiter zu sidietn gesucht. Ji9<Mein er
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986
WvOpAbM der EUsabellt allö thia tlbei«r«g9&en Erban«-
«pitrche. wieder. Cy«iiilicb verlassen hatte (iin J. 1307, Aa^
giuit.28),i.abergiebt sie ihn aochmals'aOes.waa ihr an-
{ffierbH HaiuMtchaft Lohan>SchUtoser S.Ui4ll« tt,& w«, mit Aus-
nahme ihres Leibgedinges (Septemb. 30). .; Daisu komint^
dass sie atf dem Landesthing' j;ir. Urnehftved ;dem Herzog
das Land, eümiil als ScbschMe, nach, jütisokapok Redite,
sodaiin ^tekduseitig durch. :eine iweite Uskwde.Bü ei^
näm Pfiüid filir die Snmme .von 400000 Mark.nnd.^idff
tißh nodi .besanders^all ihn. Reckt an Pfandgut im Lande
ttbeütarigt nnd anflisst (schotete^ — Octpber 6). Jene Zeit
liebte wohl auch dürch.überflüssige Verzichte tmd gehäufte
Recbtsverwahrungen ^nen Erw^b sicher zu sftettan. Je-
denfalls konnte nun kein anderer von der GHtfia Ani^^cte
kaufen;,: wie sie. Waldemar und MargnreHiediurch.die.Witt-
wen d^er letzten beidto Herzoge zu erlangen suchten.
Auch« i$ß Eeugnkfs des versammelten Landiesthings über
den attf verschiedeaae Bechlstitel gestützten : Besitz des
Landes mochte nicht unwillkomtnan sein. . ..
In aUer Beziehung hat dann Gerhard die Angelegm-^
hmten des Herzogftnms geleitet. Er sohloss enmi wich-
tigen Vertrag mit dem Sddeswiger Capüel uüber dieGren-
cen der weitlicben und geistHchen GericAitsbtfkeit nnd über
das. VerhUtniss za d«a Lansten, d. h. den ffintetaassen
destfälbeB (im J. 1399^ Februar 14);. nicht Idgs den Städten
nd- KWstem, auch dem Schleswiger Bisdiof bestätigte er
die hergebraehten Freikeiten und Rebhie. Dieser wnrde
jetzt als der Untergebene des Herzogs «ngesdien. ' Da er
iOage wider ihn bd d^n Kaiser und Fabst erUolMa hatte,
ward er gnnöthigt dav(m abzustehen und dies nrkundUch
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itt heisevigm (in J; 1399): des disischen KÖidgs geschieht
dabei keinerlei Erwähnung, Doch erschien der Bischof
auch (fan X 1991) auf dem Danehof zu Wiborg.
Die Friesen waren in deii leixtm Verhandliingen stets
fds ein Zidiefadr des Heftsögäiains behandelt worden. Bin
nea bat sldt ffmrimg gefügt. Die Edoms - nnd Biltring-
harde suchten, bedrüngt dnrdi Wassenmoth und inneren
Hader, mit kläglichen Worten das Einschreiten des Her^
mgs nach: er möge seinen StaHer schicke, der C(erech-
tigkdt handhabe und den armen Bundra Redit helfe (im
J. 1398, März 30). And^e aber hidfen sich fenie und
zahlten die geforderten Abgaben nicht, so dass <Ue Hol*
sten unter Graf Albrecht wider sie auszogen und ihnen
nadi geschehener Unterw^ung eine Schätzung von 16000
Hark auferlegten. Es waren dies die Eid^rstedter, Me nun
d^enfalls unter die Herrschaft der Schanenburger kamen,
nicht ohne Widerstreben namenäich gegen die verlangten
Schätzungen, auch wenn es m>ich immer noch bedacht
in dem Zwiespalt der Fürsten die alte Freiheit wieder zu
gewinnen, ami Ende aber doch den neuen Herrschern
geneigter ris den Königen, von denen sie erst mit strengar
GewaH danieder gehalten, dann aber aufgegeben waren.
Nmr die Nordstrander widwstandmi noch, und gegen sie
erlitt Graf Albrecht, als er die Unterwerfung versuchte,
etee bedeutende Niederlage (im J. 1400 bis 1401).
Wenn dergestalt der Besitz des Herzogthums nach al**-
lei Seiten und fast in dem ganzen Umfang der damals
angesprochen ward für gesichert gelten könnte, so mochte
es den Holsten möglich scheinen ihr Augenmerk auch wie-
der nach anderer Seite hin zu richten. Sie haben wohl
I. 19
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MO
üoch eiiie weitere T«ifi0r6saehiQg eisfteM, Ir^lMk 21»
sdiweten Ungiuck des Hattses. .
Immer. befanden »ch die DitouirsdieR ia krfKUfer (la*-
aUlingi(^eit^ iluram EtxlHSchoC weug Teipflk^kleli von
jeder .anderoHBirsohi^ frei^ mit deftNadhbananuAt dallcn
wegen Stömng 4e8 Handeb wd tu inderar Utsa^kan
willen in Streü^ Itegere Zeit htedaachi aber doch an kei^
aar gröaseten F^de batheiligl^ a«ch vAi den Orteten wdi
den Mataii VerMgiNi weniger wriMadet ala frther. leidA
aber faüd sich g^kachwoU neue, Gekgianiiaii aam Sad^»
nnd einmal gareisl trachtden di^ Efirsten wiad0rh(dt nack
det Unterwcifung der troisugpeA Banem.
Den Anlass soli es diesmal gegcibenilJJ)«», daagüeraog
Erich von Latttaburg einen Banbang Mab Ditaaarschc«
machte, unetwartel und oime die fibitche Absage an tbw;
er zog durch Holsteia; nnd librte die Beute auC diaaeia
Wege in seini Land (im J. 1402). Da er udem d^ Schine**
genraler das. Grafen Albrechl war^ glaubten .üe Ditmar-!
sehen Grund zu haben die Halsten und tiamenttiok AUHr^hi
der Mitwissenachaft. zh baatibuldigen;. Jede ParAei hat
später den Anfang des Staeitoa der luidana vcj^rgeweirien.
Wem aber auch die Hblstea Albreohtil UnsahiM b Aanpte»
nnd «rzählea wie er sidi vor sctiiiem, Bruder durch eiaeH
Eid von jenem Vorwurf gereinigt habe, , ao leugAen aia niisti^
dass nun die Grafen den eigenUidleni Krieg begännet^
weldko <tte Landasgemeiide vergebens durch Darbietung
von Sühne und Vermittelang der Städte idistuwendcB jstiebAe:
S«oIza «bermfithige Riäie, sagt der hoblmnsakB Ghi|MJ0t^
drängten die jungen unerfahrenen Fürsten; besood^» Al-
brecht erscheint als unruhig und stmäuaUg so Itagt ^
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M(e. Biß Grofba terbandM «idi siil deir StadI fltode ifm
1 14Qa, JiiiiS«), mi suchet i» Lnide sattst Sfirttin Fqbs
zu ftifsan/ wo sie auf dew Wege mehr HeldfNrf^.ke» dem
Orle; JMbrtfge die NarieitbDvg bautaa. B« U9eli jener
SiiMlbt sinA i»e gehommea, kamten siüA ^r mH b-^iq^-
toi;. PQd H0cb vM Eade^ d0» Jalirea iimi te dei» isoge-
nannten Norderhamme Graf Albrecht durch miM Stf^'z wA
dem Ff^rde einen friliien T^ (^epteialK 28). G^kard
wollte jetai heiuen andeteiit Frieden als mH wataref yatel^-'
w^fuug und jäbrtteher ZinazaUuuf ^ wfthrea^ die Pitniar-
sd^ eine bedeutende Sunupe Cur einiuatvensprai^hen und
sich ausserdem zu einer gewissen Hülfsleistung yerslanden.
Da die Unlerhandlungen abgebrodien wurden, rückte jener
mit einem zaUreichea Heer^ upigeben y&n der Blütbe.des
Adels^ in Sitmarschen ein. . Man erging sieh in Raub und
PifinderuQg; als aber der Peizog sehen bei dem Ru^ug,
depfi die Feiiidie in deir Stld^rbam^be t^auer(e|i^ sich un-^
yorsiditig imd ugerüsftet wie es heissl iioranwagte^ ward
er Hber^lien and ersi^gen. Der Tod d^ Fitiuters war
das. Signal i^w Verniolitmig des? Heeres. Dia: Meu, Hen^
neke Lunbeck,; imi^er kriegsgerttstet und sisgri^ieh; gegen
den dänisdien König, Heinpieh von Sifiggein^ Weif fpe^f^^^^j
im Ganzen :aber über $00 yos^ der Ritft^schaft. Das ge-
schah am Tage des heiligen Dam|ni«M (im J> 1404f, Au-
gust ^ am: Ahea4 d^ h. Oswaldus). Ileiche Sehitzruad
zwei Fahnen wurden erbeutelj, die LeM^en der ^schla^
gen» den Hunden foreisgegebeiix wr der LeiK^bnam des
Herzogs und einige Gefangene für groase Summea und die
miumung der Narienburg aisgelieferk Dafüv schenkte
man einem Kloster zu Mergenowe/ das man bei der frü-
19*
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202
heren Rettung^ g^n den grossen Gerhard gelobt und ge-«
stiftet hatte ,^ jetzt sifli^ne und goldene Kleinodien von
hohem Werth. Ausserdem wurde festgesetzt midspftler in
das Landrecht eingeschrieben, dass man den Tag des Sie-
ges feiern^ soUe wie die Ostern. Auch in Liedern hat man
den Seg verherrlicht, der die dümarschische Freiheit aufs
neue sicherstdllte.
Der erste Herzog, von Schleswig aus dem schauen-'
burger Hause ist hier in jungen Jahren zu Tode gekoim-^
men. Er hinteriidss zwei unmündige Söhne, ein anderer
ward von der Wittwe Elisabeth sogar erst später gebo-
ren. Albrecfat aber war ohne Erben dahingegangen. Der
dritte Bruder Heinrich hatte vorher schon (im J. 1402} das
Osnabrücker Bisthum übernommen, und ohne jedem Recht
auf seinen Antheil zu entsagen, die Leitung der vaterlän-
dischen Angelegenheiten den Brüdern überlassen. Das
Haus (Gerhard des Grossen, vor kurzem noch blühend und
reich an kräftigen Fürsten, war nun auf diesen geistlichen
Herren und schwache Sinder beschränkt. Es ist als habe
sieh das Schicksal des Abelschen HäuSes auf &e Nachfol-
ger mit dem Besitz des Herzogthums vererbt.
Die Verhältnisse sollten auch in anderer Weise bald
an diese Zdten erinnern. Während das holsteinsche Haus
von seiner Höhe herabsinkt, hat sich Dänemark in sei-
ner Verbindung mit den nordischen Reichen nm* gestärkt
und gehoben. Über die dauernde Vereinigung der drei
Reiche sind nach der Krönung des Königs Erich zu Ktdmar,
in Verbindung mit den versammelten Reichsräthen, Bestim-
mungen getroffen worden (im J. 1397), welche freflich nicht
zur urkundlichen Vollziehung kamen, aber doch grossentheils
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wirkliclie Geltung gewarnten. Dänemark Norwegen und
Schweden sollten fortan einea gemeinschaftlichen König
habm wA nach ausaen hin Verbunden auftreten: nament-*
Uch aUe Kriege sollten gemeinsam gef&hrt werd^. Sol-
chergctttalt mochte Mai^aretbe hoffen ftr Werk voUendet
»I hi^en: ein einiges Skandinavien konnie »oh auch dem
mächtigen deutschen Element; den einflussreichen JStädteU)
deU' sicigreiißlien Fünftem/ entgegM sfisllea Nach diesen
Vorgängen war Aufisicbt^ «ttes Aufgef^fehene nkit Uos
wieder zu gewinnen^ sondern aocb aufs neue den* däni-
schen Einflusü) nach dem Süden zu tragen. War auch d^
König aus deHatschem Sta]äm,:«r hlEitte doch eine dänisii^hö
Erziehung empfingen^ und ^ ergriff, eigenlsinnig und
heftig l¥ie er war, mit Ungestüm einen Gedanken > dein
WaMemars Tochter nur aHmählig reifen liess:
Zunächst aber hatte Hargarethe noch die Leitung der
I>inge. Dass sie und Erich jetzt nach Gerhards Tod den
Schau^burgem ihr Recht auf Schleswig bestreiten wür-
den, stand nicht zu erwarten. Das hatten audi die frühem
Könige gegen Abels Nachkommen nicht gethan. Aber sie
mäkelten an diesem Recht, hielten hin mit der Entschei-
dung; bald nahm auch Brich für die unmftndigen Erben
des Herzogs als Lehnsherr eine Vormundschaft in Anspruch.
Gerhard soll, ehe er auszog, sechs angesehene Ritter
zu Vormündern best^t haben, wahntcheinlich eben die
welche Räthe des Landes waren; unter ihnen der bekann-
teste Erich Krummehdiek aus emer alten holsteinschen Fa-
müe, welche ans der Gegend von Itzehoe stammte, jetzt
aber auch im Schleswigschen sich niedergelassen hatte:
Brich hatte (im J. 1391} Rundtoft gekauft und besass auch
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204
Rodi andere Güter Im Norden -des Landes, LebM von
Lügumklofiter und «nd^es. fir iirar Dmsl des Senog-
Xhmarn, und nahm wofal in dieser SnAwiig hier. den ersten
Hals wUtoend der IfiiiderjtlHigkeil des flereogs ein, den
er kaum mü der MuMer au theSM gendgt war. Andere
aus der Riltersohift, besonders Ümiwfeii Heesten, hatten
eine fibnHdie Stellung in flolsiein.
Hier ab^ trat der Ohokn Beimidi, der waürsdieinHoli
schon naeh AUnrechts Tod ans seinem ttsthnm in das Land
gekommen war; als niehster^ tiho hervor nnd förderte
Tkeil an der Herrschaft/ Albrecht war mit ftm teih unge^-
theiÜen Besitz ider beiden durch den BnrtMveder Ver-
trag gebildeten und «if sie geftdlenen Lipidesth^^e ge-
blieben, und Heinrieh hat innlldist eben hierauf sein Au-
genmerk gerichtet, lüach «isMi Siege hei Bramsiedtmdini
er Segeberg und RonddMwrg ein. Sin Vergiekt^intt der
Wittwe Gerhards ticherte ihm dann als seinen Antheil den
Besitz dieser Orte und der Tielduhnr^ nnd Msserdeln als
Htlfte des anderen Thefl^s Itzehoe mit 4tm Osterhof,
Tritten Oldesloe uiid Stormam, woftr er aber drei Vicor-
tel von den auf diesen Landen haftenden Schulden zu Zei-
len hatte, anch ansdrttckieh zu Gunsten der Eünibeth auf
die Vormundschaft Ober seine NeCsn terzichlele (im J.
l¥Hj Septemfa. 13). Bald darauf schlössen beide gmiiein-
schaMiöh den Friedei mit: den Dittnairsdien, der din Ver-
hältnisse aitf dem Fnis herstrille urie A& irorher gewesen
waten .(NoiFaüb. 80). Aher werin aio dem Lanide Mch
aussen Ruhe schafften; so 4>iehen.|de unter sidh in. HaiMr.
Zwist der Herrscher, Wegelagteniif, ftMrüokhng derijin^
terthanen «fTal'en wied^^ an der Tage^ordhun^. Dfer ;Bi*
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seiiof 6i4ob weitere AiMprtche die sich' auch auf ^Ues-
wigsdhe BesitauBfen erstreckten ^ und man war genöthigi
ihai neoe Zugesläiidiiisse xu machen: emiachst atf sechs
Jahre wollte er Fehmern und OldeniNirg ea^pfangen; we-
gen HeSgenhafen aber SlapelUolnr und der beiden Kireli*
sfriele CiEimpeii und Kriftbbe bei Rendsburg die er ancq^raoh^
gellte die Königin IbM-garethe Schiedsrlchtertn sein (ki J.
1406 /Janaar 1): Einen grossen Tbeä Holsteiiis hat aof
diese Weise Sänridi tmpSux^ik] dier Yon dem fierzeg«-
Ifanm hiäit man ihn lerne. ■
Gerodie auf desäen Sohviz id^rlüaHi es vor alem an: wo
maft den Verwandten ansscUosi; gab man gerade dien dä^
ttiseheii Fürsten Eingapg. Die Rälie des iandes Mbertnigen
hier der Hargarethe Uihd den. König Eridi eMs Vormund«*
Schaft. Diese haben dann ^en rilgemeinen Frieden
yerkttndet, aber zugleich die angesehensten des Landes
sich >biddigeB hsB&ä und die Hanptplfttse Flensburg und
Gottörf in Amprueh genommen. Heinrich «fer ftbeste Sohn
Gerhards ward zur Erziehung nach Oänemarii gesandt
Das liess schon wdnig gün^^ges erwarten. Es war abel*
gewiss ein kioch geMriieherea Zeichen^ dnss die Her-
zogin Wittwe von Flensburg aus ein Gebot -idi die so-
geinanhten KÖaigsfrieeen ergeben liess, der Frau Königin
.foH Dänemark oder ihteih Vertrefer hörig und willig zu
sein (im J. 140S, Novemb. 19). Ek Jlbeä derselben, na-
jnenlfibh 4ie Inseln, war unter Tön4eni gelegt, und eben
dies ward der Hargarethe verpOndet für 10000 Mark, die
dann aber durch eine^ Sdwtaag in dein Lande selbst bei-
gelrieben wurden: diese aott sich wiedm* auf 16000 Mark
beiaufen Mien, und Hhrgaretiie hat üe nicht, wie der
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Vertrag bestimmte, mit den Keisten gefteilt. AjUM^h der
scjdeswiger Bischof, mit dem der Herzog Gerhard früher
in Stral gelegen hatte, ward bewogen der Königin sein
Schloss Schwabstedt uiiweit der frie«kchen Grenze auf ^aeebis
Jahre zu yerpfftnden (in J. 1406, Juli 31), audh Stubbe
eine zweite Feste in der Kihe i&c Schlei. Maf garethe sagte
woU dass es den jung^ Grafen «min. Guten gereiohen
werde und dass ide ihnen von hier aus gegen die Dit^
marschen zur Rache des Vaters helfen wolle; wie sie denn
nach der holsteinschen Chronik mit den Reicfaseftthen er-^
wog, ^b es YortbeiUMfter sei dieseRache auf sieh san neh-
men und das ditmarschisofae Land zu unterwerfen edor
aUmäUig das Herzegthum durch Verpftndnng in ihre Ge-r
wall zu bringen. Der Etfd^ zeigt dass sie das letzte
vorzog uiri bald von Friesland, aus lieber im Ditmarsch^
die Hand zur Verbindung bot (im J. 1409, Juli). In Nord^
Schleswig aber wurden Troiburg und Skinkelburg von Claus
Limbeck dem jtingem, auch andere Schlösser von ihren
Inhab^n gekauft (im J. 1406); das erste auch sogleich an
das Ripener Capitel verpftindet. Die Limbeck waren mit
Erich Krummendiek in S^dt und standen jetzt auf dänir
scher Seite.
Schon streckte Margarethe die Hand nach dem BeiAze
Gottorps aus; nur ein ZufiaU heisst es habe dies gerettet.
Dass man sie wenigstens hiervmi ausschtoss, galt dann
als Bruch der Treue, des Friedens, der Vormindschafit.
Lange hatte die Herzogin Wittwe sich der mächtig» Nach-^
barin anvertraut, in der SBsgabe an sie das Heü iirer
Söhne, vieleicht auch den erwünsditen Schutz gegen den
Sciiwagerin Holstein gefunden. Als aber die Dteen famner
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festeren Fiiss im Lande fassten, von den ScUtesern aus
Sehatannj^ eu^mbea mid die Yerträge w^iHg achteten^
gjmgm ihr die Aiq^en auf. Sie trat nun mit Hetoick in
Yerbindmif y :d^ seine SMhmg audi durch einen fiuml
mit dem lauenburger Herzog imd dem vertrietelieB König
von Sdi^iv«len zu stäAen suchte (im J. 14QB, Mai 27);
ihren Sohn rief &» vwrlkkj und auch die sohleswigs<$heli
Rilter traten von der Verbindung mit deA Dänen. YMsr^
scheinlich um sich den Beisitz des wichtigen Fleaisburg zu
sichern, das der Kdnigkt wegen d^r Vormundschaft geöff*
net war, liessen sie iea Bürgärmeisler und. die Bithmafi<*
nm der Stadt zu sich laden und hielten sie gefingem
Die Eiderstedter griffen Schwdwtedt an (im J. 1406). Auch
kam anderes hinzu. Dänische Gesandte wurden bei Neu-
stadt Überfallen, Jttten wdche är Vieh nach Lübeck trie-
ben beraubt, auch im Herzogtkum Feindselq^ten geUbt^
in denen Brich einen Bruch des hier v^kttndeten Friedens
fand. Er forderte dass die Herzogin Rechenschaft dafür
gebe und sich dem Spruch des dänischen Rei<^raths un--
terweife. Und da sie sich dem fägte, wurde rie wirklich
als Mitwisserin v^rurtiu^. Dies geschah zu KohUng (im
J.'1409, Septemb.), wo auch der Bischof BMnrich erschie-
nen war. Den aber bewog der König wetter nach Ftth-
neu zu folgm: hier, wo er d^uelben ganz in seiner Ge-
walt hatte, nöthigte er ihn, ftir die Summe von 10000
Mark, die er als Schaden berechnete, Flensburg und Nie-^
huus auf ein Jahr zu verplfänden (ua J. 1409, Septemb.21).
S^ort Erschien Erich mit einem bedeutenden He^ vor der
Stadt und nahm Be»tz von ihr und dem benachbarten
Sdilosse ohne nur die vertragsäiässigen Fristen abzuwar-
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29*
len. WoU T^raprach er^ wem die PfeMismnme feaaUl
sei SUdt uiid ScUoss frei und mllMiMif zuricIanigebM
(Oofob.^; dlein dieBewokner,. keisBtM, äMerten «eben,
wenn gie einmai deM König geknldifl kälten , wüi^deii sie
nicht se leieht n den Hellten inrAckkekren. Eikä he^
festigte auch sofort die Stadt und den benaddMrtM Berg
(Dnb<M-g). Es wurde kald klar iass man die Dftnen nicht
wieder auf friedHdieffi Wegen «ns dem Lande schaffen weif de.
Dia entbrenn der Krieg, nicht nmniltelMtr Yon^en Für-
sten beschlossen, nber kervorgentfen durch die Reibnfen
der Pifthden, welckto sich feindück gegenlAer stwiden«
BiwMd angefangen Jeennle er wohl durdi Stübtände nnd
Terilandhmgen zeitweise snteiiMrochen werden; dier er
kam zu keinem Ende, bis der<3egen6atz der dftntsdMnnnd
dentsohen Ansprüche nodi einmal nnf das vollstindigste
durchgekinpft war und bis nach manchen WteksenUlen
znletEt das Recht der Hölsien yoäsUjuäg obgesiegt katte.
Auch faieir hat der Fleiss der Löbecber an treusten die
wechsehiden Ereignisse venefchhet: vor alleni der Domi-
nicaner Hermann Korner, d^ wahrsdtekikck mehrmais dte
Hand an historische Arbeiton leg!te,.der« sich idimn spä*
ter andere bemäcktigt haben. Neben jhm igewinnen :die
Nachrichten des holstemsdien GeisUicken an Wiohljgkmt,
und auch spitere AufzeichnHngengewfthrenieiuEalne Zttge,
die man mit Vorsicht benutzen Imnii. Von den Urkunden,
die fertwfthpend als leitender Faden denai, warten noch
wichtige der Bekanntmachung.
Der Kampf begann mit einem Angriff der iUtter, djie
man in den FHeden nicht aufgenommen hatte, auf die Person
und die ScUdsser des schleswiger Bisebofs, der skk gnns
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MO
auf iüe Seile der Dftnen gestellt hatte: er adbsl ward aug
Ftenstarg gefangen weggoflllirt, und mir für eine bede««>
tende Snnme Jodgdassen; cN^e SdhMtoeer fiUiUie imd
Schwabstedt beide von den Anhänge« der fiaiaMn ge^
flonme«. Ak er in Born Klage lilhrte^ stdite man auf
herzöglidier Seite entgegen^ wie er ein Ratk des iler*
zoglkoBis sei ud als sohAer die Treue gebradien hfdie.
A«oh die zi Flensburg gehörige BiiA^hande ward yer^
beert Schon erschien der ScSum^iburgier Graf Adolf Börd-x
Udi der fflbe im sefatenF SlaMaisvettem in hrffen, . die ihm
fiir sbinen Bcds^md -iran .Ersatz der Kosten Baseldorf ver«
pOndeton ^ J. 1410, daH 6) qomI ihn ^sun ^mtnanii
enNuinten über LmmI 4ind Leitte mit YoUmicht sn diun
imd m gebiotenl Aneh die LteehMTger^ die firttiler der
HerBOgin, üttfarfen Manttsehaft herbei. Dar K5ni^ aber ver-
weigerte*, die Aoslieferahg Flenainiijgs ;zar festgesetaton
Fris^ nnd sandte ein Heer vomendiöh anr Edchägung der
Friesen^ die ihm ttbertfifeincHich entgegentraten. Als das-
selbe aber den deatoehenEtrsten nnd 706Friesm begeg«*
nete aaC der Heiie awischen Eggehedt. und Jörl, ward es,
obschoii weit fltberiegen an ZaU — man reohnete niachim'
fünf Däne« ««f einen Deutsekeft — gänsKch geseUagen^
sdner AniUhrer bera«bi und gttnaender B(ilskttg vertaistig
(im J. 1410, August 12^: 'Dieser Sieg gab fortain^ sagt
eine Chretik, den Hdlsten ein Uduiies Hera cum Kämpfen
wider die Dftnen\ Es waren .vcimemiich dieHriesea
wdohe diesen Si^ ^tsdaeden: sie Imben nun mä Kkafk
und Energie nicht. blds ihre eigene seadcHni aneh 4er be-
nachbarten Lande Unabfaängigbttl wider den Kdnig Eritih
vurfoqblenL Auch der SdMtnenbmrger wird um seiner Mann-*
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300
h«U ^rillan gMbt. Die Läbecker mcdntieBi wenn mandn-
BMb ^en gewemienen Vorlheil gleich mit dem reeJNton
Naohdräck verfolgt hätte, habe viel des (Späteren Unkeila
gespart w^fHien köftnen.
D«r Köüig hatte ab^ Norburg auf Als^n genommen
(August 14), und er hat diese Insd und Arröe dazu be*
hauptet, als es zu vorläufigen Austragen durch Yermitte^
huig anderer Füllten kam (Novemb. 10). Der Hargarelli6
Vergab damals auch jene Elisabeth > des Cfräfen Claus
TocfatOT,.wdche sich dem lanenburger H^zog Erich veav
mählt. hatte, uneingedenk früherer Verträge, ihre Besitzun**
gen zu Apenrade und m einigen läiglischen Harden zu einem
Pfoiid fär 3000 Mark (im J. 1411, JaMar 30). Die Kdni-*
gin brachte sogar noch dnen günstigeren Vertrag zuwege
(März 24, Koldhig), der für einen Stillstand Von fttnf Jah^
reu lAem Erich Flensburg und Niehuus mit ihren Barden^
flur der Margarethe aber Tondem mit allen firiesitehen Di^^
stricteh liess, dem schleswiger Bisehof, dem gleichzeitig
durch besondere Verträge audi andere Entschädigung m^
dieil ward, seine Schlösser wiedergab, und dafür den Hol-
sten niehts als jene beiden Inseln verschafite, welche ge-«
rade damals geringere Bedeutung haben musstm. Auch
Hadersleben muss um diese Zeit in Erichs Gewalt gekom-*
men sein. Dänisches Geld — der lüneburger Herzog heisst
es bat 4000 Mark genommen — und die schledite Leitung
der fadsteinschen Sachen ^iurch Vater -t und Mutterbrüder
und aädere Fürsten haben trotz der glückMchen Kämpfe
deii Gegnern das Übergewicht gegeben. Als wahrer Be-
sitz ist den jungen Herzögen nicht mdhr geblieben als
wtks einst der Ahnherr zu Gottorp zu Pfand besass. Ei^
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80t
zeigt sich bald dagg e» eben Kriohg Absicht war all ihr
Recht wieder hieraof zuHduniliihrm.. Auch hat er<He
Bestunmutig erreicht, dass der weitere Str^ dtrcii einoi
Schiedssproch von je sechs Männern aus dem Könifr^h und
dem Herzogthum nach dfinischem Recht «itschieden werde :
käme durch sie und zwei zugewftUte Mfinner kdn gülti-
ges Urtheil zustande/ so soll der rdmiscbe König 8Kgis-i
mund/ ebenfrils nach dttsisebem Recht, dte endHiche EiA**
Scheidung geben. Während früher nur von der Vormund'^
Schaft über die jungen Fifi^sten die Rede wiar, wurde jetzt
schon die Bdehnung selbst in Zweifel gezogen, wenn auek
nur deshalb weil die versudMe ICothwehr als Brach der
Lehnstreue gedeutet werden sollte; und die fremdett-Hel«
ter der Ftiraten waren gläubig genug, das sidiere Recht
einem unsichem Schiedsspruch zu überlassen, bei dem, wie
der König verlangte, dänisches Recht zu Grunde gelegt
werden sollte.
Dem gegenüber suchten sich die Anhänger der HoIst«a
im Lande, Erich Krummendiek und seine Freunde, durch
einen kühnen AngriiF in den Besitz Flensburgs zu setzen
(im J. 1412); die Stadt nahmen sie ein und verthei-
digten sie mit Hülfe der Uneburger Fürsten; aber dei^
König behauptete die Burg, und als Margarethe erschien,
brachte sie es zu einem neuen Schiedsspruch dierch den
Herzog Ulrich von Mecklenburg, der sich kurz vorher
gegen jährlichen Sold in dänische Dienste begeben hätte:
er urtheflte dass der Königin die Stadt zurückgegeben wer^
den und dass man dann über den Besitz der Burg weiter
processiren solle; im Übrigen wurde der Koldinger Ver-
gleich bestätigt, doch die Zeit fär den Frieden auf drei
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t02
Jähre besckränkl «iM fifar ibn SchiedwpniMi Mdhön atf itfdir
aten JobMlkiifl m NyJhmg faal^eieksi (Ootdb. &)l la «bm
weiterüi T«rkaBAaQg^,idie hetcUotteii war, fand ikk von
bensoglifilMv Seite nieaiand ein; MaagareUia aibiff }Mteaieh
ihr BMcbeulBn a«sdribdtli«k ie^attgeft (Oolob. 7).
Die: Dlfnea glaabta» aiab an da» ^^ohni^rit Fleüsbavgi
räeben au aüaae«: Nicbt genag dasa dia Stadt dem König
und daai dftaiscbea Reich aufs Mae baldigle {Oetob: 24)»
Murgaretbe, eraäblt. Reimer Koek der LUbsche ChroittSl> U^m
alte die aufgreifeii von denen ihr feneldet war daia $ie
Yenrftklier a^n; aie lieaa üiadn Theil kftirfen, einidn Tkeil
fadelM^eahen, einen Tbeil httaigen. Darunter ware<i Rath-
mäaner der Stadt, aber auch zwei Priealer. Bii^?^ er*
aAhte mm^ habe die fö^ugia, die dm vnsobaldig verar-
thailt hätte, auf d^m Wege anaa (Mgea anfj^efopdeft in
drei Tagen nit ibm vor dem hSchstenfiieht^r zu erschein
nen. Gewiss ist dass sie gleich darauf noeh^ im« Mafia«
m Eleaabttrg alarb (Ootob. ^/^g).
Die GeadiJchte hat das. Aadeuhm der gewaltige Vtm^
wekbe die drei Mrdiaehen Kroneu zusaanmeufttglie : und
ihnen Kraft gab sich aua der Abhängigkeit rom fremden
Biifiuaa zn erheben y «il Bukm umUcMat. Es ist auch
Unre Klugheit oft gerühmt worden, dass sie im rechten
▲ngenblick Schleswig- anfgab, um die gröis^seren FUUie
4nrohauf4to6n. ^Dreiasig Jahre, sagt der Chrwiatj hatte
aie regiert, dass sie ein gnt^ Wort hatte und dasa m ih-
tem Reicfaa Yorstapil in Friede und WeiAeit; aber nun
1(1 den letaten Jahren ward sie zumal wunderlich und ver-^
kehrt'. Auch sie bethörte der GedUnli^e welcher Jahrliiui-
derte hindurch die Dänra beherrscht und zuletzt jederzeit
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SOS
US Verd^Aeft f tiflthrt kat, Aum wm dM ais der Verbwi*
dwig weg Strebeade ScUemig {arthldttn/.dfti. sdioii auf«
gegebeae wiedergemnnen müsm. Sie ng^ trie es ikre
Alt nKar, die W^e Uttger Vei^aadbiiig dar Geiraft vor;
allein sie Infte dm Werka^geUD^^ wddles daui ilkr m-
berakkener Neffe nit der Hefiigkeh und Leideaiscbaft die
ifan eigen .w«-en weiter toiek, bis er sekie HerradiaftttKl
alles was jene gesekafibn balle. Bm deik Badd des Verdw-
bens braebte/
I«. diesen Tagen ist die VovasuMlachlBfll äier BKsäbctt
tumk ihre nua taeranwaobsenden SAhne, Bebiriek Adelf ««d
Geebaird^ rom dem länebmrser Hcszeg Hcianek in die
Hand; gesorämett wtnrdei ;< mit Hrnma zweiben Bnader B^m-«
bard «md anderen . Fürsten scbtoss dieselbe «oi Bitndniss
wider jedersuuui: mit Aosiiaime. des Kaiser» and dttmsobea
Königs (bn J. 1413, Febmar): es war^^^offenbar gegen dM
Sobwager Heiariob gericblety mit dem es xu neuem Hader
gekommen sein muss. Aber der neue Vormund war nkU
ißüddidler als der Oheiih. Keobdem er erst dem KInig
Versprefbttdgen gemacht über die HersteBäng seiner He^
gentscbaft bn fiersse^bam, welche er nicbt halten konnte,
erschien er zn Nyborg auf der Versaitmbing wetebe in^
gemäss des letaten Vertrags bierufen war (Jidi 26) , imd
Bi Gegenwart der itevnoge Ten Pommern und Stettfai) ron
Meoklcmbnrg und Lauenburg, der dänischen Bischöfe und
anderer Grossen, suchte er fiär seine Neffen um das Lehn
d^ HeEzogttAimis necb. Der König aber lörd^üe /viel-«
mehr die Ausführung der Keldingetf Verträge, und dft der
Herzog von dem nichts wissen and nur den spttcom Aus-^
i^rudi des mecklenburger Henmgs anerkeieien, aiodh die
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80t
zwölf Scfaiedflnditer. mar «i gitttteher YerhamHoiigr «Mt
2a gericktUeher BnlgAeicteiag annriunen wollte^ fiess
Erich sofort enmt förmlidien Lohngprotcess eiBteäen^ der
nach drei Tagen: vor dem versammdlen Pariament not Dft^
neMark lor Bntsdieidung konaien soDle. Auf die La-
dung an den Herzog, die' Hönogin, ihre lOaider und die
mtler des Landes ist niemand eTsehienen;' aber das Ver-
fahren ist am bestimmten Tage (Juli 29) wider sie ange-
fangen, und nach ausführlicher Klageschrift des Königs ist
Auroh den' Bischof vo« Boeskiide als Kanzler des Reichs,
nach einem Artikel des seeländischen Gesetzes, das .Qrtheil
ausgesprochen: dass die genannten Penoaen aHe der Fe-
lonie sehnMig, unrechtmftssig im Besitz des Hersegthums
und aus demsetben zu entfernen seien, welches an den
Lehnsherrn and das dänische Reich zürtlckialle, mid dass
(Uesem ausserdem aller aus dem Lande gezogene Nutzen
und aller ihm zugefügte Schaden vollständig ersetzt wer-
den soUe. .
Diesen Ausspruch, dem sicherlich weder formdies noch
materielles Recht zur Seite stand — denn nirgends war
ein solches Lehnsgericht = vorher in Aussicht gestellt md
nimmermehr konnten die bis dahin bevormundeten Söhne
des Herzogs wegen der nicht ausgeglichenen Streitigkei-
ten des Königs Mt ihren Yormjlndern und Rällien des
Erbrechts auf das Fürstenlehn v^iustig erklärt werden —
hat der deutsche Kaiser zwei Jahre später ausdrücUich
bestätigt (im J. 1415, Juni 14). Wann hätten auch die
deutschen Reichsgewaltm etwas fttr die Behauptung des
wichtigen Schleswig gethan?
Eridi selbst mochte dem Ausspruch zu Anfang weni-
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i8iß
*g^ traiiM; dan är Uew sich b^miii «ii Pmt Wocben
^äter herbei y; ein«n Jieuea Vertrag aber Autfvir^cbseliuig
der Gefiingenen und Aber die von den.Ifobtea gesckla-
geneii Mflnseh zu schSessen (in J. 1413, August. 14).
Aüok hftt der junge fieinrich, iwahrseheiiiMcb. um diese
Zdt, nocb einwl inn, die Bekfcnnng nuehgesucht. Aber
&ich forderte dassjeierttBi dasLand gänolick auOasfieumi
es von seinem Willen aUingig niAche^' ob erdasMbe ihm
^eder verlohnen wolle iMler.Hidit Du irfrd ^ attm
mindiBstien dtd Beifeiligüng der £id)lioUKeft gewollt . haben,
und mit Reoblfrietheii. die. Freunde des Hentogs autsolclie
Bedingung nidit einattgehen.
Hdnrich (IV.) ibernahn nuA selbst für sich und seine
Brttder die Führung der SachCi welche er wenigstens in kei-
ner gUlekliehen Lage fand« Der Qhemi liess. Sich bei sei*-
nem Abzug die Wiohtigslen Schlösser, Gottorp Plön Ha-
Jierau und Haaddorf, Gär 40000 Mark , die er m Koste«
rechnete, au PfÜnd aetaen, utid dr(riite selbst jenes dam
lauenburge^ Herzog Als Vertreter König Erichs für sein
Geld zu tibwliefern. Der Vtterhruder lag in Holstein und
leistete keine Hfilfe. Das eigene Besitithum war durch die
Abtretsng Kieb an Graf AllNreGhts Wittwe Agniss gemindert.
Die wendischen Fürsten drohten Fdide, wenn ihnen nicht
wegen der Mitgift der Anna, Graf Adolfs Wittwe, genug
geschehe. Manches Schtoss und Gut w«r in d^ Zeit der
Noth a» die Ritter Verpländet^ sdion vor einigen Jahren
musste mim gegen den König geftend machen dass.man
keines derselben unmittelbar zu Händen kabe. Diese Ritter
abiar begannen sich von den bedrängten Fürsten iAzuwen-
den: von Heinrich AUeield hat der König Hadersleben ein-
I. 20
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(306
gelöst; Erich Snimiiiiditk ^eIHHr ünA mMre ßMwBVrigw,
Otto von Knoop, awei ftennowy cdm^on d^r Wisch^ qui
Sefcestedt; Iraten siir .Partlwi des K(mi%b ifiber; jener er'-
hielt'die Vogtei zu Tondern und; war J)ald «ine ebenso
wichtige Stttize des. Königs, wie er früher ein gefdhriiGhto
Feind gewesen war. Sdotsstk Beispiri isHchlt spftter Otto
Schinkd n lolgen^ der Sie Tieienbnrg chatte, ^enn aktdi
mit nynderem Erfolg. ^Er uifd ander e.€ri3ii(KtsM fanden aber
eine Znflüeht brfl dei£ Dilmavädien. Biesoi regten sich als
Verbündete der Miienimd 'giäffeaitMirelfacihbäirndi&.Noirdf-
friesen An^^mtt deneii;; . bei. manchen tehen.Betlihnin^en,
sie früher schon häufig in Streit gelegen fafcttem ;
Die Friesen trafen hinpegen in. siliere Verinhdünj^ mit
den BerEOgeh. Cberade jetzt eiJkläHen die >drei Lande
Eiderstedt Bversehnp tnd UthoUn^ da$s sie sfcK den Her^-
zogen Heinrich Adolf und Getfhiird mi tJuteiHhuneii/geg»*-
ben hätten/ ihnen hctfein nnd alles was'iie.^^ibhtigi.tlnin,
aueh keinen besonderen BVieden ntnehdicH ndt.dknDit-*-
marschen sdiliessen woHten (im X 1414, Angusti 'S8}1
Wohl geschah es um sieh g^ade gegen diese Fdnde zu
schützen, welche wegen gewaltsamer TSdtuhg^ einiget
Landsleute einen heftigen Angriff. gemach^ ited emnUl nur
rückgesohlagen (Juli 18) j nur mit vdrstärklinr Macht den-»-
selben ausgeführt (Juli 25)/ ^nA da die Friesen, sich wei^
gerten für die gefallenen Ditmarschen die IKinnbüsse zu
zahlen, einen bedeutendai Theü des Landes velhtert, die
Dörfer verbrannt; die Einwohner vertridien hatten.' Utr
Vertrag konnte sueh. nicht. Undelrn dass sie Mr Zab'^
Zahlung gezwungen Thirden und einige Jahre -qüll^r vsieh
ganz der Entscheidung der IMImarscheh unterwerfen muss»
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len:: isWanBigivDitmarsbheii soDten . aaf ihrem Boden ntxk
ibrem Kecbte <lber:dle Vergehen der Eiilerstedier z« Ge-
richte sitzen (im J, 1417). Doch hat weder dieses Miss-
^eschiek noch ststarkeres was folge» soflte den Sinn dieser
Bevölkerung geändert oder den Hnth und die. Ausdauer
des Herzogs ftiNnoöhei^ Auieh.Weiui sie zeitweise nnter-
fogen, sdieint ^s nur dew Hass . gegen die Fremdm er•^
köiit, cBe. Kraft gestählt zu .habeOi^
.. König /Erich ist eine dtt Vatilren wk denen' gera<te
'dw fünfzehnte Jahrhundert reich ist/ ansprucfasYoU, eigeh*^
sinnig, zähe tind.haitnftckig,. abte iihfte rechte Kraft und
«ohne Emsicht .tm dem Was wahrhaft. Noth tfauL Kr er^
lasst den Gedanken. der Eroberoitg Schleswigs, und, hiäll
ihn lange unerschütteriidi lest. . Er gidbt.vras er begonnen
ttiefat auf, aber er setzt aach nichts doi^, uiid am Ende
verliert er alles.
Das UrtheH seines Reidistags und den^riioh desKai^
sers zu yellaiehen; unternimmt er neue .kriegerische Rü-
stungen in .dem Herzogthum selbst: feste Plätze , werden
angelegt um den Tkeil zu decken der in seinen Händen
ist, an der Schlei die Königsburg, weiter südlich gegen
Eckernfdrde, das die Holstein in Besitz hatten, Lindau,
tiördlioii dagegen an der rechten Seite des Langsees, wo
jiäiigat wieder Deutsche imd Dänen sich giegentberstanden,
Wedelspang, endlich an der Treene gegen die Friesen
die Fresenbwg (im J. 1415). Er selbst wandte sich (im
3i 1416^ Juni ^) gegen Eehmern, das sieh diesmal ohne
Widerstand ergab und Huldigung leistete. Hier lag er
fest drei Monate lang und führte behn Abzug noch zwanzig
gute Männer mit siek, nnd peinigte, sie zu ; Tode;, die Insel
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806
hatte die versprochenen 20000 Mark nicht zaUen können^
ffhr welche ei* ifa^ Schonung von Brand lugestanden hatte.
Dann machte er einen Versuch auf Schleswig selbst, in
dessen Nähe auf der St Jürgensinsel er sich mit Schilfen
und Mannschaft festsetzte.
' AUein auch die Uolsten lagen nicht sliBe. Der Herzog
Heinrich, war mit dem Ohebn wieder in Verbindung ge^
treten und hatte für die Abtretung von Kiel:, dais durek
den Tod voii Albreohts Wittwe heimgefalleh iwar, seine
iJnterstützoRg erreicht (im J. 1415, Decembi :21}. Beide
hatten sie den Beistand der kühnen Freibeuter aufgerufen
welche, uiiter dem Ntanen der Vitalienbrilder bekannt, noch
immer das Me^ mit ihren Schiffen erfüllten und : sich ber
reitwillig dem Kampf gegen den Herrscher der drei nor-*
cHschen Reiche anschlössen. . Wenn diese zur. See den
Dänen zu schaffen machten, so schlugen jene tapfer zu
Lande. Bei f inem Ausfall ims der Stadt Schleswig erlitt
das königliche Heer bedeutenden Verlust, Wedelspang ward
erobert, die andern Burgen räumten die Dänen, die sich
eilig zurttckzogen. Da ging es rasch gegen Fehmem (im
J. 1416, Octob. 23), das gerne unter deutsche Hoheit zu-*
rückkehrte und die Krone mit dem Nesselblatt vertauschte;
und in winterlicher Belagertmg nahmen die Fürsten selbst
das wöhlbefestigte Glambeck (Decemb. 13). . Und da ihnen
auch aus Deutschland Hülfe kam ,1. aus dem MecUcfnbnrgi^
sehen Lüneburgischen und Schauenburgiscfaen, drangen
sie gegen den Norden vor, entrissen dem Erich Srum^
mendiek das wichtige Tondem und gewannen aufs neue
mehrere friesische Harden. Als jener dann nadi ihrem
Abzug mit dnem dänischea Heer zur Stella' war (im J.
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141T^ P^braar 21. 22)^ schlugen die Friesen dies Mf ei-
gene Hand: ^denn sie wolllen Ueber nnler den Holslen
s^n ids unter den Dänen *^ wie der Chronisl sagt. Die
Hemoge eriiielten weitere Yerstiritung durch ein Bindniss
mil Aibrecht von Meddenburg (AprS 4), der ihnen 200
Gehanilscbte rafllhrte: schon denken sie an Eroberungen
von Sebiössem nicht bh>s im-Herzogthum, sondern auiA
in Kitaiigreichi nnd bestimmen wie ei^mit diesen gefaal-*-
leei werden seH.
Aber so Mehl soflie es A^n IMsten doch nicht wer^
dsen. Brich konnte die Mabhi s^er drei &onen wider
Me aufbieten^ und nicht verfiehffich dachte man von ihirer
Slirke, wenn mm die RUslung des Jahres, freilidi mit
grosser Übertreibung, auf 100000 Maiui anschlug. Zur
See war er entsdhieden im Ühetrgewlcht; Dazu hatte er
den Kaiser auf seiner Seite, und wenn die Macht dessel-
ben in diesen nördlichen Gegenden unmittelbar auch wo-*-
nig bedeutete, so konnte er doch auf die benachbarten
FOrslen und Stttdte einen Binflttss üben. Eigentiiamlicbe
Umstftnde fahrten in diesem Augenblick eben Lübeck und
die Seetbtdte auf die Seite des dänischen Königs«
In Lübeck war es am Anftmg des Jäh^underts zu
lebhaften Erörteriingen zwischen dem Rath und der Bür-
gerschaft gekoMmen. Die aUgemeine demokratische Be-
wegmig weldie um diese Zeil in den deutschen Städten
hervortrat errekblSe auch die Küste der Ostsee; hier wa*
fen es besonders die Geldverhältiiisse ^welche einen Aus-^
brach derUnzuflHedenbdt herM^ifthrten. Mancherlei Bav-
ten und Unternehmungen, der von den Lauenburgiern er-
woAene Pfandbesitz von MöHn und Bergedorf, dann die
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MO
TbeitMhiiie w dm norcbfldim Kriegep lialto» die SUkH
laii Sdiulden bdastel, für der^n Deekung dem fitfihe di«
Ausschrdbuag netter Steuern n(MKig erschien^ , Vertistittd«-
Iwi^m mit der Gemeinde (im. J. 1103 und ff;) fükrfan. n
keinem Resultat^ dieihe. wiUto tidiiehr ^nen M$$ßbm$
von 60 Mi^nnern^ irelctaear-die MädtisckMAngeteg^nhoiteR
mier aeiae Aufsieht nelimen soIUa (im J« 1406» Sf^^mb*)^
Dieser griff in seiner Tliütigkeit l)ald n^eiter und Ufiefh^
eine Änderung der Verfassung selbst; .id^p ^istndtiechef
Beamten acuten Qeisitz^r ßW derQQrgepsiDbeft.andicf.^eite
gestellt, die MitgUed^ de« Hilthes sollten, unter Mitfnrkm^
der Silrgerschaft gewftUt werden. Du der BnA niet^
daraaf eiiigehen ii^Ilte, kam es zu u«rubigen Bewegiur
gen in der Stadt^ imd der grössere TheU.deriRs^bamit^
glied^ sab sieh Y^aranlassft 4iesdfoe ga&t au Teslaasm (im
J. 1408); Ein neuer Bath wurde sofort gebttdet, an des^
sen Spitze die Führer 4er Bürgerdchidl standen^ -.Aber
die Aäsgewandertea hatten ihr Recht nicht au^egebe»
und wandten sich an den Kaiser. Zweiinad von RiHPreeltf
(im J. 1419) und von Sigismund (im X. 1415) erhielten. sie
Recht; doch wusele die herrschende Farthei durch ein he-*
deutendos Anldhn an den geldbedürfUgen Sigismtind: die
Verkündung und VoUstreekung des Urtbaüs zu hindern.
Da nahm König Erich siich d^ Saehe .an, welcher: wohl dte
Wichtigkeit der Stadt. füf sejxie flKne , erktSnnen jHMuchto.
Er erbot sich zur Rü^fcziAlung der 4tem Kaiser vorgeir
schassraea Summe^ und: da man dai^auf> iÄehl eingehen
wollte, lieas et 4Q0 ;lülN$oher Bürger {& Sebonen au{|;[irei--
fen und in die eefangenachaft führen. Ab bald darnuf
kaiserliche Commtssarien erSoUenen uwi auch die biewicbr
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bwlen filidtey Gbmbttrg und die wendischeiiy sich ia die
Suche mischten, unterwarf man sich einem Schiedsq^ruch,
der* sich wesentlich zu Cuaslen des alten Raths erklärte (im
J. 1416/Juni 15). Scheki 4im. feigenden Tage hielten die
flttcditigen NitgUeddr ihren feiorlichaHi Einsug und wurden
in ihre frühere. Stellung eingseselzl; dedi wareii »e weise
gerag für die durch TodesfilQe erfedigten Stellen auch
einige au^ dem neuen Rath zu :0rwAhLen. filae Änderung
dcrVdrfassnligUfcer fand.in«lft statt, und der alle aristo-
kralJfMdie Ghamiller der^ülben^het sieh noch lange behauptet.
Der Mbsdhe Rath sehlotf s eidh jcftsst dMlUar dem Kö-
nig Bcieh an, der die gefangtaen Bfirg^nr freigab. Er lei-
stete, ihm b^ei Febmdm und auf der :See Beistand. Durch
Lebeekft Einfluss würden auoh die andein Seestftdte gewon-
nen, : und sie; . YerstandM ^sieh zu feindseligen Maassregeln
gegen ihre Jf iKlihbera. LOneburg yerbot allen Handel nach
Holstein. 'Erst h&mach, s^eibt die Chronik, gingen
den Stidten <lie Augen auf, und sie begrilen dass der
König anderes im Sinne halte als seine guten Worte lau-
teten'. Aber so hat fast tfle Zeit Kurzsichtigkeit und das
vermeinte Interesse, nicht selten auch wie hier politische
Parih^ng, den Feinden DeuUchiands den Weg gebahnt.
, Auch die Ditmarseben wntea fortwährend auf däni-
sbher Seite: wenn der König Heistiein angreife, sollen sie
iFersprdbhen haben, ^ch vor Hanerau zu legem. Nur auf
ein ftnididies Bttndniss gbgien sie nicht ein.
Da konite Erich wohl die Hebten spotten lassen, er
liege wie der Fuchs, im Kraut, oder wage wie der Bieber
nidit'd^ ^hwan9 aus dem Wasser ra SBiehenr er war
nrit staiker Flotte aus^tfahra» (Juni} und wlollle warten,
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bis der Unlerhall der HtUfümannschaft ihnen schwierig f e-
worden sei. Dann aber^ da der Herzog HeiiirMi mil eh-
nem Theil derselben gegeii Flensburg gesogM wir, er»
schien er pMlzIich auf der ScUei (Juli 15) uiid brädite
den mecklenbfirger Albrecbl, der hier beföhle , in drri
Tagen zur Übtergabe dei^ Stadt (Jnlil^). Daas der Herzog
sich zu Frieden und Freundschaft gegen Erieh und sdae
Reiche verpiichtete/ mochte zu ertragen -sein; dass aber
Claus von der Wisch und Iwan Pogwisbh flir sich und
fast 50 andere einheimische und fremde Mannen verspra«-*^
eben, den beiden Heinrichen keinen Betttand gegen den
König zu leisten, 'so lange dieser nicht seines Rechtes e»
Ende habe', war gewiss ein bedeutender Nachtheil. Auch
die Eiderstedter, die erst eben den Ditmarschen onteria-«
gen, wurden nun ron den Dänen heimgesnoht (August 14),
zur Huldigung genöthigt und gebrandsi^atzt; drensig der
Besten des Landes führte der König mit sich. '
Diese Noth weckte dann die Nachbarn zu kräftiger Hütfe.
Graf Heinrich kam nach Hamburg, der alten holsleinschen
Stadt, um ihr^ Beistand zu suchen, und es erseheint glaiA-
Kch, was die Holsteinsche Chronik erzählt, dass es lebhaf-«
ten Eindruck auf die Bewohner machte, als der befahrlä
und gelähmte Graf von seinem Wagen aus zum Zuzug
mahnte: Heichter sei es die Dänen vor Gottorp, das sich
hielt, als vor Hamburg zu bekämpfen *. 'Es waren die Bär--'
gor welche am Ende den bedächtigen Ralb nödkigten dem
König den FehdeMef zu senden, freilieb nioM ohne dass
sie sich beurkunden Hessen, diese Hülfe solle ihren Frei-^
heiten keinen Abbruch thun (Juli 20^. • So gross aber war
das Ansehii der IStadt, dass man sich erzählen konnte, liiif
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die iAosie Nuchriciht di^er Pebriteohaft sei der König mit
der Madit seiner dreif Reiehe eilig von dannim geflogen.
Aber iuoh Ae Hen^e. Ton Brenasoiiweig ond Lttneburg
der Graf von Hoya und andere erschienea mit berater
Mannschaft; sie belagerten jene Königsburg im derSddei^
zersUirten Stubbe. Sechshundert Reisige und 20800 ¥ua^
slreüeri^nMi anf deutscher Seile stehr ab 80000 DflMM
und ^ndinamm gegentiier; lind man chatte eine aUgMMiie
BBtsdieidiii^ erwarten IcOiinen, als Gesandte der Oisisee«
stidle enftrafen und einen SUHslaiid zuwege brachteüi
nach dem wieder die ganze Sache eineni schfedsriehteü-^i
lidien Aussprueh am nächsten St. Johanniäage ttbergeliM
werden sollte (November 12^*-14). in der Zwisehemwil
aber nahmen die Slftdte Schleswig und Tendern ui ilnre
Hand. ^^ Der Herzog von Lauenburg, der audi. eineii
Bmftdl in Holstein gemacht hatte, wurde in den Frieden
aufgenommen (Novemb. 28).
Die abziehenden schwedisdien Truppe .filgten der Stadt
Eckemfftrde Schaden zu, und auch über andere Beein«
trttchiigungen gleich in den ersten vier Wochen klagten
dieHoIsten. Und als die.Zeit des Schiedsspruchs liam und
die dinischen Gesandten sich einen Tag verspäteten, den
König aber gar nicht ersdnenen war, weigerten sie sich
bei' dem früb^en Abkommen stehen zu bleiben: nicht ei-
nem Urtheil, nur einem Versuch zu güffiehem Vergleich;
woHten sie jetfet, wie vier Jahre früher zu KoUing, sich
unterwerfen. Weitere Bemühungen der Städte l^achlen
nur eine Verlängerung des WaffisnstiMandes auf zwei
Jahre zuwege. Schleswig und Tendern aber kamen an
den Hersog. Auch mit Brich von Lawnbnrg seUoss die**
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ser T«ttg6ii FriedM:{iiD 1.1418, August 39)^ und er km
dtrauf'fielbet Zcfil geftindiui seiaenl Verbündefea dem lüa&r
horger Berkog iii einer Fehde nil Brendn HüUe.:jiu lef^
srten (im J. 1419). i :. j i
Wiei würde mau heut n 1^9gt/ Utä^ sem einto jsol--
ehen Zujtfand gteteaWedis^kioiiHd Kampfes aü erMgeu?.
Maa ermüdet liu encifaleii -t^aa idamak an «kn Jieftsi^ii
voriÜMTgiBg^ iast am ärgsteu. ah. den Fneäeu; • IMe Ei'k
derstedter • walw bald najoh. £rkh8 Atoug ^Mriädeif 4M
INliharadieR anheim^eMltiß) die trots der: MketeU'Y^sr^,
Mmliing mit i dem König in -der Unterwerfung jener^ ekMm
Brddi däa nü ihnen gescüodtflenen Vertrag. ifaiieh. : EJM
üene^Vwvpü&tUBg m^hreriBi* Kirohaj^ele war dieiFolge' die
sdiwcr beungesuchten Laude tttii^steh die gefordenl€ln.8O0(n
Mark Busse Kahlen^ so. dass' aie>me]irere>Ja]HrademHelraog
weder AbgiBiben noeh Heemsfolge leisten k^^ntiteii (im. J*
1417, September). Dagegen hat dilsser zwei Uardeii dea
SirAhdeä, die ihm in der l^tea Ztit fierher slaawlen; :zur
Erheuermig der HtiSdigling bewogen (hn J. 1418^ Jamiar.SO)}
und aUck die Fäwormhard&Böokingharde ikndf andere k^hrr
ten unter seine llehrsehdli^ aucuck. Eben die diesen leiste-^
t^ ojine Zweifel Bülfe;, ab es. gak deoa^ Erich KrttmlneBi--
£ek das ähln übertragümeSohwiAstedt au entreis^en,
: In diesen Mäasanalmien aber, däfin 'der .B^fesl%ufeig
Bdiernfördes und anderen Umstäfkiden, sahuEridi eme Yer->*
letkung des . WaffenstillstandieSy und da die. Stfhlte Uim keine
GenogAiuung verschaffen konnten^ griff au6h er wieder «i
den Wa&n (fan J. 1480).
Es war diesmal auf Fehnem digesäien, dem derKö-^ -
nig die Büekkehr mUer hialsteihsehe iHerrsdiaflt essbt ver*-
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3(13:
wäftm Ibftnnle. Ein erster Assriff. wuvd»' id^gescUagoi
(JttU 1). Aber itnohdem der König Heiligenhaft»! und Olr
debburg heimgesucht halte^ kam er wieder, und diesoMd
gelang es ihm des WidersUndes der tapfern Einwohtier
und der van den :Firsten gesandten Hülfsmannschaft Bert
zu wefd6n(Jttli&). Mit grellen Farben sdhild^m die Quelletf
die Gräuel der Verwüstung, welche detr Herrscher, der Dttliett
über die deutsche Insel verhängte : Frauen und Jun^Trtwti
wurden gesehändef oder gemordet, die Kirchen erbJroehen
un4 die Priester arsohlagien. Dreihundert Bewohn^ de»
Ineel. hatten sich in eine Kirehe geflüchtet und wurdienmü
tftuS<ienden Versprechungen zur Übergabe bewogen; 'aber
die untreuen Dänen scUiigen sie nieder', wie man erzählte:
vor den Augen des Königs 'seien sie durchstochen und
gespieal, das») das Blut wie ein Bach, über die Strassen floss.
Kinder wurden ertränkt oder auf einen Werder geführt
wo sie hülflos verschmachteten. ^Häuser und Kii^chen ver-
brannte .der König und vernichtete und tödtete alle Dinge
so dass nicht ein Hund auf dem Lande blieb'. Der Hass
ist stark gewesen der solche Dinge auch nur zu erzählen
vermocble. Aber gross waren auch 'der Jammer und die
UnmensoMichkeit' die mim übte. Eri^k fühlte wohl dass
er das Land nicht behaupten werde; so wollte wenigstens
seine Rache sich sättigen« — V^gebetis versuchten nach
Seinem Abzug die Halsten das neu. befestigte Glambeck
wii^der zu nehmen^ .
Auf dem Festlande !«ber zeigte sich Erich nishi. Her-
zog Heinrich kennte bis Hadersleben dpingen^. w/ö er SOOO
Mark eintrieb, die Dörfer verheerte und fdche 'Bmiem als
GeiSsel fortführte, während.die Hamburger dänische Schiflift
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mf der Nordsee zersIdrleA und die Inseh^ yor ili|iei
brandschatEtea. So kbnäte der Krieg noch lange för%e-
selzt werden ohne bedeutenden Erfolg ftbr die eine oder
andere Seite. Die Hebten hatten das Übergewicht jbu Lande
trot2 der gewaltigen Macht welche ihnen gegeMber stand.
Brich dagegen beherrschte die Ostsee, und die Lttbedc^^
welche ihm allein hätten widerstehen können, hielte» najt
ihrer HOlfe zurück.
Lflbeck begnügte sich Schiffe der hobteinsdien Vtta«^
lienbräder su jagen und zu zerstören ; es behutzle ausser«*
dem <fie Gelegerihäit welche sich darbot mit den Hambur-
gern gememsam Bergedorf zu erobern, /über das sfköü
oft mit dem lauenburger Herzog gesMtl^ war und wel-^
ches dieser jetzt den beiden Städten abtreten musste (im Jw
1420, August 24), nicht ohne hmaÜGSi zu prolestir^, aber
ohne die Herrschaft sich oder seinem Hause retten zu
können, deren Besitz den beiden Städten grössere Sicher«*
heit des Verkehrs verschaffie. Auch MöOn war fortwfth-*
rend an Lübeck verpftindet.
Eüriger für den Frieden des Nordens arbeitete der lü**-
becker Bischof, der dazu vom Papste selbst Auftrag er-*
halten hatte. Durch eine Beise nach Kopenhagen und Ver-
wendung der Ostseestädte erlangte er, dass ein neü^ Tag
zum Versuch der V^mittelung nach Flensburg angesetzt
ward. Hier kam man wieder zu einem Stilbtand auf
ein Jahr und einer Verabredung über ein neues Schieds«*
gerieht von je drei Fiärsteii, die init dem König nachFeh-
mem, mit dem Herzog nach Oldenburg kommen soUten
(Novemb. 10~25). Die Versammlung fand statt (im J. 142i;
Mai 18); aber an Einigung war weniger ^als je zu denken.
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«17
Beide Partheieit sind mit ausführlichen Eingaben gekommen.
Erich in der seinen (von Mai 23) trat besUmmter uls firüi-
her mit der Behauptung auf dass das Herzogthum kein
erbliches Lehn sei und dass es solche. überhaupt in D&nef-
mark nicht gebe; er beklagte sich ausserdem über die B^
schuldigungen welche die Holsten wegen Fehmj^ms erho^
ben^ über die Spottlieder welche sie in Umlauf gesetist bar
ben sollten. Darauf nahmen ihre Schiedsrichter y Herzog
Bernhard von Lüneburg Herzog Eiich von Lauenbnr^ .und
Graf Adolf von Schauenbürg, wenig Rücksidit: sie gaben
ihrer Seits ein doppeltes Urtheil ab, das eine welches dem
König auferlegte den Herzogen eine rechte Gewere zu
l>estelien, das and^e \telches ihnen den Besitz des Her-
ze gthums zuerkannte, dem König die Rückgabe. vöaFleoli^
bürg und Niehuus gegc» die Pfandsumme und die Erslai-
tung bedeutender Gddr* und SchadensförderungeH aufer^
legte (Mai 26. 28)« Sie urtbeilten also nach deutschem
Lefanrecht, das sie ihrer Entscheidung zu Gründe legte«;
während der König sich fortwährend auf dänisches Hecht
berief. Es ist begreiflich dass die Fürsteh ikuf Erichs Seite
jenen Ausspruch liicht gelten lassen wollten. Sie verlang-
ten dass wieder der König Sigismund als Obmann eintrete;
die Holsteai wollten aber nur das Römische Reich gelten
lassen: der Unterschied zwischen der Person des Königs
und der Gesaramfhdt des Reiches wird hier in sehr be«-
slimmter Weise geltend gemächt. Wohl warf Erich spätßr
die Frage auf, wie das Römische Reich anders als duröh
Vermittelung des Königs über <las Recht sprechen ' könne.
Aber die Bedeutung des Vorschlags konnte ihm sohHver'^
lieh verborgen bleiben. Kam die Sache «n das Reic^/ so
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konnte nur ein Gericht der Fürsten die Entschddung Fäl-
len. Diesen aber mochte Erich seine Sache nicht vertrauen.
Er wandte sich an die Landesthirige von Schonen See-
land und Jfttland. Alle drei bezeugteadäss es in Dänemark
-kleine Efblehne gebe; und das letzte meinte, darum könne
Sttder^flttand, das zn der Kröne gehöre, nicht als ein Fah-
nenl^n behandelt sein (Augost 4). Dabei wären der Bi-
schof von Schleswig; die Äbte vom Ruh- und LygamUo-
ster, mehrere Ritter, wid Rathmannen aus Flensburg Ha-
:denileben und Apenrade aus dem Herzügdium zugegen.
;Aber mit solchen Aussagen Hessen sidi dieErdgnisse der
Geschichte nicht vergessen machen.
. Unwillig über die getäuschte Hofihung dnes. gedeihli-
-dieik : Friedens rftgte der lübecker Bischof die Frevel welche
-mif Fehmem geschehen waren, nnd verhängte Bann und
-Interdic^ gegen alle wislche an der Beschädigung der Kir-
tchdn tfaeilgdnommeik hatten; was ihm nicht. aUein die fru-
bete Gmlst bei dem Konig raubte, sondern: diesen auch
iveränlasste die Stadt Lübeck in Bewegung zu setzen, dass
sie den Bischof zu Widerruf und Niederschlagung der
^ache anhalte. Auch dazu liess sie äic^h noch briilgen.
Doch ging min auch ihre Hingebung für den König zu
Ende. Sein Stt*eben die Macht der Deutsche im Norden
überall zu brechen leuchtete aUmählig ein; die einheimi-
schen Städte wurden gehoben , die HoUänder, jelzl und
später imm^r mehr die Nebenbuhler der Hanseaten im
Ostseebandel; begünstigt, und wie unverständig manche
Maassrogeln des Königs sein mochten, hier schien et doch
die Gedanken der Mutler nicht ohne Geschick zu verwirk-
liclien. Daher minderte sich die Ne^iin^ der liübeqkj^r
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(Sf9
mm isA scUeimgef Stnitt Betetoiid m letKifn. Auf.
Yersaauolnrng tu Satn orgrUT ikr Bürgermeiilelr diiB Pär«-
thei der Uetzöge; und bald darauf führen sUidMicilie FhHk
len gegßn Schonen und B^eii und bedrohten dän Kfoig,
der vergebe» die hottändaiclion SeUffe im Sund dagegen
2U bemannen auchto. -^ Aflchsein iVersüch die Difanar«
sehen fester «n sii^zu ziehen misAag; viefaniehr orneuert-
ten die Holsten die alten Verträge nnl ihnen (im J. 1422^;
leinrieb, der frtühere Bischof, wricher sich vw.eUiger
2eit ^ini.J: 1419): krank und «üde ün dasfiordesiuirlHier
iDostear ar1lckgäzei|[en hatte , ywr «nttn^st gostorbml ^
J. I4ätl\, .Febroär lii)c ' Den zweiten S6hn seines .Verstov««-
Aendn'Bniders> Aildlf(VID.), Käticr zu seinem Erbeiiemahnt
Mri 'Ihm. zünäidist seinem Besttzuhgen mil den ' Mob%e*
fiestön Sefebeirg und RbndrfMirg Übergehen, Zu eiMr
oigeidlicben Theilimg zwischen Adolf und den Brüdern is|t
€S. aber 'nicht gekorameh. . . Itaii lAodite wohl erst den Ijmpf
um Soliles#ig^za: ^nde führen woVen, ehe man die fe«^
^enseiti^te . Bbsittvei^ittilteser ordnete. Doch edieint Adolf
die VolsteinsehenAttg^lB^^nhditen g^leilet zu haben: ohne
Theiwftkiiie. seiner Bindear ward ein Straft mitLtAeck «her
das Strandrechft>'ge»cUiohtet. — GeoieHisam bestätigten sie
diis Reebt der holsteinscfaeii Mannen. und EinWolraer, dass
dieselben loeine ileertefoige fther die Gruben des Landes
hinaus: nhd^k^ne Bede mi^s als m bestimmten Fiilen zu
leisten Teii^flechlet' wären .ffm J. 1429, Juni 24). Doeh
hat den Fnrsteii freiwillige. lilflfe wie biiAier /gewiss auch
iä|iäter. nicht: entstudeuw Und der eifrigen Fortsetzung des
Krieges thait es keinen Abbruch«
Ifersog aeinrich hat: hier mit GMck gefechten. Br
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a»
wf«*9tMEte Tfeniiig^ deiseii Um .(Haus. Limbeck jtm
wieder auf «einer Seite sland; seine BiBaatznf xm To»-
dem schlag einen Angriif der Dänen : mit bedeiilendem
Verlust derselben zurück; diese sähen sieh fast auf Flens-:-
burg beschränkt Und auch hi» war ber^ ein Angriff
4es HOTZOgs mit gutem Erffdg gekrönt (Nevemb. 11)^ ak
ein kaiserlicher Gesandter Hierzog RunqMrfd von Schlesien
auftrat und noch eimnal Frieden gebot.
Etwas nachgiebiger als früher mochte jetzt auch Erich
gesfimmt sein: die deutschen Städte und Fürsfen waren
wieder eidig, und da galt es wenigstens Zeü. zU gewiimcin um
sie zu trennen und neue Kräfte zu sanimeln. Br liess sich
bei zu schönen Worten gegen Hierzog Heinrich, den er -durch
Geschenke und andere Zeichen 4er Gunst bestaeh; dieser snd
seine Brüder rerqpradien jetzt die Entscheidung des Rum-^
pold oder seines Gewaltgebers des römischen Königs Sigis^
muad anzuerkennen (im J. 1423, Januar 1). In der Zwi^
Schonzeit ward WaSfenruhe und Behaüptang des gegen^
seitigen BedtzstandeS; der Sdifösser mit den dazu na^ch
alter Gewohnheit gehörigen Dörfism , iierktedet — Wäh-
rend dann aber das Material zu einer neuen Reditsunler«^
suchmtg herbeigelnnicht wurde, sddoss der König seinen
Frieden mit den Slädten, dem ein ftonliehes Bühdliiss folgte
'fluider aUe die den König und seine Reiche ifeieriielen oder
ihnen nicht Recht pflegen wollten': bis zu lOOOüannuiid
mehr sollen sie sich gegenseitig Hülfe leisten (im.J. 1423,
Juni 15). Viettmcht war ein solcher Vertrag sohon fvtt^
her (im J. 1417) abgeschlossen und wurde jetzt erneuert;
Hamburg aber nahm an demselbeh keinen TheA. Damris
war, wie es schdnt^ auch der Friedensstifter Herzog Rnm-
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fdd beifeito gealorbM an der Pest, wclehe alle lUe
das UiBd Terheerle imd zur WaSrnruhe beitragen modile:
er fand sein Grab indem Herzogtkum, aber dessen Sckidk-
ael er entscheiden soHte, zn- Hadersleben, wo der König
ikm nodi einmal Anfrechthahnng d^ Friedens gdebt hatte.
Bridi konnte, sich das gefallen lassen» Denn die Sache
kam nun, wie er immer gewMf hatte, zur piersdnüdien
Etitacheidiing Sigfemunds, der ihm günstig war und in
dito fernen Ungarn^ wo er hofhielt, siidi wenig om das Reehi;
imi dm Vortheil den iMImAest Grenzen kümmerte. Um
des Erfolgs nioch sicherer zu sein, begab sich Brich per-*
aftialich zu ihrii (im X 1424) ;: und^liess zugleich weitktarf^
tige AuiRlhritngen und Zengenaussagen vorlogen, welche
aHe. darauf gbigen, dass das Land Sttdeijütbnd kein be-
sonderes Heraegtkum sei sondern eki Theil vM Mnemark,
düss es hier kein Lehnrecht und kerne wahreft Lehen gebe;
und ifaiss die Hebten den Thön des Landes den sie {nne-
hattea, namentUdi Gottorp, den Dünisck Wohld, Alsen,
die FriesisdieB Harded und Fdhmem, theils als Pfläid flieile
durch blosse Gewalt erlangt bitten; Bcorselbe K^nig, wel-
cher eüf Jahre frfdier dieilelbeii Fürsten wegen gebroche-
ner Lehnspflidit Yorwrtheilen -ilaKs, sehest sich nicht nnuf-
mdir in Abrede sleHen zu lassen, dass sie oder ihre Vor-
fahren ias Land Jetiiab zu Lehn hatten; nsd es häft we-
nig, dass beeidigte Zeugen beschwören, wie sie die feiei*-
liohe Rdehung der Fahne, die Huldigung und andere CeV
remomen aül ihren Sinaen wahrgenommen haben. Erfdi'
Krufenmendiek, der aeihiei' Lehne von den Herzogen ge-
lragen hatte, übergab nun als königiioher Hofmeister, und
BevoAmüchSgler solche Brhldrungen; der Abt Olaf von
L 21
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S88
Kttfidoeitef / dessen Varfftuger die Sehdtongr des Hctzbg^
tUuns an Hertög Gerherd z« Urneltflirred beurkimd^ be«
zeiifl dass es m Südeijüand kein LehnsUerzogtlium' gebe
und meint mit Berufungen auf sThyra Danaibod und • das»
es gebässen kAe^Gotlorp sü der 8<A(ltti»Mi Bäilemarlcs'
die Sadie zu entscheiden. Sonst iHtt nur ein fleiisfturger
Bürgearmeister aus. dtai fferzogthum für! den Könige asf;
seinJB andern Zetagen sind Dainen. — Die' Herzoge hifl^
tan wohl Gründe finden können sidr gar ni^ht auf dk
Yerhanditang einzulassen; SKgisoiand enkbot Ae auaserUalk
der deutschen Grenzen vor ein Gericht das nichl mit dent^*
seilen Forsten besetzt war; Herzog Heinricii soll toAet.
nach Böhtara yergeUlch zu einem ahgeselsteii TerwÜi ge-<
gangaii sein und moehtesiehdödoroU^befreit haitto. Sodh
b^wog der Mbecker Biscbof idieHblsten. ejsi a«f Si^smitaid»
Ausipilieti umkommen zu lassait^ — Der rübiisoHe König
glaubte aber dem ^oi*t der FremdeiLundnchtete weoSg auß
die iausfüKrlidien Bieclitsbegrünjclungen ödiär Fofderungi^
welche iKe Fürsten seines Reichs dm^ch den sdieswige^
Bompropsten Kieolaus Am^ow 'vorlegeh liessem Aiioh sie
übertrieben dann die Alispriidie die iAeimachten, ubfLanige'^
land Golhland und ^grosse.Enttchttdigüngssuntinen we^ei der
sehWedischeh Bergwerke, rund dereriittieilen Km^sohäden;
aber He- Ifauptsafclie hlabbn sid diurek Ur^ündedi ^iMZed*-
gen ridijäg dargetl|HinV ed- dass. auch die! Gegner oe' j^t
niebt Jn Ajbrede zu steyeii inermögen. Clonihwobl enfschibd'
Sljgismund zu Ofen: dass ganz SMcrffitianf, Aiil dem. Dft*^
niscfaiWeiild, der Insel Abeii induüfm Rriesi^dhen Harten^
mit aVeki Reehten und 'sMm.Zidwiiö^y jorebört habe untf
gehöre und geboren mOsse (Jrire direeti el liOb doknini^:
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m
ima KAMg'mi dm Rtlihe DiMtkart, «od diM^^dtnAMi-''
km B«inrfcii AMf -md Gerhard m d«m HeriMgthiun beh
fMbk zligMlaiitoi liike oder «istelie (Juni 28)i 9» isl
eiw dvr IJrtheild gigm wUobeidfliiMlii öfter im Rei^l Hteg«
efhobm #ardy im \BeiHlier a«i dea ErUahdeii deg Ku->
sera Mm Gtriclit Übdr RakiMaöhen baigoMgeii wttvdM.
CHaiibtd Bricb damit feiromian zu katen? Ba ticheiiil
io; denn er land Zeil einen iSlgfrimzug Sber Venedig ina
haüige Land z« mlaniehme». iScdiön Toriier aber iiatte
Niaolais SaaliöWy der henaflidM AbgesamUe^ gegien den
Mfiedaspraidl Verwaibrang eingielegt, weil die Hersoge
bei dar ÄBnahme 4i«a Comfiransiaaea, naeh rdmiachMi Jleeht,
■ooh mindeijibrig waren^ wdi a«eh ihre Ladung nndVer^
ndimiiaig durch den kftniglioben Baien Ludwig von Cala-^
naia üd BrfMing das Miras tliohl auf ordnlingsidissige
Welse geschehen sei; Man suchte in sielten Formen el-^
nen MiutZy der imr' Bedeutung 'haben fconnkr wenn auf
der andarh Seite dag Rachl selber scbwanfcend war. Der
scUeSWiger DompAij^t) dem der lobeckei* M^eh^ ftur
Seite stand, legte nun sofort ApjpeHatiott an den 'Papst ein^
md' dieaerbeäte sieh die Sache an aieh au aieben und
na«» :Verhandlang«n einiulmten. Fbrittber mhin haHe er
eine, deo JBTeicogfeB günstigere SllnHnluig)durahMteheh4aa*
s«i; jetnt tegtüf er gmme die CMegMieiti den AvanffmOi
des iüaw(dien Königs aeiMr nräfnng nu mterwerfenv JOecfa
liesli dieseres iiieht an Bdsoten felden um seiner Intsbhei«^
dungGetaing su Verschailsn. ErwaisaeaaiiTeraniwerleii
dass er ürhundlidi bezeug^ niemand habe vott seniem-Ur^
Aieft fier«Aing eingislegl (Deoemb. 5); er Iftasi attoh eine
Aufforfiarvng an noirddentach^ FUraten und Stidte sowie die
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DiUMrs^diea^ergAQil^ i«tt sie dem Kftmg Eeich wiiter dib
Herzog« beistehen sollen, we&A. d(eee folrlfatarM süineiil
Ausspruch die Aneckeiuawg zu tersageki ffgn J^: 142&i
Härss 1 1) ; . er venDsg Mch notdi den P^ipsl. ditirck Dröhwi-
gen: zu schreekeil, dtsk (fioser von sfeinem .Vorhaben ab*-
stehl und' die bereits dem CardikUd Antonius < zur VerMgmg
der Sache gegebenlsn Vollmachten aurftclauorinl (Mai 23):
derselbe eygehl sieh nttn. it Briefen an ^Ue streitenden
Partheien sowie an den brejtter Erahifldiol-uiid mehnre
StAdte in eifrigen Ermshaimgen für das Werk des Friedens.
Qie Herzoge haben «m diese Zeil eine^Stiil(ie|a*dei«
netten Bischof von Schleswig i^ipontten^ .Nicolana ^on dem
See, der firüber df^ Kausler des ßrafep Clms mwI den
HerJi^ogA QerJiard genresen war und danti :als Proini den
Stiftes JhreSaehe mtfersttttet hatte. Der htildMerBrahi'«
schoiy der aufa«^ gegw seine Ernennung beim Pafste
Einspruch erhebe hat ihn bald d«reuf anerkennen MssM
(W J. }^2ß). . AIb Heinrich aber neeh urenigw Jahren das
Amj^ niedertegte'(w J. 1428), hielt sein Jtoakfolger Nico-*
lipas dieselbe Riehtnng inne.
: Der Kampf: dauiertenun aber zwateig.iJdil-e. und ma»
moohile im: Lande .wohl' ein Ende des Streites' herbeisehnait.
Abcar Edebi war. Iiaeb dem letzen Etfeig zarVenöttiung noek
WMiger geneigt. <als firäher; die Herzoge konnten ebenso
wenig ein Land nnfgehciL;- an 4em der Ruhih' ted. die
Müohl ihies Hausenihing^ das Kittn Theil sich eng aü äre
Sache angeseUossen halte^ das auch nsMrfi grosaeniheils. in.
ihren Hftnde» war. ' Ob sie weiter sibed) ob »e mA
die allgemeiM Bedeuttttig des Kämpft begriifen^.'iaag zil«ir>.
felhaft btoSiett.' Jenes {^tigie «m nicht zuwasdceUi attcdt
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W0Bii die GMUireii igritoMir geweMi #Mn. ' Am wfenig^
itea* koimten äe mt ein. Angebot. eügehiii) vii» 08 ^*m
dordb den Kaiser genMcArt «in iwll: Lbknd lüril 30000
Meffc filr die Aogpvüciie a«f Soideswig zu liehnen.
Zunftcbst brtohteB es ^e Stfldle ilooH enrnid dahin,
ddbs nnf einer Ubeeker EttsanMienkaiift die DAnen tfch
anfneneWeg» des VergiodM und * Aosthiges einUess^a
(im J. 1425, Septemb. 10), die dann.filvilich moht besser
da die fribenen ram SSeie filhrten« •^' iSo dachte Erich
den ReehIsqHlieh' sdbsi mit den Waflsn eu ToDstreekent
wiederum ist die Rtstüng seiner drei Reiche aufgebou
ten, und gestülat auf die Übermaehr zu Lande nild zm
See setaritt er f ufe neue zsr Behgeruiqr von SohfaNmrig
und Gofttorp (im;J. 14tO, Juh*); dort. lag br'in Versiihana-*
ter^teüuQg iiüf dem Hestiarberg, nfadbeitfe eine F^sie^iiee»
Qüetoabtürg (?)^ das üeisse Bu#g des Haases^j namitef eine
Rotte^bonrang trotz mancher. ¥eiinfte di»'EniMrt Sn/.di^
Stihlei] sdbat Bendsburg soheitan die Dinitirbedroht zto hsdmk
Aiiah.dadiir^h^liesaen siek die BolsteA nioht^abaeUreeken.
Wieder 'haben sie TOfnemUeii die Frieaen' zn gewianeii
gestiebt Wähirend (ier MattoEreiguiss^wareiidii^Oat^r^
blande, i^dir und Sylt cbenftfläanf ihre: Seite getreten
und. bei der Lftbeoker'ZusamAkenknfltfk hatte inab es dabei
beHrenden lassen. Jbtzt traten die siebte Harden. dea
Stralitles in i/ir :St. IKcelansIrirche. auf F«hrimsamiMli Und
iuHien: init • «km: Abgesaiidten des Haraogs ibereita , dasa
sie bei .ibinera. alte» Landrecbt bieibenl utidkeih neues Land*^
reoht anndhmen «oitlettv fieidiBr 6eiägenheif:iei>einThea
desiieHien av Aufioef^fanung' fekonmen; Bbemo wurde
damala 4ie 'Biderstedtiacbe.i^Kaene d«r redUen .Wähiteii',
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4bb Landrächt der Dr«aui^ EidMrte^l fivcmokup tind iJ^
hehD, niediargetekrieheii. Dies 6 SiehenHig dea ahgai ftmim^t
tea le^htts enohbint ils 'ein Ztgeaündni» dirdk wddief
diese Gemetaden za bmct kiMliger üiifteMtttkui^f teM
Hei^gisi Y«ranliMi wilrdto. ~ Hwr mutf tovdb^- die
Hülel gefiMidei faftbeii, 4mm et* WU diato fliroifn« Mi
neasburg mtditti/ bdd .wiciilttr den bdligerteii.'QrtaiZ««t
folir feriiigen JLotiiile.
Aber er brauchte nock alärkere BüMe. freu- er «wik
dienal! degen woHle. Er fand lie IM ddiKfilkdtto. Wib
einst sein Oheim die' Hanterger diurdi eittdrin^Uehe Keda
■I entaehddendeft Adgenblick fflr kriftips UrteMfitzimg
gmrailAi so venwchle dassefte jetat der joiige iHateag^ iH
Libeek. Auch, hiv koaite idr noiakiah dltti Veqdieaate sei«»
ms HMlses «tt^ die nMoMige StadI des Adukeiy an -ge4
meinsaitie Bedrflagnlss« dnrck die Dttiea und glftUdfadie
Abweht derselbe elimieni. Bas Voll war wieder 'auf
seiner Seite; der Ratb zögerte wohly dook* gib er diiel
Sacke diesibal niohft gttiuffidi pneis. Bie LObeckar, 'sa^ft ein
kolsteinschar Geaekichtschreiber, wnsste» woUl läasK'das
Holsteniand wie ifa" eigenes Brbe aei| inach desseto üw^
mtvaig auch ihre Aadt mAt lahige stehen iDlmie. ' Si^
hatten «ich Bealdiwendeii über BdftsUgungeit ihres üim^i
deb, fiber Äaderngen im Sandzld zu eriidben. Der
Rath berief jetzt dlig «ne ZugamaMinkmift der bemudibar««
lai<'Städle^ die oine neue GeaandsdiafV an>cMn!KAnig be«*'
schlodsen. Dieser hatte sie drat unlängst an den iabge-«
Sichlemn^Httlfinrertrag etämiern laesea and gdb nariua-«
gern •ihre0>'Fordenuigiaar aoid nenealTenliittelaBgswirBoUlt^
g<m Behdf . ^ Ab me.aber foHenda aüt der Finrdeningr ka4t
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men^ er Mite ffie BofcteA mil 4en HerMgthimi Mdiiuai,
mies er fie enlwiiieden ab; er iroJtte dass es M dem
Rechttfsptiich seii^ Bewenda^ hatte. Sine neue Yeraamm^
limg der SUhdte i& RoMoick (Septeaib. 14.) fand die Aar.
wort «nfaangend; usd nna dachte 019 .den König üU ei^
nem FriMlen an zwtefen, der den dei^tadml lalereaaen
ealapraeh nnd dkm eine Avancht auf Ruhe« gewährt^;:
aie Wetten, daaa da* König die.firensen seiner Reidieinoht
Leiter ttberaektfeilei oder wie ein anderer. Sebrifisteller es
aittidrilakl/datfs:er nirgend, färdev einbreelie in deutscfee
Lande; zu dem Ende verbinden/sile $il4i> SeUeawig VQa
iti Bditgening' in befi^ien. Mil den acU^sudga^en Her-
«Agcin kam Mn biemitderer YeiMg' m^Mi^i dafür. daa$
dh fitodte ihnen hUfe^. wollen Lattde: Und Lenle att tte^
IMen,. wiflui . sie selial'niobi iiA Sttndie gewesen wlirei|,
verpfliohften t aie tMi' aMMbtoasfiicdieaM Krieg an aller
flemaimleUift^ sondern antth für dto Fall anderer N«th(d4r
Mite an! einer Hfltfe von 100 (telraiheiea. S« wntile
mii Ltteoh Bamburg Rosteck Stralaund WiMu* Lüntiburg
abgem^Uesaea (Septemb« 27); AnUam nüd Grejfiiwald blie-i-
bian wegen ihreis Herzogs zuröefc. Jene aber sohicditlee
dem König ihne Fdidebriefe (October), wfd baU folgte eine
lalAreiche Flotte, die nur wifeilrigea Wett^ diesen Herbsl
an weiteren Unternehmungen hinderte.
' Sphnn Torher warFeimmi iai die Hftndie iprlOf^lafw
feMfen. Nodi wibrend der Verhandlungen ai» fcaiseipUchw
JMfe hal Graf Adolf die 0üßlltigen ftewPtoer ui|t^, gfso^
stiged Bediiignngen zur ROoUicIir axif^orderft^J.H^'i
Mm); imr das S^Ueea Gbilnbeok> '3c^iirt',eS| wftr nqc^
in den Hinten, der D^men« ^tatjrfgabjsi«^bi4i,eJe«fa|Kung
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kieioen 'Schatr hdfteiiuwlwr Tifali^ibrttier, > weksfcte
die Menung su verbreilen wusatea dliss ne Eum Hoereder
gefttrdiietea Städle gehc^rtea ^ J. 1486, S^temk SO).-*--
Als der König aber die Nachrickt tqü der feindlieiieil
Rttstnng dieser enqüng, be&hl ercUe Belagering.äfcUe6«f
wigs aofiiuhdieii; und ao eilig geaiDhali dies (Oeiob. :21)^
dass mal von der Stadt aas nocb GesdiUlz und Lebetta^
miUel erbeute« konnte. Auch die HaasedHirg irard er^
stürmt (Novemb. 1). Heinridi nahm eiß6 befestigle Mtthla
auf dem Wege nach Flensburg, auf das er jefst vor allem
sein Augenmerk richtete.
Die Stidte halten inzwischen eine Fehde umMdieti dedi
Ivremer Erzbischof und dem braunschweiger Heivog glfiebr
Uek beigelegt, und in Folge davon |keisst ee, rüstele im
ganze Provinz um den HöUten- Httife zu bringen.. AU
sftch^isM^ben StMte die zum ÜMisobunde g ehdrMi «vv^
den aitf dner neuen Versammlung zur* TheSilahBao ein
Kriege bewogM (nn J. 142T, Januar), und einzela saaÜMi
sie ilve Pekdebrirfe ein {Mira 26), Hfldesliekn Mafg^de^
bufg Braungchweig Halle Quediinblug Ooskr Hattingen
Hebüsledt Halberstadt Üken Nerdheim Aschersleben A^
feld Merseburg Hannover Hameln Einbeck uiid Suxtdhuddt
sie zählten wenigstens Geld zur neuen Attstung. Aädt
der Marschall Ludwig Blttöher meMete denn Ktaig Brkh
4er drei Reidie Schweden Norwegen und Dtuemaitk, dass
«r sein Feind sein wolle und aller srinerManneu; diu: a
den drei Reichen sind. An die Spitae dbt ^IfidtisidMi
Fiptte trat ^Serhard, der jftngste der hers^ogtichea' Brider,
wdohei* im vorigen Jahre sdion kobteinsohe Schiff» ge-
führt hatte^ und ei* stizto es durah, dnai manna^h ebiem
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Slreifiiugr ffegeii die dänufckeii Inseln iri<4g^g^iFteitsb«y 9
¥^n9tej wMbM Heinridi^ i^eidiEeatig Von der L4in(lseM
Magerte. '
Diostr Angriff irnfde verhttngnisi^oll für die Hobieni
Ab Ungedidd .über die vfersögerte Einnahne efaien der
tundiiiiiger Anfiihrerl)ew<W¥drder fimlges^tzteii Zeit seine
Lenle SU ein^iki näohlHdMH j^nani zu neizen und direh
den entsMIdenen Lärol .der jnag e Herzog geweckt wurde^
eüe dieser uhgestüni «li üb Mtner, die iiein anderer
vor ihm 'eibteigen sdilte» : Da fisind er durdi die Hand eit
nes Dtaen setnen fintthcfn Tod (Hai 28). Ifit so viel Aus-^
dtmer hat^er^fibr i^einBrU ga^üMikgi seit doli ^nlen Ta4
gen dd er die. Waffea Ifagen 'konnte. Nun dem' beaseilen
Ottcke nahe ward tt hinweg^erafl, i die Biätke ubd def
Stolz Btitä0ß Häusäs tod ILandes. Män^Nrieaf seine Htosigit
kttt tKenichkeit und Geüedlli^Mit; ilzt wir er feei^drig^
WmptMimgm 'kielt' «a? treu:- fir .war .angeeehoi: und
bdMt kei^aibii Naehl^An. Sein Ted madlite: soidien
Eindmck, dass! die stftdtisdien-Hai^leutQ eilig' aillbrtehei
und «üt SokiSieai und LoMisii in die Hämatb futardo. :
: AsiaViäbdify der ^efte BmAtap, übemah» daH Hecsn^
Ikom und die LeiMng des Krieges. ¥on sieiner AbMfgiaig
f^midie Dänen kal mm sfiäler zu erzählen) 'gewusst^
wie er ieinen Schniud^ weleheii' Margfeuretke' iikn^^tratg^
kies9:«cht. aiiHHnM^ nmk sdnM «m;i^ekte bildete. Er
war en&ogenr' «m ,Ho& des einMssteidien.undjtttphtigen
8ni^|^en:.Friedrieh voniNürnberg, ilrricher diä brandeivf
hargw.Mnrkgcaisdhaft. vom Kaiser Sigismnndt erhalten kat
Ilfmn katlQ der. Okein iHeinrich ihm zunäeMt sranen >Ai(-^
theil an Hotetein<.:ülKitgeh^.i.'lu Kriial^e mar: <jr .biiiM'
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isurückgelrelen, 4oeii MwesttMl in dem Lager vor Flenü«.
hwrgy imd vergeblich bemäht die Städte sogbifb zur Fcurt^
Setzung des Angriffs zu bewegen. Dagegen geirimit er
mehrere iUtter dtiroh gfinätige V^sprecbügeM. zb eiueu-
ter Tbeilnahne am Krieg. Sicher war er nibht der Maiä
vni von dem begomienen iiiampfe nünhlds- ahnstehen,
auch wenn der Kaiser oeuäMdMungeii undDrohmigetiaii
die-Gegtier seines königliohea Freundes ergehen iMM(JulfcS).
Aach die Städte. liess^ sich doch lücht lange iiire 0M1*«
eben* Der hanburger Haiiptiümn, dfir.deh Anlaaa. zum
Ikiglüök gegeben hatte^ ward zur Ventttwnrlwig. göMA^em
Eihenöiie Biotte lief ais^ um «ti^anirfickkehrettd^nbiBOM^
sehen ScIiiflBä zu decken und der Weichseiflottb die Diureh«
fabrl! durch de^ Sund zu. sichern. . Ak bs aber lumTnet«
fen mit den Dftiuin' im Sunde kam (JuK S^, ^labbe Sai<^
Iracht- und: wahre EnÜschliMfaniheiit. 'Dieteiheiiy besondenl
diei Hamburger, kämpften ungiicUich', ändere kauten aicl
anrieh o^r mimgünskig zuriric, und del* OfeerbefaU»;
htber Tiedemann Steen Hess am Ende den Rttckräg n*^
treten frime die Ankunft der reidiea Handelssohiflre'xn er^
warten, die nun, wenn aneh nadi' topferm .Widenitand, in
die Hände der Dänen fielen. Kam es dehn JEönig auf BenM
|in, SO' mochte er hier rddie Entschädigung f(hr ' mamte
Verloiitef'toden« Er benntzte die Saehe' aber audi anders«:
er suchl^ die BOrg^r, widobe «bnr ddn Schaden inwilli^
nrar^ih^ gbgen die liälke au&uheiieii, undr vecanfaissle
wivUiGh ' daiss an mehreren '. Orten * innei*e Bewägungon mm*-
brachoi. Steen ward zur yerant^oitang geriagen, ü
Gegenwasi Heraog Adolfs verhört . «ad län^erdZeit in
liaft' geballem In.IoMem.iqMitlele maii^det I^eidier
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Qttd lobte HaMnirgs AnBdmit:
Hamböroh de insu &tmi^rm
/De van Lubeeke voret den badequast.
Nwi adiien aoch' der Kaiser aeine Drohnngea verwirk^
HehM '«U'iwoUen: ein fiesandtar deaaelben IMciidaaa Stock
MM^hien^ um die Lttbeeker und die Herzoge intt Ctile oder
mit Zwang ziar HerstdHong das Friedens zu bewegen.
Wenn diese lioch; dininri dies mräckwiesen was iknen
idcht den Besitz des Veraogtitnis g^ewArle^ so liesAien
sieb Jene, w^igstens 'auf Uitterkandlu^fen eib) liieRen aber
dca'Abg^ändten Im. Aui Ende fahren sie lidt enieF neu
^ittstetefr Heile nieht naob FaMevbo wfe sie vorgaben
att# friedBAen . Ausglei^femg, simderii vor Moperiiagen
tum j^dMehen A^fftMf lfm l 1496, äsprii), Ihre floate
war giösser innd bbsser- gtrUstet ab ^e^ Aber 20» SolUM
flodt 8 >6disr 12080} BeüraUheten unicr BesEÖg fieririards
Anittbraigv Dcliiiiodi.::ri0hteleii sio'x wieder^ nicHts aw:
Eiieh Ucit seine' 4Seiafb ith: bj^wtigtetatflafbn zurttek, und
wedet sdM es nöl^icb diesen zu j^türmeit- noiek gelang
es> was m« viairsQclitei (ApiSl 7)/ die EInlUiH durok v^-«
maiäie^ Sehiffp gänüich zu sehlitesen. — . Ks^v gesidiab doch
deti Sommer ntekts/ als dass eine AmiaU Vitaiieid)iftde#
OergBti plünderte^ uwCHoKzog' Adolf mit :v«rbfittdeten dtot-
scbek Pursten einön Beutezug liaeb Jüttaad mafcbte/ der
ihm an 30060 St«sk ¥ieb VecschidR liabeik soU;
Der gadze SHe|[ schite dcb "jiilzt mr sokhe verein**
9^e Untevseimmi^ aviteisen: zu woUini. EMntoidie
S&Oh yersucikcta einen Handslrdkh buf Stralsund, ierMM
teil aber ddnsb die tapfere fiegenwehr der Bttrgsi^ Wdebe
ßitfgt cinf^' j^dknlbugol in. b^snmtadn wwsteb) bedMlenden
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9QSt
Verlust (im J. 1429, Mai). : Soiili^dfedie SdMfc idie im
Köiug die Steuer de» l4HB4es.wUi^[ett fielen In die Hände
wismarscber Vitali0iibrflder. Heiteog Wäkelm^ von Brann-
schweig zog für 84M auf vier Monate nachSAieswig und
half ^en Holsten ^nriide und das benadibnrta ScUmi
Bnmhind ^ohorp (^epteüd).), das diese dum aufs iieue be^
festigten und zum Stützpunkt für w^tere Stretfnäge malditiini
Der König Erich ia|. in dieser Zeit.fasI verschollen.
Seü der vergebiehen Beli^erung Sdiieswigs ist. er nieht
wieder ins Feld gerüokt; selbst die Vettheidigmig dei K^
nigreichs bat et grosseatheils der KWigiB Philin^, eiaer
engltsohen PHnzessin^ tlbmrlassen, die. an GMetesatftrto ond
widirer Kjrsft dem tiemaU Hberbgeli wAr.: Sie istiabmc
am Anfmg des. dftcbsten. Jikhies (1430). geatorben^ ^und
tortan senkt sich der Stern- -seiBfsfililebeS'nuriBOöbliefef.
Sio(di .steht jener Erich Krammendiek ibiii Jlir iSlrile^ und
li«^si49h aus. de^ zunehmenden Enlchlafiiig mifirarnffetty
wirft, dieser sich noek einmal mit dauer Anaähl SMIffa ge^
gen AlsibifL Allein: (Ke. Schlösser suid woU heariannt/die
Landuilg uriirii verhindert, and bald ergreift, ein Stmrm die
goblffe tmd zerstört .nicht weniger eb: sehn A^miktm,
Srifih li^dirt ruhmkis nach DSnematk ^urildc: (im üeAs^.
Daawisk^hen hatten dfeUnteriiaitdkuigeBihifmiFprtgiattg;
zvreimd hielt knan zu .Nykjöbing .eite :(2«ammenilBtaft (im
J.1429, Juni. 1430, Jidi). Erst wollte maH es Wiecter mit
Sohiedsrieht^tt: veraoehien, konste sich aber über den Ob-
mann nieht einigende der Komg wollte 4fn «imiaakcii Kä>iy)
die Stäifke den /Papst. Dm andere Mal steiften idie^ aMte
den Antmg atf einen längeren WafanstiBstisd von zw6U
zehn criifflr do^^seehs.JiduneB, wnkhiqiiBri^ woBte]
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sss
dei^vielMchrsaiaerSats wted^mit hdigcii RechMcH
daolioikw kerVorkaniy SchadaMemlz imd Herttdlwig^ des
SrOberön. Büildiuüste .fordärta, daza Aufineehtiudtuiig des
UiTlheib Jber Sdddswigy dk« er böehiteiui wthrend eines
WaS(«fliHsUBide8:ftiif bin Jähr rahm lassen wollte. Die
Uitlerhandlang- zerschlug sich, und nur Rostock- scddoss
eni^ Separatfrieden (AugnsQ, dem etwas spAter Stralsund
beitrat, zum nicht geringen Verdmss Lübecks und der
iHideren StadfC; wekhe so 3iren Bund gebrochen saben^
Doch ! Usssen die^e audi eine neue ZusanmenkiBift sn Hei*«
singborg (Decemb. 1^ ohne Abschhiss tivObergeiien, da
sieh üroU AnsBicbt nr Binigiing 'über die anderen Punkte
neigte^ nicht aber« über die ScUeÄrigscbe Sache, welche
der AnftngMd die Summe »des ganzisn Kampfes war: statt
die et hohenes Ansprache a«f weni|[stens' fünf Jahre ru-^
hen ^ Ikssen, wiriite Erich niehls ris deii Waffenstillstand
auf ein Jahr, und forderte auch dafiür besondere Sicher-»
stelung dnreh dia Sttldte.
Schweriiidi setzte er seine Hoühung noch auf die Macht
der Waffen. Er drohte mit einer Appellatien an das kai^
serfiche Kammergericht; vor das die Städte schon durch
dM Nicolaus Stoch geladen waren. Er spradi ausserdem
in -bewegliohen Worten davon, wie (Uieser Krieg der Be-
kllaipAing der bussitiscbenKotzarei Abbruch thue; md dici
Libeeker betten doch nötiiag gefunden in ei»^ besonde-^»
r^ Protestation zu erldären^ dass sie keineswegs gemeint
seien lUesör Vorschub leisten zu wollen. Auch die drei
gSisAichen C^mftlrsten, die meisten norddeutschen FOrstenj
der Hochmeister des Deotsohordens von Preussen, selbst
derKdnig von Englaiid, wie Mber der Papst, habeli sich
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sst
4id.8dliliflhtiiiig cUsiStreitds angete^nteiii' Imm. Ab^
Erich war hartnäckig, tuid zähe iriö i^ar fa ei»»f itiHtoteifte
sich anf den Asssjpruah. des ^Kbisert.uBd di« Urkuildeii der
Süile^ die er ia bestercn Taspnl eriäigt hMle:. ft-^bochtid
wohl auch fiUiIea dass «st seiden Rnhaa lücbt vtemehre,
wenn er jetsti nach zvlimtig^ Jähren tiven Kampf aa%ebe
an dessen Durchfiührmg (6r die Macht des ganzieii. skan^
diaavisohen Nordens gesetil halte. Poißh Midi äim^käiud
etwas anderes übrif^ Die Holslen #aren. iiii Beate Ewt
des genasen Landes und bieten festoalaja änihreiii'Reeh^
dessen Sieg kaum noch zwtö^elhäß war..
/ Non war auch das Glüok mit ^b» flersoifenu . Bvitk
Lijst und Jm ^rerstäkidnisä mit den deulschen Bew^htiei»
Eknsbnrgs bemächtigten sia äch. dieser #iGhtifen.atadt -(im
J. Haa/Mär2 25). Am Pätesomitag zoigfeft ais <efa»; aie
enqpfitigen anf denü Narirt den feierlichen Rittersdflag^ md
ertheillen Ahm sehn ihi'er. Begleitet'; so leieBtbii aie die
kaum gemachte Eroberung. Die dänisch Beaaiiiipg: infd
i^r von der .Bevölkerung . dttdisph war ifeHtiuAled irer-
gebens einen Widerstand« ,Nur dasSeUossiauf..d<M9e]Sge
hielt sich längere Zeil^ Aber Krieseät VersMrklm das Hbei^
der Heraogei au^^h die Städte aandten fiüUfe, .eilst fiaid^
treppen, dann auch: Schiffe inm die ZuiMir ton der Sed
au IM^» Sownrd die BedätTfui^ durch harteR Maji^J
znt Üb^giibe geaötbigt ^Septcartb. 7), Die J{ni»tDg# üib^r^
gaben Schloss und Stadt mit den diwu gehötjigau HarAan
ami imtQrn au treuen Händen.* Dann nahaaw sie Miür«-
hnns (MoYe«ybi 30) ml Qnndtoil, den b^eslKgten üjütdc-r^
fit£ JEriQh Kruqsmendiefcs (Qeqemb* 16}. S^ur Huder^lel^
war noch in den Händen der D^nen,; aber jhrß Verm^jk^
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von hter aus geg^ dien '{lüden in dringen sind mit Ver^
haat zwptLdkgencihfen. Dakin hätte Erich seine Hartnäckige
halt geführt) daas ei* fcanm noch deii Fnss anf den Boden
des Heraogthüms setzen komite. 'Da, sagt die pordelbi^
sehe Chronik, flrente sieh das ganze deutsche Land; die
Lttbsdien eiUeüten wieder die lürone des Lobes. Et
herrsdhte grosse Lustbarkeit in der Stadt Der KOnig aber
war aller seiner Madrt b«raubt\
Es ist begreiflich dass Erich äch um diese Zeii in sei-
lten Fordenuige» nachgiebiger zeigte. Gegen neue Yer-
mittler, deren Auftreten der Kaiser begttniBtigte, liess er
sich remehmen: wenn seine Widersacher tiänke dass 1k^
nen das Recht zu S6hw«r sei, so wolle er sich auch zu
anderer Sühne verstehen. Was er sein KecM nannte^
sdieint denk Kaiser -selbst, der es ihm einst zugesprochen
hatte, am Ende zweifeihafl gi^prden zu sein. Herzog
Adolf antwwtele auf die gena<Aten VorschUge: auch er
sei zufen Frieden «willig, wenn der KOnig ihm . sein vfiter^
Hches Erbe lässei Dafitr war. er zur Anerkennung dei*
Lehnshöheit und zu jede^ pissenden Genugthuung wegen
des geführten Krieges bereit. Der Herisog kämpfte nicht
um Formen, in denen nun, als die Itaupisaqbe verloren
war,^der Kbnig eine fienngthnung fmd^ -^ So weft war
man schon vor dem FaU des Flensburger Schfosses ge-*
kommen. Nacb demselben, bei treilcireil Veriiandluiigen
auf'l\ilster (Septemb. 2S), gestanden Erichs Gesandte den
Bolsten ehl^ Stillstand auf fünf Jahre zu, wihrend derer
der Konig ^ihnen gerne ein Schweigen thun wü'i; stt Imth»
derten anfangs Anerkenmiiig ihrei Erbrechts,' doebüeasen
sie OS danii dabei aeia Bewenden ihab^s. Oen Städteta
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und di^ni (fememen Kaufmann wurde m allgemeHMi die
Beätütifong ihrer Friiilegieh in den drei Heidifin ^xuge^
sichert; nditKaufiseliatz, wie es faeisstj in Hdsingihr m4
Nestted; m Stockholm und Stderkjttbing; in Bergen und
^vadf er-: siie dörftm friedücli nnd sieher die Reiche des
Königs besBchett; sauten ihm aber die Pftdkt thun welche
seine Leute und die Kauflöute aius anderen Landen Ibiten*
Darauf trugen sie noch Bedenken eiazngehett. Doch ruhte
disr Krieg; Uftd ein Jähr spätw kam der Stilbtbud für
beide auf die angegebene Zeit zu Stande (im J. 1432^
August: 22). Die. ^ädle ehielten nnftnäe BefugniisMtes
KQinigs Laiude zu besuehen liach alten'FriYflegidn.iUttd fie*
wobnheit^. Den Herzogen wunde altes geUsseb wias; sie
in Hindeni hätteä; ausserdeih aueh T^rning^ dem König
Abdr.namenäich die Westerhifrde ¥^kr imd: Amlmti jä»^
gestanden; die er behauptet haben mussw DieikdiiigUebeil
Anhinger sollen ihre Güter im Lande '.wiedet.eriudteii;:mk
AjEunahme Eritih KrummendiekS; für den. man erat eäie
Versöhnung mit den Herzogen anbahnen will. Ber .iin4
glüchUche Httter hatte als Lohn für. seine dem Lande treu-
losen Thaten es nieht weiter gebracht als dass ermit schwe**
disohen Kiiiem auf den^Seeniub xogy eili Gewerbe in
dessen Betrieb ihmt sein Herr und König nur JEUibaldnachr
gefolgt ist : ^ \<.f I ^
Noch einmal spaimie : JSriqh fiteüch die Saite« ho^,
als. man nach dem Vertrage au weiteren Verhandlungen
tbeil den wirklichm Frieden sdhritt Jetzt halle er s^
neoL Ziarn hauptsächlich auf die Städte geworfen^ und im*-
mer wieider kam er auf die Forderung einer Sthne föi;
deh FriedensbnMh:imd. anderen Schadensersatz zurAek«
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S<i Wir 69 y^g^ham dRM GeMdHlte nni ^ewSUte SoUeds**
riditer sich m SreaAbüig {im h, 1433) und im Wordtn«-
borg (im J. 1434) zusammenfanden. Sivit uls dio FlamT*
mm etaes fOlgieiii^an Aitfstaod«» gugen d«s idttiuMheRe-
gfoieat in £M|]|iF6d0p in die 80he .Mihigen. und EHch woM
erkimnla dtss !^ ^e der s^toslei» P^epi aeiniNr Kr^nt
kk Q^fiyur gosetü ba^e duroh seinw Trabs um Schief w«0i
wiiHi9ny liess er sfi^ weiter bei^en^ und anob 4^ e^ntHuh
wr, weil er ^e V^lmdang 4ßrLübe<;ker mit.denSdiwe-
d^ff fürpht^n miisiste. I^ßbhaft^pi Hass aliiflien in dieser
Z4^ ihre CbraniKea gegen die P&nen» von weteben ein
Zeptges^sse sagt^ dass äe ^cli dem Blute der Deutseben
uiad der Schweden düri^te wie den Sirscb in der J(^4
nadi dem Wi^s^^r. Die SläcUe welche nooh im ^iege
waren ^ gestärkt durqh djee Sus^immung eines Hansetage^
stellten auf d^ neuen Zus«mmeiifcwft in Wprdins^o^g (im
J. 14^j bestfountere Bedingungen: der Kaufiofinn so)Ie in
den drei; ^e^cbeur an keiner anderen Stelle und keinen hü«:
heren Zoll gebßQ als es seit hundert Jahren derFaU g^we^
sepi, ei: soUe alle Freiheiten ui|d Frivflegien geni^s^n w^^lch^
am der KOnig ficüJier gfg^ben; dietier. ^Qe auf^ ^Ilen
Schaden ersehen der dem Kaufmann yf>rber zugefflgt «el
Dafttr wollen sie den Unt^rthanen des Königs in gleicher
Weise in den Städten u^d in Holstein die frttbern Zollver-*-
Ummsse und IBlecjite ^jutheU werden lassen. Es sollte
ausserdem aUes ^edit das. der Kpqig in 4^ Kaisers Hof
gegen Hersog Adolf wegen des Herzogthumii Schleswig
erfangt hatte, todt sein und k^ine Macht habeii.
Die Lübecker Vjorsichi^m da» di^ire Bedingungen erst
von den Räthen des Küniga, dann von ihm selber ange-
L 22
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nammeä sind. Die Urktinden stehen lAmiie iiidit in Wlder-
spfüch/^aber sie'-kleid^> was f eschfth iit gHnqiflieliere For^
«en für 'deft^Etfnigf. ^ »•' -. ?
Zoerst Iram ei$ milAdelf^ der tiaeh Geriiard^ necii
alleiti' Ton den- ftiftdern l^)le, zum 'AbscMufSfii (luK Ih);
derXöhig- überlkssl Voh> der Ki^ohe w^gefi/ itnt Susiiih-^
mting dör'Rftth^bef «nd Malinsoliaft, dem H^z#f '^oÜ
Aus wai^ er Tan dem HiBrzegreidi m Schle^swig inVft^
rem Und Besitzung hat, dlizu Fehm^rn die Frie^ande' iIhM
Utlande/ auf Lebenszeit und seinen Erbeti auf zwei iabre
na<;h dem Tode, nach d^en AMauf jeder sein Rechl üin-
vei^ndert haben soH. Keiii weiterer I^iensl WiM fttr jetzt
^gesetzt/' nur haben sie gegenseitig Friedefi ^ü'lialten;
zu dessen Aufirechtlialtuiig alijährlich je %wei 'tras jedem
Lande zusammenkommen und über den Bruch desselben
Hchten sollen. Die Theile welche derKötaig noch in Hön- '
den hatte, Hadersleben ArrÖe Westerharde-ffehr und List
auf Sylt, will der König für jetzt bei der Krone behalten,
es sei denn dass Adolf sie mit Gnaden ''oder mit Ktten
von ihm oder seinen Nachkommen' erlangen möge; wird
aber ein' weitertr Dtenst von dfer Krone gefordert und
Von Adolf geleistet; so will' der König sich über jene Be-
sjitzungän 'mit ihm freundlich verständigen^ -ßoUfe nach
dar festgeiietzten "Zeit ja wieder Krieg beginnen, so muss
derselbe 'ein h^aibes Jahr Vorher angesagt werden.
In dem' Vertrag mit den Städten (Juli 17) ist noch mehr
davon die Rede, dass sie deiniähig um Herstellung des
Friedens gebeten. ' Auch stflten sie alljährlich Gesandte
schicken, um etwtige Streitigkifttlen beizulegen, ehe sie
zum Heringsfang mich Schonen gingen. Aber sie erhie!>->
1
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83S
fen volbtindilr idie :allen- Kechle wMör;. >.iiiid <)^.Bhnd'
mif; Snob (vom X I4S3) wardiausdpttcklich »rfgiehobeil. '*
Gewiss kannten jene Vorbehalte «Hd Worte avr deit
König täuscht. - Der Sie^ war noeh eimhal entsobiedeti
aiif deütscber Seile geblieben. Habra die Städte nidil
gani das frühere Yerbältniss bersteBen köiiiieri, so lag der
Grand bau|>tsäcMich in der CSoacurren« des hoUändischeni
Handels, der sich mehr nnd mehr gehoben hatte und riidit
so Imcht zoritekgedrfingt - werden konnte. Auch hat seil
dieser Zeit der fiering die schonische. Küste verlassen väiA
sich an die westlichen Küsten S<5haflands nhd Hollands be-
geben, wo die Ostseestädte gegen die Flamlünder und an^
derie zurückstehen mnssten. -^ Auch in Schlesw^ watf
noch nicht alles errdcbt Dem^ Adolf ist ziknädist nürder
factische Besitz des Hen^hvms eingeräamt worden; ier
wird in der Urkunde Tuchl Herzog, nur Graf genannt;
und es fehlten selbst noch einige Stücke dec^ Landes;
Aber das Wesentliche wai' gewonnen. Daisi' Recht war
auf beiden Seiten vorbehalten^ aber man hatte weU ntchl
zu erwarten^ dass es so bald wieder von einem dänischeix
König gegen das schauenburgische Haus streitig geinaii^t
werde. In der That war das Obergewicht nnzweifelbflifl; auf
dieser Seite. Alles, was der Kdnig Erich aufgeboten hatte
um die Hoisten ans dem BesKz des Landes zu verdrängM
war vergebens gewesen; die anfangs eingenommenen
Stftdte waren eine nach: der andern wiMer verloren gegan-«
gen, die Bewohner des alten Herzogthumssi^wieFrieslanda
«id Fehmerns nur zu< grösserer AnhSngfiohkeit an: deA
Herzog hingedrängt worden, während Erich sichnurgends
Freunde gewahn und nur die nördlichste Stadt des Landna
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S40
noch mite seiner BotMssqM^ halle; der Yerimg aelhsK
deutele darraf hin, dass aneh aie und die feUemlW h-
fehl baU za dem aiegreichen Hferzog ziirüdikehren wür-
den. Dar dftnisehe König leistet hier in ..Wdurbeit sam
sweilen Mal auf Schleswig Verzicht, nidkt ao firfeiwillig und
nidht 80 YoIlatiüMliig wie das engte Mal; id^er da ea nach
kngem achwerem ISMmpt fMchiebt, ist tä faat wf chüger
als jenen; für die Zdinnft ward, es jbdenfidb enisch&idan-*
der. Denn auf Jahrhunderte hin hat man aHtn:anf dini-*
Scher Säte die alten Ansprfide mhea iMsen.
Aach .kostete dieser Krieg dem K<inig mehr als den
Veriunt Schleswigs. . Die UnzufHedmheit ^öber die sielen
Büstungen und Lasten hatte die Schweden : zum offenen
Aufruhr getrieben, und wenn Brich gehafli hat diesen
jetzt nach abgeschlossenem Frieden unterdrtlohen 9,u kön-
nen, jo war das eine grosse Tluschung. IKe Bewegang
verbreitete sich auch über Däiiemark, wo dasischlalfe Be«*
giment des eigensinnigen Fürsten nur neue Sdiftdta den
ahes UnzugdSlgt hatte. Adel und Bauern standen idck
feindlich gegenttber, und statt mil kräfliger Hand iGeseiz
tod Ordnung z» handhaben, yerfoigte Brich andere Pifine;
und da ihin auch jetzt das mdsle misslang, zbigle ervöl-^
Kgiea Überdruss an der Herrschaft, und ging ati Snde
mk seinen /Schätzen und KehsWiibern nach Cidthland. ^
J. 1438)y wo er zehn Jahrb bmg, und anddre zehn in
Pommern ; ein abenikeuerliches, und unrühmliches Lehen
führte. : . Es ist doch vomendidi der scUeswigsdie Krieg,
fcr ihm den Besitz sdner drei &onan kostelo. Brich ist
der zweite däitiscbfe Köniig, weldher das KAnigreich y^-
lor,. weil er das Herzogthum zu gewinnen trachtete..
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Mi
DieBer ViiuiAwiuig der Dinge b^ <dem Mefztg Adolf
Motite Gabgftoheit ; um* aaoli das zu erlangen urag libti
nobi fefaM Bei det einbret^hendiea Zen^ütlüng des dädif-
ichen Reioli8= kalte man ibn flU ftlrchten oder nmibte aü«-
cUen ihn ibu g^rvnmien. Der. Reicharatb^ dem die LeilkBg
der Regienuig' anheimfiel ^ war ntar bemüht einem Teindli^
dken Anftretendea Herzogs tombeugen; der jÜtütcheAdd
von den Bauern bedrängt suchte geradtou seine»; Skdiut^.
Doch wollte Adolf aar dass HadersIebfB imd Arröe als
Theil^ des Ha*z0|^ms in seinen Besite zurüelckehrleii,
und daau botider-Bieioiisraih »lUst die Hand. Bin Yer-
.windter des din|sehen Kdäigshanses Chrüstoph \m ftiSi^
bAeam ward herbeigerufm um die Verwaltung des Reichs
JEU tibeniJBhmea. Als mit ihm der Heichsrath i»ierst eine
ZusammenkilnftinJjöbeick haitte, sandte er dem Brich ein«
förmhohen Auflsagebrief (im J. 1439, Juni 28), der unter an*
derm über die Yerleihui^ Von SdUOssern an auslündische
i»d besonders deutsdie Männer khgte und den Vetlüsl jener
bmden Besitzungen auf seine Versäumnis schob. 2üglei(A
aber schlössien die dänischen Räth(ß einen Vertrag mit dem
anwesenden Herzog (Juli 2), der diesem alles zugestand
was er wünischen konnte: Hadersleb^ und Arröe, die ihiii
in kurz^ Frist (bis August 15) überantwortet werden sol»
len, und wofür die Reichsräthe Einlager in Rendsburg
versprechen und einige unter ihnen besondere Pfänder
stellte. Dazu geloben sie: wenn das Reich Dänemaik ei-*'
neu neuen ^^i^ gewählt habe, sele dieser ihn mit dem
Herzogtfaum belehnen, wofär der Herzog seinei* Seils Pflich-
tigen Dienst zu leisten hat Wird ders^e aufgefordert und
gebeten seinen Ralh zur Wahl des neuen Kteigs zu ge^
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B42
Mn, 5« aoB er es Ihiui^ ddch' stelil>«»'äeB Rdolusräthen
frei aiaoh iohne ilm zu wählen.- Dio* Rbiobirj&tbe. verfipre^
-oben auch die königlichen Bauer» in ihren Lehen nicht
-über das frahere Recht Unaus zu tedeUttaen:; Vwierden
;«iidere in dieser Bexiehung viei^gewaUigti «od : darüber /bei
dem Herzog Klage geführt; so mag er< sie; sehützen bis
jEü der Anhunfi eines nduen Königs« -*- Bitrun Wht eben
Christoph ausersehen. . : /
; An demsdben Tage wo Hadersleben^ und Airöe mit
dem Herzogthum wieder mreinigt werten soOten (August
15}/ ertheilte der vor Kürzein gewillte römische Ktnig
Aibreeht; fern in Ungarn an der Thdss^ dem Adolf eine
Besiätigiiilg aller seiner Hechte an dem Lande: was er lud;
au PrivUegien Briefe ; Rechten Gnaden Freiheiten * Ehre
:und .Würdigibeit wird befestigt und gekrfiffigt ¥on römi«-
4Boh^ königlicher Machtvollkommenheit. Dadurch ist be^
seitigt was einst SigiStiiund wider das Recht des rHerzegs
und seines Hauses hatte ausgehen lassen; es ist ditmift
zugleich eine neue Verbindung Schleswigs mit dem: deut^-
sehen Reiche angeknüpft "worden. Dal» habsbmrgische Haus
hat jetzt) da es zum zweiten Mal die deutsche Krone em**
pfing^ hier im Nord^ für die Wahruoig deulscher Inter*
essen besser Sorge getragen als es die Vorftiifaren und die
Nfichkommen thaten.
Kaum war dann (im J. 1440, April 10) Christoph mAt-
lieh zum König über Dänemark erhoben worden, als er
die iu Aussicht gesIdBie Beteteiung erth^e, 'mit auage*
streckter Fahne, wie sich das gdiörte', zu KoMing (j^il
30).;, Das Herzogäium wird dem Adolf gegeben ^^u ei-^
nem rechten Erbleha^Diit allem Znb^r;* dabei wenden
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U9
fsrlmm mn m^^P für ugOtOg, ttBd todt orUärt, 00 imn
Qipe j^üpUcebr 2u d«a LelmsproQQsseti Erichs nicht i*«hr
möglich war» Und i^ gesehMit 9Ut Raöittnd ZutitiMH
laung d^ ganaen Itoicbgrath^y desde» Mitgliedern BiscMSfo
wd BäKor, die IJ^kiude zugleich Jmiegdt hfth^.i Eiai«i
gefk^ heitipt es.wohly war es niAt reehfdijia Hau wieder
y^ständig bis aa die Koldiager firüche alles w dasHer^
^gthiw kaui doch Oß gabM ibse Zuatimmimg« Aach
hat Adoif njdit. v^i:st|ii»t i;ich spftter> da ChriMopk f^rn
üph gekri^t inirde^ gleich an dem nemliicbw Tage^ eine
Be^tiguQg. der früheren Lehngarkimde ertheSea zn las-
sen (im J. 1443,: Januar 1). Alles war auf diese Wdse
vergekebrt und g^eaeheben waa den lange bestrittenen Be*
sitz füip Gegjmwart und Zukunft sicherstellen kennte. We-
nige Juhre hatten huigereicht um dem früheren Erfolg auch
dies beizufügen und so einen völligen Abschluss zu erzielen.
Das ^Herzoglhnm zu Schleswig ', wie in der Lehnsur-
kunde gescbrieben ward, begriff nun nicht btos den frü-*
hern Umfang des Landes sammt den Inseln Alsen und
Arröe^ sondern auch Nordfriesland mit seinen Insdn ge-
hörte' ddzu: dw gemeinsame Kampf hatte bewirkt^ dass
diese nun als untrennbare Theile des Landes» eraditet wur-
den. In der Lehnsnrkunde geschieht ihrer nidit beson-r
ders Erwähnung. Nur Amrum, der südliche nueä von Ro-«
möe^ die Weste(rharde auf Föhr und die nördlichste S^tze
von SyM welche List heisst, sind atich jetzt dem Könige
reich verbliebm. Die letzte war mit der benachbarten Injsel
Mamiöe sdhon la*ge (im J. 1292) tii die Stadt Rq^n ti^-
ti^n und fol^e derAAen jelzl aneh in d^ politischen
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S44
Stdlong. Nachth^gw virar die nif^aung von fMnr, wo
eine Burg toii Ripen ms enridllet den AsAttBi b« der Yer^
bindttng der einen HWke mit diesem Amt gegelben hat.
Bie Harde ist fireüch später dem Herzog, dann dem Scliles-
wiger Capitel ab Pfsoid tiberwiesen worden; aber keiner
hat den Besitz belianpiet^ nnd zn ^er Herst^iHnng der
stiiatsreclitHclicai Verbtadimg hat es nicht gefüllt. AbA
Amnim, sidwestllch Ton den ilndem Inseln belegeii und
ohne alle Verbindung mit dem dänischen Jüttond, nnd das
halbe Rqmde hätten nkht von den stammverwandten 6e-«
bieten getrennt werden soUen: der Anlass ist jetzt nibht
sicher zu ermitteln; tmS Romöe hatte mn Odenseer Klo^
ster Besitzungen. Schwere Einbusse hatte das friesische
Land in den letzten Jahrhunderten dmrcb die Plutlieii des
Meeres eriiden; nun ward auch der Zusammenliang s^
ner nicht zahhreichen Bewohner unterbrochen. Man hat
es später lebhafter gefühlt als in jener Zeit, welche die
nationalen Interessen nicht ausser Adil Üess, aber doch
nirgends zu einfachen und durphgehenden Verhältnissen
gelangen konnte.
Auch vom Boden des alten Herzogtbums blieb ein
Stfick bei Jüdand. Das Sohloss Trbiburg mit der Loharde
von den Limbeck am Anfang des Krieges erkauft (im J.
1400 oder 1407} war von der Königin Margarethe an ias
Ripener Capitel verpOndet; es ist) ebenso wie die andern
Beatzungen des Stifts ^ zu denen namentlich Mdgdtondern
gehörte 9 der h^zog^idien GeiYall entlegen und läiterdas
jütische Landesdiihg zu Wiborg gelegt worden. Vielleicht
haben einige dm* Insefai ebenfalls bei dieser Ctelegeaheit
äre staatcpreditliche SMIubg gewediseK. Es scheint nicht
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dass Berzog Adotf oder seine Nadifolgei' dawider 'j6mtS$
Einrede erhoben. Ihnen moehte wenig daran gelegen
sein den danischen Bisiihof znm Landsland des Hersog-
thnms zu haben; einen andern Yorthei aber sielen ^
an 9m vergabten Besitzungen nicht in Aussicht.
Fehmem» ist bei der Bdefanung nicht gedacht Die
Sehauenbuiiger haben die Insel nicht als ehi Zubehör des
Herzogthnms fiondem ials ehieii Thefl Holstein» betrachtet:
Als Oraf Otto und seSife SOhne ihren Verzicht auf Graf
Adoir VII. Erbeausst^ten, richteten sie ihn ah die gu^
ten Leute in ddm Lande ^u Holstetai zu Stormam un<l
zu Fehmem (im J. 1390). Nach dem Tode des Grafetk
Claus (im J. 1997) kam die Insel mH jenen bdden Graf**
Schäften zur Theihing unter seinen NefPen. Auch dein
Bischof Heinrich^ der keine schleswigschen Lande empfing,
wurde die Insel übergeben (im J. 1406). Spftter stand sie,
während der Herzog Heinrich lebte, mit dem benachbar**
ten Holstein unter seinem Bruder Adolf. Noch am Ende
des Jahrhunderts schrieb die nordelbische Chronik: Feh^^
mem habe allezeit gehört und höre noch zu dem Land^
Holstein. — Man hat yermuthet dass um diese 2^it in
das entvölkerte Land Colonisten hauptsächlich aus Ditmar-^
sehen angezogen sind: das Vorhandensein fthnlicher Ge-^
seblechlsverbindungen, eine Übereinsämmung der Gemein-
de^richtUBgen und andere Umstände seheinen für eine
Verwandischaft wenigstens eiii^s Th^ils der Bewohner
Fehmems mit den Dittküarschen zu SfHredhen. Auch hat
man hier spater sähst darim geglaubt. Aber an eißer
sicheren historischen Überlieferung fehlt es durchaus, uiid
ob eine soIcAe Biiiwimdeiting gerade in dieser Zett statt
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jmüXe^ oder wie andere anneliiinqn Jahrbmidejcle ftxim,
wirdjedciafalls zweif^aft'liJyeibep. . . / . . ^
Ein« Zeiüaag umsl9 Aid^olf apf d?n amoiflelbaren Hß-^
fiüz (Feitaeriis verziditeii, iadem er, das.S^hlpiiß &^f»r
back und diß ganze Insel auf fSßbn Ja^e an )L#^k
übertrug für die Si^nme xpm ;150()0, Miir^^ ,dJ0.|^r . der
Stadt mit geringer Aiisiiahfne bei:eits^ sqbtdjdw. ge^wf^fdeia
w»r:.erst nach Ablauf jen^ Zeit bfibielt er aicb vor .das
Pfand für die höhere Summe y(m l^QOO Mark wjeder
eifiztdOi^en (im J. 1437^ Sejpfemb. 8], .I)odi bat. dies zu
fc^ipc»*. dauernden TreiinMng vom .lidfde. gefübrt, iind we-**
pigßtens die Besatzung, der geisUicttan ^teilen;, blieb mph
für. die dazwischen liegenden Jahre vctfbehalten« Der
Perzog bestätigte später auch noch dne Änderung des
Landrechts (im J. 144ä),
. In dem Herzogthum wurden überall friedUeheYerbält«*
nisse wieder hergesjteUt. A9ch die. Anhänger des K^wt^
lehrten zurück. Nur Erich Knmnnendiek, auf d^n der
schwerste Vorwurf las^te, blieb ia der Fremde; Sein
Out Rundtoß war in des Herzpgs. Händen^ und nur im
^nördlichen Theil des Landes habqn seine Erben später
eug^sebie Besitzungen gehabt; Sie blieben in Dänemark
und den benachbarten Reichen; die Tochter MargareAe
wurde die Urgrossmutter. Gustavs. Wasa, welcher jene
Verbindung der nordischen Reii^e völlig löste, der Erich
seine Dienste lieber als den Staoindanden Schlesw^ und
Holstein gewidmet hatte. Er selber sah ihren Sieg, den
die Treidosigfceit einzelner ihrer Söhne. so wenig wie die
Macht der äusseren Feinde hatte hindern können:
Da alles glücklich beje»pidigt w:ar, hatJieriaQfAdplfsum
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347
Dairi£ eine Rente von 60 Mark zur Stiftung dreier Vica-
rien in Flensburg hergegeben (im J. 1440), deshalb, wie
er sagt, weil 'wir mit Andacht haben zu Sinnen genom-
men und betrachtet, w;i6 gütig Ootl' der Allmächtige zu
vielen Zeiten uns angesehen bat in Beschirmuiig unse-
rer Lande und Leute und in Widerstand gegen den gross-
mächtigen - Herren Herren EHch: der Reiche Dänemark
Schweden und Norwegen König, unsern Ohm, der in
mannigfacher Weise Anlass gesucht hat uns von unserm
viterlicbei Erbe zuen^en uAd'zu Vert^eAen^ wd baben
j>esoiiders entogän, wie wir mit sdnor Gnatoi 8Mfa; di^
er uns in vorigen Jakren barmhanBtg'hal bewiesen, dt wir
durch Macht und flbaiegene Oewalt ibs g»anntttngr«00^
aiftchtigtn Königs und seiner dttei Reiche aus mehreren
S<Mtosem undiStädteü, di^ zu uisaerm väterlichen Brbe
gekörten, gedrängt wilreB> dieselben zu uns haben wie-
der gewonMD, nad damit solcher greiser Trost und Cbiade
vott .lins und von unseren ^ben in zukommenden Zeiten
ganzlich mcht vergessen werde*.
So blickte der Herziog dankbar gegen Gott auf den
Ausgang der langen Känipfe zurück. Der Krieg welcher
Sehkiswlg zu Dänemark zurtckftthren sollte hat gerade
das Gegientheil bewirkt, bn gemeinsamen Widerstand änd
die Lande Sdileswig und Hobtdn zu engerer Verbinduiig
gekommen. .
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Fünftes Capital
Die staatsrechtliclie Yereinigfung
: Schleswig? und HoUteins. .
äetriltige B^ei^iese baken ein JihrhuiMJert hng ^
nördallfiktgis^ laid bewegt, feit Gerhard dem firoMai
bi« xii dem letstehi Yertrage mit Dttaemark ist der Friede
immw nur aaf kurze Zeit in diese Gebiete elng^ehii.
Weim es zunächst die Emsobeidang tiber Schleswig gik
oiid wenn die Sireiteiiden meisteniheils auf seinem Boden
sich entgegen getreten sind, 99 ist dodi auch Bolslefai
nicht unberOhrt geblieben. Fortwährend sM die de«i<t-
schen Hfilfssobaaren durch das Land gesogen; mehrmals
hat der Däne mit seinen. Schiffen die KUstehi verwüstend
hehngesucht -^ nur Kiel, so viel berichtet wird, nianals
berührt — ; die Kämpfe mit den Lauenburgem und den
DiMarschen haben zanäcksl gerade die südliche Grafirchaft
betroffiBri; niitunter gab der Aufenthalt trotziger Raubritter
unid seeraubender VitüKenbrÜder in hölstejosdien Bürgen
oder Häfen auch den Städten Anlass ihre Schaaren in das
Land zu fähren. Zum allgemeinen und grossen Krieg kam
hier wie aller Orten die Fehde, der Streit in Ueineren
Kreisen. Lange war selbst im Bauernstände die Blutrache
noch im Schwange. — Dazu kamen an den Westküsten ver-
derbliche Überschwemmungen, und Jahr auf Jahr hat oft-
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U9
mib die Pegl dus LmmI keimgeffiGht: Man f ollte denken,
es hfitte yeröden md einem laflyditigen Feind feiphi zur
9e«ile werden infbwen. Aber dem ut keines^eg» se ge-
wesen. Dstt Yetk knt alle Leiden gi(Mdiph bestanden; ee
ist aji innerer Kral^ auch in dieser Zeit nicht i^ckwi&rts
gegaqgen.
Einifiliie Stedte wie.OM^bws sind dlerdh^gs g^sua-
keilund v^ttWint; dal^ hfbee.sidi a^dereiy bespidars jKii4
gehoben, das an der Verbindiiiig. der Kaise tMIMwHnA
Mf den Gnmd frfttor.erl^gtef freihejüe« sicji salb^tMdig
entitfiokelle, se ide»'^ ffe)bsl dje^ F^de mil pniulveen
Ritlern der JNeobbaMohaß/ den 9«cbwald Rantdi^e luii an*-
deren, wehl scheute. Ais ^ Stadt einst^ eine I^adung ver
das kaiserlidie Ko%erftAt nnbeachteit iiess, vcqrfiel. sie in
die Acht Sig^knunds (im J. 1422), die aber di^pals nicht
▼iel mehr gefürchtet vnvde als die Urtbeile iindStpafbe^
fehle desselben Kaisers .gegen die Fürsten des Landes. -**
Ebulebie fcldnere Orte h|J>en :jaoch später stftdtisdke Ein--
rietoixig und Freiheit erlengt» Chube nnd Grtapta die zum
Kketer Gismar, Zarpen das zu Ahrensbök gehörte. Auch
hier hielt maa sich an 4as Lübsche Recht. Das^lbe war,
b«i Bflorg auf Fehmern der Fall. — ScUesMi^ faiid ^en
ftfsatc fer die ^törug des HandelSi d^n die < ^rrung
der Schlei iastgank dn Snde geeie/cbt hatle^ in dw Re-.
sid^u der Berzoge auf dem beneehbarte« OptfAip^i Es
hat ebenso wie Flensburg und andere Städte des Herzog-;
thma wiederhelte Belagerungen wd Wechsel des Besitzes
iberstenden. -^ Am naohtheiUgsten wmr die Yerpftndung
an eitiheimische Ritter eder. fremde Fürstefti apq^.w^U
an LibedC; wdeher einzebie StäAe und Landschaften
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unterlagen. Eine höhere Mfltlie fcinAerte imcih iiö Nach-*
barschaft Lübeckis und tlainiyafgis. Doch war iet Abstand
von diesem minder (ifross als in spiteren Tagen: wen»
Hamburg (im J. 1452) noch keine 20000 BSnwohner sttUte,
müssen Kiel nnd Flensburg wetoigslens auf ein Yi^t^
dieser Zahl angeschlagen werden. Aber Lübeck, > das
durch die Seuchen des vierzehnten Jahrhunderts -nach ond
nach 90000 Menschen verior^n haben -«oU, übcnragte aOe:
man reehnet 80000 Bewofaü^r. - ' . . .
Der Stand der Landbauer ist «m diese Zeil fast aller
Orten iii Deutschland und den benateU^arten ReieheÄ ^her-
abgeibrückt und der Frefl^ des Eigeiithttms und d^ Persoü
beraubt worden zu Gunsten einer ' mächtigen Aristokratie,
die sich unter Weltliotien und Geistlichen gebfldel hatte.
Auch an den nordalbin^schen Landen ist diese Eiltwicke-*
lung nicht vorübergegangen. Auf den Besitaungen der
Stifter und der Ritterschaft gab es eine hirige Bevölke-
rung, über die jene nicht blos die volle Gerichtsbarkeit,
auch über Hals^ und Hand, sowie sOnsüge obrtgkeMiehe
Gewalt erwarben, sondern welche theilweise aoob sx^het^
abgedrückt ward dass sie an die Scholle gebuftdeii/ leib^
eigenr war! Weim landesherrliche BesHsungeh durdiKävf
oder Yerpfiindung an die Ritter üb^gingen, war damif
regelmässig ebie Verschlechterung in der Lage der domi
gehörigen Bauern verbunden. Wie diese sich in Jitlahd
über ungerechte Bedrüöhungen der Lehnsleute iv bekkn
gen hatten, so kam ähnliches sieher auch im Herzogthun
vor. In dem südfichen Theil desselben, auf den 'Otter«
derRÜter, machten sich ähnfiebe Zuständer geltend wie^
auf den wagrischen Bdfen der helsteinschm Bfamischaft^
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ivilhrend der ndrdiiche TheD^ des Landes in setner Ent«-
Wickelung" noch d^n' dänischen BniflOssen folgte ^ die aber
dier alten Ba^emfreiheit auf dib Länge auch nicht günstig
waren. — Dennoch ist dieseifoe hier und in Holstein nicht
so gebrochen wie es anderswo geschehen ist* 'l)ie nf^**
kere Torrn der dänischen ^[Origkeit, die Vomedskabj hal
doch auf der Ealbinsel weniger geherrscht als auf den
Insehf»; Fi^hsügigkeit blieb bei massigen Diensten den ab-'
hängigen Landbauem dieser Gegenden. Es gab ab^ in
den Barden auch einen Stamm freier Bauern^ der seiA
Landgeld zahlte und die öffentlichen IMensle leistete^ aber
auf freiem Gute sass^ so dass seine Leistungen nicht als
herrsohaftliche Zinse und Dienste angesehen werden kön-
nen. Hie und da haben sie selbst eine Besserung ihi*er
Lage erreicht. Herzog Adolf gab den Bauern (den Bun-
den und Lausten) der Earrharde das Recht ihre Höfe als
Freimannsgüter zu benutzen für eine Abgabe von 80 Mark;
denen in der Sluxharde verlieh er Freiheit von Diensten
gegen eine jährliche Abgabe eines jeden von einer Mark.
Freiheit der Person und des Eigenthums wät auch nach
aller Noth der letzten Zeiten der Charakter der Friesischen
Landbevölkerung geblieben. Im eigentlichen Holstein war
dieser Zustand wenigstens Vieler Orten erhalten.' tTo es
keine oder wenige Rittergüter gab, wie in einem bedeu-
tenden Theil des mittleren Landes, lebte ehi freier und
kräftiger Bauernstand, der wenn es Noth that^ auch die
Waffen zu führen verstand und lan de» Erinnerungen fei-^
ner ruhmvollen Vergangenheit festhielt. Aus seiner Mftle
sind zum Theil die Erzählungen' gekommen die defhol-
steinscfae Geschichtschreiber des fünfzehnten Jahrhunderts
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99t
anffeK^dmet hat Pia BeiKohner dea nr Vipe^mt IRrofitei
gehörigen Landes bebaupteften ibr h^gebrmfilep ite<^hi
eiaea freien Eig^nthama bei niedrigen 7mm^ nn4 aoiab.
aoiwt aiad.die Kloüt^rleme weniger gedroht als dt^ 4w
Bitt^. in den Blbmaracb^ biUelen sieb ni|ch der Yer-
ff^dvngHafdd9rfyan flie Ablefeld eipzebie gr^isse ^farsf^b-
gdfer mit abhängigen Bauern., poch .d^ :gr^serfi. '^^
des i^ndns wnrde daron niq^tbqtrofein. DieaU^K^cb-
ijfpiele ^fa^wbier fortwiülureiid in : grosser S#$läBdis^eit:
#e d^ Wjißi^imtTBdk b^bpn am A^^ang, 4ds lui^bnton
J[i^}ianfiet1s (im J. 1403) : naeb ejfi Btn^i^w^ mt den Haupt-
l^rtep und Gemeinden .des Landes jKeh<Vpgen abgc^pldoffsan.
Gewiss ist diese Zeit des Krpegecf nur geeignet, g^we-
sei| |im die Macht und das Ansehn der immerj schon star-
ken und einfiussreicben Bitterschaft noch mehr hervortre-
ten zu lasi^en. Die Einaelnen und die Gesammtheit wuss-^
ten die Gelegenheit zu benutzen um sich neue Bechte und
(Jüter zu verschaffen. Für die Hülfe zweier scbleswigscher
Bitter im Kriege wider Dänemark^ verpfliehteie sich Adolf
nicht blos zum Ersatz des Schadens den sie an ihren Be-
silznngen leiden mochten^ sondern er verqpradbi selbst^
wena diesebe nicht gd^tet würde, sich zum Einlager
in Jf^ zu stellen, ..Burgeisi und Städte kamen immer wie-
d^ als Ffand in ihre Hände. Dennoeh haben sie theil-
i^ej^e die Tr^ue verletzti sich um höheren Gewinn zu
erlaitfen mit. den Feinden des Landes verbunden , oder
dppit Baub nnd ^.ehde der Theilnabme am allgemeinen
Kpiege vorgewogen, nttdsie> haben jedenfalls umden gbHc^-
lichen Ausgang desselbau geringeres Verdienst als die
Bauern der firiesischen und anderer Gegenden.
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Den bddeittciidfttt Bitfluss ahi«r tibte die JHttftrsekaft
auf den allgemeinen Versammlungen, welche äeh eben in
dftteerZeii zu e^efaoilflsig^ Laiidtagen ombfldeteik. Doch
mar 810 :llier.i£cht aHeii. thftlig, ßMism nebta ihr auch
die imdereB Sttade.
In SeUeswigiiltles das LimdesthiBig za Un^önred wein
^$n alfl[0kerfe;te G^chtaveraamiiduiig IBI- das ganite Hersage
Uhu» fortdauert. Hier hatten jeue Aufiaisungim des He^«*
«ogtkttm« . oder., deif Rediie,: tiuC . das Berz^gOmM statt^
wtiche Verwandte dea Abelachen lud fiobauenburger Han-
fes, die &ben der HetZQgin..Rixe «nd die Tochter des
Grafen Glaus, vomahmen fßi d. J^ 1890; 1397). M$ ^me-*
seid werden gtoannt. das eine Jlal der . Drost des Her>
soglhuBB und die 'gemeiAen Süderjüten', anderswo aber
werden, aufgezählt die Abte von LygumUoster und Ruh«*
kloster, MÜgUeder der Domkapitel su Schleswig Ripen und
Ibderslctoi, eine bedeutende Anzahl Ritter und Knechtei
tfe Ritbe von Flensburg und .Schleswig; einmal auch
eia Abgeajfdneter von Sondeiiiurg. Die alte Volksver-^
Sammlung nimmt eben einett ständisch^ Charakter au)
wo Prülaten Ritterücbaft und Städte wenigstieos den ersten
Platz erkalten. Der freie Bauernstand wird nicht ganz
tmagesohlossen sein^ ab^ er tritt zurück hier wie auf
diem LandestluQgan von Dänemark, wo um diese Zeat bei
eiaer Abordnung aller Stände zur gemeinsamen Königs-*
waU demselben nur no^oh der fünfte Theil jalier Stimmen
atterkMnt wordM ist.
Der Giulg der Bntwickeluttg ist ohne Z^feM in der
Gvafsekaft B^t^n kein wesentlich verschiedener gewe-
sen. Die SHüMle der späteren Zeit stehen njcbt ausser
I. 23
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zu
Ab Graf dum die Bhrtndw nur dM Bamn des
Laadei absartellM imtenialuBi eAob er d» Anfnflr ja
öflSmdidia' Yenammliing, und forderte Mif , wer diAr sei
möge cor Bedien, wer dawider cor Uakm gdien. Das
könaea oidtt die Bitter aüeia eatsdueden haben, ab^
ebenso wenig haben sie gefehk: in dem Gesell werdm
'die biderben Mannen' als znslimmend genannl, wonmter
doch andi jene Twstandm sein mossmu Sie Urkonde ist
an Oldesloe gegeben (im X ia»SS^: ob die Yeraannnhnf
ebenda statt hatte wird nicht gesagt Schon Mb»r (im
J. 1356) wvd eines 'Parlamentom* n iGd gedadit 'Die
gewöhidiche Stätte grösserer Versamminngen war aber
nun zn Bomhöved: wdirscheinlich mcht d&e Sita eines
alten Gaudinges , sondern der Ort wo die bdsteinsche
Mannschaft von Alters her ein» gewissen Mittelpunkt hatte.
Die Bäadnisse and Einigungen weldlie ein Theil derseUMm
im vierzehnten Jahrhundert mehrmahr digeschlossen hat
trugen wohl dazu bei ihr eke mnünssreiche Stellung detk
Grafen gegenober zu sichern. Dodi bikJM sie nicht die
Grundlage für <Ke eigentlich ständische Entwfekdang: Are
Bedeutung war jedesmal nur von ktunerer Dauer ^ auch
haben sie sich iddit fiber die Gesammtheit verbreüei Es
war einmal das Bedtirfidss über die aDgemdiiai Angele^
genheiten des Landes mit den Eingesessenen Beratlnng
zu pflegen ) sodann die einflussreiche SleBang weldM die
Ritterschaft von jrtier eingenommen hat, was dahin Fähren
musstd^ neben den Gattgerichten Holsteins Siermams und
Wagriens noch andere Versammfamgen ^ «Mi zwar an die
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Sütte ztt bertifea Wo jene Wttei'lrfllier zu tagön, vielleiaht
aueh Ridcht zu nehmen gewoünt wweit Wir finden auch in
andern Gegenden Deutsefalandj^^ dass versöUedene Qaüge''
pidhte sich für gewisse Fälle unter dem Zutritt der Räter-
Bckift an einem andern Ort zu einem Land*, und RitC^-^
gericht» vereinigten, welches daiin leioht in einen Landtag
überging. War es anderswo eine Gefahr des: Landes
dder die Noth der Fürsten! ^ welche dazO^ häufig deA An«<
iass kot, so hat hier die allgemeine Wibhtigkeit der po^-
Ittisdien VerhSltnissa in der letzten Zeit bestimmend: dar-t
auf eingewirti ,. :». r =
Die erhaltenen Odilen id^ 'Geschichte sind aller .Or*^
len mangelhaft) und manches (3ntgeht. dadurch. der Kennt-*
aiss. Hier erscheiikt iids das erste Beiqpid^ da nach dem
Tode des Grafen Claus die über das Erbe streitenden Tfef-^
fen von ihren Ihnnen zu einem Verglddi gebracht wur-
den (im J. 1387). Die Anweisenheit geistlicher und weit-*
lieber ^guter Leute' auf dem Gevierte zu Bomhüved wird
xnsdrücUidi bezeugt. Ebenda haben die Herzoge wäh-^
rend des Streites über Schleswig die Vollmacht ausstel-«
len lassen für den Abgesandten Nicolaus Sachow^ der
sich an den Hof des Kaisers begaben sollte (imiJ. 1424,
Ifai l»)v ' :
Dimiib waren auch die Bürg^riiieister und Rathinan«
nen der holstdnschen Städle anweseaid, weldhö hier alle
«n> einem Tage (Mai 31) gkiehlaiitend6= Zeugnisse ate*^
steilfem über die Yerhältntste desilärBogthums ScUeswig:
Es waren !Kiel Rendsburg Itzdioe Wilster Krenqpe Sege^
beirg Oldenburg Lütjenburg Haligeahafen Plön und Eutin«
Auch das letate^ obwohl zu den Besitzungen des iübeoker
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Bischofs gehörig y war klgo iuf dem Landtag Tertreteit
Neustadt und Oldesloe rind dionab woU Mir zilflUlig a««»
geblid^en. Und schon z^hh JUire Mher (im J.. 1414)
schliessen diese Stttdte ^- nur Krempe Wilstdr und LBI't
jmhorg werden nicht genaniU -^^ dazu Hamborg «od
aus dem Heraogthum Schleswig Bönderbotg und /Bßkenm
förde) mit ihren Fttrslen sowie dem Leuenbürger Herzog
und Lüneburg eioM Landfrieden; . äiesind dadurch, hb
sdbstfthdige Glieder des Firstenthuins anärkannty dieaebeil
Prälat^ und Rittern besonders beorüoksieläigt werden muss-t
ten. Aber sie wurden dann auch zu Kriegiktäfe entbo*«*
ten^ wenn auch in den bekänni gevrDrdmeti BftUeit.nur
acht Tage lahg^ wfthfend dieser Zeit aber ^ eigene Ko4
sten. 'Unterlasst 4fl8 nicht , schreibt der Herzog ^ es ist
uns zu willen'.
Der Bauern wird auf rden LandesTerakmmliifigeB nicht
mehr gedacht^ und haben sie noch an denselbeii tkieilge^
nomnien^ so sind sie doch vor den ändenl Sttadea baM
in den SBntergnuid getreten! Die Privüegieii «reUhe diese
erlangten iiind jedoch nicht ohne Bedeutung ünch fülr sie
gewesen.
Als. die Last des letzteA Krieges sehwnrauf dem Lande
lag^ haben die Fürsten einen Freiheitsbrief ausgestellt (kn
J. 1422); den die Ritterschaft nock heute nls das ilteste
Denkmal der idtenTerfiassung kl ihrer Lade bewahrt i Jene
bekennen^ dass aUe bSderben Mannen und alle Buiwiohner
ihnen keiften andern. Dienst oder Folge schuldig smd atf
ihre eigenen Kosten als zu des Lmides Noth iu an. dife
Landscheiden, und besonders gegen Dänemark nicht -weitel*
als bis an die Lerensau; ««ch .sind diisselben keiaie 4Bede
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aö7
zu g^n in$hul(% «iiuiaQr M YorheirtMipii^ ^aer üü stü-
cke» T4>chteri od^r w9m die Grafen* eine HaupUch^idil auf
i^mV4ide,¥%tliacm, adit SeUlling Pfomiiie v« lederHi^
diei ton «ini^ift Sawm o4or itttrgt»r be#cKz( ial; batH^asie
irQitßi!^/£e4^^d«i*. KlU)»ntr'g^^ s<^ bt das freiwillig
Ii^g9ii:f4cl* N^tk d^9 Landes gesobe^. Bei diesem Bad)!
a^tttndije^ibiderton. Hannen ttn4 aUe Binwohner des hm*-
i9»f zy^i JKelMein bli^ben^ ^ Oie Worte lassen keineii
imeifti^A^M dies» Yerbriefung sieb auf alle fireien Ein^'
le*tei^ea)del{ iMlies beMog undi 4iis dieGrt^ nndi 4en
BaiieraiifegMaber kein nnbedingles Bedrt der Besteoe^
mg jsü tbeb hätten. Als diese auf dem' Undlag nidit
niebr>^rsifliienen^ hat man y/fiM in den eiinaebi» Ämtern
mit ihnen verhandelt und hier die EinWillignng. za weilen
ren Ahgabto an eiiangm gesuoht. Es kam dabei in Be-
tnuAt dMi die Theibingen sich vornenKeh eben auf die
Anten und ihre Etegl9sraienen beaogeii,
' Ihlgegett ist der Ritterschaft , .wei^gstens spater , ge-
radezu die UntheSbarkeit zngencbert worden (im J.1397).
Deshiüb dauerten die ständischen Versainmlungen auch
^vi#krend der/DieA^ngen für den .ganzen Umfang des Lanr*
dea: fort. Nor diq PflrwUUgiing von Beden ist vielleicbt
mitunter fiiir die Lande .einzelner Fürsten erfolgt. Graf
Adolf VII* bedajBig sich bei ?iaer bedeutenden Y^rpftndong
an LabcH^ WS| wenn er eine gemeine Bede hüte über
sein. ganzes L«md^ so solle sie ihm auch aus den verpfän-
deten LapdßStfaeilen folgen. — Daijfs die holsteinsche
Bittersphaf^ sich auch über Schleswig verbreitete und sich
mit den hii^ flug^eddleQ Geschlechtern oder Familien
fertl^äl^find als imw Genossenschaft fühltej hatohw Zwei-
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fei daau beigetragai; daaa dleHerEog« auch ttl>erdfe¥er-
bältiiisse des Heraiogthttnis in der Versainiiilmig auf h^
si^scliem 9odm Besrtimmttngeil gHr^Sm bid»#if. Ata Utk
nach ddni Todä des* Grafen Clauis iAer den BeaiU? lenäa
Landes entschieden ward^ isl auch Uh^ugefüilft^ dasi^ nach
Ablauf Ton nenn fahren riife weitere Verdnbi^unfg in
derselben Weise erfbigen solle. Auch die scUesWigaehe
Mamii^hifl muss hier erschienen seiid weMgsfena^ vier
BfHglieder der Bitterschaft^ worunlei^ drei Afalbf^M^ die
ihre BesitmiigeA besonders im He#zegM«nl tiatten>y «lud
(im J. 1897) kiirö nach einandbr airf der Venfaomdngm
Bomh^ved und auf dem Landestking nlümMHei ^gem^tn
sen. Eine Vereinigung der Stände beider Lande ihegtan
sich auf diese Weise vorsuberdteii.
Darauf hatte ausserdem die BiMung eines besonderen
Käthes einen bedeutenden Einfluss« In den mdslen deut«*
sehen Territorien hat sich ein solcher Balh zu einer gr&sse**
rm Wichtigkeit erhoben^, besonders in der Zeit da die
alten Landesgerichte in* Abgang kamen und die LandsUUida
noch 2U keiner' festen Ausbildung gelangt waren. Ange-
sehene Männer des Landes^ Mitglieder der Hittenchaß und
der Geistlichkedt; nahmen bei der Person des Fürs^n dne
einüussreicheStellfzng eih: sie waren^ wie es seit den älte-
sten Zeiten zu sein pflegte^ Gericht und Ratt zugleicli^ Hof-
j^ericht und Sofrath (ctlria)^ und vertraten in beiden Bezie^
hungen die Stelle jener Landei^ersammlungen. Sie Mitglie-
der sind wohl nicht immer frei von den Fübten ernannt:
ausser den Inhabern der Hofftmter nahmen w^gstens in
einzelnen Fällen gewählte Vertreter der Rittersohafk daran
theil, In Holstein sind es wahrschdnlfeh die alten Län**
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deiiltottöii welche , als: V^Mteherdlur Büter auch ia 4ie^
$em Ralhd süzen. Ba sohemt $mtlh daift ea bei^tett Thei«*-
hwgeof dea Laniea laobt veiaciiiedaiia RMhe gab fiir' die
Mz^en Gfafeny iimdern eui gteeinNHtea Oofiai^uBi für
«e gttn^ GraÜKhbA: ebi^ ab 'Afltodaa GriAehafi^. {boA-^
-cBiarn eoiaMw :Holaatbr^ai)i wetfdea aeoier IfitgSedor jjp»^
aeiduM. -^ Dater de» Hofteamim; erhallt ddr Marfidudi
ibiOT idie enrte S^By wie iä ScUibsmg ddr fmöhaasa.
Avit' der VeirbMidökig dieser Eand^inäter. der 6ofaaiie]d>uiv
fiadh^ 'HeifsdbAlt hat* eben jddea FürateBAvn den ekien
idies^^öheren^ Würdentriger gestellt: Harachälle waren aai
Bhde des vierühMeiFtindail» Anfang des fanfzehntoaJahr^
innderta erat Heiiirich und dann Marquard von Siggem,
wihr^d das Amt des Traehsesiten öder Drosten nachdeii
Abfall Bridh Kramm^ndieks an Detlef von Ahlefirid^ später
^ Heinrksh Riitorf and Otto Pogwiach kam. Es ist kaum
m bezwoifeln^ daas die Wirksamkeit bader sich auf beide
Lande beaog: als die ensten Beamten des Hofes und der
Ritterschaft standen sie zu beiden Landen fast in dem
glekhen Verhältnisa wie der Herzog selbst; nur eine aus**
gedehntere iSmcbtiAarkeit des Drosten bezog ach allein
auf iScUeswig. — Ähnlich aber muss es nun auch mit den
anderen Rfttben gewesen sein. Auch sie waren zunächst
dem Herzog beigeordnet für die wichtigeren Geschäfte da*
Regierung. Die Einheit des Regenten begründete aber
leicht eine engere Gemeinschaft aller Interessen. Der Her-
zog wohnte auf dem GottorperSefaloss und Idtete von hier-
aus^ seitdem die nieilüigen in Holstein ein Ende hatten^
auch alle Angelegenheileii dieses Landes. Dieselben waren
auch mit denen des Hefras^gthumg ^iige verbunden^ und
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es ttivsste sdian deihaffi nsbe fiif in^ den ßftik ftti' deit gan^
een Ua^ng^.der Hemtfeiift ni benatiEen. Jivch wdtoü^er
Rkth. der aolsle* liei(tti; siMeiit iüseT kutärmk keim»;-
wögs'etoti BeziebBBf anif'.dflttlfenjogtiiuiii ans« > Msf:4fm
-Grafen zderist voii'Hia^giirette atie fieiehtumg; ^nl^<Sddel(^
^ gi^giAön ward (im X.I38d)) hat Uten (HttgUeh tel^
^eseM, dass 6^1 ' UoMedfitt 'iMTistiieni den Fttnrtsd ein
SeUddageriaht eintrelfah soHe: daEu^ihaben dferDändn awcii
«u wfilileii ans der Halsldn* lalh dnd die BMaikni ä>dn80
a'vrei aus deai.dl^ttk^ken Beiiteratk Die (HetthalBiinäK
wt diaseni) der sich auf dem Wegö tu smet sptleren
HUAX iuidGFtese befand/ JflsstniobI awd£Uii ^dieißs amdi der
Rath der Holslen damals -vdllstfindig aiisg^iMtl wter^ «ad
da der Anlalss ^es Streites immer znnftdistr itn Eena^^
thttm gesucht werden muss^ so kmiito der.Ralh natflilioh
diesem nicht fremd sein. Die Urkmiden der Füifatän wdk
cke sick auf Schleswig beziehen utfterscbreiben eis Aäüie
und Mannen auch solche Personen webhe ^töchieden
Holstein angeliüren: nelieii dem Truchsess Erich Krom-^
mendiek einmal der Marschall Mtir^uard von Sigfgem (itii J.
.1414); sie stehen der Herzogia EMsalMh «itd d^mfirnfen
iläiniidi gemeinsdiafUickaiirSdite ^e (fie dänisjoh^n Itoichs*
rääie dem Ktaig EiiolL Einen nfthem Bewg auf Hol-
stein hat es wenn die Hertloge Heinrich Adolf> und Ger-
hard in der Urkunde übet die Bechte der HofaHen (vom
J. 1422) des Fall^ gedenken daäs sie ihre Tochter ver-^
mähten nadi Rath ihrer treuen Rutbgeber des Landes, zu
Holstein} und sdiM viel früher ^ J. 136?) haUe der hol-
stdnscbe Rath ebenso vfie der des sokwedisoli^n Reiches
Bidx für die Bedinguttgen Yerbürf*! welche b#i der VerlQ*
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mi
bmg 4l«r BfiiabMh «it lliiimi von NifcnregBP, dem SMm»
des MtgiiDs <Köid^» toki'Sdiwiedi«, eiagegM'^eii Jimreii;
^ber ukudr Müwiifamg iis Bfeidi^ lud)« die. fl^ti^
lidölf mid Gerhard aaoh tlber den BiMita Fleiisbvrgg ^len»
fieigt (im i. '14äl) ttiid sMatige Maaissregelit in Bersog-t
tham getroffen^ und es ist niebl dmn an detkm diw^m
eiil -anderer war riadeT' wdcker in GeaeUftai de wegent-
Heiii'iMiliin betniflni, i2..a bei dem Vortrage milden
tianMtadfen (vdm J.U2tlf, Mtig geweaan jat:iia«er
SnaÜnrandg'dar lathgel^ar wid Hamiai kam damab dm
wiehtis^ 'Bttnditiaä znatande. Ifil den 'gemraieit Rükoa/
vereinigte aiek Iterzog Adolf zu dem BeseUntt . daaa ana
aeinen ^geareinen. Landen! kern Kern anders aia naehLtt*-
back nnd Hamburg auagefiüirt werden aoUe: offMhar kat
aiek das auf beide HerraokaOen gleiehmäaaig beaogen;
Die Zahl der Rfitbe iat nidit immer mit Sidmrheft m
bestimmen. In den Urkunden Herzog Gerbarda sind ihr^
mitunter nur vier genamt^ ewiei Ritler der Sohreibef und
der Gottorper Vogt. Zu den Zeiten Heinrichs und aeiner
Brüder werden zwei Schreiber Henrichs und Adolfs ne-
ben den RitteA und Knappen genannt Anderiwo wer-^
den dagegen Rlithgdier und Mannen in gMaseiw Zahl
namentSch äufgdfilhrt lind noeh andere ab anrwesend be-
sekhniif wo dten im weiteren Sinn alle Manneil «ich idl
Bitke falt«. An :eniig6n SteUeii begegüen be^mmter
zwölf odel- ^ouh eilf (in d. J. 1414. 1432), tmd jänes^ ist
eine Zahl irelchei audh in anderen Ltatdei^n wiederkehrt
undiapiter auadrttddfdi in Schleswig und Hoblein tfls die
regf^hnHaaige bealfttigt trird. Unter ihnen ist woU' dar
Bisöhof von ScUMrig odmr an anintar SteUe (tan J. 1414)
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WS
ein ArchiiUacQiiufl. tti hoistdifeiier Frülikt wifd' jMtl nidit
geiMiiiit. I>a08 lue GnüelMft und 4as Ibradgtkmi je dito
BÜfte der Rithe stellte, irt nidit zniarWlBtoeli; dtfdi soheir
neBf (fie sdehs Yonliflnder welohe Herzog GeHitxrdiSiiiitali
Hnmüodigeai Söhnen in Schleswqr sdtnte, eben die Rttbe
im Landes gewesen 2« seih.
: Dia Tätigkeit des Bäiheä ^irkem bm den tiqfdiiihrten
Beispielen) sie .trat nelnehtich hoi poBtisohemiHiridllngeil
VM flllgiemeiBer Bedeulug ein;' dier auch die VetUhnag
einzdner Reckte tind nreBmteii) selbtt dfe Bssorgfu^
wiieU%[er Familienangelegenheiten des fürslfiohen Btfdses^
evfolgtei unter seiner IGtwirkung. Er gab abin* der Ver^
bindung der beiden LAnde selbst nothwendig eine grössere
Festigkeit; zu der Gemeinschaft des Regenteta kam leinA
InstiMien welche sidi auf die Besorgung der wichtigeres
RegiNimgsgeschäfte bessog und welche zü^eich einen stän-
diseheh Charakter an äch trpg. Der Rath war seBmt
als ehie gemeinsame Vertretong der beiden Lande zu be--
trachten.
Aussördem wird in dieser Zeit zuerst ein besonderes
Landgericht erwähnt Es wird in «fem Herzogthuin zu
BlensbUfg gäialten^ wo auch später sein regdmässiger
SitM war, durch den Drosten ab Vertreter des Herzogs«
Hm Sünden in einem Fdl (im J. 14dl) als UrtfaeSer zur
Srite: der Bischof der Archidiaconus und zwei Domherren
von Schleswig, mehrere NBtglieder der Blttersdiaft, Bür-
germeister und RatUeute von ScUeswig und Flensburg
und ^biderbe Hausleute* aus den Friesischen Harden: es
wurde damals eine Sache gegen den Ruth der Sid^enhar-
deli entschieden; und NonUn^and war dso' ebenfalls
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868
diesem oberm Gericht des HerxogtfaiimB «nlenirorren. —
Ähididie Gerichte mülMeA jetsl BVKk in Holstein f eMtenf
stSm^ denen bahi der Ber2og; bftld aber ein SiellTefireter
rer^ffss. Es wird auch noch ein O^M>ode genannt (hn
h H\6)y dessen Befugniss nidit wohl eine ändere ftwe^
sen sein kann.
Aach die Verwahnng der vereinigten Gebiete eriddt
jetst einen mehr g^eichmässigen Charakter. Üb^raB Wih
len den «jnzelnen Düstricten wie ne unter denSctidsserÄ
ziMmmengelegt waren henogliche Beamte torgesetet^ diä
nun regebnässig den Namen der Amimfinner ftthrten: diese
^aten an die Stelle der Vögte in Holstein^ der Lehnsmänner
in Sdileswig. Sie haben die Wahrnehmung der landes-
herrlichen Rechte im ganzen Umfang^ Gerichtsbarkeit Er-*
hebung der Einkünfte und sonstige Verwaltung. In den
DinggerichteUy die in beiden Landen noch ihren alten volks-
mllsirigett Charakter bewahren^ erhalten sie den Vorsatz.
In Friesland nehmen die landesherrlichen Staller, die auch
Landv%te heissai, dieselbe Stellung ein. — Unter den-
sdb» st^en in Schleswig die Hardesrögte, in Holstein
Kirchspielsvdgte; jene aber behalten ausgedehntere Rechte^
namenl&di einen bedeutei^en Antheil an der Rechtspflege. —
bi den StMten des Herzogthnms wird nach dem Vorbild
der benachbarten deutschen Stadtgemeinden die Gewalt des
kndeshwrikhen Vogtes beschränkt^ die Gerkhtisbfffkdt des
Rathes ausgedehnt; in Flensburg erlangte dieser jetzt auch
das Recht den Vogt zu ernennen. — Dass die Güter des
Adels und der Geistlidikeit ebenfaHs gleichmässig behan-
delt wurden^ ist schon yorher bemerkt worden.
Bs stdit hlenmt in Zaesammenhaiig dass ttberdi das
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864
deutsche Kmnfiit meik&t «qi tkk gpriff. V»n ObeffiaMo
4te atteii iilliii^l«Bi|.:BA^fp6|l6i|: »in ^ie^mdorsächwcbe
|)jiiiili^& wardithNtweise; oiJN^ f|k)ht yerstPMkf^
So 0i9d 4iöSladtriecbte^iN)«,6<U9i^gFl9idN««iund4i^^^^^
rade in dieser Zeit einer solchen Bearbeitoj^g il^^a^
gewrdeÄ/ kUi Vü^ngburg^ (im J. .1451) wf üusdwAü-
chenlMWidesilAtiim. Es^ «Mcrli^ keiiim^widifel 4iM
di0 f erieMieken V^htttdhoigeiii a^jkfit^ w^fffgiMisi in tbm
Stftdteni in d^vtsokctfr Spraehe galudtm .wwrden: IM« SMq^
tea eiR6F KanfBiuuuwfgild^ von EleBsbiirg.(aas 4em Ende df»
vi0r««tot0ii J^hrhwideils)» ein Er(8)9oh der Stadt «wd an-
dere Docmtienle mA dettbMA aJigef asat, ebenso, üig^ ^Saunt-
liebe UAus^cfti welche sich mrf die Yerbtitnisse .der.IIer^
sogthamer bedahan; ss^aiP dänische Qia€iktl0> als sie übw
die Yerhandlnngc» zu AutmS' m Zcfogniss al^gaken, und
das Wiborger Landesthing, a|s es fttf den König Brick aidlral^
bedienten sioh dieser SpnuAe. Dass die Henioge absiebt-
Udb auf die VeräHdeniBg hingewirht kabeb, iissi sich
schreiüch behaupten« Es ti^ürde aber, vfMie es gesdie**
hen, aioht Wunder nelmea kennen j da in den proises-
sttaMscben lYerhaidliiiigen mit KMog fiiioh Vion dlKisoheF
Seite» grosAss Cewickl auf die nicbt begründete; Bekamp-*
tui^: g^egt wurde, dass (ib^all im Lflnde^ seJbst iu dea
fries^ben: G^enden, die dänische Sprache odar do^h eja
wenig verschiedener Dialect herrschend seL Das Gegen-^
thefli. wie selbst dänisclie SchjriAsl^er anfuhüeQi ergiabt
sich, auch darnus: dass. in Zinar^istertt d& Zeit (Asm dail
schleswiger BisIbunM vom J. 1436) die OrtsnameU' bereits
in deulschen FiNfme» emsbwiea. Gleifteeit^ei Geschieht-
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sdi^eibar «rterseiieidmi auch fii BläniMti^ adadrücktiefc
dib Dtntoivon deri deutechen PeridkeRiiig«
Der hergebradrten AitKino^mie der FrieAtckeB fibmeitt4
den ist die Herrscliill desdemsdben Mhitenhawiös niollt
^nstigf gewesen« Wiederiiolt kam is mit dense&eii n
Cbnflielen^ und immer Tdlstähdifer Inben sie sirik «dst
iandedierrliohen Hoheil tmteiiyerfen müssen. Auf dein
Landgericht zu Flensburg) ^daiverbin angeßihrt isl, /Mtosd^
noch' wäkrend^tor Krieges (im J* 1431, Notemb.16); ein
ürtheil des 8rd>enfaianlearatliesi füi' liicUig erklärt üild tdia
Müglieder bu. schwerel^ Brüche Tenrdieüt. fihreftigkeibte
■Msebeb mqbrieren Kirdtispd Ja ESdeniteäti über:, das
Deichwesen gabcnt dän .QoltörpdrAntfttasin Aalass einzut
gteifen nd dureb Gefangennehmung Ton aügesesseneU
Männern dne Brüche and die Auirfibning derDeiclu^ei^
len zu erzwingen. Ab ein ander Mal ^ SlaDer in £i4
dersfedl einen dorfigen Hau^numn: verhaften liesS) fciin es
aü lieftigoi Auftriüeh: er wisund rar Flucht geiiölhigt und
seine b^estigte- Wohnang oder Burg zerstört (im J. 1439).
Aber wenige Jahre darauf (im J. 1442) wurde die Land^
Schaft gezwungen di»ii Herzog und ihm Urfehde zu schwö-«'
ren; sie versprach Friedensstörer zu rieben: wenn die«-
selben entkämen, sollten isie des Landes entbehren und
niemals wiedet aufgenommen werden; auss^dem massie
sie Sühne zahlen und für die ^Herstellung der Bui^ Mh*
Igeii. Neu^ Anirtoss err^e ^ es als det Gottorper Amt-
aaenn Otto SpBet im Laiide O^eht hidten wolHe (im S.
1444). Da er verfelgl und la^lirere seiner L^te emohla^
gdn wwden/ terantaeste es schwere Strafen: übet* H^eci^
xig Leirte mussten ihr Leben mit Geld l^sen uhddie Laüd^
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Schaft und einsekie lOrchspide xusammds «ii 8000 Ihirk
zahlen. Die beiden Krehspiele St Petw und Tattngr, di^
besondws belhefligt War^n, yMacgpruchtn sugieieh;, den
AmdeHten und Dienern deft Heriogs 1tt6ht mehr entgegen,
Bondem Tielmdar beUdSch.si. aein, aDe iSerechtigkeil
Brttcke Seefnnd ud was der Herrscdiaft zukime au ent-*
richten, auch Landfolge xu ämn.wtinn riedaieil anfgefcnr-^
deri wttrden (un J. 1445, Januar 18).
Noch weiter gingen BeatimmnngioB welche >m folgen**
dm Jahre (1446, Jimi 2) in Gegenwart des Herzogs nnd
einiger Rftihe von dem Rath nnd der Gemeinde der drei
vereinigten Landschaften Eiderstedt Eversdiup nnd Uthofan
angenommen worden sind: keiner im Lande solle Arm«^
brüste Rntinge und hauende Schwerdter tragea als (fie
Amttente der Herrschaft und ihre Diener, bei Straffe Lei-
bes nnd Gutes an die Herrschaft und vierzig Mark Brüdie
an das Land; jeder solle halten Karohfrieden Markifriedeh
Hansfrieden Deichfriedm und Pflug&ieden, ausser und in
dem Hause. Zugleich wurden strenge Strafen gegen^ den
Todtcichlag erlassen und gegen jedon der einen Todtsohlftr
ger hegte und herbergte. . Die Rechtssicherheit mag sedehe
Vorschriften ndthig gemacht haben. War aber früher die
politische Selbständigkeit der Gemeinden verüichtet, so
ward jetzt auch die trotzige Kraft und Freiheit dieser
Marschbewohner gebrochen.
Der Gottorper Amtmann hat dann seinen Einflnss ^beir
die südUehen Stricte ausgedehnt, die nördlichen Harden
waren theilweise unter Tondern gelegt. Dazu kamd die
StnUer mit stärkerer Gewalt als früher. Und wenn der
herrschaftlichen Aetorität . G^ahr drohte, begab aidi der
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Mtim$g' VfKMi im Land, wci «roiü HiununCrackiilzii'hal-
Xm jßegie. Silier iurt er jenen Ik-eOanden woU eime
Be^^gang iltfw heiig[el»racbtm Reckte und Freih«ten g^
geben^ namentUch der Frähett von N^^en, diegew^Iuile
LandfMge anagenommen (im J. 1454, JmA Ify Aber z«
den alten Znatftnden kehrte man nicbt znrüdk. Das Volk
gew(Ante sieh schwer an die veränderten Verbiknisse.
Es hatte gegen die fremde Herrschaft kräftige Bilfe ge«
Malet; nun fühlte, ea sich gedrOckt unter einer Rügiel«ng
welche, die henfebraditai Ordnungen ites L^iena beaeüi^
gen wellte«
fflttddicker waren in dieser Beaiehttng. die afldliGiieii
Nachbarn der Friesen, £e.Ditnuffschen, mit denen jene
erst unläi^st ao ae^were Kämpfe bestanden hatten« Anoh
ne freiUch bätle Beneeg Adolf gerne sein^ landesherrli-^
chen H^eit unterworfen. Er ^hob Klage gegen diesetH
ben wegen, mancher frflher smem Haase. und seinen Un*^
terthanen zugeftigten Uid^ und Beschuldigung: eben jene
Verwüstung der friesischen Cremeinden ward besond^s
hervorgehoben und ein Schadensersatz von 200000 Hark,
ausser der von den Friesen gezahlten Busse von 30000
Mark, verlangt; wogegen jene dann andere Gegwforde-^
rangen erhoben. Mem voran aber setzte der Herzog tlie
Behauptung, dasa die IMtmarsehen ihm zur Landfolge unA
zum Dienst verpiichtet wären: der Einrede dass es kel'«*
nei^egs also i^ände und dass die Holsten schon seit lange
trachteten sie eigm au machen und änen die Freiheit
zu benehmen, antwortete, er, dass man von ihren Frei-^
heiten, dmnacii sie besonders 'kaiserfirei' wären, mchta
zu sagen wisse. i. .
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Allertti||8 «Umddti die ;9ilmur$QhMl in: litfMiiiimKici
stantshechiüiehdr Yariilndiuig mjl deii BronMsr Saibiif^uiii;
doeh «lor iri« Iom geirng wd £« 'BenAifUität und Rei^-i
ügMt' des g^Utoi Bitt geackwAßhl, okihtflsitk'^waiurw l^u-*
deshohett auHg^Udet. Der.£nibisidiof üble bejn wdtoireft
R&öfct Ab da« er ein inyiHrommen:¥{)a ölMlJlatknnd e^
jährliahe .€i0buIir.v)Mi den .Vöglein\^fhob^ tar^für er die
bargebüüihten : Fr^ihoiien fceitätigte^. . . AxAwß Niitfi|in|g9r:
reokto. die «r firükeü gebabt »bftti!! waten an. Einges^Me!
desdandeg'ttheigegangvn* >fldÜ0asttte;>Gia|0mde>Bündlil880
mit anderen Gewalten, so nahm sie wohl ausdrüükUkdi den
Bnrfwiohef ans. . Dagegen 2 luttte »eisehon AiÜeit (im J.
i289)id0n Hoteten Beistutdinr Yerliieidignnf, ihres Lanf-
des .^elhsl. gegen den Bir2bi$iBliof Yen^vacbeft: eilte die-
ser iVertrag wnr es auf. den jMX Hersed^ Aidetf seitte For^
dening sttttzen^^Ule. Da die Ditmarschen dieiis aUebneHi
machen sie auch kieineswegs die Verfamdung mit Bremen
gehend, sondern ä^ riAmen sieh, eben di^r EreihieJt jtaes
Landes, die ihnen : d^ allmflchtigeGetti ufid. die ^opbge^
lolbtd Jungfrau Maria geg€d>0n habe. .
in dieser Zeit babM sie aneh ihrei Verfassung :neM;ge-
erdn^l^ uad zwar einbeitlioher als fr<iker. : F^ertdaia^nN^
innrer Ibidet im Kwide, dasu 2w»rt ttit HainbMfg,. hatten
disiJbingelhaftii^eit der. allen ZurtSnde g^^igti. in denen
en^ in einer stmrkeü CWalt fär ;das . gonf^ .Land feUte«
Znnäcliit .tiwicfn acht der nürdU^hen^Kufctapiele xnsa^Maen
«nd Immen über eimen Friedmi mit Kanrimrg übierein Im
i: 1434)>; dann yanBütabeti Abgesandle dieiser Stadt imd
LfAi^eksieine Sflhne uüor dem in Btaitfebc^ Ueg^den Fa-<
milien und brachten es dahin, dass jetzt, anpb V^t ym
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300
bei den Hobten uiid Friesen iiiolift bleibe Bottleiiy söndem
iiddi weitere Strafen auf den TodlsoUag gesellt murdeit:
wm fiidi' dessdben seliiddi; maeke, solle des Landes ent«-
Mureii: Qttddatos sem ^ J. 1437); womit aber deeh
das alte SyMenifar^lhnnbiissBR noeh keineswegs tmlBge^
hoben war. Bittige iabre darauf (im J. 1442, liai^) Yer-*
piUchtetef sielt das. ganze Land gegen die Hambterger dafür
2« sorgen, dass ihnen bei zng^tigton Schaden Brsate
w^rde: erst soHdas Kirchspiel die Aügehörigien nnd das
Gesddecht des Thäters dazu iinhalten, wenn es abernidit
geschehe, dasseHie mit gewaflheter Hand Tender Gesammt^
heit dazn genöthigt werden. Ist hierin schon eine stir<'
kere Gewalt der Landesgemeinde über die einzeken IBrch-
spiele ansgespi^oohen) so erhielt diese jetzt eine noch fe-
slere Begründung wid Ordnung durch die Einsetzung der
48 Riditer.
Die 48 Rieht«: (judiees) oder Rathgeber (cwsiiles))
spftter auch Regenten (gub^matores, auch ^Verweser') ge-
nannt, wuiidon aus den Kirchspielen, yieH^ht nach jener
Boitteitang 4es Lmides in Tier Düfte, gewtidt, auf Le*
benszeit und spitcfer mit dem ReAl der Sdbstergänzong,
das sie sben mit.BileUioht auf die einzebien Kslriote und
selbst auf bestUimte Fanälien zu üi^en ■ pflegten, so dass ihr
OMlegium einen aristokratischen Charakter an sich trug« Sio
Tertraten Udfört das Land in aien wkAtigen Angelegen-
betten, Mrgten für Frieden und Qrchiung,- eriiessen wohl
eiazebie gesetzliche Bestismungen und hatten zugleich die
oterste GeriditsbajdBeit: sie entschiedeii Streiti|^eiteD der
Kirchspiele ualer «nanddr und aHe Sachen in denen man
sieh bei dem Ansc^ruch jener nieh^ beruhigen wollte» Alle
I. 24
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370
Soiuiabeiii kaMn sie zuainmai^aitf der leide \ wo jetst
der Ort dieses Namens aufkam, wdeber an die SIeie
Meldorfs als Jffine^ponkt des öftnüeben Lebens tiiat Die
Weehe Aber hielleü rieh, immer cMge Uer anf , m ifie
knfenden Gescbflfte za besorysii) Scbrcibw lud Gesandi*
Schäften zn empfanden; kleinere SiMshen zu erledigen nnd
im NotbfaH eine aiJteerordenfficke 2naamnenk»nft zH ber
rufen. Diese hiessen später weU die 'gegenwärtigen 6e^
fehl9haber der AchtnUdviärafiger'. Auf der Aeibe zur Yep*
Sammlung war jeder besonders, befriedet: seine Busse war
verdoppelt. Aber a»eh andere die tich anfanden !genos-
sen del^lelben Sehutzes.
Die Zusammenkunft der Aektundirierziger warYerbon*
den mit aner allgemeinen Ländesversaiinnlmig; andi ein
Wodienmarkt wurde dann zu Heide gehalten« Ingeriebt"
liehen Sachen konnte zuletzt an das Land gegangen wer-
den, und nur dieses durfte die Acht aussprechen. Beson-
ders aber hatte die Landesversammlung Über neue Ge-
setze sowie über wichtige Verträge zu besddieesen, und
wenn solqhes vorlag, ward es woU Vi»kerja dcsL'Kirch-«-
qptieleni veAfindet, daadt die Obrigkeiten und Mttgiieder
derselben sich zeUbreidier einfinden kbioteti. Die 5 ¥ögte^
ung^hr<6Q Sohlie^r, aOO— 400 : Chbschwonie, bade-
ten die ^VoDmacht^ des Landes; aber aodi: andere die
kommen wollten wären imin aUf dem Markt versiannielt,
wo man 'den Bing schliig' und wo die Achtundvierziger
in der BGtte Flalz nahm^i und die Sachen, wdohe sie
vorher beraUieA hattin/zilr Eniacheidteig voiäegten. Bin
Landschreiber bis und verzeidnete .waisi >iMUg war. Gab
es dringende Geschäfte, so konnte eine solche Versamm-
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«71
fang auch aiuseir der Mit- gtketen iretdbn^ feirdl^dict
«of einen Montag..
Näht gieioh in ifen erMoi Jahren mrd i sich diejBe Y^r-r
fiMibig yoibftändig anagebiUet haton; mteenliidi Md ife
kdktanämmseT wohl erat jEtpiter cn dieser aläikeren Ger
Wirft gelangt; aber 4ler fiiliflilaf> und die Madit der gemeäH-
heHhoben Bahorden war bn Steigen begriffen. Buten fe^
sten Ifadt enipfing die lieae Ordnung der Dmge inaondm^^
heit doFdi £e Aubeichnnng dea.LaidreiAteS) wdcheebeli
jfltel erfolgte nnd weldicti 'das HbM rätmehlig ward ewq^
EU hahen mn des Nutaeeis und BeMandos wiHen des ge-
meinen Landes znlKtmarsehen' (bnJ.14r47, Februar 3). Die
Bejsrtoimnngen, weldie mi ganzei ein germaiüsehes Rechts-
leben in frischet Kraft wid relehor AUsbiUnng zeigen^ ha-
ben theihirelse aneh politische Bedentung: m geben dei|
Achtnndvieriigeni; die hier zuwst g^annt werden^ Schutz
und Sichenmg^ me yerbieten Verbindangen und Bündnis^^e
der cinzeteen CHiedar des Landes^ Zugiei4^h ward die geist^
Uche Gerichtdaarbeit möf^st beschränkt; was zur ent-
scUedäien Bauprabhe des haalburgjerDempropsten führte^
der fireiMch früher schcm anf das Bejaht gewisser Mandate
verzichtet hatte, dafibr jetzt aber Aber seine sonsMg^ Be-
fugnisse eine benihigend&' Versidi^ung empfing (im X
14«, Septemb. 21).
Gerade als diese Umgeataltuflig der: innren Yerhllltnisse
im Weite war, trat H^sog Adolf mft seineii Ansprüchen
hervor. Es ist begreiliah, dass sie wenige als je geneig-
tes Gehör fanden; Audi hat der Herzog wohl wenig
mdir als eine Bnladiitdigmig erwartet, als ^ sieh zn eiv
nem Compromiss auf den Schiedsspruch: des hamburger
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872
Propstoll und der Mibe Yta Ldbiick «nd Bamborg ver^
stand (im J. 1447, April 19, zu Lübeck). Er bandrito da-»-
bei, wie es beissi, fflr sich md rm wcfett seiner Lande;
und Mitgfieder 4er «MslUcbkeil d^ BäteidiiA und der
Städte au» Scbleswig nnd'H^stera waren ainviisend, nn*
ter andern der Bisdiöf md vAarcbidlaconiu Von ScfaietK
wig, der Abt von ReiaMd^ die Bib^gerfneiiler Ton Kiel
und FleniBburg, welcbe bier docb wieder 'ds Vertreter
der vereinigten Stflnde erseheinen« Za einem Ibnriicbeii
Schiedsspruch ist es ftbrigens nicht g^kommcfn, sondern
nach längerer Yerhandhing zu einett friedlicben Vergieioh
unter den Partheien selbst (iinJ. 1456, April 21, sultieboe).
Die früheren Verträge wurden von beidea Seiten, bestft-*
tigt; dagegen verzichtete Adolf ausdrflddichitttf jede Land-*
folge, versprach audi niemanden gegen die Dilmahicben
zu unterstützen und keinen in seinen Landen zu hegen oder
zu hausen der sich dem Rechte des. Landes entziehe. Dsas-
selbe g^bte die Laadesgemeinde dem Herzog/ IKe beider--
seitigen Ansprüche bis zu dem Lübecks Gomprömiss wür^^
den aufgegeben, und ftr die ZidEtnft. festgesetzt^ dtssdk
Streitigkeiten nach altem Lmdrecbt. von adht Holsten und
aöhi Ditmarsehen gerichtet werden soBten. Dem Vertrage
wohnten wieder die Bisch(^fe' von Schleswig uad Lübeck,
der Propst von Hamburg, der Archidiaconus von Schles-*-
wig und eilf Ritter bei; sie besiegelten ihn, ebenso wie
Christian, Adolfs NefTe; und'dassefte haben später zur wei«
teren Bestätigung und Begfarabigung die Räthe von Lü-^
beck und HanAurg gethan: Damit ist die tolle Unab**
hängigkeit Ditmarschens von dem sobauenburgischM Hause
noch einmal anerkannt worden.
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Hit den ifttrddMtoehM Stidleii; am einen/ so wesent^
lidien Antkeil M dem i^Uichen Ausgang des Kampfes
gegen: Dänemark gehabt hattcs^ Meb Herzof Adelf in
guMm Temdhmtin. & bal sidi nidil Verleiten lassea an
Ihassregeln theilsunehmenj wdche nwideutsc^ Forsten
nter MHvriFkmig des ne^en Königs Cimstoph ron Däne-
mark gegen jmie beabsichtigt haben soUen. Auf inner
Zusammeiyranft die nach Wiümak ki der Priegnitz ansge^
sdirieben war, Hktb Adolf ans (im J. 1443). Bei dar
Bitoldffihr des Königs erhielt er den Besncfa desselben: er
stand auch mit ihm in freunfUdiem Vei^ehr, ohne iwk
nn HUen gegen Lübedtdie Band zu bieten wetehe den-^
selben m d&a folgenden Jahren beschJUKigi kahen sotten.
Wenn CfaristoiA zu Anfang die HfUfe Lflbecks gebraludit
untf erbalten hatte wider seiMn Gegser den Köüg Erichi
der noch an seinen alten Verbündeten den Hialländeni eine
Stütfee hatte, so wandle er sieh spät^ dmi diesen z« und
gab ihnen FreiKeiteikzinäohst in Norwegen; dagegen klag*
ten die Lübecker eben hier über Bedrückungen des kör
niglichen Vogtes. CbHstoph suchte auch den Handel des
eigenen Landes zu heben Und begünstigte Kopenhagen,
das er zum regebnäsngen Sttz des Königs machte: Dass
de^ den^ehe First auf dem noriUjaclien Thron die Interessen
der von ihm beherrschten Lande voranstellte, war in 4en
Verhftitnissen wohl begrtadet. Aber es konte nur ver-
derblidi wirken, wenn er den Hass seines Hanses gegen
die süddeutschen SUIdte mit nach dein Norden nahm und
üb«c Plftne brütete tirie er den Lübeckern an ibre Freiheit
kommen könnte. VieQeicht hat die Abneigung und Ful'cht
der SMter die Nachricht verbreitet, dass der König Jahre
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S74
tang hemdkli seine Sehitoe «afbtalte'niir im den Angriff
auf die Stnil unternehmen zu ktanen. Docb mochten sie
immer Gnmd zum HöstraBea hüben, ak ei^ kurz ntck
einander seinen Besndi in Aiismdit stellte (im J. 1447)
und das zweite Xid nm fireies Geleite Ar eine<nnbestmunt
gr<i8se Begleitang ansodite, aMh sckoii imToravs ander«
Fürsten dahin einlud. Da der häfh ndch gepflogener Be^
rathnng mit den Bürgern nnr 4 «*-500 Mann aofiMimien
wollte, auch dne andere fierbergfe anMt.als die wekhe
Christoph wÜnacUe, zog -er vor g«r nidkt zn liommen,
sondern nur eine kurze Bei^edttu^ mit den berufenen
Forsten zu HeiUgenhitfen zn halten. Aber sein UnwiKe
gegm die Stadt hatte sich nur vermehrt, undshoB im
hftcAisten Jahre soll er den feindlifchmi Angriff beahsiehtigt
haben, als iin plötddier Tod üin wegraffte (inf J. 1448^
Januar 6). Sdn Tod, sagt die Lilbiecker Chronik, brach
einen bösen Anschlag die Städte zn demttthigen und zu
vernichten, an dem alle Firsten Antiieil hätten, nur mit
Ausnahme des Herzogs Addf:.
Aber Christophs Tod imtte noch ganz ändere Folgen«
Es war ein Ereij^s vbn aigmeiner Bedentang Ifir die
nordischen Reiche nnd cfo benachbarten deutschen I^tnde.
Denn mm ward die dimsdie Krone dem Hetzog Adolf
angetragen.
Adolf wmr: damals unbeerbt, der I^ttfe vcm den minft<^
liehen Nachkommen Gerhard des Gross^, überhaupt je«
Her Linie welche Schleswig mit dem jgr^sseren Tkeä Hol**
Steins ver^igt hatte. Yen den drei Sölinen weldie Her-«
zog Gerhard hintorliess war d^ älteste Heinridi bei der
Belagerung Flensburgs geMen^ nbd auch der jimgi^) der
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375
dm Vtters Jimen trug, holte dur Bndß des Krieges i6cH
efleH . Er unlemebip eine RBise ii^ Aoslmd; wie e^
hmsi mr WaHAdui öder wegeiA seiner geschiinächltti Ge-
eundbeii, und steb auf de» Wege (im J. 1433, Jptt 24)
XU Bkuflierieh en Rkeui, W9 die IQsehe eeiaen DaD](sleiä
tieYindiit. Nicht lauge veorher hatte seine Freu Agnes von
fiadw ilnn. Zwillinge geboren, /uher mit sieben Monaten in
Fo^ eines schweren Falles. Die Echtheit der Kfaider
ward angefochten, aber wie die Zeitgenossen berichten
veSsUlndtg erwiesen von Gelehrten und Ungelehrten, Geiste
liehen und Wdtlicben, Frauen und Minaem. Dennoch
weigerte rieh nach Gerhmds Tode die Mannschaft jene
als Erben ansuerhennen; die Tochter ward ins Preetzer
Hesler geschickt, der Sohn aber soll in ein Schiff gesetat
und. von eiüenv übrren des Heraogs äis Wasser geworfen
sefai. Man wusite sptttfr an eniählen, wie alle Ae Ueprim
theilgehabi durch, einen jähen Tod es haben hmtm niOs*
aen, und »an sah es Wohl als eine Strafe des Himmels
an, dass auch die zweite Ehe welche Adolf jenst mit der
Mtfgarethe von Hohnstein einfi^g kinderlos Uieb. Da eben
mn erbliches Recht auf Schleswig erfochten war und wei-
tere g^ftnaende Aussichten sich dem Heraog und seinem
Hause erdffiieten, drohte s^ Geschlecht zu erUscben.
Wohl blühte jene andere Urne des schauenburgischen
Hauses, welche mit den Besitzungen an dcv Weser die
Hemschaft Pianeberg verband. Auch war mn durch Ver^
trige erst seit kurzem wieder enger mit ihr verbunden;
ein Mitglied dersdben Graf Adolf hat bei der Yertheidi-
giMg gegen die Dfinen wirksame Hülfe geleitet Aber
der Herzog hatte seine Neigung einem anderen Yerwand-
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d76
ten zugewandt dem ftltesten Soha seiMr Sekwesiar Heü^
wig, die mit dem Grafen Dietrich von Oldeafburg y^mtiik
urar 9 Chriafian oder wie die Zei^enoaaen sokreäen K^^aieii.
Adolf hatte dem Christiapi die 'Näehro%e in' seinen
Landen bestimmt. Obschon dieser se&amt Vaier fmi J.
1440) äi der Grafschaft Oldenbnrg fefo^ war, bieü er
sich doch öfter hier nördlich der Elbe anf (z. B. in den
J. 1447. 1448). Die Mannschaft des H^^ögthnins SeUes-
wig wurde bewogen ihm cHe Hnldignag zu leisten, so
dass sie ihn als Herzog aneiiKannte fllr den Fall dass
Adolf ohne Erben stürbe. Alles mtsste diesem daran ge-
legen sehi, dass das Land nach so vidten Kimpfiin »cht
an Dänemark zurückfalle, und komte er es heiient Sohae
oder nahem Yetter Torerben, so mochte er den Übei^gang
auf de» Schwestersohn für das erwünschteste haken. Jene
YeH^n hatten hier aber kehi Reohi Lless sich auch eine
Bestimnmng des Kieler Verti^geis (Toni J. 1390) Uemuf be*
ziehen, so konnte das doch kektenfaUs ausreiöhen; das
dänische Reich würde ekie solche Auffussuf mit Fug und
sicher auch mit Erfolg besMtten haben. Dagegen stand
der Nachfolge weiblicher Nachkommenschaft des herrschen«^
den Hauses kein bei^mmtes Hindemiss entgegen. Die
Erblichkeit war durch die letzten TertTfige ohnä Bescfarftn-
kung gegeben; gerade bei dänischen L^en, namentlich
bei Fehmem, ist sie frlher ausdrücklich auf den Wei-
berstamm ausgedehnt worden. König Erich selber hat
währaid des Rechtsstreites vor Sigismund die MIgemeine
Erbfolge des dänischen Rechts im <Lande behauptet und
auch hierauf einen Ans]pruch gegi^ndef, ier freilich nach
der Übertragung de^ LandeüT an die Grafen von Holstein
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8W
iiichte bedMteni konite. Wenn Adotf dantls im aüge-^
meiiieii die Behemdliuig Mch'ieiitflchen Lctareehl foHMi^^
so konnte fim dM nicht abhalten, jelsi wo den nmäGhet
bereoktigleR Hamutaimn nih seinem Tode vMiiges Erli-
sohen drohte, das snhsidiäre Recht sein^ Sehweslerkindef
en behaupten« Sdion friher und in der Mwren Zdt
wieder hatten 4ie S^nenbnrger es nAthig gehalten, die
Franen iln*es Haiises, die sldi in andere F^udiien rer**
difthlten, besondere Yeneichte änsstelen zn lassen; jene
Elisiabeth, des Grafen Clans ffochter, hatte settist anf4em
Landesthing zn UinefaöTed vor den Ständen des Landes
was sie an Recht besitzen mdge auf ttren Vetter Gerhard
flbertragen. Ab die Tochter der Heilwig, Adeihtid ron
pldenbvrg, Christims Schwester, sich einem €h*afen Von
Hohnslein Yennählte, Imstete anchi diese disn Veirzichl (im
J. 1443). Dagegen haben Heihrig selber nnd ilnr GenaU
bei der Verheirathmg (im J. 1423) einen sotchen nicbt ans«*
gestellt. Henrscble aber in dem schanenbvrger Hanse die
VorsteBnng dnss das HerzogHUim auf die Cognaten fiber-
gehen könne, so war gewtes dieser Umstand nicht dm^
Bedeutung; Adolf aber hat sich offenbar auf jene An-
sidtf gestützt, als er für den Grafen Christian die HuMi^
gnng forderte. Und da die Mannschaft sie nisgesammt
leistete, muss sie das Recht deb Grafen fftr wohlbegrfindet
angesehen haben. Bs galt danii immer hoch die Anei^
kennung des Ldmsherm zu gewinnen. Aber bei dem
persönlichen Yerhfltniss zu König Christoph nnd bei den
Verbfaidungen mit Hü^edem des dftnischen Rinchsrali»,
moctvte Adolf nicht zweifeln anch diese zu eriangen. Naeh
dem Ausgang des letzten Kri^^ war an eine Wieder«*
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«78 ,
vereiBigiitig S^iesiri{!s mü Maemark Ha wMigiteB. m
dealEen. Weldrar' König MM «e nur v«ir0tdi0n. «oOeo
Mch den Erfahnuigcn wdohe Snob geiMehl kalte?
AbM* es geMgte niobl SdUeswig von Säienork ge-r
tremit m imXUn a«di ftteridaa ieben des Horsegs Ua-*
ans; es gall aoSsefdem die Yerbiadimg mM Holstem an
bewahren. Adolf brachte es dihiB dass a»ch hier manche
dem Chrirtian huMigton. Abief andere weigerten sieb -dessen
«ad erUirlen sich für das fteohl ier Sebanenbnrger Vettern.
Dies konnte hier id der That auch heinem Zweifel uater-^
bogen. Darüber waren iie fraheren Verträge bestbnmt
und dentioh gewesen. Dass diese idner ^loschen seien^
weil die Bdehnnngen aür gesanmiten Haflid yon beiden
Seiten nicht regebnftSsig gefordeH «ad klangt worden^
<kran hat wenigsleas in jenen Jahren niemand gedacht;
dazQ bedurfte es einer Idttgeladea Beweisfilhrting; did in
seheiiAarem ESer für die Strenge des Rechts vor dw
wahren und lebemligeii Redit die Aagea yenchloss.
Mit der Belehnnng Holsteins war es, wie- schon frtiier
liemerkt wurde, damate dgenihftmlieh bewandt. Seit dem
Anfang des vierzehnten Jitthrhuaderts, wo der Heraog Rudolf
von Sachsen-Witlenberg den Mitgliedem des scfaauenburger
Hauses die Bdehnuiig mit ihren Antheiien md amr ge<-
aammten Hand erthett hi^ (in den J. 1317. 1318. 1319)
4fit kein Act bekannt der dies erneuert oder bestätigt
liätte. Dass eine. Belehanng vorgenommen sei ohne Aas*^
feitiguhg' entspredhiender Urkunden, ist frdher schon als
uawahrsebeinlich bezeichnet: die Qojsllen erwfthnea nichts
was darauf fahren könnte. IGt den wittenberger fitono«-
gen sind die Holsten später fast nie in Berührung gpekom-«
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S79
iMtt; dil» kaenborgw Une^ der ein eelehes Seeht wiehf*
lig genüge sein musste; hat ibmellM in dte äyUreieben
Vertiandhuigfön und Vertrügen Iftnge nii^gends geltend ge^
raaobt Erst Brieh V. htt men Lehnbrief Kaiser SKgi^
mnnds (vom J. 1414) beigebracht, wehrtier d^ Grafsekel^
ten HebtiBai and Stohnäni riewie der Herrschaft Schanen-
bnrg als eines ZnbehArs si^er Herrsdtaft erwfthnl; alMn
denelbe Üt spMer fior unecht erkttrt , nnd sn der . Am^
ibnng eines solehen Rechtes ist der Hei^BOg, der den
Holstra mehmals feindlich gegenfäierttand, nfemds .ge-^
kommen, hat shSn' aber deriudb doch nicht einfielen iasseü
ihnen den rechtmftssigen Beste lies Landes irgend zu ben
straiten. Bei der Schancnbürger Linie ist von einem Em-
^sng od»r einer Muthung des Lehens in dieser Zeit ebenso
wonig die Rede, ohne dass man deshalb behaupten dürfte,
ite Anthefl habe seine staatsrechtliche Stellung verändert
nnd sei in ein allodlales Bemtzthnm yerwandelt winrdeni
Die Verwirrung des Jahrhunderts in aHen poetischen und
retohtUchenVerhaltmssen hat sich offenbar auch auf diesem
\<xd)lete. gdtend gemacht Sie hat aber noch asu Weitet
tßn eigenliftmlichen Haassreg^ geführt.
Kaiser Sigimand verlieh das sächsische Chnrfürsten-*
thmn mit den Besitzungen des wittenberger Hauses dem
Markgrafen von Meisaen (im J. 1423), ohne dabei auf eine
Ldhnagewalt über diese nördlidien Fftrstenthttmer Rück-
si^ in nehmen. Der l^hafte Widersprach aber den die«?
ser Sduritt bei den küeüborger Itoaogen fand s^te den
Kaiser in ein feindKohes Vertiältnss zu diesen: eben da^
mals Hess er jene Lehnsurfcnnde, die auch Hobrteiis en-
wähnen sollte, fltar ungüllig «iiliren; tmd weitere Proteste
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380
welche Erich ge^m Beism AuamUieußmg von der Oh«r
erhob und bei dem rdmischm Bischof sowie dem Baseler
Gonci einbrachle hidfen ihm nichts« Der . Hersog starb
(im 1 1436) ohne irgend €me ginsägere Wending sebm»
Sacfte erreicht zu haben.
Damit aber war die Lehnshohett deü sftchsisehen Her^
i»ögthums Über Holstein als völlig erloschen zu betifachten:
Dem nenen chnrfltrstlichen Hrinse ist sie nie ertiieilt) dmn
alten herzoglichen aber sngleioh mit dem Redit an der
Chnr bestritten nnd ehtsogen worden. Um so weniger
kann es Wunder nehmen^ dass Sigismnnd hier' einer an-*
dem Darstcdlong d^ LehnsT^hältnisse GehAr gab.
Der Bischof Johann Schele von Lfiheck hat m den
Hindeln der letzten Jaln*e virilRch theilgenommen: er war
nach Kräften bemüht den Frieden zwischen Däiien und
Deutschen zu Termittehi; auch wiederholt am Hofe Sigis*«
mnnds thätig^ um ihn zu einem andern Verfahren gegen
die holsteiner Herren in der schleswigschen Sache zu bewör«
gen. Bs scheint dass er das Vertrauen der Herzoge Imite
und nicht ohne ihre Zustimmung seine Schritte that. ; Aber
auch bei dem Kaiser war er angesehen und zur Zeit des
Baseler Concfls in seihen Geschäften thüig: er adun die
Stelle eines kaiserlichen Badies ein. Diese Vefhftitnissa
benutzte er^ und machte geltend dass die holsleinsehen
Grafen VasaUen seiner Kirche seien, und er bezog das
auch auf die Grafeohirfi selber^ da es dodi nur von e«"*
sohlen Rechten oder Besitzungen behauptet werden konnte.
Sigisnnmd eikannte wirUidh jenenAnqnnch an, und ver«*
band dwkift ein Verbot an die Grafen Verftussemngen ih*«
res Lehens ohne Zustimmung des Lehnsherrn vorzuneb«-
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S8C
iMn. Dies wird 4er BtaA Lübeck aülfeseig^ anf dam rik
dem Bischef die Hülfe klite derm «r bedüifea mMne
(m J. 1483, April 12). Dass ämüs schon an kttnfWfe
StaMesaiolisftlle von der emen odw andern. Seite ^gedafdit
aei', mag zweifelhaft scbemen, da auch &rfaard noch am
Ldien war vnd beide Brüder in jugenfflidiem Alter standea
Doeh lebten beide unbeerbt, und die letzten Kviege hat*
ien ifezeigl, wie admeU.die riatigaten; FürMBnUngerntl
werden konnten. Gewisa war es aber denHernegen Ibidi^
ler, za jeder Veränderung die sie in Holileäa treffen woll^
Ien diä Znatimmung des eng verbmidenen, in mancher
Beziehang abhiiq[igen Bischoli zu eriangea, als die Ifi^
wirlcmg des lanenburger Herzogs, oder wenn von dem
nicht mehr die Rede sein konnte, des Kaisers selbst
Dass übrigens in jenem Brief bei dem Redit dea Biscboft
auf eine kaiserilche Verleihung Rücksicht genommen wurde,
liess denselben zugleich als einen Vertreter des Kaisera
erscheinen, und eben dadurch ist das holsteinsche Lehn
des Charakters eines Ffintenthuma mit voller Reidisun«*
mittelbarkeit theühaftig geworden. Die Vollziehung der
Lehnsfeieiüchkeiten durch den benachbarten Bischof konn««
tea dieser SteHung in keiner Weise Abbruch thun; es galt
nur als ein Vörtheil und Vorrecht, wenn solche auf dem
ebenen Boden des Fitarsten stattfinden durfte.
Auch aus diesem Grunde musste Herzog Adolf zu d^r
Veränderung gerne die Hand bieten. Wenige Jahre spä-
ter, da inzwischen jener Brich von Lauenburg gestorben
war, liess er sich zu Plön von dem Bischof feierlich be*^
lehnen mit dem goldgeschmückten Hute, wie es schon
frtA^ Sitte gewesen smn soU (im J. 1438, Seylemb. 26).
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S8t
Sf erbat und erhirit zugteioh- das Exen^ der kaiseri»«-
clieil Urkunde welche dem BioAof^daf Recht ^«wUirihatie^
w dieselbe nnier seine Freikeftsbiiefe äufkunehmen^ w^
mit dem Beding sie f efen eine Beatittgaüg desJiMCii
Königs Albrecht IL anszütausohen^ wenn eine solebe ex^
reicht werde. Da die^e in kudser Zdl (Notvcmb. 2) ^.-^
folgte und den ganzen Hergang. d«^ Belehnmig attisUrllidt^
iich ccnfinnirte^ audh von keine? Seite wdteir EiBspmok
^elj^e, 80 war die Veränderung vollständig durchgeführt.
Anf die Sdianetf^urger li^e ward kenrnftückBiäkf gnnoni^
men. . Es scheint auch nicht dass sie Maassriogeln Unaf wü
atr Recht bei dieser Gelegenheit sicher zu sSdlen. Ob. sie
es zu. fest begründet hielt oder zu wenig Werth^ darauf
legte, oder ob and^e Umstände rie hinderten, ist Itfs
jetzt nicht erüilteft wordien.
Aber Herzog Adolf mochte sich wohl hieräitf slftlzen,
wenn er den Gedanken f«»te, den Neffen CMstian an
die SteSe der fenien Agnarten auch: in Höbtein . treten zu
lassen/ Auf die Hitvrifkung des Uibecker Kschofs kennte
er um so sicherer rechnai) als dem Jeikum lfm J. 1430)
der Deoan NicoläusSädiowi folgte^ ohne Zwei£ri derseihe
welcher ds schleswiger Archidiacohus fruliNr laden G^
Schäften des Herzogs thätig gewesen und ian der S^e
Bischof Johanns am Hofe Sigismilnds umi danü aii Aesrii^
Cöncil gewußt hatte.
Für «Ue Absichten und Erwägungen des ttsrz^abeiP
musste es .vw deir grössten Bedeutung sein, däss eben
ihn /nach so manchem Wedbsel des caüeki^ und deü Yer^
häUnfesey der Ruf zur Übernahme der dänisdusn Krone trif.
Mag es mtf dem ersten Blick vieUeicht>a3iffidlend erscheioeii
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dtM lier g<rfkMichste Gegner des dänischen Rjriches }etst
aeihst zur Hsrrschtft Jn demseben susersdken wurde^ so
lu»nte es in Wikrheii doch mdiA. ferne liegen gemde
auf ihn. die Augen 2n richtm.
Sie Dinm htftlen mn scholl den riwtiten dtalscheii
König erheben. Wölltm me bei der Wahl des nenen Herr-
schers anf Yerwandscfaäit mit dem alten .Kdn^riiange se->
hen, so Moirden sie inufter ifieder. arif deQtsldi& Fürsten
geitthrt Es war wohl davon dieSede^ nach dem Beispiel
der Schweden, einem Eni^ebornai yon vomdimem Ge^
schlecht, dem Kmrl Gyldens^mie, die Krone zn rerleiheffi
Dioch war eil gegen die Gewohnheft ddr man bishei^ ge«^
folgt; es Hess auch wenig Vorthefl für das Ganze hoffen,
da der übrige Adel sich schwor dem hiriier gleiöhbereoh«^
tigten gcifüigt haben würde. Noch weniger hätte man
sidi/nm die Union zu eriiaiten, dem sehwedischm Kt)ttig
«nterworfeflu Alles eher als das litt damals das Nafiönial^
geMd des diidschen Volkes. Es hat die Union aDe Zeit
so rerstanden, dass Dänemaik den gemeinsdiafflidien Kö-
nig, stellen sollte. — WäiUte man aber einen fremden
Fttrsten, so stand niemand nllher als gerade der H^zog
Adoff. In seinem GesdUeedite war dänisches Königsblut,
da seinem. Grdssvater dne Bntelin des Königs Brich Gl^
ping yermjAlt gewesen war. Er beäass ein Herzogthnm, das
von Dänemark znLehn ging/ eine Zeitlang diesem nnmittel«-
bar angehörte imd noch in mancher Verbindung mit demsel-
ben stmijd. Er galt auch ds Mitglied der dänischen Reichci-*
veräaminlimg, und von deih Reichsralhe waren ihm manche
persönlich verbuden. Nach dem langen Streit hatte die
letzte 2iM% m gutes Einvernehmen gehearscht Dazu kam
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di6 ÄBfliidii auf eine» andren Vortheü. . DaiS man fieUea-*
wig attf .dem Wege des Kriegea niolil wieter gewiaMS
komie^ araaste üi Dfiteaiiark jedem dendieh aein: nuidem
Recht war jetzt noch mehr ab früher auch die Ilaritt nf
Seiten der dentachen Lande. Aber wiUtemmiliren Fär-
gtra zum Könige ae koaite man neUeiokt haiEm/daaHer«^
zogthum mit dem. Ktaigreich wieder zu vereinigen.
Doch iat ireiliöh nicht gesagt^ dass es wirkKch so ge^
kOBunen wttre^ wenn Adolf die Kröne angenommen hätte.
Eine staatsreehdiche Verschmdznng wie in den ätteren
Zeilen hfttta gewiss nicht eintreten können; selbst unter
Waldemar n. und Abel war es dazu nicht gekommen.
Als besonderes Herzogthum musste Schleswig fortbeste-
hen, und dann war es kaum zu yermeiden, dass eine
neue Verleihung jetzt oder später stattfinden musste« Adolf
hätte Tielleidit das Land behaupten, ^ hätte auch die
holstekische Gra&chaft behalten kennen: wenigstens hin-
derte kein Gesetz dass ein deutscher . Reicfasfilrst zugkaeh
eine fremde Krone trage. Aber Bedenken hatte es doch
die Lande wekhe so lange sich im Kriege feindlich ge^
genUber gestanden hätten nun unter eäier Heirschaft zu
vereinigen. Ungern bitten es^ die Städte, die norddent^
sehen Fürsten gesehen.- Audi würde fiir die Zukunft al-
les unsicher und schwierig. Der Kömg Dänemarks und
der dnrch die Union verbundenen Staaten wurde ^gewählt
Adolf hatte keine Erben, und ob man dort auf die Neffen
später Rttcksicht nehmen würde, musste wenigstens als
zweifelhaft erscheinen. Dann konnte er diesen vielleicki
als Lehnsherr den Besitz Schleswigs sichern; aber in Hol-
stein ward es ungewisser als je. Und wählten Ha Dänen
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886
den Adolf eb«ii' im di» Hi^soglitunr wieder ra gewimi^^
no war zu erwarten daas sie «trebeii wirdta es aucb.lilr
die ZakMfl feat zu halten, ans der Yeriiindiinff nnt Hat-
stein zn'rmsen. Dass dem Herzeg aiier altes darauf ann
kam diesiß Verbindnng^ za erhalten , «llllr die er. lange ge-»
stiitten und sebsl sem Unt rergossen hatte/liegl in aHen
seinen Handlangen, zn Tage.
Die 4AiB0ehe Kdnigsherrsclntft kennte anf dön :ersten
BKok als giftnzend erscheinen, besonders wenn die Kr<Hien
Nerwegens und Schwedens hinzukamen. Doch/ nur mB
schweren Kämpfoi liessen sich diese gewinnen, und auch
in Dänemark gab es der Unruhen und Gefahren 'viele;
man wird nicht sagen dass die SteBung seines K&nigs
erfreulich gewesen wftre. Die Grabchaft Holstein und das
Herzogthum: Schleswig dagegen waren ein ruhiger, sichenH
rer, erbUcher BesitzJ An ihnen hing das Herz des; fOr-«'
sten, die &innerüng einer hngen gUiiizenden Vergangen-
hieit seines Hauses knttpfte sich an sie, während der Hass
gegen dänische Herrschaft schon den Knaben erfdlt hatte«
Sollte davon die Rede sein ihren Besitz aufzug^en ttm
dafür die KOnigskrone einzutauschen, konnte die Wahl
nicht zweifelfiaft sein. 6dt es aber auch nur ihre Ver*
bittdung, das Resultat einer schweren Vergangeiiheit^ zu ge--
flflnrden, musste derrechte Bntschfaiss leicht gefasst werden.
üan wdss nicht weldie Erwägungen bei Adolf den
Ausschlag gaben. Er soll auch sein Alter, geltend ge**
macht haben, obschon er erst 47 Jahre zähtte. Er l^nte
das Anerbieten ab.
Aber er schlug seinen nächsten Verwandten vor, eben
jenen Oldenburger Christian, den er sich friher ium Nach-
I. 25
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Mger in SflUetirig iumI BWstem Miemhw balle., ßlf
sdne Wahl hil ct.dfMui d^a cegsMi Btfer «weigl: er ist
BeiiMt Mch Diamiark .fegaagen nnd hat die SÜanen der
eiaflanreitohea Ritte fi^ deaüeffnvaii gewinaen gesadii
Ghrisüaa war erst 23 Jahre alt and anagerüstel aüt St-
genachaftea die deat Qbeiai eriaabtea ihm andt einen schwie-
rigen Beruf auf die Schultern. xa legen. Unvenallill wie.
er war^ konnte er seine Baiid der Wittwe Christophs Do-
reäiea geben^ welohä nicht ohne EinAnsa im. Reiche wai'.
So wmde der Widerstand eini»laer G^gimr baU über<r
wanden uad die WaU des Reidürathd ftr Christian
entschieden«
Ehe es aber daau kam, mosste Chrialiaa die Aasprüelua
aad Bacbte wdche ihm in Schleswig and Holstein dnrdi
die'Huldigaag der Blannsehaft übertragen waren föradick
wieder au%ebem Er mnsste ausserdem jene Wäldemar«'
sehe Urkunde bestftligea, die es aasqprach, dass Schleswig
niemals wied^ mit dta Reiche iMler der Krone DänemarlL
vereinigt oder verbunden werden soU, so dass ein Herr
sei^ ttber beide; : Christian yerspricht, nachdem ihm der
ArtSkel aas Waidemars Handfeele Torgelegt and übersetst
worden,, wena er König werden 3olle, fita* sUk nnd seini3
Kben denselben unTerbfiaUlch au hdtoit, damit, zwiashan
dani Reidie IMnemärk and dem fieraogthum ScUeswig
and der Gra&chaft Holstein, ewiger Rnede bittben möge
(im J. 1448, Juni. 28).
Es ist wakradieinliGh dasa dia Slflnde Schleswigs und
Holstems, welche diese Urkunde zu ihren nrivüegseai leg^*
tea^ den nichaten Anlasa daza gaben. Doch kann es
mcht geaehelieii sein ohne dass Bensog Adotf sri»e Zu-*
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rtiinniong ertihdHe. Düe Urimnie^ äerei BdahcA drae-arf e
Verblendung answeSelft kumi^ ist ausgestellt; ehe: der
Heraog «eh nach ßflnomark begab (er war bü RoesUMe
den 12v Juli). 9e erscheint ds die Bedingung unter wel<^
dier seine MitiriHaing Mr Christians Erhebung lüntrat
Man; hat geringea Werttr gelegt. Httf die Versidiening
welche fan vietnehaten Jahrhundert der uwiiiidige K&aig
Waldemar unter ider Yomundschaft des gebieftendän .fier'-
heni ansslellte/ nd man musa anerkeuMik daaa ilur Em<*
Aiiss damals niehl weit^ sttchai konnte. Aber gann ein
andfreil vMr es amt Freiwillig . wunde die Besüiigwg
gegeben; nicht ron deal gewählte)! KSMg^ aber von dem
Firdten der atai Kftttig bestimmt war, in dem Augenblick
da seine Wahl zustande gebracht werden sollte. Diani
dftnisdMi Hmehsrittr;. ab dasabn ;lli^;lifid ebeat in dfesw
erkunde HerBQg AdoiC selbel bi^zeiehnjet wind ^ dogilr
eiA bd$ondmtr EittflM Mf <Ue WMy wahrscheinlich, mit
Biiohsicht airf Mkw0 Y^trlge (vm l 1499), ist dieA^m
beigelegt.—! und der dan Herzog diinn«ib«tnftragt hsst mtt
im Keffi^a dt0 Bedingungen der WeU fi^stisnillellen^ kiiitn
daa. gegebene Verq^6(9heii nicht ;m)>6)u«at gel>Iiiri}ctt setili
Eine ensdrltoklich^ fi0ilMigH9g dwidben ;aekien..]»m ad
weniger nflUiig) de er heraus «« der «erblichen y^rMhüng
SM^gw^fi in vollem Umfang di^Zfutinmung ertlieilthlitte.
Für Chrittiim. und seine Ifsclilipwnen mnidte^dtis gegeben«
Wort unter etten. UmMMiden: bei)« smu I>e8 OM^dmi:^
giseüe Haus hei jdie Krone Dänemarks nur erbidtoni nacb^
dem und wml ei vi^rsprochen^ 9dileiwig nicht wiedermK
dem Königfeioh zu verbinden.
AnA eine Hftndfeste^ muwte Chostiaa nnterxetcbnejt
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die strenger #ar ab die ifgeiid eiaes etfBer.Vvrgjtoger,
n Haderdebeii, wo die dtaigoheB fleislurftdie mit AdoV
ud denRitheB von SddesiHg und. BebteiO) dte BiaelMf
von Sdileiwig udeaftiis der BiMersehaft, ziuaiiiiileii ka^
men. Bben dieae. haben sieh dem Reichsrath Terbilrgt
dass der erwftKHe Kdnig sdneVerheissimgeiihältea werde.
Die ständisch^i Körper des Reiches Und 4er beiden eng*
▼erbundenen Lande treten sich hier zun ersten Mal selb^
stindig gegenüber: der dUmsdie Reidisrath foifdertB nnd
mnpfing die Verbriefang des hersoglkdieA Rathes Iber die
YerplKchtungM seines neiten B^rschers. Es ist eni' qw^e«^
chendes Zengniss wie die VerhiitniMe waren und.wie nie-
mand denken konnte zu frttkeren Zuständen . iurttckzu-
kehren.
ZweifeHMft ersoheiht aber, wia nun Herzog AMf iber
tie Nachtete in seinen beiden HerMohdfteu daebte. Solke
er ganz die früheren däne aufgegeben hdien? Bs is^
alles er#ögen^ dook kaum wahrschehifidi. Auf die durdi
M<tgiirig erwerbtonen Rechte hat Christian verzichtet^
nieht auf ^ Erbrechte w^che ihm zustanden oder wetehe
ami Adolf b^g^gt hatte. Die Wetdemärsohe Uitaide
hat eine sittitsrechtliehe Verschmelzuug Dänemerks und
Schleswigs gänzlich untwsagt^ sie hat bei ihrer ersten
Abfassung wohl auch den Sinn haben sollen eine Verei-
nigmg beider Länder^ wenn auch init ' BeibriiaKuig der
rdchftidien Selbstän^kirit undVerschiedenheit; eines' jtoden^
ausznschliessen. Dass man flure Bestinmuagen in jjßner
Zeit aber anders verstand^ hat Ae. Geschichte der näch-^
sten Jahre gelehrt, wo die Stände sie weder vergessen
noch beseitigt ha^en kOnnen. So mochte auch Adolf in
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ihr ktfiH HMeüoi» ^ehat^ auf die firüberen Absichten zu-«
rttcIoiuktiiimeB. Ihm erddueii dies wohl immer als der
leichteste: Weg /um die Yerbniguiig Holsteins odi Schles*
vrig zu «rhatten: Hatte. Ghrisliaä Etben^ .so Hess sieh,
auch bei dem WaUrecht der Stände, auf eine Dmer der
dänischen Herrsdiaftm seinem Hause rechnen. ' Cbdleich-*
ler ordnete d^ Herzog mit ihm dem König die Verbilt'-
msse des Landes, als wenn er selbst die Krond übemon^
men bitte.
. Kan sagt dass es Adolfs Pflicht gewesen, den Einfluss
auf den IMTen zu benutzen um den Schailehbkurgier Vet^
tom andi ein Recht auf Sditeswig zu verschaffen und so
die Verbindung der LiEuide unter dem angestammt» deut-
schen Fttrstmihause zugleich mit der vollen Selbständigkeit
gegen den nordischen Nachbarn zu sichern. ^ Wer wollte
läugnen, dass es also besser, und wer behaupteii, dass
es unerreidibtfr gewesen wäre? Aber immer galt es das
eilte odör daä andere Etecht zu verletzen, auf dem firüher
betretenen Wege das der Sohauenburger in Holstein, auf
dem andern das der Neffen — und Christian hatte meh-«
rere Biüdi6T ^ in Betracht kommen mussten — in Schles->
wig. Beides konnte einen neuen Kampf in Aussiebt stel-
len. Wenn Addf die Dinge so beto-achtete, ist es wenig-
stens begreiflich, dass er der Vorliebe fttr den Sohn der
Schwester, die ihm allein von den Genossen des väterli-
ohen Hauses geblieben war, nachgab.
Wider 4as Recht und den Vortheit des Landes hat Adcrif
niehts ikon woBen; er hat sich überbau^ von entschei-
denden Maassregeln fem gehalten so länge er noch lebte.
Aber die Zuneigung fir Christian gab er unzweideutig
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kimdr 4t oniersittUle Um in seiiciik Kampf #m Bohweden
mit Truppen^ 'die m EumThaüaW eigendXosten in Deolsoh-^
laiid weiben liette, da ^ BtiBlen.'keiiie:Bteigiuig; zur Theil4
nabme zeigten (im X 1468); er yelfebidete Mk aelbat we^
gen eiMO'Raubeti'den jene an «inem Itibeeker BcUffe üb^
ten nkit den idteil Verbündeten; '■ I>ech. #nrde dies beige^
legt; uird 8|)äter War c^ mil ihiwn angielck ScUedMahtet
in dnem Streit 4es Ktaigs wider die Stadt Danisig.' Aiif^
fallender erscheint es^ dass Adolf den Frieden mit den
Ditmattcheil anoh ron AM dänltehte Königlelnegebi fiess.
Dieser bestAtigie Miner Seite dem Heifcog, aladb '«m der
Dietete willeii die derselbe nJä schweren losten ibm mint
Nütz und Betten seiner ReidiB gelmrtet hatte ', nnller' Zu-*
stimmmig des Reidisralhs/die Yerleihui^ Ciurislio^s und
den Besitai Schleswigs zu einem rechten BrUehik (im J«
1456, JuU 21).
Mit dem Brvder Christians Gerhard von Oideibnrgkam
es einmal tuir Fehde (im J. 14531); dieser gab die Sdidd den
LübedKom and liess Men AUage Ümn. Za eigeadidien
Feindsefigkeiteii ^cheinl man aber nithl gesdiritten za sein':
der Herzog und die Stadt warnten lhli9 Kanlentd daEs et*
dei|burgisdi& Gcbi^ ztt berOhren; jener liess ieiliMerdem
ScUffa und Güter desfirafen in den HäfM ton Fl^sbnrg
und Kiel mit Beachkig bel^gett. -^ Uni dieselbe Zeftvmv
mittelte Adolf einen Zwist Löbeeks mit den MecUenbiir-'
gern; dasselbe versuphte er später (im J. 1456) zvHsdMi
diesto Fürsten und Stralaoml; audh mmhleer zmn ScU^s-
riii>ht^ in einem Streit zwisdien der Stadt LflneUrg und
den dortigen Pjrftkten gewflhlt.
Der Herzog erfreute ädh zuletzt einer mhigen Herir-
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fldhait Eben gdiörett da dei^ Krieg um das Heno^hm
«fing, ist ler wfthrend desselbmi gross jpsvrorcten, fa«t ihn,
beide Binder ti^iAebend, allen zu JBnde geführt, nnd nun
iu>ch länge genug geherrschl;, nin dem Lande aooh das Glück
dtts Friedois siuuwenden, amaüch zu sehen wie di^ im
Kampf geborene V^eb^ng seiner Laiide sieh ü ruhiger
2eit befestigte und weiter bildete. Naohhet* hat man mit
dankbarer Hingebung sich dieser Jahre glüddioher Selb-
stftttdigkeit eriimert. EIbm 'ehrenreichen Fibrden, gross-
Ümligen frommen redili^gen Bitter, inflden fiiedsanen
'W9htti%ett Hemb, der Mannen Ftbrst und Tater', nekmt
ihn ein Zeitgenosse: er habe das Lahd in grosser Ehre
^üid in dem a&rbesten Frieden regiert. Das Andenken des
'guten Herzogs' hat noch lange Zeit iib Lande for^elebtL
Adolf VHI, war schon krank als er .wegen des Lüne-
bnrger Streits eine Zusammenkunft %ü Lübedc haben sollte
(Octob.14); idobt lange danach statt er auf seinen Schlosse
Begeberg (im J. 1459, Decfemb. 4). Mit ihm erlosch das
€tescUedii Gerhard des Grossen ; er war der letzte Schauen-
bnrger der die Heirschaft in dem Haupttheil von Holstein
führte. Ober 300 Jahre hat das Haus hier in Ansehn und
Würde gebeten, es hat sich eine Stiallung verschaBk wie
sie mftchtigeren Fürsten der Zeit j^dit zuthei ward, zu-
gleich die Ehre und die Mächt Deutschlands hier an der
ttusserslen Grenze des Nordens ruhmreich vertreten. Eine
lange Reihe ausgezeichneter Fürslen ist, seit dem. erden
Adolf der über die E^e kam bis zu dem achten dieses
Namens, au^ dem Stamm hertorgegangen, die vier erstell
Adolfe, die drei Grafbn Gtniiard, Heiiirioh der Eiserne
und Claus, die Herzoge Gerhard nnd seine Söhne. Mit
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se2
der Macht der FünHeit ist Uer diennihe derSifidteglüdk^
lieh Hand m .Hand gegang^. Hatnburg dirt.dieaelbcai ahi
seind wahren Ghrüader^ auch Lübeck hitt niehr n danken
ab au klagen. Nordfiriedfind ist durch sie wieder ein
deutsches Land geworden und ids ganse BerzogÜHun
der deutschen Entwickelutig gewennen. Es ist das Hei-
denaUer in der Geschichte dieser Lande das mit Adolfe
Tode schliesst.
Eben dieser Tod aber gefährdete die Verbindung Meldte
er und seine Vorfahren zwischen dM bdden Landen begriuN-
det hatten. War dieselbe auch durch die EreigittSse und
Einrichtungen der letzten Zeit mehr geworden als eine 6e^
meinsamkeit des Regenten, so fehlte doch die staatsreditr-
liche Vollendung der sie für die Dauer, bedurfte und welche
isie allein gegen neue Zerreissuhg schütaen kbnnte;. Diese
sollte den Landen jetzt zutheil werden durch Vorgänge
welche gewiss des Auffallenden und Bed^iklichen nicht
wenig an sich haben und . welche Ton Zdtgenossra waA
^acUebenden auf die verschiedenste Weise beurtfaeilt. wer*
den sind, deren Bedeutung aber insonderheit hierin ger
sucht werden muss. . ,
Schwierig war die Lage der. Dinge. Bin Recht aitf
beide Fürst^thümer halte nteiaand. Aber dfesehieUen fest
zusanmien und wollten alles eher als eine Trennung. Die
Ansprüche der Schauenhurgtlr, Graf Ottos und seiner
Sühne, auf Holstein, der Oldenburger, Christians oder
seiner Brüder Gerhard und Moritz, auf Sddeswig aner-
kennen, wie es dem Recht am meisten ent^irach, Ues$
die Länder aus einander reissett und hätte am Ende.kein^
befriedigt. Denn beide erhoben doch eine Forderung auf
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beides. Die Sthiifteätarger sahen Schleswig' tn als hol**
steiüsche Eröberang, als dazu gehörig uiid deshalb ein^
begriffea in die 'früheren Verträge; die Oldenburger da*
gegen machten gdlend^ dass hier wie dort die nähere
wenn auch weibliche Verwandtsdiaft entfinrntere Erben
avflseUiesMi mfissel Sie woUten nicht trennen und die
Lande mh nicht trennön lassen.
Doch war man auch hier nicht einig in seiner Ansieht.
Die Stände kamen zusammen und berielhen was zu thun
sei; sie sdUcklen Gesandte an die Stadt Hamburg und
fragten um R^th wen sie zum Herrn annehmen sollten;
denn die einen neigtm d^nKöaigy die andern den Schaueii**
bürgern jzu. Dannt aber solche . Zwietracht dem Lande
nicht schaden und eine Theilung bef&rdem möge^ einigten
sich die Stände und schwnrön zusammen diass sie ein-
trächtig einen Herrn wählen woUteii.
Bs war dn grosses Recht das äe in Anspruch nah-
men und das sie früher niemals übten. Doch lag m den
Verhältnissen ein starker Antrieb so zu handeln; auch ist
ähnliches sonst in andern Teititorien geschehe. Zu al-
len Zeiten haben die Eingesessenen der deutschen Land-
si^aften. einen Einftuss geübt bei der Entscheidung eines
Strdtes über die Herrschaft. Seit in den Fürstenthümem
die Landslände iHCh zu höherer Bedeutung erhoben, nah-
men eben sie nicht selten ein Solches Recht in Anspruch;
sie. eliAchtetm sich jedenfalls berufen, wenn das Land des
anerkannten Herrschers entbehrte, seine Rechte und In-^
ttf esaen in Toilem Umfang wahrzunehmen. Dazu kam
das Bei^iel dM benachbarten Königreichs/ wo die Erhe-
bung des Königs ganz von 4i&t Widil des Reicksraths ab-
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hängig geworden war. Aach habea die BethdKgleii mxk
jelzl einer solchen Bnlecheidiuig der Sünde mitniditen
widersetil; sie moditen einsehen dass kein anderes Ans-
knnfksmittel lliirig bleibe den Streit sn schlichten. Und
jeder hoAe anf diäiem Wege das Gaue zn erbmgen.
Bfaie Thahmg, man mnss es wiederluden, hat niMnand
gewollt Dann aber war m iondam* Weise nicht 'mn
Ziel n kennen. Bine Bnlscheilliäigilnreh fremde Mlchte
hat jener Zeit dnrdhans ferne gdegen. Wie olanidier Vor«-
wnrf dieselbe auch treffen mag, darm stand sie ehier ge«
snndisn Anfiassnng des Stnatslebens nahe, dass sie die
Einwohner des Landes nidu als die letaten ansah welche
iber die Heirschaft fie nhter ihnmi angerichtet werden
sollte mitzureden hätten.
Selbst die Lehnsherren kamen hier wenig in Bcftracht,
nm so weniger da keiner Ton fluten über das Clanze ent^
sdieiden konnte und keiner Über den Theü zn yerfiigen
wagte. Der Knser Friedrich seheint der Sache ginzüch
fremd geblieben zu sehi, der Ittbedter Bischof warf, soviel
«Aellt, seinen Einfluss woU m Gunsten Christians m <fie
Wagschale; aber nimmmnehr hfttte elr die BntBCheEdung^
ttber Holsteins Schickäal anf mch ndnnen können. Chri*
stian selber hat als dänischer KGing zn Ahfong allmHngg
an seine Lehnsgewah erinnert: wenn kein Erbe da s«,
fäSe das Land an den Lehnsherrn zurUck. Doch hat er
diesen Anspruch offenbar bald faUen lassen, da es ihm in
Holstein nur Schaden und senkst in Schleswig keinen Ge*
winn bringen konnte. Denn wfire er nur als LdtaAerr
zum Beatz gekommen, so forderte die WaMemarsdte Con-
stitution, Ae er bestat^ hatte, dass er es aufiinene ver-*
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leiM/ wftKread dte 9mke andete iWbd imn er /die Srlm-
fbtg^ in dkl Lehir IretnspnuAite und jrich ftereil ft«igle
dasselbe eben als Yasall wie «insUbiländigfea Fttarsieiattnui
n berftxn. Das aN«ht» sich mü jener VeiraidieraBgvior-i-
eidigien laasea^ nnd eben dai ^lib aüdi alMil dieüöf^ob^
knt aiim Besitz Von Holstein «u' gelangen. Wem daber
spätere Selffifkiteller Cbristians Recht . wä StUtisvrig Su*;-
nichst Mif jene' lebnsbeitliche Befngniss grllndeb und von
einer Hn^tang des eriedigten Lehnes reded, so sind üb
mit alten Tkatiaohen «nd itö den bestinuntcisleaBrUftnmgen
des Könige sefest in Widersprach. Dieser legt das grttsst^
^wicht äaf dm Erbrecht, demnächst äof die WaU der
Stände. Anoh wenn jdnes nnanreiftlhaft begründet war,
könnt« nadi der Sitte deutscher Städune die Wahl ihre
h(3M Bededtung haben; ^ar es nnsiA^ nnd mähr in d^
eigenen Meinung als anf allgemeitter Attetkennung be^
grtthdel) so. musMe von d^ Zustimmung des Landen al--
les abhängenL Zustimmiyig und Wahl wnren aber weüig
verschieden.
Um die Sache in Ende sn bringen, wühlen mehrere
Versamndnngen gehalten, die ernte zu Neumülister (im J.
1400^ Januar 22), wo- Graf Otto mit zwei sebier Söhne
shA einfand um sein Recht zu vertreten. Seine Forde**
rnng, ihm die Bargen und Schlösser des Landes zu tfber<*
geben, wies man ab: es seien anch andere da wdche
meinten ein Riechl darauf zu haben; vidläicht dass einige
schon in Ghlristinns oder seiner BrAder Händen wanen.
Dodi ist auch das Recht dieser keineswe^ von allen an*^
erkannt worden. Der fräh^e Ziriespatt blieb« Die Sohles-
wtiger, heisst es, neigten deSi Kdnig zu, wei sie seinen
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Zart md kriegeriadiaa Angriff ftoehleleii; <He Jlptaleii
Tersahen tadk nkAls befseftes tob - dei SdtmUetimrgidTGnr'
fen, ddren Stdie Tta den näcteleii Städten HimlNurg od
LAeck untentutzl ward. Deoii mag awh da» beitare
Reclit des einen nnd andern hier nnd dort ia AnscUag
gebracht worden sein. Dana kam das Interesse dnfluss<*
reicher Geschleckter ans da* Rtterschaft: wascn die Pag-
wisch nnd Brackdwf ittr Gni Otto^ so hatte Christian die
Hantian nnd Wisch gewonnen. Eine iweie ZuMmnen-*
knnft in RmidAürg (Febnnr 11) sehten ieeift besseres
Resultat zn haben. Man veiMndete nur, dass mut einen
neuen Tag in Lfibeck haltm wolle, wo d«* König mitt-
uen Brüdern auf der einen, auf der andern Seit6 der
Schauenburger Graf mit seinen Söhnen erschemen wid ihr
Recht geltend machen sollten: ^nnd die das beste Recht
hatten, sollten bleiben bei dem Lnde'.
Doch der König war nodi anf ndere Weise Aüig:
Sein Bruder Gerhard und dänische Riridisräthe wwra au
Rendsburg anwesend, und während man die befreuiiditan
LBbeAer und die nah verbundenen lanriiurger, die doch
ausdrückKidi geladen wak^n, von den Besprecknhgen fion
hiail^ wurde heimlich mit jenen ▼erhandelt Cbistlan^ Kess
.es an Vw^rechungen nicht fdden. Nehme mjui fite Mm
Landesberm, so wolle er sich mit seinen Brüdern ^o Ter-
halten, dass sie mit ihm zufrieden sein soHten, andi mH
Griaf Otto sich fi^eundlich vergleichen; und könne mit die-
sem kein gütliches Attommen erreicht worden, so waHe
er mit ihm zu Rechte stehen vor Prälaten und Mannsdiaft.
Sodann: der Adel solle die Schlösser, die er in Händen
habe, zeitlebens behalten: wie aus den späteren Verhält^
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■lirieii klar wird ab fkmi fito ifvofge Sammea die Cliii«*
stMift den einzdlMn in AuMicht 'Steiite. Durch sokhe Be-*
gitnsti|fangeny 4«rA' Geschenke worden viele. gewonnen!
Kitscheidend aber wnr es dass . der König sich 2a
wicMgen urkundlichen VerBicbeniiigen verstand ^ welche
die Rechte des Landes und deir Stände wahrten, befestig«
tM, vermehrten.
Sdion zu Rendsborg hatte Christian die Räthe des
Landes za sich nach Bqien- entboten; sie folgt«!, wie. .es
heisst, weH sie hören wollten was des Königs. Begehr sei^
IBer worden nun die Unterhandtnngra zu Ende geführt:
den Ständm wurde jene berühmte Urkonde ausgestellt
welche den Lnien eine Sichemng gegen mannigfache
Gefiriir gewähren sollte und weldie die staatsrechtliche.
Vereinigung ders^en fttr alle Zukui^ begrändete. Da-«
nische Bmchöfe i und Reichsräthe fügten zur Bekräftigung
ihre Siegd hinzu (März 5). ffier versprach der König iaidi
die Lande srcher und schadlos zu hallen ge^ea aBe An«*
spriüßhe anderer Präiend<Niien, seiner Bmd&t oder der
Grafeavon Schauenburg, ebenso gegön atte welche Idtnftr
herrliche Rechte geltend machen möditen. .
Dann kamen die Verträge mit den. eigenjao Brfldenn
zum Abschluss. Da Christian sich zunächst auf seinEib-:
recht stützte, konnte er sich nicht weigern die gleicbeit
Anq»rfiehe der jungem Geschwistcir, der Grafen Moritz
und Gerhard, anzuerkennen. Den Landen, die.das Erb**
redit in seiner Bedeutung nnerörtert liessen) lag die.Sa^
fem; doch müsste ihnen darum zuäiun sein, dasti ateiaudb
gesell jede Ansprache von dieser Seile gesichert waten.
In gegenseitig ausgetauschten Urkunden verziiQhteten des-
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btOi die beMan Gtefea «if ittb Baiftte idi« ttmmi; M dMi
Bvbe Hiirxog Adolfs mAditdii Ingtfallen odMr.aftgduliiAiM
sein; «e yerbanden itmü üt.AaMbTfkamg n di« Bi-^
idiöfe Prftlatea Ritter Knappen . SMdle Butler GißMälheft
und tue Eidirolmer der Laude, ihretai Bmier Ghüiftifai
die BeUEguig m leisten r eise Urininde weldie dieStfinde
zu ihrer Siciierhdt aufbewahrt haben. DaRir flberfab der
Kdnig den Moriti üad Gerhard sein Drittel an 01deri)nrg
nd Terpliehtete neb jedem daraelbeii 40000 rheisisahe
Gidden zu zahlen (Mftrz 6~9). AAch wird noch der lUlgf-
liohkeit gedaoht, dass dmn Kttnig dwch die Heeren ym
Sehauenburg od^ sonst wen daa Land oder ein Thal da»-
aeiben nit den Zwang des Hechtea abfMrtheüt «der ab^
genommen werden ktane, und jene verpiiolilen aich.dann
ftlr ihren Aatheil den Gtehaden milzB tragen»
Demgenifisa fand sdhon hier in Bipen die • WaU des
KiMgs statt. Der Bischof mn SeUeswig Terkfindete mit
kmter Stinmie to& diam Kathhawe zu Bipen, me iieJAäi^
sehe Chronflt sich auairAckt^ disss dcrRath iKohfiobteinr^
se* heissen die vereiniglen Lande in dln UstonaohenBe^
richten der Zeit -<** «m des Besten wOen ihres Lndcä «i
einem lerzog ren» Schleswig snd Grafen van Holstein ge--
koren. hid>e. den gnidigeii Herrn dM KOnig GhristiMi tm
DMeniark. Nicht Ton dan Sohleswigan besaastea, toa
den HolsMi. für sic|i, sondern vor beideü gemUtiam
würde Ihm die Henrsdiaft in heidan Landen ab etee im?*
getrennte (U>ergid»en. Auf ianseibeii Reohtslitel s^ttndete
fäe sidi in beiden: Landoi: den! BiiMunspnteh wekhem die
Wahl der Stünde Ano'kmniung und Gdt|n^t g^t Avch
ekien und denselben Act wurde eie wirididh ms Laben
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8M
gfnifeii, Dtin bisoßdinnMI Aa^^ck wekhoi GhnitiU an
Schleswig haben oder doeh behmipten mochte^ g$b m
atf, am nil einem .nd«m Reofale beide Lande svge^
wianeii; er erkannte ihre staatsreehlbehe Vereinigiingi an;
indem er aus den Binder der gemeinsamen VertrelOBg
die Herrsdiafk entgegennahm«
Es wmr der Rath des Liandea weicher hier die Ent^
Scheidung gab; Ist er schon unter. dem letzten schauen^
bnrger Hehbog na groseer Bedeutnng herangewachsen^ so
erseheint er jetii als die anerkannte slindisclie Vertrelnng
'des Landes' -t** ein Aasdrnds; der eben jetzt filr die ver-
einigten Herrsdkaften gebraudit wird. Auch bei den frtt«*
h(tfen Verhandhnigen moss der Bath besonders hörvor^
getreten cfein; Itir die Lfibeoker Versarnndong war er in
Rendsburg sor Erledigung der Sadie bestimmt. Wie in
Dillemark der Retchsrath die Wahl des Köoifs in seine
Hunde gebracht htitte^ wie aach in andern deutschen TeIH
ritorien .dem Rathe. eine ähailche Befugniss aingeräuint
worden: ist, so nahm er hier dasselbe in Anspruch. Andl
das ,kam sipherMeh in Betracht dasa nach dem Tode den
Fte*sten gerade dieser Landrbth das Oigian war in dem. die
Vereinigitng der (lebiete .ihren Ansdraek hat^e. Derselbe
handf^ aber im Kamen der Prä(at3a «trenger : Btttcr«*
s^Aaft ehrsteer SMdte und Einwohner den HeraeglhlHne
Sehld8lf% und der firafsehäft Holsleia. Und was davok
yni gethm war fand allgemeine Anerkennung.
- Da Christian in das Land kam, empfing er die Hiddiv*
gpdig der Mannen und Städte; zugleich gab dr eine, neue
BeMttigung.«nd Erweitemng der verliehenen Freiheiten uM
Redite, die.^t^pbae Veibesserang der Privilegien^ (April 4,
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tttt^, ritleriicUMr; Jlaml i»: Ann ^SMit / ^eWebili^ und dara
Mire ieig>enettr.Ahfien^ diqwi dass sie niditwdllteti nater-<
äiiliugp:aeliiKdn iMnen^: Muutern äe wolkmi Irsi iieür^
Und diese Törgp^scliriebmm Meke bitten' die HMttanflBii
wfg^&sg&i^ta^^4k6iidT M^j imd wudieii' idlf W9leii eigen,
md> d«s imftclitli'^die' CMeriglceil dior Hobten^-tifid- 4ie V^
sotiUig«täielt?iief DftnMir^ demt der Kötfg tfnd' sei« ^tlatil
feMften 'siie^- mll-G^' nnd mit Ctobe und nvi mandferfei
Verspr«idliiingen.'< '-So- um ^(fnmUOB kittete -lywden-^
tepblisndet, «Rd gaben preid diiS' geiM^e 4a«l >des ganze«
IiMides uib>kIcAien^Voribe&'Wiilen\ ffier ist'^Markund
entschieden hervörgeUobenv ^nrelehe Folgen^ tsAeb an^daa
Brdigniss knüpfen' koiQiten;' fast sollte mm glaid^en, düii^
Likecker habe, in . Ae>iJSakunft j^esehaai . . • ^-> * ^^ '
; Daüab aber »iHat iiiRiaiio&iL Laiid« weüh daMüMdUffdrail
s6lob«/Bfiti««btitti[envil«luaUUe|k :.Wotal sabionfi-iawdtf
bm nictt obfieiTnnfer die Naohkonunei^ dier>idten Mlj^neiirn
bmrger «jctfen voti.Av Henrsabäft auageSishUaaen« ; Mab
diel BßthtA fcNid(dei(rYekrdiBi des Laades, vor allem;.fle(VtR
sches We0^ ii9lii:dmts«hcs;;ilecbl) glaubte! man wobl ge^:
wahrt. In ffies^aa iSihne sjoiaht 0U1 JidbteilisriiiQr.Sabfifk-
stdMer^ derrikhilang^inaehh^rgBariürid^ hat: fite bei
deü:. Iwietmi^t .idie iün iLahde ibarrschte. idassrihe' hM
^hfAmixkkAiYeTsamatg'jim betarahron^'irolltdndifeVicb;««
ügmm mni^Aer Rtdi> dw' Lmdes* nAti dem ehMrttnUgei^
Bi8obo{:AsibIi.:v<mLttb<kfc nid deki^StÜdtdn ^xiem Land»
beifi^^iHt gvlem. Ralfe, und ilAri«len rnid* der^ VMstbrunf
en^eganstehien'. . So^UMen aie ^en KMg GbiiatlaA ge^
wftbW, hfel^ dasa ler Ida^iilMid besilM« Mke laTs a» Kd»*!
riig) s(Nfdiern>ttar.afe ei» Hei«o||f'^d GraE-'- 0er -Sobittt^i
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km
tStiltem racbfle/ Und >i(arttn)f sidllfoMt «r>lib&f ^MH dimst
Seo graliäg'. ^ U^n iAvi»8^ 9X^^ iasfc ^^(rMr<«tf^4v^
tfkütiAlcheii^ Yc^stdifeinligfeb '^Mi ^irü'^isoMiet'- >Ait0iärt w<»M
Kpen Ulli Kid 5 dff» eüMRider ^r^änzeff n4 Ihrer Kraft
gregensdtig k«iti^ Abk*!icli dum ^Il^nj -g« HinfiMSdndwd
60 bestiinnt gegeben/ wie sM wenigen' Landen zntheil
geworden sind: ,. tBben dieeö f*eiitaet0nn||iM'mnd der Ab*^
seUuas einer Entwickelung wddte vor '2wei J^hrtoidei^
fön begönnen- und hnn^ ^Aerditigs in einer Weise die nene^
Gefchre» in Aussieht steUlevilff^ Ziel eriieicbtbatte.ii
' Oa^'Uefidil iett irereinigleifi Schleswig :wd fioisteiii
ww#ö»öBJ". .. i ... • '..:' :. (•:.../.;> ii'i..:...)ti ir.;// '.;•■•..
< ' *Sief-Mbe« den S«nig ChriMM»; ^ dr ^^liffn «eKannte
«^ ztt^dstähd Lü. ddcbnä AMA EI^sMz dass'er mit-sei-'
hen Bnfrdem 4er nftebste Erbä< tfü ' ^deftf- laHdeit sei -^
gewählt^ nicht als ^ineft König von Mnenlark) s&niierii
wegen Gunst zu seiner Person; -die' habe» Am gehuUKgt
ab ihrem Herrn; nicht als einem Könige Von 1)Meffiarfr^
sondern ds dem Henfn der genamilen Landev tind-^^i^
bftetüttmM fiedhgimgen 4^i^e die tf^kund^ eiitbMk. Hr
MKMs Land" liioiit Vei»^b<^ ^aüf 'seinid^' K6ider ^et» An^
gierigen/ "sMdMrh ^ie mttWM^ü^t üMtik HttsJteobt behalt
ien^W oft di6 'fl^ri^sehäa erledig wifd^ einen Vöii'is^iilen'
nttdem<^d^r'%^nnt detidn*!kei«^ w¥reh vb^^seMeif < ainde^
ren'BAlen^« #flilbnf?^--^ An=^as «letMMecfhtfis» aWo^die
Wahr g'ebünd^ii, Wie eb'gerinaiäiöho^ Sitle ^vo» jeher i(W«r;(
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IM
4flr. Söiine» YOr 4en ßatfeinitefffn .yerw«ndUM|- fiMtgofttMtt
Ir;4w Wteifi« JiBt «a«b H?n«K lii«9iw,v9B t4ne^g< dtiDi
4«tlw (seMMS l4»de^, dMJNilgW»!.' «eitlen, -fiOts «kr «H
w^rde, fWi«4wiii .d«ia«jb#q;,zg vülifepi^.iuid «knlieh« V^rf
liftlfilisfle . hake« w mdwn TbRit0ri«K,bfftMlde». fljw
trar M «QU Wicktjt^t, «ml dM*fl$di^lM rft«eH iik Pto«^
tiiAH(..^.iwd' a«f diese Weise .die,ll&iK^likeijt..^g4beii
wurde 4i«l CkitMiMMPiMit ^tes Rttgenten, je: 'Wie e« nfita«
U«b' flcUeii^i.zti, .whidlen oder.sHvettaMw. t-. Piyrtwf.ber
«Mit ritib.$iiUf nihwe-Bertiitimiig i» dee Mreilm.Ufkwide)
OnterUiSwe:: der König iiw;ei«»ifc'ß9lM':4flK (KäMif, ?en
I>iincta*](l>iR«rei «tMBeitilie fiivwobMr i» 1^« die
freie Wahl behalten denselben König xa einem QimMg h4
C;ffffoflr(W..wKW^ 9A4 .4MP ßoU ejf. Tfri»%l^imi#a,iJ|nen
al)«;4iwe,rr{|ilBgifl9,«s bM(«tl«?ii; ivvill-firitfMt^iüfl^
so. {i«)i}en, 4w jiivniihnw; onri^rptKtitflfti sfw #i»^n,^n
wlH«ft» spj||m:4iwi *flr «iiw«i 4er.,i9*<*j!te)i firbwi ,49g
KOg««, «tn ;i^i« .Hi9xrn .:«r7#li)«en:f i<)«4¥^ «•*;•#«», Ver-
pflif^Mwribwo^er WAi . mMchfit 4iiH^^ ,rfi.,in^c}fi*r
4Mtig0R üimft!fit.)>iHI#lw#)^ti4fßSrdA4fpf(M,e^ff ^^yf^.
es:Dbw;«ug|<«eh.'di#,|l^npwg if^ßfUfk f}mi< «IMlff^i/BtRrft
sc«t<in .znin.K4wir k«ndevm'$fAifiL ^9 ?fii9nm^\<m:.m^.
inen wdJhm.^AffeiMM' :4i« JJY«h}iyiill^|^i «p, npKpliffi,. .4^
anfl.iden. imdirotteihm .W;ei49»^kaiiA ,90, iwtiieti4ii«n< .Mm
mOf^mn'Himrikea, 4m sie-i«(4lffiw gficuiwifpqm
^«Mnng»,i«|i«ib,ilM;,:)Ge|egiMI:s4|ni§atMV .min^M^^'ftfi^
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40K
Wtid' des eimagm SffiUmf füte lienilPallU^ehöHger BMä-^
tigung der Freiheiten^ zur Pflicht machen soltenl.w^^ Djoi
Gvwthhei'hat ibrigwä dte^Lcfaie vmv deh . Ldadierm
na tordera unA za cmpftagen und rä.'tkutf .wie sidi au
Bedrt gebttin. An eUe weitete 'Sinwirkiag ders^b«n
wird nicht gedacht!. '
Die erate Bedaagung ftr iltti neuen HerfBäberi i6t:.4aB8
Wj um die Lände beiMmdig' am Frieden zu halten, 4>9il
«AratlieMn GlaiAen 6o«esdierirf und Rechtfbrtigkeit .tn'u
halte, ' erhalten 'hpse, besohimaer, nidtthränke, sondern
mehre haoh aeinem Vermügenj.
VeAAeft und: beäütlgt wenUh im dlgetteinen jedem
ESnwotaei' der Ldnd^ GdcMkifin tmd WAtUolienv lUtta^
adiaft ,nnd Städteii< ^ genannt #eifdeni Mas dem :H|praeg«*
thbai SohMa#ig ilanAiong Hädorsleben^ MsfioHtei^ Hhm^
hsif Kiel Jtmhb« ileitddb^gy irad Undngefi^ iaiU
dem Stidten^ kteiAen iaid gi^oaaeii -r^y ihrbi> Binmjhneviij
den £anfleuleff:uild Raiiienacln, -ihrS' MyiWiJIcb KriBiliei«
ten nlid Rechte; «lEd ehrMobta. Sitten und 'flewatahaia
ten der Lande: aHe sollen \)iAA\ geUteeni i&idihiaohiriB*
und jedem der* es verlangt emelbesoiiddre.Ve^
giagebeh werden. Aber arge iMta« j die • wSHc»» dot» und
hiaht'miehe^f sind nach Vermögen zil beaelllreKf-^M Ahidi
deq LüAiecke^n weDrden Ihre FreifaeMeh wie in ittn.Bolted
Heizef Adalfa dnft aito PrivUbgled ilrelche sie^ tadkfeiK nrO*^
gen bestätigt;:' ' . ••)! r •:• ••,
Keiner im*LaiMk^ WdUloher bdtvfiUistpiter/isitllich-
ti^iMA ütsßb mi 'dienen odeih EiOSß ia laialte lmisse#}iaIB
Lnndei. '^ üeknand khrni in Sadidn ; weKiirVLaib , «nd
CHitbefreSihi vor dep KMg 2u Bfeaktgilnden werden:
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406
soiHtom jeder soll stin Seoht mdbett hiamm LmAeH' irü
iiek geUliart.
ChriMtn hat Yorsprookeä, die Lunte tadi aQesi Ver*<
mögM an fpilem Friede»: 2« halleii «od dasa aie Ueibaii
ewig siABmmnä «ngütheilli: : -^ Afler /Orten : haben i$inM
die Stände llieflungen vereinigter Landb ata Undelai g^
aodit, mootten difcei alte rCM^iefasoheUhihgta barftditich-
tigt oder n^ue i^vaifttthriche TrMnimgen' mfgeilhirt wei^
den. Hier besieht ea siiok i^iok aehr mT beido: eiaie
Trennung der ibeMenr. nm aü einem f6litiadwh KSrp^
verbundenen Lande und eine flieibing ameriMilb der .|fe«-
meinaameB fipcisen ' soltoi gldoliMladg: ^er^üki^ . $ein.
Jeneä ala dto ITiditigatenalaBkl int Vöadetgrafeid^ oM altt
mM apiter dierHeravbhafl mehterer SdhnH ziiliaaay \)9kef.
sugl&iQk BMioBMingeti trtf Wekah^ dM jltaaMi'eAliiabis
Einfaeii aufre^ eahaüeii a0llten, liattiNaE iituBüriaU pei^
alen Sorge igetriigen, daaa lieücriei« .Art von 'Tfltamin^
awiaidieii fichhöwig «iMtflqlatcfin diriaiil hermtgehen^iöge«
Unt «ine aUIdiezv .verhindctni nrar CataristianigeMräkH^ daaa
äe.auekliilrj&akiiaftlmpht eiMreiey wai*.;die enlfe Bedinn
gung; dea J'rieddna;am. IiMidp> Darum fügte, maa 4er Vwi*
künde ifiese Be6tinlmuig>iaiii/* welche' freflioh an siebAichIa
rinderea aaaif^aeh' ali^:mi0 die letzfen Braigniaae ba^rfitadiät
batlett^ dJI» abep gIaiokw:«bL ihre Beddnfeing/ftlr eiftespä«^
ter» Znliniift isrlailgl hat üiid die naili tioh vtirgebepa be^^
müht aus dem Rechte des Landes zu streichen*^ i
Al}e Beaarte; I^oat' «MarMUl Scjmk IKttchmneister
Vi&gle und id^rjg^iolien/ tt>Hei :)Bniwdbner dieaiei^ Lande
Umif die- SeUftsaer Bürgen und Lähtae^ihn^n und keineni
andern -^ taUfenolMten weiden/ spMer nur dea deutsdie
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iM^r fuld SchTj^ibar *- gegob^n werdoa. Wenn imi
König in das Land kommt^ haben jene ihm l)i&m zn be-
stellen die ibm bleiben soSeii so Uinge: er das^bslter-
w^en wiH. -r Wie lA dar Kriegsfolg« aajaiidjaaQhbier
die beiden Lande: gegen däS ;K9i|i^ch abgMoUiHift^ni
aber unter neb yolüte»imen iKltiebgeatelltr dus lud^g^atn
recht ist beiden gemj^insttm; disr ScUeßuitiger fn Uo]Muk
und. der Holsteineir in Sddeflwüg sind wmejn ^wigtbprMl
Leule; nnd so ist es iftraUeT Zvkunft |;ebU^dn./::Qani«i
drücld die nordelbisdie £h#oiuhy die fl«r dieses- Re<4it ^i»
belMnderes G^^chl legt, ea also nichtig aoa:; <fir.selltei
aüdi keine Dienev oder. Hofgiednd» haben tdn tieft PänMiy
setademer soBte hier deiitoiAe HdkteakinderiSwiDimisiei
habom^er soiltef andüaUe Bürgen in dcvi ?Heisogtfcim
Schleswig und in. d)er Gn&ebaS Holstein aUe.bJMnaimett
lad ¥ögte selten ; Von irenien dentariidn: Jbnnen^f andr. mit
kehwji Milem rDie.Däneii soUtdn dsö knn^iM'Hsnrr
sohaft hriHtt in dein Herzö^tham nddi in: dem Ladde
Holstein'., Dfi&iaoll geschehet, saglr die UrkuMo, «binit
der Friede desto besser jgehidtto/lworde«.
0 Jdde Fbhdo ist utatersagt: jiedei! soD sieh gtnligel^'las-
SQ& am Reeht.- Wer de* /«adem beraubt ödelr birenntodet
irgend etwas ja^e^ Limdredii thilt, ttber <de&fdll mim
liehlen nadi LandTeshl;: Wird lüibr ein Herr bielAdei^
hässl^ieis i^l iandeier Strile^ Mimvik doch d^. Miiger
unj.HaitsBWBin nidht beraul^ ^iind breUneni, ibei «Stvafo
das LanifeiededbrHhes..- :•' ''.:^ : .
In: dem^ Heirtfogthwn sbU das Lotboeh (das Aktsche
Im) geken; so weitfesiridit gej^nen'^die Arti|üri der Pri^
vfiegien ist. Im HUÜsUbk wd Stbrmarii UMi ^wernMob
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HiMisohes Redil^ bttl divM» «afgeben «nd iMA» iI«i«lM
Redit eii^lBt^eii.
Bii Gerichtflbfukeit isl cmiebit bei den Töglen: ge«
seH^lk^ BifidiM 0<dtes (Sto nflck Um Landrecbl oder mit
FfMiidaehaft und niiM Mit Gewalt gewinnen» DieMhco-e
66riGiii0gewalt häbeit der Itrogi in Sebleswig «nd der Mar-
göbdl te Bototeitt; nie sirtlen oti des Jaftreg Ding und
Bedit btllM in im Geigenden dee< Lenieei#o es am niei««
üen Noth thnt Sie eoHen bei Geridit'vor «Bün Knderit
Golt Vor Angeil haben und licbi litten , iibofern si^ ihre
BÜm Rof und Gnt UA baben^ däm sie nteKt 6«nA oA^
Gabe ftü Reeblr nehmem Barbin nprtseen «ie 1)efidefa Hei«
ligen schworen, dass ii^'riobten Collen wto «ie am recb^
festen wieeen «ad befragen tonnen und l^iiie Ctnnslodet
Gabe ndinien. Wärden sie! eihee ander» überführt, MnE
sie strenge zu riohtl»J > Woiüe aber der König ' sie vbr^
gewütigen^ ad sind alte Rätbe V»gte und Ittlertbnnieri
gehalten; nun uSMi für zukünftige tZeiten^ ihnte! bäisii»-
siehen nid an Jhdbn ihr ,ReAt' m beseUnnen,. wo imd
wann sie dazu au%efonlert wfanleau
Alle Jnhr A>U dee Landesherr selbst infvjddem Lände
Land^rieU hdll^ ireifo er niehft gehiAtfert :iirt, und dsrai
adie schwmäik Klagen hdrea 'und .aid am;di Ralh der Rftthe
dntsdMdea ^ Es hM fweAlgstenh IheMstreise «diesiribJB
Bedestungy^ whnii die zwMke prkttilde iodtaetzty; dass die
Manitedufi ^ane^Bettfehi inacbBenihi^YBä^ dieiaaiadffltiHhr«^
zogthum nach Urnehöved alle Jahr/ limnifli ^lelaiaa Mesn
dito idU^ d4er' wtea^eiaei Hilidermig' IW^ aeibM (diese
beöeitigl ist; dhseDM.ai)0^Stüohe .nnd Sachen rM yet$ik^
schieden rwaWii die: 8itlM-S(MI nhd Hhnnschaft deni) Jiu
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4M
verätadtMen iäi ^ ' Eft' äaü (Ue idteh V^9*Miil»gea
del* LAiuto) w^Qtte wesentlich gerichUicto Bddeutinf ^Jni«
beh, iii deneli d)w dkrdtrigrs aueh andepe Angd^^enn
hettdD^vertwflddt ifierden koameii/ fite QcMUolite zeigfl
d«tf sie nlcM'itte «kbiifem woreto üi|d dai» danebenian«^
d«re genebiMia für beide Limdai zlnr: fiävroKnhitit wiiv-4
den. Ein llidl der Ihaen «kigi^Miiititfln iRecbtl» kaiiar nur
miS isoltlieii f eüM irarden i«üi.
Die Haifitoache lat: kdne- Schätzung oder Be^ «oH
gefinrden werden^ anawr ton' den. a^psoai; ÜHüaen sod
Laniten (Landfaäsen) der' Landsahemoi^ oline WiHm Zb44
laaaen ^ und einärächtige 'CMtteliiiiign^ afier > fiälba! nd
ÜMinaolMfl der: Ländev der igeiMidwn widlwcUBoheB; -4
Die Städte sind liier niclit' be^todira gcaannl;: Idcdl
wuMem aie^jeittMreddr vir #ellBbh«i Mawsehaftigemflnet,
adör die aflgemabke Bestdtignog ilvte h'erf elia^chten^Redila
«Bd vFreQieiIep sii^ecti die: utulk in dfaiaer/Bediibamgf.
Waim Henbg: Adolf Bockia seiseiii leltiken Labenqahr db
iteinlligüli0 linerBede Van em Mdric JPfaniiigenTOfet Jeicai
UflBtdB durdiB^terachaft imd gataMamenliiMdräckUeli ä^
aide freinrilige beuaktiqdetoUat^* so Innd ahne Zweifel die
ttirgär dior Städte in dieletite-B«EeioitBiii|geiidMi^w***^
Mit j^dr BastiBunimg slaBd.iM: in 2uawuneidtai|g^' dasi
Oliilialnta «bh : irert^ffialtete aHe' SohtildcA Harfcog Adolfs
SB beiaUan^ idip>iMapfilmieteli tHldr ditf rWiederlcMf r verrf
äusserten Güter für sein Geld einzulösen/Blvi aüa ¥Mr^
hriefBBgani >detteB>ta !aizB6i!tainc9t ^ ' Br.'irill nuch
ddnK.Lande mit dep.ihttftrfiaki aeineff Bewon aa^M»; FtlA
«nd Kinder kdehi bferohwerilßhifidlen, aoaderli sdw. Zeh^-
rawi^im Laade aüa etgAen-iBenteii «liMi^n^ [hiarMi*
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410
soUett racii tdi« Sellßss&r de» lindes erlialten v«pdeii: sq
dacs eine B^eiug von diesett S0119I a]]gl»fiei|ien Lasleii
eintritt. Bs soll so^ der Sdiaden er&etat worden den
diqenigen taidcb iMchtw welche in der Abweienheit des
Königs Yoa den Hanptlenten Aufgeboten n^rdäii. — Dazu
kommt die Zollfiriaiheit fOr alles ' ynr^ die Geaalliohen oder
die Mitglieder der Ritteiiielwft für itten eigentin Gebraudi
einführen wollen. — Ist .dies eiä Privilegiwa der ohera
Stünde^ aber audk fiurt. das eilUEige dessen dije Urkunden
änsdrüdUieh gedmken^ so ist dagegen. taU ein allgemei-
nes Recht des Landes anzuseben, was die mi^ite der-^
selben hintuftgt: daas Christian upd seine Naehkomnen
keine ändere Münze a^otdnen dürfen ds' zn Libeiek . und
■aiiiburg^ gn^ uml gäbe :ist. ' ' :
Das andere wichtige Keebt dar Landtage ist) dase
ohne sie, ^oime 'Zustiväiung der Ritbe und; geineiifer
Mamttchaft'y wie es heibst/ kein lilraeg angefingen Iwforit
den darf. U^sprWglieh war da ^Krieg im des HriarieMi
and Nutzens des Landes wffloiV bto^ an .dboLiBath «id
WiUen der RMhe gebunden; abeir iffier ta|(fei»..Terbefl8et
rüng hat diesen Puiiktc^n die: 'Spitze! ; 'ihrer erveftevten
Zugeständnisse gesetM^ und dSnfit dieUnabbtegigkeit der
Lande gegen aussen in umfafew^er Weiae gäwahct., .•:
Dazu kam ftar 'den 1 Landtag die:* ^ahli'dJM^
herm^ so oft ebi Wechsel sieh sereigDotey «inii^kr adge**
gebeneü' Weise.'''''' -'-•"': '.:•■•• ^'^ .-: r- -i.;"
< Die'Kustähmung des. MaOiesNlMit :eiafetttreten^ bei de^
Üba*ti(agungrvon>Gütesn und^BtsitiiiDgen tin dib'tfiimah^
tin des Landeiheim) aiaeh>jd«r .0^ üUer*^
kMiipt beicSlAetAdngeil dSer Verpföndungdn; in anilare
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ab sn Bmwohner des Landes; bei Ernenmmg d«0 Ilvo^
Sien' und Marsditiis; dann naok der tapfem Verb^sevung
bei der Em- Und Abdetsung aUer Aintteate.attf den lan<-
desheonrliehen Schlösaern. Derselbe nimmt bei den Eii^^
sdMiduttgen der Landtage eifte besonders wiiditige SM^
lung ein/ nnd im königlichen fieridit sind seine MU^giieder
die Beisitzer odfer Urtkeiler. — Wenn der RaUi mit dem
Drost und Märschall in Abwesenheit des Königs ztom Nutie^
ies Landes odinr einzelner Gegenden etwas geböte^ fost»*
setzte Verfiigte oder mit den Nitf Uam Frieden machte^
so soll es bis^zur persönliche ; Ankunft des Landesherra
Gettung^ haben und auch nachher dieser sich Uraüber an
den Ratt der Lendräthe halten. Sie dftrfen aiich TerfM*^
gen und richten sHe weldie hiei^egen hahdetai; ebenso,
wenn jemand mit-Gei^alt die Lande beschädigen wölbe
Oder widisr Ländrecht Aäte, die Uhlcrthänea versdittmetai
und OirnBä und i Arg abwenden. SeHffit Drost' und IfKr-
sdnli^ alleiii' dtrfen in der Abwtesenheir und Ms zdr An*«
künft dei Landösiierni gebieten was ihnen flbr ^ Land
ntttziich däucht Stirbt abet de^ Fürst, so sbnd die Yögit«!
welche die ScUdsser und Stttdte inne haben, wie sie die»-
selben fsonst jenem zu itreMr; Bahd hauen sdllen, mm iik»
gleicher Weise dem Rath verpflichtet, der sie dann 'dem-
jenigen bewähren isell welcher Herir des Landds nach den
festgesetzten Bfestiitaittnfeki winL> , t! . • >■>: : ' ' •
Der Ralh ist: slsb eine llegidnbgsbefaöMeiwelchejdiMS
Ftti^en in dbn wichtigsten Aagdegeilieitbn .>^ur> Seit^
steht, in seiner Abwesenheit mit Drost und MhrschaUlsu^
sammen tie ganze Leitung der Geschifte' liat, ndok istei^
nem Tode und bis zur Wahl« des* mma Fttsslen die HipnM
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41S
solulft giferadaso Teorwaltet; wid «r. es: lin/dcü Tagen aaeh
Adolfe T«id gethan hatte. Dieser Büh itt foit^iUrendfeiti
AusficlMiBs der Süfeäde^ Ghtietiw lOiust^ tetttrliciL dea' aii-p;
eükenneii welchen er vorfand; einige yaa AdtifSiRMhen sin^
n<!^ek zwanzig Jahrö später Jhfitig. Was .die finwiimitg:
der Mitglieder betariffi, so sdieini sie dem Dilost uaÜMar«
schall in die. Hände gegteben zu aün. .I>cnn es htissi^
doae Christian ^diese ilio yersehen wiO das» sie ihren jStaat
abhalten könnra und ataeh d^jeni^en die sil» .za bieh'fer«
dern an deii Ralh^. nich dem was . er mit ikpen^iöbeiieitiH'
gekeitnlen'.. Doch kann hier Vielleiclit noch ein aiiderec
Rath, tersdiieden Ton dem des Landes oder Lanflesiiatvnj
genümt tiein. i Bestimmter .Yorordnet die z^eitb Blrkundd,
dasaf&r die AbwTeseidieti dfes'Kdnigs zwää'UAaTim\ läi^
Bischiilfe v<A;iScblebwig' und Lübeck and iüitfitgatQ, Mfo^
a^rraa« Sohleswig »ad Ifühf a^; flotekein; ihtvcdfaiiltchli^
w€ftten<aoIlen>aIle;Siichen an richten uAd:zn ttaraMchie««
denr. SehM firnber sAeiat ./d^ d^entüGhii ihtkiihedl ate
tmUf <]fitgtiedQrfif bestanden .tea haben; jatritawlrd brünifii
aeue?in .diesiarvZaULftsIgäsetet.^ laber mff iBdfu^siartea
aa^ger(tetet4ie(:ttteftissender!^hd da je und' iBe'Wohliidtaii
djieneni n^o<^hten : die i Setbdüntigkdit; ' dee Landes • m . gellei!
Hinedebtiizli wtahreh. .^j'.'- '■ " • ; ':•;;! .:■■ '^ "<•• ' ' -..'
: JHese ^Veriaisunjir iiat sich das 'Yercdmgto Schlaatii»s[
und Holstein bedungen^ da es dsjx enMiCHdeabiingariia
•aiiteml iLaadelhertn ecknb; i^ie iatdstdgilitidi* aaf. idem
ViMjangjiNrivilcigiiier Slla^ (ffiia isiä «ichndtimabi iii.JiHeff
ReicUenl jandlTämtGtrieii * fandeii^ : «ad attnaattloh ;iti^ ' Uta
Ritteivchaft hat Uäc [aa&. neue v^jn^i sehr.h«tdeiiM»d«fiteI^
l«ng!get^nnMt ' Ahet dw^ Vc^Msung iH dach ganz i «in
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imk^vmdi AM. DtelScMsej^ndigb»! dar huMe.MA
im^m: ümt) Me.l untrobirii^e :¥€arbiBd0ii9 sindi gimrälinl.
Obit j Liflifesfajpir. . iflt /in > ,iän iliichtigMeil .piäUäAdiem Heehteii
ao' die fttitwirkRng ^d^iJaiidsfönele^ifeiMuid^m •' Biese iha^
ben im WM ididSf >B[a(dkfpIgecs. inhedudb^^desofaenMileii-)'
d«ii >6te€iiileeiiliSfy und sie: v^treteii offieidMir die^Gasaifimt-
Ibtit .dar/ Lände ;mi stUn^udeber LandraiH'eteit niit dfnioa«»
EingebQräela^g^a(MnlQeiIäIl^ höheren Beamten ^^d^XRegfeü^
rung vor. Me Classen der Bevölkerung sind in ihren
Freiheiten und guten Gewohnheiten bestätigt. Für Frie-
den und Sicherung des Rechts sind umfassende Bestimmun-
gen getroffen. Auch der Sorge um christlichen Glauben
Rechtfertigkeit und gute Sitte hat man nicht vergessen.
Wenige Lande Europas hatten damals eine solche Magna
Charta aufzuweisen.
Holstein, mag man sagen, hat für sich kaum etwas
gewonnen was es nicht auch vorher hatte. Es hat auch
durch die blosse Gemeinsamkeit des Regenten mit Däne-
mark vielleicht seine Stellung zu Deutschland gefährdet.
Aber es hat dies gethan um Schleswigs vnllen. Und für
dieses Land besonders sind die Bestimmungen dieser Ur-
kunden hoch anzuschlagen. Die Unabhängigkeit gegen
Dänemark, die Verbindung mit Holstein und dadurch mit
dem übrigen Deutschland sind gesichert wie niemals frü-
her: nun erst hat das Herzogthum die volle politische
Selbständigkeit gewonnen, um dann gleich mit dem deut-
schen Nachbarland die engste staatsrechtliche Vereini-
gung zu begründen. Hier musste alles was geschah als
ein Fortschritt auf der früher betretenen Bahn erscheinen.
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411
Um tiiit ScUoswig t^rbnnden za bkAeti, wiligte tkMekt
in die Annahme des dänisdien KMigs zmtk Landeidiemi^
imd um jenes Zugewinnen, gewährte wieder Ghrirtiiii «koi
dinischeni Lehnsfiftrslenthutn die Anerkenhong einer poli--
tischen Stellung and einer VerfiBssong, .wie er sfeüizU'-
gestieben sonst schwerlioh bewogen werden konnte;
Wie aber diejEie Ereignisse der Abschlnss nnd eincor
reichen inhaftsroOen Geschichte , sa roht änf ihnen idie
gexizd Zttknnft des vereinigten Schleswig«* Boletein^
.1 , i IJ '..
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Berichtigungen.
S. 50, Z.11 lies: Goischalk. — S. 115, Z.7 y. u. füge hinzu:
dahin gehört OMch das ' Vemedinc' an der Stör um d, J, 1253. —
S. 134, Z. 2 V. ik lies: r. — S. 172, Z. 6 v.u. lies Johann//.—
S.278, Z.26 y. u. streiche: des Vaters. — S. 305, Z.8 y. u. lies:
tnechlenhurgischen, — S. 307, Z. 5 y. u. lies: Frecleburg.
Ausserdem sind einige kleinere Druckyersehen oder Ungleich-
heiten in der Schreibung zu bemerken. Es sollte heissen: S. 21,
Z. 18: Dänisch; S. 67, Z. 11 y. u. und S. 68, Z. 6 y. u.: Mech-
thUde; S. 87, Z. 6 y. u.: ^ede^ dritte; S. 91, Z. 10 y. u.:- west/%-
lischen; S. 164, Z. 5: Emelthorp; $. 168, Z. (0 y.u.: sind; wohl;
S. 190, Z. li 'deihi= S.199, Z. 10 y. u.: Splitt; S.'2ie, Z. 1:
Möl/n; S. 257, Z. 2 und ,im {plgenden: Lembeck, oder yorher:
Ltmbeck (beide Formen haben urkundliche Beglaubigung); S. 382,
Z. 1 y. u.: den.
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(W. P?. K*8l»er.) A .. : '
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(Kieler Linie.)
Johann L
Graf a. 1239. f 1263 . Apr. 20.
Adolf y. Johann H.
zu Segeberg. zu Kiel.
Graf 8. 1263 (1273). f 1308. Graf s. 1263 (1273). f c. 132
mit Margarethe Yon Dinemar
Christoph Adolf "^
t C.1313. t 1315, Aag.
Anmerkung. In die Stammtafel nm
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118.
^Heilwig"^ Magnus Ladulas
.^ . ▼OB Sohweden.
Giselbrecht Adelheid
iichofr. Halber- .,>/■ Wrirh II
.d.l324. tl34y ;{,S4
Elisabeth 1. Johann I. 2. Erich
,^ t.Lanepbarg. T.Dänemark.
ne)
Nicolaus
Grafs. 1340.
t 1397.
Elisabeth
Heinrich
. Bischof T. Osnabriiok
88. s. 1402, in Holstein
« s. 1404.
tl421, Febr. 10.
Elisabeth 1. Albrecht 2. Erich
s ^' Mecklenburg, y. Lauenburg.
vm.
U404(1427}.
Dec. 4.
T. Hohnstein.
Oerhard VH.
f 1433, Jnli 24.
mit Agnes y. Baden.
2 KiadeiC f fruh^
Heilwig Dietrich
▼on Oldenburg.
Christian Gerhard
König s. 1448, Graf und
Herzog s. 1460.
Moritz
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